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EU-Aussenpolitik – vom Islam lernen: Männer oben und Frauen (mit Maske) unten

 

  • LpB: Blutrünstige Monster (14.4.2022)
  • Stromkrise, Framing, Kernkraft (27.9.2021)
  • »Das Framing der Linken« – nun statistisch belegt (26.9.2021)
  • Staatspropaganda bei Flut 2021: Private Helfer – „Kampf gegen Rechts“ (24.7.2021)
  • Propagandajournalismus: Corona in Indien (27.4.2021)

 

»Das Framing der Linken« – nun statistisch belegt
Was meinen Linke, wenn sie von Gerechtigkeit reden? Warum ist es problematisch, wenn die Schwelle, jemanden als Nazi zu bezeichnen, immer weiter sinkt? Und stimmt der Eindruck, dass in letzter Zeit immer mehr von Rassismus die Rede ist?

Aufmerksame Leser spüren es nicht nur, sondern sie wissen es seit langem: Viele Journalisten der Mainstreampresse betreiben ein suggestives und selektives »wording«. »Framing« heißt das nun nicht minder neuhochdeutsch. Es bedeutet: Einen bestimmten Sachverhalt so »rahmen«, das heißt, in einen bestimmten Kontext stellen, dass der Sachverhalt zu den oft genug politisch einseitigen Intentionen des Verfassers passt. Nachricht und Kommentar vermischen sich in den Medien ohnehin immer mehr. Kritische Leser merken, wem die politischen Sympathien der Verfasser gehören. Da ein schräger Begriff, dort eine negative Etikettierung, hier eine bewusst anrüchige Assoziation, dort ein Euphemismus für vermeintliche politische Sympathieträger. Merkel als: »Mutti«, nüchterne Naturwissenschaftlerin, stets vom Ende her Denkende, Uneitle, Führerin der freien Welt … Auf der anderen Seite die »Umstrittenen«, die »Leugner«, die »Rechten«, die »Populisten«, die »Stockkonservativen« …

Man kennt die Beispiele zur Genüge, aber man konnte davon bislang nur mehr oder weniger kasuistisch berichten. Eine empiriegestützte Statistik gab es nicht, so dass man sich stets den Vorwurf gefallen lassen musste, hier handle es sich um nicht-repräsentative Einzelfälle. Das ist nun anders. Soeben hat der Sprachwissenschaftler Holger Schmitt eine Sprachanalyse über – so der Titel eines neuen Buches – »Das Framing der Linken. Von ‚Umverteilung‘, ‚Diversität‘ und ‚Nazis‘« herausgebracht. Das Buch ist ein schier kriminologisch-akribischer Beweis für die politische Schieflage großer Teile unserer Presse und ihrer – bewusst oder unbewusst – betriebenen sprachlichen Manipulationen.

11 Tricks und Methoden, mit denen ARD und ZDF die Öffentlichkeit manipulieren
Die empirische Methode, die Schmitts Studie zugrunde liegt, heißt »Korpuslinguistik«. Es handelt sich dabei um eine computergestützte Auswertung eines Wortkorpus von etwa acht Millionen Texten mit rund 2,5 Milliarden Wörtern, die unter anderem aus Süddeutscher Zeitung, Berliner Zeitung, Mannheimer Morgen, Rhein-Zeitung, Focus, Spiegel, tageszeitung usw. stammen. Ausgewertet wurden das Vorkommen von bestimmten Wörtern pro eine Million (WpM), ferner die Kollokationen. Mit Kollokation meint man das überzufällig häufig benachbarte Auftreten von Wörtern. Dazu wurden Wörter-»Fenster« unterschiedlicher Größe definiert, zum Beispiel, welche Wörter in einem Fenster von 9 Wörtern vor und 9 Wörtern hinter einem bestimmten Begriff bzw. Lexem auftauchen.
Schmitt unternahm diese Analyse für rund fünfzig Lexeme, zum Beispiel für: Aktivist, Anstand, Aufmarsch, Europa, Gerechtigkeit, Gender, Islamismus, Klimaleugner, Mann/Täter, Solidarität und die Adjektive demokratisch oder umstritten. Daraus ist ein kleines Lexikon geworden, dem man statistisch fundiert entnehmen kann, wie häufig bestimmte Begriffe in welchen politisch relevanten Konnotationen vorkommen. Wir beschränken uns hier auf wenige ausgewählte Beispiele.

Aktivist und Aufmarsch: Aktivisten sind fast immer nur Linke. Selbst wenn sie Straf- oder Gewalttaten begehen, heißen sie »Aktivisten«. Von rechten Aktivisten ist nie die Rede. Wenn Rechte oder Lebensschützer demonstrieren, dann wird das als »Aufmarsch« verunglimpft. Mit »Aufmarsch« sollen die Aufmärsche der Nationalsozialisten im Dritten Reich assoziiert werden. Deshalb ist es schier undenkbar, dass die Presse einmal von einem »Aufmarsch« von »Fridays for Future« oder einer Linksgewerkschaft berichtet. Sollte in Berlin wirklich einmal eine »linke« Demo verboten werden, dann wird eben eine Demo verboten. Wenn eine »rechte« Demo verboten wird, dann wird sie als Aufmarsch verboten.

Demokratisch: Wie selbstverständlich übernehmen die meisten Medien die Aussagen von Politikern der Altparteien, man wolle etwa bei anstehenden Koalitionsverhandlungen nur mit »demokratischen Parteien« verhandeln. Dass es eine völlig legal gewählte und nicht verbotene Partei gibt, die im Bundestag die größte Oppositionsfraktion ist und in manchen Landtagen die zweitgrößte Fraktion stellt, wird weggewischt, als sei diese Partei illegal. Das heißt: Linke und Parteien der angeblichen »Mitte« vereinnahmen nach eigenem Gusto den Demokratiebegriff.
Europa: Es sei dahingestellt, ob es aufgrund mangelnder Bildung oder bewusst vernebelnd geschieht: Die Begriffe EU und Europa gelten als austauschbar. So ist denn auch von Europawahl die Rede, obwohl es um die Wahl zum EU-Parlament geht. Ansonsten soll wider alle Geographie und Geschichte gelten: Wer gegen die EU ist, ist gegen Europa. Alle, die das Bürokratie- und Wasserkopfmonster in Brüssel und die vordemokratisch anmutenden Besetzungen von EU-Spitzenämtern kritisieren, werden der Europafeindlichkeit geziehen. Für eine Kanzlerin Merkel scheitert Europa, wenn der Euro scheitert. Welch historischer Unsinn!
Populismus: Als Populisten gelten immer nur die Rechten. Von Linkspopulisten ist de facto nie die Rede. Zudem finden sich beim Begriff Populismus fast nur negative Kollokate: Nationalismus, Extremismus, Rassismus, Demagogie, Hetze, Fremdenfeindlichkeit, billig, blank …

Zurück zum Titel des Buches und zum Zentralbegriff »Framing«. Er bedeutet: Man »rahmt« einen bestimmten Sachverhalt, das heißt, man stellt ihn in einen anderen Kontext, so daß er zu den oft genug einseitigen Intentionen des Akteurs passt. Eigentlich ist Framing damit Vulgärbehaviorismus. Man koppelt einen positiven oder neutralen Sachverhalt immer wieder mit negativen Assoziationen, und schon ist der Empfänger der Assoziation, der Bürger Normalo, propagandistisch, demagogisch, manipulativ, volkspädagogisch auf Linie. Der Zweck des Framings ist klar. Autor Schmitt schreibt hier Klartext: Der politische Gegner soll diskreditiert werden, eigene Anliegen sollen mit einem Heiligenschein umgeben werden, auch wenn sie alles andere als lauter sind. Bestimmte Begriffe sollen tabuisiert werden (etwa »Rasse«), es soll ein linkes Agenda-Setting stattfinden, und es sollen die moralischen Doppelstandards der Linken vertuscht werden. Und schließlich: Dem Medienkonsumenten soll eine bestimmte Gesinnung eingeträufelt werden.
.. Alles vom 25.9.2021 von Josef Kraus bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/buecher/das-framing-der-linken-nun-statistisch-belegt/
Dieser Beitrag von Josef Kraus erschien zuerst in der Preußischen Allgemeinen Zeitung unter dem Titel „Die manipulierte Sprache der Linken“.

Holger Schmitt, Das Framing der Linken. Von „Umverteilung“,
„Diversität“ und „Nazis“. Gerhard Hess Verlag, 230 Seiten, 16,80 €.
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Einige Kommentare:
Wieso kann man auf dieser Basis nicht gegen den ÖRR vorgehen?
Zwei Gründe: 1. Es geht in dem Buch weniger um den ÖRR, sondern vielmehr um privatrechtliche Zeitungen/Zeitschriften. Mir ist kein Korpus bekannt, mit dessen Hilfe man die Sendungen des ÖRR analysieren könnte. 2. Framing bedeutet, falsche Eindrücke zu vermitteln, ohne explizit die Unwahrheit zu sagen. Will sagen: Wer z. B. Linkskriminelle als „Aktivisten“ bezeichnet oder die AfD als „Rechtspopulisten“, kann nicht juristisch belangt werden. Hier hilft nur Aufklärung von unten, sozusagen.
26.9.2021, Mau, TO

Framing mit Worten – Framing mit Bildern
Soweit das Framing mit Worten. Interessant wäre es, die Bildersprache zu untersuchen. Ich schaue derzeit eine Serie auf Netflix, mancher wird sie kennen, „Blacklist“. Die handelnden Personen sind „divers“. Nur: der eine sympathische Moslem hat das Problem, daß Frauen ihn nur als Zwischenstopp nutzen, aber nicht als Lebenspartner, was ihn einschüchtert. Geradezu eine Umkehrung der Realität. Die Muslima, die er umwirbt, arbeitet mit dem Mossad zusammen, ist attraktiv, sexuell aufgeschlossen und unverschleiert. Auch das das Gegenteil des Üblichen. Der andere sympathische Moslem ist schwarz, intelligent und moralisch-treu. Allen ist gemeinsam, daß regelmäßige Gebete in ihrem Alltag nicht vorkommen. Kompetente Figuren der Guten sind vielfach schwarze Frauen, auch schwarze Männer, ihr Anteil dürfte bei rd. der Hälfte liegen, der tatsächliche Bevölkerungsanteil der Schwarzen in den USA ist unter 13%, der Anteil der hoch Qualifizierten verschwindend klein. Man entkleidet also die dargestellten Minderheiten der Eigenschaften, mit denen sie statistisch korreliert sind und präsentiert als filmische Realität, was man sich wünscht. Natürlich sind die Bösen überwiegend Weiße, gerne Russen oder Osteuropäer, handelt es sich um einen Araber, so zeigt er Bibelkenntnisse. Die Welt, die da gezeigt wird, ist ein einziger Fake. Natürlich ist die Handlung ohnehin irreal, warum also nicht die Besetzung? Weil mit Absicht eine verzerrte Weltsicht transportiert wird, die unmerklich manipulieren soll. Man muß wirklich bewußt darauf achten, um die Absicht zu erkennen. Wer Netflix schaut, muß wissen, daß er ein Weltbild präsentiert bekommt, das die gesellschaftlichen Verhältnisse negiert.
25.9.2021,A.P.

Fazit, die Linken haben es geschafft, mit Wort und Schrift
ein ganzes Land in ihre Gewalt zu bringen! Da wird es kein Zurück mehr geben. Das erlebt wahrscheinlich jeder irgendwann im Alltag. Ich werde nach dem Versand mancher Artikel aus TE, achgut , Junge Freiheit immer wieder gefragt, „ so etwas liest Du ?“ D.h. abweichende Meinungen und Formulierungen werden schon vom Normalbürger kritisch beäugt.
25.9.2021, Bis

Sprachterrorismus
War höchste Zeit für ein Buch, das ein bisschen die Nebel um Sprachterrorismus lichtet, aber es wird von den Falschen gelesen und so bleibt seine Mühe unhonoriert.
25.9.2021, W.SCH

Dummheit?
Ich brauche keine Sprachanalyse: das Framing, aber auch die Lücken wie auch Lügen der MSM sind mittlerweile derart offensichtlich, dass man sehr dumm oder sehr unwissend, wohl meist beides sein muss, um das nicht selbst festzustellen.
Letztes Beispiel: die Gaspreise klettern europaweit, aber das ZDF berichtet: „wegen dem Brexit wird das Gas in GB unerreichbar teuer“.
Und diese Idioten in den Sendern denken, das falle nicht auf, diese Lügen?
25.9.2021, Ohe

Framing von Parteien und von Medien
Dass Parteien Framing betreiben, um gegen die politischen Gegner Stimmung zu machen (egal, ob ein Linker Höcke als Nazi bezeichnet, oder ein AfD-Wähler die Linken als SED und/oder Kommunisten darstellt) ist verständlich – aber problematisch wird es, wenn angeblich neutrale Stellen (wie z.B. alle Massenmedien) durchgängig das Framing einer Seite übernehmen.
25.9.2021, A-M.

Framing: Die Gleichsetzung der EU mit Europa geht schon so weit,
dass Großbritannien gemäß der „Zeit“ gar nicht mehr zu Europa gehört: „Schon in Europa ist Gas gerade extrem teuer, aber Großbritannien trifft es außerhalb des gemeinsamen Energiemarkts noch einmal härter“
https://www.zeit.de/wirtschaft/2021-09/gaspreis-grossbritannien-energiekrise-kohlendioxid-brexit
25.9.2021, H.T.

Sehr geehrter Herr Kraus, danke für diesen Artikel.
Das sind kommunistische Zersetzungstaktiken, die in dem Buch beschrieben werden. Dazu folgender Auszug aus dem Buch „Das Wesen der Revolution – Die marxistische Theorie über soziale Veränderung“ von Herbert Aptheker, US-Historiker und marxistischer politischer Aktivist, ehem. Mitglied der Kommunistischen Partei der USA, veröffentlicht 1959:
„Die Kommunisten sagen, dass die rassistischen Unterschiede in den USA der schwächste Punkt in der Gesellschaft ist. Durch die Fokussierung und die Ausnutzung dieser Schwäche haben sie berechnet, dass sie „Erfolg“ haben und dass sie die Amerikaner entzweien, schwächen und sogar zum offenen Kampf bringen können. 1943 wurde folgende Anweisung von der Parteizentrale an alle Kommunisten in den USA veröffentlicht: Wenn gewisse Problemmacher zu lästig werden, bezeichne sie nach einer geeigneten Einleitung als Faschist, Nazi oder Antisemit und nutze das Ansehen von antifaschistischen und sich der Toleranz verschriebenen Organisationen, um sie zu diskreditieren. Assoziiere in der öffentlichen Meinung die, die gegen uns sind mit den Namen, die bereits einen schlechten Ruf haben. Nach ausreichender Wiederholung wird diese Assoziation in der öffentlichen Meinung ein Faktum werden.“

Diese kommunistischen Spaltungs- und Diffamierungstaktiken sollte jeder Demokrat, jeder Liberale, jeder Konservative erkennen und benennen müssen.
Jedem, dem die Freiheit lieb ist, sollte sich das nicht weiter bieten lassen und diese Manipulation immer wieder öffentlich benennen. Erkennen, benennen, öffentlich machen.
Denn die meisten Leute werden wohl ein diffuses Gefühl haben, dass sie nicht mehr frei reden können (wie Umfragen zur Meinungsfreiheit auch belegen), aber sie sind sich nicht davon bewusst, dass sie Opfer kommunistischer Manipulations- und Zersetzungstaktiken sind. Nur wenn diese offengelegten werden, kann man sich dagegen wehren. Der Modebegriff „Framing“ beschreibt nicht im Ansatz, was die derzeitige Entwicklung ist! Klartext ist wichtig.

Und noch ein letzter Gedanke zu dem von mir zitierten Auszug: es wird ja deutlich, dass für die Kommunisten die „rassistischen Unterschiede“ auch nur Mittel zum Zweck sind. Das gilt heute noch genauso. Migranten werden für die eigene Agenda missbraucht. Ansonsten würde man nämlich die Einwanderung in soziale Brennpunkte und Armut klar ablehnen sowie 1000de Euros Schulden für Schlepper, das Schleppertum an sich und eine Flüchtlingspolitik, die auf „Survival of the fittest“ beruht. Aber das ist den Leuten, die ihre Kinder auf Privatschulen schicken und in den wohlhabenden Vierteln leben, völlig egal.
Es geht um Macht und sehr viele gutgläubige Mitläufer, die ihre Gutgläubigkeit eines Tages noch beklagen werden, aber wo jetzt nur gilt, in der öffentlichen Meinung kein „Nazi“ zu sein.
Natürlich ist ein schuldbesessenes Volk wie die Deutschen eine leichte Beute.
Deswegen: Aufklärung!
25.9.2021, C.S.
Ende Kommentare

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Staatspropaganda bei Flut 2021: Private Helfer – „Kampf gegen Rechts“
Für mich die Spitze des Irrsinns ist aber, dass die Katastrophe jetzt für den „Kampf gegen rechts“ instrumentalisiert wird. Wer die Lage vor Ort verfolgt hat, weiß, dass viele Orte tagelang ohne Hilfe staatlicher Institutionen blieben. Bauern und Bauunternehmer räumten mit ihrem schweren Gerät Schlamm und Schutt beiseite, freiwillige Helfer packten beim Ausräumen von Wohnungen und Kellern mit an. Über Facebook und Twitter benachrichtigte man sich, wo Hilfe gebraucht wurde.
Aber Politik und Behörden signalisierten von Anfang an, dass ihnen diese Helfer nicht genehm waren. THW twitterte, man solle nicht einfach ins Katastrophengebiet kommen, sondern sich statt dessen bei einem THW-Lehrgang anmelden. Zum Glück sind viele nicht diesem vergifteten Ratschlag gefolgt. Wenn die Hilfe aus der Gesellschaft fern geblieben wäre, sähe es heute noch zum Verzweifeln aus.

Weil sich viele Helfer nicht abhalten ließen, wurde die schärfste Waffe der Staatspropaganda ausgepackt. Erst twitterte die Polizei, dass in rheinlad-pfälzischen Katastrophengebieten angeblich Rechtsextreme sich als „Kümmerer“ anbieten würden. Man hätte ein Auge darauf, könne aber nicht eingreifen. Die Polizei bedauerte, so lange nicht gegen geltendes Recht verstoßen werde, habe sie keine Handhabe. Jedoch werde man „mit aller Entschiedenheit gegen Menschen einschreiten, die unter dem Anschein von Hilfe die Lage für politische Zwecke missbrauchen“.

Brauchen Helfer einen Gesinnungs-TÜV?
Auch gäbe es an der „Qualität der Hilfe“ Zweifel. Das rheinland-pfälzische Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung hat in Bad Neuenahr-Ahrweiler ein Familienzentrum des Vereins „Initiative Eltern stehen auf“ geschlossen, berichtet der „Merkur“.
In einer Schule wurden Kinder von Flutopfern zu betreut. Begründet wurde die Schließung wegen der „schlechten Bedingungen“. Es habe weder Strom noch Wasser gegeben, die Flure seien voll von öligem Schlamm gewesen. Aha, weil es keinen Strom und kein Wasser gibt, wofür die Behörden verantwortlich sind, dürfen keine Kinder betreut werden. Außerdem sei die Betreuung durch unqualifiziertes Personal erfolgt. „Bei aller Not, die vor Ort herrscht, müssen Kinder von qualifiziertem Personal betreut werden“, sagte Detlef Placzek, Präsident des Landesamts, dem SWR. Und wenn kein qualifiziertes Personal vor Ort ist, soll sich lieber niemand um die Kinder kümmern, deren Eltern mutmaßlich damit beschäftigt sind, die Flutfolgen zu beseitigen? Was für eine menschenverachtende Logik!
Querdenker würden „das Vertrauen in die staatlichen Maßnahmen und Strukturen zu beschädigen“, warnte das Bundesinnenministerium. Das ging gestern über die Medien! Humor ist, wenn man trotzdem lacht, denn niemand beschädigt dieses Vertrauen mehr, als Politik, Behörden und Medien, die versagt haben und weiter versagen!
Wer nicht versagt hat, sind die „toxischen Weißen“, Männer und Frauen wie Hubert Schilles, die dort hingehen, wohin sich die Politik wegen der Gefahr nicht wagt und unter Einsatz ihres Lebens noch größeres Unheil abwenden. Wenn wir uns auf Politik, Medien und Behörden vertrauen würden, wären wir verloren, aber wir können uns immer noch aufeinander verlassen. Das ist die gute Nachricht zum Schluss!
…. Alles vom 24.7.2021 von Vera Lengsfeld bitte lesen auf
https://vera-lengsfeld.de/2021/07/24/katastrophenhilfe-nur-nach-gesinnungs-tuev/#more-6086

Einige Kommentare:
Unwahrheiten
Schlimmer geht im bunten Dummland immer, s.h. hier: Die Vize-Präsidentin des THW, Sabine Lackner, am Samstag im RTL/ntv-“Frühstart”. “Wenn sie mit Einsatzfahrzeugen unterwegs sind, werden sie mit Müll beschmissen. Hinter den Angriffen seien vor allem Querdenker oder Menschen aus der Prepper-Szene, die sich als Betroffene der Flutkatastrophe ausgäben, sowie einige frustrierte Flutopfer.”
24.7.2021, P.W.

Querdenker würden
“das Vertrauen in die staatlichen Maßnahmen und Strukturen beschädigen“, warnte das Bundesinnenministerium. Nun gehören also die Versager in der Warnkette (nämlich die verantwortlichen Innenminister über die ADD/Trier, die Landräte bis einen Teil der Bürgermeister) zu Querdenkern?
Sie haben jegliches Vertrauen zerstört – ihre Namen sollten offen kommuniziert werden. Wie können die Schlafmützen, welche die über neun Tagen aufgelaufenen, eindeutigen Warnungen negierten und keine Evakuierungen anordneten, angesichts ihrer Schuld an über 170 Toten noch ruhig schlafen?
24.7.2021, A.B.

Propaganda statt Hilfe
Wenn es nicht in erster Linie um Hilfe, sondern in erster Linie um Propaganda geht, dann kommen die kuriosesten Resultate heraus. Hilfsbereitschaft erwünscht, aber erst nach Gelöbnis auf Kampf gegen Rechts, auf Fridays For Future, auf Greta, auf Linksgrün, auf Mutti und auf eine inzidenzienfreie Zone.
24.7.2021, W.A.
Ende Kommentare

 

Propagandajournalismus: Corona in Indien
Gabor Steingart schreibt in seinem Newsletter: „Das Coronavirus hält die größte Demokratie der Welt im Würgegriff. Die Lage in Indien ist dramatisch. …
Deshalb hier eine Gegenstimme – ein Text von Alfred Koch, dem früheren Vize-Regierungschef von Russland. Der Russlanddeutsche kennt Wladimir Putin noch aus gemeinsamen Petersburger Zeiten, ist heute ein heftiger Kritiker des Präsidenten und lebt in Oberbayern:
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„Das Theater, das von den europäischen Medien in Sachen Corona in Indien gespielt wird, soll zeigen, dass es Orte auf der Welt gibt, an denen die Situation schlimmer ist als in Europa, und dass die europäischen Behörden alles richtig machen und wir alles ertragen müssen, all die Einschränkungen, „sonst wird es wie in Indien sein“.
Und was ist mit Indien? Berechnen wir nicht die absoluten, sondern die relativen Werte. Durchschnittlich werden in Indien pro Tag etwa 350.000 Menschen positiv getestet. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass in Indien 1,4 Milliarden Menschen leben, bedeutet dies 250 Menschen pro 1 Million Einwohner.
Dies ist jedoch ungefähr das gleiche Infektionsniveau wie in Deutschland in der letzten Woche: durchschnittlich 245 Menschen pro Million und Tag. In einigen anderen europäischen Ländern ist die Situation manchmal schlimmer. Und die ganze vorletzte Woche war die Zahl sogar viel höher – 300 Menschen pro Million Einwohner.

Und niemand ist deswegen in Hysterie verfallen, niemand rief, dass es in Deutschland eine Katastrophe gäbe. Und in Berlin gab es sogar eine Kundgebung von vielen Tausenden gegen die Corona-Maßnahmen.
Die Sterblichkeitsrate ist dabei in Wirklichkeit dieselbe: 3.000 Todesfälle gab es in Indien vorgestern, das sind ungefähr 2 Menschen pro einer Million. In Deutschland starben in der vergangenen Woche etwa 2,6 Menschen pro einer Million Einwohner pro Tag. Und niemand zeigte im Fernsehen oder in den Medien Friedhöfe mit einem Strom von Leichen, weinende Witwen und gruseligen Scheiterhaufen …

Ich sage es seit langem: Es gibt nichts Ekelhafteres als Propagandajournalismus, insbesondere in seiner freiwilligen Form, wenn ein Journalist auf Ruf seines Herzens hin Propagandist wird…“
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Ich habe Ihnen hier zwei konträre Meinungen vorgestellt, damit Sie sich selbst ein Bild machen können. Ein Aspekt, der in beiden Positionen nicht vorkommt, ist der, wie gut das indische Gesundheitswesen auf die Situation vorbereitet ist und wie es mit ihr fertig wird. So wenig ich mich mit Indien auskenne, so wenig kann ich mir vorstellen, dass die medizinische Versorgung dort auf dem Niveau von westeuropäischen Ländern ist. Insofern ist jeder Versuch einer Gleichsetzung in meinen Augen mit Skepsis zu betrachten. Andererseits kann man sich aber auch schwer vorstellen, dass die Hygiene-Maßnahmen in Indien genauso streng umgesetzt werden wie bei uns – und die Raten der positiv Getesteten sind dennoch auf einem ähnlichen Niveau. Also Fragen über Fragen.
… Alles vom 27.4.2021 bitte lesen auf
https://reitschuster.de/post/ist-die-aktuelle-indien-berichterstattung-propagandajournalismus/