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Herbstabend am 31.10.2025: Der Esskastanienbaum hat kaum noch Blätter

 

 

Warum die Arbeit des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge in Russland ins Stocken kommt
Die Arbeit des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge in Russland kommt seit 2022 ins Stocken. Seit 1992 konnte der Volksbund die Gebeine von einer halben Million deutscher Soldaten, die von 1941 bis 1945 gegen die Sowjetunion gekämpft hatten, identifizieren und 22 deutsche Soldatenfriedhöfe anlegen oder wiederherrichten. Das war möglich aufgrund eines Abkommens zwischen Russland und Deutschland, in dem die Pflege deutscher Soldatengräber in Russland und russischer Soldatengräber in Deutschland geregelt wurde. Doch seit 2022 wird es immer schwieriger, von den staatlichen russischen Stellen Genehmigungen für die Exhumierung deutscher Soldaten zu bekommen. Nun hat sich die Bundesregierung dazu geäußert.
Mitte Oktober stellte die Fraktion der AfD im Deutschen Bundestag eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung. Ziel war es, etwas über den Stand der Arbeit des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge in Russland zu erfahren. Eine Antwort der Bundesregierung liegt jetzt vor.
Die Antwort der Bundesregierung https://dserver.bundestag.de/btd/21/024/2102415.pdf wurde offenbar in Eile verfasst. Eine Fleißarbeit ist es nicht. Viele Fragen beantwortete die Bundesregierung mit der Formel, dazu lägen „keine Angaben vor“.

Offenbar geht es der Bundesregierung gar nicht um die Russen, sondern es geht um die Menschen in Deutschland. Diesen soll vorgegaukelt werden, dass Deutschland in Russland immer noch an Gedenken und Dialog interessiert ist. Deutschland habe aus der Geschichte gelernt. Es gäbe also keinen Grund, Angst vor der deutschen Politik gegenüber Russland zu haben. Diese Botschaft richtet sich insbesondere an die Teile der deutschen Bevölkerung, die eine weitere Zuspitzung des Konflikts mit Russland ablehnen.
Die Bundesregierung – die Deutschlands Läuterung in Russland durch Gräberpflege und Gedenken in Russland „sichtbar machen“ will – hat dem Dialog zwischen Russen und Deutschen selbst den Boden entzogen. Deutschland kündigte 2022 alle Städtepartnerschaften mit Russland, Flugverbindungen nach Russland wurden eingestellt, Russen bekommen beim deutschen Konsulat in Moskau nur noch mit großen Schwierigkeiten ein Visum für Deutschland. Gedenkveranstaltungen im Berliner Treptow-Park am 8. und 9. Mai werden von den Berliner Behörden seit 2022 mit scharfen Auflagen belegt. In Torgau, also dort, wo die Befreier – russische und US-amerikanische Soldaten – 1945 das erste Mal aufeinandertrafen, durfte der russische Botschafter nicht auf einer Gedenkveranstaltung sprechen. Er wurde in den Zuschauerbereich verwiesen.
Nur wenn die deutsche Öffentlichkeit aufwacht, kann sich die Situation ändern. Es wäre zu wünschen, dass sich auch die Nachkommen von in der Sowjetunion gefallenen Soldaten an die Öffentlichkeit wenden und für eine Wiederherstellung des Dialogs mit Russland eintreten. Sonst müssen wohl bald neue Gräber für deutsche Soldaten geschaufelt werden.
… Alles vom 7.11.2025 von Ulrich Heyden bitte lesen auf
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