Frankreich: Islam – Linke – Kath

Vor drei Wochen haben 800.000 junge Menschen – Franzosen, wie Migranten – mit Papst Leo IV in Paris das „Notre Père“ bzw. „Vaterunser“ gebetet. Und nun versetzen Jugendliche Frankreich in Aufruhr, manche sprechen von „molekularem Bürgerkrieg“ (Hans-Magnus Enzensberger ). Wie passt dies zusammen, Frieden und Krieg?

Drei Gruppen von Jugendlichen:
Der größte Teil der jungen Generation in Frankreich hat eine Migrationsgeschichte, in den urbanen Milieus sind es weit über drei Viertel.
Danach rangieren die weltlich orientierten autochthonen Franzosen, für die zumeist gilt „als junger Mensch muß man links sein“; diese Aussage hat Willy Brandt gerne wiederholt.
Die kleinste Gruppe bilden die jungen Katholiken. Frankreich ist/war schließlich ein christliches und zu 90 % katholisches Land. Und diese jungen Leute jubelten dem Papst am 26.9.2026 zu Hunderttausenden zu.
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Die Unruhen in Frankreich ab Oktober 2026 mögen anfangs als Schülerproteste entstanden sein, sie wurden aber umgehend von Linken und Linksextremen unter der Ägide der linken Partei „la France insoumise“ (LFI) gekapert. Da die Linksextremisten zahlenmäßig und auch körperlich (Weicheier) zu schwach sind, wurden sie von Anfang an von jungen aus dem Maghreb gebürtigen Männern unterstützt – die zahlreichen Videos zeigen sie als Hauptakteure. Das saloppe Statement „Musulmans acteurs, gauches claqueurs“ unterstreicht dies. Die Migranten haben die Kraft (physisch) und die Linken die Klappe (verbal).
Anmerkung: die aus den ehemaligen franz. Kolonien im Maghreb (Algerien, Tunesien, Marokko) und Schwarzafrika stammenden jungen Männer erhielten qua Geburt in Frankreich automatisch die französische Staatbürgerschaft.
Die jugendlichen Randalierer verbindet mit dem französischen Staat nichts, außer Verachtung und Hass.

Zur Gruppe der linken Jugendlichen:
Der Philosoph Marcel de Corte spricht von Dekadenz und einer desorientierten Jugend, „die jede echte Bindung verloren habe und in einer atomisierten Gesellschaft lebe, die nichts mehr wisse von Vaterland und Überlieferung, vielmehr den Einzelnen immer wieder auf sich selbst und seine Illusionen zurückwerfe.“ (1) . Sie erleben, daß der Staat bankrott ist, zahlungsunfähig. Ihr einziger Halt „Konsum und noch mehr Konsum“ auf Basis der gewohnten staatlichen Transferzahlungen ist dahin. In ihrer Haltlosigkeit formulieren sie irre und vom Staat niemals einlösbare Forderungen nach einem regulären Schülergehalt: „On en a marre de ne pas être payé alors qu’on fait les mêmes horaires que les gens qui travaillent.“ Also: „Wir haben die Nase voll davon, nicht bezahlt zu werden, obwohl wir dieselben Arbeitszeiten haben wie die Leute, die arbeiten“.

Zur Gruppe der Jugendlichen mit Migrationsgeschichte:
Im Zweckbündnis des Islamogauchisme finden die linken und islamischen Jugendlichen zusammen. Letztere sind dreifach im Vorteil. Erstens sind sie zahlenmäßig weit in der Mehrheit. Zweitens bietet ihnen im Hintergrund immer noch der Islam einen gewissen Halt. Sie kennen ihre kulturell-religiösen Wurzeln. Und drittens wissen sie – falls um Bildung bemüht -, wie der IslamoGauchisme bislang immer geendet hat: Mit dem Sieg der Muslime, die dann die Linken als nützliche Idioten umbringen. Siehe Iran 1979 nach der Rückkehr von Ayatollah Chomeini aus Paris nach Teheran.

Zur Gruppe der jungen Katholiken:
David Berger wehrt sich vehement gegen die so bequeme, aber dennoch unzutreffende Gleichung „Migration gleich Gewalt“. Er erinnert an den Papstbesuch in Paris und die zigtausenden jungen Menschen, die friedlich zusammenfanden auf der doch so geschichtsbeladenen „Place de la Concorde“:
„Ein katholischer Einwanderer aus Afrika kann sich dem geistigen Erbe Frankreichs enger verbunden fühlen als ein einheimischer Linksradikaler, der dessen Rathäuser anzündet. Entscheidend ist nicht die Hautfarbe, sondern die Bereitschaft, eine gemeinsame Ordnung anzuerkennen, für die der Begriff „christliches Abendland“ steht“ (2).

Trotz Laizismus und strenger Trennung von Kirche und Staat: Frankreich sollte sich auf seine christlichen Wurzeln besinnen und die Werte des Westens und der Demokratie als verteidigungswürdig erkennen. Diese Wurzeln geben Halt, auch der jungen Generation.
19.10.2026
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Ende von Beitrag „Frankreich: Islam – Linke – Kath“ =============================================================
Beginn von Anlagen (1) – (2)
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(1) Frankreich: Vom Schülerprotest zum Bürgerkrieg – Eine Folge der Dekadenz
85 Prozent des Jahrgangs haben in Frankreich im vergangenen Juni Abitur gemacht. Und trotzdem zündeten die „Schülerproteste“ Barrikaden an, plünderten und legten Feuer an öffentliche Gebäude. Die Jugend hat jede echte Bindung verloren, kommentiert Karlheinz Weißmann
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Nur ein Umsteuern kann den Bürgerkrieg verhindern
Die Ursache dafür liegt nicht nur in der großen Zahl der Unfähigen, denen die öffentlichen Schulen als eine Art von Wartesaal dienen, bevor dann doch das Erwerbsleben beginnt. Sie hat vielmehr mit einem Prozess der Dekadenz zu tun, von dem der konservative meinte, dass eine desorientierte Jugend sein Hauptopfer sei, die jede echte Bindung verloren habe und in einer atomisierten Gesellschaft lebe, die nichts mehr wisse von Vaterland und Überlieferung, vielmehr den Einzelnen immer wieder auf sich selbst und seine Illusionen zurückwerfe.
Unter dem Eindruck von ’68 schrieb er:
„Wie könnte man übersehen, dass sich die heutige Jugend, der ihre natürliche Beziehung zur realen Welt um sie herum und zu ihrem transzendenten Prinzip genommen wurde, in sich selbst zurückzieht und sich der Droge hingibt, die diesen Rückzug des Individuums in seine von allem anderen getrennte Individualität begünstigt? Für diese arme Jugend gibt es nichts mehr als das Ich, das seiner Beziehung zu allem, was nicht es selbst ist, beraubt und mit seinen Träumen erfüllt ist. Es ist in sich selbst verschlossen. Ausgeliefert allein dem wirtschaftlichen Leben, allein der Produktion und dem Konsum von Dingen: Nahrungsmittel, Getränke, Kleidung, Drogen, Freizeit. So wird es ständig dazu angeregt, die verzerrenden Informationen, die es überfluten, in sich zu verarbeiten. In einer Gesellschaft, die sich immer mehr auf das isolierte Individuum ausrichtet, das jeglicher geistigen und körperlichen Beziehung zu seinen Mitmenschen beraubt ist, ist es verständlich, dass zunächst das körperliche Vergnügen und anschließend das geistige Vergnügen des Träumens einen immer größeren Stellenwert einnehmen, da das Vergnügen als solches untrennbar mit dem Ich verbunden ist und den Menschen in sich selbst einschließt.“
Wenn man von den Aufrührern und deren nützlichen Idioten, von den Kriminellen, Krawallmachern und den Mitläufern absieht, bleibt in der Protestbewegung eine Menge an Heranwachsenden, denen Maßstäbe fehlen. Obwohl sie bisher für die Gesellschaft, in der sie groß geworden sind, keinerlei Leistung erbracht haben, glauben sie nur zu gerne, dass ihnen selbstverständlich umfassende Rechte auf alles Mögliche zustehen.
Das haben ihnen die Ideologen, die die Medien wie das Erziehungssystem seit einem halben Jahrhundert beherrschen, erfolgreich eingeredet, und bisher schien solcher Demagogie keine Grenze gesetzt. Aber nun kommt sie in Sicht, und sei es in Gestalt des kollabierenden französischen Staatshaushalts. Wer angesichts dessen auf die weitergehende Verschärfung der Lage setzt, riskiert, dass die Entwicklung in einem Bürgerkrieg endet.
… Alles vom 18.10.2026 von Karlheinz Weißmann bitte lesen auf
https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2026/frankreich-vom-schuelerprotest-zum-buergerkrieg/

Kommentare:
Jetzt auf die französische Jugend einzudreschen mutet hinterwäldlerisch an. Die Ursachen der Ausschreitungen liegen hauptsächlich in der umfangreiche migrantischen Szene der Vorstädte, die jeden sich bietenden Anlaß nutzen, um ihre Ansprüche mit Gewalt durchzusetzen. So wurden aus Schüler-Protesten für bessere Ausbildung brennende Rathäuser. Kunibert
Ende Kommentare
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(2) Linksradikale treffen auf Islamisten – Der Kommentar von David Berger zu den Unruhen in Frankreich
In Limoges brennt das historische Rathaus. Vermummte schlagen Scheiben ein, dringen in das historische Gebäude und legen Feuer. Die Flammen fressen sich bis zum Dach. Draußen stehen fassungslose Bürger, eine Rathausmitarbeiterin weint. In Lyon geht das Touristenbüro am Place Bellecour in Flammen auf; Feuerwehrleute kommen kaum durch. In Bordeaux werden Geschäfte an der Rue Sainte-Catherine geplündert, ein Decathlon-Markt brennt, das Feuer greift auf das Gebäude über. Die Residenz der Präfektin wird verwüstet, die Eliteeinheit Raid muss eingreifen.
In Marseille stürmen Vermummte das Rathaus. Paris erlebt Plünderungen und Straßenschlachten vom Luxuskaufhaus Galeries Lafayette bis zu kleinen Boutiquen. Das ist Frankreich in diesen Tagen. Nicht Bagdad, nicht Beirut. Frankreich. Ein Land, das sich gern als Leuchtfeuer der Aufklärung und Lehrmeister der europäischen Demokratie versteht und dessen Staatsmacht vor randalierenden Banden immer öfter zurückweichen muss.
Laut Premierminister wurden allein am Samstag 1200 Menschen festgenommen und 150 Polizisten und Gendarmen verletzt. Und wie wird das von den deutschen Mainstreammedien verkauft? Als Protest gegen das teure Leben, gelegentlich gar als berechtigte „Schülerproteste“.

Doch die Bilder der Gewalttäter sprechen eine andere Sprache. Wer ein Rathaus und Schulen anzündet, betreibt keine Bildungspolitik. Wer Luxusgeschäfte ausräumt, kämpft nicht gegen den Kapitalismus. Die selbsternannten linken Revolutionäre lieben offenbar Louis Vuitton und Chanel – solange andere dafür bezahlen.

Wer die französische Barrikadenmentalität kennt, weiß: Ein Bürgerkrieg ist das noch nicht unbedingt. Bürgerkriegsähnlich wirken die Szenen dennoch: im Stil der sogenannten Antifa maskierte Trupps, brennende Behörden, angegriffene Polizisten, ein Staat, der mit Wasserwerfern, Panzerfahrzeugen und Spezialeinheiten reagieren muss.

Und nun der Kontrast, kaum drei Wochen zuvor. Papst Leo XIV. besucht Frankreich. Hunderttausende versammeln sich friedlich in Paris zur Messe, Menschen aus Europa, Afrika und aller Welt. Sie kommen nicht, um Schaufenster einzuschlagen, sondern um zu beten. Im Pariser Integrationszentrum Maison Bakhita trifft der Papst Flüchtlinge und Migranten; am Ende beten alle gemeinsam das Vaterunser. Ein anderes Frankreich. Gerade dieser Vergleich widerlegt die bequeme Gleichung „Migration gleich Gewalt“. Ein katholischer Einwanderer aus Afrika kann sich dem geistigen Erbe Frankreichs enger verbunden fühlen als ein einheimischer Linksradikaler, der dessen Rathäuser anzündet. Entscheidend ist nicht die Hautfarbe, sondern die Bereitschaft, eine gemeinsame Ordnung anzuerkennen, für die der Begriff „christliches Abendland“ steht.

Damit sind wir beim Islamogauchismus: jenem gefährlichen politischen Schulterschluss, in dem inzwischen große Teile der radikalen Linken islamistische Akteure als Verbündete gegen den angeblich unterdrückerischen Westen behandeln. Wo die einen die bürgerliche Gesellschaft als kapitalistisches Feindbild betrachten, sehen die anderen in ihren freiheitlichen Traditionen ein Hindernis für islamische Herrschaftsansprüche. Auf den ersten Blick vielleicht verschiedene Ideologien, aber derselbe Gegner, dieselbe aggressive „Kultur der Zerstörung und des Todes“.

Und immer mit dabei: Palästinenserflaggen. Längst ist diese Fahne zum politischen Kampfsymbol geworfen, unter dem sich linksrevolutionärer Zerstörungswille, aggressiver Judenhass und islamistische Parolen begegnen. Wo unter solchen Fahnen geplündert, gebrandschatzt und die Polizei angegriffen wird, endet jede romantische Verklärung des angeblichen Freiheitskampfes, mit der man auch in Berlin das Gewissen großer Teile der Wähler eingeschläfert hat.
Frankreichs Problem ist nicht einfach, dass Menschen anderer Herkunft dort leben. Sein Problem ist, dass Teile der Politik den Mut verloren haben, von allen dieselbe Achtung vor Recht, Eigentum und kulturellen Grundlagen des Landes zu verlangen. Parallelgesellschaften, islamistischer Druck und linke Gewaltromantik sind inzwischen zu einer ganz Europa bedrohenden Allianz herangewachsen. Drei Wochen, zwei Bilder. Beim Papstbesuch knien vor allem junge Menschen unterschiedlichster Herkunft zum Gebet und zur Beichte. Am 17. Oktober müssen Bürger vor Flammen und Plünderern fliehen. Das eine zeigt, wie Integration gelingen kann.

Das andere, was geschieht, wenn der Staat ein naives Islam-Appeasement pflegt und den Feinden der öffentlichen Ordnung die Straßen überlässt. Nicht Herkunft und Hautfarbe entscheiden über Frankreichs Zukunft. Sondern die Frage, ob Frankreich noch den Willen besitzt, Frankreich zu bleiben. Und diese Frage stellt sich nicht nur für Frankreich.
… Alles vom 19.10.2025 von David Berger bitte lesen auf
https://kontrafunk.radio/de/sendung-nachhoeren/politik-und-zeitgeschehen/kontrafunk-aktuell/kontrafunk-aktuell-vom-19-oktober-2026

 

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