Staatsanleihen

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Kamille blüht im Weinberg bei La Londe an der Code d’Azur 20.2.2025

 

 

BlackRock kauft die Staatsanleihen direkt bei Emission auf
Es ist naiv zu glauben, man könnte die mehreren Billionen Euro auf deutschen Sparkonten für Investitionen „aktivieren“. Wer so einen Müll redet, hat noch nie eine Bankbilanz gelesen, und das gilt offenbar für Herrn Merz und Frau von der Leyen gleichermaßen. Wie Herr Merz Aufsichtsratschef von BlackRock in Europa werden konnte, wenn er keine Bankbilanz lesen kann, wäre wahrscheinlich eine lustige Debatte wert. Da er offenbar fachlich mit einer so einfachen Sache überfordert ist, tippe ich mal auf Lobbyarbeit als einzige Begründung für sein dortiges Millioneneinkommen. Larry Fink weiß schon, wen er sich verpflichten muss, um noch reicher zu werden.
Bei den bisherigen Aufkaufprogrammen von Anleihen durch die EZB war übrigens BlackRock ein Hauptprofiteur. BlackRock kauft die Anleihen direkt bei Emission auf, was die EZB wegen des Maastricht-Vertrages nicht tun darf, und verkauft sie dann en bloc und mit Aufschlag an die EZB weiter. Ein vollkommen risikoloses und einträgliches Geschäft zulasten der Bürger der EU. Wenn BlackRock nur 25 Prozent des Volumens der kommenden finalen EU-Schuldendröhnung realisiert (was niedrig gegriffen sein dürfte) und auf das Volumen nur 10 Basispunkte verdient, risikofrei und mühelos, dann macht das einen Reingewinn von mehr als einer Milliarde Euro. Einfach so. Für ein paar Knöpfe drücken. Aber was soll der Geiz? Wie wusste doch schon Alan Greenspan, die FED-Legende? „Eine Milliarde hier, eine Milliarde da, da kann schon was zusammenkommen!“
… Alles vom 15.3.2025 von Markus Krall bitte lesen auf https://www.tichyseinblick.de/wirtschaft/schuldenorgie-merz-auswirkungen/

 

Staatsanleihen: Eine grenzenlose Verschuldungsorgie?
Lüder Gerken zufolge kann allein der Markt für eine Rückkehr zu mehr Staatshaushaltsdisziplin sorgen.
Haben Sie eine Vorstellung, wie viel 100 Milliarden Euro sind? Unsere Politiker scheinen sie nicht zu haben; sie werfen derzeit mit Hunderten von Milliarden nur so um sich. Bislang war für 2025 eine Neuverschuldung des Bundes von 51 Milliarden Euro geplant. Doch jüngst vereinbarten CDU/CSU und SPD ein über Schulden zu finanzierendes „Sondervermögen“ von 500 Milliarden Euro für „Infrastrukturmaßnahmen“ – nicht zu reden von Verteidigungsausgaben in mindestens ähnlicher Höhe.
Im Raum steht ein Anstieg der Verschuldungsquote von derzeit 62 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf weit über 100 Prozent, also in die Sphären Griechenlands, Italiens und Frankreichs. Selbst staatsgläubige Menschen, die den Staat als Helfer in allen Lagen betrachten, beschleicht ein unheimliches Gefühl: Kann das gutgehen?

Gerade ihnen sei gesagt: Wenn überhaupt etwas die Verschuldungsorgie bremsen kann, dann ist es der Markt. Privatpersonen, die sich verschulden wollen, wenden sich an ihre Bank. Der Staat wendet sich an den Kapitalmarkt. Auf ihm bietet er Staatsanleihen an, die jeder kaufen kann. Er zahlt während der Laufzeit Zinsen und am Ende die Anleihe zurück. Ob der Staat genügend Abnehmer für seine Staatsanleihen findet, hängt davon ab, wie hoch die von ihm angebotenen Zinsen sind und wie kreditwürdig er ist, also wie groß das Risiko ist, dass er am Ende der Laufzeit das Geld nicht zurückzahlen kann. Je höher die Verschuldung ist, desto geringer ist die Kreditwürdigkeit, desto größer ist also das besagte Risiko. Und je größer dieses Risiko ist, desto höhere Zinsen muss er – als Risikoausgleich – anbieten, um seine Anleihen am Markt unterzubringen. Je mehr Zinsen er zahlen muss, desto weniger Geld steht für andere Ausgaben zur Verfügung. Das beeinträchtigt die Kreditwürdigkeit zusätzlich.
Der Kapitalmarkt übt somit über den Zins eine disziplinierende Wirkung auf die Verschuldungspolitik aus. Das erste Zucken am Kapitalmarkt haben wir bereits erlebt: Die Verzinsung deutscher Staatsanleihen stieg nach der Verkündung der Berliner Schuldenpläne von 2,3 Prozent auf 2,9 Prozent, also um ein Viertel.
Das heißt: Die Kreditwürdigkeit Deutschlands ist deutlich gesunken.

Die Berliner Schuldenpläne wirken sich sogar europaweit aus: In der Euro-Schuldenkrise ab 2010 wurde die Insolvenz mehrerer Staaten verhindert, indem Rettungsschirme geschaffen wurden, über die vor allem Deutschland mit seiner relativ geringen Verschuldung und damit hohen Kreditwürdigkeit für die Schulden wankender Staaten einstand. Je höher sich Deutschland jetzt verschuldet, desto mehr geraten auch Rettungsschirme ins Zwielicht, deren Rückgrat die Kreditwürdigkeit Deutschlands ist. Auch dies ist jüngst zu beobachten gewesen: Nach der Verkündung der Berliner Schuldenpläne stiegen die Zinsen für Staatsanleihen der hochverschuldeten Euro-Staaten. Auch hier diszipliniert also der Markt.

Ob der Druck über den Markt in Deutschland und Europa ausreichend stark ist, um die Politiker zur Besinnung zu bringen, ist freilich eine offene Frage.
… Alles vom 14.3.2025 von Lüder Gerken bitte lesen au
https://www.badische-zeitung.de/eine-grenzenlose-verschuldungsorgie