Am heutigen Samstag 3. Oktober 2026 ist Deutscher Nationalfeiertag. Das Wetter meint es feierlich gut: Nach kühler Nacht mit 12 Grad früh morgens nun 24 Grad und Sonne. Das Strandbad in Freiburg hat bis morgen Sonntag 4.10. geöffnet. Um 12.30 Uhr noch ganz wenige Badbesucher. So fühle ich mich wie ein Millionär in seinem eigenen großen Pool: Baden bei 20,5 Grad in meinem 50-m-Becken. Meine mitschwimmenden Gäste sind immer für einen Smaltalk zu haben. Meine drei Bademeister passen auf, daß mir nichts passiert. Meine Gärtner pflegen den Rasen und gießen die drei großen Palmen. Ruhige gepflegte Atmosphäre in meinem Freibad.
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Der 3. Oktober wird in Deutschland die Wiedervereinigung des Landes gefeiert, das 45 Jahre von 1945 bis 1990 in zwei Teile geteilt war, in BRD und DDR. Die Hauptfeier zum Tag der Deutschen Einheit findet jedes Jahr in einem anderen Bundesland statt – dieses Jahr in Bremen.
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Am 3.10.1990 trat der Bundestag in Berlin zusammen, um per Abstimmung die Wiedervereinigung formal zu beschließen. Als Nationalfeiertag taugt diese Symbolik wenig. Die meisten Bürger hätten sich den 18. März, 17. Juni oder 9. November als Datum des Feiertags der Nation gewünscht:
Nationalfeiertage in Deutschland und heute:
18. März 1848 – … was war da wohl? > Nein, könnte an Revolution erinnern
17. Juni – Volksaufstand DDR 17.6.1953 > Nein, könnte an Volk erinnern
9. November – Mauerfall 9.11.1989 > Nein, könnte an Ost-West-Frieden erinnnern
3. Oktober – (ab 1990) Bundestag Einheitsfeier 3.10.1990 >Ja
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Umfragen zeigen: Kaum jemand weiß, was sich am 3.10.1990 ereignet hat. Das soll ja anscheinend auch so sein: In der Badischen Zeitung vom 2.10. findet sich auf den ersten acht Nachrichtenseiten kein einziges Wort zum morgigen Nationalfeiertag.
Der Tag wird als bezahlter Urlaubstag begrüßt und gibt Gelegenheit zu Konsum, Event, Wandertag bzw. Nixtun. Vielleicht ist es auch gut so: Franzosen, Italiener, Spanier, Dänen und Polen feiern ihre Nationalfeiertage mit „Wir“, Stolz, gutem Gewissen und vor allem Freude. Das dürfen die Deutschen nicht, da ihre Geschichte nur von 1933 bis 1945 reicht.
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Es war ein Fehler, das Datum des Deutschen Nationalfeiertags auf den 3. Oktober zu legen. Denn diesem Datum fehlt die Symbolik, die Einmaligkeit. Es fehlt etwas, wofür man brennt. Im Sinne von Wolfgang Kubicki „Deutschland braucht ein gemeinsames Feuer“ (2). Zum Beispiel die Erinnerung an die mutigen Ost-Berliner, die beim Aufstand am 17.6.1953 Steine gegen die russischen Panzer warfen. Oder die Erinnerung an die Umarmungen und die Mauerspechte beim Mauerfall am 9.11.1989. Zudem wird der 3.10. heute immer weniger als Nationalfeiertag bezeichnet – der Begriff „Nation“ ist ja verpönt und steht in der EU nur Nicht-Deutschen zu -, sondern als „Tag der deutschen Einheit“ oder besser noch als „Tag der Einheit“.
In diesem einheitlichen Sinne.
3.10.2026
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Ende von Beitrag „Nationalfeiertag 3.Oktober 2026“
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Beginn von Anlagen (1) – (3)
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(1) Henryk M. Broder zur Schieflage der Nation
Von Achgut.tv • Henryk M. Broder blickt auf Deutschland an diesem 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, also quasi dem Nationalfeiertag.
https://www.youtube.com/watch?v=SVuZ0yIBm_I
Einige Statements:
Notrückwärtsgang, in Sturzflug.
dieses Land hat fertig.
Dieses Land hat nur die Eitelkeit von leuten, die was werden wollen.
Wenn nur die absolute Mehrheit zur Bildung einer Regierung legitimiert, dann muß dies für Berlin (24,8 %) wie für Sachsen-Anhalt (43,7 %) gelten. Für alle, aber nicht mal so mal so.
Das einzig Positive: Die Zuckersteuer wird doch nicht eingeführt.
Ende Statements
… Alles vom 3.10.2026 bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/henryk_m_broder_zur_schieflage_der_nation
Henryk M. Broder: Der ewige Antisemit
Über eine Leidenschat, die nicht vergeht
Achgut Edition 2026, 248 S., 26 Euro
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(2) Lange nach der Demokratie Baden-Württemberg
Zumutungslabor 02.10.2026 17:30–22:00 Uhr
Workshop mit dem bekannten israelisch-deutschen Autor und Psychologen
Mit Ahmad Mansour, israelisch-deutschen Autor und Psychologe
Demokratie lebt vom Aushandeln unterschiedlicher Positionen. Der Workshop thematisiert die Erfahrung des Scheiterns, das Erkennen eigener Grenzen und die Bereitschaft zum Kompromiss als zentrale Elemente demokratischer Prozesse.
Die Teilnehmenden reflektieren, was es bedeutet, konträre Meinungen auszuhalten, eigene Standpunkte zu überprüfen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln. Dabei wird deutlich: Demokratische Entscheidungsfindung ist oft anstrengend und das Ergebnis nicht immer vollkommen zufriedenstellend – doch gerade im respektvollen Ringen liegt ihre Stärke. 2.10.2026
https://www.langenachtderdemokratie-bw.de/veranstaltungen/ahmad-mansour-demokratisches-zumutungslabor
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(3) Deutschland braucht ein gemeinsames Feuer!
Der Tag der Deutschen Einheit sollte mehr sein als Erinnerung an den 3. Oktober 1990. Deutschland braucht eine Idee davon, wer wir sind und was wir sein wollen: eine freiheitliche, vielfältige Willensnation, die ihre Geschichte kennt, Verantwortung übernimmt und ihre Zukunft gemeinsam wagt.
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Der lange Kampf um die Einheit
Und gleichzeitig wuchs das Ringen um die politische Einheit Deutschlands immer weiter. Dieser Kampf hat das 19. Jahrhundert viel stärker geprägt als das 20. Jahrhundert. Was allein schon Grund genug ist, die historische Rückschau an einem Tag der Deutschen Einheit nicht auf den 3. Oktober 1990 zu verengen.
Die Revolution von 1848/49 ist zwar gescheitert, aber der Kampf und die Frankfurter Paulskirchenverfassung sind Geburtsstunde der deutschen Demokratie und des gesamtdeutschen Parlamentarismus. Es war der beinahe geglückte Versuch, den Deutschen innere und äußere Freiheit zu geben, mit verfassungsmäßig garantierten Grundrechten und unter ständigem Legitimationsdruck.
Der Kampf wurde auch in blutigen Straßenkämpfen ausgefochten, und die Streiter für die Deutsche Einheit, für bürgerliche Freiheit und Selbstbestimmung waren echte Helden, die nicht mehr bereit waren, Kompromisse mit der Unfreiheit einzugehen. Ehrenhafte und aufrichtige Vulgärdemokraten.
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Der 3. Oktober sollte deshalb mehr sein als die Erinnerung an einen historischen Glücksmoment. Er kann ein Anlass sein, uns darüber zu verständigen, was Deutschland heute ausmacht und was uns in Zukunft verbinden soll.
Wir brauchen kein Deutschland, das seine Widersprüche verleugnet. Wir brauchen ein Deutschland, das seine Geschichte kennt, seine Freiheit verteidigt, Vielfalt aushält und sich selbst immer wieder kritisch hinterfragt. Ein Deutschland, das weiß, woher es kommt, ohne daraus abzuleiten, wer morgen dazugehören darf.
Deutschland ist kompliziert. Deutschland ist widersprüchlich. Deutschland ist europäisch geprägt und zugleich unverwechselbar. Deutschland ist aus vielen Geschichten entstanden und kann trotzdem eine gemeinsame Zukunft haben.
Deutschland braucht Feuer!
… Alles vom 2.10.2026 von Wolfgang Kubicki (FDP) bitte lesen auf
https://www.cicero.de/innenpolitik/tag-der-deutschen-einheit-deutschland-braucht-ein-gemeinsames-feuer
