Israel-Iran

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Oliven-Plantage in la Londe zwischen Hyeres und Le Lavandou am 25.2.2025

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  • Naher Osten – Iran: Wie lange werden die Friedenstauben fliegen? (22.6.2025)
  • Israel-Iran: Sorge Besserwisserei (20.6.2025)
  • Klaus-Dieter Humpich: Bomben-Märchen und Bomben-Wirklichkeit (18.6.2025)
  • Merz: Israel macht für uns im Iran die „Drecksarbeit“ (17.6.2025)
  • Thilo Sarrazin: Das Recht des Stärkeren (16.6.2025)
  • Israel hat wichtige Fakten geschaffen (16.6.2025)
  • Harter Anstoß von außen – Ein Terror-Regime wankt (16.6.2025)
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Naher Osten – Iran: Wie lange werden die Friedenstauben fliegen?
Stellvertretend für Europa (?) verhandelten die Außenminister Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens sowie die EU-Außenbeauftragte Katja Kallas mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghtchi in Genf über – ja, was eigentlich? Nun, am Genfer See ist es schön; wer möchte nicht einmal dorthin – und das auf Staatskosten und im Regierungsflieger? Wie wir wissen, kam aber nichts dabei heraus. „Bloß die Bereitschaft zu ernsthaften Abstrichen an seinem Atomprogramm ließ der Iran nicht erkennen“ berichtete der Schweizer SFR und stellte fest: “Teheran ist nicht bereit zum Nachgeben”. Fast vier Stunden dauerten die hochrangigen Iran-Gespräche in Genf, doch es bleibt die Frage, worüber hier eigentlich verhandelt wurde: Wer stellte wem welche Fragen? Was antwortete die andere Seite darauf? Wir werden es wohl nie erfahren, wie so vieles nicht. Aber ein Versuch war es wert – auch wenn Europa nicht mehr ernstgenommen wird.

Die einzigen richtigen Frage an den Mullah-Vertreter wären gewesen (und sind es nach wie vor): Gibt der Iran verbindlich sein Ziel auf, Israel samt seiner Bewohner von der Landkarte zu bomben, und wird er auch keine weiteren Länder angreifen oder destablisieren? Hätte Abbas Araghchi darauf wahrheitsgemäß mit Nein geantwortet und bekannt: „Es bleibt dabei!“, hätte die Europäer ihre Akten zusammenpacken und abreisen müssen. Hätte er hingegen gelogen und mit Ja geantwortet, dann wäre die naheliegende Anschlussfrage der europäischen Verhandler gewesen (und ist es weiterhin, wenn eine wirkliche Friedenslösung angestrebt wird): Warum verwendet der Iran das Uran nicht für Kernkraftwerke, sondern für Atombomben? Tatsächlich betreibt der Iran nur ein einziges Kernkraftwerk – als Alibi für sein Recht auf Uranbesitz.

Teheran stand kurz vor Fertigstellung der Bombe
Aber diese „Gretchenfrage“ wurde offenbar nicht gestellt. Hingegen hatte einst der Schah in seiner Neujahrsansprache vom 21. März 1974 erklärt „Wir werden so rasch wie möglich die Atomenergie und alternative Energiequellen nutzen, um Öl für die Herstellung chemischer und petrochemischer Produkte zu reservieren. Wir sollten Öl, diese kostbare Substanz, nicht einfach als gewöhnlichen Brennstoff verwenden.“ Das war weitsichtig – und ernst gemeint, denn diese gute Absicht könnte man zu mindestens bei gutem Willen unterstellen. Eine solche Nutzung der Atomenergie war akzeptabel – anders als ihr heutiger Missbrauch durch die Mullahs für Angriffswaffen, die sich gegen Israel oder ein anderes Land richten.

Eine kurze Bestandsaufnahme zum iranischen Atomprogramm: Laut der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) verfügt der Iran über mehr als neun Tonnen angereichertes Uran. Seit 2019 wurden die Uranvorräte von fast Null auf 9.248 Kilogramm hochgefahren. Davon sind 5,5 Tonnen auf fünf Prozent angereichert, was für die friedliche Nutzung der Atomkraft völlig ausreichen würde. Aber 275 Kilogramm sind auf 20 Prozent angereichert und 409 Kilogramm auf bereits 60 Prozent. Der Anreicherungsgrad von weiteren 835 Kilogramm ist nicht bekannt (Quelle siehe hier). Die angereicherten Uranvorräte würden für viele Kernkraftwerke reichen; das Ziel der Mullahs war und ist aber offensichtlich die Anreicherung auf atomwaffenfähige 90 Prozent – und die wären in wenigen Tagen oder Wochen erreicht worden. Raketen zum Verschießen hat der Iran ja massenhaft, und Atomraketen brauchen nicht so zielgenau zu sein wie konventionelle Raketen.

Keine Rücksicht auf Jerusalem
Mit je einer solchen Rakete auf Tel Aviv, auf Nordisrael, Eilat und Jerusalem wäre es mit dem Judenstaat aus. Würde das für Muslime heilige Jerusalem verschont? Kaum. Für den schiitischen Islam ist die heiligste Stadt ohnehin Kerbela im Irak, nicht Jerusalem. Weitere heilige Stätten im schiitischen Islam sind die Al-Baqi ‚ im saudi-arabischen Medina, der Jannatul-Mualla-Friedhof im ebenfalls saudischen Mekka und die Sayyidah-Zaynab-Moschee im syrischen Damaskus. Es gibt auch den Bab-al-Saghir-Friedhof in Damaskus, den Imam-Reza-Schrein im iranischen Maschhad, die Al-Askari-Moschee im irakischen Samarra und und den Fatima-Masumeh-Schrein im iranischen Qom. Jerusalem würde daher wohl bedenkenlos geopfert – denn es spielt für Schiiten ebenso wenig eine Rolle wie übrigens auch im Koran.

Warum verbargen die Mullahs ihre todbringenden Waffenkomponenten tief unter der Erde? Bekanntlich konnten bis jetzt nur die USA mit ihren bunkerbrechenden 13-Tonnen-Oschis aus ihren drachenähnlichen B2-Bombern das Atomarsenal in 80 Meter Tiefe ausschalten. Die Ukraine zerstörte die Atombomber Russlands auf den Flugplätzen – wo sie im Rahmen der vertrauensbildenden Maßnahmen gemäß bilateraler Abkommen (START) auch hingehörten. Warum wurde der Iran nicht schon längst dafür verurteilt, dass er sein Atomarsenal fast unerreichbar tief aufstockt? Wer den gekonnten Angriff der Ukraine auf die Atombomber der Russen für gut hieß, kann schlecht den Schlag Israels und der USA auf die verborgene Atombewaffnung des Iran verurteilen.

Finaler Rettungsschuss
Doch auch Israel verfügt ziemlich gesichert über Atomwaffen. Was macht hier den Unterschied? Warum soll der Iran nicht ebenfalls über Atomraketen verfügen dürfen? Nun, der entscheidende Unterschied ist, dass Israel weder den Iran noch andere Länder vernichten will, sondern deren Existenzrecht anerkennt – was auch umgekehrt erwartet werden kann. Leider verweigert dies jedoch das Mullah-Regime bis heute; Israel mit all seinen Juden darin soll erklärtermaßen der Garaus gemacht werden. Es vergeht kein Freitagsgebet, mit dem nicht das Ende des Todfeindes skandiert wird – und das nicht nur in iranischen Moscheen, sondern auch seitens der Hilfstruppen in Gaza, Libanon und Jemen. Selbst in europäischen Moscheen wird unverhohlen Antisemitismus gepredigt.

Stand es den Israelis, wie geschehen, zu, ihren seitens der Mullahs angedrohten Tod militärisch abzuwehren? Darf sich ein mordbedrohter Polizist oder eine Zivilperson erst dann vor einem mit einer Pistole angreifenden Gegner wehren, wenn die Kugel bereits unterwegs ist? Oder muss er nicht – Stichwort “finaler Rettungsschuss” – dem Angreifer die Pistole aus der Hand schießen, was ein großes Können verlangt? Darf er den Angreifer nicht unschädlich machen, bevor dieser abdrücken kann? Dies muss jeder für sich entscheiden; Israel jedenfalls hat sich mithilfe der USA zum Präventivschlag entschieden und diesen mit geradezu chirurgischer Präzision durchgeführt, dem Gegner also die Pistole quasi aus der Hand geschossen. Möge der den ersten Stein werfen, der hier wirklich seinen eigenen Freitod hingenommen hätte.

Die Perser sind ein großes und stolzes Volk
Entgegen seiner ursprünglichen Erklärung, sich von der Rolle der USA als Weltpolizisten zurückziehen zu wollen, schlug Trump nun doch zu. Gut so! Was trieb ihn dabei an? Vielleicht waren es Israel-Unterstützer und Juden in seinem Umfeld, die ihn drängten, einzugreifen und keinen neuen Völkermord mehr wie im Hitlerdeutschland zuzulassen. Denn “Nie wieder” könnte tatsächlich jetzt gewesen sein und der 10-Millionen-Bevölkerung Israels hätte die Vernichtung gedroht. Auf die zwei Millionen Araber in Israel hätten die Judenhasser des Iran garantiert keine Rücksicht genommen.

Für den Iran geht es irgendwann weiter – nach der Ära der „schiitischen Revolution“ von 1979, zu deren 40. Jahrestag Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Mullahs am 1. Februar 2019 von Herzen gratulierte. Die Perser waren und sind ein großes und stolzes Kulturvolk mit jahrtausendlanger Geschichte; auch heute noch blicken die Iraner verächtlich auf die mehrheitlich sunnitischen arabischen Nachbarländer herab. Mit einem freien Iran wäre durchaus wieder ein „Staat zu machen“ – wenn er sich endlich seiner islamistischen Tyrannen entledigen würde. Diese haben genug Menschen abgeschlachtet, wie allein ein Blick auf die Hinrichtungen im Iran beweist: Alleine fast 1.000 Exekutionen (plus Dunkelziffer) waren es letztes Jahr.

Irans Zukunft beginnt nach den Mullahs
Auf der Guthabenseite des Iran steht sein beachtliches Bildungsniveau, das große Zukunftschancen bietet. Vor der islamischen Revolution war Persien unter dem Schah ein Schwellenland mit großem industriellem Potenzial. Dass Ruhollah Khomeini von Paris aus, unter den verzückten Augen der europäischen Salonlinken, seine (von vielen im Westen als vermeintliche “Befreiung” von der verhassten Schah-Herrschaft gefeierte) Revolution erfolgreich durchführen konnte hatte auch damit zu tun, dass der Schah dem Westen gegenüber allzu selbstsicher und uneinsichtig aufgetreten war. Deshalb wurde er vom Westen fallen gelassen, 26 Jahre, nachdem Mohammed Mossadegh 1953 von den USA und Briten in der gemeinsamen “Operation AJAX” gestürzt worden war.

Immerhin: Den Iranern traue ich zu, aus ihrem Land irgendwann wieder etwas zu machen und ein würdiges Mitglied der Völkergemeinschaft zu werden. Aktuelle heutige Entwicklungen lassen sogar auf einen Sturz des Regimes hoffen, doch selbst wenn es noch dauern sollte: Dass ein Großteil der iranischen Bevölkerung die Mullahs verachtet und mit Israel – wie auch schon zu Schah-Zeiten – freundschaftliche Beziehungen anstrebt, lässt hoffen. Die Zukunft des Iran beginnt jedenfalls erst nach Überwindung des schiitischen Fundamentalismus der Mullahs.
22.6.2025, Albrecht Künstle, kuenstle.a@gmx.de

 

Linke stürzen sich auf Merz‘ „Drecksarbeit“-Aussage – dabei trifft sie den Kern
Neubauer und andere Linke attackieren Merz, weil er aussprach, was schlichtweg stimmt: Israel erledigt im Kampf gegen Irans Atomprogramm auch unsere „Drecksarbeit“. Denn eine Atombombe in den Händen eines islamistischen Gottesstaates wäre auch eine Gefahr für den Westen.
Es waren auf einmal ganz neue Töne von Bundeskanzler Friedrich Merz. Hatte er wochenlang Israel scharf attackiert, als es um den Krieg gegen die Hamas in Gaza ging – so scharf, dass es auch aus der eigenen Partei Kritik gab – stellt er sich jetzt beim Krieg gegen den Iran mit neuer Deutlichkeit hinter Israel.
„Das ist die Drecksarbeit, die Israel macht für uns alle“, sagte der Kanzler abseits des G7-Gipfels über die israelischen Luftschläge gegen das iranische Atomprogramm. „Ich kann nur sagen, größten Respekt davor, dass die israelische Armee den Mut dazu gehabt hat – die israelische Staatsführung den Mut dazu gehabt hat, das zu machen“, so Merz weiter. „Wir hätten sonst möglicherweise Monate und Jahre weiter diesen Terror dieses Regimes gesehen und dann möglicherweise noch mit einer Atomwaffe in der Hand.“

Bei dem Mullah-Regime handelt es sich nicht nur um irgendeinen „Schurkenstaat“ wie Nordkorea und Co., sondern ganz konkret um einen islamistischen Gottesstaat mit suizidalem Märtyrerkult. So ein Regime denkt ganz anders als eine säkulare, autoritäre Diktatur mit Atomwaffen wie etwa China oder Russland. Bei ihnen hat es der Westen mit einem rationalen Gegenspieler zu tun, dem es am Ende schließlich auch ums eigene Überleben geht. Egal wie sehr man sich selbst in Stellvertreterkriegen bekämpft: Hier funktioniert gegenseitige Abschreckung.
Wenn es aber um islamistische Gotteskrieger geht, sieht es anders aus. Hier wähnen sich die Mullahs womöglich schon im Paradies beim Gedanken an einen Atomkrieg gegen die „Ungläubigen“. Klar mag es auch im iranischen Regime Personen geben, die am Ende mehr am Eigenüberleben interessiert sind – aber darauf kann man nicht zählen. Man hat es hier schließlich von Grund auf mit einem fundamentalistischen Gottesstaat zu tun.
Kurzum: Wo man in anderen Atomstaaten die Gefahr hat, dass ein einzelner Irrer an den roten Knopf kommt, ist es beim Iran so, dass man auf den einzelnen Vernünftigen in einer Staatsführung voller Islamisten hoffen müsste, um einen Atomkrieg zu verhindern. Deshalb darf dieses Regime keine Atomwaffe in die Hände bekommen.
… Alles vom 18.6.025 bitte lesen auf
https://apollo-news.net/linke-strzen-sich-auf-merz-drecksarbeit-aussage-dabei-trifft-sie-den-kern/
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Klaus-Dieter Humpich: Bomben-Märchen und Bomben-Wirklichkeit
Seit vielen Jahren ist klar, dass der Iran an der Atombombe arbeitet. Genauso alt sind seine Täuschungsmanöver und die Blauäugigkeit im Westen. Eine Erinnerung aus fachlicher Sicht. Und ein nüchterner Blick auf Bomben-Ideen andernorts.
Wie lange sich der Konflikt um die iranische “Bombe” schon hinzieht, sieht man, wenn man in der Suchfunktion auf meinem Blog “Iran” eingibt.

Der Trump-Vorschlag
Trump hat unmissverständlich klar gemacht, dass Kernwaffen im Iran nicht geduldet werden. Mit dieser Ansicht stehen die USA beileibe nicht alleine da. Die gesamte Golfregion fürchtet ein atomares Mullah-Regime. Ein Wettrüsten ungekannten Ausmaßes wäre die Folge. Israel kann dieses Risiko wegen seiner kleinen Fläche und Bevölkerung gar nicht eingehen. Schon eine einzelne Kernwaffe könnte die “Endlösung” für den Staat Israel bedeuten. Genau das wird aber täglich gefordert: From the River to the Sea. Alle, die von Abschreckung faseln, verkennen die Flächenverhältnisse. Natürlich könnte Israel den Iran anschließend ebenfalls in eine große Wüste verwandeln, aber welchen Sinn hätte das noch? Es bleibt also nur ein Präventivschlag.
Genau das hatte Trump erkannt und hat – man muss schon sagen verzweifelt – versucht, noch ein Abkommen rechtzeitig hinzubekommen. Der Iran hat ihn jedoch nur an der Nase herumgeführt, und Israel lässt sich in Überlebensfragen ohnehin von keinem mehr reinreden. Wer das nach dem 7. Oktober nicht begriffen hat, der hört den Knall nicht mehr. Natürlich hat der Iran – wie jedes andere Land – das Recht zur friedlichen Nutzung der Kernenergie. Daraus kann es aber kein Recht auf Anlagen zur Anreicherung und zur Wiederaufbereitung (“Plutoniumbombe”) bzw. zum Erbrüten von waffengrädigem Plutonium (Schwerwasserreaktor) auf seinem Territorium ableiten. Da der Iran nachweislich stets alle Abkommen gebrochen hat, ist jegliches Vertrauen dahin, und es kann nur noch die totale Zerstörung aller entsprechenden Anlagen auf dem Boden des Iran geben.
Dass die friedliche Nutzung der Kernenergie ohne eigene Anreicherung und Wiederaufbereitung möglich ist, haben die Vereinigten Emirate vorgeführt. Sie haben von vornherein darauf verzichtet, um jeglichen Verdacht auszuschließen. Die Idee, eine gemeinsame Anreicherungsanlage auf einer der zwischen dem Iran und den VAE umstrittenen Inseln – quasi auf neutralem Boden – zu bauen und zu betreiben, hat ihren Charme. Diese Anlage könnte allen Anrainern dienen und wäre einfach zu überwachen – nur sie wäre eben friedlich. Dass sich der Iran grundsätzlich diesem Vorschlag verweigert hat, lässt schon seine wahren Bestrebungen erkennen. Das Gefasel von “Souveränitätsverzicht” ist einfach nur eine der üblichen Ablenkungsversuche. Insofern sollte sich jetzt keiner wundern, wenn Trump eine bedingungslose Kapitulation des Iran in den Raum stellt. Nur dann könnten wirklich alle nuklearen Rüstungsanlagen – ob versteckt oder verbunkert – umweltverträglich beseitigt werden.
… Alles vom 24.6.2024 von Klaus-Dieter Humpich bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/bomben_maerchen_und_bomben_wirklichkeit
… Alles vom 18.6.2025 von Klaus-Dieter Humpich bitte lesen auf
https://nukeklaus.net/iran-israel-2025/

Dr. Klaus-Dieter Humpich studierte Maschinenbau und Energie- und Verfahrenstechnik mit Schwerpunkt Kerntechnik, bevor er zehn Jahre am Institut für Kerntechnik in der Technischen Universität Berlin arbeitete. Seit 20 Jahren ist er freiberuflich im Bereich Energietechnik tätig.

 

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Merz: Israel macht für uns im Iran die „Drecksarbeit“
… Nach den israelischen Angriffen auf den Iran sieht Friedrich Merz die Führung in Teheran in erheblicher Bedrängnis. Der Kanzler rechtfertigt Israels Vorgehen und äußert sich zur Rolle Deutschlands im Konflikt.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat Israel Respekt für den Angriff auf den Iran gezollt und sieht darin einen Dienst für die westlichen Verbündeten. „Das ist die Drecksarbeit, die Israel macht für uns alle“, sagte Merz am Rande des G7-Gipfels in Kanada in einem Interview mit dem ZDF. „Ich kann nur sagen, größten Respekt davor, dass die israelische Armee, die israelische Staatsführung den Mut dazu gehabt hat, das zu machen.“ Andernfalls „hätten wir sonst möglicherweise Monate und Jahre weiter diesen Terror dieses Regimes gesehen und dann möglicherweise noch mit einer Atomwaffe in der Hand“, sagte der Kanzler.
Die Führung in Teheran habe „Tod und Zerstörung über die Welt gebracht, mit Anschlägen, mit Mord und Totschlag, mit Hisbollah, mit Hamas“, sagte der Kanzler. Der Angriff der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas am 7. Oktober 2023 auf Israel „wäre ohne das Regime in Teheran niemals möglich gewesen“, führte Merz weiter aus.
… Alles vom 17.6.2025 bitte lesen auf
https://www.n-tv.de/politik/Merz-Israel-macht-fuer-uns-im-Iran-die-Drecksarbeit-article25840522.html

 

Israel hat wichtige Fakten geschaffen
Mehr als 200 israelische Kampfflugzeuge griffen (seit 13.6.2025) simultan über 100 Ziele im iranischen Kernland an. Über 330 Präzisionswaffen trafen militärische und nukleare Infrastrukturen – ein Versuch, die Islamische Republik entscheidend zu schwächen, bevor sie atomwaffenfähig wird. Premierminister Benjamin Netanjahu sprach von einem „Akt nationaler Selbstverteidigung“ – eine Formulierung, die eher innenpolitisch mobilisiert als völkerrechtlich legitimiert.
Parallel dazu führten Mossad und AMAN eine verdeckte Operation auf iranischem Boden durch. Sie sabotierten Kommunikationsketten, unterwanderten Sicherheitsprotokolle, lokalisierten Zielpersonen – und steuerten gezielte Indiskretionen an ausgewählte Medien. Strategische Kommunikation wurde zur Waffe, um Reaktionsfähigkeit zu schwächen und den internationalen Diskurs zu beeinflussen.
Ein Detail verdeutlicht die Tiefe des Eingriffs: Laut einem Insider gelang es, die gesamte Führung der iranischen Luftwaffe zu einem Treffen zu bewegen – und sie dort festzusetzen. Das Ergebnis war ein koordinierter Enthauptungsschlag: Neben Urananlagen wurden zentrale Figuren des Regimes ausgeschaltet, darunter Revolutionsgarden-Kommandeur Hossein Salami, Generalstabschef Mohammad Bagheri, Luftwaffenchef Amir Ali Hadschisadeh und führende Köpfe des Atomprogramms. Die iranische Kommandostruktur war über Stunden gelähmt – eine Folge gezielter Schläge und systemischer Schwächen zugleich.
Der Angriff war mehr als ein Präventivschlag – er war ein strategisches Signal: Israels Fähigkeit zur multiplen Schockwirkung – militärisch, psychologisch, kommunikativ – bleibt ungebrochen. Der Gegner mag über Ressourcen verfügen, doch Israel ist ihm technologisch und operativ überlegen. Und dennoch bleibt der jüdische Staat verwundbar – durch asymmetrische Angriffe, politische Isolation und die Dynamik permanenter Eskalation.

Ungeachtet aller internationalen Kontroversen bleibt eines unbestreitbar: Ein Iran ohne Atombombe ist ein Gewinn an globaler Sicherheit. In diesem Sinne hat Israel Fakten geschaffen – mit strategischer Wirkung und geopolitischem Risiko. Die Welt hat ein Atomprogramm weniger, aber einen Flächenbrand mehr.
… Alles vom 16.6.2025 bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/israel_hat_wichtige_fakten_geschaffen

Dr. Christian Osthold ist Historiker mit dem Schwerpunkt auf der Geschichte Russlands. Seine Monographie über den russisch-tschetschenischen Konflikt ist in der Cambridge University Press rezensiert worden. Seit 2015 ist Osthold vielfach in den Medien aufgetreten.

 

 

Harter Anstoß von außen – Ein Terror-Regime wankt
Israels Präventivschlag gegen nukleare und ideologische Zentren des Terrors auf iranischem Staatsgebiet erweckt in der unterdrückten Bevölkerung des Iran Hoffnungen auf den Sturz des ganzen Regimes.

Der israelische Schlag hat nicht nur Raketenstellungen, Nuklear-Infrastruktur und Kommandozentralen zerstört. Er hat auch den Mythos der Unantastbarkeit des Mullah-Regimes im Iran erschüttert. Für Israel war es eine Maßnahme, um eine nukleare Bedrohung abzuwenden, die immer konkreter wurde. Für viele Iranerinnen und Iraner aber markiert dieser Moment eine symbolische Befreiung – von der Furcht, vom Gefühl der Ohnmacht, von der Übermacht einer Clique, die jahrzehntelang über Leben und Tod herrschte. Noch ist nichts entschieden. Doch zum ersten Mal seit langer Zeit scheinen zwei Fesseln auf einmal zu bröckeln: die nukleare Geiselhaft für Israel – und die innere Unterdrückung eines stolzen, leidenden Volkes.
Leider ist damit zu rechnen, dass nun weltweit antisemitische Aktionen noch zunehmen, da Israel in den Augen seiner erbitterten Feinde und ihrer ideologischen Unterstützer Aggressor und Demütigung zugleich ist. Deshalb ist nicht klar, welche Wendung diese klug erscheinende Selbstverteidigungsstrategie und souveräne Klarstellung der militärischen Überlegung für Israel mittel- und langfristig haben wird. Jedenfalls scheint Israels Führung einer Lösung durch westliche Diplomatie und ihren Beschwichtigungsformeln nicht mehr zu trauen. Die gutgläubige Formel „Land für Frieden“ – mit viel sinnlosem, westlichen Geld in israelfeindliche Kanäle – ist in Gaza nunmehr gänzlich gescheitert und hat sein Fanal in einem blutigen Krieg gefunden. Ob die Formel „Rising Lion“ (sich erhebender Löwe), mit der dem Mullah-Regime die todbringenden Nuklearfantasien und bestenfalls auch seine Terrormacht entrissen werden soll, funktioniert, ist auf Dauer leider genauso ungewiss.
… Alles vom 16.6.2025 von Fabian Nicolay bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/harter_anstoss_von_aussen_ein_terror_regime_wankt