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Hochschwarzwald am Schauinsland 13.1.2021: Wetterbuchen im Schnee

 

Sargnagel Corona-Testpflicht – Wie Bürokratie die Wirtschaft knechtet
Bei dem ganzen prädikatorischen und postliberalen Irrsinn geht jedoch ein Detail dieser „Notbremse“, man fragt sich, welche Not, unter. Ein Detail, auf das sich Arbeitgeber bereits seit Wochen einstellen: Die Testpflicht am Arbeitsplatz. Das Kabinett beschloss, dass Unternehmen ihren Mitarbeitern einmal in der Woche einen (Corona-)Test anbieten müssen.

Ich möchte Ihnen anhand eines Einstellungsprozess zeigen, wie bürokratisch zersetzt dieser ist. Und fast alles geschieht auf Geheiß des Staates, oder indirekt, um staatliche Sanktionen zu vermeiden. Die Höhe der Strafe für Unternehmen, einem Mitarbeiter einen Test zu verweigern, liegt bei bis zu 30.000 Euro.
Doch zum Einstellungsprozess: Der Bewerber klingelt und sagt die magischen Worte: „Suche Arbeit“. Nach den Corona Regeln müsste ich ihn nach Hause schicken und ihm ein Online, oder telefonisches Bewerbungsgespräch anbieten. Da er aber nicht die Kompetenz besitzt, dieses durchzuführen – Mimik und Gestik fehlt und macht die Sprache zu einer nicht überwindbaren Barriere, bitte ich ich ihn hinein.
Nach einigen Formalitäten mache ich mit ihm einen Termin bei einem niedergelassenen Arzt zur Unterweisung nach §43 Infektionsschutzgesetz. Das „Gesundheitszeugnis“ wird benötigt, wenn Mitarbeiter im Lebensmittelbereich eingesetzt werden – was hier der Fall ist. Diese Belehrung kostet je nach Arzt zwischen 11 und 20 Euro und ist mit das sinnloseste, was Sie sich vorstellen können. Der Arzt erzählt dem Bewerber, der ihn nicht versteht, dass man sich die Hände waschen muss. Hört er brav zu und unterschreibt er, dass er alles verstanden hat, hat er die Bescheinigung. Arzt unterschreibt, der Stempel stempelt. Bis zum Vertrag sind noch weitere Hürden zu nehmen. Möglicherweise gibt es einen Kennenlerntag beim Kunden. Und, natürlich benötigen wir ein negatives Coronatestergebnis vor Arbeitsbeginn. Die Termine koordinieren wir. Zum Termin des Arbeitsvertrages hat der Mitarbeiter rund einhundertmal zu unterschreiben. Von Hygienevorschriften, bis zu Themen aus der Arbeitssicherheit. Nichts bleibt dem Mitarbeiter und uns erspart. Eine Reiseauskunft – Stichwort Corona – inklusive, gehört ebenso dazu, wie – und das empfinde ich als übergriffig – ein Blatt zur Auskunft, in welcher Situation denn der Kandidat wohnt. Pension? Wohnung? Flüchtlingsunterkunft? Hat er eine Küche? Ein eigenes Bad? Wir sind hierzu gezwungen, eine Revision würde das ankreiden. Mich hat es jedoch überhaupt nicht zu interessieren, wie mein Mitarbeiter wohnt. Diese Frage ist nichts weiter, als ein Eingriff in die Intimsphäre.
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Nun folgt die Testpflicht. Der nächste Schritt ist die Dokumentationspflicht. Das wäre dann die einhunderterste Unterschrift. Und die einhundert zweite und dritte. Jede Woche, bis der Mitarbeiter ausscheidet. Oder bis wir dicht machen.
… Alles vom 13.4.2021 von Julian Marius Plutz bitte lesen auf
https://neomarius.blog/2021/04/13/sargnagel-testpflicht-wie-buerokratie-die-wirtschaft-knechtet/

 

Unternehmerische Freiheit als Basis des Sozialstaats
Der Unternehmer Bert Sutter über die großen Herausforderungen der Wirtschaft nach Ende der Corona-Krise.
Jede Krise hat ein Ende – selbst die Corona-Pandemie. Erst wenn die Corona-Nebel sich lichten, sehen wir wieder klarer, wo wir stehen. Die weltweiten Herausforderungen heißen Klimawandel, Digitalisierung und Demografie. Die Bewältigung dieser epochalen Aufgaben wird Geld und Anstrengungen kosten.
Zentrale Erkenntnis in der Corona-Krise: Nicht der Staat kann für Wertschöpfung und Wohlstand sorgen, sondern nur die Privatwirtschaft. Der Staat kann Finanzmittel umverteilen und den Rahmen setzen, innerhalb dessen Wirtschaft und Wohlstand für alle gedeihen. Das hat über Jahrzehnte gut funktioniert: In Europa erwirtschaften sieben Prozent der Weltbevölkerung 25 Prozent des weltweiten Bruttosozialprodukts und stehen für 50 Prozent der weltweiten Sozialleistungen. Deutschland führt diese Europaliga an, der Staat gibt rund 50 Prozent seines Etats für Soziales aus.
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Die Herausforderung lautet also: Weltmarktführer in Sozialleistungen können wir nur bleiben, wenn wir immer wieder Weltmarktführer mit unserer Wirtschaftsleistung werden. Klimawandel, Digitalisierung und Demografie müssen wir mit dem Markt – nicht dagegen – bewältigen. Dax-Unternehmen oder Start-ups allein werden es nicht richten. Es ist das Netzwerk der mittelständischen Unternehmen in Deutschland, das seit Jahrzehnten unsere Erfolgsgeschichte schreibt. Sie stellen mehr als 60 Prozent der Arbeitsplätze. Die Verflechtung von kleinen, mittleren und großen Unternehmen ist hierzulande einzigartig. Das kleine Reinigungsunternehmen, die Digitalagentur, die für den mittelständischen Maschinenbauer arbeiten, der dann das Großunternehmen beliefert, das seine Waren – Steuerungstechnik, Autos, Turnschuhe – wieder an das mittelständische Unternehmen oder dessen Mitarbeiter verkauft, macht das deutsche Erfolgsmodell aus, um das uns die Welt beneidet.
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Die exportstarken Hidden Champions sind die Motoren dieses wirtschaftlichen Welterfolgs. Wir sollten besonders im Wahljahr 2021 darüber nachdenken, was diese Unternehmen für zukünftigen Erfolg benötigen. Nur wenn wir uns den Titel Exportweltmeister immer wieder neu verdienen, können wir auch Sozialstaatsweltmeister bleiben. Wie bleiben wir also gleichzeitig in der Top-Liga und schultern die Themen Klima, Digitalisierung und Demographie?
» Mit Freiheit, Technologieoffenheit und Investitionen. Es geht nicht um die Abwesenheit von Regeln, sondern um die Freiheit von überbordender Bürokratie, staatlicher Besserwisserei und Dirigismus. Wenn es um Wirtschaft und technologischen Fortschritt geht, kann es der Staat nicht besser. Subventionsruinen wie Atomkraft, Diesel oder der Flughafen Berlin sprechen eine deutliche Sprache.
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Wir brauchen in Deutschland ein international wettbewerbsfähiges Steuersystem. Im Moment ist nur Belgien noch schlechter als wir. Eine Politik, die sich über die Exportstärke der deutschen Industrie freut und die Investitionsbremsen in unserem Steuersystem nicht sieht, lebt auf einer Trauminsel. Diskussionen über Steuererhöhungen sind Gift – gerade für die Aufbauzeit nach Corona.
» Wir brauchen eine Infrastruktur für eine digitale und analoge Zukunft. Wir brauchen Daten-Highways und solche aus Asphalt. Das Shirt von Zalando wird digital bestellt und analog geliefert. Das Ziel der Dekarbonisierung unserer Wirtschaft macht es nötig, CO2-Ausstoß mit einem Preis zu belegen. Wenn wir alles, was das Klima belastet, mit einem Marktpreis versehen, wird der Markt seine Lenkungswirkung entfalten.
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Wir brauchen Bildung auf Top-Niveau für alle und nicht nur für Privilegierte, denn für unsere großen Aufgaben wird jeder gebraucht. Bildung ist Inklusion in Gesellschaft und Arbeitsmarkt für Jung und Alt. Ökonomische und technische Kompetenz sind die unverzichtbaren Grundlagen unseres Wohlstands.
Einen ausgebauten Sozialstaat haben wir bereits. Die ökologische Modernisierung der Gesellschaft müssen wir mit Nachdruck und marktwirtschaftlichen Methoden angehen. Die unternehmerische Freiheit hat jüngst am meisten gelitten, dabei ist sie der Schlüssel für die Zukunft. Wir können in Deutschland das neue magische Viereck schaffen: die ökologisch-soziale Marktwirtschaft auf Weltniveau. Aber ohne Freiheit, Mittelstand und Industrie wird es nicht gelingen.
… Alles vom 11.3.2021 von Bert Sutter bitte lesen auf
https://www.wvib.de/images/verband/wvib-Positionen/2021-03-11_BZ_BS_nurArtikel.pdf
https://www.badische-zeitung.de/unternehmerische-freiheit-als-basis-des-sozialstaats–200544467.html
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Bert Sutter ist geschäftsführender Gesellschafter der Sutter Medizintechnik GmbH Freiburg sowie Präsidiumsmitglied des Wirtschaftsverbands Industrieller Unternehmen Baden e.V. WVIB.
https://www.sutter-med.de/
https://www.wvib.de/
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Kommentar zu „Unternehmerische Freiheit als Basis des Sozialstaats“
Endlich mal ein grundlegender Artikel zur Ökonomie – grundlegend, weil er auf die Erstellung des Sozialprodukts eingeht, nicht nur auf deren anschließende Verwendung. Allein die Privatwirtschaft sorgt für Jobs und Wertschöpfung, nicht der Staat. Letzterer kann nur umverteilen – bei uns über 50% für Soziales. Mittelständische Wirtschaftsunternehmen schaffen über 60% der Arbeitsplätze. Der Verbund kleiner, mittlerer und großer Unternehmen sichert das Bruttosozialprodukt als Basis des Wohlstands. Wichtigste Aussage von Sutter: „Die unternehmerische Freiheit hat jüngst am meisten gelitten, dabei ist sie der Schlüssel für die Zukunft“.
Es ist die Freiheit, die so viele unternehmerisch tätige Menschen motiviert, dezentral nach pfiffigen Problemlösungen suchen. Diese Freiheit wird durch die Politik zunehmend beschränkt, wenn nicht gar bekämpft – durch Steuergesetze, Bürokratie und Zentralisierung auf nationaler wie EU-Ebene. Diese unternehmerische Freiheit gilt es zu erhalten. Denn bricht der Mittelstand weg, hat der Staat nichts mehr zu verteilen, auch nicht übers Schuldenmachen.
Zu der von Sutter angesprochenen „Bildung auf Top-Niveau“: Dieses Niveau wird nie erreicht, solange Kindern in der Schule der Unternehmer als Synonym zum Ausbeuter dargestellt wird (genderkonform natürlich auch die Unternehmerin als Synonym zur Ausbeuterin).
12.3.2021, E.K.
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Endspiel – Die Vernichtung des Mittelstandes
Nach früheren Plänen der Grünen sollte Deutschland deindustrialisiert werden. Das wurde „ökologischer Umbau” genannt. Was diesen Plan betrifft, scheint die Zielgerade erreicht zu sein.
Die deutsche Autoindustrie wurde mit unerreichbaren Schadstoff-Reduzierungswerten und mit der politischen Forderung, Elektroautos zu produzieren, geknebelt. Mit ihr gehen natürlich auch die Zulieferungsbetriebe den Bach runter.
Offenbar bedeutet „ökologischer Umbau“ aber, dass auch der Mittelstand verschwinden und Platz für die großen Konzerne machen soll. Seit einem Jahr ist es nicht mehr möglich, normal einkaufen zu gehen. Der Einzelhandel und die Gastronomie wurden einfach zugesperrt. Amazon und andere Online-Anbieter sahen das mit Vergnügen und großem Gewinn.
Damit es keinen Aufstand gibt, traf es auch die kulturellen Einrichtungen. Mit der so genannten Öffnungsstrategie mit dem Zwang zur Terminvergabe, bevor man einen Laden überhaupt allein betreten darf, setzt sich das verdeckte Abwürgen des kleinen und mittleren Unternehmertuns fort.
Das Erschrecken über diese Perfidie wird nur übertroffen vom Staunen, dass sich die Betroffenen das alles weitgehend klaglos gefallen lassen. Jede Verordnung, so dumm sie auch ist, wird brav befolgt

Die Unternehmer, die sich die absurden, willkürlichen Vorschriften der Politik gefallen lassen und ergeben auf Hilfe derer warten, die dabei sind, sie zu ruinieren, arbeiten ebenfalls an ihrer Abschaffung mit. Sie lassen sich vom mündigen Bürger zu Untertanen degradieren. Das, nicht die autoritäre Politik, ist unser größtes Problem.
… Alles vom 10.3.2021 von Vera Lengsfeld bitte lesen auf
https://vera-lengsfeld.de/2021/03/10/endspiel-die-vernichtung-des-mittelstandes/