Jugendliche Abgeordnete in BW

Zur Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8.3.2026 engagieren und bewerben sich zum Glück auch zahlreiche sehr junge Kandidaten. Natürlich fehlt es ihnen an KnowHow, Bildung, Berufserfahrung, Professionalität usw. Dem gegenüber stehen aber Elan und jugendliche Frische. Und zudem tragen sie dazu bei, das doch erstaunlich hohe Durchschnittsalter der Abgeordneten etwas zu senken.

Hier sollen einige sehr junge Landtagsabgeordnete in spe vorgestellt werden. Wir fangen an mit den beiden jeweils erst 20-jährigen Linus Kionka für die FDP (Anlage (1)) und Sebastian Ruth (Anlage (2)) für die AfD.
25.2.2026
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(1) FDP-Kandidat und Parteichef: Der 20-jährige Linus Kionka, der in Freiburg-West antritt, hat eine Blitzkarriere hingelegt
Er ist gerade mal 20 Jahre alt, voller Enthusiasmus und ohne Chance auf ein Mandat: Linus Kionka engagiert sich dennoch mit aller Kraft im Landtagswahlkampf, denn für seine FDP geht es um jede Stimme
Mit vier Stunden Schlaf muss Linus Kionka derzeit öfter mal auskommen. Regale einräumen in der Frühschicht bei Lidl, dann Studium und Wahlkampftermine. „Und wenn man kurz vor Mitternacht von einer Podiumsdiskussion nach Hause kommt, braucht es eine Weile, bis man heruntergefahren ist“, sagt der Landtagskandidat der FDP für den Wahlkreis 47 Freiburg-West.
Politik, sagt er, habe ihn immer interessiert. Politische Themen seien zu Hause diskutiert worden. Den früheren FDP-Vorsitzenden Christian Lindner fand und findet er auch heute noch beeindruckend. „Für junge Leute waren seine Reden mitreißend.“ Auch die Freiburger Bundestagsabgeordnete Claudia Raffelhüschen habe ihm imponiert, gerade auch wegen ihrer Haltung zur Generationengerechtigkeit. In der Freiburger FDP hat er nun eine Blitzkarriere hingelegt, wie sie nur in einer kleinen Partei möglich ist. Nachdem Hartmut Hanke nach vielen Jahren den Vorsitz abgegeben hatte und Marianne Schäfer nur für ein einjähriges Intermezzo zur Verfügung stand, habe er als stellvertretender Vorsitzender eine Nachfolge gesucht. Erfolglos. „Wenn sich niemand findet, mache ich es“, habe er gesagt. Trotz so mancher Vorbehalte wegen seines Alters.
15 Prozent der Stimmen, damit er über die Landesliste in den Landtag einziehen könne, hat Linus Kionka ausgerechnet. Er erlebe, dass das Interesse größer ist als bei der Bundestagswahl im Februar 2025; dass die Menschen offener, freundlicher seien als damals, als er sich am Wahlkampfstand Beleidigungen habe anhören müssen: „Euch braucht’s doch gar nicht.“ Es gebe wieder „vielfältiges Interesse an der FDP“. Allerdings: Die Freiburger Partei habe rund zehn Mitglieder verloren, vermutlich weil sich die Kreisversammlung für Amtsinhaber Martin Horn in der anstehenden Oberbürgermeisterwahl am 26. April ausgesprochen habe. Unternehmer Achim Wiehle habe sich schlicht zu spät beworben. „Er hätte Chancen auf Unterstützung gehabt.“ Die Jungen Liberalen haben sich jetzt für Wiehle positioniert.

Persönlches
In seiner Freizeit schwingt sich Linus Kionka gerne auf den Fahrradsattel und fährt mit Mountain-Bike oder Gravelbike durch den Kaiserstuhl oder ins Elsass. „Gerne auch mal 60 Kilometer am Tag.“ Der 20-Jährige spricht druckreif, ernsthaft und wie viele in seinem Alter sehr schnell, hat sich in die breite Themenpalette eingearbeitet und weist eine für Politikerinnen und Politiker typische Eigenschaft auf: Sie können Ereignisse zeitlich genau verorten. Er mag Reisen in die europäischen Metropolen, und zwar mit dem Zug. Und neben den Büchern fürs Studium liest er (wirtschafts-)politisch-philosophische Werke. Seit 14 Jahren hat er einen Hund, mit dem zurzeit allerdings eher die Mutter zu tun hat.

Wirtschaft und Bildung
Das allgemeingültige Rezept für wirtschaftlichen Aufschwung nennt auch Kionka: weniger Bürokratie. Ihm schwebt eine Fachstelle vor, an die sich Bürgerinnen und Bürger mit Vorschlägen wenden können, welche Gesetze oder Verordnungen verzichtbar wären. Wenn die Landesverwaltung innerhalb einer bestimmten Frist keine gegenteilige Begründung liefern kann, würden diese abgeschafft. „Entschlacken“, sagt er. Dann fällt das Lieblingswort aller Liberalen und Konservativen: Technologieoffenheit – weniger Vorschriften, stattdessen sollten Wissenschaft und Marktwirtschaft überlassen bleiben, was sich durchsetzt. Fachkräfte aus dem Ausland sollten schneller in den Arbeitsmarkt integriert werden. Dafür brauche es mehr Intensiv-Deutschkurse und schnellere Anerkennung von Berufsabschlüssen. Und es gelte, das Image des Handwerks zu verbessern. „Weg von diesem Zwang zum Abitur.“ Das dreigliedrige Schulsystem hält er, der eine Gemeinschaftsschule besuchte, für das bessere. Er spricht sich für kleinere Schulklassen und mehr Sprachförderung in den Kitas aus. Die Meisterausbildung solle kostenfrei sein.
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Klimaschutz und Verkehr
Linus Kionka hat kein Auto. Er nutzt die Breisgau-S-Bahn, und die sei besser als oftmals gedacht. Ein zweigleisiger Ausbau wäre toll, sagt er, weiß aber, dass das auf absehbare Zeit unrealistisch ist. Ohne Wenn und Aber fordert er den Stadttunnel, weil er Anlieger der B31 entlaste und städtebauliche Entwicklung eröffne. Dem Ausbau von Radwegen räumt er nicht oberste Priorität ein. Da seien Freiburg und das Umland schon gut aufgestellt. Statt neuer Windräder, die vergleichsweise wenig Strom produzierten und zu viel Unmut in den Gemeinden führten, plädiert er für den schnellen Ausbau der Nord-Süd-Trassen, um Strom von den Küsten nach Baden-Württemberg zu transportieren. Er selbst findet Windräder „gar nicht schlimm“. Die Anlagen auf dem Roßkopf seien bereits so etwas wie Heimat. Ein großes Anliegen: Dach- und Fassadenbegrünung. Damit sei viel zu erreichen.

Landwirtschaft
Bekanntlich beklagen besonders Landwirte zu viel Bürokratie. Kionka kann nach Gesprächen auch ein paar konkrete Beispiele nennen, wie die „übertriebene Dokumentationspflicht“ für Vogelhäuschen an Rebhängen. Dabei gehe es um den Nachweis von Artenvielfalt, doch könne sich daraus ein Briefverkehr mit der Europäischen Kommission wegen ein paar Cent entwickeln. Um die Landwirtschaft zu entlasten, soll der Mindestlohn für Saisonarbeitskräfte auf 80 Prozent reduziert werden. Das sei für osteuropäische Verhältnisse immer noch sehr viel Geld.

Digitalisierung
Natürlich ist auch Linus Kionka für den schnelleren Ausbau des schnellen Internets. Zwischen Gottenheim und Freiburg gebe es nach wie vor zwei Funklöcher, kann er von eigenen Erfahrungen berichten. Allerdings solle der chinesische Telekommunikationsausrüster Huawei aus Sicherheitsgründen außen vor bleiben. Verwaltungen oder Institutionen sollten sich zusammenschließen statt ständig eigene Apps und Programme zu entwickeln. Das sei teuer und wenig effizient. An den Schulen sollte Digitalkompetenz als eigenes Fach eingeführt werden, um die Kritikfähigkeit zu erhöhen, aber durchaus auch, um die kreativen Möglichkeiten zu zeigen. Eine Altersgrenze für die Social-Media-Kanäle von 14 oder 16 Jahren findet er „nicht verkehrt“.

Wahlkreis
Divers sei sein Wahlkreis mit den westlichen Stadtteilen Freiburgs und den angrenzenden Gemeinden. Städter und Landbewohner, so seine Erfahrung, schimpften oft auf die jeweils anderen. „Dabei geht es eigentlich beiden gut.“ Doch klar, es gebe Verbesserungsbedarf. Kleine Ortschaften könnten mit kleineren Bussen in einem engeren Takt angebunden werden. „Dann braucht das Personal keinen Busführerschein.“ Schrecklich findet er, dass einige Stadtteile wie Weingarten und Haslach einen schlechten Ruf hätten. Sein Vorschlag: mehr Durchmischung. Ein größerer Mix von Miet- und Eigentumswohnungen. Um die Mieten zu dämpfen, helfe nur bauen. Statt Mietendeckel fordert er Deregulierung. Dann regle das der Markt. Für den Stadtteil Dietenbach solle die Verwaltung auf die „Tube drücken, und sich nicht um jede Maus kümmern“. Er spricht sich für eine „handlungsfähige Polizei“ aus, bleibt aber dann doch bei den liberalen Positionen: keine Rasterfahndung, keine Vorratsdatenspeicherung und keine KI-gesteuerte Gesichtserkennung bei der Videoüberwachung, die sich der neue Freiburger Polizeipräsident Norbert Schneider vorstellen kann, sollte das Modellprojekt in Mannheim funktionieren. Doch der junge Politiker fragt sich: „Wo kämen wir da hin?“
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Linus Kionka II
Geboren in Breisach am 7. Juni 2005, aufgewachsen in Ihringen. Linus Kionka besuchte die dortige Gemeinschaftsschule, machte den Realschulschulabschluss und legte an der Freiburger Max-Weber-Schule mit ihrem Schwerpunkt Wirtschaft das Abitur ab. Seit Herbst 2024 studiert er VWL an der Universität Freiburg. Während seiner Schulzeit absolvierte er ein Praktikum im Wahlkreisbüro der damaligen Freiburger FDP-Bundestagsabgeordneten Claudia Raffelhüschen, und eine Woche nach dem Bruch der Ampelkoalition Ende 2024 hospitierte er in Berlin beim damaligen Parlamentarischen Staatssekretär Jens Brandenburg, ebenfalls FDP. In Freiburg war er Vorsitzender der Jungen Liberalen, von November 2024 an war er stellvertretender Vorsitzender auch im Kreisverband, seit vergangenem November ist er Kreisvorsitzender. Im April 2025 wurde er einstimmig zum Kandidaten für die Landtagswahl nominiert.
… Alles vom 17.2.2026 von Uwe Mauch bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/fdp-kandidat-und-parteichef-der-20-jaehrige-linus-kionka-der-in-freiburg-west-antritt-hat-eine-blitz
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linus.kionka@fdp-freiburg.de
https://www.fdpbw.de/

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Sebastian Ruth (AfD) möchte die soziale Frage von rechts lösen
Der 20-jährige Sebastian Ruth aus Breisach stammt aus einem links-grünen Elternhaus. Nun will er als Direktkandidat für die AfD in den Landtag einziehen
Bei ihm zu Hause wurde immer schon viel diskutiert, erzählt Sebastian Ruth. „Mein Elternhaus ist hochpolitisch, da ging es oft heiß her.“ Sein Vater sei Grünen-Wähler, die Mutter eher links orientiert. Er selbst habe anfangs „geliebäugelt mit Sahra Wagenknecht“ und sich für ihr Bündnis BSW engagiert. „Aber es war doch nicht genau das, was ich wollte. Das BSW möchte die soziale Frage von links lösen, ich will sie von rechts lösen. Ich möchte es patriotischer und konservativer“, sagt Ruth.

Persönliches
Geboren ist Sebastian Ruth in Freiburg-Landwasser. Während seiner Grundschulzeit zog die Familie nach Breisach. Dort besuchte er die Gemeinschaftsschule. Hier machte er erste „negative Erfahrungen“ in Sachen Bildungspolitik, wie er erzählt. Er spricht vom „Gleichheitswahn der Linken“: Diejenigen, die besondere Förderung bräuchten, bekämen sie an der Gemeinschaftsschule nicht, und die guten Schüler würden aufgehalten, erzählt er.

Nach dem Realschulabschluss und einem Freiwilligen Sozialen Jahr in einem Kindergarten begann Sebastian Ruth eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann, die er aber in der Probezeit abbrach, weil sie ihm nicht lag. Stattdessen begann er eine Lehre zum Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement. Hier fühle er sich angekommen und habe sehr gute schulische Leistungen. Im Mai ist Abschlussprüfung.
ein Interesse an der Politik entwickelte sich mit 13, 14 Jahren, wie er erzählt. „In der Schule fand ich Fächer wie Geschichte und Gemeinschaftskunde besonders interessant. Themen, die sich um moralische und ethische Gesichtspunkte drehen.“ In seiner Schulzeit sei Migration ein großes Thema gewesen. „Da gab es Jugendgruppen, die negativ aufgefallen sind, eine aggressive Stimmung verbreitet haben“, erzählt er.

Richtig politisiert hat sich Sebastian Ruth nach eigenen Angaben in der Corona-Zeit. „Die fiel genau in meine Jugend. Da will man doch eigentlich frei sein und sich ausleben, und da fühlte ich mich extrem stark in meiner Freiheit eingeschränkt.“ Ruth wendete sich der Corona-kritischen Szene in Freiburg zu und lernte dort AfD-Vertreter kennen. Zunächst blieb es jedoch bei einem Kennenlernen, und Ruth sah sich eher zur eingangs erwähnten Politik von Sahra Wagenknecht hingezogen. Doch auch weil er diese für „zu gemäßigt in der Migrationspolitik“ hielt und mit deren „Außenpolitik nicht d’accord“ war, ging er letztlich zur AfD.
Nach der Bundestagswahl im vergangenen Jahr trat er der Partei bei. „Dann ging alles ganz schnell“, erzählt er. AfD-Kreissprecherin Martina Böswald sei auf ihn aufmerksam geworden. „Sie findet, dass ich was im Köpfchen habe und dass ich gut reden kann“, sagt Ruth. Mit seinen 20 Jahren könne er die junge Generation widerspiegeln. So wurde der Auszubildende vergangenen Sommer als Beisitzer in den Vorstand des AfD-Kreisverbands Breisgau-Hochschwarzwald gewählt. „Und dann wurde ich Direktkandidat für die Landtagswahl.“

Wirtschaft und Bildung
„Bürokratie, Regulierungswahn, zu hohe Energiekosten – die Rahmenbedingungen für Unternehmen sind völlig unwirtschaftlich und führen dazu, dass diese entweder abwandern, wenn sie es sich leisten können, oder aber Insolvenz anmelden müssen“, sagt Ruth. Seine Partei habe da viele Lösungen parat. Eine davon sei das „Sunset-Prinzip“: „Wir fordern, dass Regeln alle zehn Jahre überprüft werden. Werden sie nicht gebraucht, werden sie abgeschafft.“ In eine ähnliche Richtung ziele das „One in, two out“-Prinzip. Für die Einführung eines neuen Gesetzes müssen zwei alte Gesetze abgeschafft werden. „Nur so können wir eine ernsthafte Verschlankung schaffen.“ Gespart werden müsse auch bei Beamten und im öffentlichen Dienst. Die Automobilindustrie könne mit dem „Buy BW“-Programm gefördert werden. „Alle öffentlichen Unternehmen und Behörden des Landes sollen Automobile aus Baden-Württemberg kaufen. Das gibt es in vielen Ländern, und die Aufregung deswegen halte ich für völlig aufgesetzt“, so Ruth.

In der Bildungspolitik sieht Ruth mehrere Hebel, um gegen den Fachkräftemangel vorzugehen. Zum einen solle ein deutlich stärkerer Fokus auf die MINT-Fächer Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik gelegt werden. Zudem müsse die Grundschulempfehlung verpflichtend sein, findet Ruth. „Lehrer können die schulischen Leistungen der Kinder besser einschätzen als die Eltern“, sagt er. Wenn alle aufs Gymnasium gingen und dann „alle studieren, funktioniert eine Volkswirtschaft nicht mehr“. „Wir brauchen Leute, die mit den Händen arbeiten. Meister statt Master“, lautet der Slogan seiner Partei.

Auch inhaltlich müsse der Schulunterricht überarbeitet werden. Im Fach Geschichte sieht Ruth „einen einseitigen Fokus auf die NS-Zeit gesetzt. Wir sollten diese Zeit auf gar keinen Fall verdrängen. Aber unsere Geschichte ist deutlich größer“. Zudem sollten Gender-Themen keinen so großen Raum einnehmen. „Andere Familienformen muss man natürlich nicht ausschließen. Wir haben kein Problem mit Homosexualität“, so Ruth. Doch der Fokus müsse auf der traditionellen Familie liegen, „denn die Geburtenrate zeigt, dass wir zu wenig Kinder in unserem Land haben“.

Klimaschutz und Verkehr
„Ich leugne den Klimawandel nicht“, sagt Sebastian Ruth. Umweltschutz sei Heimatschutz, und deshalb müsse man in der Heimat damit anfangen. Konkret heiße das beispielsweise, dass man Wildruhegebiete ausbauen und mehr Mischwälder schaffen sollte. Es gehe um Aufforstung und eine Gestaltung der Wälder für Wildtiere – „wir nehmen zu viel und geben zu wenig“.

Der 20-Jährige ist ÖPNV-Nutzer und pendelt mit der Breisgau-S-Bahn zur Berufsschule nach Freiburg. „Die S1 ist bereits jetzt massiv überfüllt.“ Daher fordert Ruth: „Wir brauchen einen Ausbau der Lokomotive, und es muss eine Ausbildungsoffensive für Lokführer gestartet werden.“ Gleichzeitig spiele der Individualverkehr eine wichtige Rolle. „Wir dürfen die Verkehrsträger nicht gegeneinander ausspielen.“ Straßen müssten ausgebaut und so Kommunen entlastet werden. „Auch wollen wir eine Deckelung im Anwohnerparken.“ Denn mit hohen Kosten für das Anwohnerparken würden die geschädigt, die arbeiten gingen und ihr Auto für die Fahrtwege benötigten.

Landwirtschaft
„Die Landwirtschaft ist das Rückgrat unserer Nation“, sagt Ruth. Die heimische Landwirtschaft müsse geschützt werden. Für landwirtschaftliche Nutzflächen soll es ein Vorkaufsrecht zur landwirtschaftlichen Nutzung geben. Kritik äußert Ruth am Mercosur-Abkommen. Die hiesigen Landwirte dürften nicht dem globalen Wettbewerb ausgesetzt werden. Zudem möchte er die Selbstbestimmung der Landwirte stärken statt sie zu „gängeln und zu drangsalieren“.

Digitalisierung
Zur Infrastruktur zählt Sebastian Ruth auch die digitale Infrastruktur. Der Glasfaserausbau müsse vorrangig für das Gewerbe stattfinden. Künstlicher Intelligenz stehe seine Partei positiv gegenüber, „aber sie muss reguliert sein. Am Ende der Entscheidungskette muss immer ein Mensch stehen“, so Ruth. Wenn bei Verwaltungen und Behörden KI eingesetzt werde, könnten Stellen eingespart werden. Wichtig sei, dass Schüler schon in der Schule den richtigen Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) lernten.

Wahlkreis
Auf die wichtigsten Themen in seinem Wahlkreis angesprochen, fällt Sebastian Ruth als erstes die jüngst in Freiburg eingeführte Verpackungssteuer ein – „eine Unverschämtheit, sie ist gegen die Schwächsten der Gesellschaft gerichtet und belastet die Gastronomie“, sagt Ruth.
In seinem Wahlkreis brennt ihm zum anderen das Thema Bildung auf den Nägeln. Das fange an beim Sanierungsbedarf der Schulen, „da bröckelt der Putz von der Decke“, geht über eine verpflichtende Vorschulklasse für all jene, die kein Deutsch sprechen, bis zur Einführung der Schuluniform und der Rückkehr von mehr Leistung und Disziplin in den Schulen.

Wichtig ist ihm auch das Thema Migration. Zum einen müssten die Grenzen besser geschützt werden, so Ruth. Zum anderen solle eine striktere Abschiebepolitik verfolgt werden. „Da darf man den Rechtsstaat nicht schleifen lassen.“
… Alles vom 24.2.2026 von Nikola Vogt bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/sebastian-ruth-afd-moechte-die-soziale-frage-von-rechts-loesen

Im Fokus der BZ: Alle Kandidatenporträts finden Sie im Online-Dossier unter
https://www.badische-zeitung.de/landtagswahl-baden-wuerttemberg-2026-wahlkreis-freiburg-1
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sebastian.ruth@afd-bw.de
https://afd-bw.de/

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