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- Friedrich Merz wiederholt das Gastarbeiter-Märchen in der Türkei (2.11.2025)
- Ahmet Refii Dener: Türken fragen „Was soll aus diesem Land nur werden?“ (30.8.2025)
- Ahmet Refii Dener: Wie Erdogan aus Gastarbeitern Islam-Aktivisten machte (11.8.2025)
- Türkin: „Wir können nicht mehr (27.5.2025)
- Die Grünen-Rochade – Cem Özdemir fordert Migrationswende (28.9.2024)
- Der Rassismus der Gutmenschen: „Mein kleiner Türke“ (25.9.2024
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- Zuwanderung
Wie überall: Auch bei Migranten muß man unterscheiden:
1) Die Gastarbeiter und ihre Nachkommen. Sie und ihre Väter und Großväter mussten sich den Wohlstand hier erarbeiten und erbuckeln.
Dazu zählt auch der von links-grün-woken Hiesigen arrogant so bezeichnete „kleine Türke“, dessen Familienbetrieb auch nach 22 Uhr einen warmen Döner anbietet.
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2) Die neuen Migranten seit der Grenzöffnung 2015: Sie sind oftmals keine Arbeiter. Über zwei Millionen von ihnen sind voll erwerbsfähig, ziehen es aber vor, hierzulande vom Bürgergeld zu leben.
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3) All die Migranten, die sich hier wohlfühlen und deshalb feste mithelfen, damit sie sich weiterhin hier wohlfühlen können.
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Friedrich Merz wiederholt das Gastarbeiter-Märchen in der Türkei
Nachdem kürzlich Bundesaußenminister Johann Wadepuhl den türkischen Gastarbeiter für den angeblichen Wiederaufbau Deutschlands dankte, wiederholte nun auch Bundeskanzler Friedrich Merz, der diese Woche dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Ankara seine Aufwartung machte, das Märchen, dass die Türken einen Beitrag zum Wirtschaftswunder geleistet hätten. Prompt verbreitete die deutsche Botschafterin in der Türkei auf Ihrem X-Account https://x.com/GerAmbTurkiye/status/1983914697687548203 auf Türkisch diese kontrafaktische Erzählung (nachfolgend die deutsche Übersetzung): “Heute, am 64. Jahrestag des Arbeitsabkommens, erinnerte Kanzler Merz an die erfolgreichen Beiträge türkisch-deutscher Familien. Ohne sie wäre das deutsche Wirtschaftswunder nicht möglich gewesen.”
Solche völlig faktenfreien Märchen werden mittlerweile sogar in Mainstream-Medien wie der “Welt” widerlegt; in seinem lesenswerten Beitrag “Mit türkischen Gastarbeitern hat das deutsche Wirtschaftswunder nichts zu tun” https://www.welt.de/geschichte/article68f4ed7de848f25b0682f0a2/wadephuls-fehlleistung-mit-tuerkischen-gastarbeitern-hat-das-deutsche-wirtschaftswunder-nichts-zu-tun.html vom vergangenen Mittwoch verweist dort Sven-Felix Kellerhof unter Berufung auf amtliche Dokumente darauf, dass die Zahl der ausländischen Arbeitnehmer in Westdeutschland von 0,4 Prozent im Jahr 1954 auf 3,1 Prozent zum 30. Juni 1962 zugenommen hatte – womit in dieser Hochphase des Wirtschaftswunders (mit jährlichen BIP-Zuwachsraten zwischen fünf und elf Prozent!) also 99,6 bis 96,9 Prozent der Beschäftigten aus Deutschland stammten.
Von den übrigen waren zum Stichtag 30. Juni 1962 genau 265.978 aus Italien gekommen – dem Land, mit dem Deutschland 1955 das erste „Anwerbeabkommen“ geschlossen hatte –, weitere 87.327 aus Spanien, 69.146 aus Griechenland, 47.427 aus Österreich… aber gerade einmal 15.318 aus der Türkei.
Der Wiederaufbau war damals längst abgeschlossen. Doch es sollten noch bald viel mehr Türken werden, die sich nach Deutschland aufmachten.
… Alles vom 2.11.2025 von Stefan Müller bitte lesen auf
https://ansage.org/friedrich-merz-wiederholt-das-gastarbeiter-maerchen-in-der-tuerkei/
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Einige Kommentare:
Die Deutsch-Tscherkessin Necla Kelek hat im Artikel „Die Kunst des Missverstehens“ in der FAZ alles Notwendige dazu gesagt: nicht die Türken haben Deutschland geholfen, sondern Deutschland hat der Türkei viele aufgrund deren Bevölkerungsexplosion überflüssige Arbeitslose abgenommen, und zwar auf Druck der USA, die Bundesregierungen der Zeit wollten das nicht, entsprechende Warnungen gab es zuhauf. Ole
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Die Trümmerfrauen waren Deutsche Frauen. Die hatten Kopftücher wegen dem Staub. Und als 1961 die ersten GAST-Arbeiter kamen war der Aufbau nahezu beendet.,,, Lothar Herzog
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Ahmet Refii Dener: Türken fragen „Was soll aus diesem Land nur werden?“
Wenn ich mit Türkeistämmigen zusammensitze – den alten Gastarbeitern oder ihren Kindern –, landen wir fast automatisch bei einem einzigen Satz: „Was soll aus diesem Land nur werden?“
Wenn du die Wege und Tricks kennst, kannst du Deutschland ausnutzen – und dafür sorgen, dass am Ende vom Sozialstaat das Wort sozial komplett verschwindet. Im theoretischen Fall natürlich. Doch wer hier lebt, weiß längst: Deutschland hat eine Bonität, die noch immer auf dem Rückgrat der Wirtschaft vergangener Jahrzehnte beruht. Und jede Regierung – egal welcher Couleur – hat ihr Lieblingsinstrument gefunden, um davon zu zehren: das „Sondervermögen“. Ein Wort wie eine Zauberformel. Es klingt nach Sicherheit, nach Rücklage, nach Schatz. In Wahrheit ist es nur ein neuer Kredit, eine Wette auf die Zukunft, ein Griff in den Vorrat, den Fleißige in Jahrzehnten erwirtschaftet haben.
Ich schreibe das, und gleichzeitig muss ich mich selbst bremsen, damit die Wut nicht durch mich schreibt. Eine Wut, die seit 2015 Tag für Tag in mir gärt. Wenn ich mit Türkeistämmigen zusammensitze – den alten Gastarbeitern oder ihren Kindern – landen wir fast automatisch bei einem einzigen Satz: „Was soll aus diesem Land nur werden?“ Oder, auf Türkisch: Bu memleketin hali ne olacak?
Dieser Satz war und ist jahrzehntelang das Mantra in der Türkei. Er fasst Verzweiflung, Misstrauen und das Gefühl zusammen, dass alles in eine Schieflage geraten ist. Heute aber passt er auf Deutschland – wie die Faust aufs Auge. Wenn man die Türken fragt, ob sie sich eher mit der Türkei oder mit Deutschland identifizieren, sagen viele: „Türkei.“ Sie fühlen sich so. Doch in Wahrheit reden sie immer nur über Deutschland. Alles, was sie beklagen, richtet sich auf das Hier und Heute, nicht auf das ferne Anatolien.
Die Alten schütteln resigniert den Kopf. Die Jüngeren sagen trocken: „So kann es doch nicht weitergehen.“ Und wenn es um die Migration nach 2015 geht, um die ungezählten, unkontrollierten Zuwanderer, dann wird es deutlich: „Die müssen weg!“ Interessant ist, wie sich die Sprache verschoben hat. Früher war der „Ausländer“ der Gastarbeiter – einer, der Doppelschichten fuhr, sich krumm machte, ein Arbeitstier, das zum Wohlstand des Landes beitrug. Heute nennt man ihn „Mensch mit Migrationshintergrund“. Und wenn ein deutscher Türke von „Ausländern“ spricht, meint er nicht mehr sich selbst oder seine Familie, sondern jene, die jetzt gekommen sind – und mit Arbeit nichts anfangen wollen.
Genau hier liegt der Nährboden für die AfD. Wenn sie die Sprache der Menschen übernimmt, einfach und direkt, ohne Soziologen-Wortgeklingel, und immer wieder klarstellt: Ihr seid nicht gemeint. Gemeint sind die, die seit 2015 kamen und in den Sozialkassen wohnen. Dann findet sie Gehör, dort, wo man längst die Geduld verloren hat.
Täglich begegnet mir etwas, das meine Wut neu nährt. Gestern rief mein Sohn an. Er macht eine Ausbildung zum Fachinformatiker, fährt jeden Tag fast 140 Minuten mit dem Zug – das nenne ich Strebsamkeit. Wenn ich dagegen bedenke, dass die von mir betreuten Jugendlichen schon mal sagen: „Das sind aber fast zehn Haltestellen mit dem Bus“ – und die Stelle deshalb ablehnen, dann weiß ich, in welchem Paralleluniversum wir uns bewegen. Während die einen lange Wege, frühes Aufstehen und Disziplin als selbstverständlich hinnehmen, suchen andere Ausreden, um ja nicht aus ihrer Komfortzone herauszumüssen. So baut man ein Land auf – oder lässt es eben verfallen.
Mein Sohn erzählte mir dann, was er erlebt hatte: Eine Frau mit Kopftuch, vier Kinder dabei, versuchte am Automaten ein Ticket zu ziehen. Immer wieder, es klappte nicht. Noch eine Minute bis zur Abfahrt. Viele riefen: „Steigen Sie einfach ein, kaufen Sie im Zug!“ Dann kam der Kontrolleur. Die Frau sprach kein Deutsch, hielt ihm einen Fünfziger hin, gestikulierte, dass der Automat nicht funktionierte. Mein Sohn sprang ein, bestätigte, dass sie es versucht hatte. Der Kontrolleur lächelte: „Diesen Trick kennen Sie wohl noch nicht. Die Automaten nehmen keine 50er. Würden sie das tun, gäbe es ein halbes Kilo Kleingeld zurück.“ Dann bat er die Frau, ihr Portemonnaie zu öffnen – und siehe da: Sie hatte genug Zehner und Zwanziger. Kurz bevor der Zug an der Station hielt, ging der Kontrolleur an meinem Sohn vorbei, lächelte und sagte: „Es gibt noch mehr solcher Tricks. Konnten Sie nicht wissen. Schönen Tag!“
Mein Sohn erzählte mir das und schloss mit: „Papa, schreib vielleicht besser nicht darüber. Ich habe ein schlechtes Gewissen.“ Gerade deshalb bin ich stolz auf ihn. Seit zwei Monaten ist er Deutscher – und stolz wie Oskar. Etwas, das die Linken in diesem Land wohl kaum noch verstehen können. Und wieder bleibt nur dieser eine Satz: Was soll aus diesem Land nur werden?
… Alles vom 30.8.2025 von Ahmet Refii Dener bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/tuerken_fragen_was_soll_aus_diesem_land_nur_werden
Ahmet Refii Dener ist Türkei-Kenner, Unternehmensberater, Jugend-Coach aus Unterfranken, der gegen betreutes Denken ist und deshalb bei Achgut.com schreibt. Mehr von ihm finden Sie auf seiner Facebookseite https://www.facebook.com/ARD1881/ und bei Instagram https://www.instagram.com/ahmetrefiidener/.
Ahmet Refii Dener: Wie Erdogan aus Gastarbeitern Islam-Aktivisten machte
Wer als türkischer Gastarbeiter nach Deutschland kam, lebte zunächst still und bescheiden. Doch dann kam der Aufstieg eines gewissen Recep Tayyip Erdogan. Seine lautstarken Auftritte gaben vielen Türken hier neuen Stolz – auf den Islam.
Es gab eine Zeit, da hießen Migranten noch Ausländer. Und genauso verhielten sie sich: wie Gäste in einem fremden Land. Man arbeitete hart, hielt sich an Regeln und mied Konflikte. Wer als türkischer Gastarbeiter kam, lebte meist still und bescheiden. Niemand dachte daran, Moscheen zu fordern oder das gesellschaftliche Klima zu verändern. Der Islam? Für viele war das eine kulturelle Randnotiz – keine politische Identität.
Damals lebten wir nebeneinander, nicht gegeneinander. Das Wort „Integration“ war noch kein politisches Schlagwort, sondern eine Selbstverständlichkeit – zumindest für jene, die bleiben wollten. Die Deutschen waren misstrauisch, sicher. Aber auch aufrichtig, wenn sich der Ausländer bemühte.
Und dann kam die islamistische Bewegung Milli Görüs. Aus Köln heraus begann der politische Islam, Wurzeln zu schlagen. Was in der Türkei noch unterdrückt war, durfte in Deutschland gedeihen. Der Verfassungsschutz beobachtete – und ließ gewähren. Die ersten Kopftücher tauchten auf. Aus ehemals laizistischen Türkinnen wurden religiöse Botschafterinnen. Mein Onkel, ein Internist in Istanbul, sagte einmal nach der Rückkehr vieler Gastarbeiterinnen: „In Deutschland muss der Islam ausgebrochen sein.“
Milli Görüs: Eine Ideologie mit Machtanspruch
Er hatte recht. Es war die Zeit, in der ein gewisser Recep Tayyip Erdogan langsam aufstieg. Direkt aus dem Umfeld von Milli Görüs kommend, wurde er durch fragwürdige Wahlannullierungen in der Türkei ins Parlament gespült – der Anfang eines politischen Erdrutschs. Europa machte ihn 2004 sogar zum Europäer des Jahres. Heute kaum noch vorstellbar, aber es geschah wirklich. Seine lautstarken Auftritte in Deutschland gaben vielen Türken hier neuen Stolz – auf einen Islam, der nicht mehr klein beigeben wollte. Die Opferrolle, das ewige „Wir gegen den Westen“, funktionierte. Und Deutschland? Beobachtete. Und ließ es zu.
Heute sind Gastarbeiter nicht mehr diejenigen, die zu Doppelschichten antreten. Sie sind mittlerweile Ideologen, die doppelt fordern: Rechte, Räume, Rücksicht. Der Islam, wie er heute in Teilen praktiziert und politisch instrumentalisiert wird, ist keine Religion mehr – sondern eine Ideologie mit Machtanspruch.
Deutschland steht da und spricht von Vielfalt. Aber es übersieht: Wenn eine Bewegung keine Vielfalt in sich selbst zulässt, sondern nur in eine Richtung drängt, ist das keine Bereicherung. Es ist eine schleichende Ersetzung. Wenn wir nicht bald umdenken, werden wir die Kontrolle vollends verlieren. Die Türkei selbst steht am Rande einer Libanonisierung – ein Vielvölkerstaat mit ethnisch-religiösen Parallelgesellschaften. Sollte dort der Damm brechen, werden nicht nur Flüchtlinge, sondern auch Millionen frustrierte Türken nach Europa drängen. Dann heißt es: Game over.
… Alles vom 11.8.2025 von Ahmet Refii Dener bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/wie_erdogan_aus_gastarbeitern_islam_aktivisten_machte
Ahmet Refii Dener ist Türkei-Kenner, Unternehmensberater, Jugend-Coach aus Unterfranken, der gegen betreutes Denken ist und deshalb bei Achgut.com schreibt. Mehr von ihm finden Sie auf seiner Facebookseite und bei Instagram.
Einige Kommentare:
Die F1-Generation der türkischen Einwanderer stammte zwar häufig aus der tiefsten anatolischen Provinz, umso größer war ihre Bewunderung für die damals noch florierende BRD, die man sich noch zum Vorbild nahm. Islamismus war bei ihren Kindern etwa genauso cool angesehen wie Rosenkranzbeten bei einem mopedfahrenden Fußballfan hiesiger Provenienz. Ich kann mich noch an 2 Radiointerviews mit jungen Frauen erinnern, die unabhängig voneinander sagten: Was interessieren mich irgendwelche alten Kopftuchtanten, ich komme aus Duisburg/Kreuzberg. Es bestand bis in die 90er die Hoffnung, daß diese Generation die unverkrampfteren Deutschen hervorbringen würde, mit natürlichem Patriotismus ohne Schuldkomplexe und fixe Ideen von ökologischer Weltrettung. Das ist dann irgendwie gekippt. Vielleicht stehen die Mädels von damals heute auch verständnislos vor ihren verschleierten oder Gesichtshecke tragenden Kindern. Das Internet hat leider nicht dazu geführt, daß wir uns gegenseitig besser verstehen, sondern daß sich v.a. die schlichteren Gemüter innerhalb von Tagen radikalisieren. Dietmar Herrmann
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“Wenn wir nicht bald umdenken, werden wir die Kontrolle vollends verlieren. “ Derzeit sieht man es auch auf der Straße, immer mehr mit Kaftan und Kopftuch, selbst 8-Jährige laufen schon mit Kopftuch, was nicht mal der Islam vorgibt. Eine ganze Invasion, hat man das Gefühl, ist plötzlich sichtbar. Die Menge machts und wird uns Untertanen einfach einnehmen, wenn wir nicht A….hoch kriegen und Widerstand leisten. Und vom wem soll also das Umdenken kommen, von dem großen Teil der Bevölkerung, die naiv wegschaut und nichts über den Islam weiß? Von Politikern, die das verursacht haben und stetig weiter dafür werben und immer mehr irrwitzige islamische Regeln in unser System einbinden und jede Kritik und Äußerung diesbezüglich brandmarken als rassistisch und islamophob abtun? Als wer? Wo sind die Kundgebungen, die Aufklärung darüber? Nichts kommt da, weil auch die Haupt-Medien diese Politik vertreten. dina weis
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Man mag von Erdogan halten was man will, aber für die beschriebene Entwicklung wird ihn wenig Schuld treffen. Denn: warum verhalten sich nicht-türkische Muslime in Westeuropa ganz ähnlich? – ein Nordafrikaner oder Araber wird sich dabei sicher nicht an Erdogan orientieren, viel eher hingegen am örtlichen Imam. Es ist der wachsende Einfluss des strenggläubigen Islam, der sich hier auswirkt. Rolf Mainz
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Es ist traurig und eigentlich nicht nachvollziehbar, warum der sog. Westen nicht mit Stolz an seinen Werten festhält, sondern bereit ist, fast jede hinterwäldlerische Mittelalterideologie als gleichwertig zu betrachten, anstatt die Stimme der Aufklärung zu erheben. Vielleicht liegt das daran, daß die Linken Sozialismus immer mit Aufklärung verwechseln, wahrscheinlich aber ist er nur eine Art Regression, soziologisch und psychologisch gesehen quasi ein Sprung zurück in die Steinzeit, als Reaktion auf die Aufklärung und den Aufstieg des Individuums, die Unsicherheit durch Freiheit, den Verlust des Geborgenseins in Ritualen und Tabus, Sozialismus ist also eigentlich “ultrareaktionär” . – Der Westen hat etwas zu bieten, oder er hatte zumindest lange etwas zu bieten: Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, Emanzipation, Wissenschaft, Bildung für alle … Kemal Atatürk wußte das, und die türkischen Eltern von Mitschülern, die ich während meiner Schulzeit in den 1970iger Jahren kennenlernte waren ausnahmslos “Atatürk”- Türken, und in der Art wie sie sich kleideten, wie sie diskutierten und dachten, wie sie sich benahmen waren sie durch und durch Europäer, die wahrscheinlich jeden Muslimbruder mitleidig an der Wohnungstüre abgewiesen hätten. Harald Hotz
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Der Rassismus der Gutmenschen: „Mein kleiner Türke“
Sascha Hingst hat am Wahlabend AfD-Ehrenpräsident Alexander Gauland eine Frage gestellt. Wobei es eigentlich vielmehr ein Vortrag war. Wieder mal missbrauchte ein ARD-Mitarbeiter ein journalistisches Format, um seine persönliche Meinung in die Welt zu posaunen. In seinem Vortrag räumte Hingst nebenbei ein, dass es sowas wie Messerangriffe und Gruppenvergewaltigungen gebe. Ja, da verändere sich Deutschland. Aber Gauland müsse doch auch sehen, dass Hingst bei „meinem kleinen Türken“ spät noch was zu essen bekomme. Eine Unverschämtheit, dass Menschen die AfD wählen. Wie können sie ihr großes Bedürfnis nach Sicherheit über den kleinen Hunger eines ARD-Mannes stellen?
Es ist der augenfällige Skandal: Sascha Hingst stellt die Zunahme schwerer Gewaltverbrechen auf eine Stufe mit einer besseren Vielfalt der Gastronomie. Andererseits hat man sich an den Wahnsinn gewöhnt, den Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks an den Tag legen, wenn es darum geht, die Folgen der unkontrollierten Einwanderung zu relativieren. Hingst ist da nur einer von vielen. Doch der Vorfall bedeutet viel mehr, als der augenfällige Skandal verrät.
https://x.com/queru_lant/status/1838064587796553883
Sascha Hingst offenbart den Rassismus der Gutmenschen. Der mittlerweile schlimmer und ausufernder ist als der Rassismus, den eben jene Gutmenschen anderen schon dann unterstellen, wenn sie auf Karussellen die Zahl 88 verwenden oder als weiße Musiker Reggae spielen oder Dreadlocks tragen. Ein Rassismus, der gut gemeint ist und in der Umkehr Mephistos damit das Gegenteil bewirkt.
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Der Türke. Der Ausländer generell hat für den deutschen Gutmenschen servil zu sein. Keinem Nazi bringt er so viel Hass und Widerstand entgegen, wie muslimischen Kritikern des Islams. Ahmed Mansour oder Ali Utlu könnten ein Lied davon singen. Der Ausländer hat am deutschen Gutmenschen dessen Engagement für ihn zu bewundern. Merhaba, Herr Hingst und vielen, vielen Dank. Der Türke und jeder andere Ausländer oder Mitbürger mit Migrationshintergrund ist auf diese Weise ein Objekt, das Gegenstand der Politik des Gutmenschen ist. Aber kein Subjekt, das der ernst nimmt.
Würde der Gutmensch den „kleinen Türken“ ernstnehmen, dann würde ihm etwas gelingen, woran er bisher verzweifelt: den Erfolg der AfD zu verstehen. Denn es sind die „kleinen Türken“, von denen die härteste Kritik an der Einwanderungspolitik Merkels und der Ampel kommt. Sie und ihre Väter und Großväter mussten sich den Wohlstand hart erbuckeln. Die Deutschen speisten sie zum Dank mit dreckigen Löchern ab, für die sie dann noch Wuchermieten nahmen. Die neuen Einwanderer sind keine „Gastarbeiter“. Sie sind oft gar keine Arbeiter. Zwei Millionen von ihnen sind erwerbsfähige Empfänger von Bürgergeld. Da sind all die nicht mitgerechnet, die in den diversen Einwanderungsverfahren stecken. Zudem bauen die Deutschen ihnen dann noch schicke Wohnungen. Die Türken stehen mit einer Mischung aus Wut und Entsetzen vor dieser ungleichen Behandlung. Da tröstet es sie nicht, wenn der Herr Hingst sie lobt, weil der nach 22 Uhr noch was zu Essen bei ihnen bekommt.
Den „kleinen Türken“ gibt es nicht. Zumindest nicht außerhalb des klischeebeladenen Denkens des deutschen Gutmenschen. Die Türken sind den „Marsch durch die Institutionen“ längst angetreten. Er hat sie in Kliniken geführt, in die Forschung, ins Unternehmertum und auch ins Ernährungsministerium. Sie sind nicht und waren nie das hilfsbedürftige Hascherl, das darauf wartet, vom Gutmenschen durchs Leben geführt zu werden.
Ja. Beim Türken gibt es nach 22 Uhr noch zu essen. Weil es ein Familienbetrieb ist. Weil der Inhaber hart arbeiten muss, um steigende Mieten und steigende Strompreise bezahlen zu können, von dem immer geringer werdenden Geld, das ihm Steuern und Abgaben übriglassen. Deswegen kotzt ihn die zunehmende Zahl derer an, die arbeiten könnten, aber lieber Bürgergeld beziehen. Deswegen wählen immer weniger Türken die Parteien, die ihn gönnerhaft als „kleinen Türken“ unter den Schutz ihres Gutmenschentums stellen wollen. Sondern Parteien, die ein härteres Durchgreifen beim Bürgergeld fordern.
… Alles vom 25.9.2024 von Mario Thurnes bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/meinungen/der-rassismus-der-gutmenschen-mein-kleiner-tuerke/
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Einige Kommentare
Mein „kleiner Türke“ wählt wie die meisten arbeitenden Migranten die AFD!
Er hat nicht die letzten 30 Jahre in Deutschland 70 Stunden die Woche gearbeitet und Steuern bezahlt, damit seine „Glaubensbrüder“ aus aller Welt vollversorgt werden.
Auch wäre es im lieber, wenn seine zwei Töchter ohne Schleier gefahrlos das Haus verlassen könnten. Augsburger
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Das erinnert mich an Christian Streich (ehem. Freiburg-Trainer). Als vor einigen Jahren die ersten (sicher nicht, es schien nur so für die Scheuklappenfraktion) Gruppenvergewaltigungen ihren Weg in die Presse „fanden“, da verharmloste er die aus dem Flüchtlingsumfeld stammenden Täter als „Buben“ die nur mal über die Stränge geschlagen hätten. Ich fürchte, er hat bis heute nix dazugelernt, geschweige denn sich bei Opfern oder Leuten mit realistischer Betrachtung der Sozialmigration entschuldigt. Damit ist er nicht allein, wie Tichys Beitrag zeigt; besser wirds dadurch aber auch nicht. Akkeswasrechtist
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Ich kenn auch viele fleissige und rechtschaffene Türken. Aber man darf auch sehen, dass auch dort etliche Steueroptimiererläden, Bürgergeldbezieher und Problemfälle dabei sind. Seit Generationen. Das kann teilweise mit der Religion zusammenhängen, auf jeden Fall ist es kein gutes Omen für das, was mit anderen Einwanderergruppen und ihrer Integration in Zukunft sein wird. Holger Wegner
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Die Argumentation des ARD-Mannes ist einfach nur erbärmlich und folgt freilich dem Milmädchenprinzip. Er verschweigt, dass hinter jeder halbwegs gelungenen „Integration“ mindestens 10 oder 20 MIsserfolge – und somit gewaltige Kosten versteckt sind. Nähme man die gewaltigen Geldsummen, die die Nichtintegration Jahr für Jahr in Deutschland verschlingt, könnte man mit den Mitteln jeden notwendigen Arbeitsplatz soweit finanziell subventioneren, dass uns (echte und nicht-muslimische) Fachkrankenschwestern, Ärzte, Mechaniker, Wissenschaftler nur so zulaufen würden. Denn ‚money makes the world go round‘. Helmut Schmidt (SPD) hat vollkommen richtig gesagt: „Einwanderung aus fremden Kulturen bereitet mehr Probleme als Nutzen“ EndlichFrei
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Herr Hingst kauft seinen Döner am Theodor-Heuss-Platz in Berlin, da habe ich ihn schon getroffen, denn der RBB ist genau um die Ecke. Die Angestellten dort sind hart arbeitende nette Bürger, die sich redlich ihr Geld verdienen. Ich glaube nicht, dass diese Leute mit dem kriminellen Gesochse, das mit allerlei Strafdelikten behaftet ist, in einen Topf geworfen werden möchte.
Es ist halt mit diesen fett gespickten Leuten beim Staatsfunk immer wieder die gleiche Sache, die leben in Berlin oder Brandenburg in ihren dicken Häusern abgeschottet und haben mit dem Rest der Bevölkerung nichts zu tun. Die sind allesamt in ihrer Blase so behaftet, dass sie nicht ansatzweise verstehen, was in Berlin-Neukölln, Wedding, Lichtenberg, Kreuzberg etc. wirklich los ist. Übrigens die kleinen Türken, die beim Fruchthof in Moabit, oder als Dönerverkäufer, Krankenpfleger-oder schwester arbeiten, haben von den Zuständen in DE, die überwiegend durch die arabische Migration entstand sind, schon lange die Nase gestrichen voll. Astrid
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Vielleicht sollte man Herrn Hingst „kleinen Türken“ mal fragen was er davon hält, mit Vergewaltigern, Messerstechern und Totschlägern in einem Topf geworfen zu werden. Ich denke, dort bekommt er keinen Döner mehr, weder unter Tags noch am Abend. Protest
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Das erinnert mich an den 28. Oktober letzten Jahres. Einen Tag vor der Republik-Gründung der Türkei vor 100 Jahren. Musste ich auch erst mal googeln. Bei meinem „kleinen“ Türken war mal wieder ein Döner fällig. Am Tresen eine jüngere Frau, „na morgen großes Fest?“ Mein „kleiner“ Türke,- nee wie immer, wieso? Na weil ihr doch morgen 100-Jähriges feiert. Antwort, „keine Ahnung, das interessiert uns nicht, wir leben hier“. Der hochrote Kopf der Dame war unübersehbar. AlterSchwede
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