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Shiraz im Iran – Blick nach Norden zum Gebirge am 11.10.2014
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- ARD-Gespräch mit Pahlavi: Dieses Interview offenbart ihren Hass (27.1.2026)
- Anti-Mullah-Proteste: Neue Berichte gehen von mehr als 40.000 Toten aus (25.1.2026)
- „Selbsterklärter zukünftiger Führer“: Tagesthemen-Moderatorin spricht Schah-Sohn Unterstützung durch Iraner ab (24.1.2026)
- Matussek im Kontrafunk: Christen im Iran – Trump (23.1.2026)
- Larissa Fußer: In Deutschland ignoriert – Eine Ermutigung für die Helden im Iran (17.1.2026)
- „Free Iran“ – ein deutsches Tabu (15.1.2026)
- Iran: Nur Mullahs eines Regimes? Es sind Islamisten (15.1.2026)
- Freiburger sorgen sich um die Lage in iranischer Partnerstadt Isfahan (13.1.2026)
- Statt die Opposition im Iran zu unterstützen: Öffentlich-rechtlicher Rundfunk kritisiert lieber den Sohn des Schahs (12.1.2026)
- Iran: „Wir können es uns nicht leisten zu verlieren, weil sie uns sonst alle massakrieren.“ (12.1.2026)
- Iran foltert – und die rot-grünen Moralprediger schauen weg (10.1.2026)
- Iran-Revolution: ÖRR schweigt (9.1.2026)
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Der Iran ist seit zwei Generationen bzw. 47 Jahren eine Theokratie
Mit 90 Mio leben ungefähr so viele Perser auf einer 4,6 mal so großen Fläche wie in Deutschland. Junge Bevölkerung: 30 % unter 18 gegenüber 15 % in D. Weitaus höheres Bildungsniveau der jungen Iraner. Ausgeprägtes Nationalbewußtsein dieses uralten Kulturvolkes.
Der Gottesstaat ist ohne zivilgesellschaftliche Strukturen und politische Parteien auf den schiitischen Islam ausgerichtet mit Mullah Chamenei als oberstem Herrscher. Verschachtelte Organisationsstrukturen:
1. Mullahs
2. Revolutionsgarden IRGC mit eigenen Universitäten und Firmen (auch im Ausland)
3. Armee loyal
4. Präsidentschaft/Parlament machtlos
5. Korrupte Verwaltung
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Aktuelle Infos:
Manyar Tousi auf Tousi TV:
https://www.youtube.com/channel/UCjJec0wv1EUomjrBNt1xCTA
Die wohl umfassendste Site zum Aufstand im Iran:
https://www.iranintl.com/en
Massaker mit über 20.000 Toten
Gesamte Opposition gegen Mullah-Regime:
Der in Potomac, Maryland/USA, im Exil lebende Schah-Sohn Reza Pahlavi (66) ist 2025/26 zum Anker der gesamten Opposition des Iran geworden. Bei den Protesten 2022/2023 war die Opposition noch zerstritten. Die Linke richtete sich sowohl gegen das Mullah-Regime als auch gegen Pahlavi.
In 2026 unterstützen alle Regimegegner den Schah-Sohn und sein Versprechen, eine Demokratie in Form einer konstitutionellen Monarchie (nach Muster von GB, DK, S) errichten zu wollen mit freien Wahlen, Religionsfreiheit für Muslime, Christen und Juden, mit Gewaltenteilung sowie Rechtsstaatlichkeit.
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ÖRR und Mainstream berichten weniger objektiv als das Ausland
Zum Iran-Aufstand ab 26.12.205 berichtet die ARD erstmals m 8.1.2026 und zudem falsch (Wirtschaftslage als Hauptgrund). Sogar Armin Laschet (CDU) moniert: „Ohne X wüsste man nicht, dass im Iran in diesen Stunden eine Revolution stattfindet“
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Deutscher Bundespräsident: Glückwünsche ans islamische Mullah-Regime
„Herr Präsident, auch im Namen meiner Landsleute übermittle ich Ihnen zum Nationalfeiertag der Islamischen Republik Iran meine herzlichen Glückwünsche.“ – Frank-Walter Steinmeier (SPD), Telegramm an den iranischen Staatspräsidenten Ruhani zum Nationalfeiertag am 26.02.2019
„Ich wünsche mir, dass den Beiträgen, die Muslime aus ihrem Glauben heraus für unsere Gesellschaft erbringen, die Wertschätzung zuteil wird, die sie verdienen… Das ist ein wichtiges Zeichen, um den tagtäglich gelebten Islam, der in unserem Land zu Hause ist, sichtbar zu machen.“ – Frank-Walter Steinmeier (SPD)
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ARD-Gespräch mit Pahlavi: Dieses Interview offenbart ihren Hass
Mit irritierender Aggression begegnete Tagesthemen-Moderatorin Jessy Wellmer am Freitagabend Reza Pahlavi in einem Interview. Damit offenbarte sie vor allem einmal mehr, dass linke Amerikahasser im öffentlich-rechtlichen Rundfunk das Ruder fest in der Hand halten.
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Reza Pahlavi ist der einzige Anführer der Oppositionsbewegung im Iran, der dort gerade als ernst zu nehmende Alternative zu den Mullahs angesehen wird. In zahlreichen Videos von den Protestbewegungen im Iran sind Rufe nach der Rückkehr des Schah-Sohns zu hören. Ein Video auf Instagram, in dem er unter anderem zu den Protesten am 8. und 9. Januar aufrief, wurde über 90 Millionen Mal aufgerufen. Nach dem Internet-Shutdown der Mullahs sanken die Aufrufe seiner Videos auf einstellige Millionenzahlen – eine Beobachtung, die manche als Hinweis darauf deuten, dass Pahlavis Videos vor allem von Iranern angesehen wurden. Auch in Deutschland finden sich in den Medien seit Monaten zahlreiche Analysen von Iran-Kennern zur zunehmenden Bedeutung Pahlavis in der Protestbewegung. Kurz: Die enorme Skepsis, mit der die ARD-Moderatorin Pahlavi entgegentritt, ist vollkommen deplatziert und wirft die Frage nach der Motivation hinter einer derart kritischen Gesprächsführung auf.
… Alles vom 27.1.2026 von Larissa Fußer bitte lesen auf
https://apollo-news.net/ard-gesprch-mit-pahlavi-dieses-interview-offenbart-ihren-hass/
Anti-Mullah-Proteste: Neue Berichte gehen von mehr als 40.000 Toten aus
Nach aktuellen Einschätzungen wurden während der landesweiten Demonstrationen seit Ende Dezember mehr als 40.000 Demonstranten von Sicherheitskräften getötet und Hunderttausende weitere verletzt. Das geht aus einem neuen Bericht des Internationalen Zentrums für Menschenrechte im Iran (ICHR) hervor https://humanrightsintl.com/2026/01/20/latest-human-rights-report-43000-killed-in-the-crackdown-on-protests-in-iran-for-immediate-release/ , das seine Erkenntnisse auf Feldforschung, die Auswertung von Bild- und Videomaterial sowie zahlreiche Interviews mit Quellen im Land stützt.
Demnach seien bislang „mindestens 43.000 Menschen von Agenten der Islamischen Republik während der jüngsten Proteste auf den Straßen des Iran getötet worden“, heißt es in dem Bericht.
25.1.2026, https://humanrightsintl.com/2026/01/20/latest-human-rights-report-43000-killed-in-the-crackdown-on-protests-in-iran-for-immediate-release/
https://www.apollo-news.net
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„Selbsterklärter zukünftiger Führer“: Tagesthemen-Moderatorin spricht Schah-Sohn Unterstützung durch Iraner ab
Reza Pahlavi, der Sohn des letzten Schahs, wurde in den Tagesthemen mit respektlosen Fragen konfrontiert. Jüngst kündigte er seine Rückkehr in den Iran an, um den Widerstand gegen die Mullahs zu unterstützen. Demonstranten skandieren dort seinen Namen.
…
Respektloses, überhebliches Auftreten der Interviewerin – kolonial im Gestus, unprofessionell im Ton.
Kronprinz Reza Pahlavi hingegen: souverän, sicher, staatsmännisch. Durch Ignorieren der Sticheleien hat er das Gespräch klar für sich entschieden.
23.1.2026, https://x.com/MazdakBAMDADAN2/status/2014828235213680658
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Immer wieder fiel Tagesthemen-Moderatorin Jessy Wellmer jedoch mit einem konfrontativen Interviewstil auf, den Kommentatoren als unangebracht bewerteten. Markant wurde das insbesondere an einer Stelle. „Bei allem Respekt, tatsächlich gibt es keine Beweise wie viele Menschen sie wirklich unterstützen. Was macht sie also zu mehr als zu einem selbsterklärten zukünftigen Führer“, so Wellmer. Zudem fragte sie, wie er sicherstellen wolle, dass es unter seiner Führung nicht zur Einrichtung eines autokratischen Regimes komme.
… Alles vom 24.1.2026 bitte lesen auf
https://apollo-news.net/selbsterklaerter-zukuenftiger-fuehrer-tagesthemen-moderatorin-spricht-schah-sohn-unterstuetzung-durch-iraner-ab/
Matussek im Kontrafunk: Christen im Iran – Trump
Diesmal beschäftigt sich Matussek mit der epochalen Rede von Donald Trump in Davos, in der er den Europäern die Leviten las, mit ihrem wirtschaftshemmenden Klima-Voodoo und der ungeregelten islamischen Masseninvasion. „Ich erkenne Europa nicht wieder“, rief er mit einigem Recht. Der Verfassungsschutz hätte ihn als „gesichert rechtsextrem“ eingestuft und Keir Starmer ihn wegen islamophober Meinungsverbrechen hinter Schloss und Riegel gebracht. Er strich die wirtschaftlichen Erfolge der USA heraus und sein Credo der Stärke und des nationalen Eigennutzes. Den Truppenaufmarsch am Golf, mit dem er die Blutsäuferriege der Mullahs aus dem Spiel nehmen will, erwähnte er mit keinem Wort,
doch Matusseks zweiter Schwerpunkt der Sendung beschäftigt sich ausführlich mit der Lage der Christen im Iran – und Trumps Versprechen „Help is on the way“. Dazu Beruhigungs- und Trostklänge von Enya. Briefe.
23.1.2026
https://kontrafunk.radio/de/sendung-nachhoeren/talkshow/matussek/matussek-trump-christen
Larissa Fußer: In Deutschland ignoriert – Eine Ermutigung für die Helden im Iran
Wenn man die Tagesschau guckt, erfährt man nichts vom erbitterten Freiheitskampf der Iraner: Junge Menschen spielen Musik, tanzen, verbrennen ihre Gesichtsverschleierung aus Protest gegen das Mullah-Regime. Doch in Deutschland wird das historische Ausmaß dieser Bewegung weitgehend ignoriert. Larissa Fußer kommentiert.
https://www.youtube.com/watch?v=4YXOshjcvmE
Larissa Fußer singt das Lied von Wolf Biermann „Du laß‘ dich nicht verbittern …“
.. Alles vom 17.1.2026 von Lriss Fußer bitte lesen uf
https://apollo-news.net/in-deutschland-irgnoriert-eine-ermutigung-fuer-die-helden-im-iran/
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Iran: Nur Mullahs eines Regimes? Es sind Islamisten
Im Zusammenhang mit dem Aufstand großer Teile der Iranerinnen und Iraner gegen “die „Mullahs“ wird in den westlichen Medien, fast verharmlosend, stets vom “Kampf gegen das Regime” gesprochen. Doch Regimes gibt es überall auf der Welt, auch ohne dass diese vergleichbar blutig gegen ihr Volk vorgehen wie im Iran. Der Hauptunterschied liegt darin, dass dieses iranische “Regime” nichts weniger ist als ein islamisches Herrschaftssystem, eine islamische Herrschaftsform auf Grundlage des Koran, und so lautet der Name des Landes seit 1979 auch ganz konkret „Islamische Republik Iran“. “Republik” klingt harmlos, ist es aber nicht – und wurde es erst recht auch nicht dadurch, dass der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier skandalöserweise den dortigen Herrschern zum 40. Jahrestag ihrer islamischen Revolution gratulierte (was sogar berichtete den “Tagesspiegel” https://www.tagesspiegel.de/politik/wo-terror-beginnt-endet-die-etikette-5544304.html erheblich befremdete). Dass Steinmeiers diese Grußbotschaft auch noch “im Namen meiner Landsleute” aussprach, erfüllt eigentlich den Straftatbestand der üblen Nachrede: Zumindest in meinem Namen postete er diese Glückwünsche definitiv nicht. Welche Leute glaubte er diesbezüglich hinter sich zu haben?
In diesem Beitrag soll es um die Ausprägung des iranischen, schiitischen Islam gehen. Während von den rund 1,6 Milliarden Muslimen weltweit rund 85 Prozent Sunniten sind, ist dieses Verhältnis im Iran in etwa umgekehrt. In der Verfassung der “Islamischen Republik” ist die Zwölfer-Schia verankert, zu der weltweit 175 Millionen Muslime gehören sollen. Deren „12 Imame“ sind nicht zu verwechseln mit den 12 Aposteln der „Tafelrunde“ Jesu – und waren auch allesamt weit weniger friedlich als die 12 Jünger. Die Zwölfer-Schiiten gedenken in Trauerzeremonien und mit Selbstgeiselungen an die Imame und andere Angehörigen der Familie des „Propheten“ Muhammad, der sich nicht wie Jesu auf Weissagungen und wundersame Heilungen beschränkte https://konfessionen.org/sunniten-schiiten-unterschied/ , sondern viele Kriege führte, und seine Glaubensbotschaft nicht mit dem Wort, sondern dem Schwert verbreitete (dies ist bis heute der zentrale Unterschied zwischen Christentum und Islam). Dabei kamen natürlich nicht nur Gegner ums Leben, sondern auch der eine oder andere „Glaubenskrieger“. Die Zeremonien finden ihren Höhepunkt zum „Märtyrertod“ von Imam al-Husain ibn ʿAlī und seiner Verwandten in der Schlacht von Kerbela. Hingegen führte unter den 12 christlichen Apostel Petrus die einzige überlieferte „Schlacht“, als er bei der Verhaftung Jesu einem römischen Soldaten ein Ohr abschlug.
Verschärfte Versorgungslage
Doch wie ist das Verhältnis zwischen dem theoretischen und praktischen Islam im Iran? Spielt die Religion bei diesem Aufstand überhaupt eine Rolle? Den Medien nach gehe es bei den aktuellen Protesten angeblich „nur“ um die laufende Verschlechterung des Wohlstandes, um steigende Inflation und die wirtschaftliche Krise. Dies sind sicherlich gewichtige Faktoren, denn der galoppierende Verfall des Rial in den letzten Wochen hat die mächtigen, bisher das Regime stützenden Basaris veranlasst, aus Protest ihre Geschäfte zu schließen. Die hierdurch noch weiter verschärfte Versorgungslage, eine kaum noch existierende Wasserversorgung in der 15-Millionen-Metropole Teheran und eine relativ gut ausgebildete junge, aber extrem unzufriedene und desillusionierte Generation ohne Berufschancen sind die Gründe für diesen Aufstand, der sich einreiht in frühere Widerstandsaktionen gegen das Regime der jüngeren Vergangenheit. So weit, so richtig; aber es gibt auch Gründe, über die in den Medien nicht berichtet wird.
Die “Islamische Republik Iran” ist ein Staat, in dem die Religion fast jeden Aspekt des sozialen Lebens prägt. Die Abkehr vom Islam (selbst eine Konversion zum sunnitischen Islam wird so gewertet) kann mit dem Tode bestraft werden. Laut Volkszählung 2011 waren offiziell 99,4 Prozent der Einwohner Muslime, wobei Studien zufolge in den letzten Jahren ein zunehmender Wandel in den religiösen Überzeugungen der Bevölkerung eingesetzt hat: Nur noch ein Drittel verstehe sich einer Umfrage zufolge als schiitisch, was die Mullahs und ihre Revolutionsgarden gleichermaßen auf (dort gar nicht vorhandene) Palmen bringt; 22 Prozent gaben zuletzt sogar an, keiner Religion oder Weltanschauung anzugehören. Weitere 7 Prozent sind Sunniten und 9 Prozent bezeichneten sich als Atheisten. 47 Prozent gaben in anonymen Befragungen (also geheim) an, ihre Religion verloren zu haben. Man könnte sagen, dass den Mullahs ihre Anhänger in ähnlicher Weise davonlaufen wie der SPD ihre letzten gutgläubigen Wähler. Formale Austritte wie aus unseren Kirchen gibt es im Iran natürlich nicht.
Zwei Drittel aller Moscheen geschlossen – doch im verbliebenen Drittel wird immer radikaler gepredigt
Dementsprechend wurde – ganz anders als in Deutschland – im Iran ein starker Rückgang der Moscheebesuche festgestellt: 2023 berichtete ein hochrangiger iranischer Geistlicher, dass 50.000 der landesweit 75.000 Moscheen aufgrund des Rückgangs der Besucherzahlen geschlossen wurden. Das ist sehr aufschlussreich vor dem Hintergrund der Tatsache, dass in Deutschland gar nicht genug davon gebaut werden können. Der bewusste Geistliche mit dem Namen Doulabi machte dafür unter anderem die Misshandlung der Bevölkerung im Namen der Religion, die Verzerrung religiöser Lehren und die Verwendung religiöser Konzepte zur Bestrafung von Regierungskritikern verantwortlich. All diese Faktoren hätten im Iran zu einem wachsenden Misstrauen nicht nur gegenüber der Regierung, sondern ebenso den geistlichen Institutionen geführt. Und obwohl es keine verifizierten Statistiken über den genauen Grad der Säkularisierung gibt, deutet vieles darauf hin, dass sich immer mehr Iraner von der offiziellen religiösen Identität ihres Landes distanzieren. Deshalb laufen die Mullahs Amok: Sie sehen ihre Felle davonschwimmen. Und das zeigt sich nun auch in den überschießenden extremen Reaktionen auf die Proteste.
In den iranweit 25.000 verbliebenen Moscheen geht es indes umso islamistischer zu: Noch immer wird dort – spätestens am Ende des Freitagsgebets – den „Ungläubigen“ und der halben Menschheit der Tod gewünscht. Die Zahl der schiitischen Islamisten und Unterstützer des Regimes ist immer noch erschreckend hoch. Hingegen ist die Zahl der Juden im Iran auf etwa 10.000 geschrumpft. Dies liegt vor allem an der antizionistischen Politik der iranischen Regierung, durch die iranische Juden zuweilen verdächtigt werden, israelische Spione zu sein. Das Christentum hat in Iran ebenfalls eine lange Geschichte; heute leben in der “Islamischen Republik Iran” etwa 60.000 assyrische Christen sowie die Nachfahren der etwa 300.000 armenischen Christen, die unter den Safawiden ins Land geholt wurden. Des Weiteren gibt es römisch-katholische, anglikanische, evangelische und andere christliche Gemeinden, teilweise mit eigenen Kirchenbauten, vielfach unterdrückt und bedroht. Inwiefern sich Christen am aktuellen Aufstand beteiligen, ist nicht bekannt.
Israel kannte die Schwächen besser als alle anderen
Die iranische Verfassung erkennt Christen und Juden zwar als religiöse Minderheiten an; doch sie müssen die Kleidungsvorschriften in der Öffentlichkeit beachten und dürfen nicht missionieren. Für den Abfall vom Glauben droht Muslimen in Iran die Todesstrafe. Konvertiten kommen unter Lebensgefahr in Hauskirchen zusammen. In der Praxis sind alle Angehörigen von religiösen Minderheiten einer subtilen Form der Diskriminierung ausgesetzt wie bei der Arbeitsplatzwahl in der staatlich dominierten Wirtschaft, im Erbrecht oder bei Zeugenaussagen. Auch höhere Ämter wie Minister, Staatssekretäre, Richter und Lehrer an Regelschulen sind ihnen verschlossen. Insofern hätten Christen noch mehr Grund als Muslime, sich gegen die Mullah-Herrschaft aufzulehnen.
Mittlerweile flacht der Aufstand ab. Die Mutigsten sind bereits tot oder warten in Gefängnissen auf ihre Hinrichtung. Israel hätte dem Gemetzel schon längst ein Ende setzen können, zumal dessen Geheimdienste, aufgrund der permanenten Bedrohung Israels durch den Iran und seine Proxy-Terrororganisationen im Nahen Osten, die Strukturen der iranischen Herrscherclique besser kennt als irgendjemand sonst im Westen, auch als die US-amerikanischen Geheimdienste. Die IDF hätten en detail gewusst, wo und wie sie zuschlagen müssen – was aber erwartbar die Hälfte der Staatengemeinschaft sogleich verurteilt hätte (schon heute sind die Anti-Israel-Demonstranten überall in der Mehrheit). Das erhoffte und in Aussicht gestellte Eingreifen der USA ist ausgeblieben, zur riesigen Enttäuschung vor allem der westlichen Diaspora der Exil-Iraner; das Zeitfenster für eine Intervention, die den Sturz des Systems hätte besiegeln können, hat sich geschlossen.
Trump und das verpasste Zeitfenster
Falls Trump doch noch militärisch tätig wird, dürfte es zu spät sein, abgesehen davon, dass er dafür ebenfalls an den Pranger kommen komme (letzteres dürfte ihm indes egal sein, da sein Ruf ohnehin bereits ruiniert ist). Immerhin: Die großangekündigten Hinrichtungen von verhafteten Demonstranten wurden aufgrund der unmissverständlichen Drohung Trumps (noch) nicht begonnen. Dabei hätten die USA durchaus eine Bringschuld: Denn mit ihrer maßgeblichen Hilfe wurde der Schah 1979 gestürzt und durch den Großayatollah Chomeini ersetzt. Doch Schah Reza Pahlavi hatte wenigstens den Anstand, nicht auf das eigene Volk schießen zu lassen, und verließ sein Land. Soviel Anstand kann man von den Mullahs gewiss nicht erwarten, die sich ja als Stellvertreter Allahs auf Erden verstehen.
Und wohin sollten sie gehen? In der Hölle wäre wohl der beste Platz. Vielleicht erbarmen sich aber auch Frankreich, Großbritannien oder natürlich Deutschland? Mir jedenfalls bleibt in der allgemeinen Rat- und Hilfslosigkeit nur noch schwarzer Humor, wie er in dem folgenden Witz aufscheint: Zwei Mullahs, die am Ende doch noch der Teufel holte, streiten sich in der Hölle, ob das angerichtete Blutbad ausreichte oder ob man nicht noch mehr Demonstranten hätte abschlachten sollen. Kommt Allah dazu und meint, das Für und Wider nütze doch jetzt nichts mehr. Sagen diese: Halt Dich raus, Du warst ja bei dem Gemetzel nicht dabei!
15.1.2025, Albrecht Künstle, Herbolzheim, kuenstle.a@gmx.de
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Statt die Opposition im Iran zu unterstützen: Öffentlich-rechtlicher Rundfunk kritisiert lieber den Sohn des Schahs
Statt die Proteste im Iran fair zu analysieren, setzt sich in Deutschland ein altes Muster fort: Der Fokus beim ÖRR liegt auf der Abwertung des Schahs Pahlavi, während eigene Fehleinschätzungen zum Mullah-Regime nicht aufgearbeitet werden.
… Alles vom 12.1.2026 bitte lesen auf
https://apollo-news.net/statt-die-opposition-im-iran-zu-untersttzen-ffentlich-rechtlicher-rundfunk-kritisiert-lieber-den-sohn-des-schahs/
Iran: „Wir können es uns nicht leisten zu verlieren, weil sie uns sonst alle massakrieren.“
Das Internet und Festtelefonleitungen sind ausgeschaltet. Trotzdem dringen viele Nachrichten und Videos in den Westen. Die Tötung von hochrangigen Offizieren und Poltführern dringt ins Netz. Kaum auf X, aber auf andere Kanäle, die weit in die iranische Diaspora reichen. Kontinuierlich sendet Tousi TV aus Großbritannien.
https://www.youtube.com/watch?v=7L_rqRsK8OQ&t=15s
https://www.youtube.com/channel/UCjJec0wv1EUomjrBNt1xCTA
Das Regime spielte den Aufstand immer herunter, nun berichtet es aber selbst von hunderten verbrannten Moscheen. Die Zahl der getöteten Aufständischen wird meist mit 500 berichtet, es sind aber eher 2.000. Aufständische markieren die Häuser von Regime-Leuten, die Brutalität nimmt auf allen Seiten zu, eine bürgerkriegsähnliche Entwicklung. 109 Sicherheitsleute sollen getötet worden sein.
Das neue Motto der Aufständischen nach zwei Wochen: Wir können es uns nicht leisten zu verlieren, weil sie uns sonst alle massakrieren.
President Trump soll im Kongress die Autorisierung eines Militärschlages auf das iranische Regime erwägen.
https://www.jfeed.com/news-world/iran-protests-trump-military-strikes
… Alles vom 12.1.2026 bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/aus-aller-welt/iran-wir-koennen-es-uns-nicht-leisten-zu-verlieren-weil-sie-uns-sonst-alle-massakrieren/
