Auswandern, da Planwirtschaft

Immer mehr Bürger verlassen Deutschland. Sie kommen aus den unterschiedlichsten Berufen, Altersgruppen, sozialen Schichten und politischen Orientierungen. Nur eines haben die Auswanderer gemeinsam: Sie sind gut gebildet wie ausgebildet, intelligent, pfiffig, flexibel und bereit, selbst Verantwortung zu übernehmen.
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Von daher erklären sich auch die zwei Seiten der seit 9/2015 Jahr für Jahr zunehmenden Auswanderungswelle:
Einerseits die Überzeugung, im Ausland ihr individuelles Glück finden zu können, um so dem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Niedergang Deutschlands zu entliehen.
Andererseits der dadurch entstandene Aderlaß für den deutschen Industriestandort. Wenn immer mehr Macher unter den sozialproduktsbezogenen Erwerbstätigen das Land verlassen, geht es volkswirtschaftlich immer mehr abwärts.

Das Internet quillt über von Beiträgen von Auswanderern wie Gebliebenen. Hier zwei sehr unterschiedliche und gerade deshalb interessante Beträge:
1. Der in Berlin geborene Matthias K., vielleicht 35-40 Jahre alt?, hat sich seit 2013 als Blogger, Influencer bzw. Video-Creator mit seinem Youtube Kanal „Radical Living “ bekannt gemacht. https://www.famousbirthdays.com/people/radical-living.html
In seinem halbstündigen Video vom 11.4.2026 „I’m leaving Germany – Brutally Honest Review“ berichtet er von Zypern aus seiner Community von den Gründen, Deutschland bzw. Berlin verlassen zu haben (siehe Anlage (1)). In gut verständlichem – weil langsam gesprochenen – Englisch erklärt er, daß ihn nicht nur der ökonomische Niedergang zur Auswanderung bewogen hat, sondern auch der kulturelle, soziale und gesellschaftliche. So kann seine Freundin seit der Masseneinwanderung 9/2015 nicht mehr ohne seinen „männlichen Schutz“ alleine auf die Strasse gehen, ohne sexuell belästigt zu werden.
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2. Es waren die mittelständische Unternehmen, die das Wirtschaftswunder seit 1949 zustande gebracht haben. Und nun ist es dieser Mittelstand, dessen Zerstörung die Dauerrezession, das Minus-Wachstum und die Deindustrilisierung begleitet. Der 93-jährige Mittelstandsforscher Prof. Dr. Eberhard Hamer aus Hannover beschreibt dies im Beitrag „Politische Mittelstandsvernichtung“ – bitte hier lesen. Er rechnet mit folgender Insolvenzwelle: “In der kommenden Rezession der nächsten drei Jahre könnten wir ein bis zwei Millionen unserer fünf Millionen Unternehmen verlieren, weil die Rahmenbedingungen inzwischen so schlecht geworden sind, dass in einigen Branchen trotz bester unternehmerischer Tüchtigkeit keine Überlebenschancen mehr bestehen. Das Mittelstandsinstitut rechnet deshalb mit dem größten Mittelstandssterben seit dem 2. Weltkrieg.”.
Auch das Sozialsystem wird zusammenbrechen: „Ein weiterer nationaler Positionsnachteil ist durch Fachkräftemangel in Deutschland entstanden. Konzerne und Sozialindustrie haben zwar die ungehinderte Massenimmigration nach Deutschland in Millionenstärke durchgesetzt, es kommen aber nicht Fachleute, sondern Unqualifizierte, Gescheiterte, Queere und Arbeitsscheue, die zu 70% in unseren Sozialsystemen Existenzsicherung ohne Arbeit suchen.“
Wenn im Bildungssystem die Lehrer zu Spaßmoderatoren degradiert werden und nur noch ein Drittel der Erwerbstätigen mit ihrer Arbeit direkt zum Bruttosozialprodukt beitragen, dann ist der Niedergang der vor kurzem noch zweitgrößten Exportnation der Welt zur Industriebrache vorgezeichnet:
„Und dem deutschen Nachwuchs wird bereits in den Spaßschulen beigebracht, dass nicht Leistung, sondern Spaß- und Vollkaskoversorgung Lebensziel sei. Deshalb drängt die deutsche Jugend nicht in produktive Berufe, in denen nach Leistungsergebnis bezahlt wird, sondern in bloße Beschäftigung, in welcher – meist sogar höher – nach Anwesenheit bezahlt wird, auch wenn ein Ergebnis nicht dabei herauskommt. Nur 30% unserer Wirtschaft ist deshalb noch marktproduktiv, 70% der Dienstleistung ist nur teilproduktiv, geringproduktiv oder – wie Gleichstellungs-, Umwelt-, Gender- und viele andere Modeberufe – sogar kontraproduktiv, dazu oft noch besser bezahlt als die durch den Preis des Produktionsergebnisses begrenzten produktiven Berufe.“
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Ist der Niedergang Deutschlands, den der junge Influencer (Radical Living) und der alte Professor (Hamer) hier beschreiben, ein Versehen, Betriebsunfall, Unvermögen oder gar Absicht? Letzteres, vermutet Danisch (2). Es ist der Umbau der so erfolgreichen sozialen Marktwirtschaft in eine staatlich gelenkte Planwirtschaft, da „im Sozialismus ein Mittelstand nicht mehr vorkommt“.
13.4.2026
Dieser Beitrag wurde ohne KI erstellt.
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Ende von Beitrag „Auswandern, da Planwirtschaft“
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Beginn von Anlagen (1) – (2)
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(1) „Deutschland ist keine richtige Demokratie mehr“: Weshalb der YouTuber Radical Living Deutschland verlässt
Mit fast zwei Millionen Abonnenten auf YouTube gilt Radical Living (bürgerlich: Matthias K.) als einer der bekanntesten Content-Creator im englischsprachigen Raum. Seit Jahren produziert er satirische Kurzvideos über das Leben in verschiedenen Ländern – nun hat er in einem 37-minütigen Video begründet, weshalb er mit seinem Heimatland Deutschland gebrochen hat. „Ich verlasse Deutschland. Tatsächlich habe ich es bereits verlassen und ich komme nie mehr zurück. Niemals“, erklärt er darin unmissverständlich. Das Video, das er von Zypern aus aufnahm und das mittlerweile über 500.000 Aufrufe auf X erreicht hat, ist eine Generalabrechnung mit Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
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11.4.2026
I’m leaving Germany | Brutally Honest Review
https://www.youtube.com/watch?v=HQvSItqdd5o&t=28s
00:00 Leaving Germany
02:12 The economy
04:30 Taxes and social security
11:26 Social welfare state
15:35 Family climate
18:33 Safety
22:11 Housing
24:00 Infrastructure
26:06 Democracy
29:38 Free speech
31:53 Where to go from here
34:00 Where is my journey going?
https://x.com/RadicalFalk/status/2042957685717667981
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An erster Stelle steht für den YouTuber die desolate wirtschaftliche Lage. Deutschland, einst industrielle Großmacht, sei durch politische Fehlentscheidungen in die Stagnation gerutscht. „Deutschland ist in den letzten Jahren stagniert oder sogar in einer Rezession gewesen, und das letzte Jahr war besonders brutal. In allen Sektoren gibt es Stellenabbau“, sagt er. Hauptursache sei die verfehlte Energiepolitik: „Deutschland ist es in den letzten zehn Jahren gelungen, das teuerste Land der Welt zu werden, was den Strom betrifft. […] Wir haben alle unsere Kernkraftwerke abgeschaltet, bevor wir andere Kraftwerke in Betrieb genommen haben, um diese Energie zu ersetzen.“ Die Folge: Unternehmen wanderten ab, Massenentlassungen seien monatlich Thema in den Nachrichten.
Für Jobsuchende oder Zuwanderer sei Deutschland „kein guter Ort mehr“.
Noch schärfer kritisiert K. das Steuer- und Abgabensystem. Wer mehr verdiene, verliere fast alles an den Staat: „Wenn man alle Dinge berechnet, die man von seinem Einkommen abführen muss, behält man nicht einmal die Hälfte. Man behält vielleicht so etwa 30 Prozent seines Einkommens, nachdem man alle Steuern und Sozialversicherungen abgezogen hat.“ Selbstständige wie er müssten doppelt so hohe Krankenversicherungsbeiträge zahlen und sollen künftig auch die Pflicht zur Rentenversicherung erfüllen – „noch einmal 18,5 Prozent für die Rentenversicherung“. Sieben von zehn Stunden würde man für den Staat arbeiten, rechnet er vor. Das Geld lande jedoch nicht bei sinnvollen Investitionen, sondern werde verschwendet: „So viel Geld fließt in Kriege, es fließt in Sozialleistungen für faule Menschen.“ Er sei keineswegs gegen Steuern, betont er, „aber in Deutschland sehe ich das nicht mehr. Mein Eindruck ist, dass der Großteil der Steuern verschwendet wird.“
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Besonders drastisch beschreibt K. den Sozialstaat als Fehlanreiz. „Deutschland hat eines der besten Sozialsysteme der Welt. Und ich meine, es ist so gut, dass es sich fast nicht lohnt, einen Niedriglohnjob anzunehmen.“ Wer Hartz-IV oder Bürgergeld beziehe, verdiene in vielen Fällen fast genauso viel wie bei Vollzeit-Minimumlohn – plus kostenloser Wohnung, Krankenkasse und Freizeit. „25 Prozent der Menschen, die in Neukölln leben, beziehen Sozialhilfe. 1 von 4 Personen“, berichtet er aus seiner Berliner Zeit. Persönlich kenne er Dutzende, die das System jahrzehntelang missbrauchten. „Deutschland ist wirklich ein gutes Land für faule Menschen, die nicht arbeiten wollen, viele Kinder haben und vom Staat bezahlt werden.“ Hart arbeitende Menschen würden hingegen bestraft.
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Auch das gesellschaftliche Klima stößt K. bitter auf. Deutschland sei „wirklich feindselig gegenüber Kindern“. In Restaurants werde man mit genervten Blicken bedacht, in Zügen fehlten Wickelmöglichkeiten. „Wenn Deutsche Kinder an öffentlichen Orten sehen, sind sie genervt.“ Besonders alarmierend sei die Lage für Frauen und Töchter: „Frauen im Allgemeinen fühlen sich nicht mehr sicher, wenn sie nachts auf der Straße gehen.“ Petitionen für Frauen-Wagons in der U-Bahn oder Taxigutscheine seien kein Zufall. Selbst in bürgerlichen Vierteln wie dem Prenzlauer Berg müssten Drogeriemärkte Shampoo und Red Bull wegschließen, weil Diebstahl grassiere. Weihnachtsmärkte fielen aus Kostengründen für Terrorabwehr aus. „Was für eine Gesellschaft wird das hier?“

Seine Freundin werde auf der Straße belästigt
In einem begleitenden Tweet benennt der YouTuber die alltäglichen Zumutungen in Berlin besonders schonungslos. Nach acht Jahren in der Hauptstadt listet er auf: „Meine Freundin wird regelmäßig in der Öffentlichkeit sexuell belästigt“, „Massive Mengen an Drogenabhängigen überall in der Stadt“, „Clan-Kriminalität wird toleriert, nicht bekämpft“, „Die Hälfte der Stadt riecht nach Urin“, „Überall Hundekot“, „Die Straßen sind dreckig“ sowie steigende Kriminalität und „Niemand will arbeiten“. Viele dieser Probleme seien als Single noch „tolerierbar“, schreibt er, doch mit Kindern ändere sich alles radikal: „Ich möchte, dass meine Kinder in einer sauberen und sicheren Umgebung aufwachsen können, mit fußläufig erreichbaren Bereichen, einer lebendigen Essensszene, bezahlbarem Wohnraum, einem starken öffentlichen Nahverkehr und respektvollem Verhalten in der Öffentlichkeit. Leider gibt es so etwas in Deutschland nicht.“
Bei der Migration attestiert K. der Politik völliges Versagen: „Migration ist per se keine schlechte Sache. Es wird immer ein paar Leute geben, die Dummheiten anstellen, und die muss man aussortieren. Aber Deutschland macht das extrem, extrem schlecht.“ Abgelehnte Asylbewerber aus unsicheren Herkunftsländern könnten nicht abgeschoben werden und lebten im Rechts-Limbo – ohne Arbeit, ohne Integration, aber mit Ressentiments.
Hinzu komme die Unbezahlbarkeit: Wohnungen und Häuser seien für Normalverdiener unerreichbar geworden, die Infrastruktur zerfalle. Der einst pünktliche Zugverkehr strebe nur noch eine Pünktlichkeitsquote von 60 Prozent an; Züge gelten erst ab zehn Minuten Verspätung als „zu spät“. „Ich habe nirgendwo ein so schlechtes Zugsystem erlebt.“ Während Deutschland Milliarden an Entwicklungshilfe ins Ausland pumpe, breche eine Brücke in Dresden zusammen.
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Den Kern des Problems sieht K. jedoch in der Politik selbst. „Deutschland selbst ist eigentlich keine richtige Demokratie mehr.“ Die AfD als zweitstärkste Kraft werde von den anderen Parteien boykottiert, ein Verbot angestrebt. „Sie tun einfach so, als würde sie nicht existieren.“ In einer Demokratie müsse es aber, so der YouTuber, Dialog geben, wenn solche Parteien einen großen Anteil der Stimmen bekommen. „Und in Deutschland findet kein Dialog statt.“ Stattdessen polarisiere man, die Linke rufe zur Gewalt gegen Rechte auf, Meinungsäußerungen führten zu Verhaftungen. „Menschen werden verhaftet, weil sie Memes im Internet posten. […] Mit Comedy ist es vorbei.“ Öffentlich-rechtliche Medien betrieben „Staatspropaganda“.
„Deutschland ist ein sinkendes Schiff, und ich werde nicht darauf bleiben, um zu ertrinken“, fasst K. zusammen. Radikale Reformen wären nötig – doch Entlastungen für Unternehmen und der seit 20 Jahren versprochene Bürokratieabbau blieben aus. Stattdessen verschärfe man die Regeln. K. zieht nun nach Japan, das er als Gegenentwurf preist: hohe Werte, Sicherheit, Gemeinschaft. „Du kannst dein Portemonnaie in der U-Bahn liegen lassen und wirst es mit 99-prozentiger Wahrscheinlichkeit wiedersehen.“
… Alles vom 12.4.2026 bitte lesen auf
https://nius.de/gesellschaft/radical-living-verlaesst-deutschland-demokratie-migration
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(2) Die politische Abtötung des Mittelstandes
Von der Zukunft. Leserzuschrift: …
„Nur 30% unserer Wirtschaft ist deshalb noch marktproduktiv, 70% der Dienstleistung ist nur teilproduktiv, geringproduktiv oder – wie Gleichstellungs-, Umwelt-, Gender- und viele andere Modeberufe – sogar kontraproduktiv, dazu oft noch besser bezahlt als die durch den Preis des Produktionsergebnisses begrenzten produktiven Berufe.“ (Hamer).
Genau das beobachte und beschreibe ich ja auch.
Wer produktiv arbeitet, kann nur so viel verdienen, wie er an Wert erarbeitet.
Wer aber unproduktiv, etwa politisch unterwegs ist, der hat diese Schranke nicht, dessen Gehalt wird politisch bestimmt.
Ich glaube auch nicht (mehr), dass das ein Versehen, nur ein Betriebsunfall ist.
Ich glaube, das ist genau so gewollt, weil im Sozialismus ein Mittelstand nicht mehr vorkommt. Der muss weg. Der soll weg. Um dann alles durch eine staatlich gelenkte Planwirtschaft zu ersetzen. Deshalb der Krieg gegen Kleine, Mittelständler, Selbständige.
Wird natürlich nicht funktionieren. Aber bald ist dann alles kaputt. Nichts mehr da.
… Alles vom 12.4.2026 bitte lesen auf
https://www.danisch.de/blog/2026/04/12/die-politische-abtoetung-des-mittelstandes/

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