Israel kommt nicht zur Ruhe. Soll das kleine Land vernichtet werden, komplett umziehen oder weiter mit dem Krieg leben müssen – alles böse Aussichten. Und dazu verbreitet sich die Meinung, daß sich der Frieden in Nahost viel schneller herstellen lasse als im alten EU-geprägten Westeuropa. Aber der Reihe nach:
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Vernichtung von Israel: nein
Ländervergleiche hinken immer. Aber im Hinblick auf die Vernichtung eines zur Staatsräson erklärten Feindes lassen sich die Islamische Republik Iran und der nationalsozialistische deutsche Staat vergleichen: Das Mullah-Regime verfolgt laut iranischer Verfassung das Ziel, Israel zu vernichten. Für „From the river to the sea“ unterstützt es seit 1979 den internationalen islamistischen Terror gegen Juden, vornehmlich Hisbollah im Libanon und Hamas in Palästina. Diese Vernichtung muß abgewehrt werden – vor 1945 wie auch heute. Diese Abwehr richtet sich nicht gegen den Islam, weder die Schia noch die Sunna, sondern gegen das Mullah-Regime, das die Religion für ihre totale Herrschaft im sog. Gottesstaat instrumentalisiert.
Umzug von Israel: nein
Hadmut Danisch hat mehrfach den folgenden Vorschlag gemacht (1): Um der Vernichtung und den endlosen Kriegen in Nahost zu entgehen, soll der Staat Israel einfach irgendwohin umziehen, wo es Platz, Ruhe und Frieden findet: „Israel bekommt 5 Jahre Zeit, komplett umzuziehen und die Gegend dort besenrein zu übergeben. Sie bekommen künftig ein Besuchsrecht für die heiligen Stätten und die werden nicht angetastet“. Wie auch immer man diesen Vorschlag bewerten mag – er scheitert am Besuchsrecht, dem die islamischen Länder stand heute nicht zustimmen werden; sie haben sich leider immer gegen eine Internationalisierung der heiligen Stätten von Christen, Juden und Muslimen ausgesprochen.
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Krieg mit Israel: nein?
Bleibt jenseits von Vernichtung (Juden ins Meer) und Umzug (Juden irgendwohin) für Israel also nur die Fortsetzung des Krieges in Nahost? Nein. Für die Hoffnung auf ein klares „Nein“ zum Krieg und damit „Ja“ zum Frieden darf man nicht aufgeben. Und diese Hoffnung ist auch bei zahlreichen arabischen und weiter entfernten persischen Nachbarn Israels gegeben. Man darf niemals Völker mit Regierungen (Regime, Machthaber) verwechseln.
Folgende Gründe sprechen für Frieden in Nahost:
Frieden I: Uraltes Kulturvolk der Perser
Die Regime-Change-Politik von USA wie D („Demokratie am Hindukusch verteidigen“) in Afghanistan, Libyen, Irak und Syrien ist gescheitert, da diese Länder nach m 2. Weltkrieg aufgrund willkürlicher Grenzziehungen der Kolonialmächte, allen voran Frankreich und England entstanden.
Im Gegensatz zu diesen fragilen Staatsgebilden sind die Perser im Iran ein uraltes Kulturvolk mit einer langen Geschichte, die vor den Islam reicht: Zoroastriker, Persepolis. Reichtum, Bildung und Stolz – man verspürt dies auch als Tourist bei jedem Besuch im Land. Nach der Ausschaltung des iranischen Hauptfinanciers des islamistischen Terror in Nahost und einer etwaigen Beseitigung der Mullah-Diktatur ist zu erwarten, daß das Land nicht in einen Bürgerkrieg fällt, sondern daß sich die Iraner auf ihre Wurzeln und ihre nationale Identität von der Schah-Zeit besinnen: „Die Proteste von 2022 und ihr erneutes Aufflammen sind deshalb kein Vorspiel zum Bürgerkrieg. Sie sind Ausdruck einer integrierten Gesellschaft, die der herrschenden Elite die Legitimität abspricht“ – so Frank-Christian Hansel unter (4).
Auch deshalb: Wo ein Volk bzw. eine Nation existiert wie in Persien, bahnt sich nach dem Ende der brutalen 47-jährigen Diktatur durch den islamistischen Terror vielleicht eine neue Epoche von Freiheit und Prosperität in diesem riesengroßen und so roststoffreichen Land an. Diese Hoffnung besteht trotz aller Unkenrufe deutscher Alles- und Besserwisser.
Grund für Frieden II: Araber wollen Frieden und Wohlstand
Bereits einige Zeit vor dem Hamas-Überfall auf Israel am 7.10.2023 kündigte sich mit dem Abraham-Abkommen von 2020 eine Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn an. Nach dem Wegfall des Iran als Terrorinitiator könnte eine Region der Prosperität vom Maghreb bis zum Mittleren Osten entstehen. Die Muslimbrüder als Terrorvollstrecker sind in Nahost bereits verboten (2).
Grund für Frieden III: Die Ära der linken Selbsthasser des Abendlandes ist passé
Seit 47 Jahren, also über zwei Generationen hinweg, werden die Kinder im Iran gezwungen, allmorgendlich „Tod Israel“ und „Tod den USA“ aufzusagen. Und aufgrund des antiwestlichen Schuldkomplexes mangelt es den europäischen Links-woken Ideologen, allen vor an den Regierungen von F, GBR und ES, an der „Bereitschaft einen Feind der zivilisierten Welt als solchen zu erkennen und zu benennen“ (3).
Aber die Dominanz dieses Zeitgeistes von Selbsthass auf die eigene Kultur mitsamt ihrer Aufklärung und Bildung schwindet, je mehr die Desindustrialisierung und die Islamisierung die Europäer in der EU verarmen läßt. Und der Niedergang ist in vollem Gange. Wenn es für die Linke nichts mehr zum Schmarotzen gibt, dann geht sie zugrunde.
Niemand kann abschätzen, wie lange der Kulturkampf im alten Westeuropa andauern wird. Er wird dadurch entschieden, ob der liberale Islam gegenüber dem politischen Islam bzw. Islamismus durchsetzen kann.
Interessant und vor allem besorgniserregend dabei ist, dass immer mehr Kommentatoren den Inneren Frieden in Westeuropa für eine längere Frist bedroht sehen als im arabischen Raum.
11.3.2026
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Ende von Beitrag „Israel: Vernichtung Umzug Krieg“
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Beginn von Anlagen (1) – (3)
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(1) Israel sollte umziehen
Ich wiederhole einen Vorschlag, den ich vor Jahren schon gemacht habe. Egal, wie dieser Krieg nun ausgeht: Das wird in Nahost entweder bei einem endlosen Streit bleiben – oder Israel wird vernichtet. Israel kann nicht alle seine Gegner umbringen und so für Ruhe sorgen.
Der Iran kann das aber. Wenn die Vermutungen stimmen, dass der Iran bisher nur mit Billigkram schießt, um die Abwehrsysteme von Israel und den USA zu erschöpfen, und dann, wenn die nicht mehr können, die großen, guten Dinger aus chinesischer oder russischer (oder eigener) Fertigung auspacken, dann können die Israel nicht nur vernichten – das haben sie auch mehrfach angekündigt und steht angeblich in ihrer Verfassung als Staatsziel.
Jetzt ist es egal, wie man das findet, bewertet, moralisch einordnet. So ist es, und so wird es laufen. Sollten die USA und Israel gewinnen, dann wird es über kurz oder lang den nächsten Krieg geben.
Und sollten sie verlieren – dann sind die USA blank und pleite, und Israel ist tot. Weg. Futsch. Platt.
Wie man es dreht und wendet, es kann eigentlich kaum zu einem guten Ende finden. Ich hatte zwar vor ein paar Tagen noch die Frage gestellt, ob das vielleicht alle Staaten außenherum vereinen und befrieden könnte. Die Frage Israel-Gaza-Libanon beantwortet das aber nicht.
Selbst wenn man annimmt, dass der Iran morgen zusammenbricht, die sich plötzlich alle lieb haben, und der Sohn des Schahs wieder die Macht übernimmt und sich mit Israel in Liebe um den Hals fällt – wieviele werden diese Haltung teilen?
Der einzige glimpfliche Ausweg, der mir dazu einfällt, wäre, wenn irgendwer auf der Welt, Europa/EU oder jemand anderes, Fernost, Australien oder Südamerika oder so etwas, irgendeine Fläche freiräumt, die groß genug ist, und dann sagt: Ruhe jetzt! Alle Waffen schweigen, und Israel bekommt 5 Jahre Zeit, komplett umzuziehen und die Gegend dort besenrein zu übergeben. Sie bekommen künftig ein Besuchsrecht für die heiligen Stätten und die werden nicht angetastet.
Den Israelis stellt man die Frage, ob sie eigentlich nochmal irgendwann ruhig schlafen und ihre Kinder ungefährdet aufziehen wollen, ohne sie alle in den Krieg zu schicken. Und dann sagen: Zieht um oder schaut alleine, wie Ihr klar kommt.
Im Gegenzug gehen alle Palästinenser, Syrer, Iraker, Libanesen, die wir hier nicht gut brauchen können, zurück. Gaza ist futsch, die bekommen dafür die Städte von Israel.
Und dann ist das Ding da unten rein arabisch, und dann sollen sie selbst sehen, wie sie damit klar kommen und sich gegenseitig im Namen Allahs die Köppe einschlagen, das ist dann allein deren Problem. Und dann kann man sehen, wie lange sie das hinbekommen.
Anders gesagt:
Da findet gerade ein riesiger Diversitätskrieg statt. Es ist der allerbeste Beweis, dass Diversität überhaupt nicht funktioniert. Die einzige Chance auf einen stabilen Frieden dürfte in der Entdiversifizierung liegen.
Das wird so nicht funktionieren, wie das jetzt ist. Die Randbedingungen, dass da unten irgendwann ein echte Frieden und ein friedliches Nebeneinander ausbrechen, sind zwar nicht unmöglich, aber irgendwo zwischen unwahrscheinlich und illusorisch.
Und irgendwann wird sich diese Umzugsproblematik sowieso stellen, nämlich wenn Israel fluchtartig verlassen wird, oder irgendwer eine Atombombe drauf wirft. Dann haben wir die nächste Flüchtlingswelle.
… Alles vom 7.3.2026 von Hadmut Danisch bitte lesen auf https://www.danisch.de/blog/2026/03/07/israel-sollte-umziehen
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(2) Israelischer Bericht: Europa liefert sich Muslimbrüdern aus
Arabische Staaten verbieten sie, der Westen macht sie zu Partnern. Ein israelischer Regierungsbericht enthüllt das „Spinnennetz“ der Muslimbrüder in Europa. Sie geben sich gesetzestreu, werden von der EU üppig finanziert und hofiert. Das Endziel bleibt ein europäischer Regime-Change hin zu Gottesstaat und Scharia.
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Das führt ein neuer Bericht zur „Muslimbruderschaft in Europa“
https://www.gov.il/en/pages/the-muslim-brotherhood-across-europe-2026-news
vor Augen, herausgegeben diesmal vom israelischen Ministerium für Diaspora.
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Zahlreiche arabische Länder haben die Muslimbrüder als terroristische Organisation eingeordnet https://www.meforum.org/mef-observer/if-saudi-arabia-flips-to-the-axis-of-ikhwan-what-happens-to-qatar , darunter Ägypten, Saudi-Arabien (obwohl es hier derzeit Bewegung gibt), die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Jordanien. Der Grund ist die sozialrevolutionäre Ausrichtung der Muslimbrüder: „Das übergeordnete Ziel der Bewegung ist eine grundlegende Umgestaltung der sozialen und politischen Strukturen in den Staaten, in denen sie tätig ist.“
…. Alles vom 1.3.2026 von Matthias Nikolaidis bitte lesen au
https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/aus-aller-welt/israelischer-bericht-europa-liefert-sich-muslimbruedern-aus/
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(3) Kapitulation vor dem antiwestlichen Schuld-Zeitgeist
Verborgen und nur selten erkannt schwelt ein Komplex in der politischen Psyche des Westens. Bei den allermeisten Fragen, die wir diskutieren, lauert er hinter der nächsten Ecke. Egal, ob es um Klimaschutz oder Migration geht: Am Ende geht es immer um Schuld. Unsere gesamte Gesellschaft soll schuldig sein, so schuldig, dass sie kein Recht hätte, etwas für sich selbst zu nehmen – und allen externen Forderungen nachgeben müsste. Das gesamte westliche Leben, allen voran der Wohlstand Europas, wird letztlich für illegitim befunden, weil er allein auf Schuld und Ausbeutung gebaut sei. Das ist das Grundgefühl des Zeitgeists, die emotionale Untermalung, die wohl den Kern des Furors der neuen Linken ausmacht.
In seiner extremsten Form zeigt sich dieser Komplex im Umgang mit dem Islam. Das Aussprechen der einfachen und offensichtlichen Wahrheit, dass die westliche Zivilisation der islamischen Welt moralisch überlegen ist, ist undenkbar in unserer Gesellschaft – schon die Annahme, dass es so etwas wie einen kulturellen Unterschied gäbe, ist in den Kategorien der neuen Linken nicht möglich. Die nachgewiesene dramatische Überrepräsentation von Migranten aus muslimischen Herkunftsländern bei schweren Straftaten in Deutschland darf gar nicht stimmen – folglich sucht man nach Ausflüchten, die das erklären sollen, wie Armut, rassistischer Anzeigen und so weiter.
Die gleiche Frage stellt sich mit Blick auf den Iran. Viele suchen kurze Ausflüchte, manche meinen, in Deutschland bräuchte man gar keine Meinung zu diesem Krieg zu haben, andere verweisen auf das seit dem Koreakrieg faktisch blockierte Völkerrecht. Kaum einer wagt, die Frage zu stellen, die im Zentrum stehen müsste: Was sollte man tun, würde man in der Haut von Trump oder Netanyahu stecken? Wie soll man einem islamistischen Regime gegenübertreten, das uns den Tod wünscht? Zum Morgenappell müssen die Schüler im Iran „Tod Israel“ und „Tod den USA“ aufsagen. Es gibt wenig Gründe, daran zu zweifeln, dass man versuchen wird, das auch umzusetzen.
Im Kern schreckt viele in Deutschland nicht der vermeintliche Völkerrechtsbruch ab, sondern das Selbstbewusstsein, die Stärke und die Kompromisslosigkeit, mit der die rechten Regierungen in Washington und Jerusalem die Interessen des Westens artikulieren und durchsetzen wollen – und die Bereitschaft einen Feind der zivilisierten Welt als solchen zu erkennen und zu benennen.
Die Art und Weise, wie die deutsche Rechte auf diesen Krieg blickt, ist deshalb von so hochrangiger Bedeutung. Es geht nicht um die Details israelischer Außenpolitik, es geht nicht um die Frage, ob man an einen Erfolg dieses Schlages glaubt oder wie sehr man ihn für sinnvoll hält, sondern darum, ob man hinter so vielen Mythen über diesen Konflikt den Kern der neuen Linken zu erkennen vermag.
In ihren Patriotismus haben Teile der Rechten erstaunlicherweise ideologische Fragmente von links eingewoben – allen voran den Kulturrelativismus. Alle Kulturen seien demnach gleichwertig, und ein Vorrang des westlichen Kulturerbes vor dem Islam kann aus dieser Denke gar nicht mehr erkannt werden. Es ist eine zutiefst postmoderne Perspektive auf diese Welt, in der es eigentlich (ganz nach dem Mantra der „multipolaren Welt“) sowieso kein Richtig und Falsch mehr gibt. Das ist aber weitaus weniger rechts, als Vertreter einer solchen Weltsicht glauben – denn es verleugnet in letzter Konsequenz die kulturgeschichtliche Leistung, die hinter unserer Gesellschaft steht.
Die Überwindung des antiwestlichen Schuldkomplexes ist die emotionale Frage, um die es im Kern aller politischen Auseinandersetzungen geht. Eine solcher pro-westlicher Blick auf die Welt kann gleichsam die Errungenschaften des deutschen Kaiserreichs wie des britischen Weltreichs erkennen, die der preußischen Reformen genauso wie die der Gründungsväter der USA – und die der zionistischen Bewegung. Daraus folgt die Erkenntnis, dass die Nationen des Abendlands unendlich viel weniger voneinander unterscheidet, als die westliche Zivilisation insgesamt vom Rest der Welt. Ein grundsätzliches westliches Wir ist demzufolge nicht allein ein Gebot operativer Bündnisse, sondern ein Auftrag einer zweitausendjährigen Geschichte.
Das alles wäre rechts, sofern Konservatismus einen Sinn hat – weil man etwas bewahren will, weil es etwas objektiv Wertvolles zu bewahren gibt. Anti-westliche Reflexe sind damit inkompatibel und im Endeffekt nichts anderes als eine unterbewusste Kapitulation vor dem Grundgefühl des Zeitgeists.
9.3.2026, Max Mannhart auf https://www.apollo-news.net
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