US-Geopolitik

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Blick vom Schauinsland über Stohren und Münstertal ins neblige Rheintal 11/2021

 

 

Ukrainekrieg – die Ursachen erklärt: eiskalte Geopolitik

https://www.youtube.com/watch?v=hu8yFx2zfIM
Ich kann diese ganze Kriegspropaganda gegen Russland als Schuldigen für Alles und Jeden nicht mehr hören. Es wird Zeit, dass die Vergangenheit zum Ukraine-Krieg aufgearbeitet und berichtet wird – DENN: in einem Krieg gibt es nicht „den einen Schuldigen“.
Ab jetzt wird Deutsch geredet. Dieses Video geht ein auf die NATO-Ostweiterung, die geschürte Zersplitterung und Spaltung durch die USA und einer möglichen Lösung für uns selbst: die absolute Neutralität. Ich weigere mich einfach diese moralbesoffene Propaganda zu schlucken „die NATO sei unschuldig“, „die korrupte Ukraine verteidige die westliche Demokratie“, den ganzen Konflikt allein auf den Angriff Russlands zu reduzieren und dabei alles davor Geschehene einfach zu vergessen.

Ich freue mich auf das Feedback, aber auch Kritik!
https://www.youtube.com/watch?v=hu8yFx2zfIM
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Kapitel:
0:00 Wer trägt die Sanktionen mit?
1:07 NATO-Osterweiterung
2:29 Russland nach Zerfall Sowjetunion
3:24 die Überdehnung der EU
4:22 USA und NATO
7:10 Spaltung durch USA
11:20 die Lösung

12.8.2022 (Video) bzw. 11.9.2022

 

 

Das falsche Narrativ des Westens über Russland und China
von Jeffrey Sachs
Die Welt steht nicht zuletzt deshalb am Rande einer nuklearen Katastrophe, weil westliche Politiker nicht imstande sind, die Ursachen der eskalierenden globalen Konflikte offen zu benennen. Das gebetsmühlenhaft wiederholte westliche Narrativ vom edlen Westen und dem bösen Russland und China ist einfältig und außerordentlich gefährlich. Es ist ein Versuch, die öffentliche Meinung zu manipulieren und sich nicht sehr realer und dringend notwendiger Diplomatie zu widmen.
Das wesentliche Narrativ des Westens ist in die nationale Sicherheitsstrategie der USA verwoben. Der Kerngedanke der USA ist, dass China und Russland unerbittliche Feinde sind, die „versuchen, die amerikanische Sicherheit und den Wohlstand zu untergraben“. Diese Länder sind nach Ansicht der USA dazu entschlossen, ihre Wirtschaft weniger frei und weniger fair zu gestalten, ihr Militär auszubauen und Informationen und Daten zu kontrollieren, um ihre Gesellschaften zu unterdrücken und ihren Einfluss auszuweiten.
Die Ironie besteht darin, dass die USA seit 1980 in mindestens 15 Kriegen in Übersee involviert waren (Afghanistan, Irak, Libyen, Panama, Serbien, Syrien und Jemen, um nur einige zu nennen), während China an keinem einzigen und Russland nur an einem außerhalb der ehemaligen Sowjetunion beteiligt war, nämlich in Syrien.

Die USA haben in 85 Ländern Militärbasen, China in dreien und Russland in einem außerhalb der ehemaligen Sowjetunion, nämlich in Syrien. Präsident Joe Biden unterstützt dieses Narrativ und erklärt, dass die größte Herausforderung unserer Zeit der Wettbewerb mit den Autokratien sei, die „versuchen, ihre eigene Macht auszubauen, ihren Einfluss in die ganze Welt zu exportieren und auszuweiten und ihre repressive Politik und Praxis als effizienteren Weg zur Bewältigung der heutigen Herausforderungen zu rechtfertigen“. Die Sicherheitsstrategie der USA ist nicht das Werk eines einzelnen US-Präsidenten, sondern des weitgehend autonomen US-Sicherheitsapparats, der hinter einer Mauer der Geheimhaltung agiert.
…..

Im Kern all dessen steht der Versuch der USA, die Hegemonialmacht der Welt zu bleiben, indem sie ihre Militärbündnisse auf der ganzen Welt ausbauen, mit dem Ziel, China und Russland einzudämmen oder zu besiegen. Das ist eine gefährliche, wahnhafte und überholte Idee. Die USA haben nur 4,2 Prozent der Weltbevölkerung und nur 16 Prozent des Welt-Brutto-Inlandsprodukts, bezogen auf internationale Preise. Tatsächlich ist das gemeinsame BIP der G7 heute geringer als das der BRICS-Staaten Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika, während die G7-Bevölkerung nur sechs Prozent der Weltbevölkerung ausmacht, verglichen mit 41 Prozent in den BRICS.
Es gibt nur ein Land, dessen selbsterklärte Fantasie es ist, die dominierende Macht der Welt zu sein: die USA. Es ist an der Zeit, dass die USA die wahren Quellen der Sicherheit erkennen: den inneren sozialen Zusammenhalt und die verantwortungsvolle Zusammenarbeit mit dem Rest der Welt, und nicht die Illusion der Hegemonie. Mit einer solchen neu konzipierten Außenpolitik würden die USA und ihre Verbündeten einen Krieg mit China und Russland vermeiden und die Welt in die Lage versetzen, ihre unzähligen Umwelt-, Energie-, Nahrungsmittel- und sozialen Krisen anzugehen.

Vor allem aber sollten die europäischen Staats- und Regierungschefs in dieser extrem gefährlichen Zeit die wahre Quelle der europäischen Sicherheit in den Blick nehmen: Es ist nicht die Hegemonie der USA, sondern es sind europäische Sicherheitsvereinbarungen, die die legitimen Sicherheitsinteressen aller europäischen Staaten respektieren – sicherlich auch die der Ukraine, aber auch die Russlands, das sich weiterhin gegen die NATO-Erweiterung am Schwarzen Meer stemmt. Europa sollte sich darauf besinnen, dass die Nichterweiterung der NATO und die Umsetzung der Minsk-II-Vereinbarungen diesen schrecklichen Krieg in der Ukraine hätten verhindern können. In dieser Phase ist Diplomatie, nicht militärische Eskalation, der wahre Weg zu europäischer und globaler Sicherheit.
… Alles vom 30.8.2022 bitte lesen auf
https://www.nachdenkseiten.de/?p=87406

Susanne Hofmann hat diesen Artikel – The west’s false narrative about Russia and China – für die NachDenkSeiten übersetzt.
https://johnmenadue.com/the-wests-false-narrative-about-russia-and-china/
Der Hinweis darauf stammt von Willy Wimmer. Er hat dazu Folgendes geschrieben: „Dieser Text stammt von dem Mann, der der Sowjetunion den Rest gegeben hatte. Wir sind seit langem auf dem Holzweg. Alexander Sosnowski und ich haben dies in unserem Buch ‚Und immer wieder Versailles‘ 2019 beschrieben und schon Jahre zuvor öffentlich gemacht.“ Der Artikel von Jeffrey Sachs bringt in der Tat nichts vollkommen Neues. Er ist aber eine sehr gute Zusammenfassung und plädiert für eine friedliche Lösung.
Albrecht Müller.
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Guerot: Vier Kriege toben in der Ukraine
Die Politik-Professorin Ulrike Guérot hat bei Lanz vier Kriege unterschieden: , 1) Einen „russischen Angriffskrieg“, 2) einen „ukrainischen Bürgerkrieg“, 3) einen „Stellvertreterkrieg der NATO“ und 4) einen „Informationskrieg“.
https://www.zdf.de/nachrichten/video/politik-marie-agnes-strack-zimmermann-100.html
https://www.zdf.de/nachrichten/politik/lanz-strack-zimmermann-ukraine-krieg-russland-100.html

1) In den hiesigen Medien ist fast ausschließlich vom russischen Einmarsch in die Ukraine am 24.2.2022 berichtet, einem völkerrrechtswidrigen von Putin begonnenen Krieg.
2) Die Ukraine ist de fakto zweigeteilt: In die Anhänger des Westens im westlichen Teil des Landes und in die russischsprachigen bzw. Russland gegenüber freundlichen Ukrainer vornehmlich im Osten. Der Donbass mit den Oblasten Donezk und Lugansk ist wie die Krim eher ein Teil Russlands als der Ukraine. Dieser wurde unter Mißachtung der Abkommen von Minsk I und II sein 2014 vom ukrainischen Militär massiv bombardiert (ca 14.000 Tote). Dort herrscht Bürgerkrieg.
3) Gemäß der US-geopolitischen Doktrin des amerikanischer Politikwissenschaftlers und Politikberaters Zbigniew Brzeziński verbietet der hegemoniale Anspruch der USA eine Kooperation von Deutschland bzw. EU und Nato mit Russland. Deshalb wird auf ukrainischem Boden eine kriegerische Auseinandersetzung zwischen USA und Russland ausgefochten.
4) Über allem tobt im Hintergrund ein Cyber-Krieg der Geheimdienste.
2.6.2022

Markus Lanz vom 2. Juni 2022
Zu Gast: Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot, Journalist Frederik Pleitgen und Journalistin Natalie Amiri
… Alles vom 2.6.2022 bitte lesen auf
https://www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz/markus-lanz-vom-2-juni-2022-100.html

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Klare Sicht: Ulrike Guérot …was bei Lanz nicht gesagt wurde
Am 2.6.22 war die Politikwissenschaftlerin & Europaexpertin Prof. Dr. Ulrike Guérot zu Gast bei Infrarot, einen Tag nachdem sie in der Sendung von Markus Lanz ( ZDF) einem schweren, moralischen Dauerfeuer ausgesetzt war und kaum zu Wort kam.
Im Talk–Format “Klare Sicht” bekam sie in einem Gespräch mit der freien Journalistin Paula P’Cay die Zeit,  ihre Standpunkte zu dem Ukrainekrieg klar und ausführlich darzustellen:
https://youtu.be/5yMYJT_pcc4 , 4.6.2022
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https://paulapcay.com/aufklaerung/
https://t.me/PaulaPCay

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Ein Moderator (Markus Lanz) sieht rot
Markus Lanz hatte am Donnerstag Ulrike Guérot in seine Talkshow zum Thema Ukraine eingeladen. Der Moderator verlor im Verlauf der Sendung rasch jede Contenance, verließ seine journalistische Rolle und mutierte zum Angreifer, nachdem Guérot Fragen zu den Kriegszielen gestellt und einen Waffenstillstand statt Waffenlieferungen gefordert hatte. Nachdem Guérot in einem ersten Statement angeführt hatte, dass Putin Sicherheitsgarantien wolle, was ein Schlüssel für ein Ende des Krieges sei, sprach Lanz leise in die Runde: „Wer fängt an?“ Gemeint war offenkundig, welcher der Gäste Guérot zuerst widersprechen wolle. Schon mit dieser Eröffnung war klar, worum es in den folgenden Minuten gehen sollte – eine umfassende Zurechtweisung des Gastes.
Diese Konstellation ist in den letzten Jahren immer mehr zum Standard in den Medien geworden ist: Man lädt einen Menschen mit abweichender Meinung ein, fährt dann aber eine Breitseite von Gegnern auf, die diesem Gast kollektiv und unmissverständlich klar machen, dass und warum er sich irrt. Darin liegt auch eine Belehrung des Publikums: Schau, so kann es auch Dir ergehen, wenn Du eine andere Meinung öffentlich äußerst.
Das besondere hier: Als Chefankläger in der von zwei Millionen Zuschauern verfolgten Sendung trat der Gastgeber persönlich auf – der damit seine Moderatoren-Rolle weitgehend verließ. Deutlich wurde im Verlauf der Sendung die Unmöglichkeit, das Thema Ukraine-Krieg überhaupt noch grundsätzlich kontrovers zu diskutieren. Verloren gegangen scheint auch die Bereitschaft, dem andersdenkenden Gegenüber gute Absichten zu unterstellen. Es herrscht stattdessen die einengende, beklemmende Atmosphäre eines großen Misstrauens.

Dazu kommt vielfach die Ersetzung von Logik durch moralische Empörung. So konterte Strack-Zimmermann Guérots Verweis auf strategische Überlegungen und die Motivation Putins mit dem schlichten Satz: „Da sterben Menschen“. Mit anderen Worten: Wie könne man ernsthaft solche Fragen erörtern, wenn es doch jeden Tag Tote gebe. Die permanente Dringlichkeit, die jedes grundsätzliche, tiefergehende Nachdenken und Zweifeln verbietet und zum sofortigen Handeln zwingt, ist aus der Corona-Krise bereits gut bekannt.
… Alles vom 3.6.2022 bitte lesen auf
https://multipolar-magazin.de/artikel/ein-moderator-sieht-rot

Kommentare:
Guérot gehört zur intellektuellen Crème de la Crème in Deutschland
– fast auf dem Niveau von Drewermann und Lichtjahre entfernt von Gebühren-Schmarotzern wie Lanz, Illner und Co. oder den angemieteten oder angestellten Denunzianten von Süddeutscher, Spiegel oder FAZ, die sich ihrer intellektueller Erbärmlichkeit wahrscheinlich noch nicht mal schämen. – Strauß hätte sie – zumindest hier völlig zutreffend – als Pinscher bezeichnet und erwartbar ist nach den Erfahrungen der letzten Jahre, dass der Bodensatz von journalistischer Entartung nur ein vorübergehender Tiefpunkt ist, dem weitere unglaubliche Widerwärtigkeiten im „besten Deutschland aller Zeiten“ noch folgen werden.
3.6.2022, N.P.

Marcus Lanz hatte schon sich schon 2014 als das gezeigt,
was er ist: Ein Propagandist, kein Journalist. Zur Erinnerung: Seinerzeit wollte er Frau Wagenknecht „grillen“. Das ging aber nach hinten los: https://www.hna.de/kultur/tv-kino/petition-gegen-markus-lanz-86000-unterschriften-fordern-zdf-rauswurf-zr-3328573.html
Heute, acht Jahre später, hat er noch immer nichts gelernt. Aber wozu auch. Die meisten Leute schauen ÖRR (egal, ob Tagesschau, Lanz, Illner usw.) und glauben, was sie sehen.
Wenn es uns nicht gelingt, diesen ÖRR zu zwingen, endlich seinen Programmauftrag zu erfüllen und „Objektiv“ zu informieren, sehe ich schwarz. Wir müssen leider fast alles, was der ÖRR zur Ukraine bringt, als NATO-Propaganda in die Tonne treten. Bei einem so wichtigen Thema (wir schrammen hier an einem 3. Weltkrieg vorbei) darf es nicht sein, dass grüne kriegsgeile Transatlantiker die Politik und das Informationsgeschehen dominieren. Selbst habe ich die Konsequenz gezogen und zahle für die nicht mehr. Es ist einfach und kostet nicht viel. Die 4 Schritte sollte jeder unternehmen: https://leuchtturmard.de/
3.6.2022, Ral
Ende Komentare

 

John Mearsheimer: Ukraine-Russia 2022 Analysis
Geostratege Mearsheimer: Der Westen trägt eine Hauptverantwortung für das Ukraine-Desaster. Die Strategie der Amerikaner verschlimmert die Lage. Am Ende dürften die Russen gewinnen

John J. Mearsheimer ist Professor für Politikwissenschaft an der Universität Chicago und befasst sich hauptsächlich mit Geopolitik. Er sprach im März 2022 über die Ursachen des Ukraine-Kriegs und dessen wahrscheinlichen Ausgang. Wir dokumentieren den hochinteressanten Vortrag in einer leicht gekürzten deutschen Fassung. Das englische Original ist frei auf Youtube anzuhören:

John Mearsheimer Ukraine-Russia 2022 Analysis
https://youtu.be/T6mw9U62ZJU

Ich möchte heute über die Ursachen der Ukraine-Krise sprechen und darüber spekulieren, wohin das alles führen wird.

Was die Ursachen betrifft, hat man zwei Möglichkeiten. Man kann argumentieren, dass der Westen und vor allem die USA die Krise verursacht haben. Oder man kann argumentieren, dass die Russen die Krise verursacht haben.
Die gängige Meinung in den USA und im Westen im Allgemeinen ist, dass die Russen dafür verantwortlich seien. Vor allem Wladimir Putin sei verantwortlich.
Ich glaube das nicht. Meiner Meinung nach trägt der Westen die Hauptverantwortung für das, was heute geschieht. Es ist weitgehend das Ergebnis der Entscheidung von April 2008, die Ukraine und Georgien in die Nato aufzunehmen.

Wir wollten die Ukraine auf Teufel komm raus in die Nato integrieren. Die Russen sagten damals kategorisch, dass dies für sie inakzeptabel sei. Sie machten deutlich, dass sie die ersten beiden Tranchen der Nato-Erweiterung – die Erweiterung von 1999 und die Erweiterung von 2004 –, geschluckt hätten, aber Georgien und die Ukraine würden nicht Teil der Nato werden. Sie zogen eine Grenze im Sand.

Sie sagten: «Das ist eine existenzielle Bedrohung für uns.»
Im August 2008 kam es dann tatsächlich zu einem Krieg zwischen den Russen und den Georgiern, bei dem es um die Frage ging, ob Georgien der Nato beitreten sollte oder nicht.

Es ist wichtig zu verstehen, dass die westliche Politik, wenn wir uns nun auf die Ukraine konzentrieren, eigentlich aus drei Säulen bestan
Die wichtigste Säule war die Integration der Ukraine in die Nato.
Die beiden anderen Säulen bildeten die Integration der Ukraine in die Europäische Union und die Umwandlung der Ukraine in eine pro-westliche liberale Demokratie, das heisst die Umsetzung der Orangen Revolution von 2004/2005.

Diese drei Säulen der Strategie zielten darauf ab, die Ukraine zu einem pro-westlichen Land zu machen, zu einem Land im Orbit des Westens, das an der Grenze zu Russland liegt. Die Russen haben damals unmissverständlich klargestellt, dass dies nicht geschehen würde. Das führte zu zwei Krisen. Die erste Krise brach im Februar 2014 aus, die zweite im Dezember 2021. Am 24. Februar 2022 begann schliesslich der Krieg.

Beginnen wir mit der ersten Krise von Februar 2014. Sie wurde zum grossen Teil durch einen von den USA unterstützten Staatsstreich in der Ukraine ausgelöst, der dazu führte, dass der pro-russische Präsident Wiktor Janukowytsch gestürzt und durch einen pro-amerikanischen Premierminister ersetzt wurde.

Für die Russen war das unerträglich. Gleichzeitig debattierten die Russen mit dem Westen und mit den Ukrainern über die EU-Erweiterung. Im Hintergrund lauerte zu diesem Zeitpunkt immer die Frage der Nato-Erweiterung.

Das führte zu einer Explosion, die zwei Folgen hatte. Zum einen nahmen die Russen der Ukraine die Krim weg. Sie hatten nicht die Absicht, die Hafenstadt Sewastopol jemals der Nato zu überlassen. Zweitens trugen die Russen dazu bei, dass in der Ostukraine ein Bürgerkrieg ausbrach, der auch nach 2014 andauerte.

Dann, im Dezember 2021, kam es zu einer zweiten grossen Krise. Meiner Meinung nach wurde sie vor allem dadurch ausgelöst, dass die Ukraine de facto Mitglied der Nato wurde. Im Westen, insbesondere in Washington, ist es üblich zu sagen, Russland habe nichts zu befürchten. Die Nato tue nichts, um die Aufnahme der Ukraine voranzutreiben. Ich denke, de jure ist das absolut richtig, aber de facto ist das falsch.

Es war Präsident Donald Trump war, der beschloss, die Ukrainer zu bewaffnen. Wir bewaffneten die Ukrainer, wir bildeten die Ukrainer aus, wir knüpften immer engere diplomatische Beziehungen zu den Ukrainern. Das verschreckte die Russen.

Es verschreckte die Russen im Sommer 2021, als das ukrainische Militär Drohnen gegen russische Truppen in der Donbass-Region eingesetzte und die Briten einen Zerstörer durch russische Hoheitsgewässer im Schwarzen Meer fuhren. Es verschreckte die Russen im November 2021, als US-Bomber innerhalb von 13 Meilen vor der russischen Küste flogen.
Diese Ereignisse, verbunden mit der faktischen Aufnahme der Ukraine in die Nato, brachten die Russen an den Siedepunkt, wie Aussenminister Sergej Lawrow sagte. Am 24. Februar marschierten sie in die Ukraine ein. Jetzt befinden wir uns mitten in einem echten Krieg, nicht nur in einem Bürgerkrieg in der Ostukraine, den wir vor dem 24. Februar hatten.
Das bringt uns zu der Frage, was die gängige Meinung zu diesem Thema sei und wie ich über das Gegenargument denke. Das Gegenargument lautet, dass dies nichts mit der Nato-Erweiterung zu tun habe.

Es ist bemerkenswert, wenn man den Leuten in der Verwaltung zuhört und wenn man Leitartikel in der Washington Post liest, wo es heisst, der Krieg habe nichts mit der Nato-Erweiterung zu tun. Ich weiss nicht, wie man das sagen kann.

Die Russen sagen seit April 2008, dass es hier nur um die Nato-Erweiterung gehe – dass die Nato-Erweiterung in der Ukraine eine existenzielle Bedrohung für sie darstelle. Aber die Amerikaner weigern sich einfach, das zu glauben. Nicht alle Amerikaner, aber viele Amerikaner, und ganz sicher die politische Elite in diesem Land.

Stattdessen haben sie eine Geschichte erfunden, dass es nicht die amerikanische Politik, nicht die Nato-Erweiterung sei, die diesen Zug antreibe. Stattdessen sei Wladimir Putin entweder darauf aus, die Sowjetunion wiederherzustellen, oder daran interessiert, ein grösseres Russland zu schaffen. So oder so, letztlich sei er ein Expansionist. Gott sei Dank hätten wir die Nato erweitert, denn wenn wir sie nicht erweitert hätten, wäre er wahrscheinlich schon in Berlin, wenn nicht sogar in Paris.

Das ist das Hauptargument: Putin sei ein Aggressor.
Mit diesem Argument gibt es eine Reihe von Problemen. Zunächst einmal hat vor dem 22. Februar 2014 niemand behauptet, Putin sei ein Aggressor. Niemand hat behauptet, dass die Nato-Erweiterung notwendig sei, um Russland einzudämmen. Wir hielten Putin nicht für ein Problem. Als die Krise am 22. Februar 2014 ausbrach, waren wir tatsächlich schockiert.
Wenn man sich die Zeitungen von damals anschaut, wurde die Obama-Regierung mit heruntergelassenen Hosen erwischt. Und warum? Weil sie nicht geglaubt hat, dass die Russen aggressiv sind. Nach dem Ausbruch der Krise mussten wir eine Geschichte erfinden, um nicht für die Geschehnisse verantwortlich gemacht zu werden. Wir mussten den Russen die Schuld geben, also behaupteten wir, Putin sei ein Aggressor und Expansionist.
Der zweite Grund, warum man die Version der US-Regierung bezweifeln sollte, ist, dass Putin nie gesagt hat, er wolle die Sowjetunion wiederherstellen oder ein grösseres Russland schaffen. Er hat nie gesagt, er wolle die Ukraine erobern und in Russland integrieren.
Es steht ausser Frage, dass Putin in seinem Herzen der Meinung ist, es wäre angemessen, wenn die Ukraine ein Teil Russlands würde. Er hat deutlich gemacht, dass er in seinem Herzen gerne die Sowjetunion wiederherstellen würde. Aber er hat ebenso deutlich gemacht, dass er in seinem Kopf genau wisse, dass das eine schlechte Idee sei.

Wenn man sich seine Äusserungen ansieht, gibt es keinen Grund zu der Annahme, dass er die Sowjetunion wiederherstellen oder ein grösseres Russland schaffen wolle. Um noch einen Schritt weiter zu gehen: Er hat gar nicht die Fähigkeit dazu.

Dafür gibt es zwei Gründe. Erstens verfügt Putin nicht über ein ausreichend grosses Militär. Russlands Bruttosozialprodukt ist kleiner ist als das von Texas. Das Russland von heute ist nicht die Sowjetunion in ihrer Blütezeit.

Zweitens wissen die Russen, dass die Besetzung von Ländern in Osteuropa ein Rezept für grosse Schwierigkeiten ist. Denken Sie an Ostdeutschland 1953, an Ungarn 1956, an die Tschechoslowakei 1968, an die ständigen Schwierigkeiten mit den Polen.

Die Besetzung der Ukraine und der baltischen Staaten wäre, als würde man ein Stachelschwein verschlucken. Es wäre schlicht verrückt. Wenn man sich ansieht, was die Russen in der Ukraine militärisch tun, dann sieht es nicht so aus, als wollten sie das Land erobern, besetzen und in ein grösseres Russland integrieren.

Wie dem auch sei, jetzt herrscht Krieg. Und ich denke, wir sind alle sehr an der Frage interessiert, wie es weitergehen wird.

Lassen Sie mich mit der US-Politik beginnen. Die US-Politik besteht darin, den Druck zu erhöhen. Das ist es, was wir tun werden. Das ist es, was wir nach 2014 getan haben. Anstatt eine Neubewertung vorzunehmen und zu sagen: «Vielleicht ist die Nato-Erweiterung keine so gute Idee», sind wir in die entgegengesetzte Richtung gegangen. Die Russen haben sehr wohl verstanden, dass wir die Ukraine de facto zu einem Mitglied der Nato machen.

Das gilt heute mehr denn je. Wir ermutigen die Ukrainer zum Widerstand. Wir werden bis zum letzten Ukrainer kämpfen, aber wir werden nicht für sie kämpfen. Wir werden sie bewaffnen und hoffen, dass sie durchhalten. Niemand glaubt, dass sie die Russen besiegen werden. Aber vielleicht gibt es eine Pattsituation.

Die Schlüsselfrage ist: Was werden die Russen tun? Ich habe den Eindruck, dass viele im Westen glauben, wenn die Ukrainer nur genug Widerstand leisten, werden die Russen schon irgendwann aufgeben. Oder es kommt zu einem Putsch in Moskau, und die neuen Führer Russlands werden sich mit uns arrangieren.

Ich habe mein ganzes Erwachsenenleben damit verbracht, die Politik der Grossmächte zu studieren, und ich sage Ihnen: So funktioniert die Welt nicht, und schon gar nicht die Russen.

Sie müssen verstehen, was ich über die Entscheidung vom April 2008 gesagt habe, die Ukraine und Georgien in die Nato aufzunehmen. Die Russen sagten damals, das sei eine existenzielle Bedrohung.

Jetzt reden wir vom Szenario einer russischen Niederlage in der Ukraine. Das ist für die Russen viel schlimmer als das, was im April 2008 passiert ist – viel schlimmer als das, was im Februar 2014 passiert ist. Darum werden die Russen niemals aufgeben. Vielmehr werden sie die Ukraine zerschlagen. Notfalls werden sie die grossen Geschütze auffahren. Sie werden Kiew und ukrainische Städte in Schutt und Asche legen.

Wissen Sie, was im Zweiten Weltkrieg geschah, als die USA Anfang 1945 mit der Möglichkeit konfrontiert waren, in Japan einmarschieren zu müssen?

Wir beschlossen, ab dem 10. März 1945 die japanischen Städte bis auf die Grundmauern niederzubrennen. In der ersten Nacht, in der wir Tokio bombardierten, starben mehr Menschen als in Hiroshima oder Nagasaki. Wir legten systematisch Japans Städte in Schutt und Asche. Und warum? Weil wir nicht einmarschieren wollten.

Die Russen werden in der Ukraine alle Register ziehen, um sicherzustellen, dass sie gewinnen. Und dann ist da noch die nukleare Dimension der Sache. Die Russen haben ihre Atomwaffen bereits in höchste Alarmbereitschaft versetzt.

Nochmals: Wenn wir anfangen zu gewinnen und die Russen anfangen zu verlieren, dann müssen Sie verstehen, dass wir hier eine nuklear bewaffnete Grossmacht, die das Geschehen als existenzielle Bedrohung ansieht, in die Enge treiben. Das ist gefährlich.

Erinnern Sie sich an die Kuba-Krise? Ich glaube nicht, dass das, was in der Kuba-Krise geschah, für uns so bedrohlich war, wie es diese Situation für die Russen ist.

Wenn man sich anschaut, wie die amerikanischen Entscheidungsträger um Präsident John F. Kennedy damals dachten, dann hatten sie eine Heidenangst. Sie sahen in den sowjetischen Raketen auf Kuba eine existenzielle Bedrohung, und sie waren bereit, unser Atomwaffenarsenal gegen die Sowjetunion einzusetzen. So ernst wird es Grossmächten, wenn sie glauben, dass sie sich einer existenziellen Bedrohung gegenübersehen.

Meiner Meinung nach befinden wir uns in einer sehr gefährlichen Situation. Ich denke, die Wahrscheinlichkeit eines Atomkriegs ist sehr gering, aber die Wahrscheinlichkeit muss nicht hoch sein, damit ich wegen der mit dem Einsatz von Atomwaffen verbundenen Konsequenzen wirklich Angst habe.
So oder so glaube ich, dass die Russen diesen Krieg gewinnen werden. Fragen Sie sich, für wen mehr auf dem Spielt steht, für die Russen oder für die Amerikaner?

Den Amerikanern liegt nicht so viel an der Ukraine. Wir haben deutlich gemacht, dass wir nicht einmal bereit sind, für die Ukraine zu kämpfen, also ist sie für uns nicht so wichtig.

Für die Russen – das haben sie deutlich gemacht – ist dieser Konflikt mit der Nato eine existenzielle Bedrohung. Das Gleichgewicht der Entschlossenheit ist meiner Meinung nach zugunsten der Russen verschoben. Wenn wir uns auf der Eskalationsleiter nach oben bewegen, werden sich meiner Einschätzung nach die Russen durchsetzen.

Die Frage ist nun, wer diesen Krieg verliert. Ich denke, dass es für USA keine grosse Rolle spielt, ob wir in dem Sinne verlieren, dass die Russen in der Ukraine die Oberhand gewinnen.
Ich denke, die wahren Verlierer dieses Krieges sind die Ukrainer. Wir haben uns stark dafür eingesetzt, sie zu einem westlichen Bollwerk an den Grenzen Russlands zu machen, obwohl die Russen deutlich gemacht haben, dass dies für sie inakzeptabel sei.

Wir haben einen Stock genommen und dem Bären ins Auge gestochen. Jetzt wehrt sich der Bär und ist daran, die Ukraine zu zerreissen.
Wir sind wieder da, wo wir angefangen haben: Wer trägt die Verantwortung dafür? Tragen die Russen die Verantwortung dafür? Das glaube ich nicht. Es steht ausser Frage, dass die Russen die Drecksarbeit machen. Ich möchte diese Tatsache nicht verharmlosen, aber die Frage ist, was die Russen dazu veranlasst hat, dies zu tun. Meiner Meinung nach ist die Antwort sehr einfach: die Vereinigten Staaten von Amerika.

… Alles vom 14.5.2022 zu “Geostratege Mearsheimer: Der Westen trägt eine Hauptverantwortung für das Ukraine-Desaster. Die Strategie der Amerikaner verschlimmert die Lage. Am Ende dürften die Russen gewinnen” bitte lesen auf
https://weltwoche.ch/daily/108299/

Einig Kommentare:
Die Gedanken von Mearsheimer sind interessant, auch sein Vortrag von 2014. Vieles scheint logisch. Aber die Erfahrungen der ehemaligen Osteuropastaaten, die von Russland überfallen wurden und ihre eigene freie Wahl für den Westen darf man ich außer Acht lassen. Und warum hat Putin Angst, dass im eigenen Land die westliche Sicht der Dinge nicht frei zugänglich ist. Warum werden Andersdenkende eingesperrt?
15.5.2022 E.P.

Die Amis können froh sein dass die Chinesen mit der Pandemie so phantasielos beschäftigt und so voll absorbiert sind. Bald einmal werden sie ihre Expansionstrategie genau so phantasielos weiter führen. Dann haben die Amis aber keine so willfährigen Europäer die die Drecksarbeit für sie erledigen, aber den gleichen irrlichternden Präsidenten.
15.5.2022, J.A.

Ist Putin nicht klug?
Professor Mearsheimer ist wirklich ein weiser mann und meinte schon vor ein paar jahren voraussehend: „Wenn man Russland wirklich zerstören wolle, sollte man es ermutigen, die Ukraine zu erobern. Putin ist viel zu klug, um das zu versuchen“. will er uns damit sagen, dass Putin nicht klug ist?
15.5.2022, Gla

Der Vortrag und die Schlussfolgerung scheinen schlüssig. ABER eben scheinen nur. Auch 2015, und jetzt, blendet Mearsheimer aus, dass es auch noch Völker gibt, die ihr Schicksal selber bestimmen wollen – und können sollten. Er blendet die fundamentale Kontrastellung von Autokratie und Demokratie aus. Klar sind EU und NATO westliche Gebilde. Wohlstand, Freiheit, Rechtssicherheit, Garantie von Eigentum – das bietet die russische Föderation nicht. Will sie nicht! Drohungen stärken die NATO … klar!
15.5.2022, Ino

„Wer trägt die Verantwortung dafür?“ Der deutsche Bundestag und Kanzler Scholz können sehr viel zur Deeskalation beitragen, wenn Deutschland verbindlich ein Veto gegen die Nato-Mitgliedschaft von Finnland und der Ukraine und ein Veto gegen die EU-Mitgliedschaft der Ukraine beschließt. Sowas ist im Interesse Deutschlands und dient dem Frieden! – Und interessant für die Öffentlichkeit wäre auch zu wissen, ob und wie die USA Deutschland erpressen.
15.5.2022, B.M.

Vorab möchte ich auf folgenden youtube Beitrag hinweisen, welcher die geopoltische Situation Russlands objektiv beschreibt und mit welcher auch Prof. Mearsheimer sicherlich einverstanden ist: https://www.youtube.com/watch?v=ZVb9jhjiqVk (Warum RUSSLAND die Sowjetischen Grenzen zurückerobern will). Mearsheimer macht aber im Video einige sehr kühne Behauptungen, die der Verdrehung der Wahrheit dienen.
15.5.2022, Tr

Noch ein interessantes Interview zur Wochend Lektüre wie der Wirtschaftskrieg für die EU / USA & Russland / Asiatischen Wirtschaftsraum enden würde: Michael Hudson ist ein amerik. Wirtschaftswissenschaftler, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der University of Missouri-Kansas City und Forscher am Levy Economics Institute am Bard College, ehemaliger Wall-Street-Analyst, politischer Berater, Kommentator und Journalist. https://uncutnews.ch/michael-hudson-das-schicksal-der-zivilisation
15.5.2022, N.M.
Ende Kommentare
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Peking als lachender Dritter
Rußland, Europa und die  USA müssen zueinanderfinden
Vor mehr als 50 Jahren schrieben die Wissenschaftler vom „Club of Rome“: „ Heute ist China der kleine Bruder der Sowjetunion, im Jahr 2000 wird es umgekehrt sein.“ Unter den Exportnationen steht heute China auf Platz Eins, Rußland nimmt Platz 16 ein. China hat 1,4 Milliarden Einwohner, also zehnmal so viel wie Rußland. EU, USA und Rußland zusammen kommen auf knapp eine Milliarde Menschen. Nicht zu vergessen, da gibt es in Asien noch einen weiteren Giganten mit 1,4 Milliarden, Indien. Wenn Rußland, Europa und die USA nicht zum Spielball dieser Giganten werden wollen, müssen sie zueinanderfinden und nicht gegeneinander arbeiten.
Dr. Karl Albert Hahn, Bad Salzungen, 18.3.2022, JF 12/22, Seite 23

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Kriegseinsätze der USA
1945 Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki
1948 die CIA manipuliert die Wahlen in Italien,
1950 bombardieren die USA Nordkorea,
1953 stürzen die USA im Iran die Regierung,
1954 stürzen sie die Regierung in Guatemala,
1961 Versuch die Regierung in Kuba zu stürzen, „Schweinebuchtinvasion“, es funktioniert jedoch nicht,
1964 beginnen die USA Vietnam zu bombardieren, die USA behaupten die Vietnamesen hätten angefangen (Tonkin-Zwischenfall eine bewiesene Kriegslüge) 11 Jahre Krieg und 3 Millionen Toten,
Agent Orange (Es stört hormonelle Signalwege und führt zu schweren Fehlbildungen bei Kindern. Mehr als drei Millionen Opfer von Agent Orange leiden laut der Vietnamese Association of Victims of Agent Orange an Spätfolgen von Agent Orange, vor allem an Fehlbildungen wie Lippen-Kiefer-Gaumenspalten und Immunschwächen.),

1973 USA stürzen die Regierung Salvador Allende in Chile und installieren Augusto Pinochet als Militärjunta
1979 Unterstützung der Mudschahidin in Afghanistan, über die gesamten ’80iger Jahre werden die Afghanen mit Waffen versorgt.
1979 verhelfen die USA Saddam Hussein an die Macht, dann unterstützt man Hussein als er den Iran angreift (1980 bis 1988), gleichzeitig beliefert man beide Seiten mit Waffen.
1983 US-Invasion in Grenada.
1986 Bombardierung von Libyen.
1989 US-Invasion in Panama, Unterstützung der Contras in Nicaragua.
1990 marschiert Saddam Hussein in Kuwait ein, die USA bombardieren den Irak.
1996 sagt die US-Außenministerin Madeleine Albright, dass es den Preis wert gewesen wäre, dass durch das Embargo mehr als 500.000 (Fünfhunderttausend) Kinder gestorben sind.

1999 Die Grünen und Schröder (SPD) machen mit und bombardieren Serbien ohne UNO Mandat.
Seit September 2001 kautet die neue Devise „Krieg gegen den Terror“. Nicht einen Monat danach Einmarsch in Afghanistan.
2003 Nach Giftgaslüge: Irakkrieg mit mehr als 1 Million Toten.
2011 Bombardierung von Libyen durch Sarkozy, Obama, Cameron
2011 Die CIA hat eine Milliarde Dollar in Syrien investiert um, alle Gegner Assads zu bewaffnen und ihn zu stürzen, der Regimewechsel hat nicht funktioniert.
2014 Ukrainekrieg beginnt. 5 Milliarden Dollar haben die USA in den Regimewechsel investiert (Victoria Jane Nuland US-amerikanische Diplomatin). Verbot von Russisch als Amtssprache im Donbass löst bürgerkriegsähnliche Unruhen aus mit 14.000 Toten.
2016 hat Obama als Friedensnobelpreisträger insgesamt 7 Länder bombardieren lassen: Afghanistan, Pakistan, Jemen, Irak, Somalia, Syrien und Libyen.