58,1 % der Deutschen wohnen zur Miete, bei den 25-45Jährigen sogar 75 % – im EU-Durchschnitt hingegen sind es nur 32 %. Mit einer Eigentumsquote von 41,9 % (2018 waren es noch 46,5 %) rangiert Deutschland in der EU auf dem letzten Platz. In Frankreich wohnen 61,2 % in den eigenen vier Wänden, in Italien und Spanien über 70 % und in Ungarn 90 %. Auch in den Ländern des ehemaligen Ostblocks ist die Eigentumsquote der Wohnungen relativ hoch: Nach 1990 wurde Staatseigentum zu Rabattpreisen privatisiert.
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Auf den Campingplätzen in südlichen Ländern ist das Erstaunen beim innereuropäischen Geplauder groß: „Was, Sie wohnen in Deutschland zur Miete?“ Denn wer sich als Bürger von Frankreich, Griechenland, Italien, Portugal oder Spanien einen zwei- bis dreiwöchigen Urlaub leisten kann, der lebt zuhause im Wohneigentum.
Vermögensarmes Deutschland mit eindeutiger Tendenz: Die Eigentumsquote sinkt und die Mietquote steigt entsprechend.
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Die Kosten zum Bau von Eigentumswohnungen sind seit 2020 um 160 % gestiegen, die Verbraucherpreise dagegen um 64 %. Der Kauf einer ETW wird immer unerschwinglicher. Zumal die Kaufnebenkosten auf 10-12 % geklettert sind.
Die Immobilienpreise verdoppeln sich alle 10-15 Jahre. Im Jahr 2010 führte die Aufnahme eines Darlehens über 200.000 Euro zu einer Belastungsquote von 34,2 % des Einkommens. im Jahr 2025 belastete ein 400.000 Euro-Darlehen den Durchschnittshaushalt mit 49,1 % seines Einkommens. Mehr dazu hier. Das heißt, die Hälfte des Monatseinkommens geht für die Annuität (Zins und Tilgung) drauf.
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Die linke Wohnungspolitik ist eine Wohnungsbauverhinderungspolitik, die trotz Wohnungsmangel die Bildung von Wohneigentum bremst. Die Kombination von Neubauverhinderung bei gleichzeitigem Wohnraummangel ist perfide und durchsichtig, denn sie bezweckt, die Bürger zum Abhängigen und Spielball der Staatsobrigkeit werden zu lassen – zum Untertanen, der dankbar sein muß, daß ihm Wohnraum zugewiesen wird.
Der Staat handelt für sich genommen logisch: Wohnungs- und Hauseigentümer mag er nicht, da sie ihn nicht brauchen. Bürger mit Vermögen können selbstbestimmt leben – vor allem im Alter und in Krisenzeiten. Mieter dagegen sind von Vater Staat abhängig bei der Zuteilung von Sozialwohnungen, der Vergabe von Wohngeld usw..
20.9.2026
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Ende von Beitrag „58 Prozent wohnen zur Miete“
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Beginn von Anlagen (1) –
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(1) Deutschland, unfrei Mieterland
Nirgendwo in der EU wohnen so wenige Menschen in den eigenen vier Wänden und unter dem eigenen Dach wie bei uns. Die Politkaste der Bundesrepublik tut alles, um zu verhindern, dass Menschen sich aus der Mietfalle befreien.
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Wohneigentum ist mehr als ein Dach über dem Kopf. Es ist betonierte Lebensleistung. Es schützt im Alter vor steigenden Mieten, dient als Sicherheit, kann vererbt, verkauft oder beliehen werden. Wer seine Wohnung abbezahlt hat, muss keinen Vermieter um Erlaubnis bitten und keinen Sozialpolitiker um Wohngeld anbetteln. Eigentum verwandelt Einkommen in Vermögen. Miete verwandelt Einkommen in das Vermögen eines anderen. Genau deshalb ist breit gestreutes Eigentum ein Machtfaktor. Der Eigentümer besitzt Rücklagen, Sicherheiten und einen privaten Fluchtweg aus staatlicher Fürsorge. Der Dauermieter bleibt abhängig von Mietrecht, Wohnungsmarkt, Wohngeldstelle und dem nächsten staatlichen „Entlastungspaket“.
Politisch ist dieser Zustand ausgesprochen bequem. Abhängige Menschen verlangen Hilfe und brauchen den Staat. Unabhängige Menschen verlangen, in Ruhe gelassen zu werden.
Die Politik behauptet seit Jahrzehnten, Familien den Weg in die eigenen vier Wände öffnen zu wollen. Tatsächlich tut sie das Gegenteil. Vor dem Wohneigentum hat sie einen Hindernisparcours aus Steuern, Vorschriften und gebrochenen Förderversprechen gebaut. Und er wird quasi täglich größer.
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Selbstnutzer dürfen Kreditzinsen und Abschreibungen grundsätzlich nicht steuerlich geltend machen. Vermieter können das. Der Staat behandelt den Bürger, der für sich selbst vorsorgt, steuerlich schlechter als den Investor, der dem Bürger lebenslang eine Rechnung schickt.
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Nach dem Kauf warten Grundsteuer, CO₂-Preis, Erschließungsbeiträge, kommunale Gebühren und immer neue Modernisierungsanforderungen. Der Staat behandelt die eigene Wohnung oder das eigene Häuschen nicht als Altersvorsorge, sondern als ortsfestes Steuersubstrat, das nicht weglaufen kann.“
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Wir haben Wohneigentum nicht verboten. Das wäre zu ehrlich, so sind wir nicht. Wir haben stattdessen den Weg zum Wohneigentum so teuer, kompliziert und riskant gemacht, dass ihn immer weniger Menschen gehen können. So entsteht kein Volk von selbstbewussten Eigentümern, sondern eine Gesellschaft von Abhängigen. Das ist gewollt. Denn ein Land von Mietern ist letztlich ein Land von unfreien Untertanen.
… Alles vom 18.9.2026 von Alexander Heiden bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/deutschland-unfrei-mieterland
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Einige Kommentare:
„So entsteht kein Volk von selbstbewussten Eigentümern … Das ist gewollt. Denn ein Land von Mietern ist letztlich ein Land von unfreien Untertanen. Von wem ist es denn so gewollt? Vielleicht vom selbstbewußtlosen Untertan, der sich den Staat schafft, der ihn Untertan bleiben läßt? Oder vielleicht vom Staat, der sich den selbstbewußtlosen Untertan schafft, der den Staat so bleiben läßt und es inzwischen offenbar kaum erwarten kann, daß hier die Scharia ausbricht? Was Marx nämlich nicht wußte, als er über die Frage sinnnierte, ob das Bewußtsein das Sein oder das Sein das Bewußtsein bestimmt: Es trifft beides zu. … Judith Panther
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Deutschland war einmal ein leistungsfähiges Land, mit einem reichen Staatsapparat und einer armen Bevölkerung. Leistungsfähig sind wir auf vielen Ebenen nicht mehr, der Staat ist wie eh und je das gierige und kalte Ungeheuer und die Bürger werden noch ärmer. Das Schöne für die Bürgerfeinde des Altparteienkartells ist die Naivität, mit der eine Untertanenmehrheit auch weiterhin diejenigen wählt, von denen sie ausgeplündert und entrechtet wird. Die deutschen Duckmäuser werden auch in Zukunft mehrheitlich die Komplizen dieser Politik sein, die keinem mehr schadet als ihnen selbst. Es gibt mithin nicht Neues im Murmeltiergehege der deutschen Wählermehrheit. Juergen P.Schneider
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Danke für diese in meinen Augen gelungene Zusammenfassung. Auch ich sehe Politik für Habenichtse. Eigenes Vermögen und Entscheidungsfreiheit für jeden Einzelnen wurden seit zig Jahren immer mehr durch finanzielle Abhängigkeit vom Staat, Nannytum und Gemeinschaft ersetzt.
Dennoch eine Anmerkung: „Der Staat behandelt den Bürger, der für sich selbst vorsorgt, steuerlich schlechter als den Investor, der dem Bürger lebenslang eine Rechnung schickt.“ Sie müssen bedenken, dass der Vermieter Einnahmen erklärt. Grob gesagt: Ohne Vermietung, ohne Gewinnerzielungsabsicht keine Einnahmen und daher auch keine Ausgaben. Wenn Sie für Privat Zinsen und Abschreibung wollen, müssen Sie auch fiktive Miete wollen. Sonst stimmt die Gleichbehandlung nicht. Mausi
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Als ich 1974 mein erstes Haus kaufte, ein Reihenhaus für DM 220 Tsd. in einer schönen Umgebung aber auch nahe an einer Bundesstrasse und einer (auch heute noch) leicht frequentierten S-Bahnlinie, betrug das durchschnittliche Arbeitnehmereinkommen ca. DM 24,000 pro Jahr. Die Hypothekenzinsen waren knapp unter 10%. Ich hatte damals knapp das Doppelte der genannten Durchschnittseinkommens (verh. 2 Kinder) und brauchte substantielle Unterstützung aus den Herkunftsfamilien meiner Frau und mir, um uns das Reihenhaus mit ca. 120 qm Wohnfläche, plus Keller und Garage, leisten zu können.
In allen Ländern die traditionell viel höhere Wohneigentumsquoten haben, NL, GB, Nordamerika usw. galt über Jahrzehnte der Richtwert, dass Mittelschicht-Wohneigentum nicht mehr als das 4-5-fache des durchschnittlichen AN-Einkommens kosten darf, und die Hypothekenzinsen nicht über ca. 6% sein dürfen, um als Wohnform für die Mehrheit der Mittelschicht zu funktionieren.
In den Ballungsräumen der USA lernt eine Generation gerade, dass es nicht mehr funktioniert, wenn der Richtwert auf das 6-10-fache gestiegen ist.
Bei uns hat es seit ich mich erinnern kann noch nie funktioniert. In 1975 war die Eigentumsquote bei ca. 35%, heute sind wir wieder bei ca. 42 %. Es dominieren immer noch die vielschichtigen, systemischen Bedingungen. bkkopp
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Der Erwerb von Wohnungseigentum wird mit der Zeit immer unbezahlbarer. Der Staat kann seinen Bürgern zwar mit Wohngeld helfen. Dadurch haben dann aber dummerweise ohnehin wohlhabende Immobilienbesitzer vergleichsweise sichere Einnahmen. Gleichzeitig wird es immer schwieriger mit normaler Arbeit ein Einkommen zu erzielen. Die deutschen Staatsschulden steigen unaufhaltsam immer weiter an und sie belaufen sich inzwischen auf rund 2,66 bis 2,73 Billionen Euro. Der Fehler liegt darin, dass unser Geld einseitig auf Krediten bzw. auf Schulden basiert. Die breite Bevölkerung kann immer mehr Kredite nicht zurückzahlen, weil die übermächtige Wirtschaft am längeren Hebel ist. Die immer weiter ansteigende Verschuldung ist zwar ein sehr starker Wirtschaftsmotor, aber das System gerät auch immer mehr außer Kontrolle. Die Bundesregierung hat lediglich ihre Gesetzgebungskompetenz und sie kann das bestehende System im nationalen Alleingang auch gar nicht verändern. Ralle002
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Angesichts der Unwägbarkeiten, denen Immobilienbesitzer von energetischer Sanierung bis hin zu möglichen Zwangshypotheken ausgesetzt sind, ist das Loblied des Eigenheims schwer nachvollziehbar. Immobilienbesitzer sind vor allem eins: immobil – und dadurch jeglichem staatlichen Eingriff wehrlos ausgesetzt. Diskriminierte Minderheiten setzten nicht ohne Grund auf Gold und Edelsteine, die man im Notfall mit sich führen konnte, nicht aber auf Grundbesitz. Und gerade die Deutschen haben mit Immobilien im vergangenen Jahrhundert viel Lehrgeld bezahlt. Fulbert
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Die Leute wollen es nicht anders. Sie zahlen 50 Jahre lang eine Miete um am Ende nichts zu haben , was sie ihren Kindern hinterlassen können. 12 Monate a 700 € = 8400 €, 8400 € x 50 Jahre = 420.000 €. Dafür bekommt man eine Eigentumswohnung !
Ungarn hat eine Eigentumsquote von ca. 90 %.War auch unter den Kommunisten nicht viel anders. In eine Mietwohnug zieht der Ungár nur so lange, wie er keine eigenes Wohneigetum hat. Man verschuldet sich in jungen Jahren, rechnet mit der Inflation und seinem Anteil aus dem Verkauf der Wohnimmobile der Eltern oder Grosseltern und kann am Ende seines Lebens seinen Kindern Vermögen in Form einer Eigentumswohnung hinterlassen . Die Ungarn kennen und wollen es seit Generationen nicht anders und so gut wie jeder bekommt irgdenwann ein Erbe, das aus eine Wohnimmobile stammt. Es gibt Ungarn einen lebhaften Immobilienmarkt, Landesweit werden Wohnungen neu gebaut. Kein Polithansel kann mit dem Schwidel um Miete , Mietpreisbindung, Sozialwohnung, Enteignung und was sie sich noch alles zur Wählerverdummzung einfallen lassen , auch nur einen einzigen Blumentopf gewinnen. Das Thema existiert in der ungarischen Politik deshalb schlichtweg nicht. Reinhard Schroeter
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