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- Promoting European Greatness (9.12.2025)
- Interessen: Osten, Westbindung (18.11.2025)
- Albrecht Müller: „Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein“ (4.11.2025)
- Klaus von Dohnynyi: Das Erbe von Willy Brandt ist verraten worden (6.6.2025)
- Kriegsende 8. Mai 1945 erinnern (10.5.2025)
- EU im Aufrüstungsrausch – Die Notwendigkeit, die Debatte vom Kopf auf die Füße zu stellen (4.3.2025)
- Russlandpolitik und Entspannungspolitik der SPD (22.11.2024)
- Ukrainekrieg Friedensbewegung (17.7.2024)
- Rettet die Ukraine! Frieden jetzt! (26.2.2024)
- Interview Carlson – Putin (9.2.2024)
- Land für Frieden (12.10.2023)
- Scholz: Pazifisten aus der Hölle (22.8.2023)
- Krieg – Ich verstehe es nicht“ (6.5.2023)
- Ukrainekrieg. Warum Europa eine neue Entspannungspolitik braucht« (2.5.2023)
- Frieden schaffen! – Aufruf Peter Brandt (20.3.2023)
- Ukraine: Es geht um Rohstoffe (3.2.2023)
- Keine Marder-Panzer in Ukraine (8.1.2023)
- Wandel durch Handel (11.12.2022)
- Weltwoche Daily: Mehr Willy Brandt wagen! (9.12.2022)
- Aufnahmefähigkeit – Migration (3.12.2022)
- Eugen Drewermann in Lahnstein: Von Krieg zu Frieden (28.10.2022)
- Deutsche Interessen statt Moral (10.10.2022)
- Oskar Lafontaine: Ende der Entspannungspolitik? (17.9.2022)
- Ukrainekrieg – die Ursachen erklärt: eiskalte Geopolitik (11.9.2022)
- Oskar Lafontaine: „Deutschland handelt im Ukraine-Krieg als Vasall der USA“ (30.8.2022)
- Das falsche Narrativ des Westens über Russland und China (30.8.2022)
- Pleisweiler Gespräch mit Ulrike Guérot (17.7.2022)
- Eugen Drewermann am 25.6.2022 in Ramstein (25.6.2022)
- Guerot: Vier Kriege toben in der Ukraine (2.6.2022)
- Drewermann: Rede gegen den Krieg (2.6.2022)
- Zeitenwende – wieder eine? (28.5.2022)
- Eigene Interessen eines Staates (18.5.2022)
- John Mearsheimer: Ukraine-Russia 2022 Analysis (14.5.2022)
- Brzezinski-Doktrin: NATO, D-RU (30.4.2022)
- USA – Europa – Russland – China (30.4.2022)
- Lafontaine: Amerika treibt Europa in einen Atomkrieg (29.4.2022)
- USA: Deutschland niemals mit Russland (15.3.2022)
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Sie gehören zusammen: Entspannungspolitik (Willy Brandt) und Friedensbewegung (von Erhard Eppler bis Eugen Drewermann)
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Zwei Zitate zur Entspannungspolitik:
Egon Bahr: „In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt.“
Willy Brandt: „Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein.“
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„Der Frieden ist nicht alles, aber alles ist ohne den Frieden nichts.“
Willy Brandt in seiner Rede zum 100-jährigen Bestehen des Verlages J.H.W. Dietz Nachf. in Bonn, 3. November 1981
https://www.willy-brandt-biografie.de/wp-content/uploads/2019/09/WB_BerlinerAusgabe_05.pdf#page=363
„Wenn ich sagen soll, was mir neben dem Frieden wichtiger sei als alles andere, dann lautet meine Antwort ohne Wenn und Aber: Freiheit. Die Freiheit für viele, nicht nur für die wenigen. Freiheit des Gewissens und der Meinung. Auch Freiheit von Not und von Furcht.“
Willy Brandt in seiner Rede vor dem SPD-Parteitag in Bonn, 14. Juni 1987
https://www.willy-brandt-biografie.de/wp-content/uploads/2019/09/WB_Abschiedsrede_1987.pdf
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Klaus von Dohnynyi: Das Erbe von Willy Brandt ist verraten worden
… Es geht um die Frage, ob zur Beendigung des Krieges Russlands gegen die Ukraine die richtigen Wege verfolgt werden. Der öffentliche Diskurs hat sich stark in eine Richtung entwickelt: Waffen, Nato-Ziele, Aufrüstung, Abkehr.
Wer das Wort Diplomatie in den Mund nimmt, läuft Gefahr, als naiver Idiot zu gelten. „Der Russe“ ist zum Synonym für „der Feind“ geworden, ein kompromissloses Lagerdenken teilt die Welt ein in wir und die, der Kontakt dazwischen wird vermieden und geächtet. Richtig so?
„Je gefährlicher ein Nachbar ist, desto mehr muss man sich mit ihm beschäftigen und mit ihm reden. “ Das sagt Klaus von Dohnanyi und ich kann Ihnen sagen, der Mann ist not amused über den Stand der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik.
Der gebürtige Hamburger hat den Zweiten Weltkrieg erlebt, Wirtschaftswunder, Kalten Krieg und Wiedervereinigung, war Regierungspolitiker im Kabinett Willy Brandt und Helmut Schmidt. Mit Gabor Steingart hat der Sozialdemokrat über, nun ja, die Lage der Nation gesprochen: „Wenn wir den Grundgedanken ,Wenn du Frieden willst, sprich mit deinen Feinden‘ wirklich verfolgen, dann haben wir eher eine Chance, Frieden in Europa herzustellen, als wenn wir auf Trump warten. “
Womit wir beim zweiten Grund für die Lektüre wären: die Sprache. Sie ist, und das darf heutzutage hervorgehoben werden, eine klare: „Sie fragen, wo die SPD außen- und sicherheitspolitisch ist? Ich sage: Nirgendwo. “ Willy Brandt und Egon Bahr hätten „in mühsamer Kleinarbeit verstanden, dass Frieden und Sicherheit tägliche Arbeit“ sei. Diese Mühen seien nun eingerissen worden. „Die Leute sagen, dass das falsch und zu nachgiebig war, und dass man Friedenspolitik macht, indem man Waffen aufstellt. Das ist dummes Zeug.“
Sicherheit könne man durch Abschreckung allein nicht garantieren, es brauche die Absicht, Frieden herzustellen. „Brandt war kein Pazifist. Brandt und Bahr waren sich der Notwendigkeit von Stärke bewusst. Aber sie wussten auch, dass das allein nicht ausreicht. “
Und natürlich hat Gabor ihn gefragt, wie man mit einem Mann sprechen soll, der sich dem Dialog zu verweigern scheint, wie Gebietsabgaben für die Ukraine zu rechtfertigen sind und wie er auf Donald Trump und wie auf Bundeskanzler Friedrich Merz blickt.
Man muss Klaus von Dohnanyi nicht zustimmen, man kann sich sogar empören (eine häufige Reaktion heutzutage), doch lesen sollte man seine Ausführungen https://www.thepioneer.de/originals/others/articles/wenn-du-frieden-willst-sprich-mit-deinen-feinden-und-nicht-mit-deinen schon. Glauben Sie mir, es lohnt sich. Für alle, die lieber hören, gibt es auch einen Sonderpodcast https://www.thepioneer.de/originals/thepioneer-briefing-business-class-edition/podcasts/die-ukraine-hat-keinen-anspruch-auf-die-krim-und-auf-den-donbass.
,,, Alles vom 7.6.2025 von Gabor Steingart bitte lesen im Newsletter von https://www.thepioneer.de
Russlandpolitik und Entspannungspolitik der SPD
„Die Rußlandpolitik war keine Spezialität einer kommunistisch verstrahlten SPD, die von 2005 bis 2009 sowie 2013 bis 2021 Juniorpartner einer Großen Koalition unter CDU-Führung war. Auch die CDU unterstützte die Rußlandpolitik, trug Nord-Stream-2 mit. (…) Wie kann man jetzt so tun, als sei das alles Unfug gewesen, eine Idee von Diktaturverharmlosern? Deutschlands starke Wirtschaft der vergangenen Jahrzehnte ist einerseits dem billigen Gas aus Rußland zu verdanken und andererseits den Exporten nach China, beides autokratische Systeme. Wie sehr ein rohstoffarmes Land von Ländern abhängt, die nicht demokratisch sind, durfte auch Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) feststellen, als er um Gas in Katar bat.“
Sabine Rennefanz, Schriftstellerin und Kolumnistin, im „Spiegel“ vom 14. November 2024
Ukrainekrieg. Warum Europa eine neue Entspannungspolitik braucht«
Die Grünen und der Krieg
Die ersten Grünen hatten einen pazifistischen Ursprung. Ihre Friedfertigkeit haben sie nicht erst in der Zeitenwende verloren. Seit mindestens zwanzig Jahren sind sie kriegsbereit.
Stefan Luft und Sandra Kostner haben zusammen das Buch »Ukrainekrieg. Warum Europa eine neue Entspannungspolitik braucht« herausgegeben, in dem Texte verschiedener Autoren zum aktuellen Konflikt in der Ukraine zu finden sind. Unter anderem haben sich darin Wolfgang Streek, Sabine Schiffer und Klaus von Dohnanyi geäußert.
Die Grünen verstanden sich in den 1980er-Jahren als »parlamentarischer Arm der Friedensbewegung«. Die Friedensbewegung gehörte zum Substrat der 1979 gegründeten Partei wie die Anti-Kernkraft- und die Frauenbewegung. Die Proteste gegen die Stationierung von Mittelstreckenraketen in Deutschland zwischen 1979 und 1983 im Rahmen des »NATO-Doppelbeschlusses« gaben den Grünen einen wichtigen »Mobilisierungsschub« auf dem Weg in die Parlamente. Die strikte Ablehnung von Gewalt innerstaatlich wie international, die Auflösung der Militärblöcke und weltweite Abrüstung gehörten zu den zentralen Inhalten grüner Programmatik.
In diesem Kontext steht auch die Forderung nach einem Austritt Deutschlands aus der NATO sowie nach einer Auflösung von NATO und Warschauer Pakt. Für die Grünen war noch 1988 klar, dass »es der NATO weniger um diese Werte [Freiheit, Demokratie und Menschenrechte, S.L.] als um die Durchsetzung und Aufrechterhaltung der ökonomischen und politischen Ordnung des Kapitalismus geht«.
… Alles vom 2.5.2023 bitte lesen auf
https://overton-magazin.de/buchempfehlungen/die-gruenen-und-der-krieg/
Sandra Kostner, Stefan Luft:
UKRAINEKRIEG
Warum Europa eine neue Entspannungspolitik braucht
Westend, 352 Seiten, 24.04.2023
978-3-949925-10-8, 24 Euro
Wandel durch Handel
„Wir werden weiter mit Ländern handeln müssen, die andere Werte haben als wir, wie der jüngste Gas-Deal mit Katar unterstreicht. Andere Staaten zeigen sich da weitaus pragmatischer, wie die USA und Frankreich mit Blick auf Venezuela gerade demonstrieren. (…) Wollen wir auch in der nächsten Phase der Globalisierung ein führender Spieler sein, ist es dringend erforderlich, die Energiekosten dauerhaft zu dämpfen und vor allem mehr in Bildung, Forschung und Innovation zu investieren. An Politikerreden zu diesem Thema mangelt es nicht, wohl aber an Taten.“
Daniel Stelter, Unternehmensberater, im „Handelsblatt“ am 11. Dezember 2020
Weltwoche Daily: Mehr Willy Brandt wagen!
Roger Köppel vom 9.12.2022 bitte anschauen auf
https://youtu.be/Xp_BXsbUhdU
Mehr Willy Brandt wagen! Der große verdrängte und vergessene Sozialdemokrat ist Deutschlands Mann der Stunde.
Unmut über Behörden wegen Messermord an Mädchen.
66 Prozent der Deutschen finden Böhmermann nicht lustig.
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Kommentar:
Ich lese hier immer mehr dies oder das „wagen“. Das ist bislang nie gut ausgegangen. Willy Brand war eine andere Ära, die auf die heutige Welt nicht übertragbar ist. Wäre Willy Brand heute am leben, erginge es ihm wie Gerhard Schröder. Die SPD ist gut Freund mit ihm, weil er ein rotes Denkmal ist.
Berlin sollte wieder in 4 Sektoren aufgeteilt werden. Zum eigenen Schutz.
Wie ich heute Morgen erfahre, hat das Kotbusser Thor nun endlich nach 5 Jahren Bauzeit 3 öffentliche Klos auf eine grüne Wiese gebaut. Projektname für die Büdgetierung: 3 shitholes für ein shithole. Eine Bretterbude für die Kriminellen, eine für die Kriminell:INNEN und eine für diejenigen, die sich noch nicht sicher sind was sie sind.
9.12.2022, Neu
Oskar Lafontaine: Ende der Entspannungspolitik?
Wer Frieden will, muss sich von den USA befreien“
Rede beim 34. Pleisweiler Gespräch
Samstag, 17. September 2022 in Kapellen-Drusweiler
https://youtu.be/NwyolbqGI6k, 1 Std
Einige Zitate aus der Rede:
„In Zeiten der Entspannungspolitik on Willy Brandt gab es keinen Krieg. Sondern Wandel durch Handel. Deswegen ist die Entspannungspolitik richtig.
Die Aussage on Annalena Baerbock „Wie müssen der Ukraine Waffen liefern, weil unsere Waffen Leben retten“ ist Unsinn.
Die USA vertreten als stärkste Militärmacht der Welt einen Führungsanspruch. Deshalb können die USA als Hegemon kein Führer einer Nato als Verteidigungsbündnis sein.
„Wir müssen Russland ruinieren“: Hier spricht Baerbock die Sprache des Faschismus.
Charles de Gaulle sagte, jedes Land müsse selbst entscheiden über Krieg und Frieden. wegen Ramstein sind wir automatisch Kriegspartei , wenn die USA irgendwo einen Krieg führen.
Frankreich und Deutschland zusammen haben eine größte Einwohnerzahl, Wirtschaftsmacht sowie Militärhaushalt als Russland. Deshalb können wir eine eigenständige Politik machen und brauchen die USA nicht.
Die Aussage im Buch von Dohnanij gilt: „Keine Kurzstreckenraketen an der Grenze einer Atommacht“.
„Krieg ist kein Mittel der Politik“ – dieser Kernsatz von Willy Brand gilt. Kein Weg führt an der Entspannungspolitik vorbei, die wir wieder haben müssen.“
Der verbrecherische Drohnenkrieg der USA geht von deutschem Boden aus.
Die USA sind keine Friedensmacht, deshalb haben wir in den Kriegen der USA nichts verloren.
Deutschland handelt im Ukraine-Krieg als Vasall der USA.“
End Zitate von Lanfontaine.
