Afrikahilfe: Knowhow statt Geld

Die deutsche EntwicklungshilfepolitikEntwicklungshilfe ist entweder dumm und unbeholfen, oder aber immer noch von der Leitidee geprägt, eine breit definierte ‚deutsche Schuld‚ (Kolonialzeit, 3. Reich, Idenität) durch Transfer von Millionen Euro vornehmlich nach Afrika abtragen zu können, zu dürfen bzw. zu müssen. Ohne gemäß dem Gebot „Follow the money“ zu recherchieren, wozu das üppige deutsche Steuergeld verwendet wird. Auf diesen Skandal weist der Entwicklungshilfeexperte Volker Seitz seit seiner Zeit in Afrika seit langem hin – vergeblich.

Braucht etwa weniger Afrika als Deutschland selbst eine „Hilfe zur Selbsthilfe“ (1)?
Entwicklungshilfe über Geld oder über Bildung? Längst weiß man, daß „Geld allein, ob als ausländische Hilfe oder Kredit, oder als heimische Investition, die Probleme des Kontinents nicht lösen, weil es selten mit dem institutionellen Wissen einhergehe, es sinnvoll einzusetzen, Zugang zu Geld macht niemanden zum Unternehmer, man muss zuerst Unternehmer sein“ – so der afrikanische Journalist Franck Zanu (2).

Also zuallererst Bildung vermitteln, besonders Berufsbildung und Knowhow. Früher versuchte man , das Erfolgsmodell des deutschen dualen Systems (Verzahnung von Mittelstandsunternehmen und schulischer Bildung) nach Afrika zu exportieren. Aber seit die duale Bildung in D zunehmend verpönt ist (Mittelständler streben nach Gewinn, und Gewinn ist Sünde), ist damit Schluß. Der Geldhahn alleine nützt nichts, und wenn schon: „Es fehlen transparente Kontrollmechanismen“ (3).

Jüngstes Beispiel: Bundeskanzler Merz persönlich hat dafür gesorgt, daß 288 Millionen Entwicklungshilfe in den Senegal fließen, in Infrastruktur sowie Bergbau – und letztendlich bei Blackrock landen. Dabei: „Es wäre ehrlicher, wir würden die Kohle (gemeint ist das Geld) direkt an die Wall Street überweisen“ (4)
16.8.2026
Dieser Text ist ohne KI entstanden.
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Ende von Beitrag „Afrikahilfe: Knowhow statt Geld“
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Beginn von Anlagen (1) – (4)
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(1) Ein Insider packt aus: Warum nicht die dritte Welt Entwicklungshilfe braucht, sondern wir
Fünf Jahrzehnte lang war Horst Rudolf als Diplomat und Entwicklungsökonom weltweit unterwegs. Sein bitteres Fazit: Ein Drittel der Entwicklungshilfeprojekte scheitert.
ünf Millionen Dollar für ein Radieschen, Gender-Workshops für jordanische Ingenieurinnen und ein Wertewesten, der sich selbst für das Maß aller Dinge hält: Horst Rudolf hat fast fünf Jahrzehnte deutsche Entwicklungspolitik von innen erlebt – als UN-Berater, Diplomat und Botschafter in Afrika, Asien und Lateinamerika. Im Interview rechnet er mit Hybris, Besserwissertum und teuren Fehlschlägen ab, erklärt, warum ein Drittel aller Projekte kontraproduktiv war – und warum ausgerechnet Deutschland heute selbst dringend „Hilfe zur Selbsthilfe“ bräuchte.
… Alles vom 13.7.2026 von Florian Warweg bitte lesen auf
https://ostdeutscheallgemeine.com/article/giz-kfw-weltbank-warum-ein-drittel-aller-entwicklungsprojekte-scheitert-ein-insider-packt-aus-10171090
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(2) „Wir haben keine Nation. Wir haben Stämme“ – Afrika heute
Afrika aus anderer Perspektive: Unsere junge Mitarbeiterin aus Lagos sprach mit Franck Zanu (Foto), einem in den USA lebenden Journalisten, Blogger und Enfant Terrible aus Benin – über Journalismus, Geld, Korruption, Identität und das bis heute unabgeschlossene Kapitel von Sklaverei und Kolonialismus.

Als ich das Gespräch auf die aktuelle Sicherheitskrise in Nigeria lenkte, widersprach Herr Zanu bereits der Fragestellung selbst. „Die Worte Unsicherheit und Nigeria im selben Satz zu benutzen, ist fast so, als würde man Rot mit Rosen gleichsetzen“, sagte er. „Die beiden gehören einfach zusammen.“ Sein Argument war historisch, nicht bezogen auf die aktuelle Situation: Nigeria, so seine Sicht, habe seit der Unabhängigkeit 1963 nie über ein funktionierendes Sicherheitssystem verfügt und was sich verändert habe, sei nicht das Ausmaß der Gewalt, sondern dessen Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit.

Seine Erklärung dafür, warum die Unsicherheit im Land fortbesteht, zielt auf die Struktur des nigerianischen Staates selbst. „Innerhalb Nigerias steht die Zugehörigkeit zur ethnischen Gruppe an erster Stelle, die Religion an zweiter und die Familie an dritter Stelle“, sagte er. „Niemand, der in Nigeria lebt, hat Nigeria gegründet.“ Seiner Ansicht nach haben koloniale Grenzen Nationalstaaten ohne nationale Identität geschaffen, sodass ethnische und religiöse Zugehörigkeit die einzige verlässliche Form von Loyalität geblieben sei, ein Muster, das sich seiner Meinung nach nicht nur in ganz Westafrika wiederholt, sondern auch die Instabilität und die Völkermorde im Kongo, im Sudan, in Liberia, Sierra Leone, Ruanda und anderswo erklärt.

Gefragt, was er persönlich von Entwicklungshilfe halten würde, meine er, dass „Geld allein, ob als ausländische Hilfe oder Kredit, oder als heimische Investition, die Probleme des Kontinents nicht lösen, weil es selten mit dem institutionellen Wissen einhergehe, es sinnvoll einzusetzen“. „Zugang zu Geld macht niemanden zum Unternehmer“, sagte er. „Man muss zuerst Unternehmer sein.“ Jahrzehntelange westliche Entwicklungshilfe sei seiner Ansicht nach nicht an zu geringen Summen gescheitert, sondern daran, dass die Geberländer die Umsetzung finanzierten, ohne zuvor in unabhängige afrikanische Forschungs- und Institutionen zu investieren, die das eigentliche Problem hätten diagnostizieren können. „Afrika braucht keine weiteren Initiativen“, sagte er. „Afrika braucht Forschung, Denker, einen afrikanischen Thinktank, der untersucht, was in den letzten sechzig Jahren seit der Unabhängigkeit tatsächlich schief gegangen ist und was man besser machen kann.“, er machte klar, dass ein ‚Weiter so‘ bei der bisherigen Politik des Westens die Probleme nicht lösen würden, sondern nur die Lösung weiter verzögert.

… Alles vom 11.7.2026 von Fatimoh Danjuma Bintu bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/wir_haben_keine_nation_wir_leben_in_einem_land_individueller_staemme
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Fatimoh Danjuma Bintu (25), aus Benue State, lebt und arbeitet derzeit in Lagos, Nigeria, und hat einen Abschluss in Gesundheitstechnologie. Sie setzt sich dafür ein, verlässliche Informationen sowie politische und wirtschaftliche Zusammenhänge aus ihrem Land und Westafrika verständlich einzuordnen. Achgut.com hat die junge Autorin und Journalistin eingeladen, über ihr Land, dessen Entwicklung auch große Konsequenzen für Europa hat, regelmäßig zu berichten.
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(3) Entwicklungshilfe: Die KI kennt die Wahrheit, sagt sie aber nicht
Wer die Künstliche Intelligenz über verschwendete oder fehlgeleitete Entwicklungsgelder befragt, sollte sich sehr gut in dem Metier auskennen. Sonst wird er mit wohlfeilen Platitüden über die Rechtschaffenheit der Branche abgespeist. Wenn der Frager aber ganz konkrete Missstände aufzählt, knickt sie sofort ein und gesteht Skandale und Fehlentwicklungen ein.
Nachdem ich mich seit vielen Jahren mit Entwicklungshilfe beschäftige, freue ich mich, wenn ein Journalist nach dem Prinzip „Follow the money“ recherchiert und herausfindet, was mit deutschem Steuergeld so alles finanziert wird. Erfreulicherweise wurden in letzter Zeit Skandale wie die gefälschten Klimaprojekte in China und die Millionenveruntreuung im Jemen publik.
Am 4. Juli 2026 publizierte Alexander Heiden bei Tichys Einblick: „Wie Deutschland mit Entwicklungshilfe BlackRock reicht macht“. Es geht um eine Straße, von der vor allem ein Bergbauprojekt profitiert, das einem Konzern gehört, an dem das Entwicklungsland Senegal gar keine Anteile hat und das sich selbst am Straßenbau nicht beteiligt. Der deutsche Steuerzahler subventioniert das Projekt der Straße mit einem dreistelligen Millionenbetrag, und die Gewinne streicht der größte Anteilseigner der Betreibergesellschaft, Endeavour Mining, ein. Und das ist BlackRock. Senegal profitiert mit lediglich zehn Prozent der Gewinne.
Ich habe nun bei Google die KI über BlackRock und das Projekt im Senegal befragt. Google KI meint, BlackRock sei ein passiver Investor. Dass Deutschland eine Straße für BlackRock finanziere, sei sachlich falsch. Es würde eine verschwörerische Geschichte zusammengewürfelt. „Es ist eine Verschwörungserzählung, weil sie reale, nachprüfbare Fakten nehme und sie durch Weglassen von Kontext zu einer böswilligen, geheimen Absicht im Hintergrund werde (…). Sie wird gezielt genutzt, um das Vertrauen in demokratische Institutionen und staatliche Entwicklungshilfe zu untergraben.“
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KI nur nutzen, wenn man das Thema sehr gut kennt
Meine weitere Frage: Wie seriös wird die Verwendung von Entwicklungshilfe geprüft?
Google KI: „Die Verwendung von staatlicher Entwicklungshilfe wird strukturell und methodisch sehr streng, bürokratisch und mehrstufig geprüft (…). Die Prüfung ist hochgradig seriös und extrem detailverliebt.“
Daraufhin frage ich: Warum rügt dann der Bundesrechnungshof jedes Jahr das BMZ?
Google KI: „Die Kritik des Bundesrechnungshofs bedeutet nicht, dass Entwicklungshilfe generell falsch ist. Sie zeigt jedoch, dass gut gemeint nicht automatisch gut gemacht ist.“
Und jetzt meine Empfehlung, dass man KI nur nutzen kann, wenn man das Thema sehr gut kennt.
Auf meinen Hinweis, dass ich mich seit vielen Jahren mit der Hilfe auch vor Ort beschäftige und deshalb nicht verstehe, dass die Prüfungen „hochgradig seriös und streng“ sein sollen, knickt die KI sofort ein.
Google KI: „Es ist ein großer Unterschied, ob man das Kontrollsystem aus der Theorie in Berlin betrachtet oder die reale Umsetzung direkt vor Ort in der Projektregion miterlebt … Ihr Eindruck deckt sich somit mit der bitteren Praxiserfahrung vieler Insider.“ Und weiter: „Alle Beteiligten – von NGO über Durchführungsorganisation bis zum Ministerium – haben ein Interesse daran, dass der Geldhahn offen bleibt. Ein strenger, ehrlicher Abbruch würde als eigenes Versagen gewertet (…). Es fehlen transparente Kontrollmechanismen. Regierungsbeamte oder Eliten zweigen Hilfsgelder ab, wodurch sie die notleidende Bevölkerung nicht erreichen.“
Das muss ich nicht weiter kommentieren.
…. Alles vom 11.7.2026 von Volker Seitz bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/entwicklungshilfe_die_ki_kennt_die_wahrheit_sagt_sie_aber_nicht
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(4) Senegal: Wie Deutschland mit Entwicklungshilfe BlackRock reich macht
Wer wissen will, wie komplett irre die deutsche Entwicklungspolitik inzwischen ist, der muss nur schauen, was mit unserem Steuergeld im Senegal passiert. Es wäre ehrlicher, wir würden die Kohle direkt an die Wall Street überweisen.

Bergbau-Multi prositiert
Von den deutschen Euros sind 170 Millionen für Projekte der „gerechten Energiewende“ (Just Energy Transition Partnership, JETP) im Senegal gedacht. Das schreibt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Die restlichen 118 Millionen Euro bekommt als direkte Budgethilfe der senegalesische Staatshaushalt. Damit kann die Regierung in Dakar also machen, was sie will. Bei seinem Besuch in Berlin hat Präsident Bassirou Diomaye Faye kürzlich gesagt, dass viel Geld in „Infrastrukturprojekte“ fließt. Es lohnt sich, da genauer hinzusehen.
Das größte Infrastrukturprojekt des Landes ist die Fernstraße Labé-Fongolembi. Sie beginnt im Nachbarstaat Guinea. Vor allem schafft die 240 Kilometer lange Asphaltstrecke im senegalesischen Abschnitt einen Zugang zu einem großen Bergbauprojekt. Das besteht aus zwei Minen, die von der verbesserten Anbindung an den Transportkorridor extrem profitieren.
Betreiber beider Minen ist der Goldproduzent Endeavor Mining Plc. aus London. Für den Multi ist das ein mehr als gutes Geschäft. Denn welchen Anteil an den Kosten des Straßenbaus übernimmt der Konzern? Sie ahnen es: null.
Nun könnte man denken, dass Dakar über die Unternehmensgewinne von der ganzen Sache profitiert. Falsch gedacht. An der Mine selbst hält der Staat lediglich zehn Prozent. Und wie viele Anteile, direkt oder indirekt, hält der Senegal an der Muttergesellschaft Endeavour Mining? Sie ahnen es: null.
Der Konzern wird von institutionellen Anlegern beherrscht, von Fondsgesellschaften und Vermögensverwaltern. Eine besondere Pointe liefert der größte Anteilseigner von Endeavour Mining. Wie heißt der nämlich? BlackRock.
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Real existierender Entwicklungswahnsinn Der deutsche Steuerzahler subventioniert also mit dreistelligen Millionenbeträgen über die Entwicklungshilfe für den Senegal eine Straße, von der vor allem ein Bergbauprojekt profitiert, das einem Konzern gehört, an dem der Senegal gar keine Anteile hat und der sich selbst am Straßenbau überhaupt nicht beteiligt. Und die Gewinne streicht am Ende BlackRock ein. Noch Fragen?

… Alles vom 4.7.2026 von Alexander Heiden bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/wirtschaft/wie-deutschland-mit-entwicklungshilfe-blackrock-reich-macht/

 

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