Dekadenz

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Kinder spielen im Wohnzimmer April 2021

 

 

Über die Unfähigkeit menschlicher Gesellschaften, mit Wohlstand umgehen zu können
Politische Kritiken wie die vorliegende von Herrn Asch leiden meiner Meinung nach stets daran, dass sie sich zu sehr auf das Naheliegende (hier: Niedergang der Union, Aufstieg der Grünen, Linksdrift der Mehrheitspolitik) kaprizieren. Das alles ist wahr und richtig, doch der Ursprung liegt weder in Angela Merkel noch der Gschaftlhuberei von ämtergeilen CDU-Funktionären, sie – selbstverständlich – zum Erhalt ihrer Pfründe und Posten auch mit der Linkspartei koalierten, informell geschieht dies schon mannigfaltig. Nicht einmal die Kräfte des linken Sektors sind „schuld“.

Das unterliegende Problem ist die gar nicht einmal für Deutschland besondere Unfähigkeit menschlicher Gesellschaften, mit Wohlstand umgehen zu können. Historisch haben alle Gesellschaften, die einen innerlich und äußerlich unbedrohten Wohlstand über das Maß elementarer Bedürfnisbefriedigung hinaus erreicht haben, stets nach einer kurzen kumulativen Phase (im Falles Europas: Die Jahre von 1890 bis zum 1. Weltkrieg und dann noch einmal die 1950er Jahre) einen unvermeidlichen Niedergang erlebt.
Am Ende stand stets eine Mischung aus Dekadenz, Pazifismus, Feminismus (bzw. eher die Ablehnung von Männlichkeit und Wehrhaftigkeit) und Gebärverweigerung.

Ob nun „der Westen“ (also auch Deutschland) im 21. Jahrhundert oder das Römische Reich ab dem Ende des 4. Jahrhunderts, davor andere Reiche wie das 2. des alten Ägyptens oder das der Sassaniden, oder auch das China vor der Ming-Dynastie – stets war diese Entwicklung, trotz vielfältiger innerer Reformversuche, nicht umkehrbar. Das Schicksal Europas und Nordamerikas zum Ende dieses Jahrhundert wird das gleiche sein wie vor 1.500 Jahren: Sie werden von kulturell unterlegenen, aber hochfertilen und den Mann in den Vordergrund stellende Völkern überrannt, übernommen und dann durch Bevölkerungsaustausch ethnisch assimiliert. Ein Kultursturz folgt, der sehr resilient sein wird.

Das Problem liegt darin, dass eine dekadente Lebensweise angenehm ist und „Spaß macht“ – nicht umsonst galt das Streben und Sinnen vorherige Generationen verbissen genau dem Ziel, eine solche Gesellschaft anzustreben. Auch kein Querdenker oder AfD-Wähler, geschweige denn wirklich ein Grünlinker oder Klimagläubiger will zurück zu einem Lebensstandard, wie es ihn hierzulande zuletzt Mitte des 19. Jahrhunderts gab, und vielleicht noch im Hungerwinter 1946. Das aber wäre notwendig, um in der deutschen Gesellschaft wieder jene Kräfte, jenen Ehrgeiz, jenes Lebensgefühl und Bewußtsein zu wecken, dass über die Erfindung von 23 Geschlechtern oder den bloßen Erwerbs eines in China gefertigten Kleincomputers zum Schreiben von Whatsapp hinausgeht. Wie gesagt: Es ist kein böser Wille.

Links und grün zu sein im heutigen Sinne ist eine bestenfalls opportunistisch zu nennende Anpassungsleistung, keine „Gesinnung“ oder tatsächliche Ideologie.

Der Mensch, so wie er sich in der afrikanischen Savanne vor 100.000 Jahren entwickelte, ist mental, genetisch und behavioristisch für ein entbehrungsreiches Leben unter ständiger Gefahr ausgelegt – wie übrigens sämtliche Lebewesen auf der Erde. Mit Gefahrlosigkeit, Überfluss und Sattheit kann er nicht umgehen – er wird fett, faul, dekadent und träge. Nicht nur Menschen! Nicht umsonst kennen wir das Phänomen der „Verhaustierung“ – füttere deine Hauskatze nur mit Leckerli den ganzen Tag, sie wird dick und rund, liegt den ganzen Tag nur noch auf dem Bücherregal und betrachtet bestenfalls halbinteressiert, aber ohne erkennbare Aktivität einen Vogel draußen vor dem Fenster. Ein ferner Instinkt in ihr sagt ihre zwar, dass das Futter sei, sie ihn jagen müsse, weil sie sonst verhungern könnte – und schon steht wieder der Napf mit Whiskas vor ihr. Der Vogel kann sie mal.
Mensch oder Tier – wird es dem Esel zu wohl, so geht er aufs Eis, sagt der Volksmund.
Durch diese evolutionär angelegten Mechanismen ist es uns heute unmöglich, der dekadenten Gesellschaft zu entkommen. Der Abstieg, der sich derzeit eben in Klima-, Gender- und sonstigen grünlinken Wahnen äußert, er ist unausweichlich. Andere stehen auch längst ungeduldig bereit, zu übernehmen – und sie werden es tun. Wie lange sie dann in einem „dunklen“ Zeitalter leben werden, wann sie den Zustand dekadentem Abstiegs erreichen werden, wer weiß.

Ihr KÖNNTET anders. Aber – wer will es wirklich, wenn er sieht, welche Konsequenz es hätte? Glaubt mir, mit ein bisschen mehr Grenzschutz oder weniger Steuern erreicht Ihr nichts. Denn das Problem seid ja Ihr selbst. Kleine Aufgabe zu Beginn: Duscht ab sofort, also ab morgen früh, grundsätzlich nur noch kalt. Und dann nur einmal die Woche. Im Winter wird nur noch ein Zimmer in der Wohnung geheizt, auf maximal 15 Grad. Der Rest bleibt kalt.
So war es „vor der Dekadenz“. Wer schafft das? Wer will das?
Eben.
… Alles vom 31.5.2021 von Thomas Hellerberger bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/meinungen/dekadenz-ist-unumkehrbarueber-die-unfaehigkeit-menschlicher-gesellschaften-mit-wohlstand-umgehen-zu-koennen/
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Einige Kommentare:
Untergang leider nicht so langsam wie der Aufstieg
„Es wäre ein Trost für die Schwäche unseres Selbst und unserer Werke, wenn alle Dinge so langsam untergehen würden, wie sie entstehen; aber so wie es ist, wachsen die Zuwächse nur schleppend, aber der Weg zum Ruin ist schnell.“ Zugeschrieben Lucius Annaeus Seneca, Briefe an Lucilius, n. 91, 64 n. Chr? (Zitat von Google aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt) Danach wurde in jüngerer Zeit die Seneca- Kurve (auch Seneca- Effekt oder Seneca- Klippe) benannt.
31.5.2021, M.Q. TO

Wohlstand und Freiheit sind mit Anstrengung untrennbar verbunden 
Ein weiteres Problem ist die Unfähigkeit einer Gesellschaft das Wissen beizubehalten, dass Wohlstand und Freiheit mit Anstrengung untrennbar miteinander verbunden sind.
Momentan leben wir praktisch in einer hedonistischen Demenz. Alles soll toll, spaßig und angenehm sein und zwar ununterbrochen. Dummerweise sorgt diese Haltung dafür, dass eines Tages nichts mehr toll, spaßig und angenehm sein kann, weil die Menschen unbemerkt die Grundlage dafür zerstören.
Man sieht es zb. gut bei dem Abiturdesaster, wobei jedes Mal aufs neue geheult wird, dass die Aufgaben „furchtbar schwer“ seien und bitte leichter wird. Dass das Abitur nicht ohne Grund ein gewisses Niveau abverlangt, scheint niemand zu rallen. Also sorgen sie dafür, dass jede neue Abitur Generation immer weniger kann und können muss bis das Abiturniveau praktisch nonexistent und somit das Bildungsniveau insgesamt im Land absinkt.
Der Vergleich mit der Hauskatze kommt gut hin. Wer dauernd satt, zufrieden und sicher ist, hat kein Antrieb die eigene Situation zu verbessern, geschweige denn es aufrechtzuerhalten.
Schlimmer noch: Die Leute kriegen in ihrem Hedonismus den Hals nicht voll. Wenn tatsächlich ein bedingungsloses Grundeinkommen wird, ist Ende… Die Leute werden nur noch Sch**** im Kopf haben und obendrein wie Kinder endlos abhängig sein.
31.5.2021, Pol

Eigenes Tun muß unmittelbare Konsequenzen haben
Ich denke, dass die grosse Not des Westens der Relativismus ist. Wer erleben muss, das falsche Entscheidungen (etwa eine zu frühe Aussaat, eine versäumte Ausbildung oder Unzuverlässigkeit im Beruf) unmittelbare Konsequenzen haben (bis hin zu Hunger und Kälte), der erkennt ganz praktisch den Unterschied zwischen „wahr“ und „falsch“.
Wenn man jedoch völlig am Arbeitsmarkt vorbeistudiert, seine Jugend verbummelt oder das Klimageschehen falsch einschätzt, ohne dass dies den Lebensstandard negativ beeinflusst, dann braucht man sich über eine allgemeine Wurschtigkeit nicht zu wundern.
3.5.2021, Est
Es mangelt unheimlich an kritisch denkenden Leistungsträgern
mit ausreichend Lebenserfahrung. Die Masse der Nicht-Leistungsträger steigt immer weiter: junge „Abiturienten“ mit der Sehnsucht nach einer Karriere beim Staat und junge Rentner mit dem Ausblick auf 25+ Jahre Staatsversorgung stellen heute die Mehrheit. Leistungsträger, die wirklich was leisten, gibt es noch einige. Aber die sind bei uns so naiv und gehirngewaschen.
31.5.2021, Ego

Es muß schlecht gehen, dass wir uns aus der Dekadenz erheben
Wenn es stimmt, was Sie sagen, werden wir wohl alle noch einmal davonkommen, wenn wir alle die Grünen oder eine andere grün angehauchte Partei (d. h., alle Parteien außer der AfD) wählen. Dann wird es uns so schlecht gehen, dass wir uns aus der Dekadenz noch einmal erheben. Stichwort: Energiewende, illegale Massenimmigration von zum großen Teil Minderleistern und dem Westen gegenüber feindlich Gesinnten, Schulden für die „Europa“ genannte EU, die Folgen der Corona-Krise usw. usf.
Ich hatte immer gedacht, dass Merkel und ihr Hofstaat in der Regierung und dem Parlament Deutschland zerstören wollen oder die Zerstörung zumindest billigend in Kauf nehmen, so lange sie nur ihre Macht erhalten können. Irrtum: Sie bescheren ohne Not eine Vielzahl von schwerwiegenden Problemen, um uns aus dem Sumpf der Dekadenz zu retten. So habe ich das noch nie gesehen. Danke, Merkel!
31.5.2021, Fra
Ich sag dazu nix, aber so kann man seine Jugend auch (künstlich) verblöden: https://www.welt.de/politik/deutschland/article231484643/Mecklenburg-Vorpommern-Noten-im-Mathe-Abi-werden-angehoben.html
31.5.2021, Ruh

Wohlstand selbst erarbeitet worden- oder leistungslos konsumiert?
Ich kann mich diesen Gedanken anschließen. Jedoch möchte ich in einem Punkt differenzieren, es kommt darauf an wie dieser Wohlstand entstanden ist. Ist dieser Wohlstand selbst erarbeitet worden, mit einer produktiven Leistung, einer Übernahme von Verantwortung für die eigene Leistung. Oder wird dieser Wohlstand ohne eigene Wertschöpfung einfach leistungslos konsumiert. Ich denke ein System kippt, wenn das Verhältnis zwischen der produktiven Wertschöpfung und den leistungslosen „Wohlstandsbeziehern“ nicht mehr stimmt. Dazu kommt dann, dass genau diese Menschen welche sich nie wirklich an der produktiven Wertschöpfung in der Gesellschaft beteiligt haben, in politische Ämter streben und die Deutungshoheit beanspruchen. Die Ausbildung von Frau Baerbock ist das Eine, ihr beruflicher Werdegang nach der Ausbildung das Andere. Was hat sie geleistet? Das Gleiche gilt z.B. für die Parteivorsitzende der Linken, 11 Jahre Studium der Politikwissenschaften!!! Dazu 4 Jahre Teilzeitbeschäftigung in einem Baumarkt und 2 Jahre Mitarbeit in einem Wahlkreisbüro. Das war’s dann. Wohlstand JA, aber er sollte primär selbst erarbeitet sein. Otto von Bismarck soll es mal ungefähr so beschrieben haben, „die erste Generation schafft Vermögen, die zweite Generation verwaltet das Vermögen, die dritte Generation studiert Kunstgeschichte und die Vierte verkommt.“ Vielleicht sollten die produktiven Wertschöpfer einfach mal 2 Gänge zurück schalten. Wer braucht eigentlich wen?
31.5.2021, Jac

„Generation App“ braucht bei jedem Problem eine App
Es gibt da eine Serie „Wege in die Wildnis“, spielt in den USA am Ende des 19. Jahrhunderts, mit einer exemplarischen Szene: zwei Mädchen, vielleicht 14 Jahre und 12 Jahre alt, stehen vor der Farm wo sie mit ihrer Mutter leben und die ältere ruft ihrer Mutter zu: „es kommt Besuch, soll ich ein Huhn schlachten?“. Das ist der maximale Kontrast von (über)leben lernen zu unseren hüpfenden Klimakindern. Die Generation Schneeflöckchen mit ihrer Hypermoral bei gleichzeitiger Unfähigkeit die elementarsten Dinge des Lebens selbst zu meistern, hat keine Überlebensperspektive mehr. Eine „Generation App“ die bei jedem Problem zu dem es keine App gibt wie der sprichwörtliche Ochse vor dem Berg steht….
31.5.2021, GP

Die erste Generation baut’s auf, die zweite erhält’s und die dritte reißt’s ab
Aber warum können sich die „verhausschweinten“ Menschen nicht vergegenwärtigen, welcher Leistung sie es zu verdanken haben, dass es ihnen so gut geht und dass dieser Wohlstand kein Selbstläufer ist? Offensichtlich ist der Mensch nicht dazu in der Lage, Zusammenhänge herzustellen und die entsprechenden Schlussfolgerungen daraus zu ziehen. Unter dieser Voraussetzung setzt dann die Wohlstandsverwahrlosung ein – im Kleinen wie im Großen. Man sagt ja nicht umsonst: Die erste Generation baut’s auf, die zweite erhält’s und die dritte reißt’s ab.
31.5.2021, StB

Mensch und Katze sind mental nicht weit auseinander
Dem Menschen macht Hartz4 und die Tafeln den Kühlschrank voll, Bier, Kaffee und Zigaretten vernebeln das Hirn, und die Spielekonsole entspannt es wieder. Und genau da liegen die Reserven. Leute verwahrlosen, schmarotzen sich durchs Leben, während die Linke nach immer mehr Gerechtigkeit und Umverteilung schreit. Es ist eine Abwärtsspirale, die den Mittelstand schrumpfen, und immer weitere Schichten verarmen lässt. Das kann man aber ändern, nur fehlt hier der politische Wille, weil auch die Führungsschicht verwahrlost ist.
31.5.2021, Iso

Rationales Argumentieren (Großhirnrinde)
und Emotionalisieren (Limbisches System)

In jedem Fall richtig ist, dass die links-grüne Attitüde nicht Ergebnis eines kognitiven Irrtums ist, sondern dass sie sich aus den emotionalen Tiefen der Seele speist. Die links-grüne Oberschicht, die das Land steuert, ist nicht links-grün, weil sie davon überzeugt ist (Großhirnrinde), sondern weil es sich so richtig und gut anfühlt (Limbisches System).
Rationales Argumentieren (Großhirnrinde) hilft da nicht, weil es nicht an der Ursache (Limbisches System) ansetzt. Was würde helfen? Ich weiß es nicht.
31.5.2021, M.S.

… führt Wohlstand zur Trägheit oder Perspektivlosigkeit?
Ein sehr interessanter Beitrag, Herr Hellenberger! Ich vermute aber, es ist nicht in erster Linie der Wohlstand vieler Menschen, der zur Trägheit führt, sondern eine Art von Perspektivlosigkeit. Es fehlen die Ziele. Der Mensch will sich für etwas einsetzen, etwas wagen. In früheren Zeiten konnten Menschen lossegeln, um – trotz vieler Gefahren und Verluste- neue Kontinente zu entdecken. Menschen sind immer in innerer und äußerer Bewegung, wollen Neues entdecken. Das ist für viele von uns scheinbar heute nicht möglich und blockiert. Wir brauchen Ziele, die uns fordern, aber auch beleben. ( Damit meine ich weder veganes Essen und Yogaübungen, noch die Ideen der selbsternannten Weltretter).

Ich bleibe dabei, Menschen wollen etwas leisten, wenn sie nur ein Ziel erkennen können. Woher kommt die Begeisterung für die Fantasiewelten, oder die Spiele im Internet. Da können sich scheinbar viele, insbesondere junge Menschen entfalten, die das im realen Leben nicht schaffen. Warum?
31.5.2021, Hof

Ist doch schön das „leistungslose (!) Grundeinkommen;
oder noch besser das gute Gefühl Weltsozialamt zu spielen; oder obergeil gleich die ganze Welt samt Klima zu retten!
Nein im Ernst, natürlich hat er recht, und neu ist die Theorie von den „unverbrauchten Randvölkern“, die widerstandslos von außen einströmen und dem dekadenten Pack den Garaus machen auch nicht. Aber was ist schon Geschichte. Die schreibt bekanntlich der Sieger und der ist heutzutage linksgrün und hat die Geschichte im Unterreicht gleich ganz abgeschafft – sicher ist sicher. Wäre ja nicht auszudenken, wenn da noch ein paar Ewiggestrige sich dem „Deutschland Europa verrecke“ in den Weg stellen wollten!
31.5.2021, Her

Schweiz: kein Abstieg trotz Wohlstand – warum?
Eine naheliegende These, als wäre da etwas in der Natur der Menschen verankert. Nur wäre ich mit Blick auf die reiche und prosperierende Schweiz, auch wenn sich sich manchmal schwer dem dekadenten Einfluss des nördlichen Nachbarn entziehen kann, nicht auf diese These gekommen. Vielleicht gibt es auch andere Faktoren.
Die Beispiele untergegangener Reiche haben beispielsweise gemeinsam, durch Kriege groß geworden, von Bauern zu Raubrittern geworden zu sein. Der Reichtum wurde durch Ausbeutung Schwächerer erreicht. Bis sie innerlich erodierten.
Deutschland hatte nach dem Krieg auf diese Option nicht, hat sich aber durch den schnellen Aufbau und Mangel an heimischen Arbeitskräften am großen Potential meist ungelernter Europäischer und später asiatischer Arbeitskräfte bedient. Die Zulieferteile und die billige Kleidung werden nicht mehr im Land hergestellt. Die innere Erosion kommt daher, dass wir keine Bremse dafür haben, dass sich mehr und mehr Deutsche in unproduktive, vom Staat finanzierte Bereiche einnisten können. Anstatt dass Claudia Roth die Erdbeeren pflückt, macht das eine Frau aus Rumänien. Es sind die Unproduktiven ohne Bezug zur Lebensrealität, deren Wirken kaum Widerstand geboten wird. Dort sitzt der Keim der Dekadenz.
Und ich denke, da ist eine Schweiz im Vorteil. Die Möglichkeit, Geld umzuverteilen durch eine zentrale Regierung ist begrenzter, muss mit den Kantonen geteilt werden, wo Wähler und Gewählte sich nicht allzu weit entkoppeln können.
Natürlich darf aber auch nicht der Einfluss von außen vergessen werden. Wer viel Geld hat, ob fremde Regierungen oder Oligarchen, kann an sich stabile Gesellschaften, die keine solchen Mittel haben, manipulieren, und dort gezielt Menschen fördern und in ihrem Sinn an Schlüsselpositionen bringen.
31.5.2021 , MES

… eine Schicht von Zivilversagern im Kampf gegen die Gesellschaft
Da ist sie wieder einmal, die deutsche Faszination am „unausweichlichen Untergang“ – mir offengesagt zu schlicht. So wie das römische Reich nicht daran zugrundegegangen ist, dass jedes Grenzkastell und jeder Gutshof über eine raffinierte Badeanlage verführte, sind es gewiss nicht die technischen Annehmlichkeite, die uns „zwingen“, unser Land dem Niedergang preiszugeben. Millionen von Deutschen legen sich nach wie vor für Schule, Berufsausbildung, Studium, betriebliche Weiterbildung ins Zeug und halten den Laden am Laufen. Die meisten haben Familie, kasteien sich lustvoll beim Sport oder im Garten, sind in Vereinen und Initativen aktiv, die ihnen am Herzen liegen.
Jedenfalls ist das meine Wahrnehmung und da bin ich noch nicht bei Unternehmern, die keine sechs Wochen Jahresurlaub kennen, sondern mit oft großen persönlichen Opfern das tun, was sie begeistert und anderen Arbeit gibt. Ich kenne persönlich niemanden, der sich überwiegend auf die faule Haut legt und vom Geld anderer lebt.
Ich sehe aber, dass sich eine Schicht von Zivilversagern herausgebildet hat, die sich den Kampf gegen die bürgerliche Gesellschaft auf die Fahnen geschrieben hat, die Medien, Bildungseinrichtungen, Kirchen und Politik unterwandert hat und dort ihren in Neid begründeten Krieg gegen alles auslebt, was aus eigener Kraft funktioniert. Das ist unser Problem, nicht dass wir uns nicht mehr wie die Karnickel vermehren oder das ganze Leben lang auf dem Acker schuften. Dass sich die Mehrheit der Fleißigen nicht gegen die Übernahme durch einen neuen Raubritteradel wehrt, das gilt es zu analysieren – auch, inwieweit die Unterminierung der kulturellen Basis Europas durch Masseneinwanderung arabischer und afrikanischer Menschen beabsichtigt ist und wem sie nützt. Da muss man aber schon etwas schärfer nachdenken. Die kalte Dusche am Morgen ist übrigens nicht so abschreckend wie der Autor glaubt – eher die Beschäftigung mit den Absichten unserer „Freunde“ in den letzten Jahrzehnten
31.5.2021, L.d.G.

Steuerfinanzierte Zwangsrundfunk und Zwangsrundfunkt: Verblödung
Es ist viel Wahres dabei. Die Erziehung des Nachwuchses den Eltern wegzunehmen und bis zum 10 Lebensjahr fast ausschließlich in weibliche Hände zu geben sowie spätere männliche Pädagogen als Eunuchen auftreten zu lassen, ist ein Kardinalfehler. Das allergrößte Problem allerdings ist der steuerfinanzierte Zwangsrundfunk. Er führt durch gegenseitiges Überbieten in selbstvergessener Gutheit zu massen verbl öd ung.
Abgehobene hoch steuerfinanzierte Rechtssoprechung ohne jeglichen Kontakt zum alltäglichen Leben der steuererwirtschaftenden Kleinbürger tun das Ihrige.
Für keines der Themen ist Besserung in Aussicht. Gute Nacht, Deutschland.
31.5.2021, Fra

Zuwanderung aus dem Süden
„Das Schicksal Europas und Nordamerikas zum Ende dieses Jahrhundert wird das gleiche sein wie vor 1.500 Jahren: Sie werden von kulturell unterlegenen, aber hochfertilen und den Mann in den Vordergrund stellende Völkern überrannt, übernommen und dann durch Bevölkerungsaustausch ethnisch assimiliert.“
Aufgrund der sinkenden Geburtenrate jenseits des Bosporus werden diese Völker ausnahmesweise mal nicht aus dem Osten kommend in Europa einfallen (Hunnen, Mongolen, Osmanen zw. 400 -1700 n. Chr.) sondern aus dem Süden: Out-of-Africa Teil IV. Ggf. noch aus den weiter stark wachsenden islamischen Staaten Irak, Afghanistan, Pakistan.
Für die Regime in Brüssel, Berlin, Paris ist das Mittelmeer ist nicht Grenze sondern Brücke. Dass Brüsseler Funktionäre und Auguren noch nich auf die Idee kamen, eine solche über die Straße von Gibraltar zu bauen?
Nordamerika hat zwar einen geographischen Vorteil. Schlepperbanden die zehn- und hundertausende Afrikaner über den Atlantik schippern ist aus heutiger Sicht schwer vorstellbar. Aber das wird dann auch wenig helfen. Die USA hatten eine lange Tradition – wenn auch unter anderen Vorzeichen udn Absichten – der Verbringung von Afrikanern in die USA (1619 – 1860). Künftige farbige US-Präsidenten:innen und eine immer mehr dominierendes PoC-Regiment in den USA werden die Wege per Schiff oder Flieger zu organisieren wissen.
In 30 Jahren wird Afrika 2,5 Milliarden Einwohner haben. 2,5 mal so viel wie Nordamerika und Europa zusammen (einschl. der bereits dort lebenden Afrikastämmigen).
In gerade mal 70 Jahren leben Afrika rund 4 Milliarden Menschen. Fast 5 mal so viel wie Nordamerika und Europa zusammen (einschl. der bereits dort lebenden Afrikastämmigen).
Nigerias Menschenmassen steigen innerhalb der kommenden 70, 80 Jahre auf über 700 Mio., Rep. Kongo auf fast 400 Mio., Tansania und Äthiopien jeweils fast 300 Mio. Jung, dynamisch, die Welt „erkunden“ wollend.
Die natürlichen Lebensgrundlagen und Ressourcen Afrikas dürften bei 2, 3, 4 Milliarden Energieverbrauchern und Konsumenten sukzessive zusammenbrechen. Die Afrikaner zerstören ihren eigenen Kontinent durch nachhaltig hohe Vermehrungsraten – und das unfassbare dabei ist: Sie wissen das bereits heute ganz genau und machen dennoch weiter.
Zum Vergleich: Im Jahr 1900 hatte Afrika so viele Einwohner wie es Deutsche und Franzosen in Europa gab: Ca. 120 Mio. (Verhältnis 1:1).
2050: Afrika ca. 2.500 Mio. und Deutsche/Franzosen ca. 85 Mio. Hinzu kommen in Deutschland und Frankreich in 2050 noch mal ca. 55-60 Mio. Bewohner mit Migrationshintergrund. (Verhältnis 30:1). Die 30 Afrikaner sind durchschnittlch 25 Jahre jung, der/die eine übrige Deutsche/Franzose/in ist 50 Jahre alt.
Also, lasst uns „links“ und „grün“ sein und jubeln („WELCOME“) zu dem was über uns und unsere Kinder kommen mag.
Oder lasst uns richtig wählen. Die Sachsen-Anhaltiner können bereits nächsten Sonntag zeigen, was sie wollen. Im Grunde geht es – wie es im Leserkommentar auch unmissverständlich angedeutet wird – um unser Überleben, um Sein oder Nichtsein Deutschlands/Europas in diesem 21. Jahrhundert.
31.5.2021, Kon

Was ist dekadent?
Ein Millionärskind beklagt vor der UNO, dass ihm (ihr) die Kindheit und die Zukunft „gestohlen“ wurde/wird und die korrupten Regierungsvertreter aus der „Dritten Welt“, in deren Verantwortungsbereich die Kinder ohne Bildung, barfuss und hungrig durchs Leben laufen, und unsere dummen Medien applaudieren. Kann man eine Gesellschaft, die diesen Irrsinn nicht kritisiert, noch nicht einmal bemerkt, retten? Ich glaube, der Autor hat Recht, der Niedergang ist unvermeidlich.
Der Hauptunterschied zwischen Ost-Deutschland (-Europa) und West-Deutschland (-Europa) ist, dass die Einen erst eine Generation im Wohlstand leben und die Anderen bereits mindesten drei.
31.5.2021, M.St

Soziale Naivität
Also grundsätzlich stimme ich zu. Allerdings finde ich den Schluß nicht richtig. Wohlstand macht nicht automatisch träge. Ich zum Beispiel bin auch so ein Wohlstandsbürger. Was mich von den anderen unterscheidet, ist eine Kindheit unter den Menschen, die man als sozial schwach bezeichnet, obwohl meine Familie selbst nie sozial schwach war. Ich kenne also beide Seiten. Und als Folge dessen habe ich ein außerordentlich gutes Gespür für Menschen und Situationen entwickelt. Und ich glaube, das ist es, was den meisten Menschen fehlt. Insofern ist Wohlstand an sich also nicht das Problem, sondern das, was aus ihm folgt, nämlich die Wohlstandsblase, in der man den Bezug zum Leben verliert. Also eine Art soziale Naivität, die sich bei sovielen Grünen und Linken Wählern findet.
Dieser Automatismus des Wohlstandes mag unumkehrbar sein, aber umkehren wollen wir ihn ja auch nicht, denn das wäre Stagnation und reaktionär. Vielmehr sollte unser Ziel sein, den Vorgang steuerbar zu machen. Zum Beispiel durch eine strukturierte Migration anstatt einer Massenmigration. Migration stellt nämlich – in Maßen – einen guten Weg dar, eine Gesellschaft aufzuwerten. Und ich denke, an der Steuerbarkeit hat es all den genannten großen Reichen gemangelt.
Das es dafür recht spät ist, liegt daran, dass Deutschland zu lange auf die immer gleichen Narrative (Erbschuld, Brandmauer nach Rechts, etc) eingedroschen hat. In welchem Fahrwasser wir uns befinden, dämmert zwar inzwischen einigen, aber zurückrudern wird schwer. Wir haben uns unsere Schwäche (vorbehaltlose Toleranz) zu lange als Stärke verkaufen lassen, von ein paar dahergelaufenen Besserwissern.
Wir sollten all unsere Energie darauf verwenden, diese Mauer der Ignoranz und Intoleranz gegenüber konservativen Werten einzureißen. Je mehr Menschen erkennen, was hier gerade passiert, desto besser.
31.5.2021, Tob

Dennoch ist mir Ihre Beschreibung des Abstiegs zu fatalistisch
Was die langfristige Entwicklung angeht, haben Sie, Herr Hellerberger, vermutlich recht. Gesellschaften entwickeln sich, blühen auf – und vergehen. Sie weichen Urwüchsigerem, Kräftigerem. Neues entsteht, wird groß – und verschwindet auch irgendwann wieder. Geschichte ist so ein Auf und Ab. Dennoch ist mir Ihre Beschreibung zu fatalistisch. Denn innerhalb des langfristigen Trends kommt es ebenfalls zu Auf- und Abschwüngen. Gerade Ihr Beispiel vom Römischen Reich zeigt es.
Um 260 nach Christus war das eigentlich schon am Ende. Der Kaiser in demütigender persischer Gefangenschaft, sein Sohn mit Aufständen und Sezessionen überall im Reich konfrontiert, schien es bis zum endgültigen Kollaps nur noch eine Frage der Zeit. Und dennoch hat sich das Reich ein letztes Mal aufgerappelt und stabilisiert. Starke Führungspersönlichkeiten, glückliche Fügungen, Streit bei den Widersachern des Imperiums und Beharrungskräfte, die sich reaktivieren ließen, haben ein neues Aufblühen möglich gemacht und die Lebenszeit des Reiches um über hundert weitere Jahre verlängert. So sehe ich zwar wie Sie die westliche Kultur in einer Existenzkrise, aber nicht zwangsläufig jetzt schon an ihrem Ende. Alles ist möglich.
31.5.2021, E.B.H.
Etwas zu erhalten bedarf der gleichen Energie, wie etwas aufzubauen
Es mangelt erheblich am erhalten-wollen und am sinnvollen Umgang mit den Resourcen, die uns zur Verfügung stehen. Die Liste der unnützen Gegenstände, die nur noch ihrer selbst Willen produziert und gekauft werden, wäre unendlich lang. Es ist sicherlich nicht verwerflich, sich einen genehmen Lebensstandart zu gönnen, wenn denn damit bewusst umgegangen werden würde! Aber genau daran hapert es gewaltig, wenn man sich die Müllberge ansieht!
31.5.2021, F.P.

Die Zukunft ist offen, es gibt keine historischen Gesetze.
Mit gesundem Menschenverstand und Pragmatismus wäre Rettung möglich. Die offensichtliche Verblödung ist umkehrbar. Man muss nur Mut haben, die Linken und Gruenen anzugreifen.
31.5.2021, B.S.
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