Gewaltherrschaft in Europa?

„Die EU Kommission und konkludent handelnde nationale Regierungen üben bewußt und gewaltsam Angstterror aus, der unsere Fähigkeit, anders zu denken, zu handeln und zu leben als andere, direkt beschneiden soll. Wir haben es mit Gewaltherrschaft zu tun. Wer dem Menschen sein freies Wort verbietet, der will ihm damit sagen, dass er in der Welt nur noch als Knecht des Herrschers geduldet ist“. So der Philosoph Michael Andrick in seinem beeindruckenden Essay „Gewaltherrschaft in Europa“ – bitte diesen in Anlage (1) unten zuerst lesen, bevor Sie hier im Text fortfahren.
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Knechte sind Untertanen. Und die Deutschen fühl(t)en sich in der Rolle als Untertanen zuweilen doch recht wohl. Was gilt ihnen bei der Wahl „Freiheit oder Versorgung?“. Vielleicht auch deshalb gibt es nur sehr verhaltene Proteste gegen die seit spätestens 9/2015 zunehmenden Einschränkungen der Meinungsfreiheit.

Andrick meint, daß unsere „Fähigkeit, anders zu denken“ beschnitten wird. Das Denken beschneiden, wo doch von Kinderzeiten an das Lied „Die Gedanken sind frei“ gesungen wird?

Jeder Bürger verfügt über das Recht auf freie Meinungsäußerung als Grundrecht gegen den übergriffigen Staat. Dennoch beklagen sich 50% der Bürger darüber, ihre abweichende Meinung nicht mehr frei sagen oder schreiben zu können. Redeverbot bzw. Schreibverbot drohen – in welcher Form auch immer. Nun ja, wenn man seine Meinung nicht mehr aussprechen (z.B. in einem Youtube-Video) oder schreiben kann (z.B. in einem Posting auf X oder Instagram), dann hat man immer noch die Freiheit, darüber nachzudenken.
Dies jedoch verneint der Kommunikationsforscher Norbert Bolz: „Es ist ein Irrtum, zu glauben, dass derjenige, dem man das Sprechen und Schreiben beschneidet, noch frei denken könne.“ Grund: Da der Mensch ein soziales Wesen ist, führt ein Redeverbot in letzter Konsequenz als Denkverbot zu Denkunvermögen. Der Mensch muß seine Meinung mitteilen können, ist auf Kommunikation angewiesen, auf Feedback, das auch nonverbal (Gestik, Mimik, …) erfolgen kann. Meinungsfreiheit ist lebensnotwendig und gilt aus gutem Grunde als Nr. 1 der Freiheitsrechte – auch wenn es im Grundgesetz erst als Artikel 5 erscheint.
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Zum Titel „Gewaltherrschaft in Europa“ des Essays von Michael Andrick: Er beschreibt, daß wieder die alte Logik der Gewaltherrschaft einzieht. Nicht etwa durch Anwendung körperlicher Gewalt, sondern durch die psychische Gewalt der Beschneidung der Meinungsfreiheit mit der Begründung, dadurch „Recht“, „Frieden“, „Demokratie“ oder „Wahrheit“ verteidigen zu müssen. Welch eine Heuchelei. Wo es den angeblichen Verteidigern doch primär nur um den eigenen Machterhalt geht. „Wer freie Rede unterdrückt, will keine Ordnung schützen, sondern den Bürger in Angst, Gehorsam und Unterwerfung brechen.“ Damit dieser als Untertan dann brav dient.

Mehr noch: Das Zum-Schweigen-bringen unbequemer Meinungen zerstört die Demokratie. Unabhängig davon, welche Instrumente (Zensur, Political Correctness, Kontaktschuld, Cancel Culture, soziale Isolation, Deplatforming, Mobbing usw.) hierbei zum Einsatz kommen.
Und Demokratie bezieht sich nicht nur auf eine – durch welches Possessivpronomen auch immer – eingegrenzte UnsereDemokratie, sondern auf die Demokratie aller Bürger.
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Zum Schluß ein Wunsch:
Der Essay „Gewaltherrschaft in Europa“ von Michael Andrick richtet sich primär an die Jugend. Er müsste in allen Schulen den Schülern ab ca 14 Jahren im Unterricht zur Diskussion verfügbar gemacht werden. Es ist ihre Meinungsfreiheit und damit ihre Freiheit, die bedroht ist.
14.4.2026
Auch dieser Beitrag wurde ohne KI geschrieben.
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(1) Gewaltherrschaft in Europa
Es ist keine Kleinigkeit, dem Menschen das freie Wort zu verbieten. Wer dies tut, duldet den Menschen nur noch als Knecht.
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Sprechverbote und Repressionen für Meinungsäußerungen, wie die EU und die willfährigen Mittäter in vielen europäischen Regierungen sie jetzt betreiben, folgen einer diktatorischen Logik. Sie muss benannt werden, damit wir wissen, was genau sich da in Europa wieder zu ereignen beginnt – wie jedesmal zuvor natürlich im missbrauchten Namen des Rechts, des Friedens, der Demokratie, der Wahrheit und was der schamlosen Phrasen mehr sein mögen.

Freiheit ist die Möglichkeit des Unterschieds: Dass ich anders denken, anders handeln und damit im Ganzen anders leben kann als andere. Freiheit ist folglich in jeder Gesellschaft in gewissem Maße vorhanden. Und was schon eine geschlossene oder gerade noch eine offene Gesellschaft darstellt, das ist prinzipiell strittig – bis zu dem Augenblick, wo Repression gegen missliebige Äußerungen einsetzt. Dann wissen wir, dass Gewaltherrscher am Werk sind.

Denn jeder Mensch weiß von sich: Ich bin spontan, d.h. ich habe Regungen des Gefühls, des Denkens und auch des Körpers, die zwar mir angehören, die ich aber doch nicht ganz und gar kontrolliere. Der Mensch ist nicht Herr dessen, was er versteht und nicht Herr der Gefühle und Motive, die ihn dabei begleiten.

Die spontanen Äußerungen unseres Innenlebens sind das Material, aus dem wir unsere Identität erfinden und anderen gegenüber zur Geltung bringen können. Wir lieben die Freiheit und fürchten den Zwang, weil Freiheit uns die Erkundung und Ausprägung unseres Eigenlebens ermöglicht und weil Zwang uns daran verhindert, als eigenes Wesen auf eigenem Weg in der Welt zu sein.

Belegen Machthaber bestimmte Ansichten und Verständnisse der Welt und des Geschehens um uns herum mit Strafandrohung, sollten wir sie äußern, so vergiften sie damit die Selbstbegegnung des Menschen mit Angst. Kann ich mich nicht angstfrei ausdrücken, so kann ich mich gar nicht als Person ausdrücken, sondern nur als meine eigene Angstkarikatur – als der psychosozial versehrter Untertan.

Die EU Kommission und konkludent handelnde nationale Regierungen üben bewußt und gewaltsam Angstterror aus, der unsere Fähigkeit, anders zu denken, zu handeln und zu leben als andere, direkt beschneiden soll. Wir haben es mit Gewaltherrschaft zu tun.

Wer dem Menschen sein freies Wort verbietet, der will ihm damit sagen, dass er in der Welt nur noch als Knecht des Herrschers geduldet ist. Wer sich nicht ausdrücken darf, der soll politisch, also für die Öffentlichkeit, also für seine Mitmenschen, nicht mehr da sein.
Das Wollen, dass ein Mensch für die anderen nicht mehr da sei, bedeutet, sein Ende wünschen. Die Sanktionen der EU gegenüber missliebigen Journalisten sind die öffentliche Andeutung ihrer Hinrichtung. Ist das zu drastisch? Ganz unwahrscheinlich? Prüfen wir das.

Wird dem Menschen verboten, zu sagen was er denkt und sagen will, und er sagt es dann doch, wie es sein Menschenrecht ist, was dann? Was bleibt den Gewaltherrschern dann übrig? Werden sie dann sagen, sie hätten sich verirrt, und würden zum Recht zurückkehren? Oder werden sie die, die weiterreden, dann mit Gewalt zum Schweigen bringen, weil die für das Sprechverbot angeführten Gründe von „Recht“, „Frieden“, „Demokratie“ oder „Wahrheit“ es erforderten? Was meinen Sie, wie wird es kommen? Wie ist es denn geschichtlich bisher gekommen?
… Alles vom 24.3.2026 von Michael Andrick bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/meinungen/gewaltherrschaft-in-europa/
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Michael Andrick ist Philosoph, Kolumnist der Berliner Zeitung und Bestseller-Autor. Sein erster Essay- und Aphorismenband „Ich bin nicht dabei – Denk-Zettel für einen freien Geist“ erschien im Verlag Karl Alber.

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