Ich verstehe bis heute diesen „Ersatz-Patriotismus“ nicht. Die Ukraine ist weder in der EU noch in der Nato. Es wird aber so getan, als wäre Baden-Württemberg angegriffen worden. auch Nato-Generalsekretär Mark Rutte sieh in Russland keine Bedrohung. Ein Drittel der über 100 Milliarden sind in der ukrainischen Korruption gelandet. Wer hat Nordstream2 gesprengt und damit Deutschlands Energieversorgung ruiniert? Warum wechselt Deutschland ohne Not von der freien, sozialen Marktwirtschaft zur zentralistischen Plan- bzw. Kriegswirtschaft?
.
Was würde passieren, wenn Deutschland aus seinem Stellvertreterkrieg gegen Russland aussteigt und die Militärhilfe an die antidemokratische Ukraine einstellt? Entweder findet Selenskyj andere Partner, die anstelle von Deutschland einsteigen, oder er wäre gezwungen ein Friedensabkommen zu unterzeichnen. Zu schlechteren Bedingungen als 2022 (Istanbul) oder 2025, aber besser als nach ortgesetztem Blutvergießen und Zerstörungen. Ein Kriegsende ist im Interesse Deutschlands.
.
Fast die gesamte Medienlandschaft in Deutschland – Mainstream/ÖRR wie auch alternative Medien (1) – ist auf Kriegsrhetorik eingestimmt. Krieg – das mediale Modewort. Friede ist was für Weicheier.
Das Buch „Gemeinsame Sicherheit heute! Ein Manifest für den Frieden“ der Alt-SPD-ler Gernot Erler und Rald Stegner wendet sich gegen den „gefährlichen Meinungskonformismus. „Kriegstüchtigkeit“ ist das Wort der Stunde. Doch in der Bevölkerung ist der Wunsch nach Frieden weiterhin groß“ (3). Nur Diplomatie kann den Ukrainekrieg beenden und Deutschland muß bei derlei diplomatischem Bemühen Vorreiter sein – anknüpfend an die Entspannungspolitik von Will Brandt.
Die USA drängen derweil auf Frieden im Ukrainekrieg, um sich ganz auf China zu konzentrieren. Treffen Witkoff und Putin in Mokau. „Selenskyj hat öffentlich gesagt, die Ukraine sei bereit, den Krieg auf der aktuellen Kontaktlinie einzufrieren („freeze and stop“)“ (4).
22.10.2026
.
Ende von Beitrag „Ukraine ist nicht unser Krieg“
==============================================================
Beginn von Anlagen (1) – (4)
.
(1) Stop Ukrainekrieg: Afd ja – JF Nius nein
Reichelts großes Outing: Bis zur letzten Patrone für die Ukraine
… Dieter Stein schrieb jetzt einen scharfen Kommentar gegen Alice Weidel https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2026/alice-weidel-giorgia-meloni-und-frieden-in-der-ukraine/ samt Ankündigung auf X https://x.com/Dieter_Stein/status/2111516335658393717 .. In einem Interview hatte Weidel die AfD-Position noch einmal klargemacht: den Ukrainekrieg mit allen Mitteln beenden, keine weitere finanzielle und militärische Unterstützung in Milliardenhöhe, Diplomatie vor dem illusorischen Wunsch, Russland zu besiegen oder in eine bedingungslose Kapitulation zu zwingen.
Kurz zum Kontext: Merz will die deutsche Wirtschaft eng an die Rüstungswirtschaft binden, um den Wirtschafts- und Wohlstandsrückbau von Merkel über die Ampel umzukehren und mit Rüstungsgütern Gewinne machen – Stichwort etwa Volkswagen. Bei Merz‘ Reise nach Kiew begleiteten ihn zehn Vertreter von Rüstungsunternehmen – ausschließlich!
…
Milliarden aus dem Westen halten den Krieg am Leben, während wöchentlich tausend oder mehr Menschen sterben – in einem Krieg, den man nicht beenden will, weil man daraus Wirtschaftswachstum generieren will? Und währenddessen streifen die Häscher durchs Land auf der Suche nach Kriegsdienstverweigerern, die sie einfangen wie streuende Hunde um sie zum Verrecken an die Front zu karren.
…
Weiter wird in der Runde von verschiedenen Flügeln der AfD philosophiert – transatlantisch, russisch usw. Das spiegelt zwar nur die neue Pluralität innerhalb der AfD, der neuen und einzigen großen Volkspartei, der größten Oppositionspartei. Aber Reichelt und Stein wollen diese Pluralität nicht erhalten. Man will, dass die AfD ihren Standpunkt aufgibt, Friedensbemühungen aufgibt und den Krieg weiter befeuert. Dass sie die etablierte Position übernimmt und am Ende keiner mehr in der Opposition gegen diesen Krieg zurückbleibt. Kein Theater mehr, wenn die nächsten 100 Milliarden in den Krieg und den Wiederaufbau fließen, den dann auch Deutschland bezahlen muss. Stein sagt, was in Deutschland wirklich fehle – und man könne sich von der Ukraine oder anderen osteuropäischen Staaten eine Scheibe abschneiden – sei ein wirklich existierender Wehrwille. Aber Deutschland führt keinen Krieg, wird nicht angegriffen, unterstützt aber mit Milliarden einen Krieg. Dagegen wehrt sich die AfD.
… Alles vom 19.10.2026 bitte lesen auf
https://www.alexander-wallasch.de/gesellschaft/reichelts-grosses-outing-bis-zur-letzten-patrone-fuer-die-ukraine
.
.
(2) Merz’ letzte Chance als Kanzler: Den Krieg beenden helfen
…
Jetzt muss ein Friedensplan und ein sofortiges Verhandlungspaket kommen. Wenn Merz jetzt nichts Bleibendes hinterlässt, wird er als der Lügenkanzler in Erinnerung bleiben, der vor allem die Rüstung ankurbelte und dann kläglich scheiterte.
Anstatt Deutschland weiter Richtung Kiew ausbluten zu lassen, unsere Sicherheitsarchitektur zu zerstören und weiter auf die Wirtschaftskraft einer neuen Rüstungsindustrie zu setzen, muss Merz jetzt alles versuchen beizutragen, diesen grausamen Krieg zu beenden, soweit das überhaupt in seinen Möglichkeiten liegt und noch darüber hinaus.
Der Konflikt dauert seit dem russischen Angriff im Februar 2022, belastet Europa und seine Menschen massiv und macht das Schlachtfeld zum Friedhof hunderttausender Ukrainer und Russen. Ein Ende ist nur durch intensive Diplomatie mit allen Beteiligten möglich.
Die folgenden 10 Punkte sind selbstverständlich kein endgültiger Plan. Und sie mögen Satz für Satz auch eine Hilflosigkeit in sich tragen. Aber es muss ein Anfang gemacht werden.
1. Sofort Shuttle-Diplomatie starten …
2. Unmittelbaren Waffenstillstand und Energie-Waffenstillstand durchsetzen…
3. Territoriale Realität anerkennen ….
4. Ein Minimum an Sicherheitsgarantien ohne NATO-Beitritt …
5. Militärische Begrenzungen und Demilitarisierung …
6. Sanktionen schrittweise und konditioniert lockern …
7. Humanitäre Sofortmaßnahmen ….
8. Wiederaufbau ohne deutsche Zahlmeisterrolle und ohne Großinvestor-Prämie ….
9. Langfristige europäische Sicherheitsarchitektur
Neues Format, das Russland einbezieht (erweiterte OSZE oder vergleichbar), mit vertrauensbildenden Maßnahmen. Kritisch: Frühere Ansätze scheiterten oft an fehlendem Vertrauen.
10. Verifikation und regelmäßige Gipfel …
… Alels vom 21.10.2026 bitte lesen auf
https://www.alexander-wallasch.de/gesellschaft/merz-letzte-chance-als-kanzler-den-krieg-beenden-helfen-2
.
.
.
(3) SPD-Politiker Gernot Erler und Ralf Stegner werben in Freiburg für einen Frieden mit Russland
Die SPD-Politiker Ralf Stegner und Gernot Erler werben in Freiburg für mehr Diplomatie gegenüber Russland und stellen damit den Kurs ihrer Partei infrage. So manche Aussage sorgt für Widerspruch.
…
An diesem Abend zeigt sich der ehemalige SPD-Vize Ralf Stegner gut gelaunt. Mit seinem Freiburger Parteifreund Gernot Erler, von 2005 bis 2009 Staatsminister im Auswärtigen Amt, stellt er das Buch „Gemeinsame Sicherheit heute! Ein Manifest für den Frieden“ vor. Der kleine Saal ist bis auf den letzten Platz gefüllt.
…
Forderungen nach mehr Diplomatie und Verhandlungen mit Russland, nach Friedenssicherung und einer umfassenden Rüstungskontrolle, und auch Kritik an der Aufrüstung der Bundesrepublik: Was im Buch der beiden Herausgeber zunächst als eine Rückbesinnung auf die Entspannungs- und Friedenspolitik der 1970er-Jahre daherkommt, birgt politische Sprengkraft. Es knüpft einerseits an das traditionelle Selbstbild der SPD als Friedenspartei an. Gleichzeitig liest es sich aber auch als Gegenentwurf zur Politik der Zeitenwende, die SPD-Bundeskanzler Olaf Scholz 2022 nach dem russischen Überfall auf die Ukraine einleitete. „Mir war nicht bewusst, dass man den Frieden stört, wenn man über den Frieden spricht“, sagt Stegner dazu.
Distanz zum Russland-Kurs der eigenen Partei
Ralf Stegner auf Kollisionskurs zur eigenen Partei – das zeigt sich auch an diesem Abend. Es müsse „verteidigungsfähig“, nicht „kriegstüchtig“ heißen, findet er und beklagt dabei eine um sich greifende Militarisierung der Sprache und des Denkens.
…
„Es braucht größere Anstrengungen zu einem Verhandlungsprozess“, findet Gernot Erler, ohne dabei konkreter zu werden. Am Ende des Krieges müsse eine europäische Friedensordnung mit Russland das Ziel sein. Das sieht Stegner ganz ähnlich. Die Sorge, dass die SPD mit ihrem Russland-Kurs einen Teil ihres politischen Erbes verspielen könnte, scheint eine der Triebfedern für das Engagement Stegners und Erlers zu sein. Schließlich liegt Erlers aktive Zeit in der Politik bereits einige Jahre zurück. Beide sind heute Vorsitzende des Erhard-Eppler-Kreises, in dem sich Sozialdemokraten sammeln, die sich in der Friedensbewegung engagieren. „In Deutschland wird inzwischen eine Debatte gepflegt, die die Ost- und Entspannungspolitik in Frage stellt, ohne die die Wiedervereinigung nicht möglich gewesen wäre“, beklagt Erler. Dabei sei nicht alles an der deutschen Russlandpolitik der Vergangenheit falsch gewesen. Die SPD müsse ihre Wurzeln als Friedenspartei auch im Hinblick auf die Wahlerfolge der AfD in Ostdeutschland wiederentdecken, darin sind sich beide einig. „Wenn man die Friedenspolitik den Rechtsradikalen überlässt, darf man sich über solche Wahlergebnisse nicht wundern“, sagt Stegner.
… Alles vom 21.10.2026 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/spd-politiker-gernot-erler-und-ralf-stegner-werben-in-freiburg-fuer-einen-frieden-mit-russland
Gernot Erler und Ralf Stegner (Hrsg):
Gemeinsame Sicherheit heute! Ein Manifest für den Frieden
Westend Verlag, 9/2026, 204 Seiten, 18 Euro
.
Buch U4:
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine wird die öffentliche Debatte hierzulande dominiert von einem gefährlichen Meinungskonformismus. „Kriegstüchtigkeit“ ist das Wort der Stunde. Doch in der Bevölkerung ist der Wunsch nach Frieden weiterhin groß. Vielen ist klar: Unsere Welt gerät in eine Sackgasse, wenn sie ihre Ressourcen im Krieg verschleudert, statt sie für die soziale und ökologische Transformation zu verwenden. Dieses Buch gibt eine Einschätzung der aktuellen geostrategischen Herausforderungen und zeichnet die Friedens- und Entspannungspolitik der 1970er Jahre nach. Die These der Autoren: Deutschland und die EU müssen Vorreiter für gemeinsame Sicherheit sein!
Mit Beiträgen von Gernot Erler, Ralf Stegner, Wolfgang Biermann, Axel Fersen, Ute Finckh-Krämer, Arno Gottschalk, Wolfgang Lieb, Hans-Jochen Luhmann, Hans Misselwitz, Michael Müller, Rolf Mützenich, Joachim Schuster und Heinz Stapf-Finé
https://friedensdienst.de/lokale-friedensarbeit/publikationen/gemeinsame-sicherheit-heute-manifest-fuer-den-frieden-hg-v
.
.
(4) Aus Berlin nichts Neues – um den Ukrainekrieg geht es nebenbei
…
Treffen Witkoff und Putin. Was gestern inoffiziell sickerte und offiziell bekannt wurde, ist für Kundige kein ausgehandelter Plan, sondern eine weitere diplomatische Runde. Eine Runde, in der es – mehr als um die Ukraine – um die weitere Glättung der Beziehungen mit Moskau geht. Washington will sich auf seinen wirtschaftlichen Rivalen China konzentrieren und mehr Druck auf den Iran ausüben können.
Offiziell.
Einfrieren der Frontlinie („koreanisches Modell“): Selenskyj hat öffentlich gesagt, die Ukraine sei bereit, den Krieg auf der aktuellen Kontaktlinie einzufrieren („freeze and stop“), sofern es angemessene Sicherheitsgarantien gibt. Russland kontrolliert de facto etwa 20 Prozent des ukrainischen Territoriums (Krim, großer Teil des Donbass, Teile des Südens). Kein formeller Verzicht.
Trilaterale Gespräche: Putin erklärte sich „grundsätzlich“ bereit, die Gespräche USA–Russland–Ukraine etwa ab dem 10. November wiederaufzunehmen über Sicherheit nach dem Konflikt.
Wirtschaft: USA drängen auf Stabilisierung der Energiemärkte und weniger Angriffe auf Raffinerien.
Nicht offiziell.
Breite demilitarisierte Zone von mehreren Dutzend bis hunderte Kilometer mit nur europäischen Friedenstruppen und ohne US-Soldaten und US-Finanzierung.
NATO-Moratorium von 10–20 Jahren.
Sanktionen und Rohstoffmärkte: Stabilisierung der globalen Öl- und Gasmärkte, was die Kraftstoffpreise in den USA senkte.
… Alles vom 22.10.2026 von Fritz Goergen bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/uraine-usa-klima