Mehr russische Soldaten töten?

„Können Sie uns Europäern konkret sagen, was wir tun können, um ihnen zu helfen, mehr Russen zu töten? Mehr russische Soldaten, natürlich.“ https://www.youtube.com/watch?v=GScy7BlYiiM Dies fragt der FAZ-Journalist Michael Martens, https://x.com/Andric1961/status/2086050674886799785 den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.
„Die Frage trägt den Geist des Bestialischen“ (1), weil sie die politischen, militärischen und diplomatischen Aspekte des Krieges übergeht und den Focus bzw. Erfolg des Kriegs allein auf das Töten von Menschen setzt: je mehr Soldaten bzw. Menschen getötet werden, umso besser. Der Soldat des Gegners, hier also der Russe, verliert den Status des Menschlichen.

Und der Journalist der FAZ, der diese bestialische Frage stellt, mutiert vom Berichterstatter über den Krieg zum mitkämpfenden Teilnehmer des Kriegs selbst. Früher, also bei der FAZ noch echte Journalisten recherchierten, galt sie als „Zeitung für Deutschland“. Mit Haltungsjournalisten bzw. Erziehungsjournalisten wie Michael Martens ist sie gesunken auf das Niveau eines kriegerischen Sensationsblattes.

Zu erwähnen ist, daß der vorliegende Beitrag weder die russische noch die ukrainische Seite stützt, sondern pazifistisch angelegt ist: Die Waffen müssen sofort schweigen, das todbringende Experimentieren mit Drohnen, Online-Elektronik, Robotik und KI muß gestoppt werden.
.
Natürlich kann ein Journalist jenseits vom Gebot der neutralen und objektiven Berichterstattung eine eigene Meinung haben und diese auch kundtun. Wer aber die eine Kriegspartei in einem mit „was wir tun können, um ihnen zu helfen“ nahezu besorgtem Ton nach einem noch effizienteren Töten von Menschen der feindlichen Seite fragt, der outet sich damit als Propagandist, der längst Partei ergriffen hat.
„Wenn also ein Korrespondent in einer internationalen Pressekonferenz den ukrainischen Präsidenten fragt, wie man dem russischen Gegner mehr Verluste zufügen kann, hat er jede Grenze überschritten. Er ist nicht mehr Beobachter, er ist Teilnehmer“ (2), dem es darum geht, das Feindbild des bösen Russen zu untermauern.
.
Ohne Feindbilder können Kriege nicht gedeihen. Gabriele Krone-Schmalz hat in ihrem jüngsten Vortrag „Feindbilder dekonstruieren“ in Hamburg auf die Gefährlichkeit der Pattsituation im Drohnenkrieg zwischen Russland und Ukraine/Nato hingewiesen, die sich immer mehr verstärkt in Richtung Ausweitung hin zu einem großen Krieg.
Der Bevölkerung in Deutschland muß endlich klar gemacht werden, „wie hohl die Sache mit den Feindbildern ist und wie gut man damit eine ganze Gesellschaft manipulieren kann“ (3).
Gemeint ist Russland als äußerer Feind bzw. „Die bösen Russen“ als Feindbild. Kriegsrhetorik und Kriegstüchtigkeit mitsamt „Russland ruinieren“ wird seit 2022 von Politik und Medien tagein tagaus propagiert, und nun noch „mehr Russen töten“. Es ist höchste Zeit, die Friedensrhetorik und Diplomatie zu reaktivieren. Willy Brandt hat es mit seiner Ost- und Entspannungspolitik vorgemacht.
Frau Krone-Schmalz hat in ihrem hörenswerten Vortrag (3) darauf hingewiesen, daß Putin vor kurzem ein Angebot zum Dialog und zu einem gesamteuropäischen Friedens- und Sicherheitsabkommen unterbreitet hat – warum haben Berlin wie Brüssel dies schroff abgelehnt? Warum warten die Europäer, bis die USA den Ukrainekrieg beenden, sobald ihre US-Waffenindustrie genug Erfahrungen gesammelt hat in Erprobung und Einsatz der eigenen Drohnentechnologie?

Krieg endet immer über diplomatisches Bemühen, niemals über das Abschießen von immer besseren FPV-Drohen zum immer besseren Töten. Wo bleibt die deutsche diplomatische Friedensoffensive?
11.8.2026
.
Ende von Beitrag „Mehr russische Soldaten töten?“
=============================================================
Beginn von Anlagen (1) – (8)
.
.
(1) „Helfen, mehr russische Soldaten zu töten“ – die bestialische Frage eines FAZ-Autors

Was ist schlimmer als Soldaten, die sich gegenseitig in einem Krieg abschlachten? Es sind Journalisten, die fragen, was getan werden kann, um mehr Soldaten des Feindes zu töten. Die Frage trägt den Geist des Bestialischen. Sie blendet militärische, politische und diplomatische Strategien aus und reduziert den „Erfolg“ im Krieg auf das reine Töten von Soldaten. Je mehr Soldaten des Feindes getötet werden, so die Annahme, umso eher sei der Krieg beendet. Die Soldaten des als Feindpartei betrachteten Gegners verlieren in dieser Frage ihren Status des Menschlichen. Gerade auch junge Soldaten, die oft – wie in jedem Krieg – kaum begreifen, wie sie politisch instrumentalisiert werden, finden sich zum reinen Tötungsobjekt degradiert wieder.
Jeder sich dem militärischen Ethos auch nur halbwegs verpflichtet fühlende Führungsoffizier einer Armee begegnet einer solchen Betrachtungsweise mit tiefer Abscheu. Bei aller Feindschaft: Gerade hochrangige Militärs, die sich einen Funken Menschlichkeit bewahrt haben, wissen darum, dass auch unter den Soldatenuniformen des Feindes Menschen stecken.
Einen Krieg durch das Mittel zu gewinnen, möglichst viele gegnerische Soldaten zu töten, gehört zur monströsesten aller militärischen Vorgehensweisen, die oft genug gescheitert ist, wie etwa in Vietnam, wo die USA viel mehr feindliche Soldaten getötet haben als umgekehrt.
Die Absicht, möglichst viele Soldaten des Gegners töten zu wollen, bedingt, dass sich die eigenen Soldaten in die Schlacht werfen und dabei auch Gefahr laufen, getötet zu werden. Ist das dem FAZ-Autor bewusst? Oder befürwortet er den Einsatz von Massenvernichtungswaffen gegenüber Russland?
Stichwort Massenvernichtungswaffen. Dass die von dem FAZ-Autor favorisierte „Strategie“ bei einer Atommacht ohnehin realitätsbefreit ist, versteht sich von selbst. Bei einer sich abzeichnenden militärischen Niederlage Russlands ist mit einem Atomwaffeneinsatz zu rechnen.
Doch von dem militärischen Unsinn der Frage abgesehen: Sie ist aus weiteren Gründen untragbar.
In Anbetracht der Tatsachen eines furchtbaren Vernichtungskrieges im 2. Weltkrieg, bei dem deutsche Soldaten Millionen sowjetische Soldaten getötet haben, ist die Frage von schier unfassbarer historischer Asozialität getragen. Alleine schon das Geschichtsbewusstsein verbietet Fragen dieser Art.
Hinzu kommt die journalistische Ebene: Journalistische Fragen zeichnen sich dadurch aus, dass sie komplexe Sachverhalte durchdringen. Die komplexen geostrategischen und tiefenpolitischen Zusammenhänge, die den Krieg in der Ukraine umgeben, finden in der Frage keine Beachtung. Die Frage reduziert den Krieg auf ein einfaches Freund-Feind-Schema – so wie es kennzeichnend für Propaganda ist.
https://www.youtube.com/watch?v=GScy7BlYiiM

Die Frage ist auch ein Angriff auf das journalistische Ethos. Der Autor spricht von „uns Europäern“ und fragt, was „wir“ tun könnten, um mehr russische Soldaten zu töten. Parteilichkeit und fehlende professionelle Distanz zum Gegenstand der Berichterstattung werden sichtbar. Wer so spricht, der ist den Anforderungen eines Berufs, der Objektivität verlangt, nicht gewachsen. Die Frage ist im Grunde genommen der Aufruf bzw. die Forderung eines Journalisten an die Politik, die militärischen Weichen zum noch weiteren Töten russischer Soldaten zu stellen.
… Alles vom 10.8.2026 von Marcus Klöckner bitte lesen auf
https://www.nachdenkseiten.de/?p=154800
.
.
(2) Ein FAZ-Journalist fragt Selenskyj; „Was kann Europa tun, um der Ukraine zu helfen, mehr russische Soldaten zu töten?“
In Belgrad überschreitet ein deutscher Korrespondent jede Grenze. Er fragt den ukrainischen Präsidenten nicht nach Frieden, nicht nach Kosten, nicht nach Auswegen. Er fragt nach effizienterem Töten. Das ist kein Ausrutscher. Das ist der Offenbarungseid eines Berufsstands, der längst Partei ergriffen hat. Der FAZ-Korrespondent Michael Martens stellt in Belgrad bei einer Pressekonferenz mit Wolodymyr Selenskyj eine Frage , die sich nicht mehr zurückholen oder schönreden lässt:
„Was kann Europa tun, um der Ukraine zu helfen,
mehr russische Soldaten zu töten?“
https://x.com/Andric1961/status/2086050674886799785

Das ist tatsächlich eine Kriegserklärung im Fragebogenformat. Ein Mann, der von Berufs wegen Distanz halten, Macht hinterfragen und die Wirklichkeit möglichst ungeschminkt und unparteiisch abbilden soll, positioniert sich hier offen als inoffizieller Berater einer Kriegspartei. Weiter entfernt von einer journalistischen Nachfrage kann man kaum sein.
Er fragt nicht nach den Kosten, nicht nach den humanitären Folgen, nicht nach möglichen Verhandlungswegen oder den langfristigen Konsequenzen für Europa. Er fragt nach effizienterem Töten. Und das in einem Ton, der so tut, als sei das die selbstverständlichste Sache der Welt. Embedded journalism wird hier auf eine neue Daseinsstufe gehoben.
Der Einwand, Journalisten hätten auch Überzeugungen, greift hier nicht. Diese Karte wollte im Juli 2018 schon der politische Autor und Ex-Monitor-Moderator Georg Restle ziehen, als er in einem Aufsatz für den WDR gewissermaßen ein neues Zeitalter eines konstruktiven Journalismus ausrufen wollte. Damals schrieb Restle:
„Journalismus im Neutralitätswahn – Warum wir endlich damit aufhören sollten, nur abbilden zu wollen, „was ist“. Mein Plädoyer für einen werteorientierten Journalismus in der aktuellen Ausgabe von „WDR Print“.“

Aber mit dem Blick zurück auf Martens: Journalismus muss tatsächlich nicht bedeutet, die eigene moralische oder politische Überzeugung hinter einer neutralen Maske zu verstecken und dann so zu tun, als hätte man sie nie gehabt. Journalismus – jedenfalls jenseits eines Meinungsartikels – bedeutet allerdings, die eigenen Überzeugungen bewusst zurückzustellen, um den Leserinnen und Lesern die Möglichkeit zu geben, sich selbst ein Urteil zu bilden.
Journalismus bedeutet Fragen zu stellen, die Macht unangenehm berühren – und hier ganz besonders jene, die Parteien und Politikern nur auf Zeit vom Souverän anvertraut wurde.
Wenn also ein Korrespondent in einer internationalen Pressekonferenz den ukrainischen Präsidenten fragt, wie man dem russischen Gegner mehr Verluste zufügen kann, hat er jede Grenze überschritten. Er ist nicht mehr Beobachter, er ist Teilnehmer. Er liefert dem einen Lager die legitimierende Formulierung und dem anderen die Bestätigung, dass westliche Medien längst Kriegspartei geworden sind.
Wer hier behauptet, so sei nun mal die Logik des Krieges, viele machen das ohnehin und es geht um Realismus, der liefert eine journalistische Bankrotterklärung ab. Denn insbesondere weil der etablierte Journalismus in Deutschland und weiten Teilen Europas seit 2022 so auffällig eng an die Regierungslinie gerückt ist, wäre Standfestigkeit nötig gewesen.
Stattdessen erleben wir bei Martens für die FAZ eine Annährung: Die Sprache der Politik und die Sprache der Leitmedien verschmelzen. Journalismus wird Propaganda. Springer-Mitarbeiter wie Ulf Poschardt und Julian Röpcke erhielten dafür Verdienstorden des ukrainischen Präsidenten.
… Alles vom 9.8.2026 bitte lesen auf
https://www.alexander-wallasch.de/gesellschaft/ein-faz-journalist-fragt-selenskyj-was-kann-europa-tun-um-der-ukraine-zu-helfen-mehr-russische-soldaten-zu-toeten
.
.
(3) Russlandversteherin Krone-Schmalz warnt: „Wir sind auf einem hochgefährlichen Weg“
In der Hamburger Menonitenkirche hält sie eine Rede, die aufrüttelt: Schonungslos rechnet Gabriele Krone-Schmalz mit Haltungsjournalismus und politischer Angstmacherei ab – und zeigt, wohin das führen kann.
Im Rahmen einer Ringvorlesung der Universität Hamburg fand am 2. Juni 2026 in der Menonitenkirche ein öffentlicher Vortrag der Journalistin und Publizistin Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz statt.
.
Gabriele Krone-Schmalz deckt auf: „Feindbilder dekonstruieren“
Diese Rede von Gabriele Krone-Schmalz macht fassungslos. Plötzlich versteht man die Manipulation durch die Medien und erkennt, wohin das Ganze führen soll. Schaut es euch an – aber nur wenn ihr seelisch gefestigt seid!
Ein Vortrag im Rahmen einer Ringvorlesung der Uni Hamburg in der Menonitenkirche
00:00 Begrüssung durch den Pastor
02:10 Einleitung des zuständigen Professors
07:25 Ankündigung des Vortrags von Gabriele Krone-Schmalz
08:50 Beginn des Vortrag von Frau Gabriele Krone-Schmalz
8.8.2026 , https://x.com/eddie_1412/status/2086116020368847061
.
Nach einer Begrüßung durch Pastor Schmitz-Bethge – in den Räumen seiner Menonitengemeinde fand der Vortrag statt – und einer Einleitung des zuständigen Professors Dr. Fernando Enns begann Krone-Schmalz mit ihrem Beitrag unter dem Titel „Feindbilder dekonstruieren“.
Krone-Schmalz eröffnete mit dem Hinweis, dass sie vor rund einem halben Jahrhundert bereits ihre Magisterarbeit und Dissertation zu Freund- und Feindbildern verfasst habe. Damals habe sie nicht erwartet, dass diese politische Technik, Feindbilder zu erschaffen und zu pflegen, „in dieser Weise auferstehen würde, wie es jetzt der Fall ist“. Sie habe gehofft, die Menschen würden sich das künftig nicht mehr bieten lassen, da sie die Erfahrung gemacht hätten, „wie hohl die Sache mit den Feindbildern ist und wie gut man damit eine ganze Gesellschaft manipulieren kann“.
Sie betonte, sich nicht mit der Frage beschäftigen zu wollen, „wer auf diesem Wege wann was falsch gemacht hat“, obwohl sie Anhängerin von Chronologien sei. Wichtiger sei es, „im Jetzt anzusetzen und über Perspektiven nachzudenken“. „Denn aus meiner Sicht sind wir auf einem völlig falschen Weg. Der ist nicht nur falsch, der ist hochgefährlich.“
Zur Dekonstruktion von Feindbildern seien zwei Punkte besonders zu beachten: die Analyse der Mittel, mit denen sie geschaffen werden, und die Auseinandersetzung mit dem demokratischen System, das nur mit mündigen Bürgern funktionieren könne. „Die werden aber nicht automatisch so geboren. Die muss man machen. (…) Die muss man bilden.“ Bildung sei neben umfassender Information „das A und O für mündige Bürger“.
.
Gabriele Krone-Schmalz „Feindbilder dekonstruieren“
Ein Vortrag im Rahmen einer Ringvorlesung der Uni Hamburg in der Mennonitenkirche | Hamburg 02. 06.2026
00:00 Begrüssung durch den Pastor
02:10 Einleitung des zuständigen Professors
07:25 Ankündigung des Vortrags von Gabriele Krone-Schmalz
08:50 Beginn des Vortrag von Frau Gabriele Krone-Schmalz
https://www.youtube.com/shorts/o5vlnL4-4wI (kurz)
https://www.youtube.com/watch?v=V8tmV075Wes
.
… Alles vom 9.8.2026 bitte lesen auf
https://www.alexander-wallasch.de/gesellschaft/russlandversteherin-krone-schmalz-warnt-wir-sind-auf-einem-hochgefaehrlichen-weg
.
.
(4) Martens’ Frage und Himmlers Antwort
…. Am 8. August 2026 sorgte der FAZ-Korrespondent Michael Martens auf einer Pressekonferenz in Belgrad mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj und dem serbischen Staatschef Vučić für einen medialen Eklat, als er fragte, was die Europäer konkret tun könnten, um der Ukraine zu helfen, „mehr Russen zu töten“ – und nachschob: „russische Soldaten natürlich“. Die Formulierung löste scharfe Kritik und historische Vergleiche aus und wurde von Martens selbst auf X und in Interviews verteidigt, indem er sie als notwendige Realpolitik im Krieg gegen Russland darstellte. Die FAZ berichtete über den Besuch, distanzierte sich jedoch nicht von der Aussage ihres Korrespondenten – und bis heute haben auch kritische Medien aus dem konservativen Spektrum den Vorfall weitgehend ausgespart. Um die ganze Tragweite der Aussage Martens’ zu begreifen, ist es hilfreich, in die tiefsten Abgründe der menschlichen Niederungen abzutauchen – dorthin, wo das ultimative Böse sich Bahn gebrochen hat, hin zu Heinrich Himmler, einem der mächtigsten und brutalsten Funktionäre des nationalsozialistischen Regimes. Und hier speziell zu einer Rede des Reichsführers SS bei der SS-Gruppenführertagung in Posen am 4. Oktober 1943.
https://www.1000dokumente.de/Dokumente/Rede_des_Reichsf%C3%BChrers_SS_bei_der_SS-Gruppenf%C3%BChrertagung_in_Posen

Michael Martens ist selbstverständlich kein zweiter Himmler, der war in allererster Linie Vertreter einer rassenideologischen Vernichtungspolitik, Martens ist Redakteur der FAZ. Aber was genau ist der nach Kölnisch Wasser duftender Martens in dem Moment, wo er den Präsidenten der Ukraine im Kontext der Idee eines Abnutzungskrieges fragt?
„Can you tell us Europeans
what can we concretely do
to help you to kill more Russians?“
– mit der raschen Ergänzung „more Russian soldiers, of course“.
… Alles vom 10.8.2026 bitte lesen auf
https://www.alexander-wallasch.de/gesellschaft/martens-frage-und-himmlers-antwort
.
Einige Kommentare:
Hier zeigt sich erneut die Doppelmoral, in diesem Falle eines Vertreters der FAZ. In D ist es entscheidend, WER etwas sagt. Martens gehört wegen des offensichtlichen Verstoßes gegen Art. 26 GG vor Gericht gestellt, was nie passieren wird, da er ja zu den „Guten“ gehört. Wäre es ein Vertreter der AfD gewesen, hätten wir mehrere Brennpunkte zum Thema…
Zur Wahrheit gehört allerdings auch dazu, dass Martens hier nichts anders offenbart, als die nackte Wahrheit. Es geht nicht um die Befreiung der Ukraine, sondern um die Vernichtung des bösen Russen.
Mir wird schlecht… Steven
.
FAZ geht viral. Die FAZ hat reagiert: (Welt Artikel https://www.welt.de/politik/ausland/article6a79d49135268e5027024838/ukraine-krieg-mehr-russische-soldaten-toeten-faz-reagiert-auf-kritik-nach-frage-an-selenskyj.html ) „Die Frage des Reporters sei missverständlich formuliert gewesen, teilte die Pressestelle der Zeitung auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit. Dies bedauere man. Es sei nicht die redaktionelle Linie der „FAZ“, dass möglichst viele russische Soldaten getötet werden sollten.“ Gefeuert haben sie den Blödmann offensichtlich nicht. Stephan Magnus
Ende Kommentare.
.
.
(5) FAZ reagiert auf „Mehr-russische-Soldaten-töten“-Aussage – der Fisch stinkt vom Kopf her
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) hat auf die „Mehr-russische-Soldaten-töten“-Aussage ihres Autors mit einer Pressemitteilung https://www.frankfurterallgemeine.de/presse/pressemitteilung/stellungnahme-der-frankfurter-allgemeinen-zeitung-zu-einer-frage-ihres-korrespondenten-bei-der-pressekonferenz-in-belgrad reagiert. Das Blatt lässt von der Unternehmenskommunikation verkünden, es habe sich um eine „missverständlich“ formulierte Frage gehandelt. Eine direkte Stellungnahme der Chefredaktion oder der Herausgeber findet sich in der Erklärung nicht. Deutlich wird: Der Fisch stinkt vom Kopf her.

Wie kann es sein, dass die FAZ einen Autor zur Pressekonferenz nach Serbien schickt, der dann öffentlich fragt: „Können Sie uns Europäern konkret sagen, was wir tun können, um ihnen zu helfen, mehr Russen zu töten? Mehr russische Soldaten, natürlich.“
https://www.youtube.com/watch?v=GScy7BlYiiM
Wie kann eine solche Frage „missverständlich“ formuliert sein? Und noch wichtiger: Wenn diese Frage „missverständlich“ formuliert gewesen sein sollte: Warum findet sie sich dann in paraphrasierter Form im Artikel des Blattes – ohne Distanz, ohne Erklärung der Redaktion?
https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/selenskyj-in-serbien-vuis-umarmung-mit-risiko-accg-201108909.html

Die Stellungnahme der FAZ zeigt: Das Kind ist längst in den Brunnen gefallen. Und dort soll es liegen bleiben.
In Anbetracht der ungeheuerlichen Tragweite, die in der Frage liegt, lässt sich die Pressemitteilung in erster Linie als eines auffassen: als veritable Unverschämtheit! Denn: Im Nachgang der Pressekonferenz rechtfertigte https://x.com/Andric1961/status/2086064627658441021 der FAZ-Autor auf der Plattform X https://x.com/Andric1961/status/2086116063683502481 mehrmals seine Frage.
https://x.com/Andric1961/status/2086076903882887602

Nein, liebe Freunde von Sputnik, es ist nicht „skandalös“, den ukrainischen Präsidenten zu fragen, wie Europa der Ukraine helfen kann, mehr Russen zu töten. Das ist genau das, was gebraucht wird. Skandalös ist der Krieg eures Sponsoren Putin gegen die Ukraine. Von einer missverständlichen Formulierung ist da keine Rede. In den hier zitierten Zeilen ist sogar nur noch von „Russen“ die Rede, nicht mehr von „russischen Soldaten“.

Der Politikwissenschaftler Johannes Varwick hat aufgrund des Vorfalls öffentlich bekanntgegeben, dass er sein Abo für die gedruckte FAZ nach 35 Jahren gekündigt https://x.com/JohannesVarwick/status/2086889841246023982 hat. Eine nachvollziehbare Entscheidung.
… Alles vom 11.8.2026 von Marcus Klöckner bitte lesen auf
https://www.nachdenkseiten.de/?p=154829
.
.

(6) Menschenverachtung und Volksverhetzung im Journalistengewand

Das hat nichts mit Journalismus zu tun. Der frühere ARD-Journalist Hanns Joachim Friedrichs hatte 1995 in einem Interview https://www.spiegel.de/politik/cool-bleiben-nicht-kalt-a-73e327d0-0002-0001-0000-000009176410 mit dem Magazin Der Spiegel über seine Rolle als Moderator der ARD-Tagesthemen gesagt: „Distanz halten, sich nicht gemein machen mit einer Sache, auch nicht mit einer guten, nicht in öffentliche Betroffenheit versinken, im Umgang mit Katastrophen cool bleiben, ohne kalt zu sein.“ Dieser Satz wird gern als Anspruch an den Journalismus und die Journalisten zitiert.

Scheinheiliges Bedauern
Und doch werden ihm die wenigsten gerecht. Martens hat ein erschreckendes Beispiel für diese Unfähigkeit geliefert. Seine Frage an Selenskyj distanziert und ohne Betroffenheit sowie „cool“ zur Kenntnis zu nehmen und entsprechend darüber zu schreiben, fällt ehrlich gesagt schwer. Sie verstößt gegen alle Regeln des Journalismus, auch weil sie menschenverachtend ist. Und sie wird eher dem gerecht, was in Deutschland als „Volksverhetzung“ https://apolut.net/kameraden-im-alten-unheilvollen-geist-von-tilo-graser/ unter Strafe steht. Aber damit wird immer nur anderen gedroht, nicht solchen wie Martens.

„Auf Bedrohungen unserer Mitarbeiter werden wir mit juristischen Mitteln reagieren“, erklärte die FAZ-Chefetage dann noch. Erwartungsgemäß kein Wort dazu, dass das, was Martens da von sich gab, in seiner Menschenverachtung und Kriegstreiberei eine juristische Überprüfung wert ist. Zwar war seine Frage den etablierten bundesdeutschen Medien keine weitere Meldung wert – mit der Ausnahme der Berliner Zeitung. Die veröffentlichte am Montag einen Kommentar von Thomas Fassbender dazu https://www.berliner-zeitung.de/article/was-koennen-wir-konkret-tun-um-ihnen-zu-helfen-mehr-russen-zu-toeten-10279603. Aber es scheint zahlreiche Proteste an die FAZ ob der menschenverachtenden und volksverhetzenden Aussage ihres Korrespondenten gegeben zu haben.
… Alles vom 12.8.2026 von Tilo Gräser bitte lesen auf
https://apolut.net/menschenverachtung-und-volksverhetzung-im-journalistengewand-von-tilo-graser/
.
.
(7) „Nur wenn die freie Welt mehr russische Soldaten töten kann als Putin ersetzen kann, wird er gezwungen, den Krieg zu beenden.“

Michael Martens war seine Ausdrucksweise auf der gemeinsamen Pressekonferenz des serbischen und des ukrainischen Präsidenten am 8. August in Belgrad nicht etwa peinlich. Es war kein Ausrutscher. Der Korrespondent der FAZ für Südosteuropa verbreitete https://x.com/Andric1961/status/2086050674886799785 seine Frage an Selenskyi selbst auf der Plattform X. Auf den Sturm der Entrüstung antwortete er:

„Wie werden Kriege beendet? Indem Soldaten getötet und die Infrastruktur des Gegners zerstört wird. Lest Memoiren aus dem 2. Weltkrieg. Seht, was Russland mit der Ukraine macht. Nur wenn die freie Welt mehr russische Soldaten töten kann als Putin ersetzen kann, wird er gezwungen, ihn zu beenden.“

Diese Formulierungen eines Journalisten der in Sachen öffentliche Meinungsbildung wohl wichtigsten deutschen Tageszeitung enthält die ganze Misere der deutschen Außenpolitik. Die zynische Kälte, mit der die unbefristete Fortsetzung des Sterbens Zehntausender ukrainischer und russischer Soldaten für notwendig erklärt wird. Das Töten möglichst vieler Russen wird sogar zum Ziel erklärt, ohne dessen Erreichung es kein Kriegsende geben kann. Gemeint ist eher „darf“. Verhandlungen mit gegenseitigen Zugeständnissen als Weg zum Kriegsende werden ausgeschlossen. Martens setzt im Disput auf X.com die russische Regierung mit der Nazi-Regierung gleich, deren Ziel die Weltherrschaft war und die nur gestoppt werden konnte, indem sie militärisch besiegt wurde. (Was auch nicht ganz stimmt, denn ohne die Unterstützung der Nazis durch Konzerne und Zentralbanken der Westmächte wäre es wahrscheinlich nicht so weit gekommen.)
Letztlich ist alles falsch an Martens Analyse. Wenn es der ukrainischen Armee gelingen sollte, noch mehr Russen zu töten, würde Russland wahrscheinlich darauf umschwenken, noch mehr ballistische Raketen auf die ukrainischen Städte regnen zu lassen. Russland strebt nicht die Weltherrschaft an, sondern Kontrolle über die Krim und den Osten der Ukraine sowie eine entmilitarisierte Ukraine. Egal wie man zu diesen Forderungen steht, sie sind Verhandlungen und Vergleichen mit Alternativszenarien bei Kriegsfortsetzung sehr viel eher zugänglich als das Anstreben der Weltherrschaft und des Genozids an Bevölkerungsgruppen.
Ebenso richtig wie verräterisch ist allerdings Martens Formulierung, dass „die freie Welt“, sprich die NATO, die russischen Soldaten töte. Das klingt wie eine Definition von „Stellvertreterkrieg“, um den es sich beim Ukrainekrieg nach offizieller Lesart angeblich nicht handelt. Die Ukraine hat nichts von einer Fortsetzung des Krieges und dem Töten von mehr russischen Soldaten. Das bringt ihr nur mehr Zerstörung und noch mehr Tote, ohne Aussicht darauf, die Krim und die Ostgebiete zurückzuerobern. Es ist lediglich das Interesse der NATO an der Schwächung eines zum geopolitischen Konkurrenten erklärten Landes, dem mit der Tötung von Russen gedient ist.

Eine Video mit der Frage und dem Fragesteller gibt es z.B. hier. https://x.com/vladi2726/status/2086122127883698559
…. Alles vom 9.8.2026 bitte lesen auf
https://norberthaering.de/propaganda-zensur/michael-martens-russen-toeten/.
.
(8) Ukrainische Drohnenangriffe auf Moskau werden medial gefeiert
Ukrainische Drohnenangriffe auf Moskau werden medial gefeiert, während die Risiken einer unkontrollierbaren nuklearen Eskalation und die Gefahr für Deutschland ausgeblendet werden. Dieses Video kritisiert den medialen Applaus für Angriffe, die zivile Opfer kosten, und fordert statt einer Eskalation eine Rückkehr zur Deeskalation.

Dieses Video dreht Wehrle vor dem Hintergrund, dass Deutschland noch erschüttert ist von der Corona-Zeit, über die ähnlich kontrovers wie über den Ukraine-Krieg diskutiert wurde – ob bei Markus Lanz, bei KenFM, Tagesschau oder in allen anderen Medien, kritisch kommentiert von seriösen und weniger seriösen YouTubern wie Gunnar Kaiser, Paul Schreyer, Daniele Ganser, Paul Ronzheimer oder Sahra Wagenknecht.
In diesem Video legt Martin Wehrle den Finger in die Wunde einer zunehmend verengten Debattenkultur, in der berechtigte Sorgen vor einer globalen Katastrophe ins Lächerliche gezogen werden. Er plädiert leidenschaftlich dafür, den moralischen Kompass neu auszurichten, Propaganda von der Realität zu trennen und endlich wieder Raum für kritische Fragen zu schaffen, ohne Andersdenkende sofort zu diffamieren.
… Alles vom 10..8.2026 bitte lesen auf
https://www.youtube.com/watch?v=HG_QI-eyJiw

 

Dieser Beitrag wurde unter Bildung, EU, Gewalt, Krise, Kultur, Medien, Oeffentlicher Raum abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen für den Permalink.

Schreibe einen Kommentar