Bauvorschrift statt Vereinfachung

Die überbordenden Bauvorschriften sind der Hemmschuh für den Wohnungsbau, der immer weiter abnimmt. Natürlich spielen Baukosten und Hypothekenzinsen eine Rolle, aber solange der private Bauherr von seiner Behörde wie ein Angeklagter behandelt und mit einem Wust von vom Laien nicht zu durchschauenden Vorschriften überschüttet wird, solange wird sich an der Bau-„Unlust“ nichts ändern. Ja „Lust“: Bauen muß Freude machen.

Gesetzesvorhaben der SPD sind stets mit Bürokratie und Regulierung verbunden. So schafft der Gebäudetyp E statt Vereinfachung (von Normvorschriften) und Vergünstigung (Preise endlich runter) zusätzliche Reglementierung. Zum Entsetzen der Bauindustrie

Dünnere Wände, weniger Steckdosen, kalte Treppenhäuser und weniger Leitungsgedöns sollen die Kosten um bis zu 15 % senken. Aber das Bürokratie- und Vorschriftenproblem bleibt mitsamt Kontrollwut mitsamt Zeitwartefristen. Thomas Kolbe zeigt, wie die Regierung versucht, den deutschen Bürokratiewahnsinn durch zusätzliche Bürokratie zu kurieren (1).
Seit dem Jahr 2000 haben sich Wohnungen um 245 Prozent verteuert. Ein Fünftel davon aufgrund staatlicher Vorschriften.
PS: Gehen Sie mal in Ft. Lauderdale/Florida zur Baubehörde mit der Mitteilung, daß Sie gerne ein Haus bauen wollen. Sie werden umgehend zur gemütlichen Sitzecke gebeten mit der Frage „Trinken Sie Kaffee, Tee oder ein Coke?“
Und in D kommt bei viel Glück die brummige Frage „Haben Sie einen Termin?“. Aber wir haben schließlich ja den „Bau-Turbo“ – siehe Anlage (3) unten.
4.11.2026
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Ende von Beitrag „Bauvorschrift statt Vereinfachung“
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Beginn von Anlagen (1) – (3)
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(1) Gebäudetyp E: Neue Vertragskonstruktion statt Deregulierung
Die Bundesregierung demonstriert unterdessen, weshalb der vielfach versprochene Bürokratieabbau nicht vorankommt. Nach Jahrzehnten staatlich verursachter Kostensteigerungen ist das Bauen für immer mehr Bürger unerschwinglich geworden. Die Antwort von Schwarz-Rot heißt Gebäudetyp E.
Eine angebliche Deregulierung, bei der keine einzige bestehende Vorschrift gestrichen wird. Stattdessen schafft die Regierung eine zusätzliche Vertragskonstruktion, mit der Bauherren auf bisher übliche Standards verzichten können. Weniger Schallschutz und niedrigere Raumtemperaturen werden als Fortschritt verkauft. Die staatlich verursachten Kostentreiber bleiben bestehen.
Fast eine halbe Million bereits genehmigter Wohnungen sind noch immer nicht im Bau, weil sich die Projekte wirtschaftlich nicht rechnen. Schwarz-Rot reagiert auf die Folgen jahrzehntelanger Überregulierung mit einer weiteren bürokratischen Erfindung. Selbst die Bauindustrie kritisiert das Vorhaben.
Tichy 27.10.2026, Newslettter https://www.tichyseinblick.de

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(2) „Enttäuschend und unzureichend“: So hart rechnet die Wirtschaft mit dem „Gebäudetyp E“ ab
Die Bundesregierung will das Bauen in Deutschland günstiger machen – doch bei der Einführung des Gebäudetyps E schafft sie neue Bürokratie und Rechtsunsicherheit. Die Bauwirtschaft ist entsetzt.
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Da der Gebäudetyp E nach dem Gesetzentwurf nicht zum neuen Standard wird, müssen diejenigen, die günstiger bauen wollen, die Abweichungen nach unten ausdrücklich festhalten beziehungsweise dokumentieren – neue Bürokratie, die das günstigere Bauen wieder zunichte machen könnte.
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Auch der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) bemängelt die neu entstehende Bürokratie und die mangelnde Verbindlichkeit: „Wir haben uns ein neues Normal gewünscht. Was wir aber bekommen, ist eine Sonderoption“, erklärte ZIA-Hauptgeschäftsführerin Aygül Özkan in einer Stellungnahme. Aus Sicht des Verbands wird es daher den dringend notwendigen Rückenwind für kostengünstiges Bauen nicht geben.
… Alles vom 29.10.2026 bitte lesen auf
https://apollo-news.net/enttaeuschend-und-unzureichend-so-hart-rechnet-die-wirtschaft-mit-dem-gebaeudetyp-e-ab/
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(3) Nach einem Jahr „Bau-Turbo“: Zustimmung für 7.892 Wohnungen – doch wie viele wurden gebaut?
Das Ziel: schneller bauen mit dem Bau-Turbo. Bauministerin Hubertz meldet grünes Licht für 7.892 Wohnungen im ersten Halbjahr. Doch bis Ende Juni lag erst für 36 Prozent der gemeldeten Zustimmungen eine Baugenehmigung vor. Wie viel Zeit der Bau-Turbo tatsächlich spart, lässt das Ministerium offen.
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Das Wohnungsbauziel der Ampel blieb unerreicht
Die Ampel hatte sich 400.000 neue Wohnungen pro Jahr vorgenommen. In jedem der drei Amtsjahre von Hubertz’ Vorgängerin Klara Geywitz (SPD) wurden weniger als 300.000 fertig. Die jetzige Bundesregierung hat für den Bau-Turbo kein konkretes Mengenziel genannt. 2025 wurden bundesweit 206.600 Wohnungen fertiggestellt, für 2026 rechnet das ifo Institut mit 185.000. In den Fertigstellungszahlen schlagen sich frühere Genehmigungen nieder. Für die Wirkung des Bau-Turbos geben sie deshalb bislang wenig her.
… Alles vom 4.11.2026 bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/hubertz-ein-jahr-bau-turbo-bilanz/

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