Derzeit regieren Hitze und Fussball. Die Hitzewelle endet am Sonntag, wenn man der Wettervorhersage glaubt. Und auch die Fussball-WM endet für die deutsche Nationalmannschaft ziemlich bald – wenn man der lange vor der 1:2-Niederlage gegen Ecuador getroffenen Vorhersage der Sportmoderatoren-Legende Waldi Hartmann (3) glaubt.
Zuvor gibts noch ein paar Aufreger: Wer wie Felix Nmecha mit vier Mitspielern still verweilt, gilt als „christlich rechts“ (tolle Wortkombination, mehr hier). Und wer Fußballern die Spielweise „wild“ zuschreibt wie Bastian Schweinsteiger (1), der gilt als Rassist (obwohl es – anders als z.B. bei den Hasen – bei den Menschen nur eine Rasse gibt).
Es ist eine Fussball-WM der Gutverdiener:
Auf dem Rasen die Fussball-Profis.
Auf den Tribünen die Fans: „Ein Stadionbesuch ist für die internationale Arbeiterklasse, die den Sport historisch getragen hat, unerschwinglich geworden“ (3).
Und drumherum der Kommerz.
Aber trotz allem, Fussball ist „eine Tragikomödie, geschrieben in Echtzeit, in der ein einziger Ballkontakt die Schwere der Welt aufheben und Millionen von Herzen im selben, unsterblichen Takt schlagen lassen kann“
27.6.2026
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Ende von Beitrag „Fussball-WM: Politik Kommerz“
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Beginn von Anlagen (1) – (3)
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(1) Auf angeblichen Rassismus von Schweinsteiger angesprochen – Klopp bricht lachend DW-Interview ab
Medial wurden Rassismus-Vorwürfe gegen Bastian Schweinsteiger laut, nachdem er das Spiel der Elfenbeinküste als „wild“ bezeichnet hatte. Als die Deutsche Welle Jürgen Klopp dazu befragen wollte, reagierte dieser empört und brach das Gespräch ab.
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Der Spiegel-Kolumnist Philipp Awounou schrieb etwa: „Hinter Zuschreibungen wie ‚wild‘ und ‚unberechenbar‘ stecken Stereotype, die älter als der Fußball selbst sind und kolonialrassistische Wurzeln haben.“
… Alles vom 26.6.2026 bitte lesen auf
https://apollo-news.net/auf-angeblichen-rassismus-von-schweinsteiger-angesprochen-klopp-bricht-lachend-dw-interview-ab/
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(2) Sport-TV-Legende Waldi Hartmann: „Manchmal denke ich, ja wo leben wir denn?“
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Hartmann: Aber zu den wesentlichen Gründen zählt zum einen, dass die früheren deutschen Fußballtugenden überwiegend verlorengegangen sind, also Gras fressen, kämpfen, grätschen. Zum anderen, dass zu viel Ausländer in der Bundesliga spielen, die für weniger Geld spielen und dem deutschen Nachwuchs die Plätze wegnehmen. …
Denn wenn du Profi werden willst, musst du trainieren, trainieren, trainieren! Das ist eine Schweinearbeit und nicht einfach mal ein bisschen mit dem Ball jonglieren. Aber das ist den meisten einfach zu viel, während Migranten es als Weg zum Erfolg noch auf sich nehmen. Schauen Sie sich etwa die Équipe Tricolore, die französische Nationalelf an, da spielt kein Weißer mehr, das ist quasi eine Kolonialmannschaft.
Ähnlich bei den Holländern, deren Spieler in erfolgreichen Zeiten aus Surinam kamen, von den Molukken, die halbe Truppe stammte aus ehemaligen Kolonien. Bei uns als Beispiel etwa Mesut Özil, der bei den Junioren eben seine Chance in der deutschen Elf sah.
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Aber inzwischen geht es dem DFB ja um etwas ganz anderes, nämlich die Politisierung des Fußballs. Und als ob das an sich nicht schon schlimm genug wäre, hat es in Katar auch noch für Diskussion und Unruhe in der Mannschaft gesorgt und sie davon abgelenkt, sich auf ihr eigentliches Ziel zu konzentrieren, nämlich guten Fußball zu spielen.
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Lange galt in der Bundesrepublik die Überzeugung, dass Politisierung des Sports typisches Merkmal totalitärer Systeme sei. Ist also da, wo der DFB noch Politisierung betreibt, eine totalitäre Entwicklung im Gange?
Hartmann: Da widerspreche ich nicht. Ob gewollt oder ungewollt hat so etwas Züge des Totalitären.
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„Den Namen ‘Lügenkanzler’ trägt Merz zu Recht“
Warum macht er das?
Hartmann: Tja, natürlich, er muss auch Rücksicht nehmen, denn Kompromiss ist die kleine Schwester der Koalition. Aber es ist ja rein nichts von dem, was er im Wahlkampf versprochen hat, übriggeblieben. Den Namen „Lügenkanzler“ trägt er also zu Recht. Ich fürchte, Merz hat sich völlig verschätzt, denn einer seiner Vertrauten hat mir seine Strategie einmal so erklärt: Deutschland müsse außenpolitisch wieder eine gute Figur machen, dann komme das Innenpolitische von selbst. Ich war baff. Wie bitte? So funktioniert das doch nicht, sondern im Gegenteil: Wenn du deinen Laden zu Hause im Griff hast, dann kannst du nach außen selbstbewusst auftreten – aber doch nicht umgekehrt!
Die CDU, sagen Sie, ist für Sie endgültig erledigt, die AfD aber, sagen Sie auch, wählen Sie nicht. Weshalb?
Hartmann: Nie wieder CDU! Aber ich erlaube mir, erstmal in Wartestellung zu gehen. Gerade bin ich nahe der Meinung von FC-Bayern-Ikone Uli Hoeneß, der zuletzt sagte, man solle die AfD in Sachsen-Anhalt einfach mal machen lassen.
… Alles vom 226.6.2026 bitte lesen auf
https://jungefreiheit.de/debatte/interview/2026/sport-tv-legende-waldi-hartmann-manchmal-denke-ich-ja-wo-leben-wir-denn/
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(3) Fußball, FIFA und Fanfaren
Der Fußball ist längst nicht mehr nur ein Spiel. Er ist ein globales Phänomen, das die Grenzen des Sports überschritten hat und als mächtiges geopolitisches, wirtschaftliches und kulturelles Instrument fungiert. In der komplexen Matrix aus Staaten, Regierungen und Kapital ist der Fußball zu einer Arena geworden, in der Macht demonstriert, Identität verhandelt und Milliardenbeträge umgesetzt werden. Diese Untersuchung beleuchtet die tiefgreifende Beziehung zwischen dem Fußball und den globalen Machtstrukturen, mit besonderem Fokus auf die FIFA, die strukturellen Probleme im Iran und die aktuellen Dynamiken der Weltmeisterschaft 2026.
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5. Die Weltmeisterschaft 2026: Gigantismus und Exklusion
Das aktuelle Turnier in den USA, Kanada und Mexiko markiert einen Paradigmenwechsel im globalen Sport.
Organisation, Kosten und neue Paradigmen
Mit 48 teilnehmenden Nationen und 104 Spielen hat die FIFA das Turnier in nie gekannte Dimensionen aufgebläht. Dieses Format verspricht Rekordeinnahmen, führt jedoch zu enormen logistischen Belastungen und einer Verwässerung der sportlichen Qualität in der Vorrunde. Die Ticketpreise haben ein astronomisches Niveau erreicht. Ein Stadionbesuch ist für die internationale Arbeiterklasse, die den Sport historisch getragen hat, unerschwinglich geworden. Die WM 2026 ist das ultimative Symbol der Hyperkommerzialisierung.
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Fazit: Eine Poetik des grünen Rasens
Der Fußball offenbart die hellsten und dunkelsten Facetten unserer Zivilisation. Er ist ein Milliardenmarkt, ein Werkzeug der Despoten und eine Bühne für geopolitische Machtkämpfe. Und doch entzieht er sich im Moment des Anpfiffs dieser erdrückenden Schwere.
Wie der Literaturkritiker und Soziologe das Spiel auch seziert — am Ende bleibt eine ästhetische Wahrheit, die sich der Vernunft entzieht. Fußball ist, wie Pier Paolo Pasolini einst bemerkte, eine Sprache, deren Syntax die Laufwege und deren Vokabeln die Ballberührungen sind. Auf dem grünen Rechteck verwandelt sich der Kampf um Macht für neunzig Minuten in ein Gedicht aus Schweiß, Geometrie und Leidenschaft. Es ist eine Tragikomödie, geschrieben in Echtzeit, in der ein einziger Ballkontakt die Schwere der Welt aufheben und Millionen von Herzen im selben, unsterblichen Takt schlagen lassen kann.
… Alles vom 26.6.026 bitte lesen auf
https://www.manova.news/artikel/fussball-fifa-und-fanfaren