Privateigentum

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Herbstmorgen am Seepark in Freiburg November 2020

Herbstmorgen am Seepark in Freiburg November 2020

 

 

 

Auf Privateigentum beruhende Gesellschaften prosperieren
Der Graben zwischen „Liberalismus“ und „Konservativismus“ ist heute unüberbrückbar
Die „liberalen Demokraten“ von heute treten für eine multilateral gesteuerte Weltordnung ein, die sich über Nationen, Traditionen und Religionen hinwegsetzt. Darin ähneln sie der postmarxistischen Linken.
Konservative hingegen lehnen es ab,
historisch gewachsene durch
konstruierte Ordnungen zu ersetzen.
Das verbindet sie mit dem klassischen Liberalismus, der als eigenständige politische Bewegung scheitern musste, weil er aus sich heraus keine kollektiven Ziele definieren kann.
Was bleibt ist die Einsicht, dass eine auf Privateigentum beruhende Gesellschaft nicht nur wirtschaftlich prosperiert, sondern auch die Individualität und die Freiheit der Bürger am besten bewahrt.

Alles von Karl-Peter Schwarz vom 19.11.2020 bitte lesen auf
https://www.die-tagespost.de/gesellschaft/kultur/ein-tiefer-graben-geht-durch-gesellschaften;art4881,213696

https://www.tichyseinblick.de/meinungen/die-kluft-zwischen-liberalismus-und-konservativismus-ist-heute-unueberbrueckbar/
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Kommentare:
Wirtschafts-Liberalismus und Links-Liberalismus
Liberalismus und Konservatismus bedingen einander, wenn man „liberal“ als wirtschafts-liberal (also marktwirtschaftlich) auffasst. Dieser Liberalismus kann nur in konservativer Umgebung (Rechtssicherheit, Eigentumsgarantie, Rechtstreue, staatliche Selbstbeschränkung) überleben.
Der Links-Liberalismus ist inkompatibel mit dem Konservativen, da er (im Namen der Freiheit) Bindungen zerstören will. Er führt nicht zur Freiheit, sondern zu Diktaturähnlichem, da nur Diktaturen durch Bindungslosigkeit zerstörte („multikulturelle“ = jeder macht was er will) Gesellschaften zusammenhalten und befrieden können.
11.12.2020,M.S.

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Sein auf Stein ODER blindes Vorwärts
Es gibt tatsächlich einen Bruch. Zwischen den Konservativen, die Stein auf Stein bauen, das Schlechte verwerfen und das Gute bewahren und zwischen den progressiven Revolutionären des Nihilismus, die unter wechselnden Fahnen, der blauen, roten, der braunen, …, auch der „liberalen“ endlos ins „gelobte Land“ der Brave New World und des „neuen Menschen“ segeln …
Anders als Konservative, die bei einem Irrtum die Umkehr (Metanoia, Teshuva) praktizieren, kennen die Progressiven nur ein blindes Vorwärts, „die Reihen fest geschlossen“, es gibt für sie kein zurück – und kein Ziel, dass sie wirkich erreichen wollen und an dem sie dann gemessen würden, denn dann würde „die Bewegung“ erlöschen, die Lüge offenbar werden, nein, es muss immer weiter und weiter „nach vorne“, wohin auch immer, verschoben werden, wie bei allen totalitären Systemen.
Es ist die Wahl zwischen Zivilisation und Barbarei.
11.12.2020, AJ.M.
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Eigentum ….
„Was bleibt ist die Einsicht, dass eine auf Privateigentum beruhende Gesellschaft nicht nur wirtschaftlich prosperiert, sondern auch die Individualität und die Freiheit der Bürger am besten bewahrt.“
100% Zustimmung. Ob man diese auch von den selbsternannten „demokratischen Parteien“ im Bundestag erhalten würde, ist zweifelhaft.
Immer wieder verblüffend, Hayek: „Sozialisten in allen Parteien“. Wie recht er hatte.
11.12.2020, M.M.
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„Demokratie“ ohne Volk … Es gibt weder EU-Volk noch Weltvolk
Die Multilateralisten, die abgehobenen Eliten der Politik und der Bürokratie, die sich gern als die einzig wahren Demokraten inszenieren und zum „Kampf gegen Rechts“ aufrufen, verstehen entweder den Begriff „Demokratie“ nicht oder sie leugnen seine Bedeutung.
Er setzt sich zusammen aus den griechischen Wortteilen „demos“ (Staatsvolk) und „kratos“ (Macht, Herrschaft) und bezeichnet demnach die Herrschaft des Volkes. Davon wollen die Herrschaften in Berlin, Brüssel und New York und die Verbündeten in den globalen Konzern- und Finanzzentren wenig wissen.
Es gibt denn auch kein europäisches Volk, so wenig wie ein „Weltvolk“ existiert, das die Macht der Multilateralisten legitimiert und kontrolliert.
Die Demokratieleugner oder neomarxistischen „liberalen Demokraten“ scheinen mit Fleiß und Absicht den Begriff „demos“ mit dem Begriff „daimon“ zu verwechseln: entsprechend behandeln und diffamieren sie Volk, Demokratie und Freiheit, wo immer sie sich regen, als böse Geister oder teuflische Wesen.
Irgendwann wird der demos, das Volk, diesen mit enormem Aufwand betriebenen Exorzismus durchschauen und ihn als unmittelbar gegen seine ureigensten Rechte und Interessen gerichtet verstehen.
11.12.2020, MAR
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… die “passive Rendite“ der Privateigentümer?
Die großen Bruchstellen scheinen bei ungeregelter Immigration von Kulturfremden und bei der dogmatischen Vertretung von LGBTI’Q zu liegen.

Auch das Thema Privateigentum verdient im Lichte der letzten ca. 40 Jahre eine neue Analyse weil die “passive Rendite “ der Vermögensbesitzer buchstäblich explodiert ist und sich immer weiter davon entfernt hat “ Wohlstand für alle “ zu produzieren. Die Herausforderung besteht darin Hayek auf die neue Zeit anzuwenden.
11.12.2020, BKK
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Der atomare Kern aller Kulturen dieser Welt ist die Familie
Ich bin dankbar für immer mehr Informationen die es mir ermöglichen mir ein Bild dessen zu machen, was die Geschicke unserer Gesellschaft bestimmt. Ich kann gedanklich weiter reinzoomen aber auch weiter hinaus. Besonders wenn ich rauszoome, sehe ich etwas was uns alle erschrecken sollte und was diese ganzen hervorragend analysierten hochintellektuellen Streitereien zu einer einzigen erbärmlichen Farce verkommen lassen:
Es handelt sich bei diesen Streitereien lediglich um die internen Probleme einer durch Wohlstand verwahrlosten Minderheit von max. 10% der Weltbevölkerung, Tendenz deutlich und dramatisch schnell sinkend.
Der atomare Kern aller Kulturen dieser Welt ist die Familie. Deren Gedankenkern ist die Weitergabe all ihrer Besitztümer, angefangen von ihren Genen über ihre Kultur bis hin zu ihren materiellen Besitztümern an die nächste Generation. Völlig egal welcher Kultur, welchem Staat oder welcher Religion diese Familien angehören: Dies ist der einzige Weg der nächsten Generation verbesserte Bedingungen zu hinterlassen, relativ zu der eigenen Position.
Vor diesem Hintergrund ist es einfach nur irre, wenn eine Gesellschaft wie die westliche, die ihre eigene nicht ersetzbare Grundlage, nämlich die Familie, systematisch zerstört, sich völlig losgelöst von jedlicher Realität hasserfüllt über absolute Nebensächlichkeiten derart untereinander verfeindet. Es ist kein Zufall dass solche Kulturen (die römische Kultur mag da als Beispiel dienen) zu irgendeinem Zeitpunkt von scheinbar primitiveren Kulturen einfach so im Vorbeigehen vernichtet werden.
Mich erinnernt unsere derzeitige Situation an pubertierende Zicken, die sich bis aufs Blut darüber in die Haare kriegen, wer wem welches T-Shirt aus dem Schrank mit den anderen 150 T-Shirts weggenommen hat. Der einzige Unterschied besteht darin, dass in unserem Staat nicht der Hausherr sondern die Zicken das Sagen haben.
11.12.2020, US10

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… Leistungsanreiz
Im Sozialismus / Kommunismus gibt es aufgrund mangelnden Leistungsanreizes (= kein Eigentum) nur eine Gruppe, die Interesse an „Leistung“ hat: die politische Funktionärskaste. Der Kern ihrer „Leistung“ besteht allerdings ausschließlich darin, sich per Zwang parasitär auf Kosten der zum Einheitskollektiv geformten und entrechteten Untertanen durchzulavieren.
Die Untertanen dagegen sind wenig motiviert, da sie selbst nichts erreichen können. Und so lebt das sozialistisch-kommunistische System oben wie unten aus seinem Bestand, bis es nichts mehr zu holen gibt. Alles schon in zigfacher Ausführung dagewesen und jedes Mal krachend in sich zusammengefallen. Trotzdem gehen die „Menschen“ der Verheißung von Gleichheit und allumfassender Gerechtigkeit immer wieder auf den Leim und zwar insbesondere die, von denen man im Alltag öfter hört, „aber das ist doch so schön bequem“.
Die „liberalen Demokraten“ von heute sind weder liberal noch Demokraten. Sie sind schlicht totalitäre Neomarxisten.
11.12.2020, ST.B.

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Es gibt auch intrinsische Leistungsanreize
„Im Sozialismus / Kommunismus gibt es aufgrund mangelnden Leistungsanreizes (= kein Eigentum) nur eine Gruppe, die Interesse an „Leistung“ hat: die politische Funktionärskaste.“
Das ist schon mal falsch, denn wenn es so wäre, gäbe es im Sozialismus/Kommunismus weder Künstler noch Wissenschaftler – deren Motivation intrinsisch ist -, was offenkundig nicht der Fall ist. Es gäbe auch keine Soldaten, die aus Überzeugung von gemeinsamen Werten das Gemeinwesen verteidigen würden, sondern nur Söldner, die für Bezahlung in den Krieg ziehen und zum Meistbietenden überlaufen, sobald sich die Gelegenheit dazu ergibt.
Es ist die Vorstellung von Vulgär(Wirtschafts)liberalen, dass nur ökonomische Vorteile Triebkräfte für Leistung seien. Das liegt an dem Menschenbild, das geradezu antihumanistisch ist, indem es das Individuum auf einen Pawlowschen Hund reduziert. Schon allein das zeigt, dass der Liberalismus kein nachhaltiges Gesellschaftsmodell konstituiert, da er von Grundlagen zehrt, die er nicht reproduzieren kann (vgl. hier: Patrick J. Deneen: „Warum der Liberalismus gescheitert ist“ oder Egon Flaig: „Die Niederlage der politischen Vernunft“).
11.12.2020, K.N.
Was du nicht willst, daß man dir tu, das füg auch keinem Anderen zu!
„Das verbindet sie mit dem klassischen Liberalismus, der als eigenständige politische Bewegung scheitern musste, weil er aus sich heraus keine kollektiven Ziele definieren kann.“ Das ist genau der Kern der Angelegenheit.
Freiheit ist immer als individuelle Freiheit zu verstehen, nicht im marxistischen Sinne als „Einsicht in die Notwendigkeit“. Freiheit und Kollektivismus sind Antipoden, politische „Bewegungen“, Parteien etc. sind notwendigerweise Kollektive, das ist ihr Wesen. Ein Kollektiv, das sich für die Freiheit einsetzt, ist selbstwidersprüchlich.
Aber es gibt Hoffnung: Das ist die Toleranz. Leben und leben lassen, das ist die Devise. Wer eine Querdenker-Demo besucht hat, weiß, wovon ich rede. Vieles von dem, was manche denken, die sich dort versammeln, halte ich für ausgemachten Blödsinn. Aber ich bin unbedingt dafür, daß sie das denken und auch sagen und praktizieren dürfen. Nur sollen sie nicht verlangen, daß ich ihre Ansichten übernehme. Die Goldene Regel: Was du nicht willst, daß man dir tu, das füg auch keinem Anderen zu!
Davon entfernt sich unsere Gesellschaft inzwischen bedrohlich weit.
11.12.2020, A.P.