Judenhass2021

Home >Global >Deutschland2020Israel >Palaestina >Gaza

Jerusalem mit Klagemauer am 26.10.2013

 

 

.

Furcht vor Fremdenfeindlichkeitsvorwurf größer als Sorge um jüdische Bürger
Auch in Freiburg, wie in zahlreichen anderen deutschen Städten gingen jetzt Menschen auf die Straße und haben ihren blanken Judenhass als Kritik an der israelischen Politik im Nahostkonflikt verschleiert. Unsere Politiker, und zwar quer durch alle Parteien, melden sich zu Wort, mit der Härte des Gesetzes durchzugreifen. Wieder ein „Tag der Scham und Schande“. Wie oft werden wir noch solche Tage erleben? Ich fürchte, sehr oft. Denn Hass auf Juden wird wieder geduldet in Deutschland. Wir müssen aufstehen gegen rechtsextremen Faschismus und genauso gegen islamischen Faschismus.
Die Furcht, als ausländerfeindlich zu gelten, ist bei uns ganz offensichtlich größer als die Sorge um unsere jüdischen Bürger, Studierenden und Familien, die den Mut haben (wie lange noch?), wieder hier unter uns zu leben.
Die Bilder und Sprechchöre nicht nur der Demonstration in Köln sind verheerend und katastrophal.
Warum spricht Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht darüber? Warum lässt sie stattdessen ihren Pressesprecher dürre Worte sagen? Kapitulieren wir vor Problemen, die längst nicht mehr nur durch wohlfeile Worte wie „nie wieder“ in den Griff zu bekommen sind? Anstrengung, Mut, Zivilcourage und der Einsatz jedes Einzelnen von uns sind vonnöten – genauso wie Engagement und Beteiligung aller gesellschaftlichen Gruppen, Bildungseinrichtungen et cetera gefragt und aufgerufen sind, den zunehmenden Antisemitismus in unserem Land einzudämmen.
5.6.2021, Claudia von Trotha, Freiburg, BZ

 

Imad Karim: Wie „Monitor“ den importieren Judenhass verharmlost
„So unerträglich islamischer Antisemitismus ist, so unerträglich ist auch die Kampagne gegen muslimische Zuwanderer und Zuwanderinnen, die ausgerechnet vom rechten Rand des politischen Spektrums losgetreten wurde. Dort, wo der Antisemitismus in diesem Land zu Hause ist.“ – so die ARD-Sendung „Monitor“ zu den Reaktionen auf die jüngsten skandalösen Hassaufmärsche von Muslimen in Deutschland.
Die rechte Kampagne vom „importierten Judenhass“ vom 27.5.2021
https://www1.wdr.de/daserste/monitor/videos/video-antisemitismus-der-anderen-die-rechte-kampagne-vom-importierten-judenhass-100.html

Der aus dem Libanon stammende deutsche Filmregisseur Imad Karim hat Monitor daraufhin wie folgt geantwortet:
„… das ist mehr als peinlich, was Sie hier auf unsere Kosten für Framing betreiben. Seit 44 Jahren lebe ich in diesem Land und habe zum Glück noch nie solche hässlichen, menschenverachtenden, aggressiven, radikalen, vom blanken Hass auf Juden geprägten Demonstrationen gesehen, wie in den letzten Tagen.
Das, was ich sah, erinnerte mich an die ersten 19 Jahre meines Leben in meiner alten Heimat Libanon. Dort mussten wir als Schulkinder und später als Studenten die selben Hassparolen laut schreien und die israelische, wie die amerikanische Fahne zertreten und verbrennen.
Ja, es gibt auch “indigene” Idioten in diesem Deutschland, aber wie viele im Vergleich zur Bevölkerung in diesem Land? Nicht der Rede wert ZUM GLÜCK! Woher ich das weiß, fragen Sie mich? An deren Aktivität. Ja hier und dort gibt es ein paar chauvinistische völkische ewiggestrige gescheiterten Existenzen, die im übrigen, wie ihr Vorbild Hitler den Islam bewundern, aber diese Leute haben nicht einmal verdient, erwähnt zu werden. Aber für Monitor gelten Fakten nicht, denn sie ernähren sich wie ein Blutegel an der und aus der Legende “Rechte und Nazis”.
Ich bin als Moslem geboren und als solcher sozialisiert worden. Ich lernte vom Kindesbein an, Juden zu hassen und es hat mich viel Kraft gekostet, mich von diesem Gift zu bereinigen.
Als Kind und auf Familienfesten mussten wir, Erwachsene und Kinder, bevor wir mit dem gemeinsamen Essen beginnen, gemeinsam laut wiederholen “Allah verfluche die Juden und die Christen” لعن الله اليهود والنصارى und Sie als deutsche Redaktion des ÖR wollen die Zuschauer objektiv informieren?“
… eure Verharmlosung des muslimischen Antisemitismus ist ein Verrat an jeden von uns, der zum Teil sein Leben aufs Spiel setzt, um unsere eigenen Menschen aufzuklären. …
Die Gefahr kommt nun aus Kreisen der vielen, nicht von allen aber der vielen muslimischen Einwanderer und besonders von deren Kindern. Wer vom importierten Judenhass spricht, betreibt keine “rechte Kampagne”, sondern nennt die Gefahr beim richtigen Namen.“
… Alles vom 30.4.2021 von Imad Karim bitte lesen auf https://www.imad-karim.de

 

Alltag in Angst – Der neue Judenhass
Kann eine Studentin ihre Kette mit Davidstern noch sichtbar tragen? Warum bringen oft arabisch-stämmige Männer Hass und Gewalt bei Demos auf die Straße? Eine schonungslose und schockierende WELT-Doku (Video 29 Min.).
23.5.2021
https://www.welt.de/vermischtes/video231312319/Antisemitismus-Alltag-in-Angst-Der-neue-Judenhass.html

 

„Die Zwei-Staaten-Lösung löst nicht das Problem, sondern schafft neue“
Michael Wolffsohn zum Nahost-Konflikt
Der Historiker und Nahost-Experte Michael Wolffsohn hält Deutschlands Forderung der Zwei-Staaten-Lösung für irrelevant. Er spricht von einer „Intifada“ in Deutschland. Im Kampf gegen den Antisemitismus machten die meisten politisch Verantwortlichen „unfreiwillig jeden denkbaren Fehler“.

Diese neudeutschen Bürger (mit türkischen und palästinensischen Flaggen) meinen, es gäbe Deutschland à la carte. Und man lässt sie. Man müsste ihnen klar machen: Wer Deutscher ist, ist Teil der deutschen Schicksalsgemeinschaft, haftet mit, und trägt deutsche Verantwortung mit. Jede Staatsbürgerschaft ist mit Rechten und Pflichten verbunden. Das vergessen auch viele Alteingesessene. ,,,
Faktische Sicherheit (wünschen sich Juden hier am meisten). Die kann aber das so sympathisch pazifistische Deutschland nicht liefern. Wer Sicherheit nicht kann, kann sie niemandem bieten. In Bayern kann man Sicherheit besser als im Bund oder gar in Berlin.

Nullkommanull (Relevanz der 2-Staaten-Lösung). Was geschähe bei dieser angeblichen Lösung mit rund 600.000 Juden im Westjordanland? Ethnische Säuberung? Mit Gewalt oder durch Austrocknung? Geht nicht. Selbst wenn die 600.000 Juden nach Israel gebracht werden könnten – was geschieht mit etwa zwei Millionen israelischen Arabern? Die bleiben, aber „Juden raus“?
… Komplettes Interview vom 20.5.2021 bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/israel-michael-wolffsohn-interview/
.
Einige Kommentare:
Israel ist der einzige jüdische Staat auf dieser Welt.
Wer ihn angreift, greift das Recht der Juden auf eine eigene Nation, auf Selbstbestimmung, auf einen eigene kulturelle Identität und auf Unabhängigkeit an. Mit Israel steht und fällt die Existenz des jüdischen Volkes. Der islamische Terror gegen Israel hat daher durchaus den Charakter eines beabsichtigten Völkermordes.
Wer sich mit islamischen Antisemiten solidarisiert, der muß sich das Gedankengut auch zurechnen lassen.
20.5.2021, Deu, TO

5 Mio Muslime und 100.000 Juden – Wählerstimmen und Opportunismus
Das gesamte Establishment in Deutschland ist absolut opportunistisch. Vor ein paar Jahren gab es schon einen Punkt, wo ich dachte, es kippt jetzt: Die Moslems sind die neuen Juden und die alten Juden interessieren nicht mehr.
Aktuell ist auch in vielen Medien – außer Springer – so eine Stimmung. Es ist ja aus opportunistischen Gründen auch logisch. Es gibt viel mehr moslemische Wähler in Deutschland als jüdische. Und das Verhältnis wird in Laufe der Jahre noch mehr in eine Richtung gehen.
Auch international gibt es über 50 islamische Länder gegenüber einem jüdischen. Somit ist auch die geschäftliche Entscheidung absolut klar.
Das Einzige, was den dauerhaften Schwenk noch ab und zu aufhält, ist die westliche ausländische Presse. Wo Titel wie „Juden im Land der Nazis nicht mehr sicher.“ durchaus noch interessieren. Und nichts hasst der deutsche Elite-Spießer mehr als wenn er in den westlichen linksliberalen Medien schlecht da steht.
Aber ich denke, DER zentrale Punkt für Israel und die Stellung der Juden weltweit ist die Entwicklung in den USA, wo auch der islamische Einfluss deutlich größer wird. Zum Einen durch die Anzahl der moslemischen Wähler. Zum anderen, weil die woken BLM-Bewegungen die Araber möglicherweise zu PoC erklären und die Juden zu Weißen. Und dann hätten Juden und Israel sehr sehr schlechte Karten mit linken Demokraten an der Macht.
20.5.2021, EB, TO

Meinen manche politischen Kräfte, den Konflikt zu benötigen?
Die Rechtfertigung eines Staates ist nie moralisch oder historisch, sondern liegt rein in seiner militärischen Option begründet. Was die Region des heutigen Israel angeht, so ist das dort nicht anders. Israel besitzt die schlagkräftigste militärische Option in der Region. Insofern hat Herr Wolffsohn absolut Recht. Wer Frieden will & weniger Morden, muß für die 1-Staat-Lösung eintreten, das heißt, die sogenannten Palästinenser müssen das Land (Gaza & Westjordanland) gen Jordanien & Saudi-Arabien verlassen. Alle integrativen Meinungen sind seit 1948 gescheitert. Bei der Frage, warum die 1-Staat-Lösung noch nicht durchgesetzt wurde, kann vielleicht eine Rolle spielen, daß manche politischen Kräfte der Meinung sind, den Konflikt zu benötigen.
20.5.2021, Lau

Der deutlich gefährlichere deutsche Antisemitismus kommt von links
Ob die „politisch Verantwortlichen“ jeden Fehler unfreiwillig machen, ist hoechst zweifelhaft. Der insgesamt (politisch) deutliche gefährlicher deutsche Antisemitismus kommt eindeutig von der linken Seite. Er wurde durch die massive Links verschiebung unter Merkel erst und keineswegs zufaellig sogar salonfähig, was der von rechts nie war. Man sollte die Geschichte nicht zuletzt der DDR und damit die der heute hier Maechtigen, was den Antisemitismus betrifft, nicht vergessen. Merkel und Co. haben sehr Vieles aus der ehemigen DDR sehr erfolgreich importiert, unter anderem auch die Haltung zu Israel und zu den islamischen Staaten. Insoweit haben sie an den Antisemitismus der (National) Sozialisten angeschlossen, wobei sie den Rasseaspekt der Nazis, wobei fuer mich unklar ist, welche Rolle dieser Aspekt, von den echten Rassisten abgesehen, ideologisch tatsaechlich spielte, einfach wegliessen. Mit dem Sozialneid und dem Ziel des kollektiven Gleichen, Verelendung eingeschlossen, war und ist der Antisemitismus „gut“ zu begründen, im Kern vermutlich wirksamer als ueber die (hochgespielte) Rasse. Solange diese toxische Verbindung von (salon) linker Ideologie und Antisemitismus kaum erwähnt, geschweige denn kritisiert und in den Bereich des Unfreiwilligen oder Zufalls geschoben wird, wird sich substanziell nichts aendern. Und das ist nicht die Sache der zahlenmäßig vernachlässigbaren, vor allem aber politisch voellig ohnmaechtigen, extremen Rechten. Das deutsche Abstimmverhalten in der UN gegen Israel hat mit „rechts“ nicht das Geringste zu tun, mit Merkel/Maas-links sehr viel.
20.5.2021, R.E., TO

… aber die Ultraorthodoxen und die Araber wachsen schneller
Der kluge Prof. Dr. Michael Wolffsohn sieht vieles klar, nur die demographisch-ethnischen Probleme Israels erwähnt er nicht: Zwei Bevölkerungsgruppen wachsen immer schneller – die Ultraorthodoxen und die Araber. Mit beiden wird kein säkular-liberaler Staat zu machen sein. Kommt noch hinzu, dass die Elite der superklugen Ashkenazi sich kümmerlich vermehrt und schrumpft, die allerklügsten gerne in die USA auswandern.
20.5.2021, B.G.
.
Integration von Menschen aus patriarchal-autoritären Strukturen gelingt,
wenn man klar macht, wer Herr im Haus ist. Also: Antisemiten schnell und konsequent strafen. Keinen Kulturrabatt in Gerichten und an Schulen. Überlegenheit der europäischen Kultur lehren und leben. Grundgesetz und westliche Demokratie konsequent durchsetzen. Ein schlagkräftiges Militär unterhalten.
Das wird dem links-grünen Milieu und der bourgeoisen Boheme in den guten Vierteln nicht gefallen. Aber wer am liberal-hedonistischen Lebensstil hängt, darf sich eben keine patriarchal-autoritären Einwanderer holen, und er darf sie nicht auch noch gewähren lassen.
20.5.2021, M.S.
Ende der Kommentare

 

 

 

Chaim Noll: Kanzlerin hat offenen Judenhass in D wieder möglich gemacht
Und Angela Merkel: Schweigt
Die Bilder, die jetzt um die Welt gehen, dokumentieren Deutschlands neue Schande. Angela Merkel darf sich das Verdienst zuschreiben, dass in einem Land, in dem Judenhass, wo er existierte, wenigstens leise bis unhörbar blieb, erneut das Gegröle von Pogromen zu hören ist. Sie hat die deutschen Juden verraten und verkauft. Und nicht nur die Juden. Sie wird in die Geschichte eingehen als die Kanzlerin, die den offenen Judenhass in Deutschland wieder möglich gemacht hat.
.
Zu den Leistungen beider deutscher Nachkriegsstaaten gehörte die weitgehende Überwindung des Judenhasses. Zumindest des offenen. Wie groß er in Deutschland gewesen sein muss, wie populär, wie tief in der „Volksseele“ verankert, dazu bedarf es nach Auschwitz keines weiteren Wortes. Nach der Katastrophe 1945 begann die Mehrheit der Deutschen zu verstehen, dass Judenhass ein Programm des Scheiterns ist.

Ich kenne beide deutsche Staaten vor der Vereinigung, vor allem vor der desaströsen Kanzlerschaft Angela Merkels, und in keinem der beiden wären öffentliche Bekundungen von Judenhass ungestraft geblieben. Sie wurden zunehmend unüblich, unmöglich, undenkbar. Dieser Zustand währte bis vor einigen Jahren. Ich erinnere mich, wie 1988 der Präsident des deutschen Bundestages Philipp Jenninger nach einer rhetorisch missglückten, übrigens an keiner Stelle offen judenfeindlichen Rede anlässlich des fünfzigsten Jahrestages der Reichspogromnacht zum Rücktritt gezwungen wurde. Und an ähnliche Fälle. Die zur Schau gestellte Empfindlichkeit – vor allem bei Grünen und Sozialdemokraten – war, zumindest was ihre eigenen deutschen Landsleute betraf, gnadenlos.

Doch im Schatten geschonter Milieus kehrte der offene Judenhass nach Deutschland zurück, aus einer für viele Ahnungslose (oder sich ahnungslos Stellende) überraschenden Richtung. Allmählich wurde das Wort „Jude“ auf muslimisch dominierten Schulhöfen erneut zum Schimpfwort, zum Epitom des Verächtlichen. Diesmal wurzelte das judenfeindliche Ressentiment nicht in Europas antisemitischer Tradition, sondern in einer anderen. Die nur wenige Europäer zur Kenntnis nahmen. Wer hätte sich vor zwanzig Jahren der Mühe unterzogen, den Koran zu studieren, die Hadithe oder die Charta der Hamas? Wer kannte die zahllosen Stellen im religiösen Schrifttum des Islam, die zur Verachtung, Verfolgung oder Vernichtung der Juden aufrufen?

Seit 2015 trifft zahlreiche Verstärkung ein
Und die wenigen, die sie kannten, haben aus Opportunismus darüber hinweg gelesen und geschwiegen oder wurden, falls sie ihre Bedenken aussprachen, für „islamophob“ erklärt und ausgegrenzt. Inzwischen hat sich in tausend Moscheen und Koran-Schulen ungehindert verbreitet, was sich Deutsche seit Jahrzehnten gegenseitig bei schweren Strafen verboten. Während der gleiche Ungeist in seinem neuem Umfeld ungestraft gedeihen durfte. Seit 2015 trifft zahlreiche Verstärkung ein, Judenhass steht in neuer Blüte. Das Geschrei auf den Demos wird von Jahr zu Jahr lauter. Bisher ist kein deutscher Muslim wegen Judenhass oder – obwohl immer wieder geschehen – offener Anstiftung zum Judenmord bestraft worden.

Mitte vergangener Woche haben vor der Synagoge in Bonn drei „Männer“ eine Israel-Fahne verbrannt (und wenn deutsche Medien zu dem Wort „Männer“ Zuflucht nehmen und nähere Zuschreibung vermeiden, handelt es sich mit Sicherheit um Muslime). Vor der Synagoge in Gelsenkirchen brüllte eine türkische Fahnen schwenkende Meute im Takt „Scheiß Juden“. So dass Kanzlerin Angela Merkel sich dann doch eine Erklärung abgerungen hat. Allerdings ließ sie sich nicht zu einem persönlichen Wort herbei. Sie, die sonst so gern redet, über Bücher, die sie nicht gelesen hat, oder dieser Tage auf dem Kirchentag über „Klimaleugner“, ließ von einem Pressesprecher erklären, dass „unsere Demokratie antisemitische Demonstrationen nicht toleriert“. Das war flau. Und wenig glaubhaft. Seit Jahren kommen die neuen Judenhasser, ob auf deutschen Schulhöfen oder Straßen, straflos davon. Die jungen Muslime fühlten sich durch diese Erklärung eher noch ermutigt (ich möchte nicht wissen, was sie insgeheim von dieser Kanzlerin und ihrer Regierung halten), sie legten am nächsten Tag, Sonnabend, 15. Mai, erst richtig los.

Die Bilder, die jetzt um die Welt gehen, dokumentieren Deutschlands neue Schande. Angela Merkel darf sich das Verdienst zuschreiben, dass in einem Land, in dem Judenhass, wo er existierte, wenigstens leise bis unhörbar blieb, erneut das Gegröle von Pogromen zu hören ist. Sie hat die deutschen Juden verraten und verkauft. Und nicht nur die Juden. Auch viele Deutsche, zum Beispiel alle, die Sympathien für Israel fühlen oder denen Judenhass unerträglich ist. Sie hat durch demonstratives Abstrafen von Islamkritikern in Deutschland eine Atmosphäre angstvollen Schweigens geschaffen. Die, nicht anders als in den späten Jahren der Weimarer Republik, das Gebrüll der Judenhasser umso lauter werden lässt.

Angela Merkel wird in die Geschichte eingehen als die Kanzlerin, die den offenen Judenhass in Deutschland wieder möglich gemacht hat. Jahrzehnte von „Aufarbeitung“ und „Vergangenheitsbewältigung“, von Volksbildung und versuchter Überwindung einer traumatischen deutschen Niederlage wurden von ihr einfach beiseite gewischt. Man darf unter ihrer Regierung in Deutschland wieder offen zum Mord an Juden aufrufen und sich zugleich vom Staat subventionieren lassen. Im Kleinen wie im Großen. Wie tausende auf deutschen Straßen brüllende Judenhasser durch staatliche Gelder unterstützt werden, so im großen Maßstab die Terror-Organisation Hamas über obskure „Hilfswerke“ und NGOs, so dass letztlich in jeder Rakete, die hier in Israel einschlägt, auch ein Teil deutsches Geld steckt. Auch dazu schweigt Angela Merkel. Und auch das verstehen die jungen Muslime auf Deutschlands Straßen als Zeichen ihrer Schwäche und heimlichen Duldung.
…Alles vom 19.5.2021 von Chaim Noll bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/und_angela_merkel_schweigt
.
Chaim Noll wurde 1954 unter dem Namen Hans Noll in Ostberlin geboren. Sein Vater war der Schrift­steller Dieter Noll. Er studierte Kunst und Kunstgeschichte in Ostberlin, bevor er Anfang der 1980er Jahre den Wehrdienst in der DDR verweigerte und 1983 nach Westberlin ausreiste, wo er vor allem als Journalist arbeitete. 1991 verließ er mit seiner Familie Deutschland und lebte in Rom. Seit 1995 lebt er in Israel, in der Wüste Negev. 1998 erhielt er die israeli­sche Staatsbür­gerschaft. Chaim Noll unterrichtet neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit an der Universität Be’er Sheva und reist regelmäßig zu Lesungen und Vorträgen nach Deutschland.
http://www.chaimnoll.com/
https://de.wikipedia.org/wiki/Chaim_Noll
.
.

 

Überwiegend judenfeindlich: Deutschland sitzt auf einem Pulverfass, im Islam liegt der Ursprung
Es ist lange bekannt – auch der Bundesregierung: Unter der muslimischen Bevölkerung in Europa ist Antisemitismus weit verbreitet. Fast die Hälfte der europäischen Muslime ist laut einer Studie des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) von 2013 der Ansicht, dass man Juden nicht trauen könne. Zum Vergleich: Nur weniger als zehn Prozent der Christen glauben dies. …
Kein Wunder, dass 52 Prozent der Deutschen laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung von 2019 den Islam als bedrohlich empfinden. Befragt wurden auch muslimische Deutsche.
Die jüdische Bevölkerung erlebt die Feindseligkeit der Muslime hautnah. In einer Studie des Instituts für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung aus Bielefeld von 2017 gaben 81 Prozent der befragten Juden in Deutschland an, schon einmal von Muslimen angegriffen worden zu sein, 61 Prozent hatten verbale Beleidigungen oder Belästigungen erlebt.

Antisemitismus stiftet für Muslime Identität und ist charakteristisch für den Islam
Die Ursachen liegen für Experten im Islam begründet: In der islamischen Welt sind 53 Prozent der Länder autoritär regiert, nur vier Prozent demokratisch, schreibt WZB-Wissenschaftler Ruud Koopmans. Der Berliner Historiker und Soziologe Günther Jikeli hat 2018 eine der wenigen systematisch angelegten Studien zum Antisemitismus unter Muslimen in Europa vorgelegt. Er führte Interviews mit jungen muslimischen Männern unterschiedlicher ethnischer Hintergründe in London, Berlin und Paris. In diesen Gesprächen stellte er unterschiedliche Formen des Antisemitismus fest: „klassischen Antisemitismus“, etwa Stereotype, dass Juden reich seien, Formen des israelbezogenen Antisemitismus und einen Antisemitismus, der vollkommen auf Rechtfertigungen verzichtet. Für Jikeli liegt der Antisemitismus „in der Interpretation der muslimischen Identität“: Feindschaft gegen Juden gehört also zum Islam, zum Muslim-Sein dazu. Antisemitismus ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel bei Muslimen, Judenhass bildet häufig die Norm, so Jikelis Fazit.
Für den Hamburger Politologen Matthias Küntzel gehört die Demütigung der als „schwach und verachtenswert“ wahrgenommenen Juden zum Islam als charakteristisch dazu: „Als arabische Jugendliche in Berlin im Sommer 2014 die Parole: ‚Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein‘ skandierten, wurde diese Abwertung sinnfällig. Als im April 2018 ein Araber in Berlin zu seinem Gürtel griff, um damit einen Kippa-Träger auszupeitschen, nutzte auch er eine archaische Sprache, die mehr ausdrückt als nur Gewalttätigkeit: Ähnlich wie das Bespucken oder Ohrfeigen dient der Gürtelschlag dazu, den anderen herabzusetzen – die Demütigung war hier wichtiger als die physische Verletzung.“

Großer Einfluss arabischer, iranischer und türkischer Medien
Als eine Ursache für die weite Verbreitung von Antisemitismus in muslimischen Milieus in Europa sehen Wissenschaftler den Einfluss arabischer, iranischer und türkischer Medien. Hier werde Antisemitismus häufig ganz offen geäußert, schreibt das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) aus Jena: „Dazu kommt der Einfluss von islamistischen Organisationen, die aus dem Ausland bezahlt werden, auf Moscheevereine und Imame in Deutschland.“
… Alles vom 18.5.2021 bitte lesen auf
https://www.focus.de/politik/deutschland/integration-gescheitert-ueberwiegend-judenfeindlich-deutschland-sitzt-auf-einem-pulverfass-islam-legt-die-lunte_id_13300817.html

.

Seit Jahren wird muslimischer Antisemitismus geduldet
Von wegen «Nie wieder!» – Dieser Samstag war ein Tag der Schande für Deutschland. Nach den judenfeindlichen Demonstrationen in mehreren Städten äussern Politiker Empörung. Doch seit Jahren wird muslimischer Antisemitismus geduldet. Und die selbsterklärten Antifaschisten schweigen.
In zahlreichen deutschen Städten entlud sich an diesem Samstag blanker Judenhass, notdürftig als Kritik an der israelischen Politik im Nahostkonflikt maskiert. Tausende Menschen gingen auf die Strasse, um dem Staat Israel den Untergang zu wünschen, Juden als Kindermörder zu beschimpfen, israelische Flaggen zu verbrennen.

Deutschlands Nibelungentreue zu Teheran
Auch an diesem Wochenende war von vielen, die sonst wortgewaltig die Demokratie verteidigen, nichts zu hören. Durch ihr Schweigen stellen sich die selbsterklärten Antifaschisten de facto an die Seite derer, die ein judenfreies Palästina fordern. Sie machen sich damit zu Helfern des islamischen Faschismus.
Wie nun weiter? Die Bilder und Sprechchöre vom Samstag werfen die Frage auf, ob der antitotalitäre Konsens in der Bundesrepublik wirklich gilt. Warum zum Beispiel hat ein Frankfurter Verwaltungsgericht nach dem Verbot durch das Ordnungsamt eine Demonstration genehmigt, deren Veranstalter zuvor offen zum bewaffneten Kampf gegen Israel aufgerufen haben? Warum gestattet man demselben palästinensischen Netzwerk namens Samidoun eine Demonstration in Berlin? Israel hat Samidoun als Terrororganisation eingestuft.
Weshalb verurteilen muslimische Verbände die Ausschreitungen spät und mit dem reflexhaften Hinweis, auch die Stimmung gegenüber Muslimen und Migranten sei in Deutschland «rauer und rücksichtsloser» geworden? Warum steht die deutsche Aussenpolitik bis heute an der Seite Teherans, obwohl das iranische Regime den Terror der Hamas gegen Israel koordiniert und finanziert?
… Alles vom 16.5.2021 von Alexander Kissler bitte lesen auf
https://www.nzz.ch/international/deutschland/jede-antisemitische-demonstration-in-deutschland-ist-eine-schande-ld.1625433