Höllentäler

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Blick vom Häusleberg (Höfener Hütte) nach Norden übers Höllental mit Falkensteig und Himmelreich ins Dreisamtal bis hoch über St.Peter und St.Märgen zum Kandel im Juli 2005

Es gibt mehrere Höllentäler:
– Höllentäler als Ostwind: https://www.freiburg-schwarzwald.de/hoellentaeler.htm
– Höllentäter als Musikgruppe: https://www.dieHoellentaeler.de
– Höllentäler als Nachfolgezeitung des Dreisamtäler: s.u.

Höllentäler Magazin
Unabhängig. Regional. Verbindend
Für Dreisamtal (Buchenbach, Kirchzarten, Oberried, Stegen), FR-Osten (Ebnet, Kappel, Littenweiler) sowie St.Peter und St.Märgen.
Der Höllentäler ist Nachfolger vom Dreisamtäler.

Erscheint 10 mal jeweils zum Monatsende (außer Jan und Aug).
Kostenlos an Auslagestellen.
Förder-Abo empfohlen: 45 Euro für 10 Ausgaben inklusive Versand
info@hoellentaeler.de
https://www.hoellentaeler.de

Hier liest man das Höllentäler Magazin (Bild: Höllentäler)

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Offener Brief an Gerhard Lück und die Redaktion des Höllentäler
Ihr Artikel „Eine verspätete Liebeserklärung!“ in der ersten Ausgabe des Höllentäler ist als Rückblick auf 40 Jahre Dreisamtäler warmherzig und persönlich – bis zu dem Satz, der bei mir hängen geblieben ist: Hanspeter Schweizer habe sich in der Corona-Zeit mit „Corona-Leugnerinnen und -Leugnern“ verbündet, wodurch der Dreisamtäler zu einem „Kampfblatt“ geworden sei. Fast sechs Jahre nach den Ereignissen, vier Jahre nach Schweizers Tod, in der ersten Ausgabe eines neuen Blatts, das sich als Nachfolger versteht: Genau diese Wortwahl hätte es nicht gebraucht.

„Leugner“ ist kein neutraler Begriff. Er unterstellt, jemand bestreite eine erwiesene Tatsache – nicht, dass er eine andere Einschätzung vertritt oder eine damals unbequeme Frage stellt. Mit der Veröffentlichung der RKI-Protokolle im März 2024 und den Tagebüchern von Anthony Fauci im Juli 2026 ist inzwischen dokumentiert, wie viele Einschätzungen aus jener Zeit revisionsbedürftig waren – von der Herkunft des Virus bis zur Wirksamkeit einzelner Maßnahmen. Wer heute noch pauschal von „Leugnern“ spricht, tut so, als hätte sich seither nichts verändert.

Diese Art der Etikettierung ist kein Einzelfall, sondern ein Muster, das sich durch die vergangenen Jahre zieht: Wer eine Regierungsmaßnahme kritisch sah, wurde zum „Leugner“, wer eine Energiepolitik hinterfragte, zum „Klimaleugner“, wer eine Migrationsentscheidung ablehnte, zum „Rechten“. Das Etikett ersetzt die Auseinandersetzung mit dem Argument – und genau das hat Hanspeter Schweizer nie getan. Er hat, wie auch Sie selbst schreiben, unterschiedliche Meinungen zugelassen, statt sie vorab zu sortieren. Wenn jetzt ausgerechnet sein Blatt im Rückblick mit dem Etikett „Kampfblatt“ versehen wird, wird ihm damit etwas zugeschrieben, das seiner eigenen journalistischen Haltung widersprach. Nicht Schweizer hat etikettiert – er hat Raum gegeben. Diesen Unterschied sollte ein Nachruf auf ihn deutlich machen, statt ihn zu verwischen.
Ich schreibe das nicht, um Ihre Erinnerung an Hanspeter Schweizer zu schmälern – Ihr Artikel zeigt, wie viel er Ihnen bedeutet hat, das nehme ich Ihnen ab. Aber gerade deshalb wundert es mich, dass ausgerechnet in diesem liebevollen Rückblick die alten Etiketten von 2020 noch einmal bestätigt statt hinterfragt werden. Eine neue Zeitung, die im Dreisamtal Vertrauen aufbauen will, sollte sich entscheiden: Will sie Gräben von vorgestern weiterreichen, oder will sie zeigen, dass sie es besser macht als viele andere Medien in den letzten Jahren – nämlich Debatten führen, statt Seiten einzuteilen in Menschen, die die Wahrheit kennen, und solche, die sie leugnen.
Ich würde mir wünschen, dass der Höllentäler diesen Anspruch von Anfang an lebt.

Quelle: Gerhard Lück: „Eine verspätete Liebeserklärung! In 40 Jahren war der Dreisamtäler ‚ein Stück weit meine Zeitung‘ geworden“, in: Höllentäler, Ausgabe 1/2026, S. 39. https://hoellentaeler.de/wp-content/uploads/HT-1-2026.pdf

… Alles vom 28.9.2026 von Adrian Kempf bitte lesen auf
https://adrian-kempf.de

 

Höllentäler – die neue Lokalzeitung als Nachfolge des Dreisamtäler

„Ganz schlimm war die Corona-Zeit, in der sich Hanspeter Schweizer mit im Dreisamtal vertretenen Corona-Leugnerinnen und -leugnern verbündete und der Dreisamtäler zu einem „Kampfblatt“ wurde“ (Quelle: Höllentäler, 25.9.2026, S. 39).
Den Autor dieses Statements schätze ich sehr und respektiere seine Meinung. Aber der Inhalt ist in vier Punkten sachlich zu kritisieren:

(1) „Corona-Leugner“: Mit der Veröffentlichung der RKI-Files in D am 8.3.2024 und der Tagebücher von Dr. Anthony Fauci in den USA im Juli 2026 haben sich die meisten Corona-Verschwörungstheorien bewahrheitet. Auch wissenschaftlich macht es keinen Sinn, weiterhin von Leugnern zu sprechen, wohl aber von Corona-Aufarbeitung, die in den USA im Gange ist, in D leider nicht.
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(2) „Hanspeter Schweizer“: Die Medien haben aufgezeigt, in welch ungeheuerlichem Ausmaß die Grundrechte, allen voran die Meinungsfreiheit als das Königsrecht des Bürgers, international (WHO) wie national (Spahn, Lauterbach) mißachtet worden sind. Hanspeter Schweizer hat sich als Zeitungsmacher und Journalist immer für  Diskussionskultur und Meinungsfreiheit eingesetzt und auch 2020 alle Meinungen – unabhängig von deren politischer oder sonstiger Orientierung – im Dreisamtäler veröffentlicht.

(3) „Kampfblatt“: Ein Kampfblatt berichtet einseitig, polemisch und aggressiv. Es ist das Verdienst seines Gründers Hanspeter Schweizer, daß der Dreisamtäler wenigstens zu seinen Lebzeiten nicht zu einem Kampfblatt werden konnte.

(4) „Schlimme Corona-Zeit“: Aktuell bahnen sich weitaus schlimmere Zeiten an. Wir erleben einen gesellschaftlichen (Polarisierung), wirtschaftlichen (Deindustrialisierung) und finanziellen (Portemonnaie leer) Niedergang. Die Haushalte in Bund, Ländern und Kommunen (Kirchzarten) lassen sich nur noch über Kredite ausgleichen – wir leben auf Pump und belasten die Kinder mit immer neuen Schulden.
Da werden lokale Zeitungen nur überleben, wenn sie alle Bürger einbinden – rechte wie linke, als Leser wie als Anzeigenkunden. Ohne Pluralismus der Meinungen und Diskussionskultur wird der Höllentäler nicht prosperieren können -und letzteres ist ihm zu wünschen: Denn das Dreisamtal braucht ihn als Nachfolger des Dreisamtäler.
26.9.2026