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Blick über die El Aksa-Moschee (graue Kuppel) in Jerusalem zum Ölberg am 26.10.2013

Blick über Klagemauer und El Aksa-Moschee (graue Kuppel) in Jerusalem zum Ölberg am 26.10.2013

Informationen über jüdisches Leben in Deutschland
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https://www.juedische-rundschau.de
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Die neuesten Informationen über Israel aus Israel
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 www.israelheute.com

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Wirft Frage auf, ob Antisemitismus-Beauftragte angemessene Befugnisse haben
Ein Mann wird zusammengeschlagen, weil er für Israel demonstriert. Am Prozess gegen zwei Jugendliche darf Hamburgs Beauftragter für jüdisches Leben nicht als Beobachter teilnehmen. Er drückt seine Irritation über die Ablehnung in einem Brief an die Justizsenatorin aus.

An einem Septembertag 2021 stand Jörg Schröder* mit drei anderen Mitstreitern vor dem Saturn in der Mönckebergstraße, sie hielten eine Mahnwache und schwenkten Israel-Flaggen, forderten mit Plakaten eine klare Haltung gegen Antisemitismus. Schröder hat jüdische Wurzeln, der Kampf gegen Israel- und Judenhass ist ihm wichtig.
Plötzlich näherten sich drei Jugendliche, zwei Jungen und ein Mädchen, der Gruppe. Sie riefen „Scheiß Israel“ und „Free Palästina“ und beschimpften die Teilnehmer der Mahnwache übel, so schildert es Schröder in einem Gespräch mit WELT. Als der heute 61-Jährige fragte, was das solle, wurde er von einem der Jungen brutal niedergeschlagen.
https://www.welt.de/regionales/hamburg/article233904936/Hamburg-Mann-antisemitisch-beleidigt-und-ins-Gesicht-geschlagen.html

Die verheerende Bilanz: Jochbeinbruch, Brillensplitter bohrten sich ins Auge, eine komplizierte Verletzung entstand. „Ich bin praktisch blind, sehe auf dem rechten Auge nur noch hell und dunkel“, sagt Schröder. Seinen echten Namen möchte er nicht in der Zeitung lesen.
Beauftragter für jüdisches Leben darf nicht an Prozess teilnehmen
Freitag in einer Woche nun beginnt das Verfahren vor dem Hamburger Amtsgericht gegen die zwei mutmaßlichen Täter. Es sind zwei Brüder mit syrischen Wurzeln, die heute 15 und 17 Jahre alt sind, die Anklage wirft ihnen Körperverletzung vor. Auf Bitten des Opfers wollte Hamburgs Antisemitismus-Beauftragter Stefan Hensel am Verfahren als Beobachter teilnehmen. Doch dies untersagte das Gericht und führte rechtliche Bedenken an.
Hensel ist für sein Amt vom Senat berufen. Ihm untersteht in der Gleichstellungsbehörde von Katharina Fegebank ein Arbeitsstab, er wirkt aber unabhängig. Er wunderte sich über die Absage des Gerichts – und wandte sich nun mit einem Brief, der WELT vorliegt, an die Justizsenatorin Anna Gallina. „Ich möchte hiermit meine Irritation über die Ablehnung ausdrücken und begründen“, schreibt Hensel.
… Alles vom 17.6.2022 bitte lesen auf
https://www.welt.de/regionales/hamburg/article239400227/Prozess-nach-Gewalttat-in-Hamburg-Antisemitismus-Beauftragter-darf-nicht-teilnehmen.html

Einige Kommentare:
Täterschutz vor opferschutz!
Wären die Täter blond und „obige„ Täter „Opfer“, gäbe es keinen täterschutz, sondern Lichterketten!

17.6.2022, A.K.
Wie lange wollen wir noch die Augen vor dem muslimischen Antisemitismus verschließen?
17.6.2022m I.W.

„Ob ein antisemitisches Tatmotiv vorliege, könne überhaupt erst im Rahmen der Hauptverhandlung eruiert werden“ Wetten Dass……..nicht
17.6.2022, S.H.

Wenn’s Deutsche gewesen wären gäbe es keinen Zweifel, dass es sich um ein antisemitisches Motiv handelt.
17.6.2022, M.M.

Also die „üblichen Verdächtigen“.
Die Gleichen, die am HBf Köln einen Kippaträger angegriffen und schwer verletzt haben (10 köpfige Gruppe junger Männer). Männer mit dem selben muslimischen Hintergrund wie der junge Mann, der in Hagen eine Synagoge in die Luft sprengen wollte. Drei Vorfälle, ein klar definierter Täterkreis. Alltag in Deutschland. Die Statistik wird vermutlich um 3 „rechtsradikale Taten“ bereichtert werden. Die Täter – wenn man sie überhaupt findet – werden nach deutschem Jugendstrafrecht verurteilt werden – also Bewährung, nicht spürbar. Abschiebung in Heimatländer nicht möglich, da ihnen dort Todesstrafe drohen könnte.
20.9.2021, J.M.

Bei der Schwester Zeitung BLICK sind die Bilder der gesuchten bereits online und rein optisch würde ich südländisch aus dem Morgenland bestätigen.
20.9.2021, E.F.
Ende Kommentare

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Juden in D schweigen zum Ukraine-Krieg
Einmal Entnazifizieren à la Putin bitte!
Über den kruden Antisemitismus des Kremlherrn und das dröhnende Schweigen des jüdischen Establishments zum Krieg gegen die Ukraine
In Deutschland laviert sich derweil der Zentralrat der Juden in Deutschland (ZdJ), der jene 90.000 Juden vertritt, die in einer traditionellen Gemeinde organisiert sind, durch den Schlamassel. Denn wie auch beim Zentralrat der freigemeindlichen Juden n.e.V., der mit 41.500 Mitgliedern die restlichen gut 190.000 Juden in Deutschen repräsentiert, stammen über 90 Prozent der Mitglieder aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Natürlich möchte man in solch einer Lage keine unnötigen Gräben aufreißen. Aber Putin einfach so durchgehen zu lassen, dass er ein demokratisches Land militärisch “entnazifizieren” will – das hätte einen lauteren Aufschrei bei den 90.000 traditionellen und staatlich alimentierten Juden in Deutschland auslösen müssen. Von Leuten, die schon beginnen zu hyperventilieren, wenn man einfach nur von einer sonntäglichen Spritztour mit dem “Volkswagen” auf der “Autobahn” erzählt. Nazi-Chiffren würde es dann heißen und die Aufregung wäre vehement.
…. Alles vom 3.3.2022 bitte lesen auf
https://reitschuster.de/post/einmal-entnazifizieren-a-la-putin-bitte/

 

Politik uneins über Anteil des eingewanderten Antisemitismus
Nahost-Konflikt: „Da herrschte Pogromstimmung“
von Peter Freitag
Wie umgehen mit dem Antisemitismus, der sich bei Protesten von überwiegend arabisch- oder türkischstämmigen Demonstranten auf den Straßen hierzulande offenbarte (JF 21/21)? Was tun, wenn der kriegerische Konflikt im Nahen Osten dazu führt, daß in Deutschland jüdische Einrichtungen attackiert werden? Das beschäftigt Politik und Medien auch weiterhin. Im Bundestag verurteilten vergangene Woche alle Fraktionen die jüngsten antisemitischen Ausfälle bei propalästinensischen Kundgebungen scharf. Doch während die stellvertretende Vorsitzende der AfD-Fraktion, Beatrix von Storch, der Bundesregierung vorwarf, sie habe mit ihrer Einwanderungspolitik „Judenhaß aus dem Nahen Osten nach Deutschland importiert“, warfen Redner der anderen Fraktionen der AfD eine Instrumentalisierung des Themas vor.

Unterdessen wurde erneut Kritik an der Erfassung antisemitischer Straftaten in der Kriminalstatistik laut. Denn ausweislich dieser gingen sie im vergangenen Jahr zu 94,6 Prozent auf das Konto politisch rechts motivierter Täter (JF 21/21). „Die Statistik gibt die Realität nicht wieder“, monierte der Direktor des American Jewish Committee (AJC) in Berlin, Remko Leemhuis, vergangene Woche in der Bundespressekonferenz.
Anstatt eine antisemitische Straftat, deren Urheber nicht ermittelt wurden, als „nicht zuzuordnen“ zu registrieren, werde sie als „Politisch Motivierte Kriminalität – rechts“ erfaßt.
Leemhuis betonte, daß die Erfahrungen aus den Opferberatungsstellen dieser Zuordnung widersprächen. Und er erwähnte, bei einer der jüngsten Demonstrationen habe auf der stark migrantisch geprägten Sonnenallee in Neukölln „nicht weniger als eine Pogromstimmung“ geherrscht. Man habe schon öfter bei der Innenministerkonferenz auf eine Änderung der Vorgaben für die Erfassung gedrungen, doch bisher ohne Erfolg. „Wie wollen wir Antisemitismus bekämpfen, wenn wir kein vollständiges Bild haben, woher er kommt?“ beklagte der AJC-Vertreter.
Das Bundesinnenministerium hält ungeachtet dessen an der Praxis fest. Die Begründung fällt dabei allerdings in die Kategorie „Haben wir schon immer so gemacht“. Wörtlich sagte Seehofers Sprecher, daß „Bund und Länder vereinbart haben, fremdenfeindliche und antisemitische Straftaten als rechtsmotiviert einzustufen, wenn die Tatumstände keine eindeutigen Hinweise auf eine andere Motivation zulassen.“

„Keine statistischen Verzerrungen“
Das Bundeskriminalamt teilte der JUNGEN FREIHEIT auf Anfrage mit, daß grundsätzlich „alle politisch motivierten Straftaten differenziert zu bewerten und zu melden“ seien. Bei der Zuordnung werde „im wesentlichen die ideologischen Hintergründe und Ursachen der Straftat abgebildet“. Bei der Bewertung antisemitischer Straftaten trage man in der Praxis „der engen inhaltlichen Verknüpfung der rechten Ideologie mit antisemitischem Gedankengut Rechnung“. Lägen gegenteilige Anhaltspunkte zur Tätermotivation vor, erfordere dies die Zuordnung zu anderen „Phänomenbereichen“, also etwa denen religiöser oder ausländischer Ideologie.
In der Regel, so BKA-Sprecherin Barbara Hübner, „ergeben sich aus dem jeweiligen Sachverhalt Tatsachen (z. B. Wortlaut bzw. Sprache von antisemitischen Schmierereien, aktuelle/historische politische Bezugsereignisse, Tatortumfeld, regionaler Bezug/Religionszugehörigkeit der ggf. ermittelten Tatverdächtigen mit Migrationshintergrund) zur eindeutigen Zuordnung der Straftat zu einem Phänomenbereich“. Da bei den aufgeklärten antisemitischen Straftaten der Anteil rechts-motivierter Täter bei 90 Prozent gelegen habe, gehe man davon aus, daß dies auch dem Anteil unter den nicht-aufgeklärten entspreche. Sie als „nicht zuzuordnen“ zu verbuchen, wäre also laut BKA nicht „sachgerecht“. Die interne Qualitätssicherung habe in den vergangenen Jahren „keine Hinweise auf eine statistisch verzerrende Wirkung dieser Zuordnungsregel ergeben“.
Unterdessen hatte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) dem Rechtsausschuß des Landtags über den Ermittlungsstand nach den jüngsten Ausschreitungen berichtet, von denen das bevölkerungsreichste Bundesland besonders betroffen war. Demnach habe die Polizei insgesamt 62 Vorfälle mit antisemitischem oder antiisraelischem Bezug gemeldet. 111 Tatverdächtige wurden erfaßt, von denen man 36 namentlich identifizieren konnte. Sie alle sind laut Innenministerium arabischstämmig und teilweise in Deutschland geboren, so daß sie die deutsche Staatsbürgerschaft besäßen. Bei sieben Verdächtigen lägen „staatsschutzrelevante Informationen“ vor.
… Alles vom 28.5.2021 von Peter Freitag bitte lesen in der JF 22/21, Seite 4

 

Was der jüdische Friedhof in Freiburg mit „Märchen aus 1001 Nacht“ zu tun hat
Felix Rottberger kennt unzählige Anekdoten über den jüdischen Friedhof, den er seit 1966 verwaltet. Am Europäischen Tag der Jüdischen Kultur führte er Interessierte über das Gräberfeld.
Immer schafft es Felix Rottberger, der 1936 als Kind einer vor dem Holocaust geflüchteten Familie im isländischen Exil geboren wurde, lang und noch nicht so lang Vergangenes lebendig mit der Gegenwart zu verknüpfen. Das ist ihm umso wichtiger, weil derzeit, unter anderem bei den Protesten der Corona-Leugner, wieder besonders viel Antisemitismus auftaucht. Dagegen kämpft er seit Jahrzehnten.
Als er den Friedhof, der vor 150 Jahren noch weit draußen vor der Stadt gelegen hatte, 1966 kennenlernte, habe ihn das, was er sah, sehr traurig gemacht, erzählt er: Viele Grabsteine waren umgeworfen und zerstört. Im Lauf der Jahre wurden alle aufgerichtet. Doch vieles blieb in Vergessenheit. Die Unterlagen, die es zum Friedhof gab, verbrannten in der Synagoge in der Pogromnacht 1938.
Manche der Menschen aber sind so bekannt, dass sie nicht vergessen werden können: So wie Gustav Weil, der 1808 in Sulzburg geboren wurde und 1889 in Freiburg starb. Er war Professor für Orientalische Sprachen in Heidelberg und übersetzte als Erster die „Märchen aus 1001 Nacht“ ins Deutsche. Felix Rottberger zeigt unter anderem auch die Gräber der Familie Meyer, die das Bankhaus Meyer gegründet hatte, und der Familie Knopf, die den damals größten Kaufhauskonzern in Südbaden mitsamt dem Freiburger Warenhaus Knopf geschaffen hatte. Beiden Familien wurde im Nationalsozialismus alles entrissen, was sie sich erarbeitet hatten.
Manche jüdische Freiburger überlebten, wie der Lederwarenhändler und SPD-Stadtrat Max Mayer, der in die USA flüchtete. Trotz allem, was geschehen war, wollte er in Freiburg beerdigt werden. Andere verzweifelten und entschieden sich für den Suizid, wie 1939 der frühere Friedhof-Verwalter Arthur Müller, der im Ersten Weltkrieg noch wie viele Juden für Deutschland gekämpft hatte. Oder wie 1940 Therese Loewy, die Witwe des Mathematik-Professors Alfred Loewy.
Neben vielen alten Gräbern gibt es einige neuere aus der Nachkriegszeit. Mittendrin ist das Grab von Siegfried Aufhäuser, der 1884 geboren wurde und 1969 starb: Der Vorsitzende des Landesverbandes der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft lebte eigentlich in Berlin. Doch als seine Frau Anna 1960 bei einer Kur in Badenweiler starb, habe er den Freiburger Friedhof entdeckt und so idyllisch gefunden, dass er beschloss, dass er und seine Frau dort begraben sein sollten.
… Alles vom 7.9.2020 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/was-der-juedische-friedhof-in-freiburg-mit-maerchen-aus-1001-nacht-zu-tun-hat

Jüdischer Friedhof in Freiburg
https://www.freiburg-schwarzwald.de/friedhoefe.htm#Freiburg%20-%20J%C3%BCdischer%20Friedhof%20an%20der%20Els%C3%A4sser%20Strasse
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Jüdischer Friedhof Elsässer Straße in FR-Mooswald: Felix Rottberger führte (16.8.2008)
https://www.freiburg-schwarzwald.de/friedhoefe1.htm#J%C3%BCdischer%20Friedhof%20Els%C3%A4sser%20Stra%C3%9Fe%20in%20FR-Mooswald:%20Felix%20Rottberger%20f%C3%BChrte
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Herbolzheim versagte eine DIA-Veranstaltung über Theodor Herzl
Was steckt dahinter? Ein Einzelfall oder typische Doppelzüngigkeit im Land?

Der Europäische Tag der jüdischen Kultur am 6. September warf an einigen Orten des Kontinents seine Schatten voraus. Schatten im doppelten Sinn, denn nicht überall waren Organisatoren der jeweiligen Veranstaltungen willkommen. So auch in Deutschland, namentlich im beschaulichen Städtchen Herbolzheim im Breisgau in Südbaden. Aber Theodor Herzl ging es 1897 auch nicht anders, als er einen Ort für den 1. Judenkongress suchte. Er musste nach Basel ausweichen.

Der Deutsch-Israelischer-Arbeitskreis Südlicher Oberrhein e.V. (DIA) plante hier einen Vortragsabend, und beantragte zusammen mit der Senioren-Union das „Torhaus“, die Kulturhochburg der Stadt – ehrlich gesagt die einzig noch geeignete Örtlichkeit für eine Kulturveranstaltung in der Stadt. Das Torhaus war für diesen Tag noch nicht anderweitig belegt. Umso mehr wunderte sich der örtliche Mittelsmann des Vereins, der keine Zusage zur Durchführung dieses jüdischen Kulturtages erhielt. Auf Nachfrage wurde ihm von der Kulturabteilung der Stadt beschieden, „geht nicht“, der Bürgermeister will es nicht – Thomas Gedemer heißt er neuerdings.

Das war nicht immer so. Dessen Vorgänger Ernst Schilling hatte den Mut, die Geschichte einer Herbolzheimer Sinti-Familie aufarbeiten zu lassen, die „weggekommen“ ist, wie es damals landläufig hieß, wenn welche mit dem Zug den Weg ins Gas antraten. Das tat der Ex-Bürgermeister auch auf die Gefahr hin, dass er sich damit nicht nur Freunde macht. Herbolzheim hat jetzt ein kleines Denkmal zu diesem dunklen Kapitel der Ortsgeschichte – das seit es steht noch nie geschändet wurde. Initiiert wurde diese Geschichte vom DIA-Mitglied Reinhold Hämmerle.

Und jetzt? Bestand wieder die Gefahr, dass sich irgendein Nachkomme von damals an den Pranger gestellt fühlt? Nein, denn der „Gegenstand“ des Kulturabends ist nicht etwa die fast gelungenen Ausrottung der deutschen Juden mit ihrer Kultur. Das Thema des Abends sollte Theodor Herzl sein, Begründer des Staates Israel, anlässlich seines Geburtstages vor 160 Jahren. Angekündigt mit „Wie haben die Städte Budapest, Wien und Paris auf ihn gewirkt und welchen Effekt hatten politische und gesellschaftliche Umbrüche auf sein Schaffen.“ Für einen heutigen Bürgermeister also ein völlig unverfängliches Thema. Es sei denn, er befürchtet Ungemach von anderer Seite: Die Stadt hat 2015 überproportional viele Migranten aufgenommen, für die Israel teilweise ein Reizwort ist.

Ich machte mir meine Gedanken dazu und frage mich, könnte es auch sein, dass dem Bürgermeister nicht das Thema an sich nicht gefällt, sondern …? Vorsitzende des Deutsch-Israelischer-Arbeitskreis Südlicher Oberrhein e.V. (DIA) ist neuerdings eine Simone Schermann, die auch Referentin ist. Dazu kommt, dass sie dazu steht was sie ist, Jüdin – „eine deutsche Jüdin, oder eine jüdische Deutsche“, wie sie zu sagen pflegt. Und tatsächlich begründete der Bürgermeister seine Absage der jüdischen Veranstaltung damit, dass er „keine eventuellen Gegner“ haben wolle.

Weil der Arbeitskreis samt seiner Referentin von der Stadt Herbolzheim „einen Korb“ bekam, fand die Kulturveranstaltung im sieben Kilometer entfernten Münchweier statt – nicht weit vom jüdischen Friedhof der ehemaligen jüdischen Gemeinde von Kippenheim. Immerhin erhalten die Toten Juden von unserem Land ein ehrendes Gedenken, die lebenden Juden in Deutschland und Israel haben es schwerer.
6.9.2020, Albrecht Künstle, Tel 0151-51 75 29 14, kuenstle.A@gmx.de
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Deutsch-Israelischer-Arbeitskreis Südlicher Oberrhein e.V. (DIA)
https://dia-ettenheim-sued.de/

Europäischer Tag der Jüdischen Kultur 2020
https://www.gedenkstaetten-bw.de/etjk

 

Karl Lagerfeld: Der Skandal, der keiner ist
Modeschöpfer Karl Lagerfeld kritisiert die deutsche Politik und warnt vor Antisemitismus unter Migranten. Das ist unbequem, doch keine Hetze. Die künstliche Aufregung zeigt, wie einseitig und angstbesetzt die Debatte geführt wird.

Lagerfeld in Lagerfelds Worten: „Wir können nicht, selbst wenn Jahrzehnte zwischen den beiden Ereignissen liegen, Millionen Juden töten und Millionen ihrer schlimmsten Feinde ins Land holen.“ Zur Illustration verwies er auf einen jungen Syrer, der zur deutschen Gastgeberin gesagt habe, die „beste Erfindung Deutschlands“ sei der Holocaust gewesen. Lagerfeld gibt ein Zitat wieder, das wir bis zum Beweis des Gegenteils für authentisch halten müssen. Und er behauptet eine ideologische Gemeinsamkeit von nationalsozialistischen Deutschen und heutigen Muslimen: den Judenhass. Sind diese Aussagen von der Meinungsfreiheit gedeckt? Aber natürlich. Wer hier nach Sanktion, Entschuldigung, Rüge ruft und Volksverhetzung am Werk sieht, der beweist seine eigene Diskursunfähigkeit und Denkunwilligkeit. Der will anderen den Mund verbieten, damit er selbst nicht hören muss.
Es ist eine Binsenweisheit, dass der Koran judenfeindliche Stellen enthält, dass Mohammed kein Judenfreund war und dass viele Muslime in ihrer Heimat den Antisemitismus mit der Muttermilch aufgesogen haben. Wenn Menschen mit einer solchen Sozialisation in großer Zahl von Deutschland aufgenommen werden, wandert der Antisemitismus mit ein
… Alles vom 16.11.2017 von Alexander Kissler bitte lesen auf
https://www.cicero.de/kultur/antisemitismus-der-skandal-der-keiner-ist

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