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Herbstmorgen am Seepark in Freiburg November 2020

Herbstmorgen am Seepark in Freiburg November 2020

 

Wokies trivialisieren ernste Probleme
„Die ‘Wokies’ trivialisieren mit ihren absurden Forderungen ernstzunehmende Probleme. …  Wo es Zwangsverschleierungen, Zwangsehen, Auspeitschungen, Vergewaltigungen und ökonomische Diskriminierungen gibt, grenzt es an eine Frechheit, seine Energie auf den Gender-Schluckauf und das ‘der’ und ‘die’ zu verschwenden.
Wer fordert, daß ‘Fußgänger’ durch ‘zu Fuß Gehende’ abgelöst werden sollen, der provoziert zwangsläufig die Dekadenz-Einschätzung: ‘Die haben halt keine anderen Sorgen.’“

Rainer Bonhorst, bis 2009 Chefredakteur der „Augsburger Allgemeinen“, auf dem Blog „Achgut.com“ am 17. Juni 2021

 

 

Woke Kapitalismus – Großkonzerne huldigen der kulturellen Linken
Aus der Schußlinie genommen „Woke capitalism“: Großkonzerne huldigen der kulturellen Linken / Wie geht die Rechte damit um?
von Björn Harms
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Ob nervtötende Regenbogenwerbung, verpflichtende „Diversity“-Programme für die eigenen Angestellten oder ein vorauseilender Gehorsam, wenn es um die Zensur von Produkten oder unbequemen Personen geht: Fast alle großen Konzerne orientieren ihr Erscheinungsbild heutzutage am linken Zeitgeist. Ihr Handeln faßt man neuerdings unter dem Begriff „woke capitalism“ zusammen, frei übersetzt also einem „aufgeweckten Kapitalismus“. Was ist damit gemeint?
Das Wort „woke“ kam verstärkt in den späten 2010er Jahren auf und umschreibt im Grunde ein erhöhtes Bewußtsein für vermeintliche soziale Ungerechtigkeiten, Diskriminierungen oder gar Rassismus. Ross Douthat, Kolumnist der New York Times, stellte 2018 erstmals den Bezug zu einer besonderen Art der Unternehmensführung her. Douthat beschrieb den „woke capitalism“ als einfachen Trick. Unternehmen huldigen der kulturellen Linken, um im Gegenzug Nachsicht bei der Erfüllung ihres primären Ziels zu erhalten: Geld zu verdienen. Ersten Untersuchungen zufolge hat eine „woke“ Unternehmenspolitik jedoch kaum positive oder negative Auswirkungen auf den Gewinn eines Unternehmens. Die Aktienkurse etwa werden höchstens minimal beeinssußt. Warum also sollte ein Unternehmen eine Entscheidung tre en, die keine Auswirkungen auf den Gewinn hat? .
Nun, wenn es um den Kulturkampf geht, muß das Ziel eines Unternehmens nicht zwingend die Maximierung von Gewinnen sein, sondern eben auch die Minimierung von Verlusten. Aufgrund ihrer profitorientierten Natur werden viele Unternehmen standardmäßig zur Zielscheibe der aktivistischen Linken.
Es ist somit eine Frage der Abwägung: Nehme ich zunächst vielleicht kleine Einbußen in Kauf, um politisch korrekte Dinge zu tun, oder aber riskiere ich durch die Toleranzwächter in Politik und Medien meinen kompletten Ruf zu verlieren?

Doch kann ebensowenig bestritten werden, daß viele junge Unternehmer, gerade aus der Tech-Branche, der Ideenwelt der Linken nahestehen. Angesichts ihrer Sozialisation ist es durchaus möglich, daß das, was diese „aufgeweckten“ Kapitalisten ihren Arbeitern und Kunden aufzwingen, ein verinnerlichtes Glaubenssystem widerspiegelt. Ganz gleich aber, ob sie nun an diese progressiven Ideen glauben oder nicht: für die Konzernchefs der Welt ist es strategisch bedeutsam, „aufgeweckt“ zu sein, um diejenigen zu besänftigen, die sie sonst mit Steuern und Boykotten zerstören würden.
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Daß der „woke“ Kapitalismus auch längst keine Ausnahme mehr ist, sondern das Maß der Dinge, beweist nicht zuletzt das Weltwirtschaftsforum (WEF). Genau jene Institution also, die seit Jahren den nun erfolgten Paradigmenwechsel vom Shareholder- zum Stakeholderprinzip propagiert. Das heißt, Unternehmen orientieren sich nicht mehr nur an den Aktionären, sondern auch an Kunden, Mitarbeitern, Partnern und der Gesellschaft als Ganzes. Nicht nur versuchen sich die DavosEliten somit an die Spitze von sozialen Bewegungen zu setzen.
Zugleich legt die Institution um Gründer Klaus Schwab auch die künftigen Standards für die Wirtschaft fest. So veröffentlichte das WEF kürzlich eine Reihe einheitlicher Kennzahlen zu den Themen Umwelt (Environmental), Soziales (Social) und verantwortungsvoller Unternehmensführung (Governance), die sogenannten ESG-Kennzahlen, die zur Messung des Stakeholder-Kapitalismus dienen sollen. Nachhaltigkeit ist Trumpf, für viele Konzerne sind die Kennzahlen mittlerweile ein wichtiger Gradmesser. Konzerne löschen digitale Identität aus .
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Und damit nicht genug. „Wokeness“ ist allerorten gefragt: Die US-Technologiebörse Nasdaq will künftig DiversityQuoten für die bei ihnen gelisteten Unternehmen festsetzen. Andernfalls will sie den Firmen die Börsenzulassung entziehen. Facebook und Microsoft unterstützen bereits den Vorschlag. Goldman Sachs weigert sich derweil an Börsengängen mitzuarbeiten, wenn das Unternehmen nur von weißen Männern geführt wird. Das Bankhaus J.P. Morgan will in den nächsten fünf Jahren 30 Milliarden Dollar bereitstellen, um gegen einen „systematischen Rassismus“ vorzugehen und dabei Kredite ironischerweise explizit nach Rasse zu vergeben.
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Gleichzeitig lassen die großen Konzerne „im Dienste der guten Sache“ ihre Muskeln spielen. Nichts zeigt dies besser als die Folgeereignisse der „Kapitolstürmung“ in den USA. Twitter, Facebook, Instagram und Snapchat leiteten die Sperrung von Donald Trumps Kanälen ein. Dann zogen Apple, Google und Amazon der Alternativplattform Parler den Stecker. Die New Yorker Signature Bank kündigte Trump zwei Konten, auf denen knapp 5,3 Millionen Dollar lagerten. Die Deutsche Bank verlautbarte, künftig keine Geschäfte mehr mit Trump zu machen.
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Die Zensurmaßnahmen greifen also längst tiefer als allgemeinhin angenommen. Dem „woke capitalism“ geht es im Zeitalter der „Cancel Culture“ nicht mehr nur um die Ausgrenzung in den sozialen Netzwerken. Auch Finanzinstitutionen, Banken oder Zahlungsanbieter wie Paypal und Patreon sind durchpolitisiert. Am Ende dieses Feldzugs der Großkonzerne droht die totale Auslöschung der digitalen Identität dissidenter Kräfte, mitunter sogar eine Art damnatio memoriae. Die moderne Technik ermöglicht, daß der Mensch seine Existenz verliert, obwohl er noch am Leben ist. Mitunter führen die Sperrungen jedoch auch zu interessanten geistigen Verrenkungen. Viele Linke verteidigen nun, da es ihren politischen Feind immer härter trifft, das Recht auf private Medienmonopole und huldigen den Großkonzernen. Das hängt eng mit der Abwendung von klassisch linken Themen hin zur Identitätspolitik zusammen. Die postmoderne Identitätslinke hat mittlerweile auch in Deutschland einige Parteien übernommen oder zumindest fest in ihren Klauen – Grüne, Linkspartei und SPD – und selbst im extremistischen Vorfeld wie etwa in der Interventionistischen Linken ihren Einfluß massiv erweitert. So finden ihre gesellschaftlichen Analysen nicht mehr primär entlang ökonomischer Fragen statt, sondern verlagern sich auf das Gebiet der Privilegien, der Diskriminierung und des (Anti-)Rassismus.
Das „woke“ Kapital reibt sich die Hände, denn durch die Annahme dieser Themen nimmt man sich gekonnt aus der Schußlinie, ohne Gefahr zu laufen, finanzielle Einbußen fürchten zu müssen. Die Empörung wird in Bahnen gelenkt, die für das globale System ungefährlich sind. Kaum verwunderlich also, daß unmittelbar nach Ausbruch der „Black Lives Matter“-Proteste im Mai 2020 sich das „Big Business“ sofort auf die Bewegung stürzte und sich wie selbstverständlich als ein Teil davon sah. Kaum ein international agierender Konzern, der nicht in Millionenhöhe spendete.
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Spätestens da wurde deutlich: Benachteiligungen jedweder Art können auf der Linken nicht mehr länger als Bestandteil eines kapitalistischen Ausbeutersystems verstanden werden – jede antikapitalistische Äußerung auf den „BLM“-Demonstrationen erscheint geradezu lächerlich. Die Verantwortung für vermeintliche Ungerechtigkeiten verschiebt sich vielmehr auf die berühmte „strukturell rassistische Gesellschaft“, also die autochthone Bevölkerung selbst. Was wiederum dem zunehmend totalitär und sozial destruktiv agierenden „Big Business“ und seinen „Quasi-Monopolen“ (Erich Preiser) aus der TechBranche zugute kommt, für die traditionell gewachsene Strukturen wie Familie, Nation oder Solidargemeinschaft nichts bedeuten. Der von der Linken geschaffene identitätspolitische Überbau ist also das ideale Instrument für den Kapitalismus, um in eine schranken- und grenzenlose Zukunft zu steuern.
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Was macht die politische Rechte? Bedauerlicherweise sind viele Konservative allzu häufig in 1980er-Jahre-Zeitschleifen gefangen, die sie gedanklich nicht aus dem Kalten Krieg entlassen. Sie verstehen nicht, daß weder die Begriffe „Kommunismus“ oder „Sozialismus“ (und natürlich auch nicht „Faschismus“) eine hinreichende Beschreibung des heutigen „kapitalistischen Realismus“ (Mark Fisher) ermöglichen. Sie wollen nicht wahrhaben, daß der Kapitalismus sich als „woke capitalism“, der mit einem familiengeführten Mittelstandsbetrieb rein gar nichts mehr gemein hat, mittlerweile selbst auf die Spitze treibt.
Und so hat sich in den vergangenen Jahrzehnten ein Konservatismus etabliert, der zwanghaft an bestimmten Ideen festhält, einen ökonomischen Liberalismus favorisiert, den wirklichen Zustand der Gesellschaft aber mehr und mehr aus den Augen verliert. Wenn aber die Rechte den „woke capitalism“ und seine Macht nicht als Problem versteht, verkennt sie die daraus resultierenden Prozesse, die in einer Art „neofeudalen Gesellschaftsordnung“ (Joel Kotkin) münden.
Big Tech beherrscht die Kommunikations- und Distributionskanäle. Staaten werden zum Handlanger eines „woken“, datenbasierten Überwachungssystems. Die kulturelle Linke dient als Schutzschild vor einer entwürdigten und verarmenden einheimischen Mittelschicht.
Solange Konservative „in ihrer wirtschaftlichen Ideologie selbst konzernfreundlich bleiben“, hätten die Großunternehmen wenig zu befürchten, beschrieb New York Times-Kolumnist Douhat bereits vor drei Jahren die Situation. „Ihre ‘Wokeness’ verschafft ihnen Deckung, wenn der Liberalismus an der Macht ist.“ Daran muß sich in den nächsten Jahren etwas ändern. Ansonten ist es zu spät
… Alles vom 22.1.2021 von Björn Harms bitte lesen auf JF, 4/21, Seite 14
https://www.jungefreiheit.de

 

 

 

Hurensohn oder Scheiß-Afghane oder Scheiß-Deutscher?
Der Fußball und die Rangfolge der Beleidigungen
… das Beleidigungspaar „Scheiß-Afghane“ einerseits und „Hurensohn“ andererseits. Was wiegt schwerer? Die Verächtlichmachung eines Spielers mit afghanischem Migrationshintergrund durch den Scheiß-Zusatz oder die Herabwürdigung einer Spielermutter als Sexarbeiterin?
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Diese Problematik, die nach dem Spiel von Union Berlin gegen Bayer Leverkusen Schlagzeilen machte, ist mehr als ein Fußballproblem. Es fordert unsere Gesellschaft insgesamt heraus. Vor allem die politisch korrekte „Woke-Community“ wird immer wieder mit diesem Thema konfrontiert. Man ist einerseits bunt und einwanderungsfroh, andererseits entschieden pro Frau. Was hat also Vorrang, Migranten vor Beleidigungen zu schützen oder Frauen vor Herabwürdigung?
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Krisenhaft zugespitzt hat sich diese Frage vor fünf Jahren beim Kölner Silvester, als Migranten massenhaft Frauen und Mädchen sexuell belästigten. Diese Krise hat Alice Schwarzer, die Seniorin der Frauenemanzipation, zu der Warnung veranlasst, die Fremdenliebe dürfe nicht auf Kosten der Frauensolidarität gehen. Die Folge war eine heftige Debatte in der Community, die damals das Wort „woke“ zwar noch nicht kannte, es heute aber in Anspruch nehmen würde.
… Alles vom 19.1.2019 von Rainer Bonhorst bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/der_fussball_und_die_rangfolge_der_beleidigungen
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Einige Kommentare:
“Scheißdeutscher“ – ohne Konsequenzen
Ich habe als Pädagoge fünf Jahre unter anderem auch mit Afghanen gearbeitet. Da haben sich meine Kollegen und ich von diesen oft die Bezeichnung “Scheißdeutscher” für uns Schon-länger-Hier-Lebenden und den Irrsinn der nichtfunktionierenden Integration zahlenden weißen Männer anhören müssen. Übrigens ohne Konsequenzen durch unsere Vorgesetzten. Bloß kein Aufsehen machen, es darf keine Probleme geben. Im Endeffekt wurde uns dann noch vermittelt, dass wir uns Ihnen gegenüber falsch verhalten hätten, d. h., weil wir zu streng, zu kulturunsensibel gewesen seien und zu hohe Anforderungen an sie gestellt hätten. Aber wir sind ja auch keine Gutmenschen, da darf man so etwas sagen. Die Dummen haben die Burg gestürmt!
19.1.2021, L.H.H., AO
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Hurensohn nur bei Ungläubigen …
“Interessant” dass man in den herkömmlichen Medien, gleich ob ÖR oder privat, von der Hurensohn-Beleidigung gar nichts gehoert hat. Vor der Opferhierarchie, die hier zutreffend thematisiert wird, steht die Frage, wer ueberhaupt beleidigungsfaehig ist. Seit Jahren wissen wir um die “Grundentscheidung” in diesem Land, dass Deutsche, inzwischen auch richterliche abgesegnet, nicht zu den vor Beleidigungen zu schützenden Völkern gehoeren, weder vor “rassistischen”(Koeterrasse) noch sonstigen Beleidigungen, wobei diese Wertentscheidung insbesondere im Verhaeltnis Nichtbiodeutsch zu Deutsch gilt. Das ist nur konsequent, denn natuerlich duerfen (oder muessen) andere Ethnien oder Völker ihren Stolz, Ehre und ihr Nationalgefuehl oder ihre Kultur exzessiv ausueben, was ausdrücklich nicht fuer (weisse) Deutsche gilt. Selbstverachtung und Selbsthass hinterlassen ihre Spuren. Und natuerlich waere der “Hurensohn”, eine in bestimmten” Gruppierungen” uebrigens sehr gerne verwendete Beleidigung, gegenüber einem Muslim ungleich verwerflich und in den Konsequenzen etwas unangenehmer, als bei einer Ungläubigen. Da werden gewisse Assoziationen offiziell gepflegt.
19.1.2021, R.N.
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Auch beim Rassismus gibt es klare Regeln
„Hurensohn“, kann als bedenklich im Hinblick auf die tätigen Huren und den Feminismus eingestuft werden. Wenn der “Scheiss- Afghane” voll integriert wäre, dann hätte er die Kartoffel eine “Scheiß – Kartoffel” genannt und ein “Ich ficken deine Mudda, du Schwuchtel” gleich mal hinterher geschickt. Wenn aber nun die “Scheiß – Kartoffel ein Weißer aus Frankreich, den Niederlanden oder aus Österreich ist? Ganz so einfach wie es aussieht ist das mit dem Rassismus denn doch nicht. Auch beim Rassismus gibt es klare Regeln und Tabus die es zu beachten gilt.
19.1.2021, H.L.
Ende Kommentare

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Ayaan Hirsi Ali: Die Woke-Glaubenslehre
Nennen wir sie die Woke-Glaubenslehre: Je schwächer du angeblich bist, desto mehr Macht steht dir zu. Entweder du teilst diese Dogmen, und dann gehörst du dazu, zählst zu den Guten und Gerechten. Oder du weigerst dich, sie anzuerkennen, weil du von den Vorteilen einer individuellen Leistungs- und Kompetenzgesellschaft überzeugt bist, und gehörst zu den Abtrünnigen, die ihre Gnade verwirkt haben.
Diese Religionslehre hat ihre Priester und Priesterinnen. Die wichtigste Priesterin in den USA heisst Alexandria Ocasio-Cortez – mit über zehn Millionen Followern auf Twitter.
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Okay. Aber Hand aufs Herz – wer glaubt wirklich an diese Dogmatik? Das klingt nach einer sehr abgehobenen, weltfremden Lehre. Lassen sich der Mann oder die Frau von der Strasse davon überzeugen? Und glauben die Eliten ernsthaft daran?
Jetzt wird es interessant. Nehmen wir zuerst die Eliten.
Es gibt die kulturellen Eliten, die auf ihren Bildungsbesitz achten,
es gibt die wirtschaftlichen Eliten, die mehr auf ihren Profit schielen, und
es gibt die politischen Eliten, die es auf ihre Macht abgesehen haben.
Sie alle spielen das Spiel längst mit. Manche von ihnen fühlen sich schuldig, weil sie eben Geld, Bildung, Macht haben. Andere fühlen sich nicht schuldig, wollen sich aber nicht exponieren, sondern in Ruhe ihr Leben führen und ihren Besitz pflegen. Und nochmals andere fürchten sich vor der radikalen Rechten und sind im Prinzip für alles zu haben, was der Etikette nach aus der linken Ecke kommt. Deshalb schauen die Eliten zu, dulden die neue Glaubenslehre oder tragen sie pro forma sogar mit.
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Das wäre dann reiner Opportunismus?
Natürlich. Und das gilt auch für den Mann oder die Frau von der Strasse. Wenn du unter harten Bedingungen bei Ben & Jerry’s Ice Cream arbeitest, während dein oberster Chef lauthals die gewaltbereite «Black Lives Matter»-Bewegung unterstützt, dann zuckst du innerlich zusammen. Du verspürst Wut. Aber am Ende schweigst auch du – weil du deinen Job nicht verlieren willst und eine Familie durchzubringen hast.
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Wenn Sie recht haben, hiesse das, dass eine kleine Minderheit von Aktivisten alle anderen Bürger vor sich hertreibt?
So verhält es sich in der Tat. Sie schreien laut, sie sind sehr effektiv und höchst gefährlich. Sie finden Verbündete in den Eliten, die sich einen Nutzen von der neuen Glaubenslehre versprechen. Die setzen über alte Medien und soziale Netzwerke ganze Industrien, Firmen, Hochschulen und Parlamente moralisch unter Druck. Sie haben schon Lehrstühle und sitzen schon in Parlamenten.
So hat sich ihr sprachliches Framing mittlerweile bis in den Alltag hinein durchgesetzt, alle reden die ganze Zeit von den Idealen von Ergebnisgleichheit, Inklusion und sozialer Gerechtigkeit. Und Leute wie Sie und ich, akademisch nicht unbeleckt, keine Profiteure des Systems, unabhängig, schütteln den Kopf. Aber gegenwärtig hört uns kaum jemand zu.
… Alles vom 24.11.2020 von Ayaan Hirsi Ali bitte lesen auf
https://www.nzz.ch/feuilleton/ayaan-hirsi-ali-ueber-freiheit-religion-und-identitaetspolitik-ld.1587611
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Freiheitlich-demokratische Grundordnung ist überlegen – Ayaan Hirsi Ali (1.12.2020)
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Kommentare:
Auflösung von Woke durch die Corona-Krise?
Es gibt sie also doch, die differenzierte Sicht auf die Dinge. Das hat es zwar sicher immer gegeben, nur waren diese Stimmen ab 2015 – 2019 nicht zu hören und zu lesen. Die Gutmenschen blockten alles ab. In den öffentlich rechtlichen Staatsmedien, wie auch in den meisten Printmedien. Alles wurde zensiert durch diese neue Sekte.
Vielleicht die Corona-Krise dazu bei, dass dieser Nebel durchbrochen werden kann. Es wäre gut wenn sich die Zuckerwatte auflöst.
24.11.2020, B.L.
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… falsche Verwendung der Begriffe „Elite“ und „linksliberal“
Auch hier ärgert mich wieder die vollständig falsche Verwendung der beiden Begriffe „Elite“ und „linksliberal“. Das sind keine Eliten, in keiner echten Bedeutung des Wortes. Das sind Antieliten, die bzgl. Urteilsfähigkeit, Realitätsgebundenheit, Redlichkeit, Analytisches Denkvermögen, Erkenntnisorientierung, Wissen, etc. z.T. dramatisch schlecht abschneiden. Ein Großteil dieser Personen hat zudem im ganzen Leben absolut nichts Produktives geleistet oder irgendetwas für andere Bürger getan.
Und freiheitlich orientiert – das ist nämlich die zentrale Bedeutung des Wortes „liberal“ – sind diese Leute auch nicht, vielmehr wollen sie anderen ihre Ideologien, ihre Despotie aufzwingen. Sie wollen Fremdbestimmung mit Ihnen als Herrscherkaste und nicht Selbstbestimmung, Selbstautonomie.
24.11.2020, B.K.
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