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- Firuze B: Eine Gesellschaft der Angst (4.9.2025)
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- Franz Kafka 100 Jahre – kafkaesk (31.5.2024)
- Kafka Esken (8.5.2024)
- Hans-Joachim Maaz: Auswirkungen der Angstgesellschaft auf unsere Psyche (11.1.2023)
- Hinweisgeberschutzgesetz (12.9.2023)
- Die Angstgesellschaft (18.8.2023)
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„Mir liegt allein am Herzen, daß wir Demokratie als friedliche Streitverwaltung begreifen, in der alle Seiten sich ohne Angst äußern können.“ (Michael Andrick)
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Firuze B: Eine Gesellschaft der Angst
Die grausamste Form von Gleichheit: Ein Land, das seine Bürger nicht mehr schützt
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Diese Zahlen sind keine abstrakten Tabellen – sie übersetzen sich in das „Pass auf dich auf“, das Eltern ihren Kindern mitgeben, in das Zittern auf dem Heimweg, in das resignierte Kopfschütteln, wenn ein mutiger Mensch einmal eingreift.
Die Situation von Frauen in einem Land bestimmt sich nicht darüber, wie viele Frauen in Vorständen sitzen, sondern darüber, wie Töchter aufwachsen. Können sie unbeschwert über den Schulhof rennen? Können sie allein nach Hause gehen? In Deutschland lautet die Antwort seit langem: nein.
Zu früh müssen Mädchen lernen, dass sie sich klein machen sollen, dass sie schneller laufen müssen, dass Vertrauen ein Risiko ist. Ich wollte für sie sprechen, für die Frauen, die Mädchen, die Mütter, die Töchter. Doch inzwischen zeigt jede Tat: Die Gewalt frisst sich durch die ganze Gesellschaft.
Wer Mut zeigt, zahlt mit Blut. Der Student in Dresden, der Polizist in Völklingen: Wer schützen will, riskiert sein Leben oder wird getötet. Die Opfer, die überleben, verstummen. Sie ziehen sich zurück, verschwinden aus der Öffentlichkeit. Unsichtbar gemacht, oft auch so gewollt.
So wächst eine Gesellschaft der Angst. In ihr spielt das Geschlecht irgendwann keine Rolle mehr. Frauen, Männer, Kinder, alle lernen, dass Schweigen sicherer ist als Reden, dass Wegsehen weniger kostet als Eingreifen. Und Eltern stellen sich die grausamste aller Fragen: Was bedeutet es, ein Kind in eine Welt zu setzen, in der Mut gefährlich und Vertrauen tödlich sein kann?
Was soll ich meinem Kind beibringen, damit ich mir später nicht vorwerfen muss, naiv gewesen zu sein? Mir wurde Freiheit beigebracht. Mir wurde beigebracht, dass ich Rechte habe, Würde – und dass ich sicher bin. Heute denke ich: Meine Eltern waren naiv. Waren sie es wirklich? Vielleicht. Und doch war es schön, dass sie es waren.
Ich bin traurig, weil ich weiß: Mein Kind wird alles in sich tragen, um frei zu leben, stark zu sein, beflügelt. Und ich werde ihr genau das mitgeben wollen: Freiheit, Vertrauen, Mut. Doch ich spüre schon jetzt, wie sich die Angst dazwischen stellen wird. Ich werde mich dagegen wehren wollen – und vielleicht werde ich manchmal scheitern. Vielleicht werde ich ihr Ängste einpflanzen, in der Hoffnung, dass sie sie schützen. Vielleicht aber finde ich einen Weg, ihr mehr mitzugeben als Angst.
Meine Ängste sind nicht die einer Glucke. Ich liebe die Freiheit. Ich liebe sie so sehr, dass mir, als ich noch keine Mutter war, fast kein Opfer zu groß schien. Ich habe die Freiheit kennengelernt, auf ihren tiefsten und weitesten Ebenen. Aber jetzt? Die Welt da draußen ist eine andere geworden.
Gerade deshalb schmerzt es, dass ich sie meinem Kind nicht mehr ungebrochen weitergeben kann. Natürlich will man manches besser machen als die eigenen Eltern. Das ist Evolution. Aber hier … ich wollte es ihnen gleichtun. Ich wollte sie damit auch ehren. So bin ich stark geworden. Und ich kenne so viele Frauen, die draußen stark wurden – nicht, weil sie sich in den vier Wänden versteckten, sondern weil sie der Welt getrotzt haben.
Dieses Geschenk wollte ich so gerne weitergeben. Es ist groß. Und nun halte ich es in den Händen, eingepackt in Liebe, und frage mich ängstlich, ob ich es nicht doch lieber wieder im Schrank verstecken soll, bevor mein Kind es sieht.
Doch die Wahrheit ist, dass ich mir heute diese Fragen stellen muss, als wäre es meine alleinige Verantwortung, mein Kind zu schützen, als wäre es meine Pflicht, darüber so tief nachzudenken, das ist die größte Lüge unserer Zeit. Es ist eine Illusion, dass die Sicherheit allein in der Verantwortung der Eltern liegt. Diese Lüge, dieses subtile Abwälzen von Verantwortung durch die Regierung, ist der Inbegriff von Täter-Opfer-Umkehr.
Der Staat wälzt seine Verantwortung auf Familien und Eltern ab. Das ist der wahre Bruch des Gesellschaftsvertrags. Der Bruch mit unserer freiheitlich-demokratischen Ordnung. Denn ohne Sicherheit gibt es keine Freiheit – sondern Anarchie. Und das war nie der Deal.
…
… Alles vom 4.9.2025 von Firuze B. bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/meinungen/ein-land-das-seine-buerger-nicht-mehr-schuetzt/
Kafka Esken
Das Adjektiv „kafkaesk“ bedeutet so viel wie unheimlich, unwirklich, bedrohlich, skurril. Es gehört zu den wenigen Adjektiven, die nicht steigerungsfähig sind. Gäbe es ein Superlativ hieße es vermutlich „kafkaesken“. Es läge in einer Namenskreuzung des Schriftstellers Franz Kafka mit der SPD-Parteivorsitzenden Saskia Esken. Letztere war am Tag der Arbeit zu Gast in Österreich bei ZIB, einer Sendung des ORF [1]. Esken warnte in scharfen Worten vor der AfD. So weit, so normal. Und dann sagte Sie folgendes.
„Ich will Ihnen sagen, Goebbels hat 1935 eine Rede gehalten über die Dummheit der Demokratie. Denn die habe der NSDAP damals alle Mittel an die Hand gegeben, um sie selbst abzuschaffen. Wir werden nicht bereit sein, der AfD die Mittel an die Hand zu geben, die Demokratie abzuschaffen.“
Auf die ungläubige Nachfrage des Journalisten Armin Wolf, ob sie gerade wirklich die AfD mit Goebbels vergleiche, bekräftigte Esken ihren Standpunkt. „Ja. Das ist ne Nazi-Partei.“
Doppelwumms. Die Reaktionen folgten auf den Fuß. Empörung in den sozialen Medien. Außerdem Strafanzeigen wegen des Verdachts der Volksverhetzung gemäß § 130 Absatz 3 [2]. Es war nicht die einzig grenzwertige Aussage Eskens im Interview. So behauptete die SPD-Parteivorsitzende, die AfD wolle 27 Prozent der Bürger, also alle Migranten aus Deutschland verweisen. Der kafkaeske Treppenwitz des Interviews blieb dennoch auch kritischen Medien verborgen. Es war nicht Goebbels, der sich über die Dummheit der Demokratie lustig machte. Es war jemand anderes. Die Auflösung erfolgt am Ende dieser Kolumne. Zuvor sei an ältere Kafka-Esken-Aussagen der letzten Jahre erinnert.
… Alles vom 8.5.2024 bitte lesen auf
https://clubderklarenworte.de/kafka-esken/
Hans-Joachim Maaz: Auswirkungen der Angstgesellschaft auf unsere Psyche
„Wir leben ein falsches Leben!“ Hans-Joachim Maaz im Interview mit Truth Hunters
Das Jahr 2023 neigt sich dem Ende und in den letzten 3-4 Jahren ist sehr viel passiert – „Pandemie“, Kriege, Inflation…
Welche Auswirkungen hatten diese ganzen Ereignisse jedoch, auf unsere Psyche? Konntet Ihr Veränderungen beobachten?
Deutschlands renommiertester Psychiater und Psychoanalytiker, Dr. Hans-Joachim Maaz, spricht mit uns über den mentalen Zustand unserer Gesellschaft und schließt, die vom Mainstream völlig ignorierte Lücke, zwischen der äußeren und inneren Welt.
11.11.2023 https://www.youtube.com/@TruthHunters432 & https://t.me/truthhunters432
„Die Arbeit an einem selbst, ist leider viel zu sehr in den Hintergrund gerückt und verdrängt worden, durch von außen auferlegte Ängste und Ablenkungen. Es ist schwierig sich seinen Problemen zu stellen, davor zu flüchten ist noch viel gefährlicher.
Wir sind die Truth Hunters. Unser Ziel ist die Wahrheit. Wir zeigen euch Türen, aber hindurchgehen müsst Ihr selbst.“
https://t.me/NeuzeitNachrichten/5453
Die Angstgesellschaft
Nach dem letzten Weltkrieg und der größten Zerstörung, Verarmung und körperlichen wie seelischen Verwundung unseres Volkes brachten kluge Politiker wie Ludwig Erhard wieder Hoffnung. Die 50er- und 60er-Jahre des Wirtschaftswunders waren zugleich eine Phase der Hoffnung auf bessere Zukunft, der Erwartung immer besserer Lebensumstände und der Gewissheit, dass durch den Fleiß der Väter die Kinder es einmal besser haben würden. Durch Fleiß, Hoffnung und Optimismus entstand das Wirtschaftswunder und unser heutiger Wohlstand.
Mehrere Stichprobenumfragen des Mittelstandsinstituts Niedersachsen ergaben jedoch vor allem bei Unternehmern, dass diese heute Hoffnung und Optimismus verloren haben, dass die Menschen zu mehr als 80 Prozent Zukunftsängste haben, auch die Unternehmer. Dies hat zu einer Diskussionsrunde über die Fragen einer Hoffnungs- oder Angstgesellschaft sowie deren Gründe und Auswirkungen geführt.
Empirisch lässt sich feststellen, dass optimistische, hoffnungsvolle Gesellschaften in der Regel auch eine positive gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung zeigen, dass aber Angstgesellschaften mit Zukunftsangst und Wirtschaftsrezession sich reduzieren, „sich verkriechen“, eine negative gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung aufweisen. Das führte zu der Frage nach den Urhebern der Angst und ob diese etwa die Angst unter den Menschen erzeugen, weil sie selbst Angst haben oder weil sie diese Angst als Herrschaftsinstrument missbrauchen wollen.
Herrschaft durch Angstverbreitung
Immer in der Geschichte hat es „Herrschaft durch Angstverbreitung“ gegeben. Mit der Angst vor dem ewigen Verderben und der Hölle hat die mittelalterliche Kirche ihre Herrschaft bis zur Inquisition ausgeübt, bis Luther den „fröhlichen Christenmenschen“ wiederentdeckt hat, der von der Gnade Gottes und der Vergebung lebe. Kein Wunder, dass die protestantischen Gesellschaften in Norddeutschland, der Schweiz, denn Niederlanden und Großbritannien zuerst gesellschaftliche Freiheiten und wirtschaftlichen Aufschwung zeigten.
Auch Karl Marx hat seinen Kommunismus mit einer „historischen Untergangstheorie“ gegründet, mit der „zwangsläufigen Konzentration des Kapitals“ und der angeblich ebenso zwangsläufigen Verelendung der Massen. Nur Revolution und Kommunismus seien der Weg aus dem Untergang – bis sich die kommunistische Angstgesellschaft in der Auseinandersetzung mit der pluralen Gesellschaft individueller Freiheit unterlegen zeigte und zum Teil auflöste.
Auch der Aufbau des US-Imperiums nach dem letzten Weltkrieg bediente sich weltweit der Angst vor dem Kommunismus. Vor allem in Europa wurde ein US-Kolonialismus (mit Hilfe von NATO und EU) gegen Angriffs- und Eroberungspläne der übermächtigen Sowjetunion geschürt und daraus die „einzige Weltmacht“ (Brzezinski) geschaffen.
Als 2020 aus dem chinesisch-amerikanischen Biolabor eine Corona-Pandemie entstand, nutzte der Milliardär Bill Gates diese, um mit Hilfe der vorher schon mit seinen Leuten durchsetzen WHO und Gesundheitsorganisationen eine weltweite Existenzangst in der Bevölkerung zu erzeugen.
Mehr als „Millionen Tote“ sagte Lauterbach allein in Deutschland voraus. Eine Reduzierung der Menschheit verlangte der kapitalistische Davos-Clan. Und mit einzigartigem politischen Druck und Bestechungen wurden die Medien und Meinungsmanipulatoren zu immer neuen Horrormeldungen über das durch die Pandemie kommende Menschheitssterben hochgeputscht, so dass die Menschen süchtig immer neue Impfungen als Überlebensgarantie erbaten und allein Bill Gates durch seine Impfmittelfirmen Pfizer und Biontech mit unzureichend geprüften Impfstoffen im Jahr 2022 100 Milliarden Dollar verdient hat. Inzwischen wird diskutiert, ob die Corona-Krise vom Großkapital vorbereit, ausgelöst und zu unermesslichen Gewinnen missbraucht worden sei.
Seit „dem Ende des Wachstums“ des Club of Rome sagten Endzeitpropheten wiederum ein Bäumesterben, Artensterben, einen tödlichen Klimawandel und einen ökologischen Weltuntergang voraus. Fahrt hat diese grüne Angst durch die weltweite Finanzierung durch US-Milliardäre bekommen, welche Denkfabriken, Universitäten, NGOs und grüne Politiker so üppig finanzierten, dass die „grüne Angst“ politisches Weltthema wurde, um für eine „große Transformation“ zum Rückgang der Umwelteinflüsse eine Reduzierung der Menschen, des Weltbevölkerungsverbrauchs, einen Ersatz der alten Techniken gegen neue (Verbrenner gegen Elektroantrieb) und damit für die Finanzindustrie ein gigantisches großes grünes Investitionsprogramm durchzusetzen.
Was das Weltkapital will, erreicht es auch – nicht nur weltweit, sondern vor allem dort, wo die grüne Politik „Ökologie statt Ökonomie“ regierungsfähig geworden ist.
In Deutschland ist die Angst vor dem grünen Untergang besonders verbreitet (schon bei 20 Prozent) und dadurch regierungsfähig geworden. So soll Deutschland wiederum von Endzeitpropheten zum Musterfall für die Welt umgebaut werden („Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“). Obwohl Deutschland nicht einmal zwei Prozent des CO2-Ausstoßes ausmacht, wurde so große Angst vor einem durch uns verursachten Klimawandel erzeugt, dass die deutschen Wähler und Steuerzahler die Selbstzerstörung ihrer Wirtschaft und Gesellschaft dafür hinnehmen: Kündigung der russischen Billiggasimporte, Sprengung der North Stream-Leitungen, Zwangsende der Verbrennermotoren, Zwangsumbau der Heizsysteme (je 30.000 bis 60.000 Euro), Zwangsdämmung der Häuser (60.000 bis 100.000 Euro) u.a. Der von der Davos-Clique propagierte „Great Reset“ soll durch Angst zum Schaden der Bevölkerung und Wirtschaft durchgezogen werden. Ökonomische Warnungen vor dem Verlust unserer Exportfähigkeit, vor Sterben und Auswanderung unserer Betriebe und vor zwangsläufiger Verarmung unserer Bevölkerung werden ignoriert und als Störung der ideologischen Begeisterung diffamiert. Die Angst treibt die Politiker vorsätzlich zur Schädigung ihrer eigenen Wähler und Steuerzahler.
Schon für private Leute gilt, dass Menschen mit Angst nicht auf-, sondern absteigen. Für Völker gilt, dass Angstpsychosen keine Blütezeit, kein Wachstum, sondern gesellschaftliche Auflösung, Zentralisierung, Bürokratisierung und Rezession bringen. Wenn schon streitig ist, ob der Klimawandel überhaupt durch menschliche Einflüsse oder aus natürlichen biologischen Gründen entsteht, ist jedenfalls ein Weltanteil von weniger als zwei Prozent CO2-Ausstoß ökonomisch nicht tragfähig, wenn man damit die eigene Volkswirtschaft abwürgt, Menschen mit Zusatzkosten belastet, sie zur Verarmung zwingt, aber andere Länder wie China, Indien und die USA ein Mehrfaches dieses Anteils jährlich zusätzlich an CO2 ausstoßen. Schon einmal war der Versuch vergeblich, „am deutschen Wesen die Welt genesen“ zu lassen. Der Misserfolg zeigt sich schon jetzt und wird mit Zeitablauf immer offensichtlicher.
Sollte bei einer verarmenden Bevölkerung die grüne Angst nicht mehr wirken, die Grünen ihre politische Macht verlieren und wieder „Ökonomie statt Ökologie“ vorherrschen, wird die jetzt geängstigte Bevölkerung wie in den 1950er und 1960er Jahren in Deutschland eine neue Hoffnungs-Optimismus-Periode brauchen, um sich von den wirtschaftlichen Folgen der Angstperiode zu erholen.
Die Höllenangst der katholischen Kirche hat mehr als 1000 Jahre gedauert, die Verelendungsangst der Kommunisten 60 Jahre, die Phase der Corona-Angst nur zwei Jahre, die Phase der Klimaangst wohl auch nicht mehr lange, denn die Angstphasen und die auf ihnen begründeten Herrschaftssysteme werden immer kürzer.
Existenzangst im Mittelstand
Das Mittelstandsinstitut Niedersachsen hat bei zwei Kurzumfragen in diesem Jahr festgestellt, dass vor allem im selbständigen Mittelstand inzwischen eine Mehrheit der Unternehmer Existenzangst hat (54 Prozent). Auf die Frage, was ihnen Angst mache, waren dies nicht einmal zu einem Drittel die „Klimakatastrophe“ oder die CO2-Probleme; auch nicht die früher immer am meisten gefürchteten Existenzgefahren von Abgabenbelastung und Bürokratie. Die größte Existenzgefahr sieht der selbständige Mittelstand inzwischen zu über 70 Prozent in einer „existenzvernichtenden Wirtschaftspolitik“, wobei die selbst geschaffenen Energiekrise, die hemmungslose Verschuldung (auch für die EU), die durch Umweltvorschriften gewachsene Kostenlast und Bürokratie sowie die grüne Produktionsbegrenzungs- und Verbotspolitik genannt wurden.
Zum ersten Mal hat der selbständige Mittelstand größte Existenzangst vor der wirtschaftsfeindlichen Politik seiner eigenen Regierung!
Die kommende Rezession und das begonnene Unternehmenssterben im Mittelstand scheinen diese Angst zu rechtfertigen.
Zum ersten Mal erleben die tüchtigen deutschen Unternehmer, dass sie in ihren Betrieben so gut sein können, wie sie wollen, aber dennoch scheitern, wenn der Staat ihnen die Rahmenbedingungen für erfolgreiches Handeln zerstört. Wenn mehr Steuern, Sozialabgaben, Umweltverbote und steigende Energie- sowie Rohstoffpreise keine Überlebenschance mehr im Wettbewerb lassen, kann der Mittelstand nicht überleben, aber auch nicht auswandern, sondern muss – wie Habeck empfohlen hat – „einfach die Tür schließen“. Das werden mehr als eine Million Betriebe in den nächsten zwei Jahren tun müssen.
… Alles vom 18.8.2023 von Eberhard Hamer bitte lesen auf
https://www.mittelstandsinstitut-niederrhein.de
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Prof. Dr. Eberhard Hamer (*15. August 1932 in Mettmann) ist ein deutscher Ökonom. Sein Schwerpunkt ist die Mittelstandsökonomie. In den 1970er Jahren gründete er das privat geführte Mittelstandsinstitut Niedersachsen in Hannover und veröffentlichte über 20 Bücher zum Thema Mittelstand. Hamer erhielt 1986 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
