Deutschland ist im Niedergang begriffen. Und wenn es finanziell bergab geht, will man reden und seine Meinung und Kritik kund tun. Was sind die Ursachen des Niedergangs? Was dagegen tun? Der Diskussionsbedarf ist groß und die Bürger wenden auch an Social Media und großen Zeitungen, aber zu allererst an das lokale Umfeld vorort: Nachbarn, Bekannte, Verein, Firma, Gemeinde und die lokale Zeitung. Warum gerade das lokale Blatt? Aus zwei Gründen.
Zum einen, weil man sich bei Problemen zuallererst an die eigene Umgebung wendet. Der lokalen Basis bzw. Graswurzel vorort kommt eine besondere Bedeutung zu.
Zum anderen, weil die Folgen des wirtschaftlichen Niedergangs sich in der eigenen Kommune bzw. Gemeinde besonders deutlich und spürbar zeigen.
Der Bund beschließt zunehmend Gesetze, deren Ausführung und Kosten den Kommunen und Gemeinden angelastet werden wie: Sozialer Sektor, Migration, Wohnen. Immer mehr Kommunen gehen dadurch de fakto pleite. In England müssen Gemeinderatssitzungen immer häufiger abgesagt werden, weil die Gemeinderäte gewalttätig aufeinander los gegangen sind. Wenn Fragen wie „Müllabfuhr oder Migranten?“ bzw. „Kinderbetreuung oder Integrationskurs?“ zu diskutieren sind und es tatsächlich um das „Entweder-oder“ geht. Wenn man sparen muß, aber nicht weiß, wo. Noch sind in den Mainstreammedien Meldungen zu lesen wie „Aber so etwas wie in GBR ist bei uns im reichen Deutschland nicht möglich“. Da läßt sich nur antworten: Warten wir’s ab.
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Große Zeitungen
Die überregionalen Zeitungen des Mainstream tun sich schwer. Die Bezahlschranke soll helfen. Unterstützung kommt vom staatlichen Programm „Demokratie leben!“ oder vom Milliardärssozialsmus (Soros, Gates, …). So hat der Spiegel 5,6 Mo Dollar von der Gates-Stiftung erhalten. .
Regionalzeitungen sparen, indem sie den Mantel für die überregionale Politik z.B. vom SPD-nahen Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) beziehen. So liest man zur überregionalen Politik in der Badischen Zeitung Freiburg, Stuttgarter Zeitung Badische Neueste Nachrichten Karlsruhe und Rhein-Neckar-Zeitung Heidelberg überwiegend dasselbe.
Lokale Zeitung bzw. „Blättle“
Im Gegensatz zu den überregionlen und regionalen Zeitungen spielt das Feedbäck der Leser in den lokalen Print-Medien eine entscheidende Rolle. Eine lokale Zeitung bzw. „Blättle“, oftmals ein Anzeigenblatt mit zusätzliche Lokalredaktion, hat vier Möglichkeiten der Einbindung von Leserschaft und Anzeigekunden
I. Alle Leserbriefe willkommen, unabhängig von politischer und sonstiger Orientierung.
II. Die große Politik komplett ausklammern. No politics.
III. Linksorientierung der Zeitung
IV. Rechtsorientierung der Zeitung.
Nur I. gewährleistet der Zeitung das finanzielle Überleben. Nur so kann sich das Blättle alle Leser und alle Anzeigenkunden erhalten.
II. Mag in Zeiten der volkswirtschaftlichen Prosperität wie in den 1970-90er Jahren funktioniert haben: Da boomte die Wirtschaft, unabhängig, ob „oben“ in der Politik CDU, SPD oder FDP gerade an der Macht waren. Wenn aber das Scheitern der großen Politik im Bund ganz oben in Berlin unten in der eigenen Gemeinde bzw. Stadt dazu führt, daß einfach kein Geld mehr da ist zur Finanzierung der kommunalen Aufgaben, dann ist der Ruf nach „No politics“ in der Berichtserstattung des jeweiligen „Blättle“ geradezu lächerlich.
III. Eine einseitig linke Zeitung wie die Berliner taz kann in ihrer politisch extrem einseitigen Orientiertung überleben, da die rechts orientierten Bürger in Berlin auf andere Zeitungen ausweichen können.
Ein einseitig links orientiertes Blättle südlich von Heidelberg oder ein einseitig rechtes Blättle in der Südpfalz geht bankrott, da die Einwohner mit abweichender Meinung keine alternative Zeitung vorort vorfinden, wohin sie in ihrem Informations- und Diskussionsbedürfnis ausweichen können.
In Zeiten des Niedergangs wird die Polarisierung zunehmen und die Diskussion rauer – auch im jeweiligen Gemeinderat, in der Vereinssitzung, im Gruppenmeeting usw.. Und diese Diskussionen muß auch das Blättle als Medium mitnehmen, in dem es alle Leserbriefe und Kommentare aufnimmt und keine verschwiegen bzw. selektiert werden.
Ein Anzeigekunde muß Geld bezahlen für seine Annonce. Ein Leserbriefsschreiber nicht.
Leserbriefe im Print veröffentlichen ist zu teuer, deshalb sollte man sie dort nur anteasern und dafür komplett online auf der Website vom „Blättle“ hochladen.
Coronakrise seit 2/2020: Niedergang und Diskussion am Beispiel Kirchzarten
Anfang 2020 veröffentlichte der Dreisamtäler als Lokalzeitung bzw. Blättle alle Leserbriefe – Meinungsvielfalt. Nach dem Tod des Zeigtungsherausgebers Hanspeter Schweizer Ende 7/2020 wurden abrupt keine Leserbriefe mehr publiziert Die Redaktion trennte zwischen Befürwortern und Gegnern (Skeptiker, „Leugner„, „Covidioten„) von Coronamaßnahmen, nur noch Verlautbarungen im Sinne der Befürworter wurden publiziert.
In Kirchzarten formierten sich die beiden Gruppierungen https://www.dreisamtal-gemeinsam.de und https://dreisamtal-verbinde-dich.de/ mitsamt den zugehörigen Telegram-Kanälen: Man redet gegeneinander anstatt miteinander, geht auf getrennte Demos bzw. Treffen und die innerörtliche Diskussion verlagert sich ins Internet oder findet nicht statt. Polarisierung der Bewohnung der Gemeinde und des Dreisamtals, Spaltung bis in die Familien hinein. Die Kirchen haben sich einseitig als Claqueure für Berlin (RKI, Lauterbach, Spahn, …) positioniert. Nach dem politischen Vorbild von CDUSPDGrüneFDPLinke gibt keinerlei Aufarbeitung und Versöhnung der Coronazeit in deutschland bis heute. Die Aufklärungen um Fauci und RKI-Files werden als Tabu ignoriert bzw. negiert. 70 % der Bundesbürger trauen sich nicht, ehrlich ihre Meinung zu sagen, geschweige denn, darüber mit anderen zu offen zu diskutieren.
Die Diskussionskultur liegt am Boden.
Wirtschaftskrise ab 2/2015: Niedergang und Diskussion
Gegenüber dieser Wirtschaftskrise aufgrund von Einnahmenrückgang (Schrumpfung Bruttosozialprodukt, Deindustrialisierung) und Ausgabensteigerung (CO2-Klima, Versorgungsmigration und Drohnenkrieg: 834 Mrd seit 2015) war die Coronakrise noch ein Klacks. Wenn „das Portemonnaie am 20. leer ist“ bei ausbleibenden Subventionen des Staates, dann wird es ernst: Dann müssen die Menschen wenigstens miteinander diskutieren können, offen, überall, kontrovers, wütend, auch im Gemeinderat, auch in den Kirchen und Vereinen, auch im Zeitungsblätte wie z.B. dem Höllentäler vorort.
Wir benötigen endlich eine Diskussionskultur.
11.10.2026
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