Sommerpause: nur für Politiker

Regierung und Parlament haben sich in eine anstrengend lange Sommerpause vom 10.7. bis 7.9.2026 verabschiedet. Zuvor am 9.7. hat man rasch noch die Chatkontrolle als Einstieg in die Massenüberwachung der Bürger (Aufhebung des Briefgeheimnisses) auf den Weg gebracht. Daraufhin werden sich Proteste der Daheimgebliebenen erheben. Schließlich kennen die normalen Bürger keine solch üppige neunwöchige Sommerpause und bleiben hier.
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Den Anfang der Proteste machen die vier Schauspielerinnen Tina Ruland, Caroline Beil, Simone Thomalla und Mirja du Mont als „apokalyptische Reiterinnen“ (1). Mit ihrer Kritik an der Regierung Merz/Klingbeil, sie betreibe a) eine Politik der Lüge, b) Unfähigkeit, c) Einschüchterung und d) sozialen Verwüstung. Das Schlimme ist: Diese Vorwürfe sind nicht zu widerlegen, denn sie entsprechen der Realität:
Merz hat alle wichtigen Wahlversprechen nicht gehalten: a) Wahlbetrug bzw. Lüge. b) Die Reformen sind ausgeblieben, Deindustrialisierung prägt das Land. c) Zwei Drittel der Bürger trauen sich nicht mehr ihre Meinung frei heraus zu sagen. Und d) immer mehr Rentner sammeln Flaschen.
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Auch die Unterhaltungsbranche schließt sich also der Kritik am „weiter so“ der Regierung an. So Tina Ruland, bekannt als Uschi aus „Manta Manta“ (2), mit Aussagen wie:
„Wir werden nur noch angelogen, von der Politik.
Darin sind allein die Altparteien schuld, nicht die AfD.
Sie dürfen nicht straffrei ausgehen. … In Spanien geht ein Minister für 19 Jahre in den Knast, und Herr Spahn wird befördert.
Es gibt scheinbar keine Ehre und kein Gewissen mehr in der Politik.
Es geht doch nur darum, wie bereichere ich mich selbst. Und dann bin ich irgendwann draußen und dann krieg ich noch bis an mein Lebensende wahnsinnig viel Geld. Das kann nicht sein“.

„Wer die Wahrheit sagt, wird abgewählt; wer gewählt werden will, verschweigt sie“ (3) – dieses Diktum von Helmut Schmidt gilt heute mehr denn je. Deshalb flüchten sich die Politiker in der Sommerpause nach Mallorca oder zumeist noch viel weiter weg. Da neun Wochen an einem Ort langweilig wird, ist Insel- bzw. Kontinent-Hopping angesagt. Die kleinen Leute lassen sie zurück in der deutschen Wirklichkeit bzw. der Wahrheit. Und die ist rauh, da geprägt von Deindustrialisierung und Verschuldung:

Geplante Neuverschuldung 2026 bis 2030

Über eine Billion Euro neue Schulden bis zum Jahr 2030. Denn Sondervermögen sind nichts anderes als Schulden. Angesichts dieser Zahlen und der daraus resultierenden Zinslast wird es dem gesunden Menschenverstand des kleinen Bürgers schwindlig. Das Gemeine daran ist, daß bei den nach der Sommerpause anstehenden Wahlen diejenigen, die unter der gigantischen Staatsverschuldung am meisten zu leiden haben werden – die Kinder und Kindeskinder -, noch gar nicht wählen dürfen. Die Politik des „Weiter so“ ist eine Politik des „Weiter so“ des Schuldenmachens, des Lebens über die Verhältnisse bzw. des Lebens auf Kosten der nachfolgenden Generationen. Angesichts dieses Berliner Staatshaushalts gab es in der Geschichte keine Regierung, die so kinderfeindlich handelt wie die Regierung Merz/Klingbeil. Deshalb: CDUCSUSPDGrüneFDPLinke wählen, um „weiter so“ die Kinder und die nächsten Generationen zu bestrafen. Wie armselig!
14.7.2026

Ende von Beitrag „Sommerpause: nur für Politiker“
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Beginn von Anlagen (1) – (3)
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(1) Die vier apokalyptischen Reiterinnen der politmedialen Blase

Über diese zwangsberuhigte und sediert Landschaft fällt nun ein prominentes Quartett her wie die vier apokalyptische Reiter. Tina Ruland, Caroline Beil, Simone Thomalla und Mirja du Mont beschreiben das Land, das hinter den brüchigen Potemkinschen Kulissen der politischen und öffentlich-rechtlichen Dauerbeschallung sichtbar ist. Die biblischen Reiter Sieg, Krieg, Hunger und Tod erscheinen an diesem Abend in einer deutschen Gegenwartsfassung. Die vier apokalyptischen Reiter der politmedialen Blase heißen Lüge, Unfähigkeit, Einschüchterung und soziale Verwüstung. Jede der vier Promifrauen übernimmt einen Teil der Abrechnung mit dem Abstieg des Landes unter der Politik von CDU und SPD (beide unter der Fuchtel der Grünen).

Tina Ruland – Reiterin der politischen Lüge

Caroline Beil – die Reiterin der politischen Unfähigkeit

Simone Thomalla – die Reiterin der politischen Einschüchterung

Mirja du Mont – die Reiterin der sozialen Verwüstung

Politische Lüge, Unfähigkeit, Einschüchterung und soziale Verwüstung: Das sind die vier apokalyptischen Reiterinnen der politmedialen Blase an diesem Berliner Abend, die den dichten multimilliardenteuren Sedierungsnebel mit scharfen wie zutreffenden Worten durchschnitten haben.
Diesen Geist bekommen Merz, Klingbeil, ÖRR, Zeit und Co nicht mehr zurück in die Flasche.
…. Alles vom 13.7.2026 von Sofia Taxidis bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/meinungen/die-vier-apokalyptischen-reiterinnen-der-politmedialen-blase/
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(2) „Die Politiker kümmern sich null!“: Tina Ruland spricht aus, was Millionen denken
Lange galt in der deutschen Unterhaltungsbranche eine unausgesprochene Regel: Wer Karriere machen will, hält sich politisch bedeckt – oder übernimmt die gerade herrschenden Narrative. Umso bemerkenswerter ist, was sich jetzt auf einer Berliner Veranstaltung ereignete. Gleich mehrere prominente Schauspielerinnen übten ungewöhnlich scharfe Kritik an Politik und gesellschaftlicher Entwicklung in Deutschland.
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„Was in der Politik im Moment passiert … ist extremst beängstigend! … Nicht die Bürger oder die AfD tragen die Schuld am aktuellen Zustand, sondern einzig und allein die schlechte Arbeit der Altparteien.“
11.7.2026, https://x.com/realityloop23/status/2076001199241769340
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Den Kern ihrer Kritik fasste sie in einem Satz zusammen, der wohl vielen Bürgern aus der Seele spricht: „Es gibt scheinbar keine Ehre und kein Gewissen mehr in der Politik.“ Nach ihrer Einschätzung gehe es vielen Berufspolitikern heute weniger um das Gemeinwohl als um die eigene Karriere und eine lebenslange Versorgung auf Kosten der Steuerzahler.

… Alles vom 13.7.2026 bitte lesen auf
https://philosophia-perennis.com/2026/07/13/die-politiker-kuemmern-sich-null-tina-ruland-spricht-aus-was-millionen-denken/
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Einige Kommentare:
Interessant. Neigt sich hier eine „Gesellschaftsform“ ihrem Ende zu? Die letzten Tage der „DDR“ waren ähnlich: Bekannte Künstler, Schauspieler demonstrierten auf dem Alexanderplatz ( Jan Josef Liefers z.B.). Wenn die sich jetzt trauen, öffentlich zu werden, hat es etwas zu bedeuten. Katrin Templer
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Wunderbar, diese Schauspieler haben Rückgrat. Ehrlich bin ich überrascht davon, wer so offen redet, ohne Angst zu haben beruflich vernichtet zu werden. Man schaue sich da mal die Systemlinge wie Niedecken Maffay, Campino und Gröhlemeier dagegen an. Angelique66
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Mal sehen, ob sie stehen bleiben und nicht zurückrudern. Einige haben ja schon während des staatlichen Corona-Terrors mit der Aktion „Alles dichtmachen“ ein wenig den Aufstand geprobt. Unvergessen der Aphorismus: „Verzweifeln Sie ruhig, aber zweifeln Sie nicht!“ Hinterher haben sich dann einige von ihrem Mut distanziert. – Jedoch nicht alle. Eugen Karl
Ende Kommentare

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(3) Sind wir nicht schon bankrott?
Sind wir nicht schon bankrott? Als Staat, meine ich, und als Gesellschaft; das eine finanziell, das andere intellektuell. Die Frage ließ mich in dieser Woche nicht los, und schuld daran ist ein Buch, das ich wieder aus dem Regal gezogen habe.
Beginnen wir also in guter Gesellschaft. In dem Gesprächsband »Unser Jahrhundert« sitzen Helmut Schmidt und Fritz Stern beieinander – der eine Altkanzler, der andere Historiker, dem Deutschland Lebensthema und Lebenswunde zugleich war. Um die Seiten 191 und 192 herum kommen die beiden auf den politischen Umgang mit unbequemen Realitäten zu sprechen. Stern sieht in der Verdrängung der Wirklichkeit eine historisch besonders folgenreiche deutsche Neigung:
Fritz Stern: »Aber es ist ein deutscher Fehler, wenn ich so sagen darf, der in der Geschichte eine fatale Rolle gespielt hat: Die Realität nicht zu akzeptieren – da komme ich dann wieder zurück auf Nietzsche.«
Helmut Schmidt: »Die Wahrheit hat man auch zu Lebzeiten des Herrn Nietzsche verschleiert. Ich stimme Ihnen ja zu, dass die Deutschen darin eine besondere Tradition haben. Aber ich füge auch hinzu, es ist eine Schwäche jeder Demokratie, dass ein Politiker, der dem Volk unangenehme Wahrheiten sagt, seine Chancen gewählt zu werden deutlich verringert.«

Mir scheint diese Analyse des Historikers und des Ex-Bundeskanzlers für das heutige Deutschland nicht nur pointiert, sondern fundamental. Wer die Wahrheit sagt, wird abgewählt; wer gewählt werden will, verschweigt sie. So simpel ist der Mechanismus, und er kostet uns gerade ein Vermögen. Unser Land.

Die Demokratie stolpert hierzulande nicht mehr, sie fällt vornüber. Denn die Politik trägt inzwischen eine Körbchengröße vor sich her, die jede Statik überfordert: Doppel-D. Dummheit und Dissonanz.
Sie halten das für zu hart? Dann werfen Sie einen Blick in den neuen Haushalt. Neue Schulden in unfassbarer Höhe – man nennt so etwas inzwischen gern Sondervermögen, Schulden also, die sich als Vermögen verkleiden und sparen will die Regierung ausgerechnet bei der Bildung. Finden Sie den Fehler. Der Staat leiht sich Milliarden von den Kindern, an deren Schulen er spart, und nennt das Investitionspolitik.
Am Ende eines Systems, das Wahrheit an der Wahlurne bestraft, bekommen wir dann Menschen in Positionen, die Sätze sagen wie die folgenden. Ich habe sie Ihnen zusammengestellt, ein kleines Kompendium der Beleidigung des unbetreut denkenden Teils dieses Volkes.

Robert Habeck: »Es gibt kein Volk, und es gibt deswegen auch keinen Verrat am Volk.« (funk-Format »Informr«, April 2018)
Olaf Scholz: »Für meine Regierung gibt es keine roten Linien mehr …« (zur Pandemiebekämpfung, Ende 2021, kurz nach Amtsantritt)
Annalena Baerbock: »Klimaschutz bedeutet für uns einen Ausstieg aus fossiler Energie und dazu zählt auch die Atomkraft.« (2019, mehrfach dokumentiert)
Boris Palmer: »Sie sind schlicht komplett ignorant. Für Leute wie Sie muss die Impfpflicht her. Gerne bis zur Beugehaft.« (Facebook, Ende 2021)
Bianca Blomenkamp: »Heute ist so ein Tag, an dem ich jedem freiwillig Ungeimpften gern kommentarlos aufs Maul hauen würde.« (Facebook, Ende 2021; damals Sprecherin der Grünen Jugend Nordrhein-Westfalen für Antidiskriminierung)

Lesen Sie diese Sätze ruhig zweimal. Beim ersten Mal erschrickt man über die Sprache, beim zweiten über die Selbstverständlichkeit, mit der sie fielen. Ein Volk, das es angeblich gar nicht gibt, dem aber Beugehaft angedroht und »aufs Maul« gewünscht wird – von Amts- und Funktionsträgern, wohlgemerkt. Stern nannte das Verdrängen der Realität einen deutschen Fehler. Ich fürchte, wir haben ihn perfektioniert: Verdrängt wird nicht mehr nur die Wirklichkeit, sondern auch die Erinnerung daran, wie hier über Bürger gesprochen wurde, als es darauf ankam.
Ach, was schreibe ich hier. Sind wir nicht alle aufgefordert, dieser Bankrottrepublik beizuspringen, Erste Hilfe zu leisten am Patienten Politik, dessen Hirnströme allenfalls noch flackern? Ich wünschte, es gäbe so etwas wie den Deutschland-Defibrillator: gut sichtbar, hinter Glas, für den Notfall montiert. Vielleicht hängt er ja tatsächlich in Sachsen-Anhalt. Am 6. September wissen wir mehr. Die Skepsis, ob Parteipolitik überhaupt in der Lage ist, etwas zum Guten zu wenden, bleibt.
… Alles vom 13.7.2026 von Markus Langemann bitte lesen auf
https://clubderklarenworte.de/

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