„Die Pseudoakademisierung erschlägt die Berufsbildung“ – so überschreibt Josef Kraus die anhaltende Schieflage. Die jungen Leute studieren lieber, als daß sie eine berufliche Bildung im dualen System (Betrieb und Schule) auf sich nehmen. Kurz: Azubi OUT und Student IN. Oder Facharbeiter OUT und Akademiker IN.
Die Geburtenrate nimmt von 1,39 Millionen im Jahr 1964 über 905.000 in 1990 auf 654.000 in 2025 ab. Eine Trendwende ist nicht in Sicht.
Die Frühverrentung mit 63 Jahren bleibt bestehen, obwohl ab jetzt die Millionen der Babyboomer-Generation in Rente gehen werden.
288.00 gut ausgebildete junge Deutsche, darunter 75% mit Hochschulabschluß, wandern in 2025 in Länder aus, in denen vom brutto mehr netto bleibt. Dieser Aderlaß wird zunehmen.
Gleichzeitig wandern weiterhin jedes Jahr fast ausschließlich ungebildete Migranten aus zumeist islam-geprägten Ländern zu hunderttausenden nach Deutschland ein.
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Früher waren Berufsausbildung im dualen System Betrieb-Schule und Studium an Hochschulen mal fifty-fifty die „Herzkammern der Bildungsnation Deutschland. Aber diese Herzkammern harmonieren nicht mehr. Die Herzkammer Abitur hypertrophiert, die Herzkammer Berufsbildung atrophiert“ (1).
In 2025 stehen nur 461.000 Azubis den 2,88 Millionen Studenten gegenüber. Mit fatalen Folgen: Einerseits wird der Fachkräftemangel in Industrie und Handwerk immer gravierender. Auch über die Migration konnten bislang kaum Facharbeiter generiert werden, da die meisten Migranten dem Bildungsprekariat zugehören und der Versorgung anheimfallen. Auf der anderen Seite wird am Arbeitsmarkt vorbei studiert: Naturwissenschaftler, Ingenieure, Mathematiker, Ärzte und Informatiker fehlen. Dagegen sind die vermeintlich „leichten“ Geisteswissenschaften oftmals überlaufen bzw. es werden immer neue Studiengänge geschaffen – auf Anforderung von NGO-Komplex und Politik. In Deutschland gibt es mehr Gender-Lehrstühle als Lehrstühle für experimentelle Physik. Die arbeitsmarktwidrige Pseudoakademisierung wächst und wächst.
Zu dem Mißverhältnis von Berufsausbildung und Studium hinzu kommt das Kollabieren des Schulsystems: 640.000 Jugendliche verlassen die Schulen ohne Schulabschußzeugnis. Das heißt 13,3 Prozent eines Jahrgangs erhalten nur ein Schulabgangspapier, das ihnen bescheinigt, die ihrem Alter entsprechende Bildung nicht erreicht zu haben – ein katastrophales Zeichen in zweierlei Hinsicht:
Zum einen für den Staat, der einerseits Schulpflicht fordert und andererseits seinen Bildungsauftrag nicht mehr erfüllt.
Zum anderen für die jungen Menschen, denen so der Weg in Prekariat, Kriminalität und Perspektivlosigkeit vorgezeichnet wird. Die Jugendlichen selbst können nichts dafür, es ist das Versagen von Bildungspolitikern, -experten und Staat.
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Nach Azubis, Studenten und Schülern nun zu den jungen Menschen, die nach Schule oder Schulabbruch herumgammeln und in der NEET-Quote erfasst werden: „Not in Employment, Education or Training” für „Nicht in Ausbildung, Weiterbildung oder Beschäftigung“. Die NEET-Quote ist von 8,8 Prozent in 2022 auf 10 Prozent in 2025 gestiegen. Für 2026 wird eine weitere Zunahme erwartet.
Ein Grund hierfür mag der fehlende Leistungsanreiz sein: Arbeit lohnt nicht bei einem Mindestlohn, der von 8,50 Euro in 2015 auf 13,90 Euro in 2025 und 14,60 Euro in 2027 steigt. „Ein solcher Mindestlohn behindert Bildungsambitionen, denn er verhilft Ungelernten – zumal mit Migrationshintergrund – zu einem Monatseinkommen von über 2200 Euro. Das ist das Doppelte dessen, was ein Auszubildender bekommt, und somit ein Motiv, anstelle einer Ausbildung eine Hilfsarbeit zu wählen“ (1).
Zum Mindestlohn kommt noch das Bürgergeld bzw. die Grundsicherung hinzu, die die NEET-Quote wachsen lassen wird.
20.8.2026
Dieser Beitrag ist ohne Zuhilfenahme von KI geschrieben worden.
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Ende von Beitrag „Bildung: Azubi OUT – Student IN“
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(1) Schieflagen: Die Pseudoakademisierung erschlägt die Berufsbildung
Die Arbeit tun die anderen
Die Bildungsmisere wirkt sich fatal auf die deutsche Wirtschaft und Zukunftsfähigkeit aus: Auszubildende fehlen, an den Unis sammeln sich Studenten, die für eine akademische Laufbahn nicht geeignet sind – und immer mehr junge Menschen befinden sich weder in Ausbildung noch in Beschäftigung.
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Die Herzkammer Abitur hypertrophiert, die Herzkammer Berufsbildung atrophiert. Folgen sind ein Fachkräftemangel aufgrund des Wegbrechens der beruflichen Bildung und eine marktwidrige Pseudoakademisierung. Denn die „Studierberechtigtenquote“ (inkl. Fachhochschulreife) ist im bundesweiten Schnitt auf 50 Prozent gestiegen, in den Stadtstaaten auf bis zu 60 Prozent. In konkreten Zahlen: Im Jahr 2025 gab es in Deutschland 2,88 Millionen Studenten, aber nur 461.000 „Azubis“, zugleich in diesem Jahr einen neuen Höchststand an Schulabgängern ohne Schulabschluss: nämlich rund 64.000 bzw. 13,3 Prozent aller Schulabgänger.
Diese planwirtschaftlich anmutende, politisch gewollte oder klammheimlich akzeptierte Verzerrung von Quoten ging damit einher, dass die Abituransprüche heruntergefahren wurden. Quote statt Qualität ist gefälligkeitspopulistisch angesagt. Ohne Rücksicht darauf, dass sich Qualität und Quote reziprok verhalten. Von einem „Abitur light“ und einem „Discount-Abitur“ war bald die Rede.
Das Abitur ist auch immer seltener ein Attest für Studierbefähigung, sondern allenfalls für Studierberechtigung. Die Hochschulen wissen ein Lied davon zu singen. Dort werden Liftkurse angeboten, damit die Studienanfänger beigebracht bekommen, was sie aus der Schule hätten mitbringen sollen. Zudem tummeln sich zu viele Studenten in Studienfächern, die wie Pilze aus dem Boden schießen, aber volkswirtschaftlich nichts bringen: „Woke“ Fächer wie „Gender“, „Diversity“, „Inklusion“, „Anti-Kolonialismus“ usw. Deren Absolventen finden allenfalls Beschäftigungen im öffentlichen Dienst oder in staatlich alimentierten NGOs.
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Fehlanreiz Mindestlohn?
Neben mangelnder Bildung, aber auch mangelnder Motivation und Sinnstiftung, aufgrund derer viele junge Menschen in Perspektivlosigkeit und Untätigkeit verharren, ist ein weiteres Problem, dass bereits bei den Jungen das Prinzip greift, dass sich Leistung und Einsatz nicht lohnen: So wurde der Mindestlohn in den vergangenen zehn Jahren rasant erhöht, von 8,50 Euro bei seiner Einführung 2015 auf mittlerweile 13,90 Euro. Für 2027 ist ein weiterer Anstieg auf 14,60 Euro geplant.
Ein solcher Mindestlohn behindert Bildungsambitionen, denn er verhilft Ungelernten – zumal mit Migrationshintergrund – zu einem Monatseinkommen von über 2200 Euro. Das ist das Doppelte dessen, was ein Auszubildender bekommt, und somit ein Motiv, anstelle einer Ausbildung eine Hilfsarbeit zu wählen. Wie an so vielen Stellen in der Bundesrepublik sorgen derlei Fehlanreize und Fehlsteuerung dafür, dass ein einst erfolgreiches System immer dysfunktionaler wird.
… Alles vom 19.8.2026 von Josef Kraus bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/meinungen/pseudoakademisierung-erschlaegt-berufsbildung/
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Einige Kommentare:
Dem zugrunde liegt linke Ideologie, die Menschen nicht als Individuen wahrnimmt, unterstellt sie seien austauschbar.
Gemäß dieser Ideologie ist nicht Talent ausschlaggebend, sondern nur äußere Einflüsse. Die Ungleichheit zwischen Universitätsabsolventen und Menschen mit Hauptschulabschluss lässt sich dann beheben indem man letzterem ein Abitur in die Hand drückt und ihn auf die Uni schickt. Dass diese Person mit einer Berufsausbildung ein produktiveres, erfüllteres, besseres Leben gehabt hätte als mit einem wertlosen akademischen Titel kommt den Champagner-Kommunisten nicht in den Sinn, schließlich haben viele von ihnen selbst solche Titel, inhaltlich belanglos, aber sie haben die Uni zur „Vernetzung“ und als Sprungbrett in die Politik genutzt. Yeager
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Den größten Fehlanreiz bietet doch die Wirtschaft selbst. Das Durchschnittsgehalt eines Dachdeckers liegt bei 38.000 Euro. Das Durchschnittsgehalt eines Absoleventen in Philosophie liegt bei 52.000 Euro. Und so zieht sich das leider durch, das sage ich selbst als jemand der eine Ausbildung als Fachinformatiker und ein Studium in Informatik abgeschlossen hat. Ohne das Studium hätte ich meinen jetzigen Job und auch dieses Gehalt nicht. Der Witz daran? Ich mache kaum etwas aus dem Studium als eigentlich nur das, was ich auch in der Ausbildung gelernt habe. Wer in den öffentlichen Dienst will hat genau das gleiche Problem. Abschluss Ausbildung? Wenig. Abschluss Bachelor? Mehr. Abschluss Master? Noch einmal mehr. Dabei hat all das nicht das Geringste mit dem Können zu tun sondern das ist rein der Titel. Wer soll es jungen Menschen verdenken, wenn sie nur ökonomisch denken und dementsprechend handeln? Stefan Tanzer
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Dass deutsche Abschlüsse nichts mehr wert sind, weil 60 % eines Jahrgangs studieren, obwohl 50 % der Bevölkerung nach Gaußverteilung im zweistelligen IQ-Bereich liegen und mehr Menschen durch den theoretischen Führerscheintest fallen als durchs Studium, wissen am Besten die großen Unternehmen. Alle meine Bewerbungen bei Airbus, Lufthansa, Bundeswehr und Co. haben zu ausgiebigen Assessments und Online-IQ-Tests (obwohl nicht so benannt) geführt.
Wozu muss denn ein 1er MINT-Absolvent nochmal getestet werden, ob er denn weiß, wieso ein Flugzeug fliegt, wie Radar funktioniert oder einen Aufsatz schreiben wie ein 10.-Klässler? Das geht nur, wenn die Abschlüsse alleine nicht mehr reichen, also gar nicht mehr ernstgenommen werden, weil sich offensichtlich lauter 1er MINTler bewerben, die das alles dann gar nicht können und wissen. Wittenstein
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Die Fehlentwicklung begann vermutlich mit einer Ministerin Schavan in BW, eine Frau mit einem Fake-Doktor in einem nicht-MINT-Fach; Der Bologna-Prozess begann; aus der forcierten akademischen Ausbildung wurden Gender etc. und besonders Politologen und Soziologen (siehe TU Chemnitz!) inkl. Asyl-Faschismus-Gender-Inklusion Gedöns. Was früher die Lehrer im Bundestag waren (Graf Lambsdorff), sind jetzt die Bachelors in Politologie/Soziologie; Minderleister, die uns regieren und viel Geld kosten. derostenistrot
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Der Anteil junger Menschen zwischen 20 und 24 Jahren, die nicht in Ausbildung oder Beschäftigung sind, lag im Jahr 2025 dennoch bei 10 Prozent.“
Wenn man den Bogen etwas weiterspannt und um die ergänzt, die ihre erste Ausbildung abgeschlossen haben und trotzdem nicht arbeiten, dürfte sich die Zahl wahrscheinlich sogar verdoppeln. Und warum ist das so? Weil es möglich ist. Es ist möglich in Deutschland, keine Lust zum Arbeiten zu haben und trotzdem grundversorgt zu sein. Ob sich das seit Juli geändert hat, seitdem das Bürgergeld zur Grundsicherung wurde und strengere Sanktionen angekündigt wurden, entzieht sich meiner Kenntnis. Jedenfalls war es bisher problemlos möglich, dass ein erwachsenes Kind nach Ausbildungsabschluss weiterhin und jahrelang, über das 30. Lebensjahr hinaus, in der elterlichen Wohnung wohnt und bei Glaubhaftmachung getrennter Kassen Bürgergeld und Wohngeldzuschuss erhält. Praktisch auch für den dort wohnenden Elternteil, der dadurch Miete spart. (Zum Dank dafür beteiligt sich das groß gewordene Kind auch nicht an den regelmäßig anstehenden Reinigungsarbeiten (zu anstrengend) und überlässt dies dem arbeitenden Elternteil. Auch Essen kochen ist Arbeit, daher Fertigessen aus der Mikrowelle…) Warum arbeiten, wenn es auch ohne geht? Dass solche Sozialschmarotzer auf Kosten der Allgemeinheit leben, ist ihnen vermutlich egal.
Was das Bildungsniveau angeht – Inklusion, Senkung des Niveaus statt individueller Förderung – es ist kein Wunder, dass wir da gelandet sind, wo wir jetzt sind! Chevalier
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Es ist auch einfacher einen Irgendwas-Studienplatz (nebst Bafög) zu bekommen, als eine gute Ausbildungsstelle, die hinterher mehr als Mindestlohn abwirft. Also mit 20 über Umwege das (Fach-) Abi machen und dann etwas Einfaches studieren, das ist gemütlich. Minijob Brutto für Netto darf man zusätzlich behalten. Und Eltern, die dafür Alimente vom Staat beziehen, sind auch nicht abgeneigt, wenn es etwas länger dauert. Holger
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Das Problem lässt sich ganz einfach biologisch-mathematisch beschreiben. Biologisch steht fest, dass Befähigung und Intelligenz sich nicht in einem 50-Jahres-Zeitraum ändern – die Evolution arbeitet im Zeittakt von -zigtausend Jahren. Mathematisch gingen 15% eines Jahrgangs 1960 zur Uni, heute über 50%. Die Differenz daraus stellt nun folgende Frage in den Raum: wohin mit 1/3 unvermittelbarer Vollpfosten eines jeden Jahrgangs?
Und ja, es gibt Antworten: Frauen-und Fahrradbeauftragte, Inhaber von Gender/*+’#:Innen-Lehrstühlen, Vorsitzendes der Grünen oder Linken. (Interessante Nebenfrage: wer hat uns das eingebrockt und warum?) Micci
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Nicht der Mindestlohn ist Anreiz zu Arbeit statt Ausbildung. Das Bürgergeld ist Anreiz zur Hängematte statt Ausbildung. Bürgergeld heißt Wohnung plus Freizeit plus 560€ Taschengeld. Ausbildung bedeutet 40h-Woche plus wohnen bei Mutti. Mindestlohn bedeutet 40h-Woche plus Fahrtweg und du hast keine Ansprüche gegen den Staat. Außer du musst aufstocken… Eine Wohnung vermietet dir auch keiner. Das Bürgergeld ist der Verrat an denen, die arbeiten! Karl Renschu
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Bleibt nur noch abzuwarten, was die KI mit den Pseudoakademisierten anstellen wird. Aktuell steigt die Zahl arbeitssuchender Jungakademiker rasant. Die sagenhafte Stellenvermehrung im öffentlichen Dienst scheint auch ihrem Ende entgegen zu gehen. Das Dogma vom Studium als Garant für hohes Einkommen und Jobsicherheit wankt. Boris G.
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