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Blick nach Westen über den See Genezareth auf Tiberias am 29.10.2013

Blick nach Westen über den See Genezareth auf Tiberias am 29.10.2013

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Manchmal werden Wunder wahr
Die arabischen Staaten haben den israelisch-„palästinensischen“ Konflikt satt. Sie haben Angst vor dem Iran und nähern sich Israel an. Die Vereinigten Arabischen Emirate sind nun seit Jahrzehnten der erste arabische Staat, der dank Trump und Netanjahu diplomatische Beziehungen zum jüdischen Staat aufnehmen wird – sehr zum Missfallen der linken Trump-Basher.
.. Alles vom 19.9.2020 von Chaim Noll bitte lesen auf
https://juedischerundschau.de/article.2020-09.manchmal-werden-wunder-wahr.html

 

Friedensvertrag. Bahrein und VAE mit Israel
Trumps Nahost-Frieden blamiert die Bundesregierung
Historischer Friedensgipfel im Weißen Haus: Unter Vermittlung der USA unterzeichneten Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) den Friedensvertrag mit Israel. V.l.n.r.: Bahrains Außenminister Abdullatif al-Zajani, Israels Premierminister Benjamin Netanjahu, US-Präsident Donald Trump, VAE-Außenminister Abdullah bin Zayed al-Nahjan

Die Friedensschlüsse auf dem Balkon des Weißen Hauses zeigten deutlich: Frieden im Nahen Osten ist momentan nur gegen die EU und vor allem Deutschland zu haben. Den entscheidenden Durchbruch auf einer Nahostkonferenz in Warschau verpasste die Bundesregierung komplett. Das passt ins Bild: Berlin steht an der Seite der Kriegstreiber.

Die Friedensbemühungen der Regierung Trump begleiteten europäische Kommentatoren durch arrogante Häme und auch deutsche Politiker machten sich gern über Jared Kushner lustig, den Schwiegersohn des US-Präsidenten und Sonderbeauftragter für den Nahen Osten. Der sei schließlich völlig unerfahren, würde in der Region nicht als neutraler Vermittler wahrgenommen und müsse deshalb krachend scheitern, so das einhellige Urteil.

Frieden in Nahost schaffen, das sei schließlich eine Aufgabe für erfahrene deutsche Experten und Diplomaten, die ihr Gerede vom „ehrlichen Makler“ so oft wiederholten, bis sie irgendwann selbst daran glaubten.
Denn trotz der geballten Expertise aus Deutschland, ob offiziell aus dem Auswärtigen Amt oder in Gestalt der unzähligen NGOs und politischen Stiftungen, die in Nahost ihr Unwesen treiben – Frieden wollte sich einfach nicht einstellen. Schuld daran seien die israelischen Siedlungen, lautete die in Stein gemeißelte Wahrheit deutscher Nahostexperten. Bevor das Westjordanland nicht judenrein sei, könne es keinen Frieden zwischen Israel und den Golfstaaten geben, denn offenbar gibt es in der Region kein dringlicheres Problem als jüdische Bauern, die irgendwo zwischen Jerusalem und Jericho Ackerbau betreiben.
Es muss eine enorme Kränkung für diese Friedensexperten gewesen sein, dass neben Außenminister Mike Pompeo ausgerechnet dieser unerfahrene Jared Kushner in kürzester Zeit vollbrachte, woran sie jahrzehntelang gescheitert waren.
Der entscheidende Durchbruch der Friedensverhandlungen gelang vor anderthalb Jahren auf einer Nahostkonferenz in Warschau: Neben Kushner, Pompeo und Vizepräsident Pence waren auch Netanjahu und Führer aus den Golfstaaten vertreten.

Bundesaußenminister Heiko Maas, der die Reise nach Warschau offenbar für überflüssig erachtete, schickte seinen Staatsminister Niels Annen, der im Auswärtigen Amt unter anderem für den Nahen Osten zuständig ist. Der hatte während der Konferenz allerdings dringendere Problemfelder ausgemacht: Auf Twitter beschäftigte sich Annen mit der Feuerwehr Hamburg und einem Einbruch in Eimsbüttel. Dabei entging ihm offenbar, dass nebenan gerade historische Friedensbeschlüsse eingeleitet worden waren. Am Konferenzende beschwerte Annen sich sogar, dass die Konferenz das Thema verfehlt hätte: „Bei der Konferenz in Warschau sollte es um Frieden und Sicherheit in der MENA-Region gehen. Am Ende ging es vor allem um Iran. Als Antwort zu einfach. Europa handelt geeint und besonnen.“

Als im August dann Israel und die Emirate ihre Friedensabsicht verkündeten, wirkte Annen deshalb völlig überrascht. Das könnte ein Schritt in die richtige Richtung sein, man werde das aber erstmal genau prüfen, erklärte er wiederum auf Twitter.
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Björn Stritzel @bjoernstritzel
Wie konnte das nur passieren? Legionen deutscher Nahostexperten, Journalisten und Diplomaten hatten doch stets erklärt, dass es erst mit einem palästinensischen Staat Frieden zwischen Israel und der arabischen Welt geben könne.
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Donald J. Trump @realDonaldTrump
Another HISTORIC breakthrough today! Our two GREAT friends Israel and the Kingdom of Bahrain agree to a Peace Deal – the second Arab country to make peace with Israel in 30 days!
7:29 nachm. · 11. Sep. 2020
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Es wäre zu einfach, das Versagen der deutschen Nahostpolitik auf Niels Annen zu verkürzen, nur weil der Staatsminister besonders ungeschickt agiert. Auch die Bundesregierung reagierte verhalten auf die Friedensverträge des jüdischen Staates mit Bahrain und den VAE. Dabei hat die Bundesregierung, zynisch gesprochen, durchaus einiges dazu beigetragen. Sie hat zum einen die völlig korrupte palästinensische Führung immer wieder in ihrem Tun ermutigt, statt rote Linien zu setzen. Während jedes Jahr am 27. Januar und am 9. November „Nie wieder“ geschworen wird, nimmt Berlin die permanente antisemitische Hetze der palästinensischen Autonomiebehörde völlig gleichgültig hin. Über die politischen Stiftungen werden mit deutschen Steuergeldern Terroranschläge gegen Juden finanziert, ohne dass dies irgendjemanden in der Bundesregierung stören würde.
Einen mahnenden Zeigefinger hat man dagegen immer für Jerusalem parat: Der frühere deutsche Außenminister Sigmar Gabriel machte in Israel schließlich sogar ein „Apartheidsregime“ aus. Staatsminister Annen bestand darauf, radikale Palästinensergruppen und BDS-Aktivisten zu treffen, statt sich vielleicht einmal nach tatsächlichen palästinensischen Friedensaktivisten umzuschauen.
Es ist also nicht verwunderlich, dass die israelische Regierung wenig auf die Friedensratschläge deutscher Experten gibt, sondern sich lieber selbst mit den USA und den Golfstaaten um Frieden bemüht.
Aber auch auf die Golfstaaten wirkte Berlin ein: Die nämlich sehen sich durch das hochaggressive Regime in Teheran bedroht. Die Mullahs jedoch rangieren in der Gunst deutscher Außenpolitiker noch vor den Palästinensern: Brechen sie den Atomwaffensperrvertrag, werden sie mit einem Nukleardeal belohnt, durch den sie Milliarden Dollar bekommen, um weiter den Nahen Osten anzuzünden. Schicken sie einen Agenten los, um gegen Reinhold Robbe, den ehemaligen Wehrbeauftragten des Bundestags, einen Anschlagsplan auszuhecken, hat das keine Konsequenzen – nicht einmal zu einer öffentlichen Solidaritätserklärung mit ihrem Genossen konnten sich Annen, Gabriel, Steinmeier und Maas durchringen.
Staatsminister Annen setzte hier auch wieder besondere Akzente: Die iranisch kontrollierte Terrormiliz Hisbollah dürfe in Deutschland nicht vollständig verboten werden, forderte er ein Jahr vor deren Verbot durch Innenminister Seehofer. Und mit den Mullahs feierte er 2019 in deren Botschaft 40 Jahre islamistische Schreckensherrschaft.
So hat die deutsche Politik – gemeinsam mit Trumps Vorgänger Obama – gegenüber den Mullahs dazu beigetragen, diese in ihrem aggressiven Kurs zu bestätigen und andererseits die Golfstaaten dazu gedrängt, die Feindschaft zu Israel zu überdenken.
Das Resultat war gestern auf dem Balkon des Weißen Hauses zu bestaunen: Das neue Bündnis derjenigen, denen an einem gewiss ausbaufähigen Frieden im Nahen Osten gelegen ist.
Die Bundesregierung steht derzeit auf der anderen Seite: Aktuell bemüht sie sich darum, ein Waffenembargo gegen das Mullahregime aufzuweichen – und wird sich wohl bald wieder wundern, warum es mit ihren Friedensplänen einfach nicht klappen will.
… Alles vom 16.9.2020 von Björn Strietzel bitte lesen auf
https://www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/kommentar-zum-friedensgipfel-trumps-nahost-frieden-blamiert-die-bundesregierung-72942234.bild.html

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Kommentare:
… positive Entwicklung zwischen Israel, Bahrein und den Vereinigten Arabischen Emiraten
Ursachen und Wirkung. Lieber Herr Noll, ich teile ihre Einschätzung zu 100%. Erlauben Sie mir bitte das ich zu diesem wichtigen Thema auch einen Link poste, zu einem Kommentar von Björn Strietzel der heute (ausgerechnet) bei Bild-Online erschien. Ich halte diesen Kommentar für einen der besten den ich jemals auf diesem Blatt lesen durfte. Die Thematik darin richtet sich zwar zentral um eine höchst positive Entwicklung zwischen Israel, Bahrein und den Vereinigten Arabischen Emiraten bei der Trump bzw. sein Schwiegersohn viel beigetragen haben. Der KERN zielt aber genau auf die aktuellen VORSÄTZLICHEN Versäumnisse Deutscher Politik. Eine von der SPD geprägten, zutiefst antisemitischen Politik.
Erfreulich, in welcher Offenheit dort auch endlich jene politischen Amtsinhaber namentlich genannt werden, die permanent der deutschen Bevölkerung jenen “unterschwelligen” Antisemitismus vorwerfen, der Ihnen selbst neben ihrer persönlichen Verliebtheit zum Iranischen Mörderregime aus allen Poren trieft! Soviel vorweg, der Artikel wirft berechtigt und in angenehm ehrlicher und transparenter Form die Fragen auf die das Außenministerium und ein selbsternannter Oberbevormunder der Deutschen auf Schloss Bellevue sich stellen müssen. Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen, stimmt es nicht Herr Maas, Herr Annen und ganz besonders Herr Steinmeier. Letztgenannter ist ganz besonders als ehemaligen Wegbereiter dieser Entwicklungen unbedingt zu erwähnen. Beherrscht doch ausgerechnet er wie kein Zweiter in Deutschland bei Antisemitismus „Haltet den Dieb“ zu blöken!
Das ist Politik für die man sich als Deutscher Bürger nach Jahrzehnten wieder einmal schämen muss! Und genau diese politische Geisteshaltung ist ein Hauptgrund für die Zustände die Sie Herr Noll so treffend schildern. Der Fisch in Deutschland stinkt am Kopf und nur da. Und je mehr Personal der heutigen SPD im Kopf ist, umso mehr stinkt er!
16.9.2020, A.S.

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