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Mittelständische Unternehmer – Jobmotor-Preisträger 2021 aus dem Raum Freiburg
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- Die Anmaßung der Expertokratie (19.7.2025)
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- Nicht-Arbeit und Schein-Arbeit (17.7.2023)
- Ein regierungsabhängiger Ethikrat ist ein unethischer (16.7.2023)
- Experte als das wahre Unwort des Jahres 2022? (23.12.2022)
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Die Anmaßung der Expertokratie
Expertisen ersetzen durch Selbstbewusstsein zur eigenen Meinung
Weite Teile der Medienlandschaft weigern sich überhaupt, inhaltlich über Brosius-Gersdorf zu diskutieren und wollen stattdessen einfach auf ihre offenbar unantastbare Expertise vertrauen. Dabei ist der falsche Glaube an die Wissenschaft und das Wiederkäuen von Herrschaftsargumenten längst zur Gefahr geworden.
…
Wir erleben auch hier wieder einen fast kitschigen Glauben an das Expertentum, verbunden mit dem linken Anspruch, die Laien (die Bürger) dürften eigentlich gar nicht mehr mitsprechen – das eigene Nachdenken gilt eher als peinlich. Gleichzeitig wird das Ergebnis bürokratischer Prozesse als unumstößliche Wahrheit hingenommen. Immer mehr politische Beobachter sind beispielsweise der Meinung, Gerichtsurteile dürfe man erst gar nicht mehr hinterfragen oder kritisieren – und auch die Kritik an einer Richterkandidatin gilt schon als „Beschädigung“ des Rechtsstaats.
In der Debatte um die Menschenwürde des ungeborenen Lebens wird aktuell oftmals rein legalistisch argumentiert – für Kritiker, die sich auf tiefere Werte wie das christliche Menschenbild berufen wollen und von einer Gewissensentscheidung sprechen, findet sich medial wenig Verständnis. Gleichzeitig erklärt man bei Frauke Brosius-Gersdorf den Expertenstatus für fast schon unkritisierbar. Sie als Professorin, als Wissenschaftlerin sage dies und jenes – und die meisten Medien wiederholen es einfach. Diese Debatte ist vor allem deshalb so frustrierend, weil sich die meisten Journalisten schlichtweg weigern, die Gutachten und Texte von ihr zu lesen und einen eigenen Schluss daraus zu ziehen – und lieber auf Brosius-Gersdorf bei Lanz vertrauen, die (als Wissenschaftlerin) erklärt, alles sei in bester Ordnung.
Das öffentlich-rechtliche Magazin ZAPP attackiert jetzt über 17 Minuten vermeintlich rechte Medien wie Apollo News in der Debatte – kein einziges Mal wird dabei allerdings ein konkreter Fehler gefunden oder überhaupt inhaltlich in die Debatte eingestiegen. Dafür garniert man die Rezitierung von Brosius-Gersdorf bei Lanz mit zwei braven Experten und fordert schließlich von uns eine Distanzierung von unserer eigenen Berichterstattung, ohne aber überhaupt nur konkret zu sagen, warum. Dann meint der Moderator auch noch vorwurfsvoll, die Abstimmung über Brosius-Gersdorf hätte doch eigentlich eine Abstimmung sein sollen, „die der Bundestag mal eben auf einer Arschbacke runterreißt“. Selten hat sich die Hilflosigkeit des „expertengetriebenen Journalismus“, der jede eigene Analyse des Inhalts einer Sache vermeidet, offener gezeigt.
Das linke Totschlagargument ist ja häufig, dass wir erst 80 Millionen Fußballtrainer in diesem Land gehabt hätten, dann 80 Millionen Virologen, jetzt 80 Millionen Rechtswissenschaftler. Es zeigt die Arroganz und das Misstrauen gegenüber einem mündigen Volk – außerdem wäre es auch vollkommen sinnlos, Fußball zu schauen, ohne eine Meinung zu haben.
Der alte linke Glaube an den allmächtigen, alles bestimmenden Staat mit absolutem Wahrheitsanspruch ist nicht neu – die Staaten des Ostblocks beriefen sich stets auf den wissenschaftlichen Marxismus. Dem totalen Machtanspruch linker Ideologien ist immer der Glaube an die Ausrechenbarkeit der Gesellschaft vorgelagert. Dass das aber eben auch mit den besten Computern niemals möglich sein wird, ist ja gerade der Grund für das Scheitern des Sozialismus.
Es liegt im Wesen organischer Systeme, dass die Welle einer Pandemie genauso wenig prognostizierbar ist wie die Klimaentwicklung, die Konjunktur oder ein Aktienkurs. Ein wesentliches Argument für die Freiheit ist ja gerade die Erkenntnis über die Begrenztheit des Wissens und der Gegenstände, über die überhaupt eine Erkenntnis möglich ist – folglich haben wir gar keine Alternative zum Pluralismus. Genau diese Einsicht in die grundsätzliche Begrenztheit des Wissens wird von der Expertokratie bestritten – und zwar egal, wie oft sich die wissenschaftlichen Prognosen in Serie als falsch erweisen. Das ideologisch getriebene radikale Überschätzen der Experten hat immer dramatischere Auswirkungen.
Die Expertokratie muss heute ganz grundsätzlich zurückgewiesen werden. Es braucht im Gegenteil regelrecht eine emotionale Befreiungsbewegung in der Bevölkerung – ein neues Selbstbewusstsein zur eigenen Meinung. Denn die Bürger dieses Landes haben nicht nur ein Recht auf eine dezidierte Meinung zu Fragen wie der Richterbesetzung – sie haben in gewissem Sinne die unbedingte Pflicht dazu.
… Alles vom 19.7.2025 von Max Mannhart bitte lesen auf
https://apollo-news.net/die-anmassung-der-expertokratie/
Experte als das wahre Unwort des Jahres 2022?
Mit dem Begriff soll (a) Kompetenz vorgetäuscht werden, er wird (b) gemeinhin benutzt, um eine Argumentation durch den Verweis auf das, was ein “Experte” gesagt habe, zu vermeiden.
Das Wort “Experte” ist (c) unverzichtbar in Kreisen derer, die ihr Auskommen dadurch finden müssen, dass sie ideologische Kriege führen. Ideologische Kriege werden nicht um Wahrheit geführt. Mit ideologischen Kriegen wird um die Definitionsgewalt gestritten, darüber, ob man mit Waffen, deren Zweck, wenn sie eingesetzt werden, die Tötung von Menschen ist, Menschenleben retten kann, wie Annalena Baerbock das behauptet. Im Falle von Widerspruch, etwa in der Form, dass man durch Tötung Menschenleben auslöscht nicht etwa rettet, wird von denen, die sich für Faktenchecker halten, ein Experte aufgefahren, der erzählt, dass man durch das Töten von Wenigen den Tod von Vielen vermeiden könne, eine Argumentation in der denkbehinderten Tradition der Klimawandel-Fanatiker, die Lebensfreude, Wohlstand und Sicherheit heute Lebender zerstören, damit vielleicht morgen eine Generation ein besseres Leben führen kann, vielleicht, wie gesagt.
Der Begriff “Experte” bringt diese geistige Insuffizienz hervorragend zum Ausdruck, indem er (a) Täuschung, um (b) den Fehlschluss ad auctoritatem und (c) den Versuch, ideologische Bewertung zu inhaltlicher Richtigkeit umzufunktionieren, ergänzt.
… Alles vom 22.1.2022 bitte lesen auf
https://sciencefiles.org/2022/12/23/veraechtlichmachung-experte-wie-suchen-das-wahre-unwort-des-jahres-2022/