Doppelmoral Film-CancelCulture

Heinz Rühmann und 13 weiteren Künstlern des deutschen Films wird nun posthum die 1972 verliehene Ehrenmedaille der Spitzenorganisation der deutschen Filmwirtschaft (SPIO) aberkannt (1). Das kann man tun, wenn man sich danach als besserer Mensch zu fühlen glaubt. Der Schüler Pfeiffer mit 3f aus der Feuerzangenbowle wird 31 Jahre nach seinem Tod jedenfalls hiervon nichts mehr mitbekommen (2).
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„Davon abgesehen, geht es mir weniger um Rühmann & Co, als um die Heuchelei dieser Tage. Da werden Tote medienwirksam „entehrt“, während die jetzigen Filmstars Hass auf Israel, Hass auf Juden schüren und denen passiert NICHTS“ – so prangert die Publizistin Malca Goldstein-Wolf die Doppelmoral an, die sich hier zeigt (3). Welch ein verräterischer Aktionismus. Geht es vielen heutigen Kulturschaffenden nicht primär darum, sich gute Rollen zu sichern? Mal so, mal so. Hat sich Heike Makatsch nicht auch von ihrer eigenen Allesdichtmachen-Aktion distanziert – natürlich publikumswirksam?
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Der deutschstämmige Arye Sharuz Shalicar, Sprecher von Israels IDF, hebt in seinem gerade erschienenen Buch „Überlebenskampf – Kriegstagebuch aus Nahost“ die äußerst verzerrte Berichterstattung in den deutschen Medien seit dem Überfall der Hamas am 7.10.2023 hervor. Und die Proteste auf seiner Leserreise durch D. Aus welchem Grund ist ein solches Buch hierzulande keine Diskussion wert?
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Warum widmen sich all die im Besitz von Moral und Wahrheit Wähnenden bevorzugt nur den Verstorbenen, die doch gar nicht mehr davon – im Sinne einer Läuterung oder Umerziehung – profitieren können? Weil sie sich mit dem heute in Deutschland vornehmlich nur noch verdeckt stattfindenden jüdischen Leben nicht beschäftigen wollen. Weil sie die Auseinandersetzung scheuen. Auch hier zeigt sich: Wir haben leider keine Diskussionskultur mehr. Wir müssen miteinander reden – aber zu Lebzeiten.
21.11.2025
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Ende von Beitrag „Doppelmoral Film-CancelCulture“
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Beginn von Anlagen (1) – (3)
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(1) Keine Ehrenmedaille für Rühmann und Riefenstahl
Die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO) entzieht Heinz Rühmann, Leni Riefenstahl und 12 weiteren Preisträgern wegen ihrer NS-Vergangenheit nachträglich die Ehrenmedaille. Damit ziehe man Konsequenzen aus einer Studie zur NS-Vergangenheit des Führungspersonals der Organisation sowie der Preisträgerinnen und Preisträger, teilte die SPIO am Mittwoch in Wiesbaden mit. Die vom Institut für Zeitgeschichte in München durchgeführte Untersuchung habe die 14 Personen als »NS-belastet« oder »NS-konform« eingestuft.
Neben Rühmann und Riefenstahl werde die SPIO-Ehrenmedaille August Arnold, Alfred Bauer, Aurel G. Bischoff, Willi Burth, Karl Fritz, Joachim Graßmann, Alexander Grüter, Joachim Henkel, Joachim Raffert, Erich Stoll, Olga Tschechowa und Ludwig Waldleitner aberkannt. »Wir wollen mit der Aberkennung der Medaille ein klares Zeichen gegen den wieder erstarkenden Rechtsextremismus, aber auch gegen jede andere Form von Extremismus, Rassismus, Diskriminierung und Hetze setzen«, erklärte SPIO-Präsident Peter Schauerte.
… Alles vom 21.11.2025 bitte lesen auf
https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/keine-ehrenmedaille-fuer-ruehmann-und-riefenstahl/
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(2) Tote deutsche Filmgrößen: Heinz Rühmann und 13 weitere
Nichts ist vergänglicher als Ruhm. Mit sicherem Abstand, mehr als 30 Jahre nach seinem Tod nimmt man dem Schauspieler Heinz Rühmann und weiteren Zeitgenossen eine Ehrenmedaille. Auch ungeliebte Bücher und eine Bibliothek mit solchen sind wieder Opfer von Cancel-Culture.
Die Liste ist lang, von „Die Drei von der Tankstelle“ bis zum filmischen Evergreen „Die Feuerzangenbowle“ reichen die unvergessenen Filme, die uns Heinz Rühmann hinterlassen hat. Minutenlage Standing Ovations gab es bei seinem letzten öffentlichen Auftritt im Fernsehen. Noch heute bringt Rühmann in Schwarz-weiß die Menschen zum Lachen oder Weinen. Seine Geschichte mit den Nationalsozialisten ist bekannt. Er hat nie einen Hehl daraus gemacht, um der Schauspielerei willen einen Pakt mit dem Teufel geschlossen zu haben. Von seiner jüdischen Frau hat er sich scheiden lassen, sie in Schweden in Sicherheit gebracht und lange finanziell unterstützt. Und ja, er hat Filme gemacht, die im Zuge der NS-Propaganda an unkritischer Harmlosigkeit nicht zu unterbieten sind und nur den einen Zweck hatten: Vom Kriegselend abzulenken. Heinz Rühmann ist stets offen damit umgegangen. Er hat es selbst in seiner Autobiografie „Das war’s“ ausführlich beschrieben.
… Alles vom 21.11.2025 von Peter Winnemöller bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/ausgestossene_der_woche_tote_deutsche_filmgroessen
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Einige Kommentare:
Welch Hochmut derer, die glauben, längst toten Personen deren Ehrungen aberkennen zu können. Diese Leute denken tatsächlich, dass ihr Urteil haushoch über dem vergangener Generation angesiedelt sei: wie dumm, wie arrogant ist das. Sie werden sich darauf gefasst machen müssen, dass etwas später die Nachwelt *sie* in gleicher Weise verdammt. Und sie haben es dann wirklich verdient. Marcel Seiler
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Und sie machen wieder alle mit, wenn es ums Ausgrenzen geht, und merken nicht, dass sie genau deshalb nicht besser sind, als diejenigen, die damals mitgemacht haben. Und warum tun sie das heute? Weil sie dazugehören wollen und hoffen, dass auch für sie dabei ein größeres Stück Kuchen abfällt. Und wann und wie endet das? Wenn immer weniger Lust dazu haben, den Kuchen für Andere zu backen. Und da sind wir doch auf einem guten Weg, wenn innerhalb eines Jahres 275.000 Menschen woanders Kuchen backen und vor allem auch selbst essen wollen. Norbert Bausse
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Es gibt ein kleines Repertoire von alten deutschen Filmen, die ich gerne wiedersehe, auch wenn sie heute fast vergessen sind , und die ich für Meisterwerke halte . „Unter den Brücken“ von Käutner zum Beispiel . Rühmann ist auch dabei mit „Es geschah am hellichten Tag“. Mein Liebling ist allerdings „Die Herren mit der weißen Weste“ von Staudte. Sie wissen schon :
„Die alten Zähne wurden langsam schlecht, drum mußte man sie rausreissen .
Die neuen kamen grade recht , um mit ihnen ins Gras zu beißen.“
Die NS-Geschichte betrachte ich als Zeit, die ich Gott sei Dank nicht erleben mußte, denn niemand kann wissen, wer er damals gewesen wäre und Abgründe schlummern in jedem . Sei zufrieden damit, nicht auf die Probe gestellt worden zu sein, denn Schufte gab es überall reichlich. Thomas Taterka
Ende Kommentare
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(3) Malca Goldstein-Wolf : Wer die lebenden Brandstifter nicht benennt, …
Die deutsche Filmwirtschaft entzieht #HeinzRühmann und #LeniRiefenstahl posthum die Ehrenmedallie. Kann sie meinetwegen tun.
Rühmann und Co waren das Sahnehäubchen des #Hitler-Regimes, die blumige Dekoration des Grauens. Aus meiner Sicht waren es jedenfalls keine Akteure wie z.B. #MarleneDietrich, die eine Auszeichnung verdient hätten. Es sind auch keine Menschen, auf die Deutschland stolz sein könnte.
Solange man aber in der Gegenwart Systemlinge wie z.B.
#NataliaWörner, https://x.com/hashtag/NataliaW%C3%B6rner?src=hashtag_click #AxelPrahl https://x.com/hashtag/AxelPrahl?src=hashtag_click,
#KarolineHerfurth https://x.com/hashtag/KarolineHerfurth?src=hashtag_click, #BennoFührmann https://x.com/hashtag/BennoF%C3%BChrmann?src=hashtag_click, #DanielBrühl https://x.com/hashtag/DanielBr%C3%BChl?src=hashtag_click oder #HeikeMakatsch https://x.com/hashtag/HeikeMakatsch?src=hashtag_click bejubelt, die #Israel gegen jede Fakten Völkermord vorwerfen, die mit einem Waffenstopp verhindern möchten, dass sich Juden 80 Jahre nach dem Holocaust gegen ihre Schlächter zur Wehr setzen, läuft dieser moralische Akt ins Leere.
https://juedische-allgemeine.de/allgemein/deutsche-promis-werfen-israel-voelkermord-vor/
Wer die lebenden Brandstifter der Gegenwart nicht benennt ( diese Gefahr könnte nämlich noch gebannt werden), der muss sich auch nicht um die toten kümmern.
Sie „wollen mit der Aberkennung der Medaille ein klares Zeichen gegen den wieder erstarkenden Rechtsextremismus, aber auch gegen jede andere Form von Extremismus, Rassismus, Diskriminierung und Hetze setzen“, #SPIO-Präsident Peter Schau?
Dann klagen Sie auch diejenigen an, die heute für eine judenfeindliche Stimmung sorgen!
Wir lebenden Juden können nämlich noch geschützt werden.
… Alles vom 20.11.2025 von Malca Goldstein-Wolf bitte lesen auf
https://x.com/WolfMalca/status/1991484188512391359

Tote anzuklagen ist wohlfeil, setzen Sie sich mit den Lebenden auseinander.
Missbrauchen Sie uns Juden bitte nicht, um auf unserem Rücken moralische Kosmetik zum Zweck der Selbstdarstellung zu betreiben!
20.11.2025, https://x.com/WolfMalca/status/1991609369817940405

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