Wohnungsbau

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Naturkita Dietenbach mit Blick zum Hinterwaldkopf 24.2.2024 – auch ein Neubau

 

 

AfD: Ohne Zuwanderung bräuchten wir drei Millionen Wohnungen weniger
Schwarz-Rot hat sich auf die Verhinderung des Bauens spezialisiert, agiert mit „Bauturbo“ usw. weitgehend hilflos. Marc Bernhard würde bei der Wärmepumpe und aufgeblähten Baukosten ansetzen. Daneben könne eine echte Migrationswende einen Beitrag leisten, so der baupolitische Sprecher der AfD-Fraktion.
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Tichys Einblick: Herr Bernhard, in Deutschland herrscht seit Jahren Wohnungsnot. Steigende Mieten führen dazu, dass Familien und Arbeitnehmer immer schwerer Wohnungen finden. Wir sind in der Mangelwirtschaft angekommen, und keine Bundesregierung hat bisher ein Rezept dagegen gefunden. Wo liegen die Probleme?

Marc Bernhard: Diese Krise ist kein Zufall, sie ist politisch gemacht. Auf der einen Seite eine Massenzuwanderung, die den Wohnungsmarkt systematisch zerstört. Jedes Jahr strömt eine Großstadt wie Hannover zusätzlich ins Land. Seit 2013 sind über 7,5 Millionen sogenannter „Fachkräfte“ in unsere Sozialsysteme und das „Stadtbild“ eingewandert. Wohnraum wächst nicht im selben Tempo wie die Zuwanderung. Für die Folgen werden die Bürger zur Kasse gebeten mit steigenden Mieten, mit wachsender Verdrängung und Verwahrlosung besonders in den Ballungsräumen. Auf der anderen Seite lähmt eine ideologisch getriebene Baupolitik jeden Neubau. Rund 40 Prozent der Baukosten sind laut ARGE Kiel staatlich verursacht. Immer neue Vorschriften und Auflagen wie das Gebäudeenergiegesetz treiben Investoren und Bauherren aus dem Markt. Seit 2020 sind die Baukosten um 30 Prozent gestiegen.
Die Folgen: Der soziale Wohnungsbau ist faktisch eingebrochen. Die Mieten steigen jährlich um fünf bis zehn Prozent. Studien gehen von rund 1,4 Millionen fehlenden bezahlbaren Wohnungen aus. Bei Neubaukosten von über 5.000 Euro pro Quadratmeter sind Kaltmieten von 20 Euro pro Quadratmeter für die Refinanzierung erforderlich. Diese Mieten kann sich keiner leisten. Deshalb wird nicht gebaut. Ohne eine radikale Deregulierung, einen sofortigen Stopp von CO2- und Energiesteuern und ein Ende dieser realitätsfernen Klimadiktatur wird sich die Krise weiter zuspitzen.
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Was sind die konkreten Auswirkungen der Energiewende auf das Bauen?
Die sogenannte Energiewende ist der Hauptgrund für explodierende Baukosten. Vorgaben wie der teure Dämmwahn und vor allem der Wärmepumpenzwang, ein faktisches Heizungsverbot für Öl- und Gasheizungen durch die Hintertür, und die CO2-Steuer verteuern den Bau um über zwanzig Prozent und würgen jeden Neubau ab. Selbst bei Kauf oder Erbe von Familienhäusern über Generationen hinweg werden die Bürger zur Kasse gebeten und mit Sanierungsauflagen drangsaliert. Das verschärft die Wohnungsnot weiter, weil Zusatzkosten entstehen, von denen man vor ein paar Jahren noch eine ganze Wohnung hätte kaufen können.
Der politisch verordnete Abschied von Öl und Gas belastet Bauherren, Mieter und Kommunen massiv. Statt in bezahlbaren Wohnraum zu investieren, wird eine links-grüne Utopie auf dem Rücken der normalen Menschen finanziert. Ohne eine Rückkehr zur Vernunft statt Ideologie bleibt bezahlbares Wohnen eine Illusion.

… Alles vom 23.2.2026 von Matthias Nikolaidis bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/interviews/marc-bernhard-baupolitik/

 

Deutschlands Mietsozialismus: Das Kuba-Syndrom
Wer sich klar macht, wie effektiv eine ideologische, wirtschaftlich unsinnige Politik Wohnraum zerstört, indem sie ihn vermeintlich schützen will, erkennt, warum Sozialismus immer gescheitert ist und scheitern muss. Ich nenne es “Kuba-Syndrom”, da diese Formulierung einen ökonomisch gut erforschten Effekt ausgezeichnet beschreibt.

Wenn Staaten versuchen, Mieten politisch – mit sozialistischer oder sogar kommunistischer Agenda – zu deckeln versuchen, um notwendige Renditen zu begrenzen, stoppt der Wohnungsbau fast schlagartig. Gravierender noch: Auch der Bestand wird nicht mehr erhalten. Investitionen lohnen sich nicht mehr, also bleiben sie aus. Gebäude werden verbraucht statt gepflegt. Es kommt zum Substanzverfall und am Ende steht der morbide Charm des Ruins. In Kuba kann man dieses Syndrom bis heute besichtigen: In Havanna sind ganze Straßenzüge zerfallen, weil niemand mehr in Wohnraum investiert. Nicht aus Bosheit, sondern aus ökonomischer Logik. Doch Kuba ist kein Einzelfall. Wer sich an die späten 1980er Jahre erinnert, kennt noch die Bilder aus Ost-Berlin: Bröckelnde Fassaden, marode Leitungen, feuchte Wohnungen. Der Staat hatte zwar alles reguliert, aber nichts mehr ermöglicht.

Und genau in diese fatale Richtung bewegt sich Deutschland nun erneut. Es ist eine dieser politischen Ideen, die nur in einem wohlstandsverwahrlosten, dekadenten und leistungsfeindlichen Staat entstehen können, in dem man die Gesetze der Marktwirtschaft vergessen hat und Geld für etwas Abstraktes hält, nicht für das Resultat von Wertschöpfung aus Arbeit, unternehmerischem Risiko, Kapitalbindung und Zeit.

Auch SPD-Bundesjustizministerin Stefanie Hubig möchte künftig begrenzen, wie stark Vermieter die Inflation weitergeben dürfen: Unabhängig von der durch die Schuldenorgie künstlich befeuerten Inflation, die logischerweise irgendwann in Kürze so richtig losgaloppieren wird, will sie einfach die Mieten “deckeln”. Für den Mieter klingt das erstmal verheißungsvoll und fürsorglich; in Wahrheit aber bedeutet es einen staatlich verordneten Realwertverlust. Denn Inflation ist kein Gefühl, sondern eine Rechengröße. Wenn Geld real an Kaufkraft verliert, dann ist eine politisch gedeckelte Miete keine Stabilisierung, sondern eine schleichende Enteignung. Elegant verteilt über Jahre, möglichst geräuschlos.
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Man muss kein Finanzakrobat sein, um das zu verstehen: Ein Immobilieninvestment funktioniert nur, wenn der Kapitalwert erhalten bleibt. Baukosten, Finanzierung, Instandhaltung, Rücklagen, Steuern und Auflagen folgen Marktpreisen, nicht sozialpolitischen Wunschvorstellungen. Wer heute neu baut, bindet Kapital für Jahrzehnte. Ohne realen Inflationsausgleich investiert niemand. Und ausgerechnet in der gegenwärtigen Lage ist diese Politik besonders ruinös: Denn parallel betreibt der Staat eine Migrationspolitik, die die Wohnungsnachfrage explodieren lässt. Jahr für Jahr kommen netto weit mehr Menschen ins Land, als Wohnungen gebaut werden. Die Schere geht immer weiter auseinander.

Logisch wäre es da, Neubauten zu erleichtern und Investitionen zu fördern. Doch stattdessen würgt man genau jene ab, die Wohnraum schaffen und erhalten könnten. Das Ergebnis ist vorhersehbar: Es ist das besagte Kuba-Syndrom. Wenn sich Investitionen nicht mehr lohnen, wird nicht nur nicht mehr neu gebaut; es wird auch nichts mehr erneuert und renoviert. Das geschieht nicht aus Gier, sondern aus schierer wirtschaftlicher Vernunft.

Kampf gegen das Prinzip Marktwirtschaft
Und am Ende wird man wieder überrascht sein: Warum wird nicht gebaut? Warum verfallen so viele Wohnungen? Warum ziehen sich private Anbieter zurück? Dann wird man uns neue Schuldige präsentieren: Die bösen Wohnungsbaugesellschaften. Die Miethaie. Die Spekulanten. Die gierigen Anleger.
Dass 64 Prozent der Mietwohnungen von Privatleuten als vom Staat jahrelang empfohlene und teils geförderte Altersversorgung gehalten werden, stört nur die Erzählung. Dass viele dieser Wohnungen weniger als 5.000 Euro im Jahr erlösen, ebenfalls.
… Alles vom 31.12.2025 von Michael Münch bitte lesen auf
https://ansage.org/das-kuba-syndrom-der-stefanie-hubig/

 

Wohnungsbau funktioniert nur durch Privatwirtschaft
Wer soll bauen? Staat oder privat?
Im Koalitionsvertrag der Ampel-Regierung wird als öffentliche Aufgabe ein Neubauziel von 400.000 Wohnungen genannt und die Wohnungsbauministerin sieht dies auch als ihre Aufgabe an. Wohnungsbau ist also Staatsziel und Staatsaufgabe nach Ansicht der heutigen Ampel-Regierung.
Das ist insofern folgerichtig, als die Ampel-Regierung jährlich mehr als eine halbe Million Immigranten nach Deutschland lockt und der Staat sich selbst verpflichtet hat, für diese Unterkunft zu schaffen.
In anderen Immigrationsländern – z. B. den USA – müssen die Immigranten selbst sehen, wo sie unterkommen, ist es private Aufgabe jedes einzelnen Bürgers, für seine Unterkunft zu sorgen.

Einfluss des Staats über die Mietgestaltung
Weil der Staat aber nicht genügend Wohnungen für die von ihm geschaffenen Wohnungsanspruchsberechtigten bauen kann, hat er versucht, durch öffentliche Forderung des „sozialen Wohnungsbaus“ private Bauherrn dazu zu bringen, für die Problemgruppen auf privater Basis dadurch Wohnungen zu schaffen, dass der Staat diese mit Zuschüssen fördert. Es hat sich dadurch herausgebildet, dass der Staat für 15 Jahre eine Sozialbindung durch Förderung des Projekts einkauft, im Übrigen aber Bau und Verwaltung und Eigentum private Aufgabe ist.
Dies hat den Nachteil, dass die öffentlichen Förderbeiträge nach 15 Jahren endgültig weg, die Sozialbindung nach 15 Jahren ebenfalls beendet und damit das Problem der Sozialwohnungen nur vorübergehend gemildert, aber auf längere Sicht verschärft ist.
Eine zweite Einflussmöglichkeit hat der Staat über die Mietgestaltung. Auch hier hat er mit Mietstopp im Wohnungsmarkt angeblich Sozialgesichtspunkte zu verwirklichen versucht, in Wirklichkeit aber den Markt manipuliert.

Beispiel DDR
Dort wurden die Mieten so gesenkt, dass die privaten Eigentümer weder eine Rendite aus ihrem Wohnungsbestand hatten noch die notwendigen Reparaturen bezahlen konnten. Der Wohnungsbestand der DDR war deshalb bei der Wiedervereinigung nahezu verfallen.
Der Staat will Wohnungsbau vor allem für zugewanderte Problemgruppen, die zum Teil noch nie eine moderne Wohnung gesehen haben, völlig andere zivilisatorische und kulturelle Gebräuche haben oder Problemfälle aus eigener Lebensführung sind. Solche Mieter sind der Schrecken aller Vermieter, weil sie die Wohnung missbrauchen, verwüsten und zerstören. Wenn der Staat solche Mieter also mit Wohnungen versorgen will, kann er dies nur mit eigenem Wohnraum tun oder mit marktwirtschaftswidrigem Zwang gegen private Vermieter oder durch entsprechend höhere Forderungen.
Private Eigentümer investieren in Wohnungen nur, wenn es sich lohnt, wenn die Miete nicht nur die Kosten deckt, sondern auch eine Mindestrendite bringt – oder wenn betriebliche Gründe dafür sprechen.

Wohnungsknappheit durch Massierung der Immigranten in Großstädten
Unabhängig von der Statistik, dass wir bei etwa einer halben Million Immigranten und einem Neubau von nicht einmal 200.000 Wohnungen schon statistisch ein wachsendes Wohnungsdefizit haben, hat die Massierung der Immigranten in den Großstädten gerade dort zu einer besonderen Wohnungsknappheit geführt, wo die großen Firmen angesiedelt sind – wiederum in den Großstädten. Gleichermaßen ist die Arbeitskräfteknappheit zum Teil dadurch verursacht, dass mögliche Arbeitskräfte nicht in Firmennähe zu freien Arbeitsplätzen umziehen können, weil sie dort keine angemessene Wohnung finden.
Die staatliche Wohnungspolitik hat die Bedarfsgruppe der Arbeitskräfte bisher ausgeblendet. Sie wäre aber die wichtigste Bedarfsgruppe, denn der Fachkräftebedarf ist bereits ein Standortproblem unserer Industrie. Wir brauchten also mehr Wohnungen für Facharbeiter dort, wo unsere Industrie angesiedelt ist.
Oder wir müssten die industrienahen Wohnungen den Mitarbeitern mehr als den Immigranten und Sozialfällen vorbehalten, was die Politik aber weder will noch kann noch schaffen würde.

Zu hohe Steuern für Unternehmen
Um also die Wohnungsnot nicht auf unsere Industrieproduktion durchschlagen zu lassen, brauchten wir Lösungen des Wohnungsproblems für die Industriemitarbeiter. Dieses Problem hat es schon vor 100 Jahren gegeben und ist damals marktwirtschaftlich gelöst worden: Die Industrie hat selbst Wohnungen für ihre Mitarbeiter gebaut, ganze firmeneigene Wohngebiete. So ist damals das Wohnungsproblem für die eigenen Mitarbeiter von Unternehmen selbst gelöst worden, z.B. die Bergarbeitersiedlungen, Siemensstadt, Wolfsburg u.a.
Inzwischen sind aber die Steuern für die Unternehmen so hoch geworden, dass sie eigenen Wohnungsbau davon nicht mehr zusätzlich leisten können. Dies ginge nur, wenn der Staat den Firmen gestatten würde, den Wohnungsbau für ihre Mitarbeiter steuerlich zu berücksichtigen, wie dies vor 100 Jahren selbstverständlich war.

Wohnungsbau der Wirtschaft selbst überlassen
Statt dass also der Staat selbst die Wohnungswirtschaft manipuliert, dirigiert und verpfuscht, sollten wir jedenfalls den wirtschaftsnotwendigen Wohnungsbau der Wirtschaft selbst überlassen, also den Firmen steuerlichen Anreiz geben, für ihre Mitarbeiter selbst Wohnungen zu schaffen.
Dass dies geht, hat die Sonderabschreibung beim DDR-Aufbau nach der Wiedervereinigung gezeigt. Firmen und Privatinvestoren sind zu Massen in die Bauprojekte im Osten geströmt, um dort steuerliche Vorteile mitnehmen zu können. Würde man also den Firmen diese steuerlichen Vorteile auch für den eigenen Mitarbeiter-Wohnbau gewähren, würden damit zehntausende oder sogar hunderttausende Wohnungen privatwirtschaftlich neu geschaffen und zugleich Arbeitsplätze gesichert, attraktiver und dauerhafter gemacht.
Das System der Werkswohnungen ist vor 100 Jahren erfolgreich erprobt worden, wäre auch heute erfolgreich. Nur müsste unsere Politik von Staatsgläubigkeit, Staatshörigkeit und Staatsallgewalt marktwirtschaftlich umdenken, die Wohnungsversorgung wieder mehr dem Markt als dem Staatsdirigismus überlassen.

Marktwirtschaft funktioniert besser als Staatswirtschaft
Also: Der Staat sollte sich nur um den Wohnungsbau für die Bevölkerungsgruppen kümmern, die er selbst durch Immigration angelockt hat oder die er als Sozialpotenzial betreuen und versorgen will. Dafür müsste es wieder öffentlichen Wohnungsbau geben, der allerdings nie rentabel werden wird, immer öffentliches Defizit produzieren dürfte.
Den Wohnungsbau für die Mitarbeiter der Privatwirtschaft sollte aber der Staat der Privatwirtschaft wieder zuweisen, indem er diesen Wohnungsbau steuerlich anerkennt, also durch Abschreibungen gewinnmindernd berücksichtigt und damit den Firmen eine Möglichkeit schafft, das Wohnungsproblem ihrer Mitarbeiter selbst zu lösen.
Seit Ludwig Erhard wissen wir, dass die Marktwirtschaft besser funktioniert als Staatswirtschaft. Dass dies auch für den Wohnungsbau gilt, hat einerseits die DDR-Wirtschaft, andererseits die private Wohnungswirtschaft zu Zeiten Ludwig Erhards oder beim Ostaufbau nach 1989 gezeigt.
Unser Wohnungsproblem ist deshalb ein Problem der Staatsintervention und der Steuerpolitik und ist nicht durch mehr Staat, sondern nur durch mehr Privatwirtschaft lösbar.

… Alles vom 19.4.2024 von Eberhard Hamer bitte #esen auf
https://www.pi-news.net/2024/04/wer-soll-bauen-staat-oder-privat/

Prof. Dr. Eberhard Hamer (* 15. August 1932 in Mettmann) ist ein deutscher Ökonom. Sein Schwerpunkt ist die Mittelstandsökonomie. In den 1970er Jahren gründete er das privat geführte Mittelstandsinstitut Niedersachsen in Hannover und veröffentlichte über 20 Bücher zum Thema Mittelstand. Hamer erhielt 1986 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
https://www.mittelstandsinstitut-niedersachsen.de