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Herbstmorgen am Seepark in Freiburg November 2020

Herbstmorgen am Seepark in Freiburg November 2020

 

Kanada: Psychol0ge Jordan B. Peterson rechnet mit der woken Ideologie ab
und wagt Neues – Denken heißt frei sein
von Liz Roth

Welch Abgang. „Was in aller Welt ist los mit euch?“, rechnete der kanadische Psychologieprofessor Jordan B. Peterson öffentlich mit seiner Universität ab und verkündete vor seinem 60. Geburtstag die Aufgabe seiner Lehrtätigkeit. „Ich hatte mir vorgestellt, Vollzeit an der Universität von Toronto zu lehren und zu forschen, bis sie mein Skelett aus meinem Büro schleppen müssen“, schreibt er in der Tageszeitung National Post.
Es ist eine öffentliche Abrechnung mit dem System. Peterson war 2016 durch seine Proteste gegen ein kanadisches Gesetz weltweit bekannt geworden, welches strafrechtliche Konsequenzen bestimmt und seiner Meinung nach zu Gefängnisstrafen führen könnte, wenn jemand nicht die von einer Person bevorzugten Pronomen verwenden würde. Er nannte es „gesellschaftlichen Selbstmord“, die Sprache so erzwingen zu wollen. Es hagelte Kritik und die New York Times erklärte ihn zum „Hüter des Patriarchats“, besonders weil Petersons Vorstellungen über Familie, Ehe, Mann und Frau eine konservative Note haben. Er beschreibt sich selbst als liberal und gesteht, daß seine Ansichten in seiner Jugend sozialistisch angehaucht waren.

Er trifft den Zeitgeist. Sein Buch „12 Rules for Life: Ordnung und Struktur in einer chaotischen Welt“, in dem er Anweisungen für den Alltag gibt, hat sich bis heute über fünf Millionen Mal verkauft, und auch das Folgebuch „Jenseits der Ordnung“ war ein Bestseller. „Räum erstmal dein Zimmer auf, ehe du die Welt kritisierst“ oder „Gehe davon aus, daß die Person, mit der du sprichst, etwas weiß, was du nicht weißt“ gehören zu seinen grundlegenden Tips. In der Psychologie wird das, was Peterson lehrt, Selbstwirksamkeit genannt – der Glaube an die Fähigkeit, Ziele zu erreichen.

In seiner Erklärung hebt er zwei Punkte hervor, die am Ende zu seiner Entscheidung geführt haben, die Universität von Toronto zu verlassen. Zum einen äußert er seine Frustration darüber, daß seine qualifizierten und hervorragend ausgebildeten heterosexuellen männlichen Doktoranden trotz hervorragendem wissenschaftlichem Leistungsausweis kaum eine Chance haben, eine Stelle in der universitären Forschung zu bekommen, und zwar aufgrund von Diversitätsvorgaben. „Diese wurden in der akademischen Welt allgemein eingeführt, obwohl die Einstellungsausschüsse der Universitäten in all den Jahren meiner Laufbahn alles getan haben, um sicherzustellen, daß keine Kandidaten, die einer Minderheit angehören, übersehen werden“, schreibt Peterson.

Das Ralston College will ein neues intellektuelles Klima schaffen
Er beklagt auch, daß seine Studenten durch ihn Nachteile hätten, da er aufgrund seiner philosophischen Positionen eine „akademische Persona non grata“ geworden ist. „Diese Tatsachen machen meinen Job moralisch unhaltbar. Wie kann ich angehende Forscher mit gutem Gewissen annehmen und ausbilden, wenn ich weiß, daß ihre Beschäftigungsaussichten minimal sind?“

Zum anderen weist er auch auf andere Trends hin, die die akademische Welt „und in der Folge die allgemeine Kultur“ zerstören. Er nennt es die „Trinität der radikalen Linken“ an der Hochschule und ihre Besessenheit von „Diversity“ (Diversität), „Inclusivity“ (Inklusion) und „Equity“ (Egalität), die er einfach mit „DIE“ abkürzt. Laut Peterson führt „DIE“ zum Ende des objektiven Tests. „Wir sind jetzt an einem Punkt angelangt, an dem Rasse, ethnische Zugehörigkeit, Geschlecht oder sexuelle Präferenz erstens als das grundlegende Merkmal akzeptiert werden, das jeden Menschen definiert (genau wie die radikalen Linken gehofft hatten), und zweitens als wichtigste Qualifikation für Studium, Forschung und Beschäftigung behandelt werden“, so der Professor. Er beobachtet auch, daß seine Kollegen sich dem Gebot der Vielfalt beugen müssen, indem sie „DIE-Erklärungen“ verfassen, um Forschungsgelder zu erhalten. „Sie alle lügen (abgesehen von der Minderheit der wahren Gläubigen), und sie lehren ihre Studenten, dasselbe zu tun.“

Für Peterson ist die „Vielfaltsentwicklung“ erschreckend. „Einige meiner Kollegen lassen sich sogar sogenannte Vorurteilsbekämpfungsschulungen geben, die von höchst unqualifizierten Personalverantwortlichen durchgeführt werden, die unsinnig, fröhlich und anklagend über theoretisch allgegenwärtige rassistische, sexistische, heterosexistische Haltungen referieren. Eine solche Schulung ist heute oft eine Voraussetzung für die Besetzung einer Fakultätsstelle.“ Auch sieht er Gefahren für die Wirtschaft, wenn diese Doktrinen und Schulungen immer größeren Platz in der Unternehmenskultur finden. Für Peterson führt dies am Ende zur Zerstörung der westlichen Welt und ihrer Werte.

Doch das Ende in Toronto bedeutet nicht das Ende seiner Lehrtätigkeit. Er möchte weiterhin online unterrichten. Sein Youtube-Kanal hat bereits 4,5 Millionen Abonnenten, und seine Vorlesungen und sein Podcast über die Alltägliches werden millionenfach geschaut. Peterson ist einer der Mitbegründer des Ralston College in Savannah im US-Bundestaat Georgia, das unter dem Motto „Denken heißt frei sein“ ein neues intellektuelles Klima schaffen will. Dort können sich Studenten in digitalen Kursen und vor Ort frei und ohne politisches Dogma in den Humanwissenschaften weiterbilden.

Im einem fast viereinhalbstündigen Gespräch mit dem populären Podcaster Joe Rogan, dessen Programm von bis zu 50 Millionen Menschen gehört wird, verriet Peterson, daß er Musik aufgenommen hat und während einer langen Krankheit im Jahr 2020 düstere Gedichte geschrieben hat, die bald veröffentlicht werden sollen. Er arbeitet auch an einem neuen Buch, das sich mit dem Thema Schuld auseinandersetzt, und Kinderbücher sind ebenfalls geplant.
https://www.ralston.ac

… Alles vom 4.2.2022 bitte lesen in der JF 6/22, Seite 8
https://www.junge-freiheit.de

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Kulturelle Aneignung als Kampfbegriff des Neomarxismus
Das falsche Bewußtsein
von Dietmar Mehrens
Daß die Revolution ihre eigenen Kinder frißt, ist für alle, die sich mit marxistischen und neomarxistischen Bewegungen beschäftigen, ein alter Hut. Man hat es im Prämarxismus der Französischen Revolution erlebt; im Stalinismus, Maoismus und bei Pol Pots Roten Khmer hat es sich wiederholt: Irgendwann ging eine Paranoia um, die alles zermalmen mußte, was auch nur im Verdacht stand, nicht hundertprozentig auf Kurs zu sein.
Die Zeiten blutiger Säuberungen sind zwar vorbei – wenn heute die postmoderne Kulturrevolution die gebildeten Kreise des Westens überrollt, fließen Tränen statt Blut –, aber hinter dem Wahnsinn steckt immer noch dieselbe Methode: Indoktrination durch Agitprop, Festigung der so erlangten Diskurskontrolle durch Diffamierung, Einschüchterung und Eliminierung des „Konterrevolutionärs“. Der ist früher oder später auch in den eigenen Reihen zu finden.
Die homosexuelle Gelehrte Kathleen Stock von der Uni Sussex, die von ihrem Lehrstuhl weggeätzt wurde, weil sie ein Dogma der Geschlechtsrevisionistenliga in Frage zu stellen wagte, ist eigentlich eine Schulbuch-Feministin.
Die rastazöpfige Ronja Maltzahn, die sich mit ihrem Erscheinungsbild der „kulturellen Aneignung“ eines Symbols schwarzer Bürgerrechtler schuldig gemacht hat, wollte auf der „Fridays for Future“-Veranstaltung in Hannover keine Gesinnungsgenossen verhöhnen, und Peter Lund, der Regisseur von „Jonny spielt auf“ am bayerischen Gärtnerplatztheater, mit einem schwarz geschminkten weißen Darsteller keinen Rassismus predigen, sondern das beanstandete „Blackfacing“ karikieren. Indes: Ironie, Scherz und Satire funktionieren bei der jakobinischen Linken nicht. Bei falschen Gesinnungen versteht die Revolution keinen Spaß.

Marcuse empfiehlt „Zensur, sogar Vorzensur“. Hätten Kathleen, Ronja und Peter nur in deren heiligen Schriften mal etwas genauer nachgelesen, zum Beispiel bei Herbert Marcuse, der 1966 kompromißlos klarstellte, „daß rückschrittlichen Bewegungen die Toleranz entzogen wird, ehe sie aktiv werden können, daß Intoleranz auch gegenüber dem Denken, der Meinung und dem Wort geübt wird (Intoleranz vor allem gegenüber Konservativen und der politischen Rechten)“. Es ist, mit den Worten Marcuses, eine „pervertierte“ Toleranz, die Kathleen Stock im Amt halten, bei blonden Rasta-Zöpfen ein Auge zudrücken und Dieter Nuhr weiter kritische Standpunkte zu Greta Thunberg vertreten lassen möchte. „Die Bedingungen, unter denen Toleranz wieder eine befreiende und humanisierende Kraft werden“ könne, gebe es ja noch nicht. Die muß man erst herbeiputschen. Marcuse empfiehlt dazu: „Zensur, sogar Vorzensur“. Der Kampf gilt dem „falschen Bewußtsein“, das am Beginn der „Entmenschlichung“ stehe.
Vor allem bei heutigen „Cancel“-Kulturrevoluzzern und ihrem gesellschaftlich-medialen Umfeld ist der faschistoide Irrglaube virulent, echte Demokratie beginne nicht mit bürgerlicher Freiheit, sondern mit dem richtigen Bewußtsein. Eine solche Haltung fördert jedoch nicht die liberale Demokratie, sondern das betreute Denken.
… Alles vom 1.4.2022 bitte lesen in der JF 14/22, Seite 13

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„Woker“ Kapitalismus – Milliardärssozialismus
Was widernatürlich wirkt, ist kein Unfall der Geschichte
von David Engels

Angesichts der zunehmenden Beschränkung aller denkbaren Freiheitsrechte ist nur verständlich, daß radikale Vorstellungen von Liberalismus erneut großen Zulauf haben. In der Tat genügt ein Blick etwa in einen der Romane von Ayn Rand, um festzustellen, daß ihre psychologische Charakterisierung des Kollektivismus und dessen Kontrastierung mit dem von Rand gepredigten freien und selbstbestimmten Individuum nicht ganz aus der Luft gegriffen sind.

Und doch täuscht der hierdurch suggerierte Dualismus zwischen Kollektivismus und Liberalismus. Denn beide sind letztlich nur die zusammengehörenden Varianten ein- und desselben Weltbildes, das den Menschen im wesentlichen auf seine wirtschaftliche Funktion und die Welt auf einen rein materialistischen Objektivismus reduzieren will.

Wer an der traurigen Wahrheit dieser Vermutung zweifelt, möge einen Blick auf jenen seltsamen „woken“ Kapitalismus werfen, der sich seit dem Ende des Kommunismus zeitgleich mit der zunehmenden Liberalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft nicht nur in der westlichen, sondern der gesamten Welt ausgebreitet hat und kulturmarxistische Ideologie mit einem damit angeblich unvereinbaren hochkapitalistischen Produktions- und Finanzsystem verquickt.

Sei es das Klimaengagement Amazons, die Hate-Speech-Politik Facebooks, die LGBTQ-Schlagseite Ikeas, die Multikulti-Werbung Benettons, das Gendern des Otto-Katalogs, der „Kampf gegen Rechts“ von Alnatura oder die AfD-Hausverbote vieler deutscher Restaurants: Vom größten bis zum kleinsten Betrieb unterstützen alle vorbehaltslos den linken Zeitgeist – und zwar nicht aus oberflächlichem Opportunismus, sondern aus langfristigem Kalkül.

Denn was auf den ersten Blick widernatürlich scheint, ist auf den zweiten nur logisch. Der Ultraliberalismus in seiner Endphase bewirkt zum einen durch sein Streben nach möglichst effizienter Vermarktung seines Angebots eine Nivellierung und Vermassung breiter Volksschichten, die zu austauschbaren Konsumenten degradiert werden. Zum anderen generiert er immer mächtigere Monopole und Oligopole, welche als Big Tech, Big Data oder Big Pharma oder aufgrund ihrer gewaltigen Macht und internationalen Ausrichtung kaum noch gebremst werden können.

Die einander widerstreitenden Interessen einer kleinen, ultraliberalen Machtelite auf der einen Seite und den großen Massen auf der anderen müssen aber nicht unbedingt zum Klassenkampf führen, wie Marx erwartete, sondern können ganz im Gegenteil durch entsprechende ideologische Manipulation ausgehebelt werden. Indem die großen Konzerne sich nämlich nicht mehr als patrimoniale oder elitäre Gegenspieler der breiten Massen offenbaren, sondern sich angeblich auf deren Seite stellen beziehungsweise deren Ansichten geschickt zu ihren eigenen Gunsten manipulieren, bestätigen sie eine bereits von Oswald Spengler vorhergesagte Entwicklung.

Ihm zufolge käme es im derzeitigen Abendland entweder zur Entstehung eines sozialistischen Systems, das allerdings zunehmend eine mächtige und auch wirtschaftlich einflußreiche Nomenklatura hervorbringen würde, oder aber eines ultrakapitalistischen Systems, das seine Bürger beziehungsweise Konsumenten zunehmend planwirtschaftlich verwalten würde, um seine Überlebensfähigkeit zu garantieren: der Milliardärssozialismus.

Unter diesem Gesichtspunkt ist es daher auch nur logisch, wenn die großen Betriebe von ihrer tatsächlichen Machtstellung abzulenken versuchen, indem sie ihre wahren, extrem asymmetrischen Besitzstrukturen durch Hervorhebung angeblich kollegialer „corporate identity“ verschleiern und zum einen auf ihr Engagement für „globale“ Ziele verweisen (wie etwa den Kampf für das Klima, für die Dritte Welt oder für die Demokratie), zum anderen ein gesellschaftspolitisches Ideal bewerben, das unter dem Deckmantel menschenrechtlicher Vokabeln faktisch die Zersetzung der bisherigen bürgerlichen Solidarstrukturen bewirkt, etwa durch Multikulturalismus, LGBTQ- und Gender-Ideologie, antichristliche Propaganda oder die allgemeine Ablehnung von Nationalstaat und abendländischer Zivilisation. Der „woke“ Kapitalismus ist also kein Unfall in der Geschichte des Ultraliberalismus, sondern vielmehr dessen Lebensversicherung.

Daher ist auch die Forderung zur Rückkehr zum angeblich „guten alten Liberalismus“ der 1970er oder 80er Jahre ein (wenn auch verständlicher) Irrtum, da er nur Feuer mit Feuer bekämpfen und sich für die Restitution von Verhältnissen einsetzen würde, die in kürzester Zeit doch wieder nur analoge Konsequenzen produzieren. Auch der Verweis auf die Notwendigkeit einer strengeren staatlichen Steuerung des Liberalismus etwa durch Kartellpolitik, freies und gleiches Bildungssystem oder soziale Marktwirtschaft geht am eigentlichen Problem vorbei.

Denn Staat, Parteien und Gesellschaft haben jene Ideale ja nicht gezwungenermaßen, sondern freiwillig aufgegeben und somit zur Genüge demonstriert, daß die Buchstaben des Gesetzes keinerlei Garantie gegen die Instrumentalisierung der ursprünglichen Strukturen bieten, wenn der sie belebende Geist ein anderer geworden ist.

Das einzige Mittel gegen jene Entwicklung kann daher auch nur in einem inneren Wandel der Abendländer oder wenigstens einer künftigen neuen Führungselite liegen, die sich durch Rückbesinnung auf die frühere Mission unserer Zivilisation erneut vom brutalen Materialismus des Liberalismus löst und die Akkumulation von Reichtum nicht zum Selbstzweck einer gesamten Gesellschaft werden, sondern die hierdurch freigesetzten Energien vorrangig anderen, höheren Zielen zukommen läßt.

Ob diese nun im Äußeren liegen und Schutz wie Mehrung des Abendlands beinhalten, oder im Inneren und die Verfolgung spiritueller wie künstlerischer Interessen anstreben – also jenen beiden Formen der Sublimierung, welche über Jahrhunderte hinweg die echte, innere und äußere Größe unserer Kultur ausgemacht haben.

.. Alles vom 25.11.2021 von David Engels bitte lesen in der JF 48/21, Seite 2
https://www.junge-freiheit.de

Prof. Dr. David Engels ist Professor für Römische Geschichte in Brüssel und forscht am Posener West-Institut (Instytut Zachodni).

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Wokies trivialisieren ernste Probleme
„Die ‘Wokies’ trivialisieren mit ihren absurden Forderungen ernstzunehmende Probleme. …  Wo es Zwangsverschleierungen, Zwangsehen, Auspeitschungen, Vergewaltigungen und ökonomische Diskriminierungen gibt, grenzt es an eine Frechheit, seine Energie auf den Gender-Schluckauf und das ‘der’ und ‘die’ zu verschwenden.
Wer fordert, daß ‘Fußgänger’ durch ‘zu Fuß Gehende’ abgelöst werden sollen, der provoziert zwangsläufig die Dekadenz-Einschätzung: ‘Die haben halt keine anderen Sorgen.’“

Rainer Bonhorst, bis 2009 Chefredakteur der „Augsburger Allgemeinen“, auf dem Blog „Achgut.com“ am 17. Juni 2021

 

 

Woke Kapitalismus – Großkonzerne huldigen der kulturellen Linken
Aus der Schußlinie genommen „Woke capitalism“: Großkonzerne huldigen der kulturellen Linken / Wie geht die Rechte damit um?
von Björn Harms
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Ob nervtötende Regenbogenwerbung, verpflichtende „Diversity“-Programme für die eigenen Angestellten oder ein vorauseilender Gehorsam, wenn es um die Zensur von Produkten oder unbequemen Personen geht: Fast alle großen Konzerne orientieren ihr Erscheinungsbild heutzutage am linken Zeitgeist. Ihr Handeln faßt man neuerdings unter dem Begriff „woke capitalism“ zusammen, frei übersetzt also einem „aufgeweckten Kapitalismus“. Was ist damit gemeint?
Das Wort „woke“ kam verstärkt in den späten 2010er Jahren auf und umschreibt im Grunde ein erhöhtes Bewußtsein für vermeintliche soziale Ungerechtigkeiten, Diskriminierungen oder gar Rassismus. Ross Douthat, Kolumnist der New York Times, stellte 2018 erstmals den Bezug zu einer besonderen Art der Unternehmensführung her. Douthat beschrieb den „woke capitalism“ als einfachen Trick. Unternehmen huldigen der kulturellen Linken, um im Gegenzug Nachsicht bei der Erfüllung ihres primären Ziels zu erhalten: Geld zu verdienen. Ersten Untersuchungen zufolge hat eine „woke“ Unternehmenspolitik jedoch kaum positive oder negative Auswirkungen auf den Gewinn eines Unternehmens. Die Aktienkurse etwa werden höchstens minimal beeinssußt. Warum also sollte ein Unternehmen eine Entscheidung tre en, die keine Auswirkungen auf den Gewinn hat? .
Nun, wenn es um den Kulturkampf geht, muß das Ziel eines Unternehmens nicht zwingend die Maximierung von Gewinnen sein, sondern eben auch die Minimierung von Verlusten. Aufgrund ihrer profitorientierten Natur werden viele Unternehmen standardmäßig zur Zielscheibe der aktivistischen Linken.
Es ist somit eine Frage der Abwägung: Nehme ich zunächst vielleicht kleine Einbußen in Kauf, um politisch korrekte Dinge zu tun, oder aber riskiere ich durch die Toleranzwächter in Politik und Medien meinen kompletten Ruf zu verlieren?

Doch kann ebensowenig bestritten werden, daß viele junge Unternehmer, gerade aus der Tech-Branche, der Ideenwelt der Linken nahestehen. Angesichts ihrer Sozialisation ist es durchaus möglich, daß das, was diese „aufgeweckten“ Kapitalisten ihren Arbeitern und Kunden aufzwingen, ein verinnerlichtes Glaubenssystem widerspiegelt. Ganz gleich aber, ob sie nun an diese progressiven Ideen glauben oder nicht: für die Konzernchefs der Welt ist es strategisch bedeutsam, „aufgeweckt“ zu sein, um diejenigen zu besänftigen, die sie sonst mit Steuern und Boykotten zerstören würden.
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Daß der „woke“ Kapitalismus auch längst keine Ausnahme mehr ist, sondern das Maß der Dinge, beweist nicht zuletzt das Weltwirtschaftsforum (WEF). Genau jene Institution also, die seit Jahren den nun erfolgten Paradigmenwechsel vom Shareholder- zum Stakeholderprinzip propagiert. Das heißt, Unternehmen orientieren sich nicht mehr nur an den Aktionären, sondern auch an Kunden, Mitarbeitern, Partnern und der Gesellschaft als Ganzes. Nicht nur versuchen sich die DavosEliten somit an die Spitze von sozialen Bewegungen zu setzen.
Zugleich legt die Institution um Gründer Klaus Schwab auch die künftigen Standards für die Wirtschaft fest. So veröffentlichte das WEF kürzlich eine Reihe einheitlicher Kennzahlen zu den Themen Umwelt (Environmental), Soziales (Social) und verantwortungsvoller Unternehmensführung (Governance), die sogenannten ESG-Kennzahlen, die zur Messung des Stakeholder-Kapitalismus dienen sollen. Nachhaltigkeit ist Trumpf, für viele Konzerne sind die Kennzahlen mittlerweile ein wichtiger Gradmesser. Konzerne löschen digitale Identität aus .
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Und damit nicht genug. „Wokeness“ ist allerorten gefragt: Die US-Technologiebörse Nasdaq will künftig DiversityQuoten für die bei ihnen gelisteten Unternehmen festsetzen. Andernfalls will sie den Firmen die Börsenzulassung entziehen. Facebook und Microsoft unterstützen bereits den Vorschlag. Goldman Sachs weigert sich derweil an Börsengängen mitzuarbeiten, wenn das Unternehmen nur von weißen Männern geführt wird. Das Bankhaus J.P. Morgan will in den nächsten fünf Jahren 30 Milliarden Dollar bereitstellen, um gegen einen „systematischen Rassismus“ vorzugehen und dabei Kredite ironischerweise explizit nach Rasse zu vergeben.
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Gleichzeitig lassen die großen Konzerne „im Dienste der guten Sache“ ihre Muskeln spielen. Nichts zeigt dies besser als die Folgeereignisse der „Kapitolstürmung“ in den USA. Twitter, Facebook, Instagram und Snapchat leiteten die Sperrung von Donald Trumps Kanälen ein. Dann zogen Apple, Google und Amazon der Alternativplattform Parler den Stecker. Die New Yorker Signature Bank kündigte Trump zwei Konten, auf denen knapp 5,3 Millionen Dollar lagerten. Die Deutsche Bank verlautbarte, künftig keine Geschäfte mehr mit Trump zu machen.
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Die Zensurmaßnahmen greifen also längst tiefer als allgemeinhin angenommen. Dem „woke capitalism“ geht es im Zeitalter der „Cancel Culture“ nicht mehr nur um die Ausgrenzung in den sozialen Netzwerken. Auch Finanzinstitutionen, Banken oder Zahlungsanbieter wie Paypal und Patreon sind durchpolitisiert. Am Ende dieses Feldzugs der Großkonzerne droht die totale Auslöschung der digitalen Identität dissidenter Kräfte, mitunter sogar eine Art damnatio memoriae. Die moderne Technik ermöglicht, daß der Mensch seine Existenz verliert, obwohl er noch am Leben ist. Mitunter führen die Sperrungen jedoch auch zu interessanten geistigen Verrenkungen. Viele Linke verteidigen nun, da es ihren politischen Feind immer härter trifft, das Recht auf private Medienmonopole und huldigen den Großkonzernen. Das hängt eng mit der Abwendung von klassisch linken Themen hin zur Identitätspolitik zusammen. Die postmoderne Identitätslinke hat mittlerweile auch in Deutschland einige Parteien übernommen oder zumindest fest in ihren Klauen – Grüne, Linkspartei und SPD – und selbst im extremistischen Vorfeld wie etwa in der Interventionistischen Linken ihren Einfluß massiv erweitert. So finden ihre gesellschaftlichen Analysen nicht mehr primär entlang ökonomischer Fragen statt, sondern verlagern sich auf das Gebiet der Privilegien, der Diskriminierung und des (Anti-)Rassismus.
Das „woke“ Kapital reibt sich die Hände, denn durch die Annahme dieser Themen nimmt man sich gekonnt aus der Schußlinie, ohne Gefahr zu laufen, finanzielle Einbußen fürchten zu müssen. Die Empörung wird in Bahnen gelenkt, die für das globale System ungefährlich sind. Kaum verwunderlich also, daß unmittelbar nach Ausbruch der „Black Lives Matter“-Proteste im Mai 2020 sich das „Big Business“ sofort auf die Bewegung stürzte und sich wie selbstverständlich als ein Teil davon sah. Kaum ein international agierender Konzern, der nicht in Millionenhöhe spendete.
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Spätestens da wurde deutlich: Benachteiligungen jedweder Art können auf der Linken nicht mehr länger als Bestandteil eines kapitalistischen Ausbeutersystems verstanden werden – jede antikapitalistische Äußerung auf den „BLM“-Demonstrationen erscheint geradezu lächerlich. Die Verantwortung für vermeintliche Ungerechtigkeiten verschiebt sich vielmehr auf die berühmte „strukturell rassistische Gesellschaft“, also die autochthone Bevölkerung selbst. Was wiederum dem zunehmend totalitär und sozial destruktiv agierenden „Big Business“ und seinen „Quasi-Monopolen“ (Erich Preiser) aus der TechBranche zugute kommt, für die traditionell gewachsene Strukturen wie Familie, Nation oder Solidargemeinschaft nichts bedeuten. Der von der Linken geschaffene identitätspolitische Überbau ist also das ideale Instrument für den Kapitalismus, um in eine schranken- und grenzenlose Zukunft zu steuern.
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Was macht die politische Rechte? Bedauerlicherweise sind viele Konservative allzu häufig in 1980er-Jahre-Zeitschleifen gefangen, die sie gedanklich nicht aus dem Kalten Krieg entlassen. Sie verstehen nicht, daß weder die Begriffe „Kommunismus“ oder „Sozialismus“ (und natürlich auch nicht „Faschismus“) eine hinreichende Beschreibung des heutigen „kapitalistischen Realismus“ (Mark Fisher) ermöglichen. Sie wollen nicht wahrhaben, daß der Kapitalismus sich als „woke capitalism“, der mit einem familiengeführten Mittelstandsbetrieb rein gar nichts mehr gemein hat, mittlerweile selbst auf die Spitze treibt.
Und so hat sich in den vergangenen Jahrzehnten ein Konservatismus etabliert, der zwanghaft an bestimmten Ideen festhält, einen ökonomischen Liberalismus favorisiert, den wirklichen Zustand der Gesellschaft aber mehr und mehr aus den Augen verliert. Wenn aber die Rechte den „woke capitalism“ und seine Macht nicht als Problem versteht, verkennt sie die daraus resultierenden Prozesse, die in einer Art „neofeudalen Gesellschaftsordnung“ (Joel Kotkin) münden.
Big Tech beherrscht die Kommunikations- und Distributionskanäle. Staaten werden zum Handlanger eines „woken“, datenbasierten Überwachungssystems. Die kulturelle Linke dient als Schutzschild vor einer entwürdigten und verarmenden einheimischen Mittelschicht.
Solange Konservative „in ihrer wirtschaftlichen Ideologie selbst konzernfreundlich bleiben“, hätten die Großunternehmen wenig zu befürchten, beschrieb New York Times-Kolumnist Douhat bereits vor drei Jahren die Situation. „Ihre ‘Wokeness’ verschafft ihnen Deckung, wenn der Liberalismus an der Macht ist.“ Daran muß sich in den nächsten Jahren etwas ändern. Ansonten ist es zu spät
… Alles vom 22.1.2021 von Björn Harms bitte lesen auf JF, 4/21, Seite 14
https://www.jungefreiheit.de

 

 

 

Hurensohn oder Scheiß-Afghane oder Scheiß-Deutscher?
Der Fußball und die Rangfolge der Beleidigungen
… das Beleidigungspaar „Scheiß-Afghane“ einerseits und „Hurensohn“ andererseits. Was wiegt schwerer? Die Verächtlichmachung eines Spielers mit afghanischem Migrationshintergrund durch den Scheiß-Zusatz oder die Herabwürdigung einer Spielermutter als Sexarbeiterin?
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Diese Problematik, die nach dem Spiel von Union Berlin gegen Bayer Leverkusen Schlagzeilen machte, ist mehr als ein Fußballproblem. Es fordert unsere Gesellschaft insgesamt heraus. Vor allem die politisch korrekte „Woke-Community“ wird immer wieder mit diesem Thema konfrontiert. Man ist einerseits bunt und einwanderungsfroh, andererseits entschieden pro Frau. Was hat also Vorrang, Migranten vor Beleidigungen zu schützen oder Frauen vor Herabwürdigung?
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Krisenhaft zugespitzt hat sich diese Frage vor fünf Jahren beim Kölner Silvester, als Migranten massenhaft Frauen und Mädchen sexuell belästigten. Diese Krise hat Alice Schwarzer, die Seniorin der Frauenemanzipation, zu der Warnung veranlasst, die Fremdenliebe dürfe nicht auf Kosten der Frauensolidarität gehen. Die Folge war eine heftige Debatte in der Community, die damals das Wort „woke“ zwar noch nicht kannte, es heute aber in Anspruch nehmen würde.
… Alles vom 19.1.2019 von Rainer Bonhorst bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/der_fussball_und_die_rangfolge_der_beleidigungen
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Einige Kommentare:
“Scheißdeutscher“ – ohne Konsequenzen
Ich habe als Pädagoge fünf Jahre unter anderem auch mit Afghanen gearbeitet. Da haben sich meine Kollegen und ich von diesen oft die Bezeichnung “Scheißdeutscher” für uns Schon-länger-Hier-Lebenden und den Irrsinn der nichtfunktionierenden Integration zahlenden weißen Männer anhören müssen. Übrigens ohne Konsequenzen durch unsere Vorgesetzten. Bloß kein Aufsehen machen, es darf keine Probleme geben. Im Endeffekt wurde uns dann noch vermittelt, dass wir uns Ihnen gegenüber falsch verhalten hätten, d. h., weil wir zu streng, zu kulturunsensibel gewesen seien und zu hohe Anforderungen an sie gestellt hätten. Aber wir sind ja auch keine Gutmenschen, da darf man so etwas sagen. Die Dummen haben die Burg gestürmt!
19.1.2021, L.H.H., AO
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Hurensohn nur bei Ungläubigen …
“Interessant” dass man in den herkömmlichen Medien, gleich ob ÖR oder privat, von der Hurensohn-Beleidigung gar nichts gehoert hat. Vor der Opferhierarchie, die hier zutreffend thematisiert wird, steht die Frage, wer ueberhaupt beleidigungsfaehig ist. Seit Jahren wissen wir um die “Grundentscheidung” in diesem Land, dass Deutsche, inzwischen auch richterliche abgesegnet, nicht zu den vor Beleidigungen zu schützenden Völkern gehoeren, weder vor “rassistischen”(Koeterrasse) noch sonstigen Beleidigungen, wobei diese Wertentscheidung insbesondere im Verhaeltnis Nichtbiodeutsch zu Deutsch gilt. Das ist nur konsequent, denn natuerlich duerfen (oder muessen) andere Ethnien oder Völker ihren Stolz, Ehre und ihr Nationalgefuehl oder ihre Kultur exzessiv ausueben, was ausdrücklich nicht fuer (weisse) Deutsche gilt. Selbstverachtung und Selbsthass hinterlassen ihre Spuren. Und natuerlich waere der “Hurensohn”, eine in bestimmten” Gruppierungen” uebrigens sehr gerne verwendete Beleidigung, gegenüber einem Muslim ungleich verwerflich und in den Konsequenzen etwas unangenehmer, als bei einer Ungläubigen. Da werden gewisse Assoziationen offiziell gepflegt.
19.1.2021, R.N.
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Auch beim Rassismus gibt es klare Regeln
„Hurensohn“, kann als bedenklich im Hinblick auf die tätigen Huren und den Feminismus eingestuft werden. Wenn der “Scheiss- Afghane” voll integriert wäre, dann hätte er die Kartoffel eine “Scheiß – Kartoffel” genannt und ein “Ich ficken deine Mudda, du Schwuchtel” gleich mal hinterher geschickt. Wenn aber nun die “Scheiß – Kartoffel ein Weißer aus Frankreich, den Niederlanden oder aus Österreich ist? Ganz so einfach wie es aussieht ist das mit dem Rassismus denn doch nicht. Auch beim Rassismus gibt es klare Regeln und Tabus die es zu beachten gilt.
19.1.2021, H.L.
Ende Kommentare

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Ayaan Hirsi Ali: Die Woke-Glaubenslehre
Nennen wir sie die Woke-Glaubenslehre: Je schwächer du angeblich bist, desto mehr Macht steht dir zu. Entweder du teilst diese Dogmen, und dann gehörst du dazu, zählst zu den Guten und Gerechten. Oder du weigerst dich, sie anzuerkennen, weil du von den Vorteilen einer individuellen Leistungs- und Kompetenzgesellschaft überzeugt bist, und gehörst zu den Abtrünnigen, die ihre Gnade verwirkt haben.
Diese Religionslehre hat ihre Priester und Priesterinnen. Die wichtigste Priesterin in den USA heisst Alexandria Ocasio-Cortez – mit über zehn Millionen Followern auf Twitter.
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Okay. Aber Hand aufs Herz – wer glaubt wirklich an diese Dogmatik? Das klingt nach einer sehr abgehobenen, weltfremden Lehre. Lassen sich der Mann oder die Frau von der Strasse davon überzeugen? Und glauben die Eliten ernsthaft daran?
Jetzt wird es interessant. Nehmen wir zuerst die Eliten.
Es gibt die kulturellen Eliten, die auf ihren Bildungsbesitz achten,
es gibt die wirtschaftlichen Eliten, die mehr auf ihren Profit schielen, und
es gibt die politischen Eliten, die es auf ihre Macht abgesehen haben.
Sie alle spielen das Spiel längst mit. Manche von ihnen fühlen sich schuldig, weil sie eben Geld, Bildung, Macht haben. Andere fühlen sich nicht schuldig, wollen sich aber nicht exponieren, sondern in Ruhe ihr Leben führen und ihren Besitz pflegen. Und nochmals andere fürchten sich vor der radikalen Rechten und sind im Prinzip für alles zu haben, was der Etikette nach aus der linken Ecke kommt. Deshalb schauen die Eliten zu, dulden die neue Glaubenslehre oder tragen sie pro forma sogar mit.
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Das wäre dann reiner Opportunismus?
Natürlich. Und das gilt auch für den Mann oder die Frau von der Strasse. Wenn du unter harten Bedingungen bei Ben & Jerry’s Ice Cream arbeitest, während dein oberster Chef lauthals die gewaltbereite «Black Lives Matter»-Bewegung unterstützt, dann zuckst du innerlich zusammen. Du verspürst Wut. Aber am Ende schweigst auch du – weil du deinen Job nicht verlieren willst und eine Familie durchzubringen hast.
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Wenn Sie recht haben, hiesse das, dass eine kleine Minderheit von Aktivisten alle anderen Bürger vor sich hertreibt?
So verhält es sich in der Tat. Sie schreien laut, sie sind sehr effektiv und höchst gefährlich. Sie finden Verbündete in den Eliten, die sich einen Nutzen von der neuen Glaubenslehre versprechen. Die setzen über alte Medien und soziale Netzwerke ganze Industrien, Firmen, Hochschulen und Parlamente moralisch unter Druck. Sie haben schon Lehrstühle und sitzen schon in Parlamenten.
So hat sich ihr sprachliches Framing mittlerweile bis in den Alltag hinein durchgesetzt, alle reden die ganze Zeit von den Idealen von Ergebnisgleichheit, Inklusion und sozialer Gerechtigkeit. Und Leute wie Sie und ich, akademisch nicht unbeleckt, keine Profiteure des Systems, unabhängig, schütteln den Kopf. Aber gegenwärtig hört uns kaum jemand zu.
… Alles vom 24.11.2020 von Ayaan Hirsi Ali bitte lesen auf
https://www.nzz.ch/feuilleton/ayaan-hirsi-ali-ueber-freiheit-religion-und-identitaetspolitik-ld.1587611
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Freiheitlich-demokratische Grundordnung ist überlegen – Ayaan Hirsi Ali (1.12.2020)
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Kommentare:
Auflösung von Woke durch die Corona-Krise?
Es gibt sie also doch, die differenzierte Sicht auf die Dinge. Das hat es zwar sicher immer gegeben, nur waren diese Stimmen ab 2015 – 2019 nicht zu hören und zu lesen. Die Gutmenschen blockten alles ab. In den öffentlich rechtlichen Staatsmedien, wie auch in den meisten Printmedien. Alles wurde zensiert durch diese neue Sekte.
Vielleicht die Corona-Krise dazu bei, dass dieser Nebel durchbrochen werden kann. Es wäre gut wenn sich die Zuckerwatte auflöst.
24.11.2020, B.L.
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… falsche Verwendung der Begriffe „Elite“ und „linksliberal“
Auch hier ärgert mich wieder die vollständig falsche Verwendung der beiden Begriffe „Elite“ und „linksliberal“. Das sind keine Eliten, in keiner echten Bedeutung des Wortes. Das sind Antieliten, die bzgl. Urteilsfähigkeit, Realitätsgebundenheit, Redlichkeit, Analytisches Denkvermögen, Erkenntnisorientierung, Wissen, etc. z.T. dramatisch schlecht abschneiden. Ein Großteil dieser Personen hat zudem im ganzen Leben absolut nichts Produktives geleistet oder irgendetwas für andere Bürger getan.
Und freiheitlich orientiert – das ist nämlich die zentrale Bedeutung des Wortes „liberal“ – sind diese Leute auch nicht, vielmehr wollen sie anderen ihre Ideologien, ihre Despotie aufzwingen. Sie wollen Fremdbestimmung mit Ihnen als Herrscherkaste und nicht Selbstbestimmung, Selbstautonomie.
24.11.2020, B.K.
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