Jacques Baud (70), ehemaliger Schweizer Armeeoberst, NATO- und UN-Mitarbeiter, als Buchautor und strategischer Analyst häufig zitiert, ist wegen angeblicher prorussischer Ansichten auf die EU-Sanktionsliste gesetzt worden. Ohne Gerichtsverfahren und Begründung (1): Grundrechteentzug, Einreiseverbot in die EU, Einfrieren seines EU-Vermögens, Kontensperrung, Unterstützungsverbot. Interessant ist das von Baud kurz vor seiner Sanktionierung geführte Gespräch mit Roger Köppel (2). Und vor allem das Interview vom 18.12.2025 mit Baud in Brüssel (2a).
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Die Bundesregierung begrüßt das Vorgehen gegen Jacques Baud (3), während zahlreiche Medien den Eingriff in die Presse- und Meinungsfreiheit hinterfragen. Zumal Baud als renommierter Militäranalyst ausschließlich öffentlich zugängliche Informationen und Zahlen zusammengetragen hat. So hat er über die Vorgeschichte des Ukrainekriegs als Historiker (Zahlen, Fakten) informiert, nicht als Propagandist (Wertungen bzw. Wunschdenken).
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Nach dem hoffentlich bald bevorstehenden Ende des Blutvergießens in der Ukraine wird zu klären sei , ob die Eingriffe in das Grundrecht auf Meinungsfreiheit gegen Jacques Baud durch die EU gerechtfertigt waren.
19.12.2025
Dieser Beitrag wurde ohne KI erstellt.
Papst – Meinungsfreiheit – Baud (10.1.2026)
Sanktionen wegen Meinungen: Eine Drohung an alle Menschen in der EU (14.1.2026)
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Ende von Beitrag „EU-Sanktionen vs Jacques Baud“
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Beginn von Anlagen (1) – (6)
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(1) EU-Sanktionen: Brüssel setzt einen Schweizer auf die schwarze Liste
Der ehemalige Armeeoberst Jacques Baud vertritt nach Ansicht der EU prorussische Ansichten. Damit betreibe er «Informationsmanipulation».
Der Rat der Europäischen Union hat diese Woche Jacques Baud auf die Sanktionsliste gesetzt. Der 70-jährige Baud ist ehemaliger Oberst der Schweizer Armee, er war hierzulande als strategischer Analyst und Sachverständiger für Geheimdienste und Terrorismus tätig.
… Alles vom 17.12.2025 bitte lesen auf
https://www.nzz.ch/schweiz/eu-sanktionen-bruessel-setzt-einen-schweizer-auf-die-schwarze-liste-ld.1917090
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(2) Jacques Baud im Weltwoche-Gespräch: Wer ist der von der EU sanktionierte Schweizer?
Dieses Gespräch wurde am 03.12.2023 aufgezeichnet, bevor der ehemalige Nachrichtenoffizier und Schweizer Oberst Jacques Baud von der EU sanktioniert wurde.
3.12.2025, https://www.youtube.com/watch?v=_XmHuKsvv-g
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(2a) «Schlimmer als Gefängnis»: Der Schweizer Generalstabsoberst Jacques Baud über die Skandal-Sanktionen aus Brüssel und die Nichtreaktion der offiziellen Schweiz
https://www.youtube.com/watch?v=XLcqwrabN68
Jacques Baud gibt einen ausführlichen persönlichen Lebenslauf. Er arbeitete als Gerenalstabsoffizier in der Schweizer Armee und danach als Analyst und Mediator im Auftrag der UNO in Afghanistan, Ruanda, Somalia, Tschad, Kongo, Sudan, Kenia, New York. Dann im EDA, dem Schweizer Aussenministerium, sowie 2012-2017 in der NATO (im Auftrag der Schweiz).
… Alles vom 18.12.2025 bitte lesen auf https://weltwoche.ch/daily/schlimmer-als-gefaengnis-der-schweizer-generalstabsoberst-jacques-baud-ueber-die-skandal-sanktionen-aus-bruessel-und-die-nicht-reaktion-der-offiziellen-schweiz/
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Einige Zitate (Mitschrift) von Jacques Baud:
https://www.youtube.com/watch?v=XLcqwrabN68
„Als Mediator muß man beide Seiten verstehen, um dann aus Fakten heraus zu verstehen“
„Ich stehe politisch eher im Zentrum rechts, konservativ“
„Ich bin ein Anhänger der Milizarmee, ein Schweizer Milizler“
„Ich war fünf Jahre in Belgien. Heute lebe ich in Brüssel,wo die Parteien anders als in der Schweiz stark sprachgebunden sind“
„Wir sind reich in der EU aus der Vielfalt unserer Kulturen. Ich erfahre viel Unterstützung in Italien, in Frankreich, in Deutschland.“
„Ich habe ca 15 Bücher geschrieben, immer zu internationalen Konflikten“. Die Bücher wurden Referenz-Bücher.
„Ich bin kein Russe. Ich bin kein Ukrainer, Ich bin ein Schweizer Beobachter. Man muß sich lösen von einer parteiischer Sicht. Ich erkläre, was beide Seiten zu. Ich arbeite wie ein Schiedsrichter, der sachlich neutral ist.“
„Heute ist man automatisch für Russland, wenn man nicht für die Ukraine ist. Und umgekehrt – das ist nicht richtig“
„Meine Position ist eine ehrliche neutrale“
„Ich arbeite nicht für eine Partei, sondern analysiere den Konflikt. Ich habe immer abgelehnt, daß ich für russische Propaganda verwendet werde.“
„Ich verfolge nicht, was auf den russischen Medien passiert“
Zu den Vorwürfen: „Ich habe keine Beziehung mit irgendwelchen Medien in Russland. … Das ist Diffamierung. Wie kann ich Propagandist sein, wenn ich keine Beziehung habe“
Zum Vorwurf „Eigene Invasion Ukraine herbeigeführt“: „Das habe ich nie gesagt, ich habe vielleicht jemanden zitiert. Das steht so auch in meinen Büchern.“
„Ich habe keine solche Theorie entwickelt.“
„Bereits eine Tag nach der russischen Invasion hatte Selenskyi geäußert, bereit zu sein für Verhandlungen. Das habe ich aus der ukrainischen Presse entnommen“
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Zum Vorwurf, Meinungen zu vertreten, die man nicht vertreten darf:
„Ich bin sanktioniert für etwas, was ich nie gemacht habe, Verschwörungstheorien. Es ist ein Prozess gegen meine Meinungsfreiheit.“
„Ich habe von den Sanktionen gegen mich erfahren per Zufall, am Freitagmorgen 12.12. durch einen Schweizer Journalisten. Heute 18.12. habe ich keine offizielle Meldung bekommen, weder von der EU noch von der Schweiz. Unglaublich.“
„Ich erwarte nichts. Ich habe meine Pflicht getan. Ein Soldat kämpft und verschwindet“
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Was heißt das jetzt für Sie?
„Ich sollte nicht in die EU eintreten, aber ich lebe in der EU. Ich darf keine Grenze überschreiten. Auch nicht in die Schweiz. Ich kann nicht in mein Heimatland fahren. Auch nicht fliegen.“
„Finanziell alle meine Konten sind gesperrt. Ich kann kein Stück Brot kaufen. wenn ich ein Verstoß gegen die politische Sanktion mache, dann werde ich kriminell.“
„Niemand dar mich unterstützen, auch kein Brot für mich kaufen.“
„Wenn ich die Miete zahlen kann, und jemand bietet mir eine Ersatzwohnung an, dann macht er sich strafbar. Ich bin fast schlimmer als in einem Gefängnis, denn dort wird man wenigstens ernährt.“
„Ich habe weltweit eine enorme Unterstützung, das ist sehr bewegend. Ich bedanke mich dafür. “
„Es geht um eine Fehleinschätzung der EU. Meine Position ist fakt-based, akademisch, ehrlich.“
„Ich bin in den Social Medien nicht unterwegs, alles was ich sage, steht in meinen Büchern, es ist öffentlich. In Frankreich bedanken sich die Leute für meine balancierte Darstellung.“
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Der Mann , der immer neutral zwischen allen Seiten stand, ich jetzt plötzlich in der Schusslinie einer Seite, nämlich der EU. Wie kann man Ihnen helfen?
„Die Sanktion kommen von keinem Gericht, sondern von der Politik. Die Antwort bzw. Lösung muß also von der Politik kommen. Auch der europäische Menschengerichtshof wäre ein Ausweg.“
Ende Zitate
“
(3) Bundesregierung begrüßt EU-Sanktionierung des Schweizer Militäranalysten Jacques Baud
Die Bundesregierung hat am 15. Dezember im Rat der Europäischen Union zugestimmt, den Schweizer Militäranalysten und mehrmaligen Sachbuchbestsellerautor in Deutschland, Jacques Baud, auf die EU-Sanktionsliste zu setzen. Als einzige Begründung wird ohne weitere Belege angeführt, er sei „regelmäßig Gast in prorussischen Fernseh- und Radioprogrammen“ und verbreite Theorien zur Entstehung des Ukrainekriegs, die die EU nicht teile. Die NachDenkSeiten wollten vor diesem Hintergrund wissen, ob es tatsächlich der aktuellen Haltung der Bundesregierung, entspricht, dass man renommierte Militäranalysten umfassend sanktioniert, nur weil man deren Analysen zum Ukrainekrieg inhaltlich nicht teilt. Zudem kam die Frage auf, ob die Bundesregierung die sehr fragwürdige Sanktionsbegründung vor Zustimmung auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft hat.
https://www.youtube.com/watch?v=RO04jnJa36w
[…]
Wir halten fest: Das Verweisen auf Aussagen von ehemaligen militärischen Chefberatern von Selenskyj gilt mittlerweile in der EU als Verbreitung von Verschwörungstheorien. Seien die Gaubs, Masallas, Kiesewetters und Majors bei ihren zukünftigen Auftritten bei Lanz & Co gewarnt. Denn der Sprecher des Auswärtigen Amtes ließ in der BPK keine Zweifel:
„Alle, die auf diesem Feld unterwegs sind, müssen damit rechnen, dass es auch ihnen passieren kann.“
… Alles vom 19.12.2025 von Florian Warweg bitte lesen auf
https://www.youtube.com/watch?v=RO04jnJa36w
bzw. https://www.nachdenkseiten.de/
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(4) EU-Sanktionsliste erweitert um 12 Personen
Gestern änderte die EU ihren Sanktionsbeschluss aus dem Jahr 2024 und erweiterte damit ihre bestehende Sanktionsliste um zwölf natürliche Personen und zwei Organisationen. Ihnen wird eine Beteiligung an sogenannten „destabilisierenden Aktivitäten Russlands“ zugeschrieben. Betroffen davon ist u.a. ein ehemaliger Schweizer Oberst. Die Maßnahmen umfassen Einreisebeschränkungen, Vermögenssperren sowie das Verbot, den Gelisteten finanzielle oder wirtschaftliche Mittel zur Verfügung zu stellen.
Diana-Maria Stocker, Chefredakteurin des CDKW, legt offen wie diese Sanktionen zustande kommen, auf welcher rechtlichen Grundlage sie beruhen und welche Mechanismen dabei greifen. Es ist ein Text über Macht, Verfahren und die schleichende Verschiebung dessen, was sagbar bleibt.
Ich empfehle Ihnen die Lektüre ausdrücklich. Uns interessiert auch Ihre Einschätzung. Nutzen Sie gern die Kommentarfunktion.
16.12.2025, Markus Langemann im Newsletter https://www.clubderklarenworte.de
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Im Fadenkreuz: Der Fall Jacques Baud – Dürfen die denn das?
von Diana-Maria Stocker
Wenn sogar ein ehemaliger Schweizer Militär-Oberst von der EU sanktioniert wird durch ein Verfahren das politisch geprägt ist und rechtlich nur begrenzt transparent scheint. Dann fragen Sie sich – wie viel andere – zu Recht: Ja, dürfen denn die das?
Der 70-jährige Ex-Oberst, ehemaliger strategischer Analyst und Sachverständige für Geheimdienste wird ab sofort mit Einreiseverboten belegt, sein Vermögen in den EU-Ländern eingefroren. Zudem ist es verboten ihm finanzielle oder wirtschaftliche Mittel zur Verfügung zu stellen. Was hat dieser Mensch konkret getan, dass der politische Apparat fast eines gesamten Kontinents nach ihm trachtet? Das verbirgt sich hinter folgendem Dokument:
EU-Beschluss (GASP) 2025/2572 [1], veröffentlicht am 15. Dezember 2025 im Amtsblatt der Europäischen Union …
….
Was heißt das nun konkret im Fall Jaques Baud: Die Sanktionen gegen ihn werden im Beschluss unter anderem mit seiner regelmäßigen Präsenz in prorussischen Medienformaten sowie mit der Verbreitung von aus Sicht des Rates „verschwörungstheoretischen“ Deutungen des Ukraine-Krieges begründet. Baud ist weder russischer Staatsbürger noch Amtsträger, sondern publiziert als sicherheitspolitischer Analyst. Seine Bücher und Beiträge vertreten eine stark kritische Sicht auf westliche Politik, insbesondere auf NATO-Erweiterung und den Umgang mit den Minsker Abkommen. Diese Positionen sind umstritten, bewegen sich jedoch innerhalb eines öffentlichen Diskurses, der auf offen zugänglichen Quellen beruht. Der Beschluss liefert keine konkreten Nachweise für eine operative, systematische Einbindung Bauds in staatliche Einflussstrukturen. Die Sanktionierung stützt sich im Wesentlichen auf seine publizistische Wirkung. Damit verschiebt sich der Maßstab von überprüfbarem Handeln hin zur Bewertung von Deutungen – ein gefährlicher Präzedenzfall für den Umgang mit abweichender Expertise.
Und damit ist die Frage beantwortet: Ja, DIE dürfen das, weil es das europäische System ermöglicht.
… Alles vom 16.12.2025 bitte lesen auf
https://clubderklarenworte.de/im-fadenkreuz-der-fall-jacques-baud/
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(5) Bidens Ukraine-Beauftragte bestätigt das Narrativ, für das die EU eigene und Schweizer Bürger sanktioniert
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Dieser Tage hat auch eine für Europa zuständige Spitzenbeamtin der US-Regierung unter Joe Biden versehentlich offengelegt, dass das, was Baud und Moreau sagen und schreiben, nicht nur den Russen im Propagandakrieg zupass kommt, sondern nebenher auch wahr ist. Amanda Sloat https://www.chartwellspeakers.com/speaker/dr-amanda-sloat/ , war von 2021 bis 2023 Sonderberaterin des US-Präsidenten und Senior Director für Europa im Nationalen Sicherheitsrat. Sie gestaltete die Reaktion des Weißen Hauses auf die russische Invasion in der Ukraine maßgeblich mit. Sloat lies sich von dem investigativ-propagandistischen russischen Komikerduo Vovan und Lexus in die Irre führen und per Video interviewen. Sie glaubte, mit einem Berater des ukrainischen Präsidenten zu sprechen. In dem Video räumt sie freimütig ein, man habe vor Kriegsbeginn über die Möglichkeit geredet, dass die Ukraine auf eine NATO-Mitgliedschaft verzichtet, was den Krieg wohl hätte verhindern können. Sie habe jedoch den Gedanken nicht gemocht, dass die USA die Ukraine drängen, auf eine NATO-Mitgliedschaft zu verzichten, und damit Implizit Russland ein Veto-Recht zuzugestehen. Heute müsse man sich fragen, ob ein Beitrittsverzicht vor dem Krieg oder während der Friedensverhandlungen in Istanbul nicht besser gewesen wäre. Sie sagte: „Es hätte sicher die Zerstörung und den Verlust von Menschenleben verhindert.“
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Nun bietet Selenskyi Russland den Verzicht auf eine NATO-Mitgliedschaft an, und Publizisten, die sagen, das hätte er schon Hunderttausende Tote und Hunderte Milliarden verbrannte Euro und Dollar früher tun können und müssen, werden von den EU-Regierungen auf das allerhärteste sanktioniert.
… Alles vom 16.12.2025 bitte lesen auf
https://norberthaering.de/propaganda-zensur/sloat-baud-moreau/
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(6) „Absurd“: EU sanktioniert Schweizer Militäranalysten Jacques Baud
Der Schweizer Militäranalyst Jacques Baud hat seine Sanktionierung durch die EU und die damit verbundenen Vorwürfe gegen sich als „absurd“ bezeichnet. Es handele sich eindeutig um eine politische Entscheidung und einen Fall, bei dem es um die Meinungsfreiheit gehe, sagte Baud. Dem Publizisten, Ex-Offizier und früheren Mitarbeiter des Schweizer Nachrichtendienstes, der sowohl für die NATO als auch für die UNO gearbeitet hat, wird von der EU vorgeworfen, als „Sprachrohr für prorussische Propaganda“ zu fungieren. Baud betonte im Gespräch mit dem Schweizer Portal „Transition News“ https://transition-news.org/jacques-baud-im-visier-der-eu-sanktionen-gegen-schweizer-ex-offizier-geplant , seine Arbeit sei nicht politisch motiviert, sondern fachlich.
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Der Journalist Norbert Häring (siehe oben (5)) verweist darauf, dass Baud seine Analyse unter anderem auf Aussagen des ehemaligen Berater des ukrainischen Präsidenten, Oleksij Arestowytsch stütze.
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Der EU-Parlamentarier Michael von der Schulenburg (BSW) erklärt https://transition-news.org/eu-sanktionen-gegen-europaer-eu-im-abgrund-der-gesetzlosigkeit : „Mit den nun beschlossenen Maßnahmen gegen Jacques Baud wegen angeblicher ‚Desinformationsaktivitäten‘ versucht die politische Elite der EU einen der renommiertesten Analysten des Ukrainekrieges zum Schweigen zu bringen.“ Seine Parlamentskollegin Ruth Firmenich (BSW) ergänzt: „Die EU nutzt die Sanktionsliste als Instrument gegen Kritiker und manövriert sich immer weiter in einen Abgrund der Gesetzlosigkeit.“ Die Sanktionen stellen aus Sicht der beiden Abgeordneten „einen weiteren schweren Schlag gegen die Rechtsstaatlichkeit in der Europäischen Union“ dar.
Die Schweizer Regierung hat mitgeteilt, dass sie sich den EU-Sanktionen gegen Baud wie gegen die anderen Personen https://multipolar-magazin.de/meldungen/0262 nicht anschließt.
… Alles vom 18.12.2025 bitte lesen auf
https://multipolar-magazin.de/meldungen/0359