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- Der russische Geiger Maxim Kosinov spielt auf dem Wieselhof (16.7.2025)
- Was das Schwarzwaldhaus einem Neubau voraus hat: Architekt Hardy Happle über die Zukunft des Bauens (29.6.2025)
- E-Micro – Neue Perspektiven für individual Mobilität (21.6.2025)
- Pfeiferberg – unbekanntes Kleinod im Dreisamtal (16.6.2025)
- Wieselhof in Kirchzarten-Neuhäuser: Mehr-Generationen-Wohnen (13.6.2025)
- Der Pfeiferberg in Kirchzarten-Neuhäuser – Übersicht
- Dobelpeterhof
- Fancy Farm beim Schütterlehof am Pfeiferberg – Pferdehof für Kinder
- Fußehof im Dietenbach bzw. Geroldstal
- Langbauernhof
- Schütterleshof am Fuß des Pfeiferbergs
- Schütterlesberghäusle
- Wieselhof (früher Wieselbauernhof) am Pfeiferberg
- Wieselbauernhof 2006: https://www.freiburg-schwarzwald.de/neuhaeuser5.htm#Wieselbauernhof%20am%20Pfeiferberg
- Pfeiferberg (Archivseite);
https://www.freiburg-schwarzwald.de/littenweiler/pfeiferberg.htm - Dreisamtal
- Schwarzwaldhaus
Der Pfeiferberg in Kirchzarten-Neuhäuser – Übersicht
Mit Pfeiferberg bezeichnet man das Gebiet zwischen Kirchzarten-Dietenbach im Osten und Freiburg-Kappel im Westen, das großenteils zur Gemarkung Kirchzarten-Neuhäuser gehört. Genauer:
Der Pfeiferberg (454 m) liegt zwischen dem Fischbachtal im Westen und dem Krebsgraben im Osten sowie dem Pfeiferbergsattel (496 m) im Südwesten und Unterneuhäuser (376 m) im Nordosten. Durch das von Unter-Neuhäuser nach Süden zum Herchersattel und Laubisköpfle führende Tal des Krebsgraben führt das Sträßchen „Am Pfeiferberg“ hoch bis zum Sattel des Pfeiferbergs; dieser liegt auf dem Bergkamm, der vom Schauinsland (1284 m) über das Rappeneck (1010 m) hinab zur Erzwäscherei führt – ein Paradies für Wanderer und Biker:
https://www.dreisamtal-online.eu/landschaft/berge/kamelberg/artikel.html
https://www.dreisamtal-online.eu/landschaft/berge/pfeiferbergsattel/artikel.html
Der Pfeiferberg bietet Vielfalt:
Der Pfeiferberg wurde bekannt durch die zahlreichen Holzskulpturen und Installationen, die der Kappler Bildhauer Thomas Rees oben am Pfeiferbergsattel und nebenstehenden Kamelberg https://www.freiburg-schwarzwald.de/kamelberg.htm aufgestellt hat. Zudem veranstalten Schwarzwaldverein und andere Vereine am Sattel des Pfeiferbergs ihre Events. Ergänzt durch die Weihnachtsfeiern an der Krippe von Holzkünstler Thomas Rees seit 2002 : https://www.freiburg-schwarzwald.de/pfeiferberg2002.htm
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1. Mai-Hock des Schwarzwaldvereins am Pfeiferberg 2006
https://www.freiburg-schwarzwald.de/littenweiler/neuhaeuser.htm
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Am Dobelpeterhof im Süden ganz oben am Pfeiferberg mit Eselswanderungen und Fewo.
https://www.freiburg-schwarzwald.de/neuhaeuser5.htm#Dobelpeterhof%20am%20Pfeifersberg
Beim Schütterleshof am Beginn des Sträßchens „Am Pfeiferberg“ bietet der Pferdehof Fancy Farm Reiten an – ganz besonders für Kinder und Jugendliche. Mehr hier
Der 1785 erbaute Wieselhof (s.u.) wurde in einem 2024 mit dem Baukultur-Staatspreis Baukultur ausgezeichneten Projekt vorbildlich saniert: Mehrfamilienwohnen, Seminarraum, Vortragsreihe und Bauerngarten in Einem.
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Dobelpeterhof
Dobelpeterhof (links) und Kappbauernhäusle am 29.6.2025
Ferienwohnung
Am Pfeiferberg 45, 79199 Kirchzarten
Tel 07661/2830, info@dobelpeterhof.de
https://www.schwarzwald-tourismus.info/unterkuenfte/dobelpeterhof-eaa8dca379
Langbauernhof
Der Langbauernhof wurde über Jahre hinweg dem Verfall preisgegeben, um dann ausserhalb des Denkmalschutzes abgerissen werden zu können. So wird Baukultur der Schwarzwaldhöfe zerstört – das traurige Gegenbeispiel zum vorbildlich restaurierten Wieselhof in der Nachbarschaft.
https://www.freiburg-schwarzwald.de/neuhaeuser5.htm#Langbauernhof%20am%20Pfeiferberg
https://freiburg-schwarzwald.de/fotos/nebel.htm
Schütterleshof am Fuß des Pfeiferbergs
Der Schütterleshof von 1899 oder früher wird seit 1998 im Nebenerwerb als Bioland-Grünlandbetrieb (Heu, Apfelsaft, Bergschafe und Lammfleisch) bewirtschaftet, als Lernort Bauernhof genutzt mitsamt dem Pony-Reitbetrieb „Fancy Farm“
Schütterleshof
Am Pfeiferberg 4, 79199 Kirchzarten-Neuhäuser
Familie Reddemann, Am Pfeiferberg 4, 79199 Kirchzarten
https://www.schuetterleshof-dreisamtal.de
https://www.lob-bw.de
Schütterlesberghäusle
Dorperzucht-Sas – Landwirtschaftsbetrieb
Dorperschafe (Constantin) und Eselwanderungen (Uli)
Am Pfeiferberg 39, 79199 Kirchzarten
https://www.dorperzuchtsas.de
https://eselwanderung-am-pfeiferberg.de/
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Wieselhof (früher Wieselbauernhof) am Pfeiferberg

Wieselhof am 15.6.2025 Wieselhof unsaniert am 2.5.2006 – mehr

Wieselhof am 15.6.2025

Blick vom Wieselhof nach Westen zum Pfeiferberg

Seminarraum am 16.7.2025
Der Schwarzwälder Eindachhof wurde 1785 (etwas jünger als der benachbarte Fußehof im Geroldstal von 1754) gebaut und bis 2018 als Voll- bzw. Nebenerwerbslandwirtschaft genutzt. Dann erfuhr der Hof eine dreijährige Sanierung durch die neue Eigentümerfamilie Lamparter und Willi Sutter von Sutter3K, der eine Vielzahl von alten Bauernhöfen vor dem Abriß gerettet hat wie z.B. Birkenhofscheune in Burg, Bank-sches Haus, Rummlerhof im Geroldstal, Meierhof an der Kartaus bzw. UWC Bosch-College . Mehr hier.
Die engagierte Sanierung des heruntergekommenen und denkmalgeschützten Bauernhofs unter dem Motto „maximale Nachhaltigkeit“ (Erneuerbare, Solar, Photovoltaik) war so gut, daß die Eigentümer 2024 mit dem Staatspreis Baukultur ausgezeichnet worden sind für ihr Wieselhofprojekt mit seinen vier Elementen:
1) Mehrgenerationenhaus mit vier Wohnungen
2) Seminarraum mit kompletten Equipment kann von jedermann angemietet werden.
3) Vortragsreihe „15/15 – für alle, die Wissen wollen“ kostenlos am 15. des Monats. Bericht zum 15-Minuten-Vortrag über Leichtfahrzeuge am 15.6.2025 folgt.
4) Bauerngarten: Gemüseanbau auf anmietbaren Parzellen 50-100 qm.
Das Vorbildliche am Wieselbauernhof (so hieß der Hof früher): Sanierung statt Abriß, Wohnraum statt Leerstand sowie Öffnung statt Abschottung.
https://www.baukultur-bw.de/initiativ/staatspreis-baukultur-bw-2024/anerkennungen/wieselhof-in-kirchzarten-neuhaeuser/
https://mlw.baden-wuerttemberg.de/de/service/media/mid/staatspreis-baukultur-2024-wieselhof-kirchzarten
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Wieselbauernhof – Alles Infos mitsamt Buchung für Seminar und Garten:
Am Pfeiferberg 35, 79199 Kirchzarten
https://www.wieselhof.de
Bauernhof-Sanierung über Willi Sutter von Fa. Sutter KG :
https://www.freiburg-schwarzwald.de/blog/business/dienste/immobilien/sutter3kg/
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Pfeiferberg – unbekanntes Kleinod im Dreisamtal
Das Dreisamal ist ein sonnenverwöhntes Tal zwischen Freiburg im Westen und dem Hochschwarzwald im Osten: Sonnenverwöhnt (oben am Titisee hängen die Wolken und im Rheintal der Nebel), fruchtbar mit Gereide (Dinkel, Hafer, Roggen, Soja, Sonnenblumenkulturen, Weizen), storchenreich (allein beim Ebneter Schloss heuer 11 Storchennester belegt), wasserreich (mit seinen 15 Seitentälern, die Wasser von den Bergen in die Dreisam hinabführen) , sportaffin (Schwimmbad, Golfplatz, Segelflugplatz, viele Reiterhöfe), fahrradfreundlich (auch für Kinderwagen wie Senioren: die meisten Feldwege sind mittlerweile geteert) und seit Urzeiten beliebt (schon die Kelten siedelten Tarodunum). Einziges Manko ist die B31, die als autobahnähnliche Strasse – immerhin die Verkehrsachse von Paris nach Wien – das Dreisamtal zwischen dem Tunnelende am Kappler Knoten und dem Eingang ins Höllental bei Himmelreich durchschneidet.
Die Ausblicke von den umliegenden Bergen ins Zartener Becken sind traumhaft.
https://www.freiburg-schwarzwald.de/littenweiler/blicke-auf-kirchzarten.htm
Die Nordseite des Dreisamtals ist relativ bekannt mit seinen Seitentälern Welchental bei Freiburg-Ebnet, Attental, Wittental, Eschbachtal und Rechtenbachtal bei Stegen. Die Südseite des Dreisamtals zwischen Freiburg-Kappel und dem Geroldstal hingegen ist weitaus weniger bebaut, uriger und eher unbekannt: Kappler Tal, https://www.freiburg-schwarzwald.de/littenweiler/erzwaescherei.htm, Fischbachtal https://www.freiburg-schwarzwald.de/littenweiler/fischbach.htm, Neuhäuser, Engenberg https://www.freiburg-schwarzwald.de/littenweiler/neuhaeuser.htm#Engenberg-Sattel , Dietenbach, Immi und Geroldstal.
Durch das von Unter-Neuhäuser nach Süden zum Pfeiferberg https://www.freiburg-schwarzwald.de/littenweiler/pfeiferberg.htm , Kamelberg, Herchersattel und Laubisköpfle führende Tal des Krebsgraben mitsamt gleichnamigem Bach führt das Sträßchen „Am Pfeiferberg“ hoch zum Pfeiferbergsattel.
Bekannt wurden Pfeiferberg und Kamelberg https://www.freiburg-schwarzwald.de/kamelberg.htm durch den Kappler Bildhauer Thomas Rees, der hier auf Wiesen und im Wald zahlreiche seiner Holzskulpturen aufgestellt hat. Und nun auch durch den Wieselhof bzw. Wieselbauernhof, der so trefflich saniert worden ist und durch die großzügigen Eigentümer für Seminare und Gartenbau der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden ist.
Das Dreisamtal als uralte Kulturlandschaft ist geprägt durch seine Bauernhöfe, die als Schwarzwälder Eindachhöfe beeindrucken. Dem Wirken von Willi Sutter und seiner Firma Sutter3K (mit Labyrinth und Domiziel) ist zu verdanken, daß viele Höfe vom Abriß oder Umbau verschont wurden/werden und denkmalgerecht saniert worden sind: Wie u.a. der Meierhof an der Kartaus, Rainhofscheune, Klosterscheune Oberried, Birkenhof Kirchzarten-Burg, Hirschen FR-Ebnet , Rummlerhof Geroldstal und Wieselbauernhof in Neuhäuser. Ebenso der im Jahr 1754 erbaute Fußehof bzw. Fusenhof https://www.freiburg-schwarzwald.de/littenweiler/geroldstal.htm#Fu%C3%9Fehof%20in%20Dietenbach-Geroldstal am Eingang zum Geroldstal.
16.6.2025
Wieselhof in Kirchzarten-Neuhäuser: Mehr-Generationen-Wohnen
Mehr-Generationen-Wohnen im historischen Schwarzwaldhof, Seminare in der angrenzenden Garage und gemeinschaftliches Ackern im Bauerngarten – um all das und mehr geht es beim Wieselhof in Kirchzarten.
Am Pfeiferberg zwischen Freiburg und Kirchzarten liegt der Wieselhof – ein alter Schwarzwaldhof, der in den vergangenen Jahren in privater Initiative eine behutsame Sanierung erfahren hat. Er wurde von einem desolaten Bauernhof zu einem modernen Mehrgenerationenhaus umgebaut. 2024 wurde das Projekt beim Staatspreis Baukultur mit einer Anerkennung ausgezeichnet. Einer der Bewohner, und gleichzeitig Eigentümer des Anwesens, ist der Musiker Wolfram Lamparter. Nach und nach hat er aus dem Hof ein Projekt gemacht.
Welche Geschichte hat der Wieselhof?
Der Hof wurde im Jahr 1785 erbaut. Südbaden war damals noch unter österreichischer Herrschaft, zehn Jahre später fiel es an das Großherzogtum Baden. Bauherr des Hofs war der BauerJacob Wisel, nach dem der Hof benannt ist; Baumeister war Michel Janz, der auch weitere Höfe in der Region gebaut hatte.
Der Wieselhof ist ein historischer Eindachhof im Außenbereich der Gemeinde Kirchzarten-Neuhäuser. Ein Eindachhof ist ein Bauernhof, bei dem alle wesentlichen Bereiche des Hofs – also Wohnhaus, Stallungen und Scheune – unter einem Dach zusammengefasst sind. Bis 2018 wurde der Hof teilweise noch landwirtschaftlich genutzt mit einer zweigeschossigen Wohnung, einem Stall und einem großen Heu- und Strohlager im Dachstuhl.
Zu diesem Zeitpunkt war der Hof allerdings in einem desolaten Zustand, wie Lamparter berichtet. Er war mit seiner Frau gerade auf der Suche nach einer Immobilie im Freiburger Umland, als der Hof zur Versteigerung angeboten wurde. Im Nachrückverfahren erhielt er den Zuschlag. Um den drohenden Verfall zu verhindern, hat Wolfram Lamparter den Wieselhof von 2018 bis 2021 grundlegend sanieren und mit weiteren Wohnungen zu einem Mehrgenerationenhaus ausbauen lassen. Da der Wieselhof unter Denkmalschutz steht, war eine Sanierung nur unter strengen Auflagen möglich.
Was zeichnet den Wieselhof heute aus?
Hilfe fand Wolfram Lamparter bei der Firma Sutter, bekannt für die Sanierung denkmalgeschützter Gebäude und historischer Bauwerke. Hatte der Wieselhof ehemals nur eine Wohneinheit, die Bauernwohnung, so hat er heute vier. Im ehemaligen Stall und im Dachgeschoss wurden drei zusätzliche Wohneinheiten eingebaut. Die 135 Quadratmeter große Bauernwohnung wurde komplett saniert, wobei die niedrige Geschosshöhe aus Denkmalschutzgründen erhalten geblieben ist. In ihr wohnt heute eine Familie. Daneben wurde eine komplett barrierefreie Wohnung eingerichtet, die auch eine kleine Einlieger-Wohneinheit für Gäste, Pflegepersonal oder ein Au-pair bietet. Die barrierefreie Wohnung wird von einer Seniorin bewohnt. Zwei weitere Wohnungen sind im Dachgeschoss entstanden – eine bewohnen Lamparter und seine Frau, die zweite ein weiteres Ehepaar.
„14 Monate lang war die Zimmermannsfirma im Haus“, erzählt Lamparter. In der Jury-Bewertung des Staatspreises Baukultur heißt es: „Großer Wert wurde auf den Erhalt des charakteristischen Erscheinungsbildes des Hofes gelegt. Die originalen Holzkonstruktionen wurden erhalten, bei Bedarf mit traditionellen Methoden repariert, lediglich die notwendigen Ergänzungen wurden mit neuem Material durchgeführt. Die Holzfußböden wurden aus Holz des eigenen Grundstücks gefertigt, was die Tradition der Schwarzwaldhäuser fortführt.“
Alle Wohnbereiche wurden energetisch nach modernen Richtlinien gedämmt. Für die Energieversorgung ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe eingesetzt, diese wird ergänzt durch den bestehenden Kachelofen, einen wasserführenden Holzvergaserofen und eine PV-Solaranlage.
„Das Projekt des Mehrgenerationenhauses Wieselhof basiert auf dem Wunsch, das Miteinander und die gegenseitige Unterstützung von Jung und Alt neu zu beleben“, erklärt Lamparter. Es biete die Chance, für alle Bewohner das Gefühl von Zugehörigkeit und Schutz zu verwirklichen, ohne auf eine gesicherte Privatsphäre verzichten zu müssen. Junge Familien profitierten von der Möglichkeit, ihre Kinder an Zeit und Lebenserfahrung der Senioren teilhaben zu lassen, diese wiederum könnten durch freiwillige Hilfeleistungen der Jüngeren, wie einkaufen oder kochen, Erleichterung ihrer Lebensumstände erfahren. „Die Notwendigkeit professioneller Altenpflege oder Kinderbetreuung kann dadurch deutlich hinausgeschoben und eventuell sogar vermieden werden.“
Was gehört noch zum Projekt Wieselhof?
Am Pfeiferberg gelegen, hat man vom Wieselhof aus einen freien Ausblick über das Dreisamtal und die umliegenden Schwarzwaldhöhen. Zum Gelände gehören rund sieben Hektar Weideland, die größtenteils an Landwirte verpachtet sind. „Eine Schäferin und ein Schäfer nutzen die Fläche“, sagt Lamparter. Neben dem Hofgebäude befindet sich ein kleineres Nebengebäude, eine Garage, die Lamparter und seine Frau als Wohnort während der Sanierungsarbeiten genutzt haben. „Nach und nach kam dann die Idee auf, hier einen Seminarraum einzurichten“, erzählt Lamparter.
Eingerichtet wurde dieser im Dachgeschoss des Gebäudes, mit rund 40 Quadratmetern Nutzfläche und bodentiefen Fenstern, die den Blick ins Grüne ermöglichen. Viel Holz und ein Kaminofen sorgen für Gemütlichkeit. Angemietet werde der Seminarraum beispielsweise für Teambildungsseminare, wo Rückzugsmöglichkeiten und die Nähe zur Natur eine Rolle spielen. „Der Seminarraum widmet sich primär Themen der Nachhaltigkeit“, sagt Lamparter.
Im Mai dieses Jahres hat er hier zudem eine neue Vortragsreihe ins Leben gerufen. Sie findet unter dem Motto „15/15 – für alle, die Wissen wollen“ statt. Immer am 15. des Monats bieten eine Expertin oder ein Experte aus unterschiedlichen Themengebieten in einem 15-minütigen Kurzvortrag Basiswissen für Einsteiger an. Weitere 30 Minuten sind dem Austausch zum Thema mit Fragen und Gesprächen gewidmet. Die Veranstaltungen sind kostenlos und alle Interessierten sind eingeladen.
Ein weiterer Baustein des Projekts Wieselhof befindet sich auf dem Außengelände. Hier gibt es einen großen Bauerngarten zum naturnahen Gemüseanbau und zur gemeinsamen Nutzung. Über ein Inserat haben sich Menschen gefunden, die hier gemeinschaftlich gärtnern, berichtet Wolfram Lamparter. Das Besondere dabei sei die „No Dig Methode“, bei der die verschiedenen Parzellen des Gartens mit Kartonagen abgeschirmt, mit Kompost bedeckt und mit biologischen Mikroorganismen angereichert werden. „Dadurch wird auch aus Gründen der Nachhaltigkeit das Grünland nicht umgebrochen und kein CO2 freigesetzt“, so Lamparter.
Welche Zukunftsideen gibt es?
Wolfram Lamparter träumt davon, den Wieselhof um eine kleine nachhaltige Wohnanlage, orientiert am Tiny House, zu erweitern. Ihm schweben dabei zwölf minimalistische Wohneinheiten in Massivholzbauweise vor – mehrgenerationentauglich und zugleich bezahlbar. Alle Erschließungsparameter, wie Trink- und Abwasser, Strom und Glasfaser, sind auf dem Gelände bereits vorhanden. Knackpunkt ist, dass die angedachte Fläche im Außenbereich liegt. Wofür „zu Recht sehr restriktive Beschränkungen gelten“, so Lamparter. Momentan liege die Idee dem Kirchzartener Gemeinderat vor.
… Alles vom 13.6.2025 von Nikola Vogt bitte lesen auf https://www.badische-zeitung.de
E-Micro heißt das Thema des 15/15-Vortragsabends am Wieselhof am Sonntag, 15. Juni 2025, um 19 Uhr. Referent und Gastgeber ist Wolfram Lamparter. Er verfolgt seit 15 Jahren leidenschaftlich die Entwicklungen auf dem Terrain der Leichtfahrzeuge von Spezialrad über Kabinenroller bis zum Mini-Elektroauto. In einem 15-minütigen Vortrag wird er neue Perspektiven für Individual-Mobilität aufzeigen. Aktuelle Marktentwicklungen bieten neue Fahrzeuge für Jugendliche ab 15 Jahren, Kabinenroller und Minicars. Auch Mobilität für Ältere wird in dem Kurzvortrag thematisiert. Anschließender Austausch und Ausklang gehört auch zu diesem 15/15 Abend dazu. Der Eintritt ist kostenfrei, Anmeldung und weitere Informationen: https://www.wieselhof.de/15/15-vortragsreihe
Der russische Geiger Maxim Kosinov spielt auf dem Wieselhof (16.7.2025)


