Abgeordneter kostet 1/2 Mio €

In unserer repräsentativen Demokratie kommt den Abgeordneten als Repräsentanten des Volkes bzw. Souveräns eine besondere Bedeutung zu. Deshalb müssen die MdB’s (Mitglieder des Bundestags) und MDL’s (Langtage) gut verdienen – die Verdienste heißen ganz vornehm Diäten. Das Geld soll sie weniger anfällig machen für Korruption und Vetterleswirtschaft und die spätere Rückkehr ins Berufsleben – sofern sie überhaupt ein solches hatten – erleichtern.
Jeder der 630 Abgeordneten des Bundestags kostet die Steuerzahler über eine halbe Million Euro pro Jahr. Mehr dazu in Anlage (1) unten. Also zusammen Kosten von über 315 Millionen Euro bzw. 315.000.000 Euro.
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Problem 1: Die Abgeordneten repräsentieren nicht mehr die Berufsbilder des Wahlvolkes. Juristen und Lehrer überwiegen. Selbständige oder Handwerker sind kaum vertreten.

Problem 2: Immer mehr Abgeordnete waren noch nie berufstätig, sie wissen nichts über ein normales Berufsleben – nicht als Angestellte, geschweige denn als Selbständige -, sondern gehören der Kaste der Berufspolitiker an: Nach Schule und Abitur ein oftmals abgebrochenes Studium. Früher Parteieintritt und Engagement in der Partei, oftmals Assistent bei älteren Abgeordneten. Schließlich gelangen sie über ihre Verdienste in der Partei auf die Liste und dann ins Parlament.

Problem 3: Erfahrung und Verantwortung zählen immer weniger. Zunehmend tauchen Abgeordnete im Parlament auf, deren Infantilität, Naivität und auch Arroganz den normalen Erwerbstätigen in Erstaunen versetzt. Zudem klammern sich diese an ihren Abgeordnetenjob, da sie in der normalen Berufswelt deutlich weniger verdienen würden. Beispiel aus (1):
https://www.youtube.com/watch?v=UrWDcurozgk

Naive Emilia Fester(MdB) mit beispielloser Wutrede bei Impfdebatte: „Will meine Freiheit zurück“
https://www.youtube.com/watch?v=0KH04uQG5QI

Problem 4: Die Abgeordneten können selbst über die Höhe ihrer Diäten, ihren Etat, die Anzahl der Posten und die Modalitäten ihres Verdienstes entscheiden. Es gibt so gut wie kein System der Kontrolle.
Fazit: Anders als in den ersten Legislaturperioden nach 1949 verstehen Abgeordnete sich heute kaum noch als normale Bürger, sondern mehr und mehr als Angehörige einer Extra-Kaste, Privilegierte, die de fakto Berufspolitiker sind, sich aber nicht gerne als Berufspolitiker bezeichnen lassen.

Die Demokratie ist auf normale Bürger angewiesen, die bereit sind, sich als Parlamentarier zu engagieren. „Normal“ heißt, dass diese im als Arbeitnehmer oder Arbeitgeber im Erwerbsleben stehen bzw. gestanden haben wie alle anderen auch. Berufsabgeordnete, die nichts anderes tun bzw. können als Politik und Partei-Lobbyarbeit, zählen nicht dazu, sondern gehören einer gesonderten Kaste an.
4.5.2026
Dieser Beitrag ist ohne KI erstellt worden.
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Beginn von Anlagen (1) –
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(1) Was uns unsere Politiker kosten
… In einem kurzen Videoclip habe ich mal die grundlegenden Kosten eines gemeinen Bundestagsabgeordneten zusammengefasst, die sage und schreibe über 1/2 Million pro Jahr ausmachen, mal 630 Abgeordnete.
Feudalsystem „Unsere Demokratie“ https://www.youtube.com/shorts/HOcpndFG1gc

Monatliche Bezüge der Bundestagsabgeordneten
Diäten: 11.833 Euro
Aufwandsentschädigung: 5.467 Euro
Die Aufwandsentschädigung ist steuerfrei und wird ohne Bedingungen oder Nachweise pauschal ausgezahlt. Im Grunde also ist sie „getarntes“ steuerfreies Zusatzgehalt.
Zusammen sind das: ca. 17.300 Euro, zu 1 Drittel steuerfrei.
Aber das ist nicht alles: Hinzu kommt die Bahncard 100, Wert 8000 Euro im Jahr, das sind 667 Euro im Monat.
Hinzu kommen Erstattungsansprüche, die durch Rechnungen nachgewiesen werden müssen:
Sachleistungen: bis zu 12.000 Euro im Jahr
Mitarbeitergehälter: bis zu 320.000 Euro im Jahr
(Ein Abgeordneter kann also ohne weitere Begründungen (irgendwas findet sich schon) bis zu 10 Mitarbeiter zu je 2667 Euro im Monat beschäftigen)
Das Problem bei diesen Kosten ist, dass die Vergütung entfällt, wenn sie nicht genutzt wird. Das führt natürlich zwangsläufig dazu, dass hemmungslos mit den Einnahmen geprasst wird. Die Büroausstattung und andere Neuanschaffungen dürfen und müssen vom Feinsten sein, und auch, wenn man gar keine Mitarbeiter braucht, warum nicht ein oder zwei gute Freunde einstellen, die einem Gesellschaft leisten.
Im Jahr kommen wir also auf Pro-Kopf-Kosten von über 1/2 Million Euro. Runden wir es ab auf 500.000 Euro mal 630 (Anzahl der Abgeordneten) ergeben sich 315 Millionen pro Jahr alleine für die gemeinen Abgeordneten.

Monatliche Bezüge der Landtagsabgeordneten
Die Vergütungen der Landtagsabgeordneten sind im Schnitt etwas geringer, aber dafür gibt es auch aktuell 1891 davon. Da diese Bezüge von Bundesland zu Bundesland stark variieren und da ich keine offiziellen Statistiken über die Gesamtkosten fand, rechne ich nur Pi x Daumen mit geschätzten Durchschnittswerten.
⌀ 8000 Euro Diäten + ⌀ 2000 Euro Aufwandsentschädigung + ⌀ 6000 Euro Mitarbeiterpauschale => 16.000 Euro x 12 Monate x 1891 Abgeordnete => ca. 360 Millionen Euro pro Jahr.
Die Ministergehälter liegen zwar deutlich darüber, aber von denen gibt es auch nicht so viele. Bundesminister gibt es derzeit 16.

Aufwendungen der Ministerien für Dienstleistungen
Dies ist der umstrittenste Bereich beim Einsatz von Steuergeldern. Die Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion gibt Aufschluss über die Dimension.
Erfasst wurde der Zeitraum vom 6. Mai bis zum 4. August (ca. 3 Monate). Eitelkeit ist teuer, das belegt Wirtschaftsministerin Katherina Reiche mit Ausgaben von 19.264,76 Euro. Die reinen Dienstleistungskosten betrugen dabei ca. 11.000 Euro, der Rest wurde für Reisekosten fällig (man bringt also sein Personal auf Reisen gleich mit).
Das Kanzleramt von Friedrich Merz (CDU) hat in diesem Zeitraum 12.501,30 Euro für Kosmetiker, Visagisten und Friseure ausgegeben. (Quelle: https://www.stern.de/politik/deutschland/minister-der-regierung–so-viel-kosten-ihre-visagisten-und-friseure-36003172.html)
Selbst die Eitelkeit von Altkanzlern kommt dem Steuerzahler teuer zu stehen. Angela Merkel reist nicht nur bis heute auf Kosten des Bundeshaushalts (in manchem Monat ergeben sich da Reisekosten – inklusive der mitreisenden Mitarbeiter des Altkanzlerbüros – von über 10.000 Euro), sondern stellt dem Steuerzahler auch ihre Friseure und Visagisten in Rechnung. Zwischen Juli 2024 und März 2026 sind dafür insgesamt 64.677 Euro aus öffentlichen Mitteln angefallen. Wenn’s scheen macht! (Quelle: https://www.tichyseinblick.de/meinungen/merkels-friseurkosten-auf-steuerzahlerrechnung/ . Auch ein Hollywoodstar dürfte da kaum aufwändiger sein.

Ein Großteil der heutigen Bundestagsabgeordneten ist nie im Leben einer eigenständigen Tätigkeit nachgegangen. Sie sind Berufspolitiker von Jugend an, begannen als Assistenten bei älteren Abgeordneten (wofür diese, wie oben belegt, großzügigst ausgestattet sind – 320.000 Euro pro Jahr für Mitarbeiter), bis sie schließlich selbst, durch Engagement und Treue gegenüber den Parteidogmen, über Listen (auf die der Wähler keinen Einfluss hat) im Bundestag landen.
Woran will man deren „Marktwert“ berechnen, wie einschätzen, was sie in einer Tätigkeit in der freien Wirtschaft verdient hätten? Hier mal 4 Beispiele für Abgeordnete, bei denen man sicher sein kann, dass sie in der Wirtschaft nicht mal als Praktikant unterkämen:


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Wie will man verhindern, dass ein System, dem jegliche Kontroll- und Regulationsmechanismen fehlen, schließlich komplett korrumpiert? Die Abgeordneten entscheiden selber über ihre Vergütung, sie entscheiden selber über die ihnen zur Verfügung stehenden Etats, sie können sich selber immer mehr zusätzliche Posten für verdiente Parteisoldaten einrichten. Sie entscheiden selber über ihre Parteilisten, wer also mitspielen darf und wer nicht, wer dem Wähler überhaupt zur Wahl gestellt wird, und wer nicht.
Ein System, das wie ein Krebsgeschwür schließlich eine komplette Gesellschaft zersetzen kann und in einer Feudalgesellschaft endet, in einer Oligarchie der etablierten Parteien und Berufspolitiker, als nicht abwählbare Herrscher (da in großen Koalitionen abgesichert) über das immer mehr ausblutende Fußvolk.
… Alles vom 4.5.2026 von Pommes Leibowitz bitte lesen auf

Was uns unsere Politiker kosten


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Einige Kommentare:
Das Problem und damit die Herausforderung, die wir haben, ist, dass Politiker keinen Anreiz haben, anderen Menschen Nutzen zu bringen, da sie ihre Einkünfte nicht durch freiwilligen Austausch erzielen, sondern durch Zwang. Und zudem auch noch, ohne Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Wie der Erfolgsautor Nassim Taleb („Black Swan“) festgestellte, können sich die Politiker betätigen ohne „Skin in the Game“ zu haben.
Politiker können zudem mittels ihres Mandats deutlich höhere Einkommen erzielen, als sie das in der Privatwirtschaft könnten. Selbst ohne abgeschlossene Ausbildung dürfen sie sich über Bezüge freuen, die in der Privatwirtschaft leitenden Angestellten, erfolgreichen Unternehmern und Freiberuflern vorbehalten sind – ohne allerdings deren Verantwortung oder Geschäftsrisiken tragen zu müssen. Den oft und gerne zitierten „kleinen Mann von der Straße“ repräsentieren sie so nicht.
Eine Möglichkeit, die Anreiz-Beitragsbeziehungen zu ändern, wäre beispielsweise eine Stimmgewichtung nach der für das Gemeinwesen erbrachten Steuerleistung, also ein „Zensuswahlrecht“, wie es in Deutschland und Österreich gegen Ende des 19. Jahrhunderts bestanden hat. Das auf dem Markt herrschende Prinzip wer zahlt, schafft an, würde damit auf die Politik übertragen. … ernst
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„Das Problem bei diesen Kosten ist, dass die Vergütung entfällt, wenn sie nicht genutzt wird. Das führt natürlich zwangsläufig dazu, dass hemmungslos … geprasst wird.“ Das ist uebrigens nicht nur im Bunten Tag so! Als die Rumpelwehr noch eine Armee war und ich teilhaben durfte, wurden zum Abschluss des Rechnungsjahres Sprit verfahren und Munition verballert, damit die Zuteilungen nicht gekuerzt werden. Das war 1980/1, und heute soll es noch schlimmer sein, trotz einer 110-Milliarden-Spende des Steuermichels…. Goetz
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