Nach der Festnahme von Venezuelas Präsident Nicolas Maduro durch die USA in den Morgenstunden des 3.1.2026 gibt es großen Jubel bei den Einen und tiefe Bestürzung bei den Anderen. Doch mit dieser so bequem einfachen Schwarz-weiß-Attitüde (1) kommt man angesichts der komplizierten Weltlage nicht weit. Hierzu einige Aspekte:
1. Venezuela als betroffener Staat
Seit 1998 wurde das Land von den nur vermeintlich sozialistischen Präsidenten Hugo Chavez und Nicolas Maduro diktatorisch geplündert und verarmt. Millionen Venezolaner flohen ins Ausland, auch die letzte Wahl 2024 (die Opposition hatte eindeutig gesiegt) ist verfälscht worden. Da die Regierung noch nicht gestürzt war, wagten sich gestern in Caracas nur wenige auf die Strassen: Anders im Ausland, wo die vielen Exil-Venezolaner die Befreiung von dem gehassten Diktator mit großem Jubel feierten.
2. Das Völkerrecht
Das Völkerrecht garantiert die territoriale Integrität und Souveränität der Staaten. Danach ist der handstreichartige Überfall von Trump völkerrechtswidrig. Genauso wie die Bombardierung von Serbien im Jahr 1999 durch die NATO und der Einmarsch von Russland in die Ukraine 2022.
Gleichwohl: Das Völkerrecht bezieht sich großenteils auf Staatsgrenzen, die nach dem 2. Weltkrieg willkürlich gezogen worden sind und so zu Spannungen führen müssen. So wurde dem kurdischen Volk ein Staat Kurdistan versagt und das Land aufgeteilt zu Iran, Türkei und Syrien. Derzeit ist die UN zu zerstritten und machtlos, um das Völkerrecht durchzusetzen.
Der Argumentation des Staatsrechtlers Nikolaus Steinhöfel (2) kann man entgegensetzen, daß die UN die Aktion hätte genehmigen müssen.
3. Die Geopolitik
Mit dem rasanten Wirtschaftswachstum von China und der Erweiterung der BRICS-Staaten ist die bipolare Weltordnung mit den USA als Hegemon einer multipolaren Ordnung gewichen. Damit einher geht eine Überschuldung der USA mit 37 Billionen Dollar und ein Bedeutungsverlust der EU (Schrumpfung von Bruttosozialprodukt und Bildung bei gleichzeitiger Zunahme von Bürokratie und innerem Unfrieden).
4. China und USA
Die beiden großen Player vertreten geopolitisch ihre jeweils eigenen Interessen. Die USA betrachten Mittelamerika mit Mexiko, Venezuela, Kolumbien, Nicaragua, Panama und Kuba als ihre Einflusssphäre. Die vor 200 Jahren formulierte Monroe-Doktrin erklärt Lateinamerika zur US-Einflusszone. Entsprechend agiert die Politik von China, das im chinesischen- bzw. pazifischen Raum auf seiner Vormachtstellung beharrt. Dabei spielt die Sicherheit eine ebenso große Rolle wie die Ressourcen:
Venezuela hat die größten neu entdeckten Erdölvorkommen weltweit. Und Taiwan ist der größte Halbleiter- und IT-Exporteur der Erde.
Daraus wiederum ergeben sich viele und auch heikle Fragen:
– Sind Drogen und Drogenkriminalität in Venezuela gar nicht so wichtig wie das Erdöl?
– Steht auch eine US-Aktion gegen Kolumbien bevor?
– Wie reagiert China auf die amerikanische Aktion: Duldung, Show oder Widerstand?
– Hat alles zu tun mit der Ablehnung von chinesischen Silber-Exporten in die USA
bzw. mit der Schwäche des Dollar?
– Erwartet China nach einem etwaigen Stillschweigen zu Venezuela von den USA,
einer Übernahme von Taiwan nichts entgegenzusetzen?
– Werden die USA ihre militärische Unterstützung der Ukraine jetzt einstellen?
– Will Trump etwa Russland schaden, in dem er durch Förderung von venezolanischem
Erdöl für eine „Flutung des Marktes mit billigem Sprit“ (3) und damit für einen Verfall
des weitweiten (auch russischen) Erdölpreises sorgt?
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Im Beitrag „Ein sozialistischer Diktator fällt – und viele tun sich schwer mit Freude“ erinnert Klaus Kelle daran, daß der Wahlbetrug von Maduro in Venezuela 2024 nach genau demselben Muster erfolgt ist wie der Wahlbetrug von Lukaschenko in Belarus/Minsk 2020 (4). Die heftigsten Proteste gegen Trump’s gelungene Aktion kommen aus Moskau, Peking, Teheran (5) – und Berlin. Eine fürwahr „gute“ Gesellschaft, über die man nachdenken sollte.
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Die Friedensnobelpreisträgerin und Oppositionsführerin Maria Corina Machado verkündete „Die Zeit der Freiheit ist gekommen“. Hoffentlich hat sie recht und es kann in Venezuela endlich wieder eine demokratische Regierung installiert werden, die die Freiheitsrechte der Bürger achtet.
Weiter ist zu hoffen, daß die Aktion der USA in Venezuela nicht nicht dazu führen wird, daß sich China nun animiert sieht, den vorgelagerten Inselstaat Taiwan anzugreifen. Eine große Sorge in der multipolaren Welt.
4.1.2026
Dieser Beitrag wurde ohne KI geschrieben.
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Ende von Beitrag „Venezuela USA – China Taiwan“
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Beginn von Anlagen (1) – (6)
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Venezuela Völkerrecht Diktatur Interessen-/Geopolitik (7.1.2026)
(1) Trumps Angriff – warum er ein Erdbeben in Deutschland auslöst
Was ist passiert? Die USA haben in der Nacht zum Samstag auf Befehl von Präsident Donald Trump Venezuela angegriffen und nach eigenen Angaben den dortigen Diktator Nicolás Maduro gefangen genommen.
Meine erste Reaktion, nachdem ich die Nachricht noch halb schlaftrunken gelesen hatte: Hurra! Wunderbar, dass Trump durchgreift gegen diesen sozialistischen Diktator, der nur noch durch brutale Wahlfälschung an der Macht war – und dessen Präsidentschaft von den USA und rund 50 anderen Staaten längst nicht mehr anerkannt wurde. Endlich Geschichte! Jemand, der wie alle seinesgleichen in Saus und Braus lebt und das Volk darben lässt, wurde aus dem Amt entfernt.
Der zweite Gedanke: Faszinierend, wie leicht es offenbar war, Maduro gefangen zu nehmen. Typisch für sozialistische Regime: Sie üben massiven Druck nach innen aus, wirken nach außen stabil – und brechen dann in der Krise in sich zusammen wie ein Kartenhaus. Vielleicht ist das ein Menetekel. Auch für Berlin – mit seinen rot-grünen Kulturkämpfern, die glauben, das Rad der Geschichte neu zu erfinden und die mit ihrem Meinungs-Monopol sehr fest im Sattel zu sitzen scheinen. Aber wohl nur scheinen.
Dann, etwas später, eine dritte Reaktion: Verdammt – aber es ist ein grundlegender Verstoß gegen das Völkerrecht und die UN-Charta. Was würde man sagen, wenn China oder Russland so etwas tun würde? Was wird das für Folgen auf die internationale Politik haben? Die Diktatoren dieser Welt werden jetzt noch mehr den Schulterschluss suchen. Und diejenigen, die Diktaturen und ihre Kriege schönreden, werden jetzt noch lauter mit dem Finger auf die USA zeigen und sagen: Die machen es genauso. Und geht es ihnen nicht viel weniger um Menschenrechte und Demokratie als um die riesigen Erdölreserven Venezuelas? Ohne die hätten sie sich wohl mit der Diktatur abgefunden – wie in anderen Ländern.
Zwei völlig gegensätzliche Meinungen in einem Kopf an einem einzigen Morgen, binnen Minuten. Und das Bizarrste dabei: Ich halte keine der beiden für falsch – auch wenn sie sich diametral widersprechen. Es gibt – wie so oft – kein Schwarz-Weiß in dieser Geschichte. Millionen Menschen mit einer neuen Chance auf Freiheit und ein würdiges Leben auf der einen Seite. Ein fataler Bruch von Völkerrecht und ein Angriffskrieg auf der anderen Seite.
Mein vierter Gedanke an diesem Tag zu dieser Nachricht: Eigentlich müsste das ein ideologisches Erdbeben in Deutschland auslösen. Doch vieles bleibt erstaunlich ruhig – weil sich allzu viele reflexartig an ihre vertrauten Lager klammern. Und zwar auf allen Seiten. Einfach haben es nur die Angepassten und die Opportunisten – die denken eh das, was ihnen die großen Medien vorgeben.
… Alles vom 3.1.2025 bitte lesen auf
https://reitschuster.de/post/trumps-angriff-warum-er-ein-erdbeben-in-deutschland-ausloest/
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(2) Maduros Festnahme und die völkerrechtliche Legitimation
Die völkerrechtliche Legitimation des Zugriffs am 3. Januar 2026 stützt sich auf drei zentrale Säulen:
Erstens entfällt Maduros völkerrechtliche Immunität, da er nach den manipulierten Wahlen 2024 international als „Usurper“ (Machtanmaßer) und nicht als rechtmäßiger Präsident gilt; ohne legales Mandat erlischt der Schutz des Amtes.
Zweitens wird das Regime als „Criminal Enterprise“ eingestuft. Da Maduro den Staatsapparat für Drogenterrorismus (Cartel de los Soles) missbrauchte, wird er – analog zum Fall Noriega – als Kopf einer kriminellen Organisation und nicht als politischer Akteur behandelt.
Drittens rechtfertigen systematische Verbrechen gegen die Menschlichkeit (Jus-Cogens-Verstöße) sowie die Bedrohung der US-Sicherheit durch massiven Kokainschmuggel den Einsatz als notwendige Schutzverantwortung (Responsibility to Protect). Die Vollstreckung der Haftbefehle steht hierbei über der souveränen Unantastbarkeit eines illegitimen Machthabers.
… Alles vom 3.1.2025 von Joachim Nikolaus Steinhöfel bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/maduros_festnahme_und_die_voelkerrechtliche_legitimation
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(3) Was hinter dem US-Schlag gegen Venezuela steckt
… Es könnte also durchaus sein, dass Trumps Ansage, dass sich die US-Wirtschaft das Venezuela-Öl holen wolle, zwar sachlich durchaus richtig ist, kein Zweifel, dass die sich nehmen, was sie wollen. Aber warum sollte er es auch noch so deutlich sagen? Vermutlich, weil die Russen es hören sollten. Der Coup funktioniert ja in Hinblick auf die Russen auch nur dann als Druckmittel, wenn man das so klar macht, dass das überall ankommt, dass die USA jetzt die Kontrolle über das Land mit den größten Ölreserven der Welt haben. Das war in den letzten Jahren irrelevant, weil die Ölraffinerien in Venezuela durch Sozialismus (und vielleicht auch Sabotage) im Eimer waren, aber die USA wissen, wie man dieses Schweröl dort fördert und raffiniert.
Und die Bürger in den USA schimpfen wegen der Lebenshaltungskosten, und selbst Sprit ist dort teuer geworden. Trump könnte auch innenpolitisch Punkte sammeln, wenn er nun Öl/Treibstoff zu Dumping-Preisen auf den Markt wirft und an den Tankstellen für ein paar Cent verkauft.
Die Fortführung der Grünen mit anderen Mitteln
So gesehen ist die Festnahme von Maduro die Fortsetzung der Grünen mit anderen, entgegengesetzten Mitteln. Die Grünen hatten den Auftrag, Europa so umzumodeln, dass wir hier als Energiekunde von Russland ausfallen. Das hat bekanntlich nicht nur nicht gut funktioniert, sondern es sind Linke und machen auf Migration, was Trump gar nicht passt. Deshalb verfolgt Trump wohl dasselbe Ziel wie die Grünen, nämlich die Russen wirtschaftlich auszutrocknen, aber genau gegenteiligen Mitteln: Flutung des Marktes mit billigem Sprit.
Und das würde bedeuten, dass die Grünen mit ihrer Dummheit genau das Gegenteil dessen erreichen, was sie wollten. Denn die Grünen wollten ja Öko und Verzicht auf fossile Brennstoffe und so weiter. Das hätten sie sogar durchbekommen, wenn sie nicht gleichzeitig – es gibt ja inzwischen Gerüchte, dass Soros direkt hinter der Einwanderungsflut steckt – so dumm gewesen wären, Kommunisten zu sein und auf Migration zu machen.
Die Ironie daran und die Tragik der Grünen könnte also sein, dass sie genau das Gegenteil von dem erreicht haben, was sie wollten, nämlich die Flutung der Weltmärkte mit billigem fossilem Treibstoff. Sind wir also mal gespannt, wie die Russen darauf reagieren.
… Alles vom 4.1.2026 bitte lesen auf
https://www.danisch.de/blog/2026/01/04/was-hinter-dem-us-schlag-gegen-venezuela-steckt/
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(4) Der Sturz Maduros – warum er überfällig war
Ein sozialistischer Diktator fällt – und viele tun sich schwer mit Freude
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Die heutige Entmachtung des sozialistischen Diktators Nicolás Maduro durch ein Delta Force-Team der USA führt zu den erwartbaren Reaktionen. Bürgerliche erschrecken, dass auch die Supermacht im Westen immer noch konsequent und effektiv zu handeln im Stande ist. Und Putin-Fans sind plötzlich empört, dass die USA einfach in die Geschicke anderer Länder militärisch eingreifen. Wohlgemerkt dieselben Leute, die seit vier Jahren die russische Metzelei in der Ukraine nicht mit einem Satz zu kritisieren vermögen. Weil es da ja eine „Vorgeschichte“ gibt.
Nun, die gibt es in Venezuela auch. Und dabei muss man gar nicht auf Trumps Narrativ vom Drogenschmuggel in die Vereinigten Staaten aufgreifen, obwohl das absolut richtig ist. Man könnt auch zum Beispiel betrachten, wie Maduros „Wahl“ zustande gekommen ist. Denn Maduros „Wahl“ im Sommer 2024 war nichts anderes als Betrug.
Als am Abend des 28. Juli 2024 der regierungstreue Wahlrat (CNE) Nicolás Maduro zum Sieger in Venezuela erklärte, rieben sich Beobachter weltweit die Augen. Trotz aller Umfragen, die einen massiven Vorsprung der Opposition vorhersagten, sollte Maduro plötzlich knapp über 51 Prozent der Wählerstimmen erhalten haben. Schnell wurde aufgedeckt, wie die Sozialisten das hinbekommen haben. Der Betrug basierte damals auf drei Säulen:
Der CNE weigerte sich bis zuletzt, die detaillierten Wahlprotokolle (Actas) der einzelnen Wahllokale zu veröffentlichen. In einer modernen Demokratie ist dies die Grundvoraussetzung für Transparenz.
Und unabhängige Statistiker wiesen nach, dass die verkündeten Zahlen mathematisch einfach unmöglich waren. Es wirkte, als seien die Prozentzahlen vorab festgelegt und dann grob auf die tatsächlichen Wählerzahlen hochgerechnet worden.
Und während die Opposition noch versuchte, ihre Kopien der Protokolle zu sichern, begannen Sicherheitskräfte und regierungstreue Schlägertrupps (Colectivos), Wahllokale zu stürmen und Zeugen einzuschüchtern.
Dass der Betrug überhaupt so lückenlos nachgewiesen werden konnte, war das Verdienst der Opposition unter Führung der mutigen María Corina Machado. Da sie selbst willkürlich von der Wahl ausgeschlossen worden war, trat der besonnene ehemalige Diplomat Edmundo González Urrutia als Einheitskandidat an.
González ist kein klassischer Revolutionär, sondern ein Mann der Institutionen
Genau das machte ihn für Maduro so gefährlich. Er vereinte das gespaltene Land hinter der Sehnsucht nach Normalität. Die Opposition vollbrachte damals eine logistische Meisterleistung, indem sie über 80 Prozent der physischen Wahlprotokolle digitalisierte und sie auf einer Webseite veröffentlichte. Diese Dokumente bewiesen ohne jeden Zweifel, dass González die Wahl mit rund 67 Prozent der Stimmen haushoch gewonnen hatte.
Die Ereignisse in Caracas 2024 waren nahezu eine exakte Kopie dessen, was die Welt 2020 in Minsk erlebt hatte. Dort wandte Alexander Lukaschenko, oft „letzter Diktator Europas“ genannt, die gleiche Strategie an, um sich gegen Swetlana Tichanowskaja zu behaupten.
… Alles vom 3.1.2026 von Klaus Kelle bitte lesen auf
https://reitschuster.de/post/der-sturz-maduros-warum-er-ueberfaellig-war/
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(5) US-Elitekräfte holen Maduro aus Caracas, Trump zeigt, dass Washington wieder zupackt
Für Venezuela öffnet sich ein Fenster zu Wahlen und Wohlstand. Linke weltweit sind empört, Moskau und Peking toben. Und Europa? Spielt keine Rolle mehr.
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USA wollen „Regimewechsel“ – ohne es auszusprechen
Der Jubel von Millionen Venezuelern im Exil und im Land selbst über den Sturz des verhassten Diktators zeigt wohl nicht nur den amerikanischen Konservativen erneut, dass das internationale Recht und das Völkerrecht keineswegs immer die Antworten geben, wenn Völker unter einer brutalen, unfähigen und korrupten Führung leiden.
Die US-Führung strebt in Venezuela sicher auch wegen massiver eigener wirtschaftlicher und geopolitischer Interessen einen fundierten Machtwechsel im ölreichsten Land der Welt an; aber auch für das venezolanische Volk bedeutet das neue, blendende Perspektiven für mehr Wohlstand und Demokratie. „Trump hat zwar nicht von einem ‚Regimewechsel‘ gesprochen, aber genau das tut er mit dem spektakulären US-Überfall“, stellte das „Wall Street Journal“ nüchtern fest.
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Dass sich viele, überwiegend linksgerichtete Politiker in Europa über die Verstöße gegen Völkerrecht und internationales Recht empören, Trumps Vorgehen aufs Schärfste verurteilen, über die Missachtung einer „regelbasierten Weltordnung“ klagen, ist wenig überraschend.
Etwas irritierend könnte es für den einen oder anderen nachdenklichen Politiker ja sein, dass die heftigsten Proteste gegen Trumps verwegene Aktion aus Teheran, Peking und Moskau kommen. Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel bezeichnete die US-Operation sogar als „Staatsterrorismus“. Donald Trump wird all das wenig in seinem geopolitischen Tatendrang bremsen. Er hat dazu im Weißen Haus noch drei Jahre Zeit.
… Alles vom 5.1.2026 von Laszlo Trankovits bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/aus-aller-welt/usa-venezuela-trump-maduro-geopolitik/
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(6) „Welches Völkerrecht hat uns geschützt, als unser eigener Staat uns getötet hat?“
Während linke Politiker in Europa über Völkerrecht und Imperialismus debattieren, empfinden viele Venezolaner vor allem Wut. Vier Exilanten in Deutschland erklären, warum sie Maduros Festnahme feiern – und sich von westlichen Moralpredigten verhöhnt fühlen.
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Zu den Ereignissen der letzten Tage sage ich offen: Die Festnahme Maduros ist etwas, worauf viele von uns seit Jahren gehofft haben. In den letzten Tagen gab es viele Tränen der Freude. Demokratische Mittel waren ausgeschöpft. Für mich könnte das der Beginn eines demokratischen Übergangs sein.
Wenn ich jetzt aus Europa von Sozialisten höre, man müsse vor allem über Imperialismus, Trump oder Völkerrecht sprechen, empfinde ich das als eurozentristisch. Ich frage mich: Welches Recht hat uns geschützt, als unser eigener Staat uns getötet oder eingesperrt hat? … Luisa Ramirez, 29 Jahre, aufgewachsen in Valencia
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Zu den Ereignissen der letzten Tage sage ich: Ich wünschte, mein Vater hätte die Festnahme Maduros noch miterleben können. Donald Trump feiere ich für sein Handeln. Ich bin nicht naiv, klar geht es den USA auch um Öl. Doch ohne eine internationale Intervention der Amerikaner hätte es keinen Ausweg gegeben. Wenn mir heute gesagt wird, ich dürfe mich nicht freuen, fühlt sich das an, als würde unser Leid erneut ignoriert.
Heute sprechen in Europa viele laut über internationales Recht – aber leise über politische Gefangene. Sie empören sich über Sanktionen, aber nicht über Folter. Über Intervention, aber nicht über systematische Wahlfälschung. Diese selektive Moral ist kein Zufall. Sie ist bequem. Denn es ist einfacher, abstrakt gegen den „Westen“ zu sein, als konkret solidarisch mit Menschen, die unter autoritären linken Regimen leiden. Venezuela passt nicht in einfache Erzählungen. Es zwingt dazu, mehrere Wahrheiten gleichzeitig auszuhalten. Luccia, 29 Jahre, aufgewachsen in Caracas
… Alles vom 7.1.2026 von Clemens Traub bitte lesen auf
https://www.cicero.de/aussenpolitik/venezolanische-stimmen-welches-volkerrecht-hat-uns-geschutzt-als-unser-eigener-staat-uns-getotet-hat