„Wer in Deutschland frei beten will, muss dafür eintreten, dass andere hier frei lieben können.“ Diese Aussage entwickelt Mustafa Yöntem induktiv und stellt sie als Résumée an das Ende seines großartigen Beitrags „CSD-Terror: Muslim zur Islamismus-Debatte“ in der Berliner Zeitung vom 29.7.2026. Dieser dreiteilige Satz ist so gut formuliert und wichtig, daß ich ihn deduktiv hier gleich zu Beginn bespreche:
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1. Yöntem wendet sich an alle in Deutschland lebenden Muslime, die ja alle „frei beten“ wollen und auch können, da ihnen der Staat dazu seit über 50 Jahren die Freiheit und Sicherheit gewährt. Dafür müssen die Muslime dem deutschen Staat dankbar sein: „Vergiß nie, ihnen dafür zu danken“ sagt Yöntem’s in den 1970er Jahren als Gastarbeiter aus der Türkei eingewanderte Großvater zum Berliner Enkel Mustafa.
2. „andere hier frei lieben können“: Die Anderen sind die Nicht-Muslime, also all die Andersgläubigen, Agnostiker, Atheisten und wie auch immer als LGBTQ+ bzw. Queer orientierten Menschen, die gemäß Grundgesetz Toleranz und Respekt verdienen.
3. Der Islam „muß dafür eintreten“, die Freiheitlich-Demokratische Grundordnung (FDGO) in Deutschland zu erhalten und zu verteidigen. Auch Muslime haben von Pluralismus, Demokratie und Rechtsstaat profitiert, deshalb müssen sie heute aktiv gegen den von Islamisten propagierten Politischen Islam vorgehen. Die „Schweigende Mehrheit“ (Noelle-Neumann) der Bürger ohne oder mit Migrationshintergrund darf in Zeiten des im IslamoGauchisme verbündeten islamistischen und linken Terrors nicht mehr schweigen.
Schließlich trifft der Islamismus gerade auch die Muslime gleich dreimal, indem er Kinder indoktriniert, friedliches Leben bedroht und anti-islamischen Hass schürt.
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„Muslime schulden der Gesellschaft keine Kollektiventschuldigung für die Tat eines einzelnen Islamisten“. Yöntem lehnt Kollektivschuld ab und setzt dagegen die Verantwortung und Haltung des einzelnen Muslims. Die Abwehrhaltung, der islamistische Anschlag habe nichts mit dem Islam zu tun, sei ebenso falsch wie die Gleichsetzung von Islamismus und Islam. „Aber über den zwischen beiden Reflexen liegenden Raum muß man sprechen“, d.h. je mehr sich die islamistischen Anschläge häufen, desto notwendiger sind die Diskussion und das Gespräch miteinander.
Leider geht Yöntem nicht auf die z.B. vom Freiburger Islamwissenschaftler Abdel Ourghi angestoßene Forderung ein, in den Moscheen die Glaubenssätze des Koran kontextuell statt wortwörtlich zu interpretieren und sich auf die friedlichen mekkanischen Suren zu konzentrieren. Leider scheinen die kriegerischen medinensischen Verse des Koran in deutschen Moscheen immer lauter verkündet und gerade unter Jugendlichen immer weiter verbreitet zu werden. Auch die von Ahmet Refii Dener angeprangerten Islam-Schülerwohnheime spielen eine Rolle
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Mustafa Yöntem geht hart mit den so zahlreichen muslimischen Imamen, Lehrern und Eltern ins Gericht, die hierzulande – auch im Hinblick auf den CSD – verkünden, diese „Minderheiten seien Feinde Gottes“. Damit dürfte sich der Autor in der muslimischen Community viele Feinde schaffen. „Der schwule Nachbar und die lesbische Kollegin sind keine theologischen Streitfragen. Sie sind Menschen, Ihre Sicherheit und ihre Freiheit sind nicht verhandelbar.“ Individuelle Freiheit und vor allem Meinungsfreiheit gilt für Alle – in Deutschland, leider aber nicht in den meisten Herkunftsländern der Migranten.
Fazit: Der Textbeitrag von Mustafa Yöntem „Ein Muslim zur Islamismus-Debatte“ ist zu informativ und wertvoll, um ihn hinter der Bezahlschranke verschwinden zu lassen. Der Text sollte in den Schulen im Unterricht (Ethik, Religionskunde, Religionsunterricht) Eingang finden und besprochen werden. Der Autor ist nicht ein autochthoner Besserwisser, sondern ein muslimischer Gastarbeiterenkel – auch deshalb dürfte die Akzeptanz des Beitrag groß sein.
Ebenso sollte der Text in den Moscheegemeinden und Koranschulen verbreitet werden – gerade auch an solchen, die von Ditib kontrolliert werden.
Dank an Herrn Mustafa Yöntem für einen so wertvollen Textbeitrag, der ein gutes gesellschaftliches Miteinander und den Inneren Frieden in Deutschland fördert.
31.7.2026
Dieser Beitrag wurde ohne KI geschrieben.
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Ende von Beitrag „Muslim zur Islamismus-Debatte“
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Beginn von Anlagen (1) – (2)
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(1) CSD-Terror – Ein Muslim zur Islamismus-Debatte
„Ohne Deutschlands Toleranz würden wir noch in Hinterhöfen beten“
von Mustafa Yöntem
Nach dem Anschlag beim CSD reicht Verurteilung allein nicht aus. Queerfeindlichkeit muss überall widersprochen werden. Ein Kommentar eines heterosexuellen Muslims.
Vor einigen Jahren stand ich mit meinem Großvater vor der neu errichteten Zentralmoschee in Köln. Er war in den Siebzigerjahren als türkischer Gastarbeiter nach Deutschland gekommen und hatte seinen Lebensabend später wieder in seiner Heimat verbracht. Nun blickte er beeindruckt auf die Kuppel und die hohen Minarette dieses Gebäudes im Herzen einer deutschen Großstadt.
Ich klopfte ihm auf die Schulter. „Alles dank euch, Opa“, sagte ich. Mein Großvater wandte den Blick von der Moschee ab und sah mich an. Dann schüttelte er entschieden den Kopf. „Wir haben damit nichts zu tun, mein Junge.“ Er machte eine kurze Pause.
„Wenn die Deutschen nicht so tolerant gewesen wären, würden wir noch heute in Hinterhöfen beten.“ Dann sagte er einen Satz, dessen Bedeutung ich damals noch nicht verstand: „Vergiss nie, ihnen dafür zu danken.“
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Dankbarkeit für selbstverständliche Freiheit?
Diese Dankbarkeit war mir bis dahin fremd gewesen. Ich bin in einem Deutschland geboren und aufgewachsen, in dem Moscheen zum Stadtbild dazugehören. In dem ich ein Gotteshaus betreten, beten und mit Hunderten anderen Menschen das Freitagsgebet feiern kann. In dem ich gelernt habe, diese Freiheit für selbstverständlich zu halten.
Und auch die Sicherheit, mit der sie einhergeht. Anders als in Pakistan, im Jemen, in Afghanistan oder Ägypten, wo Moscheen immer wieder zum Ziel innerislamischer, sektiererischer Gewalt werden, bin ich mit dem Vertrauen aufgewachsen, dass der deutsche Staat auch unsere Gotteshäuser schützt. Dass niemand um sein Leben fürchten muss, nur weil er gemeinsam mit anderen betet.
Am vergangenen Samstag wurde diese Freiheit im Herzen Berlins angegriffen – nicht die Freiheit der Muslime, sondern die Freiheit queerer Menschen. Eine Frau wurde getötet, 29 Menschen wurden verletzt. Sie waren zum Christopher Street Day gekommen, um sichtbar zu sein, zu feiern und für ihre Rechte einzutreten. Nach gegenwärtigem Ermittlungsstand gehen die Behörden von einem islamistischen Tatmotiv aus.
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Zwischen Kollektivschuld und Verantwortung
Seit dem Anschlag wird wieder die Frage gestellt, wann und wie sich Muslime von Islamisten distanzieren. Ein Kollege forderte von denjenigen, die den Islam in diesem Land repräsentieren, eine unmissverständliche Distanzierung. Ich bin kein Funktionär eines islamischen Verbandes. Ich kenne den Täter nicht. Ich trage keine Verantwortung für seine Entscheidung, Menschen zu ermorden. Muslime schulden der Gesellschaft keine Kollektiventschuldigung für die Tat eines einzelnen Islamisten.
Aber das bedeutet nicht, dass wir nichts schulden. Wir schulden eine Haltung. Wir schulden die unmissverständliche Verurteilung des islamistischen Terrors. Und wir schulden die Bereitschaft, über die Bedingungen zu sprechen, unter denen seine Ideologie gedeihen kann – auch dann, wenn dieses Gespräch unbequem wird. Zwischen Kollektivschuld und Verantwortung liegt ein entscheidender Unterschied.
Kollektivschuld macht Menschen für Taten verantwortlich, die sie nicht begangen haben. Verantwortung fragt danach, was sie tun können, damit sich solche Taten nicht wiederholen. Es reicht deshalb nicht, nach jedem Anschlag zu erklären, die Tat habe mit dem Islam nichts zu tun. Ebenso falsch wäre es, den Islam mit dem Islamismus gleichzusetzen oder Millionen friedliche Muslime unter Generalverdacht zu stellen.
Aber zwischen diesen beiden Reflexen – der pauschalen Anklage von außen und der reflexhaften Abwehr von innen – liegt ein Raum, den wir zu lange gemieden haben. In diesem Raum müssen wir über Queerfeindlichkeit sprechen.
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Queerfeindlichkeit beginnt vor dem Terror
Queerfeindlichkeit beginnt nicht erst, wenn ein Fahrzeug in eine Menschenmenge rast. Sie beginnt dort, wo Männer ihre Männlichkeit beweisen wollen, indem sie andere erniedrigen. Wo Prediger oder selbsternannte TikTok-Gelehrte Menschen auf eine vermeintliche Sünde reduzieren. Wo aus einer religiösen Überzeugung die Rechtfertigung wird, anderen ihre Würde, ihre Sichtbarkeit oder ihre gleichen Rechte abzusprechen.
Nicht jeder religiöse Konservatismus ist Islamismus. Und nicht jeder Muslim muss in theologischen Fragen dieselben Auffassungen vertreten. Ein freiheitlicher Staat verlangt keine innere Zustimmung zu jedem Lebensentwurf. Er verlangt aber die Anerkennung, dass jeder Mensch das gleiche Recht besitzt, diesen Lebensentwurf frei und sicher zu leben.
Ein queerer Mensch braucht unsere religiöse Zustimmung nicht, um in Würde leben zu dürfen. Der schwule Nachbar oder die lesbische Kollegin sind keine theologischen Streitfragen. Sie sind Menschen. Ihre Sicherheit und ihre Freiheit sind nicht verhandelbar.
Muslimische Eltern, Lehrer, Imame und Verbandsvertreter dürfen deshalb nicht erst dann laut werden, wenn aus Verachtung Gewalt geworden ist. Sie müssen widersprechen, wenn „schwul“ als Beleidigung gebraucht wird. Wenn Jugendliche im Internet lernen, Minderheiten seien Feinde Gottes. Wenn eine Ideologie ihnen einredet, sie müssten zwischen ihrem Glauben und der offenen Gesellschaft wählen.
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Freiheit ist kein Tauschgeschäft
Viele Menschen aus der queeren Community haben in den vergangenen Jahren an der Seite von Muslimen gestanden. Sie haben gegen antimuslimischen Hass demonstriert, sich gegen pauschale Verdächtigungen gewehrt und daran erinnert, dass Minderheitenrechte unteilbar sind. Das sollte nicht vergessen werden. Aber es darf auch nicht die Begründung für unsere Solidarität sein. Queere Menschen haben nicht deshalb ein Recht auf Schutz, weil sie Muslime in der Vergangenheit unterstützt haben. Sie haben dieses Recht, weil es ihnen zusteht. Freiheit ist kein Tauschgeschäft. Sie verlangt keine Vorleistung.
Wenn wir ohne Angst eine Moschee betreten und mit Hunderten Menschen beten können, dann muss ein schwules Paar ohne Angst Hand in Hand durch Berlin gehen können. Wenn wir erwarten, dass der Staat unsere Gotteshäuser schützt, müssen wir verlangen, dass er auch einen CSD schützt.
Und wir müssen genauer hinschauen, wenn dieser Schutz versagt. Ein Rechtsstaat kann nicht jeden Anschlag verhindern. Aber er muss erklären, wie ein den Behörden bekannter Gefährder, den ein Analyseinstrument des Bundeskriminalamts bereits als Hochrisikoperson eingestuft hatte, dennoch eine solche Tat begehen konnte. Diese Aufklärung ist keine Instrumentalisierung des Anschlags. Sie ist eine Verpflichtung gegenüber den Getöteten, den Verletzten und ihren Angehörigen.
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Terror nährt sich von Angst
Islamisten behaupten, im Namen der Muslime zu handeln. Tatsächlich verbreiten sie unter Muslimen die größten Ängste.
Die erste dieser Ängste beginnt leise. Islamistische Propaganda richtet sich längst gezielt an junge Menschen. Über soziale Netzwerke erreicht sie ihre Kinderzimmer, vereinfacht die Welt in Gläubige und Ungläubige und verspricht Zugehörigkeit, wo Jugendliche nach Identität, Orientierung und Anerkennung suchen. Der Berliner Verfassungsschutz bezeichnet diese Propaganda inzwischen als einen zentralen Radikalisierungstreiber.
Islamisten müssen heute keine Moschee und kein Jugendzentrum betreten, um junge Muslime zu erreichen. Ein Smartphone genügt. Prediger, Influencer und anonyme Kanäle liefern einfache Antworten auf komplizierte Fragen. Sie erklären Jugendlichen, wer angeblich zu ihnen gehört und wer ihr Feind ist. Sie verwandeln persönliche Unsicherheit in religiöse Gewissheit und das Gefühl, nicht dazuzugehören, in Wut auf die Gesellschaft.
Davor fürchten sich viele muslimische Eltern: dass ihre Kinder in eine Welt hineingezogen werden, zu der sie selbst keinen Zugang mehr haben. Dass sie die Veränderung erst bemerken, wenn sich die Sprache am Esstisch verändert, Freunde plötzlich als Ungläubige gelten und die eigene Familie als zu angepasst oder gar als Verräter betrachtet wird.
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Gewalt kennt am Ende nur Körper
Die zweite Angst ist lauter. Wir Muslime stehen bei einem Anschlag nicht außerhalb der Menge. Wir besuchen den CSD und treffen dort Freunde. Wir gehen zu Fußballspielen und auf Weihnachtsmärkte. Meine Mutter liebt die Kartoffelpuffer, meine Nichte den Kinderpunsch. Sie stehen dort zwischen allen anderen.
Ein Fahrzeug, das in eine Menschenmenge rast, fragt nicht nach Religion oder Sexualität. Eine Klinge unterscheidet nicht zwischen Christen, Juden, Muslimen. Der Terrorist mag seine Opfer nach einem Feindbild auswählen. Die Gewalt selbst kennt am Ende nur Körper
Und dann gibt es die dritte Angst. Sie kommt, wenn die Sirenen verstummt sind. Es ist die Angst vor der Vergeltung. Vor jenen, die nach einem islamistischen Anschlag nicht mehr zwischen dem Täter und Millionen unbeteiligten Muslimen unterscheiden wollen. Die in einer Frau mit Kopftuch, einem Mann vor einer Moschee oder Jugendlichen in einer Shisha-Bar keine Mitbürger mehr sehen, sondern Stellvertreter des Attentäters.
Diese Angst ist schwer auszusprechen, weil sie leicht wie eine Verschiebung der Opferrolle wirken kann. Nach diesem Anschlag sind die Ermordete, die Verletzten und die queere Gemeinschaft die unmittelbar Betroffenen. Daran darf kein Zweifel bestehen.
Und doch gehört zur zerstörerischen Wirkung des Islamismus auch dies: Islamisten liefern denjenigen Bilder, die Millionen Muslime schon immer zu Fremden, Verdächtigen oder Feinden erklären wollten. Jeder islamistische Anschlag gibt dem antimuslimischen Hass neue Nahrung.
So trifft der Islamist uns dreimal. Er versucht, unsere Kinder zu verführen. Er bedroht unser gemeinsames Leben. Und er hinterlässt einen Verdacht, unter dem am Ende diejenigen stehen, die seine Ideologie am meisten verabscheuen. Auch deshalb müssen Muslime den Islamismus bekämpfen Nicht, um sich ihre Zugehörigkeit zu verdienen. Nicht, um sich von einer angeblichen Kollektivschuld freizusprechen. Sondern weil diese Ideologie unsere Familien, unsere Nachbarn und die Gesellschaft angreift, in der wir selbst frei leben.
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Was wir der Freiheit schulden
Mein Großvater wäre entsetzt, wenn er sehen könnte, was Islamisten im Namen unserer Religion zerstören. Er würde sehen, wie sie das Vertrauen beschädigen, das Generationen von Muslimen aufgebaut haben. Wie sie junge Menschen vergiften. Wie sie Angst in Straßen tragen, in denen wir alle leben.
Heute würde ich meinem Großvater in einem Punkt widersprechen. Die Möglichkeit, eine Moschee zu bauen und seine Religion auszuüben, ist kein Geschenk der Mehrheit an eine Minderheit. Grundrechte sind keine Gefälligkeiten. Wir müssen niemandem dankbar dafür sein, dass uns gewährt wird, was uns als Bürgern dieses Landes zusteht.
Und doch hatte er etwas verstanden, was ich damals noch nicht begriff. Freiheit bleibt nur bestehen, wenn diejenigen, die sie für sich beanspruchen, sie auch für andere verteidigen. Die Dankbarkeit meines Großvaters war keine Unterwerfung, sondern die Erkenntnis, dass Freiheit eine Verpflichtung ist. Wer in Deutschland frei beten will, muss dafür eintreten, dass andere hier frei lieben können.
… Alles vom 29.7.2026 von Mustafa Yöntem bitte lesen auf
https://www.berliner-zeitung.de/article/berliner-muslim-nach-csd-anschlag-ohne-deutschlands-toleranz-wuerden-wir-noch-in-hinterhoefen-beten-10243516
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Mustafa Yöntem ist als Fellow beim Berliner Verlag sowie bei der IMG tätig. Im Product Management gestaltet er schwerpunktmäßig Projekte im Bereich „Programmatic Advertising“. Seine praktische Expertise erweitert er durch sein Studium an der Humboldt-Universität zu Berlin.
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(2) Liberaler Islam kaum organisiert
Seitens des liberalen Islam (Reform-Islam Bassam Tibi, säkularer Islam) vernimmt man kaum kritische Stellungsnahmen zum islamistischen Terror in Deutschland. Ein Grund hierfür: Je orthodoxer, fanatischer, strenger und islamistischer (Muslimbrüder, IS) der praktizierte Islam ist, desto besser ist er in Verbänden (Ditib, ZDM, …) bzw. Vereinen organisiert und institutionalisiert.
Die Anhänger des eher liberalen, säkularen bzw. reform-offenen Islam hingegen sind kaum organisiert, obwohl sie schätzungsweise 80 % der in Deutschland lebenden Muslime umfassen. Deshalb auch die Schwierigkeiten bei der Besetzung der Islam-Konferenz , die letztendlich auch ihr Scheitern bewirkt haben.
Dem friedlichen liberalen Islam fehlen also die Sprachrohre, um sich gegen den Terror im Namen Allah’s zu wenden. Eine Ausnahme ist Mustafa Yöntem, der mit dem Beitrag „Ohne Deutschlands Toleranz würden wir noch in Hinterhöfen beten“ (siehe Anlage (1) oben) auf den Berliner CSD-Anschlag Stellung nimmt. Ein ausgezeichneter Text, der nachdenklich macht. Und gleichzeitig auch Hoffnung macht, daß wahrscheinlich doch die meisten Muslime derart friedfertige Meinungen vertreten und Gewalt im Namen welcher Religion auch immer strikt ablehnen.
31.7.2026