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- Eine Religionskunde statt viele bekenntnisorientierte Religionsunterrichte (13.8.2025)
- Umfrage: 75 % gegen Islamunterricht an deutschen Schulen (9.8.2025)
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Eine Religionskunde statt viele bekenntnisorientierte Religionsunterrichte
Der konfessionsgebundene, bekenntnisorientierte Religionsunterricht an Schulen ist I) nicht mehr zeitgemäß und sollte II) flächendeckend durch eine überkonfessionelle, interreligiöse Religionskunde ersetzt werden:
– entweder als eigenes Pflichtfach Religionskunde oder aber
– als Teil eines Pflichtfachs Staatsbürgerkunde mit den beiden Komponenten Ethik (Werte, Menschenrechte) und Religionskunde (Wissen über die großen Weltreligionen).
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I) Religionsunterricht:
Als das Grundgesetz 1948 verabschiedet wurde, waren 90% der Deutschen entweder evangelisch oder katholisch, deshalb erfolgte die Festschreibung von ev. und kath. Religionsunterricht an den Schulen.
Im Jahr 2015 gehören den beiden christlichen Konfessionen allenfalls noch 50% zahlende und 30% aktive Mitglieder an – mit rasant abnehmender Tendenz. Eine Zunahme weisen die Konfessionsfreien (als mit Abstand größte Gruppe in Deutschland: 10% Atheisten und 90% Kirchenferne) sowie die Muslime auf.
Im Grundgesetz ist garantiert, dass alle Religionen frei ausgeübt und vom Staat gleich behandelt werden. Diese Garantie muß auch bei der fortschreitenden Pluralisierung der Religionen gelten. Man hat also zwei Möglichkeiten:
Entweder staatlich finanzierter Bekenntnisunterricht entweder für alle Religionsgemeinschaften (d.h. neben ev. und kath. auch für sunnitisch-, schiitisch-, alevitisch-, jesidisch-, ahmadiyya-islamische Religion).
Oder aber aber schulischer Bekenntnisunterricht für keine Konfession.
Zu Recht lehnt das Bundesverfasssungsgericht die derzeitige Privilegierung von Katholiken und Protestanten als dem o.a. Gleichbehandlungsprinzip widersprechend ab.
Fazit: In Anbetracht der fortschreitenden Pluralisierung und Zersplitterung des Angebots an Religionen bzw. Glaubensgemeinschaften ist das System des konfessionsgebundenen, bekenntnisorientierten Religionsunterricht an öffentlichen Schulen nicht mehr praktikabel.
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II) Religionskunde:
An Schulen wird Religionskunde als Pflichtfach angeboten. Den Schülern wird Wissen über die großen Weltreligionen vermittelt. Dies entspricht dem Laizismus mit seiner konsequenten Trennung von Kirche und Staat.
Religionskunde wird unterrichtet
– entweder als eigenständiges Pflichtfach oder
– als Teil eines Pflichtfachs Staatsbürgerkunde mit den beiden Komponenten Ethik (Werte, Menschenrechte) und Religionskunde (Wissen über Weltreligionen).
Da in Deutschland die Kulturhoheit bei den Bundesländern liegt, sind die Namen dieser Fächer verschieden.
13.8.2025
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Umfrage: 75 % gegen Islamunterricht an deutschen Schulen
Die Frage, wie Religion im deutschen Schulwesen vermittelt werden soll, ist seit Jahren Gegenstand bildungspolitischer Debatten. Aktuell fordert der eher linke Verband Bildung und Erziehung (VBE) einen flächendeckenden islamischen Religionsunterricht an allen Schulen in Deutschland.
…
Wie politisch sensibel das Thema ist, zeigt ein Fall in Hessen, wo der Moscheeverband Ditib offiziell am islamischen Religionsunterricht beteiligt war. Wegen Ditibs Nähe zur türkischen Regierung wollte die Landesregierung die Kooperation mit dem Verband beenden – wogegen dieser klagte.
Zu dem seltsamen Vorstoß des Lehrerverbandes passend hat das Meinungsforschungsinstitut Civey eine Umfrage gestartet https://civey.com/umfragen/49490/wie-bewerten-sie-die-forderung-des-verbands-bildung-und-erziehung-nach-einem-bundesweiten-islamischen-religionsunterricht-an-allen-schulen-in-deutschland?, deren Ergebnisse bereits als repräsentativ gelten können. Und sie zeigen eindeutig, dass die überwältigende Mehrheit der in Deutschland lebenden Menschen gegen einen solchen Unterricht ist:
… 69,2 % eindeutig falsch, 4,9 % eher falsch …
… Alles vom 9.8.2025 bitte lesen auf
https://philosophia-perennis.com/2025/08/09/umfrage-75-gegen-islamunterricht-an-deutschen-schulen/
