1. Mai: Gegen Staatsprofiteure?

Zum heutigen 1. Mai 2026 halten die Gewerkschaften ihre Reden unter dem Motto „Erst unsere Job, dann eure Profite“, wobei mit „eure“ die Firmenchefs des privaten Sektors gemeint sind. Doch diese sind – der Deindustrialisierung geschuldet – immer häufiger ins Ausland gegangen oder im Inland geblieben insolvent. „eure“ müssten die öffentlichen Hände (staatlichen Institutionen und ihre NGOs) sein.
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In seiner Rede zum 1. Mai müsste ein Gewerkschaftler wie folgt sprechen:
„Wir verteidigen Arbeit gegen einen Staat, der Arbeit zu teuer macht.
Wir verteidigen Industrie gegen eine Politik, die Energie verteuert.
Wir verteidigen das Sozialsystem gegen eine Toleranz, die Schmarotzer fördert.
Wir verteidigen Betriebe gegen eine Bürokratie, die jeden produktiven Vorgang mit Nachweispflichten überzieht.
Wir verteidigen Löhne gegen ein Abgabensystem, das aus jeder Lohnerhöhung ein Abgabenplus für den Fiskus macht.“
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Das wäre eine moderne Arbeiterbewegung, die einen Aufstand gegen die durch den Staat vorgenommene Entwertung produktiver Arbeit veranstaltet. Stattdessen verharren die Gewerkschaften in Staatsnähe und Staatsabhängigkeit sowie in der Verfilzung mit den vom Staat finanzierten NGOs. Holger Douglas formuliert diese „große Lebenslüge der Gewerkschaften“ in seinem 20-minütigen Podcast vom TE-Wecker (siehe Anlage (1) unten). https://www.youtube.com/watch?v=lmnIW7VhIDM   (20 min, die lohnen)

Mit ihren heutigen Forderungen an die Arbeitgeber füllen die Gewerkschaften nur die Staatskasse, letztendlich – und darin liegt die derzeitige Tragik – auf Kosten der Arbeitnehmer.
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Der 1. Mai ist der Tag der Arbeit. Und Arbeit ist mehr als nur ökonomische Tätigkeit. Wer arbeitet, ist eingebunden, trägt Verantwortung, erbringt Leistung, ist zu Zuverlässigkeit, Disziplin sowie gesellschaftlichem Miteinander verpflichtet und verdient Anerkennung. Insofern erinnert uns der 1. Mai daran, daß Wohlstand und Sicherheit erarbeitet werden muß, bevor Ansprüche angemeldet werden. Arbeit in all seinen Formen – als Angestellter, Handwerker, Facharbeiter, Unternehmer, Arzt, Lehrer, Lkw-Fahrer.
Eine Gesellschaft, die die Arbeitsbasis negiert, zerstört den Zusammenhalt. Am 1. Mai wird demonstriert und das ist gut so.
Lange Zeit wurde am 1. Mai als Tag der politischen Linken gegen die Arbeitgeber demonstriert. Arbeitskampf war die Parole und die Gewerkschaften haben sich große Verdienste verschafft und viel erreicht – bis zur 35-Stunden-Woche usw.. Daß diese Ausrichtung passé ist, zeigt sich im abnehmenden Einfluß der Gewerkschaften, die sich leider einseitig dem Staat angedient und damit ausgeliefert haben. Heute sollten sich die Demonstrationen der produktiv Arbeitenden nicht gegen die Arbeitgeber richten (die wir sie – allen voran die mittelständischen Unternehmer – unter dem übergriffigen Staat zu leiden haben, sondern gegen den Staat mit seiner katastrophalen Wirtschaftspolitik. Denn der Staatapparat trägt durch Reglementierung, Besteuerung, Bürokratisierung und einengenden Vorschriften dazu bei, daß sich Arbeiten immer weniger lohnt.
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Der 1. Mai 2026 wird als Kampftag-Relikt, Familienausflugstag und 1.Mai-Hocktag wahrgenommen. Nostralgie zählt. Bei der DGB-Kundgebung in Ludwigshafen wird gemäß dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ gegen die BASF-CEOs gewettert, dabei haben diese ihre arbeitsintensiven Bereiche längst ins Ausland verlagern müssen. Warum? Wegen den politik-gewollt zu hohen Energiekosten , die den Chemiesektor ganz besonders hart treffen. Der DGB müsste also doch gegen die staatliche Industriepolitik kämpfen, aber diesen Paradigmenwechsel schafft er aufgrund der Verfilzung seiner Funktionärs-Clique leider (noch) nicht.
Auf der DGB-Mai-Kundgebung in Duisburg wird der Anachronismus noch deutlicher. Dort wettert die SPD-Bundesvorsitzende Bärbel Bas als Gewerkschaftsmitglied gegen die eigene Regierung Merz/Klingbeil, also: Bas wettert sozusagen gegen sich selbst als Bundesarbeitsministerin (4): Sie fordert noch mehr staatliche Planwirtschaft, um die CEOs der Industrie noch mehr zu reglementieren – alles unterm Strich auf Kosten der Arbeitnehmer.
1.5.2026
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Ende von Beitrag „1. Mai: Gegen Staatsprofiteure“
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Beginn von Anlagen (1) – (4)
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(1) Der 1. Mai und die große Lebenslüge der Gewerkschaften
– TE-Wecker am 1. Mai 2026
Eine ungehaltene Rede. Die Gewerkschaften rufen am 1. Mai zum Kampf gegen Profite auf. Doch sie müssten eigentlich gegen eine Politik auf die Straße gehen, die Energie verteuert, den Lohnzettel mit Abgaben spickt und Betriebe mit Bürokratie erdrückt. Ohne billige Energie gibt es keine Industrie. Ohne Industrie keine sicheren Jobs. Ohne Strom keine Arbeit: Was die Gewerkschaften peinlich verschämt verschweigen.
https://www.youtube.com/watch?v=lmnIW7VhIDM   (20 min)

… Alles vom 1.5.2026 von Holger Douglas bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/podcast/te-wecker-am-1-mai-2026/
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Einige Kommentare
Alles Funktionäre, bei den Gewerkschaften, sowie bei den Arbeitgeberverbänden, alle haben diese unsinnige grüne Energiewende beklatscht. Danke an das Tichy-Team. Mit diesem Beitrag ist alles gesagt. Allen noch einen schönen 1. Mai. Christel
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Sehr gute historische Zusammenfassung zum einst kämpferischen 1. Mai Tag. Und absolut zutreffend, dass heutzutage nicht der „Unternehmer-Boss“ der Bösewicht ist, sondern der Staat und EU mit falscher (samt Energie) Politik die Arbeitsplätze kaputt macht und damit die einzig richtige Protest Adresse wäre. Woga
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Aber der Staat ist nicht mehr lange der Profiteur der Arbeit. Er sägt den Ast ab, auf den er sitzt. Ich bin 1962 geboren, in der Vergangenheit hatte ich noch Respekt vor den Gewerkschaften, und auch Respekt vor Politikern und unsere Justiz. Im Leben hätte ich mir nicht träumen lassen, was aus unserem schönen Land geworden ist Lulu
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Super! Ob sie es glauben oder nicht, das habe ich den Gewerkschaftern schon 1980 vorgeworfen. Ihr helft mit euren Forderungen gegen den Arbeitgeber nur der Staatskasse. Der Arbeitgeber muss mehr bezahlen um die Kaufkraft des Arbeitnehmers zu erhalten und der Staatsapparat kassiert ab.
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Wo war der Protest der Gewerkschaften als der Kanzler die Arbeitnehmer als faul beschimpft hat. Es sind die Arbeitnehmer die tagtäglich ihr Tagewerk verrichten und für Steuereinnahmen sorgen. Und das trotz Jahrzehnte langem Regierungs-Murks in Form von überbordender Staats-Bürokratie, unsinnigen und überzogenen staatlichen Vorschriften und trägen oder untätigen Behörden. Bis heute hat sich Merz noch nicht dafür entschuldigt. Und die Gewerkschaften nehmen diese Missstände einfach so hin. Jürgen
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Die Gewerkschaften haben, wie die Politik, ihre Werte der Machtgier und Korruption geopfert. In dieser Form ist beides nicht mehr nötig. TillEisenspiegel
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Die Sozialisten, die sich immer als Freund der Arbeiterschafft in Szene setzten, sind heute als bestimmender Teil eines politischen Kartells, ihr größter Feind.
Dieses Kartell will keine wirtschaftliche Prosperität, sondern als überbordender Willkürstaat eine arme Bevölkerung und die totale Kontrolle. KarlGronauer
Ende Kommentare
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(3) Grüne Jugend: Noch nie gearbeitet, am 1. Mai demonstrieren?
„Die Grüne Jugend wird befragt warum sie am Tag der Arbeit demonstrieren gehen. Schaut euch die Leute an und sagt mir, ob ihr einen davon abkauft, das er je gearbeitet hat“
30.4.2026
https://x.com/DerGanesha/status/2049910366516166707
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(3) Schaulaufen gruppenbezogener Rechtschaffenheit
Der Tag der Arbeit, der 1. Mai, ist ein Tag der konservierten Rituale und provozierten Missverständnisse. Er reiht sich damit in die Klasse ideologisierter Feiertage ein, die gruppenbezogene Rechtschaffenheit simulieren.
Der 1. Mai ist heute überwiegend politische Folklore und deshalb besonders geistlos – weil er mit Feindbildern arbeitet, die längst überkommen sind.

Die Unternehmer, als ehemalige Gegenspieler der Arbeiterschaft, haben schon lange aufgehört um die Daseinsberechtigung der sozialen Marktwirtschaft zu kämpfen, zu der unbedingt starke Persönlichkeiten gehören. In Folge wird zunehmend der deutsche Staat zum verantwortlichen „Unternehmer“ und Verteiler, völlig unfähig zu solchen Aufgaben, was allein die zunehmende Staatsquote verdeutlicht, bei der schon heute allein der Apparat mehr als die Hälfte des Erwirtschafteten auffrisst. Aber die Politiker fantasieren sich eine Zukunft in einem „starken“ Staat herbei, der die soziale Frage, die dräuend am Horizont aufzieht, gar nicht beantworten kann, ohne dass heute und sofort erfolgversprechende seriöse Reformen vorgenommen werden müssten. Das wären doch Themen für den 1. Mai: Weniger aufgeblähter Staat, mehr Eigenverantwortung der Bürger, mehr Initiative zur Selbsthilfe, Zurückdrängung lähmender Bürokratie. Mehr Führungspersönlichkeiten mit sozialer Verantwortung und Verpflichtung zur Wahrheit. Weniger Parteien, die zum Selbstzweck ihrer eigenen Existenz täglich Staatsverrat begehen, weil ihnen Machtkalkül mehr als soziale Zukunft wiegt.

Der 1. Mai feiert heute eine hierarchielose, leistungsarme Wirtschaft innerhalb einer durch Subvention und planwirtschaftliche Eingriffe verzerrten Marktordnung, in der sich bisher alle sicher sein durften, dass sie vom Kuchen so viel abbekommen werden, dass die lästige Adipositas, inklusive Knie-OP und drei Wochen Reha abgefangen wird – bald nicht mehr.

Falls jemand schreit: „Es gibt aber so viel Ungerechtigkeit in Deutschland.“ Dem sei der Hinweis gegeben, dass es rund 27 Millionen Nettosteuerzahler in Deutschland gibt. Das sind denjenigen, die mehr Steuern zahlen als sie staatliche Transferleistungen erhalten. Wenn am 1. Mai also Solidarität und Umverteilung gefordert werden: Bei den Nettosteuerzahlern wird dies bereits realisiert. Sie liegen dem Staat nicht auf der Tasche, sie finanzieren ihn. Die Einkommenssteuerlast ist zudem ungleich verteilt: Die oberen 10 Prozent tragen ungefähr 55 Prozent des gesamten Einkommenssteueraufkommens. Die oberen 25 Prozent tragen fast 77 Prozent. Und die unteren 50 Prozent, die Einkommensschwachen, tragen gerade mal 7 Prozent zum Einkommensteueraufkommen bei. Die Hälfte der Steuerzahler zahlt also 93 Prozent, die andere Hälfte 7 Prozent. Was wird wohl passieren, wenn die obere Hälfte sich dieses Missverhältnis nicht mehr leisten kann? Das sollte sich der 1. Mai schleunigst fragen und hier vor allem die SPD, wenn sie noch am Mitreden interessiert ist.
… Alles vom 1.5.2026 von Fabian Nicolay bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/schaulaufen_gruppenbezogener_rechtschaffenheit.
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(4) Provoziert Bärbel Bas am Ersten Mai das Koalitions-Aus? SPD-Vorsitzende teilt gegen Katherina Reiche aus
Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas hat bei einer Kundgebung am Ersten Mai ihre eigene Regierung scharf kritisiert. Sie beschwor die „Arbeiterbewegung“ und den Tag der Arbeit als „Kampftag“.

Aus Bas’ Sicht ist der Erste Mai „kein klassischer Feiertag“. Vielmehr sei dieser „immer schon ein Kampftag gewesen“, schrie die Politikerin mit heiserer Stimme ins Mikrofon.

Bas erneuerte bei der Kundgebung ihre eigene Vorstellung, es brauche einen staatlichen „Plan“ für die Unternehmen in Deutschland, um Industrieland zu bleiben. Schon vor wenigen Tagen hatte sie geäußert, Branchen, Arbeitsplätze und sogar Standorte für 30 Jahre im Voraus zu planen und zu garantieren (https://apollo-news.net/regierung-brauche-einen-guten-plan-brbel-bas-will-vorgaben-fr-unternehmen-fr-30-jahre/). Der Staat solle „nicht kleiner“ werden.
…. Alles vom 1.5.2026 bitte lesen auf
https://apollo-news.net/provoziert-brbel-bas-am-ersten-mai-das-koalitions-aus-spd-vorsitzende-teilt-gegen-reiche-aus/

 

 

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