Anstatt sich auf die Seelsorge als Hauptaufgabe zu konzentrieren, haben sich die christlichen Kirchen in Deutschland schon immer mit der jeweiligen politischen Macht verbündet. So auch seit der Grenzöffnung 9/2025 mit den links-woken Regierungen Merkel, Scholz und Merz – Ulrike Guerot spricht von der politischen Macht der „extremistischen Mitte“.
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Lange Zeit hatten vor allem SPD und Grüne dafür plädiert, nach dem Vorbild des Laizismus in Frankreich auch in Deutschland die strenge Trennung von Kirche und Staat einzuführen. Doch davon haben diese Parteien Abstand aber genommen, seitdem die katholische wie evangelische Kirche die Regierungspolitik fast kritiklos unterstützen (z.B. Gender, „No nations, no borders“-Migrationspolitik sowie im Ukrainekrieg „Schwerter zu Pflugscharen“ ersetzen durch „Frieden durch Waffen“ bzw. „Russland ruinieren“ (Baerbock)) und de fakto als willfährige NGOs dienen. Diese NGOs sind in Wahrheit GONGO’s, da sie großenteils vom Staat finanziert werden und somit von ihm abhängig sind (wessen Brot ich ess‘, dessen Lied ich sing). So sind Caritas und Diakonie als NGOs Mitglieder von Pro Asyl für die weitgehend gescheiterte Integration von Migranten mit verantwortlich.
Auch in Deutschland bestimmt der IslamoGauchisme mehr und mehr die Politik, also die ideologische Verbindung von Islamismus (politischer Islam) und Linken. In der Folge dieser trügerischen Allianz (sobald der Islam die Mehrheit hat, wird er als erstes gegen die Linken (Gender, Feminismus) vorgehen) nimmt der damit verbundene islam-linke Antisemitismus leider zu. Die nach dem Überfall der Hamas auf Israel am 7.10.2023 verstärkten „Free Palestine“-Demonstrationen trugen dazu bei, daß Antisemitismus wieder zum brennendes Thema in Deutschland geworden ist. Jüdisches Leben hat es immer schwerer hierzulande – ein Skandal angesichts der großspurigen Statements zu „Israel als deutsche Staatsraison„.
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Das Christentum ist laut Weltverfolgungsindex 2024/25 die am meisten verfolgte Religion weltweit. Dagegen stehen die deutschen Amtskirchen und deren Anhänger genauso wenig auf wie gegen die zunehmende Bedrängnis von Christen im eigenen Land:
– Vandalismus gegen christliche Kirchen und Denkmäler.
– Attacken auf christliche Laien wie Priester, die gegen die herrschende Politik des IslamoGauchisme protestieren (siehe Anlage (1) unten).
– Mobbing von jungen Christen durch muslimische Kinder in Kita und Schule.
– Gewalt gegen Nicht-Muslime (vor allem Juden) im Hochschulbereich.
– Beherrschung des öffentlichen Raumes (Strassenkriminalität, Drogenhandel) durch gewalttätige junge Migranten.
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Christen in Deutschland haben allen Grund, sich zu wehren: Gegen die Christenverfolgung weltweit wie auch gegen die Erschwerung der Lebensumstände im eigenen Land. Doch beides unterbleibt weitgehend.
Von eingeschüchterten Christen ist kaum Widerstand zu erwarten, da die Angst vor Gewalt berechtigterweise immer größer wird. Beispiel: Seit dem Messermord eines aus Afghanistan gebürtigen Islamisten an einem Polizisten in Mannheim am 31.5.2024 ist es um den Christen Michael Stürzenberger (dem die Messerattacke galt und der dabei ’nur‘ schwer verletzt wurde) still geworden. Die Angst hat ihn zum Schweigen gebracht. Dabei ist Stürzenberger kein Vertreter von Islamhass, sondern ein Anhänger des Reform-Islam (Seyran Ates, Bassam Tibi).
Viele Christen sind eingeschüchtert – die Gläubigen in den Gemeinden wie die Oberen. Nachdem der Bamberger Erzbischof Gössl in Bezug auf die SPD-Kandidatin zum BVerfG Brosius-Gersdorf von einem „Abgrund der Intoleranz und Menschenverachtung“ gesprochen hatte, nahm er dieses klare Statement zu Lebensrecht und Abtreibung tags darauf eingeschüchtert zurück. Von Unterwerfung (5) ist zu lesen.
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Resumée:
Es gibt keine bessere Staatsform als unsere Demokratie. Kein System hat über einen längeren Zeitraum hinweg ein Leben in Frieden und Wohlstand ermöglicht als das demokratische System.
Deutschland ist ein säkularer Staat mit laut Grundgesetz christlich-jüdischen Wurzeln. Will man diese Wurzeln kappen, dann muß man das Grundgesetz ändern und dazu das Volk als den Souverän abstimmen lassen. Dies wäre der offene und ehrliche Weg.
Die seit der Grenzöffnung 9/2015 praktizierte Politik läßt jedoch einen anderen Weg vermuten, der weder offen noch ehrlich verfolgt wird, und zwar aufgrund zweier Kennzeichen:
1. Massenmigration von Menschen, die zum überwiegenden Teil das Grundgesetz weder kennen noch wertschätzen.
2. Die Arbeit des Parlaments (Legislative; Abgeordnete als Repräsentanten der Bürger sind nur ihrem Gewissen verpflichtet) durch die Arbeit von Gerichten (Judikative: Richter einseitig politisch orientiert) ersetzen. Beispiele sind die Berufung des Merkel-Vertrauten Stephan Harbarth in 2020 sowie die Nominierung von Frauke Brosius-Geldorf 7/2025 als BVerfG-Richter.
Ein derart tiefgreifender Umbau des Staates muß – so man ihn überhaupt wünscht – diskutiert werden: Alle Bürger bzw. gesellschaftlichen Gruppen müssen gehört werden. Hierzu bedarf es einer freien Diskussionskultur, die von Politik, Medien, NGOs und Bildungssektor gestützt wird, in Deutschland im Juli 2025 aber leider nicht (mehr) vorhanden ist.
17.7.2025
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Ende von Beitrag „Christen: verängstigt, wehrlos“
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Beginn von Anlagen (1) – (4)
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(1) Attacke auf Kirchgänger in Langenau bei Ulm
Christen sind auch in Deutschland nicht mehr sicher
Christen sind die weltweit am meisten verfolgte Glaubensgemeinschaft. Nicht nur Open Doors beklagt das regelmäßig, sondern auch andere Organisationen wie Kirche in Not oder Corrigenda (aktuell hier zusammengefasst). Doch nun zeigt sich, was passiert, wenn jahrelang diese anhaltende Christenverfolgung in überwiegend islamischen Ländern hierzulande nicht oder nur marginal thematisiert wird: Sie kommt dann irgendwann auch dort an, wo (noch) überwiegend Christen wohnen – auch bei uns in Deutschland. Es vergeht keine Woche, in der nicht Fälle von “Vandalismus“ (tatsächlich sind es Terrorakte gegen einen anderen unliebsamen Glauben) auf Wegkreuze und Kirchengebäude oder deren Interieur verübt wird. Selbst sakrale Artefakte werden nicht verschont: Altäre, Weihwasserbecken, Christusfiguren und anderes. Und das mittlerweile nicht mehr nur in Großstädten, wo sich besonders viele kulturfremde Islamisten ansammeln, sondern zunehmend auch auf dem Land. Ich berichtete einmal aus meinem Umfeld von fünf Kilometer über solche Anschläge.
„Wir stehen einem erstarkten Islam in Europa völlig blank gegenüber“, schildert Pfarrer Peter Fuchs in einem Interview. Er äußerst sich darin zunächst zur Situation in Syrien nach der Machtergreifung durch Islamisten, das Interview leitet dann aber gegen Ende über zur Situation in Europa und Deutschland. Aus aktuellem Anlass sei auf die Erfahrungen der Arche in Berlin hingewiesen, dem bekannten christliches Kinder- und Jugendwerk, dessen Pressesprecher Wolfgang Büscher über längst entstandene Parallelgesellschaften, Zwangsheiraten, Gewalt und Graffiti-Schmierereien https://apollo-news.net/zwangsheirat-gewalt-und-koranschmiereien-arche-pressesprecher-schildert-schockierenden-alltag/ klagt, durch die unser Land in den letzten Jahren zunehmend „bereichert“ wird. Doch Berlin ist inzwischen überall.
„Anfeindungen vor Kirche eskalieren“, schrieb sogar die badische Regionalzeitung am 8. Juli, wenn auch nur in einer “Kurznotiz” (etwas ausführlicher hingegen “audiatur-online” https://www.audiatur-online.ch/2025/07/08/handgreiflichkeiten-zwischen-christen-und-pro-palaestina-demonstranten/ aus der Schweiz), und berichtete von Handgreiflichkeiten zwischen Christen- und Pro-Palästina-Demonstranten in Langenau bei Ulm. Die örtliche “Südwestpresse” veröffentlichte immerhin ein Bild dazu vom vergangenen Sonntag, auf dem blutverschmierte Kleidung https://www.swp.de/lokales/ulm/lage-in-langenau-eskaliert-koerperliche-auseinandersetzung-vor-langenauer-martinskirche-78169799.html zu sehen war, versehen mit der Bildunterschrift „Bei der Konfirmation im Mai dieses Jahres schirmte die Polizei vor der Langenauer Martinskirche die Pro-Palästina-Aktivisten und die Kirchenbesucher voneinander ab. Bei der jüngsten Auseinandersetzung am Sonntag waren keine Sicherheitskräfte vor Ort.“ So weit sind wir also inzwischen, dass Kirchenbesucher Polizeischutz brauchen.
Den Ausschreitungen vorausgegangen war eine Beileidsbekundung des Pfarrers in Langenau für die von der Hamas und Mitläufern am 7. Oktober 2023 über 1.200 ermordeten und 240 als Geisel genommenen Juden entlang des Gazastreifens. Pfarrer Sedlak hatte in einem Gottesdienst nach dem Überfall der Terrororganisation auf Israel ein Kanzelwort des Landesbischofs verlesen, das Solidarität mit den israelischen Opfern zum Ausdruck brachte. Seitdem erleben die Gemeinde und deren Pfarrer übelste Anfeindungen. Es waren übrigens auch deutsche Todesopfer zu beklagen – doch die palästinensischen Sympathisanten der Hamas sprühten unter anderem auf das Rathaus dies: „Juden vergasen“. Immerhin: Der Staatsschutz habe Ermittlungen aufgenommen, heißt es. Derweil jedoch verfolgt die Gesinnungsjustiz lieber unsereins, und verurteilt gerne wegen angeblicher „Volksverhetzung“ zu Gefängnisstrafen. Vor der Rache der Islamisten hingegen scheint sich die Justiz zu fürchten – so wie einst die italienische Justiz vor der Mafia.
Doch es wird anscheinend nicht gewürdigt, dass sich Christen für Juden einsetzen: Radikal-orthodoxe jüdische Siedler im Westjordanland griffen das einzig christliche Dorf Taybeh im Westjordanland an, berichtet das “Compact”-Magazin (das die unselige Innenministerin Nancy Faeser verbieten wollte) https://www.compact-online.de/westjordanland-papst-verurteilt-christenverfolgung/ . “Der Papst verurteilt Christenverfolgung”, so das Magazin (neben wenigen anderen Publikationen, etwa – etwas moderater – die “Welt” https://www.welt.de/politik/ausland/article256313190/westjordanland-tief-sitzender-christenhass-israelische-siedler-greifen-christliches-palaestinenser-dorf-an.html). Im Jahr 2005 waren es allerdings muslimische Bewohner eines Nachbardorfes gewesen, die in Taybeh einfielen und 14 Häuser niederbrannten. Die Folge solcher Übergriffe: Immer mehr Christen verlassen das Westjordanland, im Gazastreifen sind sie schon ganz weg, und meist flüchteten sie in den Libanon. Nicht nach Deutschland – denn hier gibt es ihnen anscheinend auch schon zu viele Muslime, womit sie „vom Regen in die Traufe“ kämen – siehe den Vorfall in Langenau.
Man darf gespannt sein, wann die stetig zunehmende, um sich greifende Christenverfolgung auch Thema der hiesigen Medien wird, so wie es die Judenverfolgung war und ist. In den Parlamenten haben wir Christen jedenfalls kaum eine Lobby. Alleine der neue Papst Leo erhob unlängst mahnend seinen Finger: Es wäre jaa schon ein Wunder, würden die hiesigen Kirchen ihren Glaubensbrüdern- und Schwestern allerorten die eine oder andere sonntägliche Fürbitte widmen.
12.7.2025, Albrecht Künstle, kuenstle.a@gmx.de
Einige Kommentare:
Nee werden sie nicht! Denn der schwere Kampf gegen den Islam, der wird nunmal nicht in der Kirche gepredigt! Stattdessen Ringelreihe mit ideologischer „Buntwäsche“! Da die Schäflein lieber auf kath/evang. Gesäusel mit Multi-Kulti-Gender-QuiQwaaQweeres Gottes Gedöns hören, wird niemand sich dem in den Weg stellen oder gar kämpfen! Ein Irrer mit Messer reicht aus, um jeden Widerstand zu stoppen. Siehe Stürzenberger-Anschlag. Der Mann ist heute still ! Semenchkare
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Natürlich stand die Kirche immer hinter den Mächtigen, aber nur weil es die Gläubigen zugelassen haben. mathias
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Die Hunderte von Millionen Dollar, die Katar der Hamas in den letzten zehn Jahren gegeben hat, haben der Terrorgruppe geholfen, die Infrastruktur zu entwickeln, die es ihr überhaupt erst ermöglichte, ihren mörderischen Terror-Angriff auf Israel am 07.10.2023 durchzuführen. https://www.gatestoneinstitute.org/20098/qatar-master-double-dealer
Wo bleiben die EU-NATO-Sanktionen gegen Katar? Denn gegen Iran werden die westlichen Sanktionen immer sehr schnell verhängt. Aber wenn es darum geht westliche Sanktionen gegen reiche arabische Golfstaaten zu verhängen, die noch viel mehr Gelder an die islamistischen Terrororganisationen spenden als der Iran (der nicht zu arabischen Staaten gezählt wird), dann wir des plötzlich sehr ruhig im Westen und es werden keine Maßnahmen ergriffen, keine Embargos verhängt . Obwohl das Thema nicht neu ist, sondern es ist schon seit vielen Jahren bekannt, dass reiche arabische Golfstaaten Terroristen weltweit mit hunderten von Millionen finanzieren. Auch alle US-Regierungen der letzten Jahrzehnte wussten und wissen darüber sehr gut Bescheid… vasco da Gama
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Ich weigere mich hier Leute, die den Namen des Herrn mißbrauchen und von Jesus mal gar nichts verstanden haben und ununterbrochen die Wahrheit mit Füßen treten, Christen zu nennen! Leute die bei Corona mitgehetzt haben und jetzt brandmauern, haben damit wohl gar nichts zu tun! Konfuzius
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Man hat uns ein System übergestülpt, was uns mundtot macht. Die erste Republik auf deutschem Boden war ein Desaster. Aber es war noch frei. Die Nichtwähler wurden als gültige Stimme gezählt. Freie Rede, Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Privatsphäre, selbstbestimmtes Leben, alles das gab es.
Bei uns steht das nur noch im GG. Als wenn es sich darüber lustig machen würde, dass es das nicht mehr gibt. Wenn die Journaille sich wehren würde, dann würde hier auch Bewegung ins System kommen. Aber die zensieren lieber, als gegen die Zensur zu kämpfen. Ansage ist da keine Ausnahme.
So wird das nichts. Fast habe ich den Eindruck, als wenn sie das befürwortet. Ronny
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Es waren Christen, die 2mal Europa vor den Osmanen verteidigten. Es waren Christen, die in der Reconquista die iberische Halbinsel nach Jahrhunderten wieder zurück erobern konnten. Und es werden Christen sein, die Europa vom Joch des Islamismus befreien werden. Es werden Polen sein, Slowaken, Serben und Ungarn, Spanier, Portugiesen. Kroaten, aber sicher keine Westdeutschen. Die meisten, die sind schon seit dem 2ten Weltkrieg ein verlorener Haufen und haben nie aufgehört, zu kriechen. Zum 5maligen Bücken also prädestiniert. David Mattas.
Ende Kommentare
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(2) Handgreiflichkeiten zwischen Christen und Pro-Palästina-Demonstranten
… Im württembergischen Langenau nahe Ulm spitzt sich die Lage nach erneuten Anfeindungen gegen die dortige evangelische Gemeinde zu. Am Sonntag sei es vor der evangelischen Martinskirche zu Handgreiflichkeiten zwischen Pro-Palästina-Demonstrierenden und Gottesdienstbesuchern gekommen, teilte die Landeskirche am Montag in Stuttgart mit.
Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl erklärte, die Ereignisse vom Sonntag zeigten, „dass es ein Trugschluss ist zu meinen, einen solchen Konflikt aussitzen zu können“. Seit eineinhalb Jahren würden Ortspfarrer Ralf Sedlak und seine Familie in einer Weise persönlich diffamiert, die nicht hinzunehmen sei, betonte Gohl.
Sedlak hatte in einem Gottesdienst nach dem Überfall der Terrororganisation Hamas auf Israel im Oktober 2023 ein Kanzelwort des Landesbischofs verlesen, das Solidarität mit den israelischen Opfern zum Ausdruck brachte. Seitdem erleben die Gemeinde und deren Pfarrer Anfeindungen. „Es kann nicht sein, dass Sonntag für Sonntag Gottesdienstbesucherinnen und -besucher bedrängt und eingeschüchtert werden, so dass viele Gemeindeglieder inzwischen den Gottesdienst in der Martinskirche nicht mehr besuchen“, beklagte der Landesbischof. „Achselzuckende Kenntnisnahme hilft nicht weiter. Hier wären schon lange Kommune und Landkreis gefordert gewesen“, betonte Gohl.
Antisemitische Aktionen hatten bereits das Wohnhaus des Pfarrers zum Ziel. Gohl erklärte im Oktober 2024, nicht nur Juden sähen sich inzwischen Hass und Anfeindungen ausgesetzt, sondern auch solche Menschen, die sich öffentlich für jüdisches Leben einsetzen.
Im Dezember 2024 wurden antisemitische Schmierereien an der Martinskirche und am Rathaus entdeckt. „Boycott Israel“ und „Juden vergasen“ war laut Polizei in roter Farbe auf die Mauern gesprüht. Der Staatsschutz hatte Ermittlungen aufgenommen, die Polizei ihre Präsenz verstärkt.
Landesbischof Gohl, die Ulmer Prälatin Gabriele Wulz sowie gut 100 Pfarrerinnen und Pfarrer und weitere Kirchenmitglieder veröffentlichten daraufhin eine Unterschriftenaktion im Internet. Darin riefen sie dazu auf, sich öffentlich gegen Judenhass zu stellen.
… Alles vom 8.7.2025bitte lesen auf
https://katholisch.de/artikel/62899-handgreiflichkeiten-zwischen-christen-und-pro-palaestina-demonstranten
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(3) Landesbischof Gohl verurteilt Antisemitismus: „Dieser Hass endet nicht bei den Juden. Er richtet sich auch immer gegen Andersdenkende.“
Kirchengemeinde in Langenau und deren Pfarrer seit einem Jahr aufgrund ihrer Solidarität mit jüdischen Menschen von Anfeindungen betroffen.
Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl verurteilt Antisemitismus, der unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit und Israelkritik auftritt. „Den offenen Israelhass, der bei den Demonstrationen in Berlin und anderswo rund um den Jahrestag des Überfalls der Hamas auf Israel am 7. Oktober zutage getreten ist, beobachte ich mit großer Sorge”, so der Landesbischof. „Mir erzählen junge jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger, dass sie sich überlegen auszuwandern, weil sie sich hier in Deutschland nicht mehr sicher fühlen. Eine gesellschaftliche Debatte um die Politik Israels und die Situation im Nahen Osten ist wichtig – aber die Grenze zum Antisemitismus und Rassismus bis hin zur offenen Bedrohung darf nicht überschritten werden.“
Nicht nur jüdische Menschen sähen sich Hass und Anfeindungen ausgesetzt – auch solche, die sich öffentlich für jüdisches Leben einsetzen. Seit Pfarrer Ralf Sedlak im Gottesdienst den Überfall der Hamas auf Israel im Oktober 2023 erwähnte, ist er bis heute verbalen Angriffen und Drohungen ausgesetzt. Konkrete Aktionen richteten sich immer wieder auch gegen Gottesdienstbesucherinnen und -besucher sowie das Pfarr- und Wohnhaus von Pfarrer Sedlak und seiner Familie.
Neben der Begleitung durch den Ulmer Dekan Dr. Thorsten Krannich schrieb Landesbischof Gohl in dieser Sache im Sommer einen unterstützenden Brief an die Kirchengemeinde. Darin heißt es: „Ich bedauere sehr, dass Sie in Langenau zum Ort einer Auseinandersetzung geworden sind, die viele Menschen bewegt, aber deren Ursachen und Lösungsansätze nicht in Langenau liegen. Gleichzeitig haben Sie nach dem 7. Oktober 2023, dem Tag des brutalen Überfalls der Hamas und der anschließenden Verschleppung von 239 Geiseln, Ihre Solidarität mit Israel zum Ausdruck gebracht.“ Dafür sei er dankbar. Er appellierte weiter: „Wir dürfen den öffentlichen Raum nicht denen überlassen, die den Hass auf Jüdinnen und Juden schüren und mit ihren Parolen das friedliche Miteinander vergiften. Deshalb würde ich mir wünschen, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger Langenaus zeigen: Wir lassen nicht zu, dass Jüdinnen und Juden in Deutschland um ihre Sicherheit fürchten müssen und die, die sich für sie einsetzen, verunglimpft werden!“
Der Fall in der Kirchengemeinde Langenau und die Aktionen gegen Pfarrer Sedlak und seine Familie zeigen laut Landesbischof Gohl eindrücklich: „Dieser Hass endet nicht bei den Juden. Er richtet sich auch immer gegen Andersdenkende.“
… Alles vom 11.10.2024 bitte lesen auf
https://www.elk-wue.de/news/2024/11102024-landesbischof-gohl-verurteilt-antisemitismus-dieser-hass-endet-nicht-bei-den-juden-er-richtet-sich-auch-immer-gegen-andersdenkende
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https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/ulm/antisemitische-schmierereiein-langenau-ermittlungsverfahren-eingestellt-100.html
(4) Links
Schockierende Szenen in Langenau! Israel-Hasser terrorisieren Kirchengemeinde
Seit Monaten wird die evangelische Kirchengemeinde in Langenau Ziel antisemitischer Anfeindungen. Anlass war eine Solidaritätsbekundung mit Israel nach dem Terrorangriff der Hamas im Oktober 2023, die Pfarrer Ralf Settlack im Gottesdienst verlas. Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl zeigt sich im Interview erschüttert über Hass, Beschimpfungen und Untätigkeit der Behörden. Gläubige fühlen sich allein – manche meiden inzwischen den Gottesdienst. Gohl warnt: Wer Israel angreift, trifft längst auch all jene, die sich zum Existenzrecht Israels bekennen.
10.7.2025, https://www.youtube.com/watch?v=3Mvq-0daY7E
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Pro-Palästina-Mob greift Langenauer Kirche und Pfarrer an
In Langenau, Baden-Württemberg, erlebt die evangelische Kirchengemeinde eine Welle antisemitischen Hasses. Seit über einem Jahr belästigt ein pro-palästinensischer Mob regelmäßig die Gemeinde. Antisemitische Schmierereien wie „Juden vergasen“ und „Boykott Israel“ wurden an Kirche und Rathaus entdeckt. Der Auslöser: Der Pfarrer hatte Solidarität mit israelischen Terroropfern und Geiseln gezeigt.
9.7.2025, WELT-TV
https://www.youtube.com/watch?v=e6F2HjvAXEU
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(5) Erzbischof Gössl rudert zurück: Unterwerfung mit Folgen
Es hätte eine Trendwende sein können: Mit überraschender Klarheit hatten sich katholische Stimmen zur geplanten Wahl von Frauke Brosius-Gersdorf zu Wort gemeldet. Kritik war nicht nur von jenen Bischöfen ausgegangen, die als „konservativ“ gelten und sich durchaus ab und an öffentlich gegen den Zeitgeist wenden. Auch aus dem Reformlager der Kirche ließ sich vernehmen, dass mit der Wahl der Juristin zur Verfassungsrichterin eine Schmerzgrenze überschritten würde. Zuletzt mahnte der Erzbischof von Bamberg, Herwig Gössl, in erstaunlicher Klarheit. Er machte auf den „Abgrund der Intoleranz und Menschenverachtung“ aufmerksam, den Brosius-Gersdorfs Haltung zur Menschenwürde offenlegt. Kurz darauf verteidigte er seine Aussagen noch gegen Kritik aus der SPD.
„Ich möchte mir nicht vorstellen, in welchen Abgrund der Intoleranz und Menschenverachtung wir gleiten, wenn die Verantwortung vor Gott immer mehr aus dem Bewusstsein der Menschen verschwindet. …. „Dann haben die Schwächeren keine Stimme mehr: nicht die Ungeborenen und nicht die pflegebedürftigen Alten; nicht die psychisch Kranken und auch nicht die sozial Schwachen, nicht die Menschen, die sich aufgrund von Krieg und Verfolgung auf die Flucht begeben und auch nicht die Natur, die gewissenlos ausgebeutet und zerstört wird.“
https://www.tichyseinblick.de/meinungen/klartext-statt-menschenfurcht-kirche-brosius-gersdorf/
https://www.domradio.de/artikel/erzbischof-goessl-kontert-hetze-vorwurf-der-spd
…
Doch der neu gefundene Mut kam dem Erzbischof gleich wieder abhanden. In einer „persönlichen Erklärung“ rudert er nun zurück.
https://erzbistum-bamberg.de/nachrichten/persoenliche-erklaerung/23ea1d81-2784-4a37-8eb2-e0a916138661?mode=detail
…
Anstatt überzogene Vorwürfe nochmals von sich zu weisen, dafür aber zugleich die inhaltliche Position zu bekräftigen, wählt Gössl eine einigermaßen unglaubwürdige Darstellung. Plötzlich will er in dem „innenpolitischen Skandal“ nicht mehr Partei ergriffen, sondern ihn lediglich zum Anlass genommen haben, um über Lebensrecht zu sprechen? Dabei belegen seine Äußerungen das Gegenteil, nämlich, dass er die tiefere Problematik der Brosius-Gersdorf’schen Argumentation erkannt hat.
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, dass sich ausgerechnet jetzt der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, mit seiner Unterstützung für Brosius-Gersdorf zitieren lässt https://www.katholisch.de/artikel/63084-bischof-baetzing-verteidigt-brosius-gersdorf-hat-sie-nicht-verdient. Brosius-Gersdorf habe „es nicht verdient, so beschädigt zu werden“, in dieser Debatte sei „viel schiefgelaufen.“, es sei „kein Thema für einen Kulturkampf.“.
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Vorauseilende Unterwerfung
Gössl unterwirft sich damit einem alten Muster. Die panische Angst vor Attacken durch die Presse und davor, sich nicht genug „gegen rechts“ abzugrenzen, dass er nicht an Aussagen festhalten will, die zufällig der Einordnung durch Medien wie TE, Nius, Apollo News etc. entsprechen. Denn diese werden schließlich als „rechte“ „alternative Medien“ dargestellt.
Dass selbst die Vorsitzende des ZDK, Irme Stetter-Karp, erkannt hat, dass mit Brosius-Gersdorfs Aussagen eine rote Linie überschritten wird, tritt vor diesem Hintergrund zurück. Ebenso, dass der Widerstand gegen die Juristin aus der Mitte und Breite der Gesellschaft kommt, und getragen wird von dem Engagement von Bürgern, die ihre Abgeordneten kontaktiert, und darum gebeten haben, in ihrem Sinne und im Sinne der Demokratie abzustimmen.
Sobald nicht erwünschte Stimmen dieselbe Haltung vertreten, fehlt dem Erzbischof das Rückgrat, dazu zu stehen. Würde Julian Reichelt eine reife Tomate als rot bezeichnen, wer weiß, womöglich kämen manche katholische Würdenträger zu dem Ergebnis, sie müsse blau sein – Hauptsache, man bietet rechter Propaganda keinen Raum.
… Alles vom 17.7.2025 bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/allgemein/erzbischof-goessl-rudert-zurueck-unterwerfung-mit-folgen/