Vahlefeld: Die Krisenmaschine

Die links-woke liberale Demokratie hat sich zu einer „Krisenmaschine“ entwickelt mit dem „Wertepaar Angst (Volk als Souverän) und Herrschaft (politische Klasse als Elite)“, wobei sich letztere die sog „Zivilgesellschaft“ (NGOs) herangezogen und die Medien als Fürsprecher vereinnahmt hat.
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1) Akademikersprache
Die liberale Demokratie ist von Jürgen Habermas beeinflußt. „Seine große Leistung war es, den Marxismus eines Theodor W. Adorno , der noch versuchte, das richtige Leben zu treffen, in einen Diskursmarxismus zu sublimieren, in dem das richtige Leben durch das richtige Sprechen abgelöst wurde“ (S. 75). Sprache und Diskurs (der Akademiker) prägen die Gesellschaft und nicht die realen sozialen Verhältnisse der Working Class. Also: Nicht das Bruttosozialprodukt BIP ist wichtig, sondern das Sprechen darüber, also die Meta-Ebene – was für ein Unsinn.
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2) Massenmigration
Die liberale Demokratie bekennt sich zum „Modell des Aufeinanderprallens extrem aggressiver Migranten auf träge Schönlingsbevölkerungen“ (S. 229)
Seit der Grenzöffnung 2015 lassen die Regierungen Merkel, Scholz und Merz den Jungmännerüberschuß (Youth Bulges von Prof. Heinsohn) aus afrikanischen, arabischen bzw. islamischen Kulturkreisen ins Land. Die illegale Migration ist auf Schlepper angewiesen, wobei es nur die Aggressivsten schaffen. „Gleichzeitig trifft dieser Jungmännerüberschuss auf westliche Gesellschaften, die ihren Populationszenit bereits überschritten und in denen sich die „trägen Schönlinge“ sowie die nicht mehr paarungswilligen Weibchen durchgesetzt haben.“
Zur Begründung der unkontrollierten offenen Grenzen zitiert Vahlefeld zum einen Wolfgang Schäuble (CDU), der im Sommer 2016 sagte „die Abschottung ist doch das, was uns kaputt machen würde, was uns in Inzucht degenerieren ließe“. Und zum anderen Yascha Mounk, der 2018 meinte, „dass wir hier ein historisch einzigartiges Experiment wagen, und zwar eine monoethnische und monokulturelle Demokratie in eine multiethnische zu verwandeln. Das kann klappen, das wird, glaube ich, auch klappen, dabei kommt es aber natürlich auch zu vielen Verwerfungen.“ Diese zeigen sich im heutigen Deutschland in Kitas, Schulen, Nogo-Areas und im öffentlichen Raum.
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3) Kampf gegen Rechts
„Die liberale Demokratie ist zu einem Projekt verkommen, das jährliche Grosslügen à la Wannseekonferenz 2.0 benötigt, um auch noch die niedrigsten und dümmsten Kräfte der Zivilgesellschaft auf die Straße zu bringen“ (S. 236). Auch die nachweislich niemals stattgefundenen „Hetzjagden“ von Chemnitz 2018 führt Vahlefeld an. Alles im „Kampf gegen Rechts„, der von angeblichen Demokratieförderprogrammen des Staates wie „Demokratie leben!“ finanziert wird.
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Im Zeiten des Niedergangs von Wirtschaft und Kultur mehrt sich die gesellschaftskritische Literatur.
Hamed Abdel-Samad „Der Preis der Freiheit“
Michael Andrick „Ich bin nicht dabei“
Norbert Bolz „Zurück zur Normalität“
Broder/Mohr „Good Morning Germanistan!“
Michael Esders „Sprachregime“
Michael Esfeld „Land ohne Mut“
Ulrike Guérot „Zeitenwenden
Michael Klonovsky „Alles für Buntland“
Manfred Kleine-Hartlage „Die liberal Gesellschaft und ihr Ende“
Josef Kraus „Im Rausch der Dekadenz
Hans-Joachim Maaz „Angstgesellschaft
Chaim Noll/Heinz Theisen „Verteidigung der Zivilisation“
Werner Patzelt „Deutschlands blaues Wunder“
Susanne Schröter „Der neue Kulturkampf
Emmanuel Todd „Der Westen im Niedergang“
Ulrich Vosgerau „Die Herrschaft des Unrechts
Alexander Wendt „Verachtung nach unten

In den Kanon dieser Bücher reiht sich das am 10. Juni 2025 erschienene Buch von Markus Vahlefeld „Die Krisenmaschine“ ein. Es zeichnet sich aus durch:
Fundierte Recherche (Enttarnung der vermeintlichen Ideologiefreiheit der liberalen Demokratie).
Aktualität (bis zu Trump/Musk und den 551 Fragen der CDU, die durch die Betreiben der NGO-Vorfeldorganisationen niemals beantwortet werden).
Leicht verständliche Sprache (ohne Überfrachtung mit Fremdwörtern), die auch vom normalen Steuerzahler lesbar ist.
Vahlefeld ist ein Anhänger der Demokratie – der repräsentativen wie direkten Demokratie. Deshalb verteidigt er sie vehement gegen die derzeitige sog. liberale Demokratie bzw.  UnsereDemokratie.
29.6.2025
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Ende von Beitrag „Vahlefeld: Die Krisenmaschine“
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Beginn von Anlagen (1) – (3)
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(1) Markus Vahlefeld: „Die Krisenmaschine“ – Kontrafunk Edition
Anstatt die Freiheit zu garantieren, hat sich die liberale Demokratie in ein Konstrukt aus Katastrophenrhetorik, Schweigespiralen, Meinungszensur und staatlicher
Überreglementierung verwandelt.
Hinter der vermeintlichen Ideologiefreiheit der liberalen Demokratien versteckt sich in Wahrheit ein Welt- und
Menschenbild, das in seinem totalen Machbarkeitswahn die Humanität bedroht. Markus Vahlefeld deckt auf, warum das, was momentan politisch und soziologisch wie blanker Irrsinn erscheint, die logische Folge jahrzehntelang propagierter Grundannahmen ist. Denn die liberalen Demokratien waren in ihrer praktischen Ausprägung nie liberal. Und nun verwandeln sie auch die Demokratie in eine Lüge.
10.6.2025
https://kontrafunk.radio/de/hinweise/edition-kontrafunk/markus-vahlefeld-die-krisenmaschine-kontrafunk-edition
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Markus Vahlefeld: Die Krisenmaschine
Angst und Herrrschaft in der liberalen Demokratie
KONTRAFUNK Edition, ISBN 978-3-9525739-7-6
244 Seiten, 10.6.2025, 29 Euro/CHF

Markus Vahlefeld, 1966 in Hong Kong geboren, Deutsch-Brite, nach Kindheit und Pubertät in Deutschland und den USA Studium der Philosophie in Bonn, Berlin und Barcelona.
Sieben Jahre verbrachte er mit Drehbuchschreiben und Filmemachen, bevor er 2007 seine Leidenschaft für gutes Trinken zum Beruf machte. Seitdem berät er einige der besten Weingüter Deutschlands. Markus Vahlefeld lebt in Köln und hat sein Büro in einem kleinen Weindorf im Rheinhessischen. 2017 veröffentlichte er das Buch „Mal eben kurz die Welt retten“, das zum Bestseller avancierte.
2018 folgte „Macht hoch die Tür – Das System Merkel und die Spaltung Deutschlands“. Neben seiner Tätigkeit als Essayist und politischer Kommentator produziert Vahlefeld beim Kontrafunk die wöchentliche Genusssendung „Leib und Speise“.
Seit 2022 ist Markus Vahlefeld auch Moderator der Sendung „Reden über Deutschland“ im KONTRAFUNK
https://kontrafunk.radio/de/sendung-nachhoeren/talkshow/reden-ueber-deutschland/
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(2) Die Sonntagsrunde mit Burkhard Müller-Ullrich: Drei Somalier mit ’ner NGO
08.06.2025 – Oliver Gorus, Gründer und Herausgeber des Onlinemagazins „Der Sandwirt“ (https://www.dersandwirt.de), Silke Schröder, Publizistin und Unternehmerin, sowie Markus Vahlefeld, Autor des neuen Kontrafunk-Buchs „Die Krisenmaschine – Angst und Herrschaft in der liberalen Demokratie“, diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über das absurde Grenzschließungstheater, das eine regierungsfinanzierte linke Nichtregierungsorganisation mit der deutschen Bundesregierung unter Zuhilfenahme einer dysfunktionalen Justiz aufführt; über die Ausfälligkeiten der Mainstreampropagandamedien als Reaktion auf das Ergebnis der demokratischen Präsidentenwahl in Polen sowie über Friedrich Merz als Riesenzwerg, der zu Donald Trump gereist ist, welcher ihm drei Minuten Aufmerksamkeit schenkte.
8.6.2025, https://kontrafunk.radio/de/sendung-nachhoeren/politik-und-zeitgeschehen/die-sonntagsrunde/die-sonntagsrunde-mit-burkhard-mueller-ullrich-drei-somalier-mit-ner-ngo

Einige Zitate aus der Sendung:
Die Website Frag-den-Staat wird (wie so viele NGOs) vom Staat finanziert. Der Staat finanziert also seine Widersacher – „das ist totalitär“, so Vahlefeld. Nach Vahlefeld’s These ist der Staat dabei, totalitär zu werden.
Auch die vor der Bundestagswahl 2/2025 von der CDU formulierten „551 Fragen der CDU“ wurden nach der Wahl von der Merz-Regierung ignoriert bzw. nicht beantwortet.
ProAsyl (mittelbar staatsfinanziert, auch über Kirchen und Gewerkschaften) beriet und half drei Somaliern, über Polen nach Deutschland zu kommen (3): Der Staat finanziert den illegalen Grenzübertritt.
NGOs, Gewerkschaften, Unis und Medien bilden einen Staat im Staat als Teil der Zivilgesellschaft: „wie ein Aasgeier, der den Staat ausnehmen will und tut“ (Vahlefeld).
„D ist durch den linken Marsch durch die Institutionen kulturell entkernt, anders als in Ungarn und Polen“ (Schröder).
Junge Demokratien sind freiheitlich, ältere Demokratien eher totalitär. „Es wird sich ändern“ (Vahlefeld), zuerst in den Medien.
Ende Zitate.

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(3) Markus Vahlefeld: Staatliche Schattengesellschaft – die Zivilgesellschaft
Es ist einer der Schlüsselbegriffe, um die Macht- und Einflussverhältnisse in Deutschland zu verstehen: die Zivilgesellschaft. Einst wurde der Begriff in Abgrenzung zur politischen und wirtschaftlichen Sphäre benutzt, um die sozialen Aktivitäten und freien Zusammenschlüsse von Bürgern zu beschreiben.

Es war Jürgen Habermas, der den an sich unschuldigen Begriff der Zivilgesellschaft dann kaperte, indem er sie mit seiner Diskurstheorie belud und ihr die Aufgabe zusprach, allein über die historische und politische Wirklichkeit einer Gesellschaft zu entscheiden. In der fortschreitenden Politisierung war es fortan nicht mehr der Kaninchenzüchterverein oder die Volkstanzgruppe, die mit der Schaffung der gesellschaftlichen Wirklichkeit betraut war, sondern akademisch durchsetzte und diskursiv geschulte Aktivistengruppen.

Habermas prägte den Satz von der „normativen Kraft des Faktischen“, der auf den ersten Blick nach dem entspannten Aushalten der Wirklichkeit klingt, die sich immer gegen Ideologien und Wolkenkuckucksheime durchzusetzen imstande ist. In Wahrheit meinte Habermas das genaue Gegenteil. Nach ihm ist das Faktische nie die Wirklichkeit, sondern ausschließlich derjenige Teil der Wirklichkeit, der im „Diskurs“ der Zivilgesellschaft behandelt wird. Derart behandelt, entwickelt sich das Faktische dann zu einer mit Machtanspruch ausgestatteten Norm, die weit oberhalb der Meinung der Mehrheitsgesellschaft und der des Einzelnen steht. Unterordnung unter die Ergebnisse des zivilgesellschaftlichen Diskurses sind dann erste Bürgerpflicht.

Dieses Amalgam aus engem Diskurskorridor und Pflicht zur Unterordnung unter das, was innerhalb dieses Korridors behandelt wird, war die Voraussetzung, um so etwas wie das Corona-Regime installieren zu können, für das niemand die Verantwortung übernimmt und das nie aufgearbeitet werden wird. Für die kontrafaktische Kollektivmeinung gibt es eben keine Verantwortlichen.
Allein schon dieser diskurstheoretische Ansatz von Habermas erklärt, wieso die Hüter des zivilgesellschaftlichen Diskurses weiterhin so dermaßen selbstbewusst bis machtbesoffen auftreten und dem einzigen Souverän, dem Volk, so entschieden misstrauen. Denn es ist die Zivilgesellschaft allein, die über die gesellschaftliche Wirklichkeit bestimmt. Und jeder, der eine andere Wirklichkeit zu erkennen meint, bedroht die installierte und mit normativer Kraft ausgestattete (Schein)Wirklichkeit der Zivilgesellschaft.

Kein Staats-Korsett fürs Geistesleben
Die berühmten 551 Fragen, die die CDU im Wahlkampf an die verbliebene Ampelregierung stellte, berührten dabei nur die Spitze des Eisbergs. Die NGOs, um die die Fragen kreisten, sind Symptom eines Demokratiebruchs, aber nicht seine Ursache. Denn die Zivilgesellschaft, die eine Wirklichkeit mit Norm auszustatten befähigt ist, setzt sich aus hunderten von Akteuren zusammen, die wirtschaftlich eine weitaus größere Potenz haben als die NGOs, die momentan im Fokus stehen. Wer meint, den NGOs das Geld zu streichen, würde eine Abkühlung des gesellschaftlichen Klimas bringen, übersieht, dass das gesamte Geistesleben in Deutschland durchweg staatlich finanziert ist.
Dabei findet im Geistesleben einer Gesellschaft die Neuschöpfung aller Ideen, alles Kreativen sowie allen Fortschritts statt. Jeder Tech-Unternehmer oder Erfinder arbeitet an Ideen, die er durch seinen geistigen Impuls empfangen hat. Jeder Philosoph, jeder Schriftsteller, jeder Maler muss den Ideenraum seines Geistes durchschreiten, aus dem heraus er schöpft und schafft. Das Geistesleben ist die Keimzelle und der Maschinenraum für die Resilienz einer Gesellschaft und Kultur. Es in das Korsett staatlichen Handelns zu zwingen, ist eine aus der schlechteren Geschichte bekannte Neigung Deutschlands, die sich auch nach 1945 weiter tradiert hat.
Von den Schulen und Universitäten, über die Museen und Stiftungen, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, die Ethik- und wissenschaftlichen Beiräte, die NGOs, die Verbände für ausgefallene sexuelle Präferenzen (lesbisch, gay, queer etc.), die Theater und Festivals bis hin schließlich zum letzten mediokren Kulturschaffenden finanziert sich der Staat ein Geistesleben, das allein der Finanzierung wegen nur eine Richtung kennen kann: mehr Staat, mehr Kollektiv, mehr Sozialismus.
Dabei sind die Machtverhältnisse osmotisch und reziprok. Zwar hat sich der Staat eine demokratisch nicht legitimierte Schattengesellschaft herangezogen, gleichzeitig beherrscht er sie schon lange nicht mehr. Inzwischen bildet die sogenannte Zivilgesellschaft einen Staat im Staate, der extrem gut vernetzt, schnell kampagnenfähig und emotional hochgradig aufbrausend ist. Das war bei der Correctiv-Lüge über die Wannseekonferenz 2.0 und bei den darauffolgenden Massendemonstrationen gut zu erkennen. Der Staat hat das Krokodil gemästet; Zweifel, dass er dann auch als letztes von ihm gefressen wird, sind angebracht.
Das wird auch eine zahme CDU nicht ändern können, vielleicht auch nicht ändern wollen, da die sogenannte Zivilgesellschaft die Machtverhältnisse in Deutschland mit Hilfe der Brandmauer stabil hält. Oder wie kann man erklären, dass als neue Queer-Beauftragte die linksradikale SPD-Politikerin Sophie Koch eingesetzt wurde? Frau Koch wetterte während des Wahlkampfs 2025 gegen die CDU, die sich ihrer Ansicht nach radikalisiert und die demokratische Mitte verlassen habe. Sie schlussfolgerte wortwörtlich: „Für Demokratinnen und Demokraten ist die CDU damit unwählbar“. Nun hat die CDU-Familienministerin Karin Prien ihr den gut dotierten Job als Queer-Beauftragte zugeschustert.

Gesellschaftlichen Diskurs im eigenen Profitsinn bestimmen
Umfragen ergeben schon seit Jahren, dass Transaktivismus und Gendersprache keinerlei Rückhalt in der Gesellschaft genießen. Sie wurden dennoch eingeführt und zur Norm erklärt. Dieses Muster wiederholt sich bei fast allen sogenannten progressiven Veränderungswünschen. So hatte letzten Monat die Bundesregierung Zurückweisungen an der deutschen Grenze in Aussicht gestellt. Der Fall von drei Somaliern, die dann dagegen klagten – oder von Aktivisten zu einer Klage gedrängt wurden –, ging durch die Medien. Ein Berliner Verwaltungsrichter mit grünem, wenn nicht linksextremem Hintergrund sorgte schließlich dafür, dass die Zurückweisung der drei Somalier zurückgenommen werden musste. Die Rahmung in den offiziellen Medien war eindeutig: Deutschland begeht Rechtsbruch, die Grenzen müssen offen bleiben.
Es war die Einrichtung ProAsyl, die die drei Somalier beriet und half, deutschen Boden schließlich zu betreten. Dass die Mobiltelefone der Somalier brandneu waren und deren Fluchtroute so nicht nachvollzogen werden konnte, dass auf einmal gefälschte Papiere im Spiel waren, die die Minderjährigkeit einer der Migrantinnen beweisen sollten, all das ist Teil einer Kampagne, die mit Hilfe der Zivilgesellschaft geplant, orchestriert und schließlich durchgezogen wird.
Ein Blick in einige Details lohnt: Hinter ProAsyl stehen vornehmlich die Kirchen und die Gewerkschaften – ebenfalls zwei wichtige Akteure der Zivilgesellschaft –, die sich mit ProAsyl ein mächtiges Instrument aufgebaut haben, um den gesellschaftlichen Diskurs weiterhin auch in ihrem Profitsinne zu bestimmen. Natürlich wird ProAsyl von George Soros‘ Open Society Foundations unterstützt und finanziert.
Den Vorsitz des Fördervereins ProAsyl hat Prof. Dr. Beate Wagner inne. Sie war 14 Jahre lang Generalsekretärin der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. und zugleich Mitglied im Koordinierungskreis des zivilgesellschaftlichen Forums Menschenrechte. Seit 2016 ist sie Geschäftsführerin der Global Young Academy, die eng mit der Initiative Young Global Leaders vom World Economic Forum zusammenarbeitet. Spätestens hier wird nicht nur die internationale Vernetzung deutlich, auch dass staatlich finanzierte Professoren blanken Aktivismus betreiben, ist ein Hinweis darauf, dass die Liebe zu den eigenen Feinden beim Staat stark ausgeprägt ist.
Der deutsche Innenminister Dobrindt wertete das Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts zu den drei Somaliern als Einzelfallentscheidung und hielt an Zurückweisungen fest. Das Online-Umfrageportal Civey veröffentlichte dann das Ergebnis einer Umfrage, nach der 73 Prozent der Befragten Dobrindts Kurs unterstützten und weiterhin Zurückweisungen an den Grenzen befürworteten. Derartige Ergebnisse sind den Akteuren der Zivilgesellschaft jedoch nicht nur egal, sie sind der Ansporn, ihre Macht umso offensiver zur Schau zu tragen.
Ein Online-Portal mit dem Namen FRAGDENSTAAT reichte Klage gegen Dobrindt wegen Verleitung zu Straftaten ein. Interessant ist dieser Fall, weil das Portal FRAGDENSTAAT aus Geldern des staatlichen Programms „Demokratie leben!“ gefördert wird, auch hier also der Staat sich die Kläger gegen ihn selbst heranzieht und durchfinanziert. Ein Muster, das bereits bei der Deutschen Umwelthilfe des klagefreudigen Jürgen Resch für Aufsehen sorgte. FRAGDENSTAAT ist eine Unterabteilung der Open Knowledge Foundation, die, wie der Name unschwer erahnen lässt, ebenfalls von den Open Society Foundations gefördert wird. Absprachen zwischen der Open Knowledge Foundation und ProAsyl kann man unterstellen, wenn auch nicht beweisen.
Ist ein Staat erst mal ins Rutschen geraten – und das ist Deutschland mit der weiten Öffnung der Grenzen unter der CDU-Kanzlerin Angela Merkel –, dann agiert die Zivilgesellschaft Habermas‘scher Prägung wie ein Aasgeier, der erst von seiner Beute ablässt, wenn sie vollständig entleert und in Verwesung begriffen ist. Staat, Politik und Regierung fördern nicht nur ihre größten Zerstörer, sie sind sogar dazu verpflichtet, weil sich niemand traut, an dem Prinzip des verstaatlichten Geisteslebens zu rütteln.
… Alles vom 17.6.2025 von Markus Vahlefeld bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/staatliche_schattengesellschaft
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Das und noch viel mehr analysiert Markus Vahlefeld in seinem neuen Buch: DIE KRISENMASCHINE – Angst und Herrschaft in der liberalen Demokratie, KONTRAFUNK-Edition 2025; 29,00 EUR;
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