Storchennest auf Kran in Oberrimsingen

In Oberrimsingen im Industriegebiet hat ein Storchenpaar auf einem Kran sein Nest gebaut.  

Storchenpaar nistet auf einem Kran in Oberrimsingen bei Breisach ab März 2012

Willi und Ingeborg Disch, iwdisch@t-online.de

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Fussballfans polizeibegleitet zwischen Bahnhof Littenweiler und Stadion

Die Sicherheitsmassnahmen werden ausgeweitet – erfreulich. Dies zeigte sich auch beim Heimspiel des SC Freiburg gegen den 1.FCK am 24.3.2012: Am Bahnhof Littenweiler wurden die mit dem Zug aus Kaiserslautern ankommenden Fans durch drei Korridore geschleust: Flaschen, Pyro, Böses? Nach einer Stunde gings polizeibegleitet weiter zu Fuß zum Stadion. weniger erfreulich, dass die Pfälzer nach dem Spiel fast 2 Stunden auf ihren Sonderzug warten mussten. Weiterlesen

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St.Hilarius in Ebnet – älteste barocke Landkirche im Breisgau

In Freiburg-Ebnet steht mit der Kirche St. Hilarius die älteste barocke Landkirche im Breisgau. Sie stammt aus dem Jahre 1725 und kann auf eine bewegte (Vor-)Geschichte zurückblicken. Die Ebneter St. Hilarius-Kirche steht nicht im Mittelpunkt des Ortes, sondern am Berghang. Sie ist praktisch das Pendant zum im Dreisamtal gelegenen barocken Schloss. Zur Zeit der ersten urkundlichen Erwähnung Ebnets (1113) waren die Herzöge von Zähringen auch die Eigentümer und Lehensherren des kleinen Dorfes am östlichen Ausgang von Freiburg in das Dreisamtal. Nach dem Aussterben der Zähringer 1218 wurden die Grafen von Freiburg für die Zeit von 1218 bis 1368 die Grundherren des Ortes. Kurz vor Ende ihrer Herrschaftszeit, 1353, findet man erstmals einen Hinweis auf eine Kapelle in Ebnet. Weiterlesen

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Bike-Arena in Kirchzarten – Appell einer Bürgerin an die Kontrahenten

Als Stegener Bürgerin betrifft mich die Giersberg-Problematik zur Bike-Arena nur am Rande, jedoch verfolge ich mit Interesse und zunehmend mit Sorge die Diskussionen. Deshalb mit Sorge, weil ich beobachten kann, dass die Fronten sich verhärten und es bereits zu Unversöhnlichkeiten kommt. Natürlich ist es vollkommen legitim und wünschenswert, dass sich Bürgerinnen und Bürger für Projekte (oder dagegen) einsetzen, auch mit Leidenschaft und Ausdauer.
Wir haben aber in Stuttgart gesehen, was passieren kann, wenn sich die Situation immer mehr verschärft. Für-und-Contra-Risse gehen mitten durch Familien, langjährige Freundschaften zerbrechen Aus diesem Grund möchte ich heute einen Appell an die Kontrahenten richten: Bitte lassen Sie es nicht so weit kommen wie bei S 21.
Kämpfen Sie für Ihr Ziel, streiten Sie fachlich, aber lassen Sie nicht zu, dass persönlich angegriffen wird, dass Beleidigungen ausgesprochen werden, dass unterhalb der Gürtellinie gekämpft wird. Sorgen Sie dafür, dass der Anstand gewahrt bleibt und dass dem Nachwuchs beispielhaft gezeigt wird, wie solch ein durchaus schwieriges Verfahren behandelt werden kann. Bitte setzen Sie den Dorffrieden nicht aufs Spiel! Kein Giersberg und keine Arena wie auch immer sind es wert, dass Kränkungen auf Jahre das Leben in der Gemeinde Kirchzarten vergiften. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen Verhandlungsgeschick, Versöhnung, aber auch viel Glück und Gelingen, auf dass dieses schöne Dreisamtal nachhaltig friedlich bleibe.
15.3.2012, Rose Riedl, Stegen  , www.dreisamtaeler.de

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Freiburger Alltagshelden gesucht

 

Freiburger Alltagshelden gesucht

Nicht die Antwort auf „Freiburg sucht den Superstar“ will die Evangelische Stadtmission derzeit mit Plakaten finden, sondern „Freiburger Alltagshelden“, die sich für Andere einsetzen, erklärt ein Flyer der Organisation, die zu einem Freiwilligen-Seminar Ende Februar einlädt. Mit ihrer Kampagne trägt die Stadtmission den veränderten Ansprüchen Rechnung, die Helferinnen und Helfer heute haben: Statt langfristiger Bindung ist das zeitlich befristete Engagement in Projekten gefragt – und die Mitarbeit soll den Helfenden selbst etwas bringen. Menschen, die sich für Andere einsetzen, lassen sich in den verschiedenen Einrichtungen der Evangelischen Stadtmission finden. Und es sollen noch mehr werden. „Allerdings sollen ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht Lücken in der Organisation stopfen, sondern Betätigungsmöglichkeiten angeboten bekommen, von denen sie selbst profitieren“, sagt Diakon Norbert Aufrecht, der Leiter des Geschäftsbereichs Missionarische Dienste. 36 Prozent der Deutschen im Alter von 14 bis 99 Jahren engagieren sich ehrenamtlich. In Baden-Württemberg sind es laut einer aktuellen Studie des Zentrums für zivilgesellschaftliche Entwicklung mit fünf Millionen engagierten Frauen und Männern sogar 41 Prozent der Bevölkerung.
Viele soziale Einrichtungen und Projekte sind ohne die vielen engagierten Mitarbeiter nicht denkbar. Ein Beispiel dafür ist die Freiburger Bahnhofsmission. Die etwa 30 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sind laut Aufrecht „das Stammkapital der Organisation“. Sie garantieren, dass hier sieben Tage die Woche ein Raum der Begegnung für Menschen verschiedener Milieus vorhanden ist. Hier können sie sich ausruhen und Rat und Hilfe bekommen. Die Freiwilligen informieren Menschen in Not über Anlaufstellen, helfen Reisenden beim Umsteigen, sind Ansprechpartner und geben Kaffee, Tee und Brote aus. Für viele Vereine und Organisationen von der Freiwilligen Feuerwehr über den Gesangsverein bis zu sozialen Projekten wird es immer schwieriger, verantwortungsvolle Positionen, die eine langfristige Bindung und hohen Zeitaufwand fordern, zu besetzen. Thomas Klie, Professor an der Evangelischen Hochschule Freiburg, kommt zum Ergebnis, dass das „Nachlassen der Bereitschaft zur Übernahme von Vorstandsaufgaben oder dauerhafter Verantwortung einer stärkeren neigungsorientierten Freizeitbetätigung in der Bevölkerung“ entspricht. Die Konsequenz: Maßgeschneiderte Ehrenämter sind gefragt. Ehrenamtliche dürfen nicht alleine gelassen werden, sondern müssen begleitet werden.m Informationen und Statements von Freiburger Alltagshelden gibt es unter https://www.freiburger-alltagshelden.de
Die Evangelische Stadtmission Freiburg veranstaltet ein kostenloses Seminar für ehrenamtliches Engagement an drei Terminen (29. Februar, 7. und 14. März, jeweils 19 Uhr, Wichernhaus, Adelhauser Straße 27). Anmeldung bei Esther Binder, Tel. 0761/ 31917-22 oder unter alltagshelden2012@stadtmission-freiburg.de. Die Teilnahme verpflichtet ausdrücklich nicht zur Übernahme eines Ehrenamtes>
10.2.2012

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Dreisamteufel – Zunft seit 1989 nach einer Sage aus dem Höllental

In früheren Jahrhunderten lebte am Ausgang des Höllentales eine Horde von Teufeln, die des Nachts junge Männer aus den Betten holte, die an der Dreisam für sie Gold waschen mussten. Wenn die Burschen morgens in ihren Betten aufwachten, fühlten sie sich wie gerädert, aber von ihrer nächtlichen Sklavenarbeit hatten sie höchstens eine alptraumhafte Erinnerung. Diese Sage ist die Grundlage für die freie Narrenzunft der „Dreisamteufel“, bei der es seit 23 Jahren in Freiburg höllisch zur Sache geht. Weiterlesen

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120 Jahre altes Christuskirche-Pfarrhaus in der Wiehre erhalten

Ein Hort des Widerstands Im fast 120 Jahre alten Pfarrhaus der Christuskirche in der Wiehre trafen sich Gegner der Nazidiktatur. Heute befürchten die Gemeindemitglieder der Christuskirche, dass es bei dem Verkauf eines Teils des Hauses zu größeren baulichen Eingriffen kommen kann.  Hiergegen wendet sich der Verein „Freunde des Gemeindehauses Maienstraße 2“: https://www.maienstrasse2.de/
Die erste evangelische Stadtkirche, die Ludwigskirche, wurde 1838 in der Nordstadt Freiburg gebaut. Ihr folgte im Jahre 1891 in der Südstadt die Christuskirche, die an der Kreuzung von Zasius- und Turnseestraße errichtet wurde. Hier befand sich ein großes unbebautes Gelände, das nicht nur Platz für die Kirche bot, sondern auch ein Pfarrhaus war dort in der Planung. Dieses wurde 1892/93 an der neu geschaffenen Maienstraße durch den Freiburger Architekten Martin Reiher gebaut.

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Sonnenuhr an Schule Kappel

Wenn ich aus dem Haus gehe, fällt mein Blick auf die Schauinsland-Grundschule in Freiburg-Kappel. Die südliche Giebelwand des Schulgebäudes wird von einer fast 30 qm großen Wandmalerei geschmückt, in die eine Sonnenuhr integriert ist.  Beherrschend ist die Figur eines Engels, dem rechts und links seiner ausgebreiteten Arme und Flügel die Darstellungen von Sonne und Mond beigegeben sind. Zwischen diesen beiden Gestirnen, zwischen  Tagesanbruch und Nacht, läuft der Schatten über das Zahlenband.  Weiterlesen

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Maxim Gorki lebte 1923 in Freiburg-Guenterstal

Der Dichter Maxim Gorki lebte im Sommer und Herbst 1923 in Günterstal und hat sich in mehreren Briefen über Freiburg und die Freiburger geäußert.

Die Reise des russischen Exilanten Maxim Gorki von Berlin nach Freiburg im Sommer 1923 verlief nicht ohne Schwierigkeiten: Beim Besteigen des Zugs verlangten „die gottesfürchtigen Deutschen“ von ihm eine Heiratsurkunde, die er nun einmal nicht vorweisen konnte, so mussten er und seine Lebensgefährtin Baronin Budberg statt im gemeinsamen Coupé in getrennten Abteilen reisen. Dann erzwang die Unterbrechung der Rheintallinie durch die französische Besetzung eine Verlängerung der Reisedauer auf 22 Stunden, und schließlich nahm man den Russen in Freiburg die Pässe ab, um sie eine Woche lang zu studieren. Dennoch: Als das Quartier im Günterstäler Hotel Kyburg bezogen ist, bessert sich die Stimmung: „Hier muß man leben! Das ist nicht das Loch von St. Blasien, sondern eine sehr schöne Gegend“, schreibt Gorki in einem der ersten in Günterstal geschriebenen, 2009 in Moskau erschienenen Briefe. Und in eineinhalb Monaten werde man wieder nach Berlin zurückkehren. Weiterlesen

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Wappen von Herdern mit Flachsrechen und Apothekereinhorn

Bekanntlich ist Herdern, das 1008 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde, älter als Freiburg (seit 1120 aktenkundig). Doch bereits vor mehr als 600 Jahren, am 4. Juli 1457, kaufte die Stadt Freiburg von dem damaligen Eigentümer, der Deutschordencommende den „dinghof sambt dem dorff herderen“, das damit zu einem der ältesten Stadtteile (damals noch Vorort) der Stadt wurde. Ein eigenes Wappen hat das Dorf nie gehabt. Wie es dennoch zum heutigen Herdern-Wappen in der Gerichtslaube kam, wird hier erläutert.
Der Herdermer Dinghof, von dem aus das Dorf lange Zeit verwaltet worden war, stand in der unteren Hauptstraße (gegenüber der jetzigen Universitätshautklinik) und war wohl mit einem Wassergraben umgeben, der ihm auch den Namen „Weiherhof“ einbrachte. Mit dem Wechsel an die Stadt Freiburg mussten die Herdermer ihre Abgaben (den sogenannten „Zehnten“) aber nicht mehr am Dinghof abliefern, sondern im (heute historischen) „Kaufhaus“ am Münsterplatz. Die Stadt Freiburg suchte deshalb einen Käufer für den nicht mehr benötigten Dinghof. Sie fand ihn in dem Arzt Bernhard Schiller aus Riedlingen, der in Freiburg an der Universität Vorlesungen über Medizin hielt und das ganze große Hofgut, das auch fast das gesamte Gelände der jetzigen Blindenanstalt umfasste, im Jahr 1508 erwarb.
Von seinen vielen Kindern brachte es vor allem Joachim Schiller zu Ruhm und Ansehen. Er studierte ebenfalls Medizin, gab sogar ein kleines Lehrbüchlein heraus und war als Arzt und Apotheker in Freiburg sehr erfolgreich. Im Jahre 1539 baute er in der Innenstadt sein Haus „Zum Rechen“ in ein vornehmes Patrizierhaus um. Dieses Haus ist heute noch vorhanden. Es wurde 1894 mit dem Haus „Zum Phönix“, dem früheren Kollegiengebäude der Universität, zu dem zwischen Rathausgasse und Turmstraße liegenden „neuen“ Rathaus zusammengebaut.
Noch heute ist am schönen Erker an der Rathausgasse das Symbol der Familie Schiller im Sandstein eingemeißelt zu sehen: Das Einhorn. Dieses war schon im frühen Mittelalter das Berufssymbol der Apotheker, sprach man doch dem Pulver des zerriebenen Horns geheimnisvolle magische Kräfte zu.

Wappen von FR-Herdern mit Apothekereinhorn und Flachsrechen

Für seine Verdienste um Freiburg und wegen seiner adeligen Herkunft bekam Joachim Schiller am 31. März 1542 von Erzherzog Ferdinand II. eine „Wappenbesserung“ verliehen. Er erhielt damit das Recht, in sein Wappen auch das der früheren Herdermer Adeligen aufzunehmen und sich von nun an Joachim Schiller „von Herdern“ zu nennen. In alten Urkunden wird erwähnt, dass in Herdern bereits im 13./14. Jahrhundert kleinere Edelleute (so 1277 „herre Gotfrit von Herdine“, 1337 Heinrich von Herdern, 1417 Otto von Herdern) ein Familienwappen besaßen. Dieses bestand aus dem einem Pfeil oder einer Speerspitze ähnlichen „Strahl“, der in Wirklichkeit aber ein landwirtschaftliches Gerät, einen Flachsrechen, darstellt. Dieser Strahl zusammen mit dem Symbol des Einhorns wurde nun in einer Vierteilung das „gebesserte“ Wappen des Dr. Joachim Schiller. 1542 wurde der Weiherhof dann von ihm an den „edlen herrn Joachim Mynsinger von Frundeck“ verkauft. Schiller selbst zog wahrscheinlich in sein Haus in der Stadt, wo er im Winter des Jahres 1555 starb. Als 1978 – nach dem späten Wiederaufbau der bei einem Bombenangriff auf Freiburg im Zweiten Weltkrieg völlig zerstörten Gerichtslaube – die einzelnen Lokal- und Bürgervereine aufgerufen wurden, für die Glasfenster des unteren Raumes ein Wappen ihres Stadtteils zu stiften, waren die Herdermer zunächst in Verlegenheit. Denn das ehemalige Winzerdorf Herdern hatte durch seinen frühen Verkauf an die Stadt nie ein eigenes Ortswappen besessen. Bei der Wappensuche stieß Philomene Steiger, die spätere Ehrenbürgerin von Freiburg, bei ihren Nachforschungen auf das ansprechende Wappen des Joachim Schiller. Dieses Wappen wurde daraufhin in Buntglas gefertigt und in eines der Fenster der Gerichtslaube eingelassen. Gleichzeitig wurde beschlossen, dieses Emblem für den Bürgerverein Herdern zu verwenden. Bis heute führt damit der Verein das Wappen des Arztes und Apothekers Joachim Schiller als offizielles Stadtteilwappen.
Hans Sigmund, 7.11.2011

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Kartausgarten am United World College muss erhalten bleiben

Der Garten bleibt, die Personen werden ausgetauscht? Auf der Bürgeranhörung zum Bebauungsplanverfahren des Kartaus-Areals für das UWC College am 1.12.2011 im Deutsch-Französischen Gymnasium wurde auch die Frage nach der Zukunft des Klostergartens gestellt. Dazu meinte Herr Wulf Daseking, Leiter des Stadtplanungsamtes Freiburg, wörtlich: „Der Garten bleibt, die Personen werden ausgetauscht“. 

Wer sind diese Personen? Eva-Maria Schüle und ihr Ehemann haben als gelernte Landwirte und Agraringenieure seit Jahren die Pflege des Kartausgartens und die gesamte Organisation drumherum besorgt. Und die Bestellung eines Bauerngartens mit seinen drei Bereichen Blumengarten (darunter 45 Rosensorten), Obst-/Gemüsegarten (allein 18 Tomatensorten) und Heilkräutergarten (Engelwurz als Spezialität der Kartäusermönche) erfordert fundiertes Fachwissen, lange Erfahrung und viele helfende Hände. Weiterlesen

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Bad Bank FSM mit 55 Mrd Soll statt Haben – plumper Programmierfehler

Die Bad Bank FMS hat sich um 55,5 Milliarden Euro verrechnet und der Bund als Eigentümer kommt so zu einem unverhofften Geschenk. Es klingt wie bei einer Partie Monopoly – „Bankirrtum zu Ihren Gunsten“. Der Betrag, bei dem man sich bei der Bad Bank des ehemaligen Skandalinstituts Hypo Real Estate (HRE) verrechnet hat, ist mit 55,5 Milliarden Euro allerdings so gigantisch wie einmalig. „Der Korrekturbedarf ergab sich vollständig aufgrund von Buchungsfehlern“, sagte ein Sprecher von Wolfgang Schäubles Finanzministerium. Dafür ist für die im Staatsbesitz stehende Bad Bank namens FMS Wertmanagement verantwortlich. Sie wurde ins Leben gerufen, um die Altlasten des beinahe pleitegegangenen Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate (HRE) abzuwickeln. Alles vom 31.10.2011 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/nachrichten/wirtschaft/ein-plumper-programmierfehler–51207143.html

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Eurobonds als Schuldenmacher – slowakische Koalitionspartei SaS

Die Eurobonds sind so etwas wie gemeinsame Anleihen von allen Ländern der Eurozone. Mit gemeinschaftlicher  Haftung und einheitlichem Zins. Ende Juli betrug der Zins für Anleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren in  Deutschland 2,6 %, in Italien 5,9 %, in Spanien 6,1 %, in Portugal und Irland 11 % und in Griechenland 15 %. In der Zinshöhe spiegelt sich das Risiko des jeweiligen Landes wider. Zugleich drängt die Zinshöhe beachtlich auf den Schuldenabbau und motiviert dadurch zu Sparmaßnahmen. Durch Ausgabe von Eurobonds werden die obigen Zinsen für einzelne Länder zusammengezählt und es wird der einheitliche Durchschnittszins in Höhe von ca. 4,6 % ermittelt. Weiterlesen

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Skulpturen von Roland Phleps in Herdern restauriert

Viele seiner Skulpturen bereichern in Freiburg den öffentlichen Raum: Roland Phleps’ Metallobjekte glänzen unter anderem im Stadtgarten und in den Anlagen der Uniklinik. Etliche seiner kunstvollen Spiralen, Kuben, Ellipsen und Windräder sind auf den Waltersbergwiesen unterhalb des Panorama Hotels „Mercure“ zu Hause. Sie wurden in diesem Sommer restauriert – und strahlen nun frisch aufpoliert in neuem Glanz. Als sich Mitte der 1980er Jahre der bekannte Freiburger Neurologe Roland Phleps – geboren 1924 in Hermannstadt – ins Privatleben zurückzog, hatte er endlich Zeit, sich ganz seinem leidenschaftlichen Hobby, der Gestaltung und der Bearbeitung von Stahl und Aluminium zu geometrischen Kunstobjekten, zu widmen. Weiterlesen

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Landwasser entstand in 60er-Jahren – Quartier aus der Retorte

Nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges begann in Freiburg der zügige Aufbau und die Beseitigung der Schäden an der zerstörten Bausubstanz, die der verheerende Bombenangriff im Jahre 1944 hinterlassen hatte. Für die Schaffung des neuen Stadtteils Landwasser musste ein größeres Waldgebiet geopfert werden. Im Bestand die Einwohnerzahl Ende 1944 nur noch aus 64 000 Menschen, so wuchs sie bis 1960 auf mehr als 141 000 Bewohner. Dies war der Grund, dass die Stadtverwaltung sich mit dem Thema großer neuer Wohngebiete beschäftigte. So entstanden die 60er-Jahre-Stadtteile Landwasser und Weingarten. Weiterlesen

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Kaffeefahrten für Senioren – Erfahrungsbericht zu dubiosen Geschäften

Seit nunmehr rund zwei Jahren bekomme ich so jede zweite Woche eine Mitteilung zugeschickt, dass ich 2500 Euro gewonnen habe und diese eigentlich nur abholen muss. Dazu ist es allerdings notwendig, dass ich an einem bestimmten Tag gratis und kostenlos mit einem Bus irgendwo in den Schwarzwald, an den Bodensee oder ins Elsass fahren muss und dort neben einem kostenlosen Frühstück, Freigetränk und Mittagessen auch noch allerlei Waren im Werte von einigen hundert Euro geschenkt bekomme. Ehrlich wie ich bin, habe ich diese Gewinnankündigungen (bei denen ständig die Gefahr drohte, dass sie verfallen könnten) immer meiner Frau gezeigt. Diese hat alles immer wortlos zerrissen und in den Papierkorb geschmissen. Doch nun hat sie sich erweichen lassen und ist mit mir zu einer kostenlosen Fahrt ins Elsass zu einer Blumenschau in der Nähe von Straßburg gefahren. Weiterlesen

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Haushaltsschule St.Elisabeth in Herdern

Mit der Entwicklung Herderns von der bäuerlich strukturierten Vorstadt zum Villenvorort am Ende des 19. Jahrhunderts begann man im Stadtteil auch mit der Errichtung von Ausbildungsheimen und Pensionaten. Hier waren es zunächst kirchliche Institutionen, die in größerem Umfang in die „Töchterausbildung“ investierten. Vorreiter war dabei das Mutterhaus der Franziskanerinnen im Kinzigtalstädtchen Gengenbach. Dessen Schwestern hatten am 2. November 1891 im Stadtteil Stühlinger die „Haushaltsschule St. Elisabeth“ eröffnet. Sechs Jahre später wurde dann in Herdern ein Anwesen an der Immentalstraße, Ecke Längenhardstraße, gekauft. Hier ließen die Franziskanerinnen bis 1899 durch den Freiburger Architekten Lukas Geis ein Schwesternhaus errichten. Mit dem Schwesternhaus war die Haushaltsschule verbunden, für die drei Arbeitssäle vorhanden waren. Weiterlesen

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Kleine Chronik von Herdern von 1008 bis 1936

Wie Zähringen und die Wiehre wird Herdern 1008 (als „harderen“) erstmals urkundlich erwähnt.
Von einer Kirche ist ab 1239 in den Dokumenten die Rede.
1457 verkauft die Deutschordens-Commende (die Freiburger Niederlassung des Ritterordens) für 2250 rheinische Gulden das Dorf Herdern an die Stadt Freiburg. Die Herdermer Bürger leben über lange Zeit vor allem vom Weinanbau.
1829 erfolgt die Grundsteinlegung für die erste evangelische Kirche (Ludwigskirche) an der Zähringer Straße (heute an der Starkenstraße).
1872 wird der heutige Alte Friedhof für Bestattungen geschlossen. Weiterlesen

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San Marino Ristorante in FR-Waldsee 25 Jahre

25 Jahre Vergangene Woche feierte Francesco Caridi mit Familie und Mitarbeitern das 25-jährige Bestehen des von ihm gegründeten Ristorante San Marino in der Hansjakobstraße 110 in Freiburg-Waldsee. Caridi kam eher aus Zufall in die Gastronomie. Mit gerade mal DM 1,20 in der Tasche heuerte er in den späten 1970er Jahren als Aushilfskellner in einer Freiburger Pizzeria an. Dem folgten Tätigkeiten in weiteren Pizzerien, auch in Breisach und Umkirch, ehe er sich im Juli 1986 in Freiburgs Hansjakobstraße niederließ und Weiterlesen

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Pferdewiese an der Sonnhalde – Wie eine Stiftung zu Gelände kam

Die „Kleine Pferdewiese“ an der Sonnhalde in Herdern gehörte einst zum „Hebsackgut„, bevor das verkauft wurde. Derzeit kämpfen die Herdermer Bürger um den Erhalt der sogenannten „Kleinen Pferdewiese“, für die durch die Stiftungsverwaltung eine Bebauung vorgesehen ist. Dies gibt die Möglichkeit, einmal zu berichten, wie vor fast genau 100 Jahren das Riesengelände des „Hebsackgutes“ an die Stadt Freiburg gelangte. Wahrscheinlich befand sich schon zu Zeiten des Dreißigjährigen Krieges auf der Höhe über Herdern ein landwirtschaftlich genutztes Anwesen. Erstmalig wird in den Freiburger Stadtarchiv-Akten im Jahre 1689 ein „Gut, der Hebsack genannt“ erwähnt, das damals der Zunftmeister und Tuchhändler Wilhelm König zu eigen hatte. Weiterlesen

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Strandbadleiter Michael Lorenz

3.91 Millionen Liter Freizeitspaß verwaltet Michael Lorenz, der Leiter des Freiburger Strandbads. Sonnenanbeter im weitläufigen Grün oder bahnenziehende Schwimmbrillenträger sind aus dem Strandbad ebensowenig wegzudenken wie er. Seit 1989 arbeitet er hier und wohnte mit seiner Familie auch bis vor einigen Jahren ein Stockwerk über dem  Kassenhäuschen. Bei laufendem Badebetrieb kommen ja noch weitere Tätigkeiten hinzu. Weiterlesen

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Ethik ohne Gott – Humanismus

Ethik ohne Gott?“  – Bericht zum Vortrag von Dr. Josef Leifert (Dipl. Psych.), Humanisten Freiburg, im InterCity Hotel Freiburg am 01.06.2011 Zu Beginn erklärte Josef Leifert, dass es ihm um die Frage geht: „Was soll ich tun?“, damit ich im Einklang mit meinen Mitmenschen ein Leben führen kann, das für mich und andere erträglich ist. Er warf dann die grundsätzliche Frage auf, ob denn der Mensch überhaupt einen freien Willen habe, Weiterlesen

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United World College UWC ab 2014 an der Kautaus

Für das Areal und die Gebäude des früheren Kartäuserklosters, das sich im Besitz der Heiliggeistspitalstiftung befindet und seit dem Auszug des Altenheims Kartaus nur provisorisch genutzt wird, zeichnet sich nach Verhandlungen in den letzten Wochen nun eine dauerhafte Zukunft durch eine schulische Einrichtung ab. Anlässlich ihres diesjährigen Jubiläums planen die Robert Bosch Stiftung und die Robert Bosch GmbH die Einrichtung eines „United World College“ (UWC) in Freiburg. Der symbolische Spatenstich soll am 23. September 2011, dem 150. Geburtstag von Robert Bosch stattfinden.
 In den folgenden drei Jahren wollen die Initiatoren die Kartaus, ein ehemaliges Kloster des Kartäuserordens im Freiburger Stadtteil Waldsee, für den neuen Zweck umbauen und erweitern. Die Stadt Freiburg und die Freiburger Stiftungsverwaltung stehen in Gesprächen mit der Robert Bosch Stiftung (Stuttgart) und der Deutschen Stiftung United World Colleges über eine Ansiedlung des ersten deutschen „United World College“ (UWC) auf dem Areal der Kartaus an der Kartäuserstraße. Weiterlesen

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Alter Friedhof in Herdern – Gesellschaft der Freunde rettete 140 Grabmale

In den zehn Jahren ihres Bestehens hat die Gesellschaft der Freunde und Förderer des Alten Friedhofs 140 Grabmale vor dem Verfall gerettet. In diesem Jahr ist die Restaurierung von weiteren 22 Grabmalen vorgesehen. Zurzeit wird auch die Restaurierung der Vorhalle der Michaelskapelle vorbereitet, wo das in den 1960er Jahren entstandene Bild des Totentanzes restauriert werden soll. An die Ereignisse aus Anlass des zehnjährigen Bestehens der Gesellschaft erinnerte die Vorsitzende Ingrid Kühbacher bei der Mitgliederversammlung im Veranstaltungsraum der Sparkasse Freiburg. Als besonders erfreulich bezeichnete sie die steigende Zahl der Mitglieder, die seit der Gründung der Gesellschaft von 128 auf inzwischen 330 gestiegen ist. Weiterlesen

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Schwabentor – Geschichte des östlichen Stadttors von Freiburg

Mehrfach wurden das „Schwabentor“ und seine Fassade seit der Entstehung des Gebäudes verändert.  Freiburg besitzt heute noch zwei seiner ehemals vielen mittelalterlichen Stadttore. Die anderen wurden im Laufe der Zeit, insbesondere während der französischen Herrschaft beim Festungsbau unter Sébastien Le Prestre de Vauban (1678), abgerissen. Während man das Martinstor anhand von Holzresten einwandfrei auf den Beginn des 13. Jahrhunderts datieren konnte, ist die Entstehung des Schwabentors nicht sicher einzugrenzen. Es dürfte aber schon im Jahr 1250 gestanden haben. Dafür gibt es ein Indiz: Das Tor befand sich in unmittelbarer Nähe zu dem damals bereits bestehenden ersten bekannten Übergang über die Dreisam. Ein Kupferstich von Gregorius Sickinger von 1589 zeigt eine hölzerne überdachte Brücke, die zu diesem Tor führte. Weiterlesen

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Bombenangriff Breisach 1944

„Uwe Fahrers lesenswerte Dokumentation eines alliierten Bombenangriffs auf Breisach im Jahre 1944 gibt zu denken. Während täglich Kriegsberichte aus aller Welt mit vielen Toten und Verletzten auf uns einströmen und ob der Fülle nur noch oberflächlich wahrgenommen werden können, macht die bebilderte Schilderung eines Kriegsereignisses in der vertrauten Stadt und das Schicksal der vier getöteten Breisacher Bürger, darunter die namentlich genannte und im Foto ersichtliche vierjährige Anita Freithaler, betroffen.
Die alliierten Bomberpiloten handelten vermutlich in bester Absicht, Nazideutschland niederzukämpfen. Trotzdem war ihr Tun auch für unschuldige Menschen tödlich – wie in jedem Krieg und in heutigen Kriegen noch viel mehr.
„Kollateralschaden“ pflegen Militärs solche Ereignisse verharmlosend zu benennen. Leider geraten die Folgen von Kriegen mit zeitlichem Abstand in Vergessenheit. Als drittgrößter Waffenexporteur der Welt profitiert Deutschland von vielen Kriegen in der Welt. Politiker sprechen euphemistisch davon, dass „wir“ in Afghanistan unser „Beitrag“ zur Ausweitung der Freiheit leisteten. Wir sind auf dem besten Weg, die Fehler vergangen geglaubter Zeiten zu wiederholen.
Wie wäre es, wenn die Bundesrepublik den Verteidigungshaushalt jährlich um zehn Prozent kürzte und somit die Bundeswehr in zehn Jahren vollständig abbaute. Das freiwerdende Personal und Geld müsste gezielt dafür eingesetzt werden, in bedürftigen Ländern Aufbau- und Umweltprojekte zu realisieren und somit auch dem Nährboden des Terrorismus und der Klimakatastrophe entgegenzuwirken. Vermutlich dürfte eines solches Vorbild Deutschlands auch in anderen Ländern Nachahmer finden und könnte der Anfang einer weltweiten Abrüstung sein.“
4.11.2009, Theodor Ziegler, Algolsheim, Liedermacher

Zum BZ-Artikel „In dem Bruchteil einer Sekunde zerstört – Bombenangriff auf Breisach“ vom Samstag, 30.1ß0.2009
https://www.badische-zeitung.de/breisach/in-dem-bruchteil-einer-sekunde-zerstoert–21792676.html

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Steuer gegen Armut: Online-Petition fuer Finanztransaktionssteuer

Petition bringt Thema Finanztransaktionssteuer in Bundestag. Mehr als 50.000 Bürgerinnen und Bürger haben innerhalb von drei Wochen die Online-Petition zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer unterzeichnet – online, per Fax oder per Brief. Damit hat die Petition des Bündnisses „Steuer gegen Armut“ das erforderliche Quorum für eine öffentliche Anhörung im Petitionsausschuss des Bundestages erreicht. „Das ist ein großartiger Erfolg unserer Kampagne und zeigt, welch breite Unterstützung eine Besteuerung spekulativer Finanzmarktgeschäfte in der Gesellschaft findet“, sagte Jörg Alt von der Jesuitenmission, der Initiator der Kampagne. Neben der öffentlichen Anhörung habe die Kampagne mit der Online-Petition erreicht, dass sich Menschen im ganzen Land mit den negativen Auswirkungen deregulierter Finanzmärkte auseinandergesetzt haben. Weiterlesen

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Zehn Forderungen des IPPNW an eine neue Weltordnung

„Eine Kultur des Friedens erfordert unseres Erachtens die Globalisierung der Erkenntnis, dass alle auf alle anderen in dieser Welt angewiesen sind, dass es also nur eine gemeinsame Sicherheit geben kann“, hieß es im Geleitwort des Verhaltensforschers und Psychologen Horst-Eberhard Richter an den IPPNW-Kongress vom Wochenende in Berlin. Vor diesem Zusammenschluss der Internationalen Ärzte für die Verhütung eines Atomkrieges hat Daniela Dahn um „Nachsicht für Utopisten gebeten“ und ihre zehn Forderungen an eine Neue Weltordnung formuliert, die wir vollständig dokumentieren.

I. Aus gegebenem Anlass gehört eine Kopie des Guernica-Bildes zur obligatorischen Ausstattung aller öffentlichen Räume, in denen Verhandlungen über Krieg und Frieden stattfinden. Wer Glauben machen will, Picasso habe sich mit seiner anklagenden Mahnung nicht auch an ihn gewandt, irrt. Krieg muss immer wieder neu geächtet werden.
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Zwangsheirat – Reise in die Zwangsehe – Schutz in Frauenhaeusern

Sie ist eine Tradition zum Schutz der vermeintlichen Familienehre und ein Verbrechen gegen die Würde der Frau: In Südbaden suchen immer mehr Mädchen und Frauen aus Migrantenfamilien Hilfe aus Angst vor einer Zwangsheirat. Die meisten dieser Ehen werden im Ausland geschlossen, viele davon gerade jetzt, in den Sommerferien. Die Mitarbeiterinnen  von Freiburger Hilfseinrichtungen geben Betroffenen Schutz – und fordern die Schaffung eines eigenen Straftatbestands Zwangsheirat. Auffallend viele  Frauen haben sich vor Ferienbeginn an das Freiburger Frauenhaus gewandt: „Einige fürchten ihre Zwangsverheiratung, andere erleben häusliche Gewalt“, berichtet Ellen Breckwoldt, Vorsitzende des Freiburger Frauen- und Kinderschutzhauses. Weiterlesen

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Wie lange reichen die weltweiten Energievorräte?

Am 9.10.2006 findet der Energiegipfel der Bundesregierung statt. Schon im Vorfeld des Energiegipfels zeigt sich, dass die Frage der Energieressourcen bei diesem Gipfel eine wichtige Rolle spielen werden. In der Berichterstattung im Vorfeld des Gipfels zeigt sich bisher sehr stark die Dominanz der Werbeabteilungen der Energiekonzerne.  Die absehbare Endlichkeit der Uranreserven spielt in der bisherigen Diskussion beispielsweise fast keine Rolle. Auch aus diesem Grund senden wir Ihnen noch einmal unsere Hintergrundinformation aus dem Frühjahr 2006 zum Thema weltweite Energievorräte.

Im Internet und den Medien finden sich zum Thema weltweite Energievorräte (Uran, Erdöl, Erdgas, Kohle, Sonne, Wind, Biomasse, Geothermie) die unterschiedlichsten, häufig stark interessengeleiteten Angaben. Wir versuchen hier einige Infos zum Thema weltweite Energievorräte zusammenzutragen. Weiterlesen

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Regionale Produkte versus spanisches Treibhausgemüse

Kann man da nichts machen? Warum wir Tomaten auf den Augen haben müssen, im Winter spanisches Treibhausgemüse zu essen

Eine Vorahnung entwürdigender Lagerbaracken findet man in dem berühmten Roman “Onkel Toms Hütte” . Er schildert Mitte des 19. Jahrhunderts die Unterkünfte der schwarzen Sklaven im Süden der USA. Erschöpft und übermüdet, sind sie an das nackte materielle Dasein gefesselt. Was vor drei Wochen unter der Überschrift “Bittere Tomaten” und dem Blickfang einer unendlichen Plastikdächerfläche an der Südküste Spaniens im BZ-Magazin zu lesen war, erinnerte daran. “Was wir hier haben, ist neue Sklaverei”, zitiert der Beitrag eine Menschenrechtsaktivistin, “in ganz Europa isst man Gemüse und Obst, das von Menschen gepflückt wird, die völlig entrechtet arbeiten, gedemütigten Menschen, auf denen man herumtrampelt.” Weiterlesen

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Christliche Wohlfahrtsstaaten ohne Kinder – Demographie als Waffe der Moslems

Selbstmord Europas – Essay von Mark Steyn
Den postchristlichen Wohlfahrtsstaaten fehlen Kinder und Mut. Demographie ist die beste Waffe der Moslems

Viel von dem, was wir vage die westliche Welt nennen, wird dieses Jahrhundert nicht überleben. Vermutlich wird es auf den Landkarten noch eine Region geben, die als Italien oder Deutschland bezeichnet wird, so wie es in Istanbul immer noch ein Bauwerk gibt, das St.-Sophia-Kathedrale heißt. Nur ist es eben keine Kathedrale mehr, sondern bloß eine Immobilie. Ebenso werden Italien und Deutschland Namen von Liegenschaften sein. Für jene, die glauben, daß die westliche Zivilisation per saldo besser ist als alle Alternativen, besteht die Herausforderung darin, zumindest einen Teil des Westens zu retten. So ziemlich alle Parteien im Westen haben sich dem verschrieben, was man die sekundären Impulse einer Gesellschaft nennen könnte – Gesundheitsversorgung, Kinderbetreuung, Elternzeit. Weiterlesen

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Agenda 21 im Dreisamtal

1992 wurde die Agenda 21 bei der Welt-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro verabschiedet. Alle ihr beigetretenen Staaten verpflichteten sich, umgehend wirksame Massnahmen zum Schutz und zur Pflege der natürlichen Umwelt  zu ergreifen, da die Verbesserungen der Lebens- und Umweltbedingungen für die Menschen weltweit von existenzieller Bedeutung sind. Dabei geht das Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert davon aus, daß nur durch unmittelbare Beteiligung aller gesellschaftlicher Gruppen eine erfolgreiche Umsetzung der in 40 Kapiteln verteilten Handlungsaufträge zur Lösung weltweit ökologischer und sozialer Probleme gewährleistet ist.

Agenda 21 beginnt in der Fragestellung, welche langfristigen und globalen Auswirkungen hat die kleinste menschliche Tätigkeit in der Richtlinien-Zielsetzung und endet noch lange nicht bei der Frage nach denen politischen Handelns.

Ein Papier ist sie also, diese Agenda 21.  Und Papier ist gemeinhin als geduldig bekannt. Auch bedarf, was schwarz auf weiss geschrieben existiert, oft eines zähen Kampfes, um umgesetzt zu werden. Ob global oder lokal – ganz gleich. Wie also, fragte sich die npu-Redaktion, Wie sieht es mit Agenda 21 im Dreisamtal aus?

Agenda 21, die grosse Unbekannte? Das konkrete Schlagwort, ein unbekanntes Wesen? „Agenda zweidussig, mein’sch!“ korrigierte mich gleich mein erster, zaghaft darauf angesprochener Gesprächspartner,“ sell han ich scho g’heert!“ Die erwartete Erläuterung enthielt er mir vor. – Ob das Vereinsengagement auch unter Agenda 21 fiele, beantwortete ein verblüffter Vorstand mit „was isch denn au des?“ – Achselzucken zunächst beim Einkaufstratsch – „Agenda, ach so“, kurz darauf eine fundierte halbstündige Erläuterung. Eher gelassen reagierten die, die kommunal-lokal mit der Umsetzung betraut sind, die Rathäuser. (Für die stichhaltigen Informationen, telefonisch kurz und bündig bis seitenweise faxgerecht bedankt sich die Berichtverfasserin von dieser Stelle aus für entgegengebrachte Bereitschaft und Mühe!)

Agenda 21
das sind in den gemeindlichen Verwaltungsetagen des Dreisamtales keine leeren Phrasen. Aber nicht unbedingt der Anlaß „große organisatorische Dinge aus der Taufe zu heben“, so Oberrieds Bürgermeister Franz-Josef Winterhalter. „Agenda 21 praktizieren wir hier seit Jahren vom Umweltschutz bis zur Vereinstätigkeit.“ Weg vom Öl und hin zur Hackschnitzelfeuerung in öffentlichen Gebäuden, selbstverständliche Kommunikation mit dem Bürger ohne formalen Aufwand.

„Sorgfältiger Umgang mit Energie und diesbezügliche Beschlüße im Einzelbeschlussverfahren“ ist eine der Intuitionen Bürgermeisters Siegfried Kuster, Stegen, mit Hinweis auf die Vorreiterrolle in der Niedrigenergiebauweise für das komplette Baugebiet Stockacker

Agenda-21-Umsetzung stecke in privaten Patenschaften für eine Verkehrsinsel, in Bachputzete mit vereinten Kräften, bürgerlichem Recyclingbewusstsein, zentralen Heizungsanlagen einer Gemeinde und ende nicht in der Sorgfalt der verwalterischen Materialbewirtschaftung, die bei der Büroklammer beginne…..

Agenda 21 steckt im Solar- wie im Biogasprojekt, in der Ohrmarkenverordnung für das Vieh wie in regenerativer Wassernutzung, in der Nutzung natürlicher Produkte wie im Tun der Vereine Naturkraft Dreisamtal, Schau ins Land, Bürgerverein Burg oder Zarten. Vielfältige Förderungen im Rathaus Kirchzarten: Für Streuobstwiesen, für Biotopvernetzung beispielsweise im Zuge der Flurbereinigung des Neubaus der B 31, für energieautarkes Schulzentrum, für Solarstrom, für sparsamen Umgang mit Bauland, für öffentlichen Personennahverkehr, für soziales bürgerschaftliches Engagement und, und, und….

Agenda 21 umgeht keinen Gemeinderat mehr in seiner Entscheidungspflicht, auch wenn der Name Agenda gar nicht fällt, an ihr kommen weder Sozialwesen, noch Forschung vorbei.

Agenda 21 betrifft alle Lebensbereiche; sie beinhaltet Förderungen kultureller und touristischer Art. In St. Peter beispielsweise die private Umstellung dezentraler Kleinkläranlagen auf Tropfkörperkläranlagen, Landschaftsplan und Dorfentwicklungskonzept, Renaturierung des Roßweihers, Energiesparmassnahmen im Hallenbad. Zu Steillagenförderung, Landschaftspflegegeld und Tierzuchtförderlinien gesellt sich ein beachtliches Quantum an ehrenamtlicher Arbeit von Elternbeiratschaften in Kindergarten und Schule, pfarrgemeindlichen Aktivitäten und kirchlicher Gruppenarbeit, Sport- und Kulturvereine, aber auch Tourismusbestrebungen.

Denn Agenda 21 verlangt gemeinsames, gemeinschaftliches Handeln, von der kleinsten Vereinigung bis zur Weltpolitik. Bürgerschaftliches Engagement heißt die Formel auf lokaler Basis – und das wird im Dreisamtal in nicht geringem Umfang erbracht! Bis hinauf auf die Höh’, wo Gemeinschaftsprojekte in Verknüpfung mit lebenswertem Ambiente entstanden und entstehen, so St. Märgens Bürgermeister Josef Waldvogel. Der die Arbeit seiner Verwaltung auch in der Vermittlerrolle zwischen gestern, heute und künftigen Generationen sieht. Dorfentwicklung unter Bürgerbeteiligung, analog zum Arbeitsmarkt, mehr Bürgersinn aufleben lassen ( einstmals Thurnerspur, heute Naturfreibad und Innerortssanierung), verantwortlicher Umgang mit Kultur (Stichwort Uhren, Musik) Schwarzwälder Fuchs und Freizeit (Stichwort Wandern, Kulturlandschaft).

Was lernen wir daraus?
eine beliebte Frage. Zum Thema lautet die Antwort: Agenda 21 geht jeden einzelnen an, beinhaltet Vorbild sein und Beispiel geben zugunsten der Lebensqualität weltweit für alle künftigen Generationen, von Mikroorganismus über Pflanze und Tier bis zum Menschen.
Monika Rombach, 27,6,2003

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