„Können Sie uns Europäern konkret sagen, was wir tun können, um ihnen zu helfen, mehr Russen zu töten? Mehr russische Soldaten, natürlich.“ https://www.youtube.com/watch?v=GScy7BlYiiM Dies fragt der FAZ-Journalist Michael Martens, https://x.com/Andric1961/status/2086050674886799785 den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.
„Die Frage trägt den Geist des Bestialischen“ (1), weil sie die politischen, militärischen und diplomatischen Aspekte des Krieges übergeht und den Focus bzw. Erfolg des Kriegs allein auf das Töten von Menschen setzt: je mehr Soldaten bzw. Menschen getötet werden, umso besser. Der Soldat des Gegners, hier also der Russe, verliert des Status des Menschlichen.
Und der Journalist der FAZ, der diese bestialische Frage stellt, mutiert vom Berichterstatter über den Krieg zum mitkämpfenden Teilnehmer des Kriegs selbst. Früher, also bei der FAZ noch echte Journalisten recherchierten, galt sie als „Zeitung für Deutschland“. Mit Haltungsjournalisten bzw. Erzieungsjornalisten wie Michael Martens ist sie gesunken auf das Niveau eines einem kriegerischen Sensationsblattes.
Zu erwähnen ist, daß der vorliegende Beitrag weder die russische noch die die ukrainische Seite stützt, sondern pazifistisch angelegt ist: Die Waffen müssen sofort schweigen, das todbringende Experimentieren mit Drohnen, Online-Elektronik, Robotik und KI muß gestoppt werden.
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Natürlich kann ein Journalist jenseits vom Gebot der neutralen und objektiven Berichterstattung eine eigene Meinung haben und diese auch kundtun. Wer aber die eine Kriegspartei in einem mit „was wir tun können, um ihnen zu helfen“ nahezu besorgtem Ton nach einem noch effizienteren Töten von Menschen der feindlichen Seite fragt, der outet sich damit als Propagandist, der längst Partei ergriffen hat.
„Wenn also ein Korrespondent in einer internationalen Pressekonferenz den ukrainischen Präsidenten fragt, wie man dem russischen Gegner mehr Verluste zufügen kann, hat er jede Grenze überschritten. Er ist nicht mehr Beobachter, er ist Teilnehmer“ (2), dem es darum geht, das Feindbild des bösen Russen zu untermauern.
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Ohne Feindbilder können Kriege nicht gedeihen. Gabriele Krone-Schmalz hat in ihrem jüngsten Vortrag „Feindbilder dekonstruieren“ in Hamburg auf die Gefährlichkeit der Pattsituation im Drohnenkrieg zwischen Russland und Ukraine/Nato hingewiesen, die sich immer mehr verstärkt in Richtung Ausweitung hin zu einem großen Krieges.
Der Bevölkerung in Deutschland muß endlich klar gemacht werden, „wie hohl die Sache mit den Feindbildern ist und wie gut man damit eine ganze Gesellschaft manipulieren kann“ (3).
Gemeint ist Russland als äußerer Feind bzw. „Die bösen Russen“ als Feindbild. Kriegsrhetorik und Kriegstüchtigkeit mitsamt „Russland ruinieren“ wird seit 2022 von Politik und Medien tagein tagaus propagiert, und nun noch „mehr Russen töten“. Es ist höchste Zeit, die Friedensrhetorik und Diplomatie zu reaktivieren. Willy Brandt hat es mit seiner Ost- und Entspannungspolitik vorgemacht.
Frau Krone-Schmalz hat in ihrem hörenswerten Vortrag (3) darauf hingewiesen, daß Putin vor kurzem ein Angebot zum Dialog und zu einem gesamteuropäischen Friedens- und Sicherheitsabkommen unterbreitet hat – warum haben Berlin wie Brüssel dies schroff abgelehnt? Warum warten die Europäer, bis die USA den Ukrainekrieg beenden, sobald ihre US-Waffenindustrie genug Erfahrungen gesammelt hat in Erprobung und Einsatz der eigenen Drohnentechnologie?
Krieg endet immer immer über diplomatisches Bemühen, niemals über das Abschießen von immer besseren FPV-Drohen zum immer besseren Töten.
11.8.2026
Ende von Beitrag „Mehr russische Soldaten töten?“
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Beginn von Anlagen (1) –
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(1) „Helfen, mehr russische Soldaten zu töten“ – die bestialische Frage eines FAZ-Autors
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Was ist schlimmer als Soldaten, die sich gegenseitig in einem Krieg abschlachten? Es sind Journalisten, die fragen, was getan werden kann, um mehr Soldaten des Feindes zu töten. Die Frage trägt den Geist des Bestialischen. Sie blendet militärische, politische und diplomatische Strategien aus und reduziert den „Erfolg“ im Krieg auf das reine Töten von Soldaten. Je mehr Soldaten des Feindes getötet werden, so die Annahme, umso eher sei der Krieg beendet. Die Soldaten des als Feindpartei betrachteten Gegners verlieren in dieser Frage ihren Status des Menschlichen. Gerade auch junge Soldaten, die oft – wie in jedem Krieg – kaum begreifen, wie sie politisch instrumentalisiert werden, finden sich zum reinen Tötungsobjekt degradiert wieder.
Jeder sich dem militärischen Ethos auch nur halbwegs verpflichtet fühlende Führungsoffizier einer Armee begegnet einer solchen Betrachtungsweise mit tiefer Abscheu. Bei aller Feindschaft: Gerade hochrangige Militärs, die sich einen Funken Menschlichkeit bewahrt haben, wissen darum, dass auch unter den Soldatenuniformen des Feindes Menschen stecken.
Einen Krieg durch das Mittel zu gewinnen, möglichst viele gegnerische Soldaten zu töten, gehört zur monströsesten aller militärischen Vorgehensweisen, die oft genug gescheitert ist, wie etwa in Vietnam, wo die USA viel mehr feindliche Soldaten getötet haben als umgekehrt.
Die Absicht, möglichst viele Soldaten des Gegners töten zu wollen, bedingt, dass sich die eigenen Soldaten in die Schlacht werfen und dabei auch Gefahr laufen, getötet zu werden. Ist das dem FAZ-Autor bewusst? Oder befürwortet er den Einsatz von Massenvernichtungswaffen gegenüber Russland?
Stichwort Massenvernichtungswaffen. Dass die von dem FAZ-Autor favorisierte „Strategie“ bei einer Atommacht ohnehin realitätsbefreit ist, versteht sich von selbst. Bei einer sich abzeichnenden militärischen Niederlage Russlands ist mit einem Atomwaffeneinsatz zu rechnen.
Doch von dem militärischen Unsinn der Frage abgesehen: Sie ist aus weiteren Gründen untragbar.
In Anbetracht der Tatsachen eines furchtbaren Vernichtungskrieges im 2. Weltkrieg, bei dem deutsche Soldaten Millionen sowjetische Soldaten getötet haben, ist die Frage von schier unfassbarer historischer Asozialität getragen. Alleine schon das Geschichtsbewusstsein verbietet Fragen dieser Art.
Hinzu kommt die journalistische Ebene: Journalistische Fragen zeichnen sich dadurch aus, dass sie komplexe Sachverhalte durchdringen. Die komplexen geostrategischen und tiefenpolitischen Zusammenhänge, die den Krieg in der Ukraine umgeben, finden in der Frage keine Beachtung. Die Frage reduziert den Krieg auf ein einfaches Freund-Feind-Schema – so wie es kennzeichnend für Propaganda ist.
https://www.youtube.com/watch?v=GScy7BlYiiM
Die Frage ist auch ein Angriff auf das journalistische Ethos. Der Autor spricht von „uns Europäern“ und fragt, was „wir“ tun könnten, um mehr russische Soldaten zu töten. Parteilichkeit und fehlende professionelle Distanz zum Gegenstand der Berichterstattung werden sichtbar. Wer so spricht, der ist den Anforderungen eines Berufs, der Objektivität verlangt, nicht gewachsen. Die Frage ist im Grunde genommen der Aufruf bzw. die Forderung eines Journalisten an die Politik, die militärischen Weichen zum noch weiteren Töten russischer Soldaten zu stellen.
… Alles vom 10.8.2026 von Marcus Klöckner bitte lesen auf
https://www.nachdenkseiten.de/?p=154800
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(2) Ein FAZ-Journalist fragt Selenskyj; „Was kann Europa tun, um der Ukraine zu helfen, mehr russische Soldaten zu töten?“
In Belgrad überschreitet ein deutscher Korrespondent jede Grenze. Er fragt den ukrainischen Präsidenten nicht nach Frieden, nicht nach Kosten, nicht nach Auswegen. Er fragt nach effizienterem Töten. Das ist kein Ausrutscher. Das ist der Offenbarungseid eines Berufsstands, der längst Partei ergriffen hat. Der FAZ-Korrespondent Michael Martens stellt in Belgrad bei einer Pressekonferenz mit Wolodymyr Selenskyj eine Frage , die sich nicht mehr zurückholen oder schönreden lässt:
„Was kann Europa tun, um der Ukraine zu helfen,
mehr russische Soldaten zu töten?“
https://x.com/Andric1961/status/2086050674886799785
Das ist tatsächlich eine Kriegserklärung im Fragebogenformat. Ein Mann, der von Berufs wegen Distanz halten, Macht hinterfragen und die Wirklichkeit möglichst ungeschminkt und unparteiisch abbilden soll, positioniert sich hier offen als inoffizieller Berater einer Kriegspartei. Weiter entfernt von einer journalistischen Nachfrage kann man kaum sein.
Er fragt nicht nach den Kosten, nicht nach den humanitären Folgen, nicht nach möglichen Verhandlungswegen oder den langfristigen Konsequenzen für Europa. Er fragt nach effizienterem Töten. Und das in einem Ton, der so tut, als sei das die selbstverständlichste Sache der Welt. Embedded journalism wird hier auf eine neue Daseinsstufe gehoben.
Der Einwand, Journalisten hätten auch Überzeugungen, greift hier nicht. Diese Karte wollte im Juli 2018 schon der politische Autor und Ex-Monitor-Moderator Georg Restle ziehen, als er in einem Aufsatz für den WDR gewissermaßen ein neues Zeitalter eines konstruktiven Journalismus ausrufen wollte. Damals schrieb Restle:
„Journalismus im Neutralitätswahn – Warum wir endlich damit aufhören sollten, nur abbilden zu wollen, „was ist“. Mein Plädoyer für einen werteorientierten Journalismus in der aktuellen Ausgabe von „WDR Print“.“
Aber mit dem Blick zurück auf Martens: Journalismus muss tatsächlich nicht bedeutet, die eigene moralische oder politische Überzeugung hinter einer neutralen Maske zu verstecken und dann so zu tun, als hätte man sie nie gehabt. Journalismus – jedenfalls jenseits eines Meinungsartikels – bedeutet allerdings, die eigenen Überzeugungen bewusst zurückzustellen, um den Leserinnen und Lesern die Möglichkeit zu geben, sich selbst ein Urteil zu bilden.
Journalismus bedeutet Fragen zu stellen, die Macht unangenehm berühren – und hier ganz besonders jene, die Parteien und Politikern nur auf Zeit vom Souverän anvertraut wurde.
Wenn also ein Korrespondent in einer internationalen Pressekonferenz den ukrainischen Präsidenten fragt, wie man dem russischen Gegner mehr Verluste zufügen kann, hat er jede Grenze überschritten. Er ist nicht mehr Beobachter, er ist Teilnehmer. Er liefert dem einen Lager die legitimierende Formulierung und dem anderen die Bestätigung, dass westliche Medien längst Kriegspartei geworden sind.
Wer hier behauptet, so sei nun mal die Logik des Krieges, viele machen das ohnehin und es geht um Realismus, der liefert eine journalistische Bankrotterklärung ab. Denn insbesondere weil der etablierte Journalismus in Deutschland und weiten Teilen Europas seit 2022 so auffällig eng an die Regierungslinie gerückt ist, wäre Standfestigkeit nötig gewesen.
Stattdessen erleben wir bei Martens für die FAZ eine Annährung: Die Sprache der Politik und die Sprache der Leitmedien verschmelzen. Journalismus wird Propaganda. Springer-Mitarbeiter wie Ulf Poschardt und Julian Röpcke erhielten dafür Verdienstorden des ukrainischen Präsidenten.
… Alles vom 9.8.2026 bitte lesen auf
https://www.alexander-wallasch.de/gesellschaft/ein-faz-journalist-fragt-selenskyj-was-kann-europa-tun-um-der-ukraine-zu-helfen-mehr-russische-soldaten-zu-toeten
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(3) Russlandversteherin Krone-Schmalz warnt: „Wir sind auf einem hochgefährlichen Weg“
In der Hamburger Menonitenkirche hält sie eine Rede, die aufrüttelt: Schonungslos rechnet Gabriele Krone-Schmalz mit Haltungsjournalismus und politischer Angstmacherei ab – und zeigt, wohin das führen kann.
Im Rahmen einer Ringvorlesung der Universität Hamburg fand am 2. Juni 2026 in der Menonitenkirche ein öffentlicher Vortrag der Journalistin und Publizistin Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz statt.
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Gabriele Krone-Schmalz deckt auf: „Feindbilder dekonstruieren“
Diese Rede von Gabriele Krone-Schmalz macht fassungslos. Plötzlich versteht man die Manipulation durch die Medien und erkennt, wohin das Ganze führen soll. Schaut es euch an – aber nur wenn ihr seelisch gefestigt seid!
Ein Vortrag im Rahmen einer Ringvorlesung der Uni Hamburg in der Menonitenkirche
00:00 Begrüssung durch den Pastor
02:10 Einleitung des zuständigen Professors
07:25 Ankündigung des Vortrags von Gabriele Krone-Schmalz
08:50 Beginn des Vortrag von Frau Gabriele Krone-Schmalz
8.8.2026 , https://x.com/eddie_1412/status/2086116020368847061
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Nach einer Begrüßung durch Pastor Schmitz-Bethge – in den Räumen seiner Menonitengemeinde fand der Vortrag statt – und einer Einleitung des zuständigen Professors Dr. Fernando Enns begann Krone-Schmalz mit ihrem Beitrag unter dem Titel „Feindbilder dekonstruieren“.
Krone-Schmalz eröffnete mit dem Hinweis, dass sie vor rund einem halben Jahrhundert bereits ihre Magisterarbeit und Dissertation zu Freund- und Feindbildern verfasst habe. Damals habe sie nicht erwartet, dass diese politische Technik, Feindbilder zu erschaffen und zu pflegen, „in dieser Weise auferstehen würde, wie es jetzt der Fall ist“. Sie habe gehofft, die Menschen würden sich das künftig nicht mehr bieten lassen, da sie die Erfahrung gemacht hätten, „wie hohl die Sache mit den Feindbildern ist und wie gut man damit eine ganze Gesellschaft manipulieren kann“.
Sie betonte, sich nicht mit der Frage beschäftigen zu wollen, „wer auf diesem Wege wann was falsch gemacht hat“, obwohl sie Anhängerin von Chronologien sei. Wichtiger sei es, „im Jetzt anzusetzen und über Perspektiven nachzudenken“. „Denn aus meiner Sicht sind wir auf einem völlig falschen Weg. Der ist nicht nur falsch, der ist hochgefährlich.“
Zur Dekonstruktion von Feindbildern seien zwei Punkte besonders zu beachten: die Analyse der Mittel, mit denen sie geschaffen werden, und die Auseinandersetzung mit dem demokratischen System, das nur mit mündigen Bürgern funktionieren könne. „Die werden aber nicht automatisch so geboren. Die muss man machen. (…) Die muss man bilden.“ Bildung sei neben umfassender Information „das A und O für mündige Bürger“.
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Gabriele Krone-Schmalz „Feindbilder dekonstruieren“
Ein Vortrag im Rahmen einer Ringvorlesung der Uni Hamburg in der Mennonitenkirche | Hamburg 02. 06.2026
00:00 Begrüssung durch den Pastor
02:10 Einleitung des zuständigen Professors
07:25 Ankündigung des Vortrags von Gabriele Krone-Schmalz
08:50 Beginn des Vortrag von Frau Gabriele Krone-Schmalz
https://www.youtube.com/shorts/o5vlnL4-4wI (kurz)
https://www.youtube.com/watch?v=V8tmV075Wes
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… Alles vom 9.8.2026 bitte lesen auf
https://www.alexander-wallasch.de/gesellschaft/russlandversteherin-krone-schmalz-warnt-wir-sind-auf-einem-hochgefaehrlichen-weg