Hat D Angst vor dem Frieden?

Die Regierung Merz/Klingbeil ist dabei, die freie und soziale Marktwirtschaft auf eine zentralistisch-geplante Kriegswirtschaft umzustellen. Dies ist der bedeutendste wirtschaftspolitische Umbruch seit dem 2. Weltkrieg, als sich bei der Bundestagswahl am 14.8.1949 Konrad Adenauer (CDU) mit der Marktwirtschaft gegen Kurt Schumacher (SPD) mit der Planwirtschaft durchsetzte. https://www.deutschlandfunkkultur.de/adenauer-kontra-schumacher-102.html. Ludwig Erhard erweiterte die Marktwirtschaft dann zur sozialen Marktwirtschaft, wobei er auf das mittelständische Unternehmertum setzte.

Merz begründet diesen Paradigmenwechsel hin zur Kriegswirtschaft mit der angeblichen Bedrohung durch Russland (von Nato-Generalsekretär Mark Rutte verneint), mit „Unsere Demokratie wird in Donbass verteidigt“ (bereits „am Hindukusch“ widerlegt) und mit der Ankurbelung der volkswirtschaftlichen Konjunktur (aber Krieg ist volkwirtschaftlich betrachtet keine Investition, sondern Konsum) durch eine staatliche schuldenfinanzierte Nachrüstung.
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1. Warum wird die Neuausrichtung der Wirtschaftssystems hin zur staatlichen Planwirtschaft in Deutschland von Politik wie Medien kaum diskutiert?
Hier geht es nicht nur um eine industriepolitische, sondern um eine gesellschaftspolitische Entscheidung: Sollen Investition, Forschung und KnowHow nicht mehr auf den zivilen Sektor ausgerichtet werden, sondern primär auf die Herstellung militärischer Güter?
Antwort: Die strukturellen Probleme unsere Wirtschaft (Energie, Infrastruktur, Bildung, Bürokratie, Unternehmerfreiheit, Regulierung), die derzeit zur Deindustrialisierung führen, lassen sich nicht durch die Umstellung von der zivilen auf die Waffenproduktion lösen.
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2. Sind die Deutschen sozialismus-süchtig, trotz den schlimmen Erfahrungen mit dem National-Sozialismus und dem DDR-Sozialismus?
Der Sozialismus ist, kaum an der Macht, immer wieder gescheitert. Dennoch zeigen die erfolge der Linken bei der Berlin-Wahl wie auch allgemein der Machtzuwachs des IslamoGauchisme als Zweckbündnis von Linksxtremisten bzw. Sozialisten und Islamisten, daß viele Bürger in ihrer Sehnsucht nach Bequemlichkeit und Versorgung geradezu eine Sucht entwickeln hin zu sozialistishen Versprechungen. „Sozialismus-Süchtige erliegen den Trugbildern einer Welt ohne Eigenverantwortung und Knappheit“ – mehr dazu hier.
Anders als die kapitalistische Marktwirtschaft könnte die sozialistische Planwirtschaft bis heute noch nirgends auf der Welt für dauerhafte ökonomische Prosperität sorgen. Die sozialistische Blase platzt, sobald das Geld der bösen Kapitalisten aufgebraucht ist.

3. Hat man Angst vor dem Frieden, nicht aber Angst vor dem Krieg?
Eine auf der Kriegswirtschaft basierte Ökonomie will Waffen, Militaria und Drohnen verkaufen. Kriegerische Auseinandersetzungen sind gut fürs Geschäft. „Internationale Entspannung und Abrüstung können dann für Unternehmen, Beschäftigte und ganze Regionen zu einer wirtschaftlichen Herausforderung werden“ (1), denn Frieden, Friedensbemühungen und Diplomatie werden demzufolge Arbeitsplätze in der so wichtigen Rüstungsindustrie gefährden. Anders formuliert: Haben dann große Teile der Bevölkerung Angst vor dem Frieden? Dieser eindruck drängt sich auf, wenn man die Mainstreammedien liest, in denen Kriegsrhetorik die Friedensrhetorik bei weitem überwiegt.
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„Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich“ – Dieses Denken in den binären Kategorien Freund-Feind , Schwarz-weiß bzw. Entweder-oder entspricht der linken Ideologie. Bezogen auf den Ukrainekrieg heißt dies: entweder Putin oder Selenskyj. Und für die derzeitige Pattsituation im Drohnenkrieg beinhaltet dies die Fortsetzung von Blutvergießen und Zerstörung bis zum Sieg einer Kriegspartei.
Merz setzt auf den Sieg der Ukraine im Sinne von Draghi’s brutalem „Whatever it takes“, also auf Kriegsverlängerung auf Teufel komm raus. Die Kontrafunk-Sonntagsrunde vom 25.10.2026 geht auf diese unheilvolle Option ein. Dazu Oliver Gorus vom https://www.derSandwirt.de : „Ich bin weder für noch gegen die andere Seite, sondern neutral für sofortiges Schweigen der Waffen“ (2). Diese neutrale Position ist die der Friedensbewegung, sie hat keine Angst vor dem Frieden. „Ich möchte nicht unter Putin Radio machen, aber auch nicht unter Selenskyj. Ich ergreife für keinen der beiden Partei“ – so beschreibt Kontrafunk-Chef Burkhard Müller-Ulrich die Haltung des Senders, der sowohl pro-russische als auch pro-ukrainische Kommentatoren zu Wort kommen läßt. Der Kontrafunk ist dem Meinungspluralismus und dem Frieden verpflichtet.
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„Trump ist immer am Verhandeln, arbeitet immer gerade am nächsten Deal, agiert taktisch“ (2). So wird der Ukrainekrieg enden, sobald Trump für die Auseinandersetzung mit China freie Hand braucht und zudem mit der Ukraine noch einen Deal machen kann (Dünger, Getreide, Bodenschätze). Die deutsche Politik wird dann wie so oft vor vollendete Tatsachen gestellt.

Kann Deutschland Krieg? Nein, das haben beiden Weltkriege nun zur Genüge bewiesen. Kann Deutschland Frieden? Wenn man Willy Brandt und seiner Entspannungspolitik betrachtet: Ja! Wenn man die derzeitige Diplomatie – die es eigentlich gar nicht mehr gibt – der deutschen Ostpolitik betrachtet: Leider nein.
24.10.2026
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Ende von Beitrag „Hat D Angst vor dem Frieden?“
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Beginn von Anlagen (1) – (2)
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(1) Die Angst vor dem Frieden
Wenn ein Land wie Deutschland ganz auf Kriegswirtschaft umgestellt wird, erscheint Entspannungspolitik als Risiko für den Standort.
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Stellen Sie sich vor, in Deutschland herrscht wirtschaftliche Aufbruchstimmung. Die Auftragsbücher der Unternehmen sind voll, neue Produktionshallen werden errichtet, zusätzliche Arbeitskräfte eingestellt und die Aktienkurse steigen. Politiker sprechen von einer erfolgreichen Industriepolitik, Wirtschaftsverbände freuen sich über steigende Umsätze und die Medien berichten über neue Wachstumschancen. Was zunächst nach einer erfreulichen Entwicklung klingt, bekommt einen bitteren Beigeschmack, wenn man sich anschaut, womit dieses Wachstum erwirtschaftet wird: mit Panzern, Raketen, Artilleriegranaten, Kampfdrohnen und anderen militärischen Gütern, die im Ernstfall Menschen töten und Städte zerstören.
Ich frage mich, was mit einer Gesellschaft geschieht, die beginnt, solche Entwicklungen als wirtschaftlichen Fortschritt zu feiern.
Was sagt es über unsere politischen Prioritäten aus, wenn eine schwächelnde zivile Industrie zunehmend durch Rüstungsaufträge gestützt werden soll?
Und was geschieht, wenn aus der vermeintlichen wirtschaftlichen Rettung eine dauerhafte Abhängigkeit wird? Wer Fabriken baut, Produktionskapazitäten erweitert und Tausende Menschen beschäftigt, benötigt langfristig Aufträge. Eine Rüstungsindustrie, die einmal erheblich ausgebaut wurde, wird sich nicht freiwillig wieder verkleinern, nur weil internationale Spannungen nachlassen. Sie wird versuchen, ihre wirtschaftliche Existenz zu sichern, wie andere Industriezweige auch.
Das ist für mich das eigentliche Problem. Eine zivile Industrie kann davon profitieren, dass Menschen in Frieden leben, konsumieren, reisen, Häuser bauen oder Maschinen benötigen. Eine Rüstungsindustrie dagegen lebt von militärischem Bedarf. Dieser kann zwar auch in Friedenszeiten durch Abschreckung, Ersatzbeschaffungen und die Auffüllung von Beständen entstehen. Dennoch bleibt der grundlegende Widerspruch bestehen: Je stärker sich eine Volkswirtschaft von militärischen Aufträgen abhängig macht, desto größer wird das wirtschaftliche Interesse an dauerhaft hohen Rüstungsausgaben. Internationale Entspannung und Abrüstung können dann für Unternehmen, Beschäftigte und ganze Regionen zu einer wirtschaftlichen Herausforderung werden.
Wollen wir tatsächlich eine Gesellschaft, in der sich Menschen irgendwann fragen müssen, ob ein dauerhafter Frieden ihren Arbeitsplatz gefährden könnte? In der eine diplomatische Verständigung zwischen verfeindeten Staaten nicht nur als politische Erfolgsmeldung, sondern womöglich auch als Risiko für die Umsätze der Rüstungsindustrie betrachtet wird? Ich halte schon die Möglichkeit einer solchen Entwicklung für moralisch unerträglich. Nicht weil jeder Beschäftigte eines Rüstungsunternehmens den Krieg befürworten würde, sondern weil eine Politik, die wirtschaftliche Abhängigkeiten von militärischer Nachfrage schafft, einen gefährlichen Interessenkonflikt in Kauf nimmt.
… Alles vom 2.10.2026 von Uwe Froschauer bitte lesen auf
https://www.manova.news/artikel/die-angst-vor-dem-frieden
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(2) Die Sonntagsrunde mit Burkhard Müller-Ullrich: Die kommenden Krawalle
Die Dresdner Buchhändlerin und Gründerin der Buchmesse „Seitenwechsel“ in Halle, Susanne Dagen, der Gründer und Herausgeber des Magazins „Der Sandwirt“, Oliver Gorus, sowie der ehemalige ORF-Fernseh- und Radiomoderator Reinhard Jesionek diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich
über das deutsche Finanzministerium, das die deutschen Finanzbehörden bittet, ein gerade erlassenes Gesetz zu missachten,
über die von den Junkmedien so genannten Proteste auf den Straßen Frankreichs, die dank effizienter Organisation zu Halloween auch in Deutschland stattfinden sollen,
über den Ukraine-Krieg, der bald von der deutschen Regierung alleine geführt werden wird, sowie über die Lage in Österreich, das morgen seinen Nationalfeiertag begeht.
https://www.youtube.com/watch?v=OABXu2ldbPA
… Alles vom 25.10.2026 bitte lesen auf
https://kontrafunk.radio/de/sendung-nachhoeren/politik-und-zeitgeschehen/die-sonntagsrunde/die-sonntagsrunde-mit-burkhard-mueller-ullrich-die-kommenden-krawalle

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