Ergebnis der Landtagswahl Baden-Württemberg vom 8.3.2026:
Grüne 30,2 % (-2,4 %), CDU 29,7 % (+5,6 %), AfD 18,8 % (+9,1 %)
SPD 5,5 % (-5,5 %), FDP 4,4 (-6,1 %), Linke 4,4 % (-0,8 %)
Optionen: Politikwechsel CDU/AfD 48,5 % oder Wiederwahl Grüne/CDU 59,9 %
CDU und Grüne jeweils 56 Sitze: Warum keine CDU-Minderheitenregierung?
Der wohl griffigste Kommentar zur Patt-Wahl im Stuttgarter Landtag (CDU und Grüne haben jeweils 56 Sitze) stammt von Frank Wahlig im Kontrafunk (siehe Anlage (8) unten): „Die CDU denkt noch nicht einmal über eine Minderheitenregierung nach. Oder darüber, sich der Koalition mit Grün einfach zu verweigern. Soll der Cem doch zusehen, wer ihn zum Ministerpräsidenten wählt. Für Merz gibt es aber nur ein „Weiter so“ … Das ist die Merkelhaftigkeit dieser Partei. Ein Merz steht für die Brandmauer. Lieber regiert er durch eine Art Notverordnung aller „Unserer Demokratie“-Parteien.“
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Halbierung der Stromerzeugung als Zeichen des Niedergangs:
In Baden-Württemberg regieren die Grünen seit 2011 mit SPD und seit 2016 mit CDU. In diesen 15 Jahren hat sich die Bruttostromerzeugung fast halbiert: von 66 Terrawattstunden Ende 2010 auf nur noch 34 TWh in 2024. Grund: Abschaltung von vier Kernkraftwerken, die zu den modernsten der Welt zählten. Bei gleichzeitiger Erhöhung des Stroms aus erneuerbaren Energien von 11 TWh in 2010 auf nur 20 TWh in 2024. Rückbau von grundlastfähigem gegen Zubau von volatilem Strom.
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Die Konsequenz: Das Musterländle muß in immer größeren Mengen Strom aus Frankreich importieren – verpönten Atomstrom zudem. Ohne den gleichzeitigen rezessionsbedingtem Rückgang der Stromnachfrage von 81,4 TWh auf 61,7 TWh von 2010 bis 2024 wäre die Stromabhängigkeit vom französischen Nachbarn noch viel größer.
Dieser Stromimport ist zudem in sich widersprüchlich: a) Bei einem Reaktorunfall bläst der Westwind die radioaktive Wolke genau nach BW. b) Aufgrund der Nachfrage aus BW forciert Frankreich den weiteren Ausbau der Kernkraft – eine Sünde aus ideologischer deutscher Sicht.
Unter den grünen Regierungen hat Baden-Württemberg auch dank der halbierten Stromerzeugung einen fulminanten Niedergang hingelegt. Das Ländle bzw. „The Länd“ hat sich vom Ruf des südwestlichen Vorzeige-Bundeslandes verabschiedet. Und der Niedergang betrifft nicht nur die Wirtschaft, sondern auch Sektoren wie die Bildung, Gesundheit, Infrastruktur.
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Irgendwann fällt die Brandmauer:
Ein Politikwechsel durch Bildung einer Koalitionsregierung CDU/AfD 48,5 % ist jederzeit möglich. Vorausgesetzt, die CDU besinnt sich auf ihr Wurzeln als Volkspartei der politischen Mitte und lehnt das undemokratische Konstrukt der Brandmauer ab. Doch dazu ist es zu früh. Denn mit der nun verkündeten Fortsetzung der Koalition Grüne/CDU haben die BW-ler gezeigt:
I. Es geht der Bevölkerung noch zu gut, zu viele leben noch von der Substanz. Vor allem die Eliten werden vom Staat noch wohlig versorgt. Der Niedergang tut (außer den mittelständischen Selbstständigen) noch nicht weh genug.
II. Ein Politikwechsel ist derzeit nicht gewünscht, sondern ein „weiter so“. Der weitergehende Anstieg der Migration in die Sozialsysteme (per Saldo), Insolvenzen vor allem mittelständischer Betriebe, Deindustrialisierung sowie Bildungsmisere wird hingenommen.
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Das Baden-Württemberg-Paradoxon: Wiederwahl trotz Unzufriedenheit
Die Demokratie ist die beste Regierungsform weltweit, da in ihr der friedliche Machtwechsel durch die Institution der Opposition fest verankert und gewährleistet ist. In der Opposition wartet immer schon die nächste Regierung auf Abruf. Eine schlechte Regierung wird durch die Opposition abgelöst und eine gute bleibt im Amt. Aber: Dieser Automatismus funktioniert in BW nicht.
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Auf der einen Seite zeigen alle Umfragen, daß die Einwohner von Baden-Württemberg mit ihrer Regierung äußerst unzufrieden sind.
Auf der anderen Seite wählen sie eine solche von der Partei Bündnis90/Die Grünen dominierte Regierung wieder. Wie ist dieser Widerspruch zu bewerten? Was sind die Gründe?
Liegt es am Wahlsystem? Umfragen? Politikern? Opposition? Medien? Diskussionskultur? Bevölkerung? Betrug? Brandmauer? Bequemlichkeit? Untertanengeist? Ausland-hat-schuld?
Sind die Baden-Württemberger mit dem demokratischen System überfordert?
Oder ist das System etwa gar kein demokratisches?
Oder ist alles gut so – schließlich kommt die Rente vom Staat und der Strom aus der Steckdose und Insolvenzen gut es (laut Robert Habeck) überhaupt nicht?
Regierung: Stromerzeugung halbiert, trotzdem wiedergewählt.
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Grün-schwarz wird sich schon bald als Pyrrhus-Sieg (4) erweisen. Einige Pressestimmen „Detroit: Andere Partei – Stuttgart: weiter so“ (5). Hansel könnte als Ministerpräsident mit der AfD dem Abstieg im Land begegnen (6). „Die Generation Versager siegt noch einmal“ (7). Auch die Bewohner des Musterländles werden die Realität des Niedergangs erkennen – irgendwann.
8.3.2026
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Nachtrag und Fazit:
Die Baden-Württemberger haben grün gewählt, zwar 56 zu 56 Abgeordnetensitze, aber 30,2 zu 29,7 % Stimmenvorsprung. Zuerst „Fridays fur Future“ und nun fällt Future leider aus bzw. dem Niedergang zum Opfer.
Zu spät erfährt CDU-Hagel, daß Frau von der Leyen (von der CDU für die EU) die Abkehr von der Atomkraft als „strategischen Fehler“ bezeichnet hat.
https://www.welt.de/wirtschaft/article69aff0e164d1f5a2cd518786/atomenergie-gipfel-von-der-leyen-bezeichnet-abkehr-von-atomkraft-als-strategischen-fehler.html
Wie gut, daß im Ländle die Kernkraftwerke alle gesprengt sind und die AKW-Profs und Experten mitsamt ihrem KnowHow ausgewandert sind. So können wir bei ihnen in China, USA usw. die neue Kernkraftwerke kaufen – wie bereits die E-Autos.
10.3.2026
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Ende von Beitrag „BW: Strom halbiert -Wiederwahl“
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Beginn von Anlagen (1) – (9)
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(1) 15 Jahre mit grüner Regierung: Stromerzeugung in Baden-Württemberg hat sich fast halbiert
2010 erzeugte Baden-Württemberg noch 66 Terawattstunden Strom, 2024 waren es nur noch 34. Seit die Grünen regieren, hat sich die Stromerzeugung im Ländle damit fast halbiert. Durch Kraftwerksabschaltungen ist der Südwesten abhängig von Frankreich.
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Seit dem 12. Mai 2011 regieren die Grünen in Baden-Württemberg – zunächst mit der SPD, seit 2016 mit der CDU. In diesen fast 15 Jahren unter der Führung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sich die Bruttostromerzeugung in dem Bundesland trotz des massiv forcierten Ausbaus der erneuerbaren Energien nahezu halbiert.
Im Jahr 2010, dem letzten Jahr ohne grüne Regierungsbeteiligung im Ländle, lag die Bruttostromerzeugung bei 66 Terawattstunden. 2024 wurden nur noch 34 Terawattstunden Strom in Baden-Württemberg produziert. Das geht aus offiziellen Zahlen des Statistischen Landesamtes und des Umweltministeriums hervor.
Hintergrund des massiven Rückgangs der Bruttostromerzeugung ist die Abschaltung von Kohle- und vor allem Kernkraftwerken. 2010 waren noch vier Kernkraftwerke in Baden-Württemberg in Betrieb, die in den darauffolgenden Jahren Stück für Stück abgeschaltet wurden. Zwei der Kernkraftwerke wurden 2011 plötzlich abgeschaltet, und in den Jahren 2019 und 2023 jeweils eines.
Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien hat sich in dem Zeitraum zwar von 11 Terawattstunden im Jahr 2010 auf 20 Terawattstunden im Jahr 2024 erhöht. Trotz des von den Grünen vorangetriebenen Ausbaus war es jedoch nicht möglich, den Wegfall der konventionellen Kraftwerke bei der Bruttostromerzeugung auch nur annähernd mit erneuerbaren Energien auszugleichen.
Der Bruttostromverbrauch ging im Zeitraum von 2010 bis 2024 von 81,4 Terawattstunden auf 61,7 Terawattstunden zurück. Das entspricht einem Rückgang von fast einem Viertel.
… Alles vom 7.3.2026 bitte lesen auf
https://apollo-news.net/stromerzeugung-in-baden-wurttemberg-hat-sich-fast-halbiert/
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(2) Die verheerende Strombilanz des grünen Baden-Württemberg
Kernkraftwerke werden abgestellt, die Kühltürme gesprengt. Sie sollen nie wieder Strom produzieren. Es ist eine Politik der verbrannten Erde. Als Folge muss immer mehr Strom importiert werden. Deutschlands wirtschaftlicher Niedergang ist kein Unfall. Er ist politisch gewollt.
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Aktuell ist Baden-Württemberg das Bundesland mit der höchsten Netto-Importquote in Deutschland. Früher galt der Südwesten als leistungsstarker Stromerzeuger, der viel Strom zum Beispiel nach Frankreich exportierte. Der Südwesten war historisch durch starke Eigenstromerzeugung mit Kernkraft und Kohle geprägt.
Die Jahre 2000 bis 2011 waren noch durch eine relativ stabile Eigenversorgung gekennzeichnet. Nur etwa fünf bis zehn Prozent des Verbrauchs mussten importiert werden. Das änderte sich drastisch mit der Zerschlagung der Kernenergie. Plötzlich fielen massive Stromerzeuger weg.
2022 war das letzte volle Jahr mit Kernkraftanteil. Die Eigenstromerzeugung lag bei ca. 54,6 Terawattstunden (TWh) bei einem Verbrauch von 66,4 TWh. Der Importanteil lag bei 18 Prozent.
2023 war das Zäsur-Jahr: Nach dem Aus von Neckarwestheim II im April 2023 sank die Erzeugung im Land um sagenhafte 31 Prozent. Die Eigenstromerzeugung lag nur noch bei 37,1 TWh, Strom musste verstärkt importiert werden. So lag der Netto-Stromimport bei 25,3 TWh, ein Anstieg um 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die aktuellen Daten zeigen eine Fortsetzung des Trends: Die Erzeugung aus fossilen Quellen sinkt schneller als Erneuerbare zugebaut werden können, was die Importquote hoch hält.
2024 wurden dann nur noch 34,1 Terawattstunden im Jahr erzeugt, im vergangenen nur noch 33,8 TWh. Der Stromimport stieg von 27,6 auf 29,5 TWh.
Die Grünen haben auch dafür gesorgt, dass Strom immer teurer wird. Der Monitoring-Bericht der sogenannten „Energiewende“ in Baden-Württemberg listet netterweise die „Letztverbraucherausgaben“ auch für Strom auf.
… Alles vom 8.3.2026 von Holger Douglas bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/meinungen/strombilanz-gruenes-baden-wuerttemberg/
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(4) Grün-schwarzer Pyrrhus-Sieg?
Bei der Bildung der nächsten Landesregierung von Baden-Württemberg wird die Mitte-rechts-Mehrheit der Wählerstimmen nach der Ansage des CDU-Spitzenkandidaten ignoriert, obwohl er dann vielleicht doch noch Ministerpräsident hätte werden können. Grün-schwarz soll weiter regieren. Das gilt offenbar als „alternativlos“.
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Wenn jetzt die Hagel-CDU mit den Özdemir-Grünen koaliert, dann ist das im Südwesten quasi die Große Koalition mit möglicherweise einer Zweidrittelmehrheit der Mandate. Erfahrungsgemäß schwächt eine Große Koalition mindestens einen der Partner. Die CDU wird dieses Schicksal wohl zuerst treffen. Zum einen ist sie – egal wie knapp der Abstand beim Wahlergebnis ist – der Juniorpartner, und zum anderen wird sie für die Folgen der Politik der CDU-geführten Bundesregierung mit in Haftung genommen. Sie wird kaum etwas leisten können, was bei den Bürgern als positive bürgerliche CDU-Politik ankommt.
Aber Manuel Hagel ist auch nicht der Mann, der aus der Möglichkeit einer Mitte-rechts-Mehrheit etwas macht. Er schließt alles aus und nimmt sich die Chance, diese wenigstens als Druckmittel in Koalitionsverhandlungen einzusetzen. Da ist er ganz der treue Parteisoldat, der getreu der Linie seines Bundesparteivorsitzenden Friedrich Merz die Brandmauer für sakrosankt hält. Die AfD-Vorsitzende Alice Weidel spottete in einer ARD-Wahlsendung bereits, Friedrich Merz hätte dem Herrn Hagel den Wahlsieg verhagelt“.
Grüne und CDU werden sicher die Erzählung pflegen, dass sie eine starke und stabile Regierung für das Land bilden werden. Und ihre Mehrheit ist letztlich auch erdrückend. Aber der Wahlsieg des grün-schwarzen-Modells dürfte sich dennoch als Pyrrhus-Sieg erweisen. Deutschland steuert gerade immer weiter in die Krise. Und die vor allem von grüner Ideologie getragene Energiewende-Politik hat daran einen gehörigen Anteil. Ebenso ist immer schwerer zu bemänteln, dass sowohl die Krise der Sozialsysteme als auch der Kommunalfinanzen recht viel mit der verfehlten Zuwanderungspolitik zu tun hat, die für einen enormen Zustrom von Sozialleistungsempfängern und Wohnungssuchenden gesorgt hat, während die dringend gesuchten Fachkräfte ausbleiben. Die Bürger erwarten mehrheitlich ein Umsteuern.
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Die nächste „alternativlose“ Regierung
Erstaunlicherweise glauben immer noch viele Bürger den CDU-Versprechen, sie würden für einen Kurswechsel sorgen. Das aber schafft die Partei – dort wo sie in Bund und Ländern regiert – mit ihren Koalitionspartnern nicht, wenn sie überhaupt versucht, ihnen dies politisch abzuverlangen. Darauf reagieren die unzufriedenen Bürger mehr und mehr mit der Wahl der AfD.
Welches Signal wird nun die nächste „alternativlose“ grün-schwarze Landesregierung aus Baden-Württemberg an die anderen Länder senden, in denen in diesem Jahr noch gewählt wird? Für die Wahl in Rheinland-Pfalz in zwei Wochen wird dies wahrscheinlich noch kaum eine Rolle spielen. Aber in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sieht das schon anders aus. Wozu wird die Wahrnehmung der Bürger, dass sie nur die Wahl zwischen dem „Weiter so“ von CDU, SPD und Grünen auf der einen Seite und der AfD auf der anderen Seite haben, wohl führen? Zumal in einer Zeit, da die Krise auch für die Bürger immer stärker spürbar werden dürfte. Der CDU-Führung scheint die Gefahr von wiederholten Enttäuschungen ihrer Wähler nicht zu erkennen. Irgendwann trennen die sich von der lange kultivierten Hoffnung, diese Partei würde irgendwann wieder in ihrem Interesse handeln. Dass eine alte Volkspartei die Glaubwürdigkeit bei ihren Wählern so stark und nachhaltig verliert, dass sie bei Wahlergebnissen in Bereiche abrutscht, von denen sie sich fern wähnte, zeigt die SPD gerade. Warum will die CDU diesem Beispiel partout folgen? Die hinter der Brandmauer gehegte AfD wird dadurch mit Sicherheit nicht geschwächt, sondern immer weiter gestärkt. Das lehrt die Erfahrung der letzten Jahre..
… Alles vom 9.3.2026 von Peter Grimm bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/gruen_schwarzer_pyrrhus_sieg
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(5) Einige Pressestimmen: Detroit: Andere Partei – Stuttgart: weiter so
Die CDU hätte mit der AfD als Juniorpartner den Ministerpräsidenten stellen und so den überlebensnotwendigen Politikwechsel gestalten können. Sie hat sich lieber bequem hinter der Brandmauer verschanzt und als Gehilfe von Cem Özdemir der Deindustrialisierung verschrieben. Das Autoland BW wählt eine Partei, die das Auto bekämpft, das ist nicht dumm, sondern wohlstandsbenebelt: Als es in der US-Autostadt Detroit bergab ging, wählte man die andere Partei – in Stuttgart bleibt man beim „weiter so“. Hier einige Pressestimmen:
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„Die Baden-Württemberger haben sich für die Deindustrialisierung entschieden. Sie werden den bitteren Preis dafür bezahlen. Aber in der Regel tun das nicht die grünen Beamt:Innen (sic!), Nepo-Babys und Fahrrad-Demo-Spießer, sondern die migrantischen Facharbeiter und die Kinder in den woken Grundschulen und Kitas. Ein fataler Abend für ganz Deutschland. Das Wahlergebnis ist letztlich eine politische Entscheidung für Deindustrialisierung – deren Folgen vor allem Arbeitnehmer und kommende Generationen tragen würden.“ Ulf Poschardt, DIE WELT, 9.3.2026
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Baden-Württemberg hat Schwarz-Blau gewählt und bekommt dank der CDU Grün-Schwarz. Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, dass das Land noch mal fünf Jahre von dieser ideologischen, planwirtschaftlichen Horrorpolitik nicht überleben wird.“ UJulian Reichelt, Nius.de
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Für dieses Desaster gibt es für die CDU keine Ausreden. Der „Personenwahlkampf“ von Özdemir wurde erst durch die totale inhaltliche Abwesenheit der CDU möglich gemacht. Die Wahl des „sympathischeren Kandidaten“ ist die Folge einer depressiven inhaltlichen Einheit und der Abwesenheit irgendeiner Alternative zu Schwarz-Grün. In Zeiten einer derart dramatischen Wirtschaftslage ist dieses Ergebnis geradezu eine Niederlage für die Demokratie. Max Mannhart, Apollo-News.net, 9.3.2026
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(6) Die CDU könnte regieren – wenn sie nur wollte
von Albrecht Künstle
Die Landtagswahl in Baden-Württemberg ist gelaufen. Das Wettrennen zwischen den regierenden Grünen und der mitregierenden CDU ging aus wie schon vor fünf Jahren, wobei die CDU stärker zunahm als die Grünen ab – es ist fast ein Patt mit weniger als einem Prozent Unterschied. Die Wahlanalysen zeigen, dass nicht die Wahlprogramme entscheidend waren, sondern der Bekanntheitsgrad und Sympathiewert der Spitzenkandidaten.
Wahl-O-Mat: Parteiprogramme AfD oder CDU ähnlich
Von der Programmatik her liegen die beiden Parteien zwar deutlich auseinander, was die beiden Spitzenkandidaten für das Ministerpräsidentenamt Manuel Hagel und Cem Özdemir nicht davon abgehalten hat, sich öffentlich fast in den Armen zu liegen. Es scheint ausgemachte Sache zu sein, dass sich die CDU nun als Juniorpartner der Grünen Regierung anbiedert. Doch muss das wirklich sein?
Nein, denn die CDU könnte den Ministerpräsidenten stellen und in Baden-Württemberg den Ton angeben – wie auch im Bund übrigens –, was allerdings nur mit der AfD möglich wäre. Denn: CDU und AfD hätten im neuen Stuttgarter Landtag ebenfalls eine komfortable Mehrheit der 154 Abgeordneten. Programmatisch liegen die Parteien nicht allzu sehr auseinander. Vieles scheinen die beiden Parteien voneinander abgeschrieben zu haben. Wer den Wahl-O-Mat nutzte um sich zu vergewissern, wie er oder sie liegt, konnte nach der Beantwortung der über 30 Fragen feststellen, dass die eigene Präferenz, je nachdem die Bestätigung für die eigene Partei, oder mit wenig Abstand eine Wahlempfehlung zugunsten der AfD oder CDU erhielt. Warum also nicht koalieren?
Schwarz-blau müsste die Zukunft sein
Mit der AfD könnte die CDU erheblich mehr durchsetzen als mit den Grünen. Wenn auch „die Musik“ im trostlosen Berlin gemacht wird, eine schwarz-blaue Koalition in BW würde den Takt für eine Trendwende setzen im ungebremsten Niedergang des ehemaligen Exportweltmeisters Deutschland, dessen Erfolgszentrum über Jahrzehnte in den high tec – Ländern BW und Bayern lagt. „Könnten“ – wäre da nicht die AfD, die in einer jahrelangen Medienkampagne zum Schmuddelkind der Nation dämonisiert wurde.
Könnte von einer CDU, die sich dem “C” im Parteinamen verpflichtet fühlt, nicht erwartet werden, sich christliche Gedanken zu machen? Beim heutigen Kirchgang stand das Johannes-Evangelium von der Begegnung von Jesus mit einer Samariterin am Brunnen im Mittelpunkt. Diese Frau wunderte sich, dass sich Jesus mit ihr unterhielt, nicht nur mit ihr als eine Frau, sondern mit einer Samariterin! Sie sagte: Du als Jude sprichst mit mir – wo doch Samariter in den Augen der Juden als Fremdvolk, eine Art Paria sind, jedenfalls als Außenseiter?
Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter
Denn man sollte wissen: Juden und Samariter galten als verfeindet. Niemals hätte ein Samariter einem halbtoten Juden am Wegrand geholfen. Und niemals wäre ein Jude bereit gewesen, einen Samaritaner zu lieben wie sich selbst. Nie hatte ein jüdischer Rabbi mit einer samaritanischen Frau gesprochen. Überhaupt pflegten die Juden bei ihren Reisen einen großen Bogen um die Samariter zu machen. Samariter waren für Juden quasi das, was in den Augen der heutigen Altparteien die geächtete AfD-Anhängern sind. Doch, und hier wird es christlich: Jesus durchbrach dieses Muster. Nicht nur in diesem Evangelium, sondern auch, als er ausgerechnet einen Samariter als Barmherzigen herausstellte.
Was könnten uns diese Gleichnisse aus der Bibel lehren? Leben wir gedanklich immer noch in der Zeit vor 2000 Jahren? Politiker tun sich ja bekanntlich schwer damit, aus der Geschichte zu lernen. Wäre es nicht an der Zeit, den Kleinkrieg mit der AfD zu beenden. In beiden Parteien gibt es außer Übereinstimmung in Sachfragen noch gute Christen. Mit der ausgrenzenden Brandmauer hatten die Altparteien bisher keinen Erfolg. Wie aus der Stadt Samaria schließlich ein Land Samaria wurde – heute der nördliche Teil des Westjordanlandes – so vergrößerte sich auch die AfD – trotz oder wegen der Stigmatisierung als politischer Paria – auf rund ein Fünftel der Bevölkerung.
15 Jahre Kretschmann reichen
Ein Politikwechsel gebietet nicht nur die Strategie, sondern insbesondere die inhaltliche Politik. Denn wie oben aufgezeigt, liegen CDU und AfD programmatisch näher beieinander als mit den Grünen. Gemeinsam würden sie den Wandel repräsentieren, der von weiten Teilen der Bevölkerung gefordert wird. Wenn Özdemir im Wahlkampf propagierte, es gebe drei wichtige Aufgaben für Baden-Württemberg, Wirtschaft, Wirtschaft und nochmals Wirtschaft, sollte er wissen, dass er mit der Programmatik seiner Grünen nicht erfolgreich sein kann. Wenn sich die CDU auf Biegen und Brechen einem „grünen“ Ministerpräsidenten unterwerfen will sollte sie wissen, dass sie dann nur eine einzige und starke Opposition haben wird, die AfD!
Die SPD wird sich mit ihren 5,5 Prozent wohl auf das Schicksal vorbereiten müssen, das jetzt der FDP widerfahren ist. Diese ist nach 75 Jahren aus dem Stuttgarter Parlament ausgeschieden, was meinerseits bedauert wird. Sie wäre heute nicht mehr überflüssig. Mit nur 0,7 Prozent Abstand zwischen CDU und Grünen sollte es keine ausgemachte Sache sein, dass Özdemir Ministerpräsident wird. 15 Jahre Kretschmann sollten reichen. In diesen Jahren hat Baden-Württemberg leider abgewirtschaftet. Es tut weh, das nicht nur mit ansehen, sondern auch den weiteren Niedergang des Landes mit erleben zu müssen. Wirklich weiter so?
9.3.2026, Albrecht Künstle, kuenstle.a@gmx.de
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(7) Die Generation Versager siegt noch einmal
Baden-Württemberg wählt den weiteren Niedergang
In Baden-Württemberg soll nun ausgerechnet jene Parteikonstellation die Krise verwalten, die sie mit angerichtet hat. Das Wahlergebnis sendet deshalb ein fatales Signal weit über das Land hinaus: Es heißt weiter so.
Cem Özdemir wird als strahlender Sieger gefeiert. Doch er steht politisch für genau jene Fehlentscheidungen, die Baden-Württemberg in die Krise geführt haben. Er war Vorkämpfer der Energiewende, während das Land heute teuren Strom importiert, fast zur Hälfte, auch aus französischen Kernkraftwerken. Der Schwarzwald und die Schwäbische Alb werden für Windräder zerlegt, ohne dass das Energieproblem kleiner würde.
Özdemir kämpfte für das Verbrennerverbot, das nun die Autoindustrie des Landes zerlegt. Er steht für eine Migrationspolitik, die Städte unsicherer gemacht hat. Und er gehört zu jener politischen Generation, unter der Schulen, Wohlstand und öffentliche Ordnung verfallen sind.
Bei der CDU sieht es kaum besser aus. Manuel Hagel ist nicht die personifizierte Verwüstung wie Özdemir, aber in der neuen Koalition bleibt ihm vor allem eines: mitzumachen. Baden-Württemberg bekommt damit keine Wende, sondern die Fortsetzung des Niedergangs.
Auch in Berlin regiert dieselbe Haltung. Friedrich Merz klammert sich an die Sozialdemokraten, damit ja kein echter Kurswechsel stattfindet. Die SPD ist beim Wähler zur Splitterpartei geschrumpft, sitzt aber weiter tief in Behörden, Gerichten und staatsnahen Institutionen. So läuft ihr Zerstörungswerk weiter, auch ohne Rückhalt an der Urne.
Jetzt begleitet die grüne Begleitmusik den Aufstieg Özdemirs mit der alten Legende vom vernünftigen Realo. Doch schon Kretschmann hat nicht gezeigt, wie man ein Land mit Verstand regiert. Und es gibt kaum eine große politische Fehlstellung der vergangenen Jahre, bei der Özdemir nicht auf der Seite der Zerstörer stand.
Die Krise Baden-Württembergs wird sich erst noch voll zeigen. Unternehmen bauen ab, wandern ab oder schließen. In den Kommunen bricht die Gewerbesteuer ein. Noch fließen Lohn- und Einkommensteuer, oft aus hohen Abfindungen. Doch viele Steuerzahler wechseln gerade auf die andere Seite: in die Welt der Transferleistungen.
Dazu kommt die EnBW als Symbol grüner Wirtschaftspolitik. Für die Projektierung eines Windparks vor Großbritannien wurden 1,2 Milliarden Euro versenkt. Nicht für ein fertiges Werk, nicht einmal für eine Ruine. Es blieb Papier. Berater, Verbände und Projektierer kassieren, am Ende bleibt nichts.
Die Autoindustrie wird vom Wohlstandsmotor zum Klumpenrisiko. Mit ihr geraten Immobilien, Handwerk und regionale Finanzierungen unter Druck. Baden-Württemberg schafft in wenigen Jahren, wofür andere Industrieregionen Jahrzehnte brauchten: den wirtschaftlichen Absturz.
Und diesmal fehlt das Geld, um den Niedergang noch lange mit Subventionen zu übertünchen. Das Land, das Berlin und andere Länder lange mitfinanziert hat, fällt selbst aus. Der neue Ministerpräsident heißt Cem Özdemir.
… Alles vom 9.3.2026 bitte lesen im Newsletter auf
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(8) Irrenhaus Baden-Württemberg: Eine grün-schwarze Tragödie
Es ist so, wie es ist, sagt der Beobachter. Das wird fünf Jahre lang so gehen, sagt das Gesetz. Und wir gehen, sagt die Wirtschaft. Bei der betreuten Deindustrialisierung im Land der Windmühlen und arbeitslosen Antifaschisten will der Unternehmer nicht mehr dabei sein. Die Industrieproduktion sinkt, die Butterpreise steigen. Und die zukünftig alternativlose grün-schwarze Regierung setzt auf Klima, Windräder und Elektro. Der Wähler muss Nerven haben, um mit dem was er gewählt hat über die Runden zu kommen.
Eigentlich kann dieses Wahlergebnis nur ein Psychiater aufarbeiten. Also es ist, wie es ist. Wie sie am Tag danach tätscheln und Schulterklopfen und energisch blicken. Wie sie entschlossen klingen, wenn die Mikrofone eingeschaltet sind und die Kameras laufen. Wie sie sich bedanken. Das „Weiter so“ ist alternativlos. Es ist so wie immer, sagen die Floristen, die prächtige Sträuße für jeden, der mitmachte gebunden haben. Zwischendurch wird zurückgetreten – als ob das jemals etwas gebracht hätte. Stehen doch Versorgungsposten bereit. Darin ist der Politzwerg SPD regelrecht brillant. Was braucht es da noch Wähler, wenn die SPD-Pförtner den Weg in die staatlichen Strukturen weisen: Verfassungsgericht, Rechnungshof, Entwicklung, Politbildung.
Friedrich Merz, der Außenkanzler und CDU-Parteichef, kann das Ergebnis in Baden-Württemberg rechtfertigen, erklären und völlig harmlos machen. Er kann Blumen überreichen. Wie ein Soufflé ist seine Strategie der Machtübernahme in den Ländern zusammengefallen. Aber das ist nicht schlimm. Sind seine Frontmänner in den Ländern doch weich, nicht mutig und stellen sich nicht gegen den Weltstrategen, der im eigenen Soufflé-Matsch steht.
Könnte doch, theoretisch, rein so halt, könnte doch der Wahlgewinner, der zum Verlierer wurde, auch einmal mit der AfD reden. Könnte rechts Neugierde zeigen und damit sagen: Es geht auch anders. Der glatte Mann könnte Ministerpräsident werden, will er nicht, darf er nicht. Könnte er aber, wenn er den Mut hätte und weiter blickte als sein Parteichef. Aber so erschöpft wie CDU-Hagel sich neben dem Parteichef Merz in Berlin gibt, mag er sehen, was jenseits des Tellerrandes liegt, aber er traut sich nicht, dorthin aufzubrechen. Das ist die Merkelhaftigkeit dieser Partei. Das ist die Merkelhaftigkeit dieser mittleren Funktionärsgeneration. Ein Merz steht für die Brandmauer. Lieber regiert er durch eine Art Notverordnung aller „Unserer Demokratie“-Parteien. In Sachsen-Anhalt wird unter Führung der CDU eine solche Notverordnung bereits auf den Weg gebracht. Eine demokratische Blaupause, die AfD von aller Beteiligung fernzuhalten. Ein schmutziger Wahlkampf in Baden-Württemberg habe Spuren hinterlassen, barmt der Parteichef. Und tut so, als ob er mit dem lieben Cem von den Grünen schimpft.
Die CDU denkt noch nicht einmal über eine Minderheitenregierung nach. Oder darüber, sich der Koalition mit Grün einfach zu verweigern. Soll der Cem doch zusehen, wer ihn zum Ministerpräsidenten wählt. Für Merz gibt es aber nur ein „Weiter so“, und die Funktionäre parieren.
Leichter kann Merz es den Grünen gar nicht machen. Der Schmutz, den Merz und Hagel beklagen, musste vorher aufbereitet und transportiert werden. Und das wird bei Gelegenheit wieder geschehen. Die Öffentlich-Rechtlichen sind Gegner der AfD und Gegner der Union. Siehe schmutziger Wahlkampf. Ohne die Medien-Mülltransporteure wäre es zu keiner Entrüstung oder Empörung gekommen. Denen wird nicht gedroht, die werden nicht geschimpft. Ohne die Betreuung der Grünen durch die öffentlich-rechtlichen Medien hätte die Union besser abgeschnitten, ist auch der CDU-Vorsitzende Söder überzeugt. Aber es ist, wie es ist. Und Merz ist ein Dulder. Die Grünen müssen nicht um die Union werben, müssen sich nicht für einen heuchlerischen Wahlkampf rechtfertigen. Es gilt die Merkeldoktrin: mit allen, außer mit denen von der AfD. Mit den Riesenzwergen von der SPD habe er telefoniert, so Merz. Das Wahlergebnis habe keine Auswirkung auf die Regierungspolitik. Alles klar. Auch die nächsten Wahlen werden keine Auswirkungen haben. Unsere Demokraten machen es unter sich aus. Die Grünen im Land oder die SPD im Bund bekommen in der Union einen Erfüllungsgehilfen. Und der Wähler kann wählen, was er will. Es ist, wie es ist. Es ist genau so.
… Alles vom 10.3.2025 von Frank Wahlig bitte lesen auf
https://kontrafunk.radio/de/sendung-nachhoeren/politik-und-zeitgeschehen/kontrafunk-aktuell/kontrafunk-aktuell-vom-10-maerz-2026
oder auf
https://philosophia-perennis.com/2026/03/10/baden-wuerttemberg-eine-gruen-schwarze-tragoedie/.
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(9) Baden-Württemberg: „Die CDU ist zu feige um Wahlen zu gewinnen“
Die Wahl in Baden-Württemberg zeigt wieder einmal: Die Deutschen haben eine masochistische Ader, findet Peter Hahne. Trotz desaströser Wirtschaftslage erringt Cem Özdemir (B90/Die Grünen) ein Patt mit der CDU. Und die Union erlaubt es den Grünen auch noch, sich jetzt schon als Verlierer framen zu lassen. Denn: Den konservativen Politikern fehlt der Mut, den Grünen die Stirn zu bieten – oder sich mit der AfD eine weitere Regierungsoption zu erschließen. Das Ergebnis sei ein Land, das rechts wählt und links regiert wird. Der Journalist und Buchautor Hahne erklärt: Er hat sich von einer Regierung Friedrich Merz nichts versprochen – und wird trotzdem tagtäglich enttäuscht.
„Ich habe nichts erwartet – und wurde trotzdem von Merz enttäuscht“ | Interview mit Peter Hahne: https://www.youtube.com/watch?v=2OQz-ctmsBc
… Alles vom 10.3.2026 bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/video/interview/baden-wuerttemberg-die-cdu-ist-zu-feige-um-wahlen-zu-gewinnen
