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- Antirassismusbeauftragte (SPD) verteilt 21,8 Millionen Euro an NGOs (4.12.2025)
- Prof Murswiek: DSA: Wie die EU die Meinungsfreiheit im Internet unterminiert (23.11.2025)
- „Föten-Fanatiker“ und „Gebärmutter-Stalker“: Böhmermann beschimpft Abtreibungsgegner (23.11.2025)
- Deutschland hat kein Desinformationsproblem, aber ein Zensurproblem (23.11.2025)
- „Zensurnetzwerk“ Deutschland: Wie die Regierung mit NGOs die Meinungsfreiheit untergräbt (22.11.2025)
- Reportage Seitenwechsel – Aber Googgle-Sucheinschränkung (10.11.2025)
- Faktencheck bei Tatsachen (ja/nein)- nicht bei Gefühlen (27.10.2025)
- Desinformation: Falsch oder nix (28.10.2025)
- Murswiek: Was soll Desinformation sein? (25.10.2025)
- Israel – Gaza: Geiselaustausch? (13.10.2025)
- Desinformation: Kosten-Studie des PIK in Nature (7.9.2025)
- 26 % für Gewalt gegen Rechts (24.9.2025)
- Nur private Medien schaffen eine freie Gesellschaft (21.9.2025)
- Kommunikationsmuster „Ja, aber …“ zwecks Schuldumkehr (18.9.2025)
- Desinformation: Russen-Anschlag auf Flugzeug von vdL und PIK-Studie in Nature (17.9.2025)
- Das geheuchelte „Aber“ und die linke Schuldumkehr (16.9.2025)
- Die große Sommerkündigung des Rundfunkbeitrags: jetzt 18,36 Euro sparen (25.7.2025
- Falschinformationen von ARD und ZDF (25.7.2025)
- Sommerinterview AfD: Störung (21.7.2025)
- Angriff auf die Meinungsfreiheit? Die EU verpflichtet digitale Dienste nun, gegen „Desinformation“ vorzugehen (5.7.2025)
- Sich informieren macht Freude (23.6.2025)
- Medienlüge zu Biden’s Demenz (23.5.2025)
- Kriminalstatistik verzerrt Realität (22.5.2025)
- Vosgerau: Medienkampagne BfV/AfD 2025 ähnlich Correctiv/Wannsee 2023 (5.5.2025)
- Der Tag, als die CO2-Pipeline explodierte (18.4.2025)
- Falschmeldung im Dreier-Schritt (12.4.2025)
- Unwort: biodeutsch Brandmauer (13.1.2025)
- Musk und die Meinungsfreiheit (30.12.2024)
- Bürger-Täuschung: Deportation (22.10.2024)
- Geheimtreffen und Hetzjagden (15.10.2024)
- ARD: Die 100 – Ist die AfD eigentlich ein Problem? Agitprop kurz vor der Wahl (27.9.2024)
- Scheinwelten gegen Realität (26.8.2024)
- Wie aus „Zensur“ der „Kampf gegen Desinformation“ wurde: Eine deutsche Geschichte in sechs Schritten (19.6.2024)
- Correctiv gesteht Falschbehauptungen zum „Geheimtreffen“ ein (21.6.2024)
- Böse oder tolerierbare Gewalt (20.6.2024)
- Einfache Sprache – Nachrichten (16.6.2024)
- Landesregierung: Polizeieinsatz um „Schlumpf-Schülerin“ war falsch (30.5.2024)
- Chemnitz: Das Platzen der Merkelschen Hetzjagd-Lügen (25.4.2024)
- Gewalt: Bürger desinformiert (21.5.2024)
- Wie sich DPA, APA und AFP von den Regierenden für die Gleichrichtung der Medien bezahlen lassen (20.5.2024)
- ÖRR-Manifest Meinungsvielfalt.jetzt (4.4.2024)
- Endlich amtlich: Studie bestätigt Links-Drall von ARD und ZDF (7.2.2024)
- Die Nazi-Keule wirkt nicht mehr (11.1.2024)
- Einen Tag mal freie Medien (29.11.2022)
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- Pressefreiheit
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- Wannseekonferenz2.0
- Zensur
Desinformation: Falschnachrichten durch bewußte Täuschung verbreiten
a) Propaganda: Politik-Ideologie durch Desinformation verbreiten („propagieren“ heißt verbreiten)
b) Fehlinformation: Falschnachrichten unabsichtlich (durch Versehen) verbreiten
c) Falschnachrichten: Falsche und deshalb irreführende Information
Desinformation = Fake News (neudeutsch)
mehr auf:
https://www.bundesregierung.de/breg-de/schwerpunkte/umgang-mit-desinformation/was-ist-desinformation-1875148
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Desinformation: Die Lüge bleibt in der Welt
– Chemnitz: Hetzjagden
– Corona: Tödliche Pandemie
– Fukushima: Atom-/Nuklearkatastrophe
– Gesundheitssystem: Überlastung 2020-2022
– Klimawandel: Menschengemacht
– Potsdam: Geheimtreffen – Wannsee
„Es ist nicht die Aufgabe von Journalismus,
über die Themen zu informieren, die die Leute wissen wollen.
Sondern über das, was sie wissen sollen.“
Tilo Jung, Journalist
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Murswiek: Was soll Desinformation sein?
„Man fragt sich, was genau Desinformation (wie sie die Bundesregierung am 6. November in ein Gesetz überführen will) sein soll.
Beiträge der Tagesschau zur Pandemie der Ungeimpften?
Aussagen des Gesundheitsministers zur angeblich nebenwirkungsfreien Impfung?
Auf wessen Sicht kommt es an? Sofern es keine falschen Tatsachenbehauptungen sind, muß doch die Auseinandersetzung darüber, ob eine Information sachlich richtig oder irreführend ist, öffentlich geführt und nicht hoheitlich entschieden werden. Ich finde es eine dystopische Vorstellung, es gäbe hoheitliche Instanzen, die über die Wahrheit entscheiden.“
Dietrich Murswiek, emeritierter Professor für Staats- und Verwaltungsrecht, in der „NZZ“, am 25. Oktober 2025. Mehr hier
Desinformation: Kosten-Studie des PIK in Nature
…
Sie werden sich nun fragen, was diese „wilde Story“ mit Klima und Energie zu tun hat? Auf den ersten Blick kaum etwas. Auf den zweiten sehr viel. Sie wirft ein Schlaglicht auf die Arbeitsweise vieler Medien.
Wir hatten hier https://klimanachrichten.de/2025/08/31/die-amoc-kipper/ über eine “AMOC”-Arbeit unter PIK-Beteiligung (Stefan Rahmstorf) berichtet und die offenkundlichen Probleme darin. Was meldeten bestimmte Medien ohne! Konjunktiv?
„Strömungssystem AMOC vor dem Kollaps“
https://www.t-online.de/klima/leben-umwelt/id_100896382/amoc-vor-dem-aus-europas-zentralheizung-droht-der-kollaps.html
„Die Atlantik Strömung wankt, kippt und kollabiert.“
https://www.klimareporter.de/erdsystem/studie-die-atlantikstroemung-wankt-kippt-und-kollabiert
„Lassen wir beim Klimaschutz deutlich nach, kollabiert sie“. (die AMOC)
https://taz.de/Kollaps-von-atlantischem-Stroemungssystem/!6110716/
„Neue Studien prognostizieren erhöhtes Risiko für Kollaps des Golfstroms“
https://www.derstandard.at/consent/tcf/story/3000000285765/neue-studien-prognostizieren-erhoehtes-risiko-fuer-kollaps-des-golfstroms
Die Reihe der Horrormeldungen ließe sich lange fortsetzen.
Im Lichte der fraglichen Studie sind sie ausnahmslos genauso ohne Substanz wie „der Anschlag auf Ursula v. d. Leyen“.
Ähnliches gilt für eine PIK- Studie aus dem Jahre 2024 zu Klimawandelkosten, wir berichteten ausführlich darüber, über den blamablen Ausgang zuletzt hier.
https://klimanachrichten.de/2025/08/19/kosten-des-klimawandels-in-wahrheit-unklar-oder-wie-sich-ein-wissenschaftsskandal-entwickelte/
Auch „Die Welt“ https://www.welt.de/wissenschaft/plus68abf4168c33b226bcae6cdd/Klimawandel-Der-Skandal-um-die-umstrittene-Klimastudie.html nahm sich der Sache an und Axel Bojanowski dröselte auch die ökonomischen Verflechtungen auf, die überhaupt zum Veröffentlichen des Manuskripts in Wissenschafts-Magazin „Nature“ führten, obwohl alle wissenschaftlichen Begutachter des Manuskripts der Arbeit davon abrieten.
Was gab es beim Erscheinen für Headlines, die alles aus dem Hause PIK für bare Münze nahmen?
„Der Klimawandel ist ein Treiber der Inflation“
https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/klimawandel-hoehere-temperaturen-preise-inflation-100.html
„Heißere Welt, weniger Geld“
https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/wissen/klimawandel-kosten-extremwetter-menschen-e067356/?reduced=true
„Was kostet uns der Klimawandel?“
https://www.stern.de/wirtschaft/kosten-der-erderwaermung–brauchen-wir-eine-klimawandel-finanzspritze–34648924.html
Ofensichtlich …
… Alles vom 7.9.2025 von Frank Bosse bitte lesen auf
https://klimanachrichten.de/2025/09/07/die-russen-sind-da-oder-die-macht-von-medien/
.
Kommunikationsmuster „Ja, aber …“ zwecks Schuldumkehr
Vorsicht bei „Ja, aber“ – Sätzen:
Hinter der Aussage „Ich habe nichts gegen Migranten, aber …“ verbirgt sich allzu häufig eine fremdenfeindliche Gesinnung, da die im langen „aber“-Teil aufgelisteten Punkte die Aussage des Ja-Teils pervertieren.
In der Aussage „Mein Beileid zu Charlie Kirk, aber …“ werden im Aber-Teil so viele Einschränkungen aufgelistet, daß die Beileidsbekundung des Ja-Teils unglaubwürdig wird. Journalisten wie Dunja Hayali (ZDF) beherrschen die „Ja, aber …“-Kommunikation. Mehr dazu auch hier: Das geheuchelte „Aber“ und die linke Schuldumkehr .
18.9.2025
Desinformation: Russen-Anschlag auf Flugzeug von vdL und PIK-Studie in Nature
„Die Russen sind da“ oder die Macht von Medien
…
Offensichtlich wird da oft eine bestimmte Stimmung gemacht. Oder haben sie in den angesprochenen Medien schon etwas zum Ende der „Klima-Kostenstudie“ vernommen? Auch nicht, wie beim „Russen-Anschlag“?
Was in Teilen der Medien praktiziert wird, ist eher „Frontberichterstattung“! Man könnte es auch Demagogie nennen. Nur funktionieren solch „konzertierte Aktionen“ immer seltener, weil es viel mehr auch unabhängige Quellen gibt. Bei “den Russen“ war es „Flightradar 24“, das sehr frühzeitig den Vorhang aus Unsinn und Kriegs-Propaganda zerschnitt. Bei anderen Themen ist es oft komplexer. Warum ist da so viel falsche Einhelligkeit in den meisten Medien? Axel Bojanowski (“Welt”) wurde dazu im Fall der Klimaberichterstattung im Podcast “sachlich richtig” https://www.youtube.com/watch?v=NtypOPuCpYA&list=PLb9onHLMfzHUVb_gXBom5T4sIdvdSP9Yp&index=3&t=19sbefragt. Seine Antwort: “Journalisten gehören einer bestimmten Gruppe an, die meistens links orientiert ist, die eher Großstadt-orientiert ist …das ist ein Milieu, dass sehr stark harmoniert mit dem Aktivismus- Milieu”
Solche Medien sind daher naturgemäß nicht sehr interessiert am Wahrheitsgehalt einer Meldung, sie suchen vielmehr nach Bestätigungen ihrer eigenen (Vor) Urteile und bringen die dann auch so unter die Leute. Mehr “Haltung” als die Verpflichtung zur möglichst wahrheitsgemäßen und objektiven Berichterstattung zum frühest möglichen Zeitpunkt, um Legenden gar nicht erst wachsen zu lassen.
Daher der Rat an den Leser: Fallen Sie nicht auf so etwas herein! Es gibt heute viele Möglichkeiten, sich umfassender zu informieren als vor dem „Internet-Zeitalter“ bis vor ca. 30 Jahren. Ein klein wenig bemühen sich auch die “Klimanachrichten” bei Klima und Energie um eine Rolle wie “Flightradar 24” im Falle “der Russen”.
Umso wichtiger bleibt die Vorsicht vor allen Versuchen der Zensur. Solange man zu bestimmten Themen wieder eine Art „mediale Gleichschaltung“ konstatieren muss, so lange haben wenige andere Medien eine große Bedeutung und Verantwortung.
… Alles vom 7.9.2025 von Frank Bosse bitte lesen auf
https://klimanachrichten.de/2025/09/07/die-russen-sind-da-oder-die-macht-von-medien/
Falschinformationen von ARD und ZDF
Offener Brief an die Intendanten des ÖRR – nach dem Weidel-Sommerinterview
Wiederum das ZDF zauberte in „Terra X“ in einer Krach- und Lachgeschichte angebliche Beweise für eine russische Steuerung der Anschläge von Aschaffenburg und Mannheim aus den Tiefen des Internets. Die Mainzer strahlten den Unfug aus, obwohl Experten von BND und Verfassungsschutz mitteilten, dass es sich bei den Indizien um Datenschrott handelte. Der „Terra X“-Beitrag erfüllte sämtliche Kriterien der Desinformation, die bekanntlich nach ZDF/ARD-Ansicht Unseredemokratie aushöhlt. Aber: Redaktionelle Freiheit macht es möglich.
Die ARD, um wieder auf das Erste zurückzukommen, verfälschte 2023 eben mal die Kriminalstatistik, um die Grünen als die hauptsächlich von politisch motivierten Übergriffen betroffene Partei zu präsentieren und rechten Kräften die Schuld dafür zu geben. Stimmt beides nicht. Redaktionelle Framingfreiheit.
Die Behauptung der ARD-Tagesschau, ebenfalls 2023, der Atomunfall von Fukushima hätte 18.500 Tote gefordert: bedauerlicher Fehler.
Wenn man beim MDR an der Tonspur herummanipuliert, um Schmerzensschreie eines weggeführten Straßenblockierers der „Letzten Generation“ ein bisschen dramatischer zu gestalten, dann ereignete sich im Anstaltsbau laut MDR ein „unerklärliches, bedauerliches Missgeschick“.
Genauso wie in den anderen im oben verlinkten Beitrag aufgeführten Fällen der öffentlich-rechtlichen Bildfälschungen, etwa, wenn das ZDF den Wasserdampf aus dem Kühlturm eines Kernkraftwerks schwarz färbt, weil das besser zur Einordnung der Atomkraft unter „fossile Energie“ (heute journal) passt.
Verbreitet Jan Böhmermann im ZDF verleumderische Falschbehauptungen über den früheren Chef des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnologie Arne Schönbohm, die ihn – also Schönbohm – den Job kosten: redaktionelle Freiheit. Das ZDF besteht auch heute noch darauf, alles richtig gemacht zu haben.
Dass der RBB auf Grundlage einer gefälschten Eidesstattlichen Erklärung den Berliner Grünenpolitiker Stefan Gelbhaar mit erfundenen Belästigungsvorwürfen terminlich so passend zu Fall brachte, dass Habecks Wahlkampfmanager Andreas Audretsch Parteifreund Gelbhaar den Platz zwei auf der Landesliste wegschnappen und sicher in den Bundestag einziehen konnte, dieses Hit piece also kostet den ARD-Sender, für den Audretsch früher arbeitete, dem Vernehmen nach eine bislang geheim gehaltene höhere sechsstellige Schadenersatzsumme. Die allerdings nicht die verantwortlichen Mitarbeiter aufbringen müssen, sondern die Gebührenzahler.
Hier mischen sich vermutlich redaktionelle Freiheit und bedauerliches Missgeschick in einem noch zu klärenden Verhältnis. Dieser Text könnte noch mehrere Seiten mit Exempeln dieser Sorte fortfahren, und sie verteilen sich paritätisch auf beide Senderfamilien.
Meldet das ZDF, Atomstrom in Frankreich koste horrende 70 Cent ab Werk, wobei den Experten vom Lerchenberg einfach eine Null in die Rechnung rutschte – Missgeschick –, löst die ARD gleich das globale Energieproblem dank eines stromerzeugenden Fernsehers.
…
… Alles vom 25.7.2025 von Alexander Wendt bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/medien/die-grosse-sommerkuendigung-des-rundfunkbeitrags-jetzt-1836-euro-sparen/
Angriff auf die Meinungsfreiheit? Die EU verpflichtet digitale Dienste nun, gegen „Desinformation“ vorzugehen
In dieser Woche trat ein EU-weiter Verhaltenskodex zur Desinformation für digitale Plattformen in Kraft. Er könnte die Diskussion um Meinungsfreiheit im Internet weiter anheizen.
ur selten erregt Gesetzgebung auf europäischer Ebene großes Aufsehen. Das Gesetz über digitale Dienste („Digital Services Act“, DSA) ist da eine Ausnahme. Die im November 2022 erstmalig in Kraft getretene und seither laufend angepasste EU-Verordnung soll eine einheitliche Regulierung für digitale Dienstleistungen schaffen, insbesondere für große Plattformen wie X, Instagram oder TikTok, deren Einfluss auf den gesellschaftlichen Diskurs stetig wächst.
Kritiker sehen den DSA als Angriff auf die Meinungsfreiheit im Netz https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/tv-medien/grusswort-zum-ende-der-meinungsfreiheit-li.2326058 , Befürworter halten ihn für einen notwendigen Rahmen, um die Marktmacht der großen Online-Dienste zu begrenzen und Missbrauch, etwa durch feindselige ausländische Akteure, zu minimieren. Seit Anfang Juli ist nun der sogenannte „Code of Practice on Disinformation“ (zu Deutsch: „Verhaltenskodex zur Desinformation https://www.berliner-zeitung.de/open-source/desinformation-versus-demokratie-laut-studie-verunsicherte-oeffentlichkeit-li.2195764 “) Teil des DSA. Was bedeutet das für die Diskussionen um Meinungsfreiheit im Internet? Kommt es etwa zu vermehrten staatlichen Eingriffen?
Neuer Kodex: Was ist überhaupt Desinformation?
Matthias Kettemann betont im Gespräch mit der Berliner Zeitung, dass das DSA bereits seit mehreren Jahren angewendet werde und auch bereits Verfahren gegen große Plattformfirmen wie X, Meta oder TikTok aufgrund von Verstößen gegen das DSA liefen. Der Internetforscher am Berliner Humboldt-Institut für Internet und Gesellschaft bezeichnet das Ziel des DSA als „regulierte Selbstregulierung“. Es soll also ein regulatorischer Rahmen geschaffen werden, innerhalb dessen die Branche sich selbst weitere Regeln und „Best Practices“ gibt.
…. Alles vom 5.7.2025 von Len Sander bitte lesen auf
https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/angriff-auf-die-meinungsfreiheit-die-eu-verpflichtet-digitale-dienste-nun-gegen-desinformation-vorzugehen-li.2338788
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In dieser Woche trat ein EU-weiter Verhaltenskodex zur Desinformation für digitale Plattformen in Kraft. Er könnte die Diskussion um Meinungsfreiheit im Internet weiter anheizen.
ur selten erregt Gesetzgebung auf europäischer Ebene großes Aufsehen. Das Gesetz über digitale Dienste („Digital Services Act“, DSA) ist da eine Ausnahme. Die im November 2022 erstmalig in Kraft getretene und seither laufend angepasste EU-Verordnung soll eine einheitliche Regulierung für digitale Dienstleistungen schaffen, insbesondere für große Plattformen wie X, Instagram oder TikTok, deren Einfluss auf den gesellschaftlichen Diskurs stetig wächst.
Kritiker sehen den DSA als Angriff auf die Meinungsfreiheit im Netz https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/tv-medien/grusswort-zum-ende-der-meinungsfreiheit-li.2326058 , Befürworter halten ihn für einen notwendigen Rahmen, um die Marktmacht der großen Online-Dienste zu begrenzen und Missbrauch, etwa durch feindselige ausländische Akteure, zu minimieren. Seit Anfang Juli ist nun der sogenannte „Code of Practice on Disinformation“ (zu Deutsch: „Verhaltenskodex zur Desinformation https://www.berliner-zeitung.de/open-source/desinformation-versus-demokratie-laut-studie-verunsicherte-oeffentlichkeit-li.2195764 “) Teil des DSA. Was bedeutet das für die Diskussionen um Meinungsfreiheit im Internet? Kommt es etwa zu vermehrten staatlichen Eingriffen?
Neuer Kodex: Was ist überhaupt Desinformation?
Matthias Kettemann betont im Gespräch mit der Berliner Zeitung, dass das DSA bereits seit mehreren Jahren angewendet werde und auch bereits Verfahren gegen große Plattformfirmen wie X, Meta oder TikTok aufgrund von Verstößen gegen das DSA liefen. Der Internetforscher am Berliner Humboldt-Institut für Internet und Gesellschaft bezeichnet das Ziel des DSA als „regulierte Selbstregulierung“. Es soll also ein regulatorischer Rahmen geschaffen werden, innerhalb dessen die Branche sich selbst weitere Regeln und „Best Practices“ gibt.
…. Alles vom 5.7.2025 von Len Sander bitte lesen auf
https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/angriff-auf-die-meinungsfreiheit-die-eu-verpflichtet-digitale-dienste-nun-gegen-desinformation-vorzugehen-li.2338788?utm_medium=Social&utm_source=Twitter#Echobox=1751725612
Der Tag, als die CO2-Pipeline explodierte
Sie finden keine Meldung über dieses Unglück? Das ist kein Wunder, denn die Explosion gab es nicht. Es gab sie nur in der Phantasie einer deutschen Journalistin. Die Journalistin heißt Annika Joeres und sie war hier schon einige Mal Thema in diesem Blog https://correctiv.org/aktuelles/klimawandel/2025/04/11/co2-lager-gefahr-durch-geplante-pipeline-im-rheinland/ . Joeres schreibt u. a. für die Zeit, wo man einen Artikel hinterher korrigieren musste, weil sie bei Zahlen gern schon mal um den Faktor 300 falsch liegt, oder ihr Auftraggeber kassiert Niederlagen vor Gericht wegen falscher Aussagen wie im Fall von Anna Veronika Wendland.
https://x.com/stefanolix/status/1911163552565727478
Anika Joeres mag keine Kernenergie. Sie mag aber auch keine Kohlenstoff-Abscheidung. Und weil das so ist, hat sie ein Stück in bester Correctiv-Manier verfasst. Natürlich bei Correctiv. Wo sonst, vielleicht hat die Zeit ja keine Lust auf einen weiteren fehlerhaften Artikel? Für sie zählt nicht, was ist sondern was gewesen sein könnte. Das gilt auch für die Mitautoren des Artikels. Und so wird aus einem Erdrutsch mit Riss in einer CO2-Pipeline in den USA halt eine Explosion. Chemisch schwer vorstellbar, denn eigentlich gilt CO2 nicht als brennbar. Das wäre aber die Voraussetzung für eine Explosion. CO₂ (Kohlenstoffdioxid) kann nicht explodieren. Es ist wie geschrieben ein nicht brennbares, chemisch stabiles Gas. Hier ein paar Fakten:
Nicht entzündlich: CO₂ kann keine Flamme nähren und wird sogar zur Brandbekämpfung verwendet (z. B. in Feuerlöschern).
Nicht explosiv: Es reagiert nicht spontan mit Luft oder anderen Stoffen so, dass eine Explosion entsteht.
CO₂ wird oft als Schutzgas genutzt, z. B. beim Schweißen, gerade weil es so reaktionsträge ist.
Vielleicht hatte sie auch einfach nur die vorher ordentlich geschüttelte Mineralwasserflasche vor dem geistigen Auge, die beim Öffnen dann übersprudelt?
Wie es sich für einen guten Correctiv-Artikel gehört wird auch gleich noch eine Verschwörungstheorie gebastelt. Eine Lobby, die niedrige Standards bei CO2-Pipelines durchsetzt.
Befragt hat Joeres konsequenterweise nur Kontakte, die CO2-Abscheidung auch schlecht finden. Blasenbildung in reinster Form oder auch Garbage in – Garbage out.
Der X-Account Stefanolix hat sich den Artikel angesehen und die ganzen Fehler aufgelistet.
https://x.com/stefanolix/status/1911163552565727478
Er wartet bis heute auf die Richtigstellung des Artikels. Was machen Journalisten wie Joeres nur, wenn das Verbreiten falscher Tatsachen eine Straftat wird in Deutschland? …. Alles vom 18.4.2025 bitte lesen auf
https://klimanachrichten.de/2025/04/18/der-tag-als-die-co2-pipeline-explodierte/
Wie aus „Zensur“ der „Kampf gegen Desinformation“ wurde: Eine deutsche Geschichte in sechs Schritten
„Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten?” – Früher nannte man es „Zensur“, wenn staatliche Stellen unliebsame und abweichende Meinungen einschränkten, kontrollierten oder verboten. Seit einiger Zeit ist dieser Begriff fast aus dem öffentlichen Diskurs verschwunden und damit gefühlt auch das gesamte politische, juristische und kulturelle Erbe, welches mit der Auseinandersetzung um Zensur und der Erkämpfung von Meinungsfreiheit einherging. Dafür ist jetzt der „Kampf gegen Desinformation“ als Konzept und Aktivität omnipräsent geworden. Wie ist es zu dieser Diskursverschiebung gekommen, welche Interessen und Akteure stehen dahinter und welche Krisen haben die Zwischenschritte dieser Entwicklung begünstigt?
….
Schritt 1: 2014 – Ukraine ….
Nach dem gewaltsamen Regierungswechsel in Kiew im Jahr 2014 begannen sämtliche Medien, egal ob eher rechtskonservativ oder linksliberal, über die Ereignisse in der Ukraine mit einer starken Tendenz zu berichten, die den Regimewechsel und die vom Westen unterstützte neue Regierung befürwortete, während sie den Kräften in der Ostukraine und Russland gegenüber sehr kritisch eingestellt waren. ….
Die Öffentlichkeit begann, sich in zwei Teile zu trennen: Der eine bestand aus Menschen, die der Linie der Medien glaubten, und der andere aus Menschen, die dieser kritisch gegenüberstanden. Dies führte zur Gründung oder zum Wachstum vieler alternativer Medienprojekte, die der einseitigen und einheitlichen Medienlinie etwas entgegensetzen wollten. Eines der erfolgreichsten dieser Projekte war KenFM des deutschen Journalisten Ken Jebsen, der auch – zusammen mit Sahra Wagenknecht und anderen – Demonstrationen für Frieden mit Russland und gegen die Kriegsrhetorik organisierte, was zu den ersten Anschuldigungen einer „Querfront“ führte (d. h. eines Bündnisses von rechts und links, das an die chaotische politische Situation in der Weimarer Republik in den 1920er- und frühen 1930er-Jahren in Deutschland erinnerte). Der Vorwurf des Rechtsextremismus wurde auch gegen die Organisatoren und Unterzeichner eines Friedensmanifests erhoben, vermutlich um Mitglieder der Linken, die sich angeschlossen hatten oder daran interessiert waren, abzuschrecken, und allgemeiner, um jeden Friedensaktivisten in den Augen der Öffentlichkeit zu diskreditieren.
Die abfällige Bezeichnung „Verschwörungstheoretiker“, die bis dahin eher eine Randexistenz geführt hatte, wurde ebenfalls hervorgeholt und stand nun im Mittelpunkt fast aller Artikel über die Bewegung. …
Schritt 2: 2015/2016 – Die Flüchtlingskrise …
Schritt 3: 2016/2017 – Trump und Russiagate ….
Schritt 4: 2018 – der Cambridge-Analytica-Skandal …
Schritt 5: 2020 – Corona ….
Schritt 6: Ukraine-Krieg 2022
Als Russland 2022 in die Ukraine einmarschierte, fühlte es sich an wie die Situation von 2014, nur auf Speed. Die Berichterstattung und Kommentare waren völlig einseitig zugunsten der Ukraine, der NATO und der USA, bis hin zu faktisch falschen Darstellungen und dem Weglassen einer unglaublichen Menge an Informationen und Hintergrund. Über die „andere Seite“ und ihre Perspektive wurde überhaupt nicht berichtet, sondern nur verleumdet, verzerrt und erfunden. Während die Berichterstattung über die Ereignisse in der Ukraine im Jahr 2014 auffällig voreingenommen und an Propaganda grenzend gewesen war, hatten wir jetzt das Niveau einer regelrechten Kriegspropaganda erreicht, obwohl Deutschland sich nicht – zumindest nicht offen – im Krieg befand. Das Vorgehen gegen Andersdenkende wurde jetzt noch härter und juristischer.
…
Andersdenkende begannen, das Land zu verlassen, und immer mehr Websites, Online-Magazine und YouTube-Kanäle wurden abgeschaltet oder gelöscht. Der Zugang zu russischen Online-Nachrichtenseiten wurde europaweit verboten, was es zunehmend schwieriger machte, Informationen zu finden, die die Linie der Regierung, der EU und des transatlantischen Apparats infrage stellten. Der Teil der Bevölkerung, der den Mainstream-Medien vertraute und durch die Corona-Jahre gut geschult war, betrachtete abweichende Meinungen zum Ukraine-Krieg als gefährliche russische Desinformation und Propaganda.
…
Jetzt befinden wir uns in einer stark zensierten Informationslandschaft, und seit dem Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 und dem Beginn der israelischen Militäroperation in Gaza ist es noch schlimmer geworden. Die Medien und alle großen politischen Parteien marschieren im Gleichschritt, und dennoch wollen etwa die Hälfte der Bevölkerung und alle deutschen NGOs nicht bemerken, was vor sich geht. Sie weisen in Bezug auf Zensur und mangelnde Pressefreiheit mit einem entschlossenen Zeigefinger nur auf die geopolitischen Gegner der USA wie Russland, China, den Iran oder Weißrussland. Die Transformation von „Zensur“ in den „Kampf gegen Desinformation“ war erfolgreich und ist hiermit vollendet.
… Alles vom 19.6.2024 von Maike Gosch bitte lesen auf
https://www.nachdenkseiten.de/?p=116908
