Informiere Dich: Medien täglich

Wissen ist eine Holschuld. Dieser nachzukommen macht Freude und hält geistig fit. Deshalb sollte man sich täglich informieren. Nicht einseitig, wozu man in einem totalitären System gezwungen wird, sondern vielseitig, was unser demokratisches System möglich macht. Also gemäß der uralten WeisheitAudiatur et altera pars“ bzw. „Man höre auch die andere Seite“ sich sowohl in den Mainstream-Medien als auch in den alternativen Medien umhören und informieren. Dazu die Punkte Info1 bis Info5:

Info1: Zu den reichweitenstarken Mainstream-Medien die Zeitungen FAZ, Süddeutsche, taz, WELT usw. lesen – eine davon genügt, da überall Ähnliches drin steht.
Zu den Alternativ-Medien https://dushanwegner.com/freie-denker aufrufen, um sich für 27 Medien jeweils die letzten 5 Haedlines alle 15 min aktualisiert anzeigen zu lassen.
So ist man aufs erste informiert, wie unterschiedlich die eine Seite (Mainstream) und die andere Seite (Alternative) über die aktuelle Politik berichten.
Früher war dies viel einfacher, denn damals konnte man sich über die Lektüre von nur zwei Zeitungen – wie z.B. Süddeutsche und WELT – informieren, was die linke und die rechte Politik so berichtet.

Info2: Hinzu kommen Abonnements der beiden Wochenzeitungen DIE ZEIT (links) und Junge Freiheit (rechts). Beide erscheinen donnerstags – da ist man allwöchentlich gut versorgt.
.
Info3: Und zusätzlich als Extras noch Spiegel.de und Focus.de (Mainstream) sowie Tichyseinblick.de, Achgut.com und Reitschuster.de (Alternative) lesen.

Info4: Beim Radiohören geht es primär um den regionalen Bezug. Hier informieren die regionalen Sender der ARD. Ein Konkurrenzangebot bietet der Kontrafunk https://kontrafunk.radio aus der Schweiz mit seinem deutschsprachigen Programm für D, CH und AUT. Mehr dazu hier. Im Gegensatz zu den deutschen ÖRR-Sendern ist der Kontrafunk rein spendenfinanziert – also Bürgerjournalismus pur.
.
Info5: Auf das große darüberhinaus in der Medienwelt verfügbare Informationsangebot (Print, TV, WWW, Podcasts, Polit-Blogs, Plattformen, Social Media) wird in einem gesonderten Beitrag eingegangen.

Zu jeder Meinung (z.B. der veröffentlichten) gibt es mindestens eine andere Meinung (die abweichende). Das ist Pluralismus in seiner Minimalform (eine Meinung und nur eine Gegenmeinung). Wer diesen Minipluralismus nicht mehr wahrnimmt, gehört im Grunde zu den Untertanen einer undemokratischen Obrigkeit, ohne dass er dies vielleicht merkt. Er gehört aber nicht zu den mündigen Bürgern, die das freie Informationsangebot in seiner Vielfalt nutzen. Diesen geht es nicht darum, wer nun wie auch immer „recht“ haben, „besser“ sein oder „wahr“ sprechen könnte. Sondern darum, die unterschiedlichen Sichtweisen zu erfahren, um deren Argumente zur eigenen Meinungsbildung heranzuziehen und abzuwägen.
.
Leider hört man viel zu oft „Das interessiert mich nicht“, „Lassen Sie mich damit in Ruhe“, „Ich will davon nichts hören, kapiert?“, „Keine Ahnung, aber da kann ich doch nichts ändern“ oder schlicht „Ist mir egal“ – mehr dazu hier. Viele Bürger wollen sich nicht oder nur einseitig informieren, oftmals aus Bequemlichkeit. Was sehr gefährlich ist, denn die Demokratie lebt vom Pluralismus der Meinungen und dieser vom mündigen Bürger, der sich dessen bewußt ist. Anstelle des Untertanengeistes braucht es Kritik, Skepsis, abweichende Meinung, Zweifel, Dagegen-Sein, Diskussion, Widerspruch, Gegenargument bzw. Querdenken – ein Begriff, der viel viel älter ist als Michael Ballweg. Die ideale journalistische (Medien) wie auch didaktisch-methodische (Schulbildung) Aufbereitung hierzu ist das „Pro & Contra“-Format.

Alternative Medien werden oftmals als Neue Medien und Freie Medien bezeichnet.  Nicht in der Absicht, die anderen Medien als unfrei hinzustellen, sondern – wie etwa im Sinne der „Freien Waldorf-Schulen“ – um den Wert der Freiheit bzw. Unabhängigkeit besonders  herauszustellen. Schließlich werden die Mainstream-Medien durch die staatliche Finanzierung (trotz der Verpflichtung im Medienstaatsvertrag zu ausgewogener und neutraler Berichterstattung) in Abhängigkeit des Staates gebracht – „Wes Brot ich ess‘, des Lied ich sing'“ gilt auch heute noch: Die Medien ARD, ZDF und DLF des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks (ÖRR) sind mit fast neun Milliarden Euro pro Jahr de fakto Staatsmedien. Und die reichweitenstarken Privaten Medien des Mainstreams erhalten vom Staat (und auch internationalen NGOs wie Soros, Gates) immer höhere Jahreszuschüsse – direkt oder auch über Werbung für staatliche Institutionen und staatsnahe NGOs.
Alternative Medien hingegen werden vornehmlich durch Spenden von Bürgern finanziert und sind somit unabhängig. Sie sind getragen von der Idee des Bürgerjournalismus.
.
Aufgabe der Medien als neben Legislative, Exekutive und Judikative sogenannte Vierte Gewalt ist es, für die Bürger (als Souverän) die Politik der Regierung (als dessen Dienstleister) zu kontrollieren. Dies ist jedoch Theorie, funktioniert in der Praxis leider nicht und wird es vielleicht auch nie können. Denn zahlreiche Medien kontrollieren die Arbeit der Regierung nicht, sondern dienen eher als deren Claqueure.

Die mediale Trennung in Mainstream und Alternative ist nicht irgendwie abwertend gemeint, sondern sie entspricht der Realität. Grund: Das große Plus der Demokratie ist der friedliche Regierungs- bzw. Machtwechsel, der durch die Institution der Opposition im System fest eingebaut ist. Keine andere Staatsform garantiert diesen friedlichen Wechsel. Denn in der Opposition wartet stets die nächste Regierung auf Abruf.  Dieser Automatismus muß erhalten bleiben – deshalb ist die Opposition vom BVerfG auch als wesentliche Institution der FDGO bzw. des demokratischen Systems definiert worden: Ohne Opposition ist keine Demokratie denkbar. Bestreben der Opposition ist, die Regierung zu kontrollieren und selbst an die Macht zu kommen. Während die Regierung dies durch gute Sachpolitik zu verhindern sucht.

Resumée: „Sich informieren -und damit auch sich bilden – macht Freude“ trifft wirklich zu, wenn man versucht, immer auch die andere Seite anzuhören – man probiere es einfach mal aus.
6.8.2025
.

Dieser Beitrag wurde unter Bildung, Dienste, Internet, Kultur, Literatur, Medien, Verbraucher abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen für den Permalink.

Schreibe einen Kommentar